Ziele und Visionen einer Region 2.

Auflage
1 www.schladming2030.at

© Gerd Altmann|Pixelio

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Das vorliegende Dokument Schladming 2030 richtet sich an alle BürgerInnen und Organisationen der Region sowie an alle Interessenten, Gäste, Freunde und Partner innerhalb und außerhalb der Region Schladming. Sie können dieses Dokument und die dazugehörige Website www.schladming2030.at nützen, um mehr über Schladmings angestrebte Zukunft, unsere Visionen und Nachhaltigkeitsziele zu erfahren und auch darüber, auf welche Weise wir beabsichtigen, diese Visionen zu verwirklichen.

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Zweite Ausgabe Schladming, Februar 2012

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Inhaltsverzeichnis
Die Alpine Ski WM als Impulsgeber .................................................................... 7 Schladming 2013 - Der Countdown läuft ............................................................. 8 Was ist die Schladming 2030 GmbH .................................................................. 10 Wie können Sie an Schladming 2030 teilnehmen .................................................. 11 Die Gesellschafter ...................................................................................... 12 Partner von Schladming 2030 ......................................................................... 13 Ausgangssituation ....................................................................................... 14 Ziele ...................................................................................................... 15 Dachmarke Schladming ................................................................................ 18 Projekte von Schladming 2030 ........................................................................ 19 Congress-Schladming ................................................................................... 20 Merchandising - Schladming Shop .................................................................... 22 Trachten & Modelabel .................................................................................. 23 Regionaler Warenkorb - Heimatgold ................................................................. 24 IT Projekte ............................................................................................... 26 Wirtschaftliche Orts- und Regionalentwicklung .................................................... 32 Barrierefreiheit ......................................................................................... 33 Energie ................................................................................................... 34 Langfristige Partnerschaften .......................................................................... 37 Kultur ..................................................................................................... 38 Landentwicklung Steiermark .......................................................................... 39 Der Blick in die Zukunft ................................................................................ 40 Aktivitäten setzen ...................................................................................... 42 Umwelt ................................................................................................... 45 Kleinregion Schladming ................................................................................ 46 Tourismusregion Schladming-Dachstein ............................................................. 47 Historie der Region ..................................................................................... 48 Unsere Werte ............................................................................................ 57 Die Umsetzung .......................................................................................... 58 Infrastrukturmaßnahmen .............................................................................. 62 Fazit....................................................................................................... 65

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Die FIS Alpine Ski WM als Impulsgeber 4. - 17. Februar 2013
WM-Facts:
• 650 AthletInnen aus 70 Nationen • 11 Bewerbe und 33 zu vergebene Medaillen • Derzeit rund 27.000 Zuseherplätze im Zielstadion • 85 % der Ski-Pisten sind auch während der FIS Alpine Ski WM 2013 uneingeschränkt befahrbar • ca. 14.800 Akkreditierte • ca. 1.000 Volunteers • ca. 260 Securities • ca. 360 Polizisten • 200 Kräfte des Roten Kreuz • 40 Personen der Bergrettung • 6 Pistenärzte und 2 Notarztteams • Gratisfahrten mit ÖBB im Umkreis von 50 km sowie Gratisfahrten mit Bus Shuttles im Großraum Schladming mit gültigem Event Ticket • ca. 55 Fahrzeuge von Audi und VW im OK-Fuhrpark • Parkplätze für ca. 4.000 PKWs und 400 Busse • ca. 1.500 akkreditierte Journalisten, Fotografen und Reporter • 500 Arbeitsplätze im Medienzentrum • 250 - 280 akkreditierte Fotografen • • • • • • • • • • ca. 18 TV Stationen ca. 19 Radiostationen ca. 37 Kommentator Positionen 6 TV Studios Streckenlänge Abfahrt Damen: 3.346 m Streckenlänge Abfahrt Herren: 3.408 m Nutzfläche Planet Planai: 6.500 m² Parkflächen: 12 ha VIP-Bereich Zielstadion: 900 m² WM-Investitionsvolumen € 409 Mio. inklusive privater Investitionen, davon WM-Investitionsvolumen der Planai-HochwurzenBahnen € 70 Mio. 223 Pistenkilometer in der Region 113 Liftanlagen ca. 1.800 Vermietungsbetriebe rund 28.000 Gästebetten stehen zur Verfügung Pistenfläche gesamt: 244 ha Flächen 1. und 2. UG im WM Park Planai und Auslauf: 15.000 m² Bis zu 200.000 m³ Maschinen-Schnee pro Tag (20.000 LKW Ladungen)

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Schladming 2013 - der Countdown läuft
Unter dem Motto „Skifest mit Herz“ findet von 4. bis 17. Februar 2013 das Ski-Großereignis in der Steiermark statt. Die Vorbereitungen für die FIS Alpine Ski WM 2013 in Schladming laufen bereits auf Hochtouren. Gäste und Einheimische, Jung und Alt sollen in das Skifest mit Herz miteinbezogen werden und Schladming 2013 zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Der Österreichische Skiverband als der von der FIS beauftragte Veranstalter der Alpinen Ski WM 2013 wählte sich mit Schladming einen Ort, der bewiesen hat, dass hier alle Attribute einer gelungenen Veranstaltung zusammentreffen. Es soll eine richtungsweisende und unverwechselbare Ski WM in der Tradition des Österreichischen Skiverbandes durchgeführt werden. Den Zuschauern werden hochwertige, sportliche Wettkämpfe geboten, die ihnen Momente bescheren, die unter die Haut gehen und allen skisportbegeisterten Menschen rund um den Globus einzigartige Bilder vermitteln. Unter den Kernattributen Innovation, Emotion und Tradition möchte der Veranstalter dazu beitragen, die Grundgedanken dieser Weltmeisterschaft nach außen zu tragen. Umgeben von der beeindruckenden Naturlandschaft des Ennstals mit seinen Jahrhunderten alten Traditionen, soll ein Ereignis geschaffen werden, das Emotionen und Begeisterung weckt und den Mut hat, neue und innovative Wege zu gehen. Von der langjährigen Erfahrung des ÖSV in der Organisation von Großveranstaltungen wird auch Schladming 2013 profitieren. Mit einer sorgfältig geplanten sportlichen und organisatorischen Konzeption möchte Schladming 2013 der Welt einmal mehr zeigen, dass Österreich mit seiner einzigartigen Gastlichkeit die Ski-Nation Nummer 1 ist. Bereits 1982 war Schladming Austragungsort der Alpinen Ski Weltmeisterschaften. Tausende begeisterte Fans trugen dazu bei, dass Schladming 1982 als herzliche Weltmeisterschaft nach wie vor in Erinnerung ist. Diese Emotionen möchte der Veranstalter auch 2013 wieder unter den tausenden Zuschauern und Mitwirkenden hervorrufen.

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Die Infrastrukturmaßnahmen sollen zur perfekten Durchführung der WM 2013 beitragen und in weiterer Folge die Rahmenbedingungen für viele weitere regionale, nationale und internationale Veranstaltungen schaffen. Als „Flaggschiff“ kann sicherlich das CongressSchladming genannt werden, welches für das Weltcup Finale im März 2012, die FIS-Alpinen Ski Weltmeisterschaften im Februar 2013, sowie für das jährliche „Nightrace“ als Mediencenter genutzt wird. Im Indoor-Bereich bietet es Platz für bis zu 2.200 Personen. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden auch viele Kinder aktiv in die WM 2013 mit einbezogen, denn sie sind die Zukunft des Skisports. Die WM 2013 macht Schule - in verschiedensten Projekten wird in Kindergärten, Schulen und Vereinen die WM 2013 zum Thema gemacht. Schladming beheimatet in der Ski-Hauptschule, der Ski-Handelsschule und dem HAK-Maturalehrgang unsere zukünftigen Skifahrer. Um die Kommunikation diesbezüglich zu verbessern, wurde das „Jugend OK“ ins Leben gerufen.

Vier Jugendliche aus der Region, im Alter von 13 bis 19 Jahren, werden vom Veranstalter aktiv in die Organisation und in die Medienarbeit miteingebunden. Sicherheit ist von besonderer Bedeutung Wenn viele Menschen im Rahmen einer Veranstaltung aufeinander treffen, ist auch die Sicherheit vor Ort enorm wichtig. Schladming 2013 setzt auf ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept. Dieses ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt fertig und von Seiten der Sektion Sicherheit könnte die WM 2013 jederzeit starten. Der Österreichische Skiverband und Schladming 2030 möchten sich auch in Zukunft als starke Partner sowohl in regionalen, als auch internationalen Belangen präsentieren. Die vorhandenen Infrastrukturen, in Kombination mit einer gut funktionierenden Zusammenarbeit schaffen die Voraussetzungen, um gemeinsam eine unvergessliche, einzigartige Ski-WM 2013 zu veranstalten.

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Was ist die Schladming 2030 GmbH?
Gleiche Ziele, gleiche Interessen, eine Region und ein ganz großer gemeinsamer Auftrag veranlasste die Stadtgemeinde Schladming, den Tourismusverband Schladming-Rohrmoos und die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH Ende des Jahres 2009, wie schon bei der Bewerbung für die Alpine Ski WM 2013 geplant, die Plattform „Schladming 2030 GmbH“ zu gründen. Ziel ist es, die Alpine Ski WM 2013 bestmöglich zu nutzen und als Partner des ÖSV – dem Organisator und Veranstalter der Großveranstaltung - an einer sportlich besten und unverwechselbaren WM mitzuwirken. Die Schladming 2030 GmbH will sicherstellen, dass sich unsere Region wirtschaftlich, ökologisch und sozial weit über 2013 hinaus positiv entwickelt. Offen, unkonventionell, überparteilich und mit Begeisterung werden Kräfte gebündelt, Projekte initiiert und koordiniert und dafür gesorgt, nach außen als Einheit aufzutreten. Diese GmbH stellt Weichen, begleitet und kontrolliert die Umsetzung und informiert die Öffentlichkeit. Das Bestreben ist es, die Region als eine der fünf führenden touristischen Ganzjahresdestinationen Europas zu etablieren. Unter der Dachmarke Schladming werden auch die Gemeinden der Kleinregion Schladming, Aich, Gössenberg, Haus im Ennstal, Pichl-Preunegg, Ramsau am Dachstein und Rohrmoos-Untertal bestmöglich vertreten. Mit der Einbindung der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH und der Austria Ski WM und Großveranstaltungs GmbH des österreichischen Skiverbandes ist die gesamtregionale Bedeutung dokumentiert. Interessierte, engagierte, motivierte „Junggeister“ sind herzlich eingeladen, unsere gemeinsame Zukunft in den verschiedensten Projekten mitzugestalten. Schladming 2030 kooperiert eng in einer Bürogemeinschaft mit der Landentwicklung Steiermark und zählt viele renommierte Unternehmen, Organisationen und Institutionen zu seinen Partnern.

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Wie können Sie an Schladming 2030 teilnehmen?
Die Schladming 2030 GmbH möchte alle BürgerInnen in kreative Prozesse einbinden. Zur Erreichung der ehrgeizigen Vorhaben trägt unter anderem das von Altbürgermeister Hermann Kröll gegründete „Unterstützungskomitee Schladming 2013/2030“ bei. Derzeit bringt eine große Zahl bedeutender, einflussreicher und engagierter Persönlichkeiten aus allen Kreisen der Bevölkerung ihr Netzwerk, ihre Erfahrungen, ihre Kompetenzen und ihre Begeisterung ein, um die Schladming 2030 GmbH im Rahmen ihrer Möglichkeiten tatkräftig zu unterstützen. Bei Interesse an einer Mitarbeit wenden Sie sich bitte an die Schladming 2030 GmbH.

Kontaktdaten für Fragen & Anregungen
Erfahren Sie mehr über Schladming 2030 E-Mail: office@schladming2030.at Telefon: +43 (0) 3687 22030 Homepage: www.schladming2030.at

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Die Gesellschafter
Stadtgemeinde Schladming
Bürgermeister Jürgen Winter (Sprecher der Kleinregion Schladming) buergermeister@ schladming.at www.schladming.at

Planai-HochwurzenBahnen GmbH
Mag. Ernst Trummer ernst.trummer@planai.at www.planai.at

Tourismusverband Schladming Rohrmoos
Obmann Kurt Pfleger (inkl. Region SchladmingDachstein) kurt.pfleger@ unicreditgroup.at www.schladmingrohrmoos.com

Österreichischer Skiverband
Präsident Prof. Peter Schröcksnadel ski1@oesv.at www.schladming2013.at

Koordination
Albert Baier Consulting GmbH Geschäftsführer KR Albert Baier office@baierconsulting.net

Unterstützungskomitee
Schladming 2013/2030
Präsident Hermann Kröll Altbürgermeister soo-schladming@ specialolympics.at

MitarbeiterInnen

Mag. Hans Miller
Vermarktung hans.miller@schladming2030.at

Mag. Nina Sulzenbacher
Landentwicklung Steiermark nina.sulzenbacher@ landentwicklung.com

Wilma Weikl-Trinker
Office, Assistenz office@schladming2030.at

Andrea Schodl, MA
PR, Projekte presse@schladming2030.at

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Partner von Schladming 2030
Zahlreiche engagierte MitbürgerInnen und PartnerInnen prägen und erleichtern die Arbeit der Schladming 2030 GmbH. Ein Auszug unserer Partner in alphabetischer Reihenfolge: • • • • • • • • • AMS Gröbming Combiente GmbH Der Ennstaler Energie Steiermark Fachabteilungen des Bundes Fachabteilungen des Landes GPM Infrastruktur Schladming 2013 GmbH Kaufmannschaft Schladming Landentwicklung Steiermark – Kooperation und Bürogemeinschaft mit der seit April 2009 in Schladming eingerichteten Außenstelle. Vertreten durch Mag. Nina Sulzenbacher unter Einbindung der Lokalen Agenda 21 LEADER - Management Maschinenring Dachstein-Tauern Regionalmanagement Liezen Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH Steiermärkische Landesregierung Steirische Tourismusgesellschaft Tourismusverbände Whistler Wirtschaftskammer Wintersportverein Schladming

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u.v.m.

© Konstantin Gastmann|Pixelio

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Ausgangssituation
Schladming, die geschichtsträchtige Bergstadt mit jungem Geist, ist heute der Inbegriff für Sport, Kultur und Natur. Schladming ist bekannt durch unzählige Großveranstaltungen wie der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1982, dem jährlichen Skiweltcup-Nightrace, dem Mountainbikeweltcup und den Special Olympics. Zentral in Österreich gelegen bieten die Skiberge der Urlaubsregion Schladming-Dachstein und Ramsau am Dachstein alles für den perfekten Winterurlaub. Die Naturschönheit unserer Region beeindruckt. Die vielfältigen Wandermöglichkeiten und verschiedensten Freizeit- und Sportangebote machen die Region zu einem ganzjährigen beliebten und attraktiven Urlaubsziel. Kulturell hat die Region neben authentischer Volkskultur auch zahlreiche Kulturveranstaltungen, wie das Musikfestival „Mid Europe“ und große Open Air Pop-Konzerte zu bieten. Die Region nimmt einen besonderen Platz im Herzen aller Menschen ein, die hier leben und arbeiten oder einfach nur ein paar Tage Urlaub in unserer schönen Heimat genießen. Gemeinsam können wir unseren Erfolg als eine der schönsten Natur- und Freizeitlandschaften Österreichs in Richtung einer nachhaltigen Zukunft weiterführen. Das harmonische Zusammenspiel von GemeindebürgerInnen der Region, Partnern, Gästen, Politik, Wirtschaft und Interessensgruppen ist essenziell für die Verwirklichung unserer Visionen. Begleiten Sie uns auf unserer Reise!

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Schladming 2030 - „Der Name ist Programm“

Ziele und Visionen bis zum Jahr 2030
Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen!
(Thomas Woodrow Wilson, 28. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika)

• Die Region Schladming ist eine der fünf führenden alpinen Tourismus-Ganzjahresdestinationen Europas. • Die Region Schladming bietet wirtschaftlich, sozial und ökologisch die größte Wahl- und Gestaltungsvielfalt für Gäste und Einheimische. • Die Region Schladming ist ein Fixpunkt für internationale Großveranstaltungen. • „Congress-Schladming“, das innovative Zentrum in den Alpen! Durch Tagungen und Kongresse, geistig und technisch mit den dynamischen Zentren der Welt verbunden, hat sich die Region einen Weltruf im Bereich Tagungen und Kongresse geschaffen. • Wir sind Vorzeigeregion bei der Erhaltung und dem sorgsamen Umgang mit der Kulturlandschaft.

• Wir sind Vorzeigeregion in wirtschaftlicher und sozialer Nachhaltigkeit. • Die „Dachmarke Schladming - die Stadt in den Alpen“ ist getragen von Menschen, Dynamik und Ambiente. • 1.000 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Technologie, Umwelt, Ausbildung, Beratung, Forschung und touristischer Sekundärwirtschaft sind neu entstanden. • Hochwertige Sport-, Erholungs- und Kulturmöglichkeiten für Einheimische und Gäste sind ein Markenzeichen der Region. • Die Region Schladming ist ein starker Wirtschaftsstandort, international verankert und vernetzt. • Die Bevölkerung hat eine optimistische, positive Zukunftsorientierung.

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Ziele bis zur Alpinen Ski WM 2013
Die weltweite Aufmerksamkeit, die politische Unterstützung, die Impulse für die Wirtschaft und die Begeisterungsfähigkeit der Bevölkerung sollen genützt werden, um die Tourismusregion Schladming-Dachstein bestmöglich zu positionieren und gemeinsam mit der WM Organisation ein unverwechselbares und einzigartiges „Skifest mit Herz“ durchzuführen. Um dies zu erreichen sind umfassende, anspruchsvolle Maßnahmen und Aktivitäten über viele einzelne Einfluss- und Zuständigkeitsbereiche, Querschnittinformationen und Querschnittmaßnahmen erforderlich. Vorrangiges Ziel ist die Stärkung der regionalen Wertschöpfung und die qualitätsvolle Entwicklung der Kleinregion, mit Hauptaugenmerk auf folgende Bereiche: • • • • Bildung Wirtschaft Ökologie Soziales Um vorhandene Ressourcen zu nützen und existierendes Wissen zu bündeln, wird besonders großer Wert auf Kooperationen verschiedenster Art gelegt. Seit Dezember 2009 bieten immer mehr Partner (siehe auch „Partner von Schladming 2030“) ihre Kooperation an. Der Fokus ist auf eine gelebte wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit gerichtet. Dadurch wird bei privaten oder öffentlichen Investitionen ein sicheres und schnelleres „Return on Investment“ gewährleistet und die besten Voraussetzungen zu einer weiteren positiven Entwicklung der Region weit über 2013 hinaus geschaffen. Alle Investitionen und Maßnahmen sind auf der Basis einer verantwortungsvollen Nachnutzungsmöglichkeit mit dem Ziel einer dauerhaften Wirtschaftlichkeit aufgebaut. Die Alpine Ski WM 2013 ist eine einmalige Chance, um die Region gesamtheitlich und nachhaltig als eine der fünf führenden alpinen Tourismus-Ganzjahresdestinationen Europas zu etablieren und um den Wirtschaftsstandort der Region zu stärken, international zu verankern und zu vernetzen.

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Dachmarke Schladming - Markenbild
Schladming – die Stadt in den Alpen - zeichnet sich durch seine gastfreundlichen Menschen, die spezielle Dynamik und sein einzigartiges Ambiente aus. Das Zentrum der Tourismusregion SchladmingDachstein ist Schnittstelle zwischen den Erlebnislandschaften der Kalkriffe des Dachsteins und dem Urgestein der Schladminger Tauern. Die Region ist eine der beliebtesten Urlaubsdestinationen des Landes und steht für Innovation, Fortschritt, Toleranz und Integration. Der Tourismus bringt eine blühende wirtschaftliche Dynamik mit sich: Durch Kooperationen und Bündelung der Kräfte mit den Gemeinden der Kleinregion und der Schladming-Dachstein Tourismusregion erfüllt die Marke Schladming nahezu jeden Wunsch. Das umfangreiche Freizeit-Angebot im Sommer und Winter sowie die intakte Kulturlandschaft und die Gastfreundschaft der EinwohnerInnen sorgen dafür, dass unsere Heimat zu einer der führenden Tourismusregionen Europas gehört. Zudem lockt die Region mit traditionellen und kulturellen Großveranstaltungen. Als historische Bergstadt und eine von drei Silberstädten war Schladming schon früh ein alpines Zentrum technischer und gesellschaftlicher Erneuerungen. Durch und für die WM 2013 setzt Schladming auch in jüngster Zeit wegweisende neue Akzente. Die zahlreichen Erneuerungen im Bereich der Informationstechnologie – etwa der Ausbau des Glasfasernetzes, freies WLAN, Projekt Experimedia uvm. - machen Schladming zu einem Vorreiter in der Region. Das Congress-Schladming, das innovative Zentrum in den Alpen, trägt zur internationalen Stärkung der Marke Schladming bei. Neben den technischen Innovationen setzte die Region vor allem Maßstäbe im touristischen Dienstleistungssektor. Die Einführung der Schladming-Dachstein Sommercard oder das „Erlebnis Dachstein“ mit dem „Skywalk“ und dem „Eispalast“ sind nur einige wenige Beispiele, die die Marke Schladming auszeichnen. Die zahlreichen baulichen Maßnahmen und Erneuerungen in die Infrastruktur und dem unmittelbaren Angebot für den Gast, die im Zuge der WM durchgeführt werden, machen die historische Alpenstadt noch attraktiver für UrlauberInnen und Wirtschaftstreibende. Dies sichert wiederum Arbeitsplätze und bietet Perspektiven sowohl für Fachkräfte als auch für die Jugend in der Region. Die Dachmarke Schladming ist mehr als nur ein attraktives Versprechen und sichert das Vertrauen der Gäste und Investoren in die Qualität ihrer Angebote.

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Projekte von Schladming 2030
Projektgrundsätze
Übergeordnetes Ziel der einzelnen Projekte ist es, sowohl Innenwirkung in der Region als auch Außenwirkung für die Region zu erreichen. Im Innenverhältnis sollen die Projekte identitätsstärkend für die Region wirken, die Wertschöpfung erhöhen sowie Kooperationen fördern und zur Zusammenarbeit motivieren. Nach außen hin soll die Marke Schladming national und international an Bedeutung gewinnen. Alle Projekte werden von den einzelnen ProjektleiterInnen ehrenamtlich durchgeführt. Die erarbeiteten Ergebnisse sind Eigentum der Schladming 2030 GmbH.

Alle Projekte sind „Work in Progress“ Bleiben Sie auf dem Laufenden unter: www.schladming2030.at

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Umgesetzte Projekte

Ein Projekt zur Positionierung der „Marke Schladming“ als das unverwechselbare Veranstaltungszentrum in den Alpen. Positionierung: • „Schladming Convention“ - das innovative Zentrum in den Alpen • „Best Of“ • Unverwechselbar Projekt-Start: April 2010 Eröffnung im Dezember 2011 Projektleitung: Manfred Breitfuß Koordination: Schladming 2030 GmbH Eigentümer: 100 % Stadtgemeinde Schladming Umfang: • Congresshaus • Athletic Area • Planet Planai • Stadtsaal • Dachstein • Freiflächen, u.v.m

Organisation und Management: Das hochwertige Mediencenter, mit vielseitigen Möglichkeiten – Congress, Medien, Bildung, Sport, Events – wird die „Marke Schladming“ als eine führende Kongressstadt europaweit etablieren. Operative Abwicklung vor Ort: Durch die Zusammenführung zwischen den wichtigsten Einrichtungen Medien-Center, Athletik Area, öffentl. Freiflächen, Stadtsaal, Planai-Stadion, Dachstein, bzw. Anbietern von Einrichtungen und Dienstleistungen werden mögliche Synergien zur bestmöglichen Wertschöpfung und zur Kostenoptimierung geschaffen. Geschäftsführer: Manfred Breitfuß Kontakt: Congress Schladming Europaplatz 800 8970 Schladming Tel.: +43 (0) 3687 22033 www.congress-schladming.com info@congress-schladming.com

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Ausgestattet mit modernster Medientechnik werden die Räumlichkeiten der nationalen und internationalen Presse die besten Voraussetzungen für eine optimale Berichterstattung über die FIS Alpine Ski WM und alle nachfolgenden Veranstaltungen bieten. Mit einer Photovoltaikanlage, einer Flusswasserkühlung aus der nahe gelegenen Enns, der BIOFernwärme, der vorgesehenen Grauwassernutzung für die WC-Spülungen und den wasserlosen Pissoirs wird ein ambitioniertes energetisches Konzept umgesetzt und die besondere Kompetenz Österreichs im Umgang mit der aktuellen Klimathematik repräsentiert. Holz und heimischer Loden als lebendige Materialien verleihen auch dem Inneren eine besondere Atmosphäre, das durch spannungsvolle Raumfolgen mit überraschenden Ausblicken auf die phantastische Umgebung geprägt ist. Das einzigartige Gebirgspanorama ist Hauptakteur des Schauspiels, welches durch die offene Struktur des Hauses für die Gäste zum stets präsenten Erlebnis wird.

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Merchandising - Neues Unternehmen „Schladming Shop“
Projektstart: Juni 2010 Umsetzung: Februar 2012, anschließend Übergabe an das neue Unternehmen Projektleitung: Birgit Winter Koordination: Schladming 2030 GmbH Ziel dieses Projekts war es, in Kooperation mit heimischen Betrieben eine Schladming Kollektion zur Bekanntmachung der Dachmarke Schladming zu entwerfen – ganz nach dem Motto „in der Region, für die Region“. Das sich daraus entwickelte Unternehmen „Schladming Shop“ wurde zu Beginn 2012 gegründet, die Schladming 2030 GmbH fungiert hier von nun an nur noch als Lizenzgeber für die Marke Schladming. Ziel des neuen Unternehmens ist es, die Marke im Bereich Merchandising langfristig zu etablieren. Gleichzeitig soll die starke Nachfrage nach Produkten der Region Schladming bereits im Vorfeld der SkiWM gestillt werden. „Die Region hat ein extrem hochwertiges Image und genau das ist der Anspruch an unsere Produkte: Beste Qualität zu vernünftigen Preisen – auch im Hinblick auf die regionalen Wiederverkäufer“, so der Geschäftsführer des neuen Unternehmens Gerry Seebacher.

Ab sofort kann sich jeder sein Stück Schladming kaufen. Im neuen Schladming-Shop*.
> > > > > T-Shirts, Hemden, Polos, Hoodys, Casual Wear Outdoor- und Sport-Bekleidung Werbemittel und Streuartikel Gastronomie- und Hotellerie-Ausstattung Produktveredelung (Stick, Flex, Flock, Druck...)

Zahlreiche Designs im Branding der neuen Schladming-Collection. Alle Artikel sind personalisierbar.
1982

2013

no. 100

> Personalisierte Kleinauflagen kurzfristig lieferbar!
E-Mail: office@schladming-shop.at Telefon: 0676 | 833 87 888 (Gerry Seebacher) • 0664 | 2300 400 (Eugen Waidhofer) Schauraum: Erzherzog Johann-Straße 248a • 8970 Schladming
* ie Produkte gibt es über unsere lokalen Vertriebspartner oder unter www.schladming-shop.at (derzeit im Aufbau) zu kaufen. D

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Trachten- & Modelabel
Projekt-Start: Juni 2010 Umsetzung: Laufende Etablierung und Weiterentwicklung Projektleitung: Birgit Winter Koordination: Schladming 2030 GmbH Kooperation mit der Landentwicklung Steiermark Ein eigenes „Trachten- & Modelabel“ verstärkt das Heimatgefühl der Bevölkerung und die Identifikation mit der Region. Es fördert die wichtige Kommunikation sowohl nach innen als auch nach außen und prägt den Wiedererkennungswert durch Verwendung heimischer Symbole, Materialien und Elemente. Unter Einbeziehung kreativer Köpfe aus der Region entstanden „Codes“, die für die Region typische Merkmale darstellen. • Silber - Symbol für die Vergangenheit der alten Bergbau-Stadt Schladming • Stern - Der „Schladming Stern“ als Symbol für die Zukunft, für Kristalle und die Natur (regionstypischer Bergwurz) • Perlloden - Loden ist der traditionelle Textilstoff der Ennstaler (Bsp. „der Schladminger“) mit Produktionsstätten in Mandling und Ramsau-Rössing. Als erste Produkte aus dieser Reihe sind die beiden Modelle „der Schladminger neu“ und „die Schladmingerin“ erhältlich (siehe Bild). Informationen hierzu gibt es unter office@schladming2030.at Derzeit findet auch eine Neugestaltung des „Schladminger Dirndl’s“ in Kooperation mit dem Steirischen Heimatwerk und dem Heimatverein Schladming statt.

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Regionaler Warenkorb - Neues Unternehmen „Heimatgold“
Projekt-Start: September 2010 Umsetzung: Jänner 2012, anschließend Übergabe an das neue Unternehmen Projektleitung: Hannes Royer Koordination: Schladming 2030 GmbH Kooperation mit dem Maschinenring DachsteinTauern und der Landentwicklung Steiermark Ziel dieses Projekts war es, den Bezug zur Region nach innen und die Außenwirkung zu stärken sowie eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung zu erzielen. Im Angebot enthalten sind hochwertige Produkte aus Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe mit authentischem regionalem Bezug. Durch den Verkauf der heimischen Qualitätsware wird die „Marke Schladming“ zusätzlich gestärkt. Die Projektumsetzung wurde schließlich im Jänner 2012 mit einer Unternehmensgründung der Heimatgold Vertriebs GmbH abgeschlossen. Das Angebot der Firma Heimatgold beläuft sich derzeit auf eine zunehmende Zahl von Produkten bäuerlicher und gewerblicher regionaler Produzenten, die einzeln sowie in den

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Warenkörben „Schladminger Schatzl“, „Genusspinkerl“ und „A hondvoi Schladming“ angeboten werden. Diese sind mit unterschiedlichen Spezialitäten und Köstlichkeiten der Region befüllt. Ob als exklusives Geschenk wie das „Schladmiger Schatzl“, oder als köstliches Mitbringsel wie „A hondvoi Schladming“ vereinen die Warenkörbe besondere Schätze und sind für alle Anlässe verwendbar. Die Warenkörbe befinden sich in ständiger Weiterentwicklung, zudem wird das Angebot laufend durch neue Produkte bereichert. Die Produkte sind seit Februar 2012 am Markt erhältlich. Regionale Betriebe wie Hotels, Handel, Liftbetreiber, Lebensmittelmärkte uvm. sind dabei die Vertriebspartner. Die Produkte können aber auch online unter www.heimatgold.at bestellt werden und sind somit jederzeit und überall verfügbar. Ziel des neuen Unternehmens ist es, die qualitativ hochwertigen Erzeugnisse aus der Region bekannt zu machen und so Identität und Wertschätzung der Region zu stärken. Die Region Schladming wird jährlich von vielen tausenden Gästen besucht.

Werden die positiven Eindrücke noch mit Emotionen in Verbindung gebracht, entsteht eine Bindung. Die Gäste werden sich an die Region erinnern und kommen wieder. Aber auch die Menschen aus der Region werden mit diesen Emotionen zu einer stärkeren Identifizierung mit der Region geführt. Durch die Vermarktung der regionalen Produkte vor Ort wird auch die Wertschöpfung in der Region gehalten und sukzessive ausgebaut. Produzenten werden in der Produktentwicklung und Vermarktung gestärkt und unterstützt. In Kooperation mit weiteren steirischen Regionen (z.B. Vulkanland) entsteht eine Vielfalt an qualitativ hochwertigen Produkten.

Feierliche Produktenthüllung im Congress-Schladming

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Informationstechnologie
Einer der Projektschwerpunkte ist die Informationstechnologie. Diese wird immer wichtiger für den Wirtschaftsstandort einer Region und für alle Wirtschaftsbereiche zur Entwicklung neuer Angebote, Produkte, Berufsbilder uvm. Vor allem für den Tourismus und folglich für Urlaubs-Entscheidungen stellt das Angebot in diesem Sektor eine besondere Bedeutung dar. „Business am Urlaubsort“ wird vermehrt zum Thema und ist Voraussetzung, um das gesteckte Ziel, eine der fünf führenden alpinen Tourismusregionen Europas zu werden, zu erreichen. Mit der Bereitstellung einer leistungsfähigen Kommunikationshardware und „Service-Dienstleistung“ ist die Region Schladming als „IT-Pilotregion“ ein hochattraktiver Standort (intakte Natur und hoher Freizeitwert) und bestrebt, voranschreitende Entwicklungen optimal zu nützen und stets „am Puls der Zeit“ zu sein. Einige Beispiele bereits umgesetzter bzw. sich in Bearbeitung befindlicher Projekte sollen dies verdeutlichen.

Übersicht
Umgesetzte IT-Projekte Internet, Breitband Homepage 2013 Google Earth Seite 27 Seite 28 Seite 28

Aktuelle IT-Projekte Freies Wireless Lan Experimedia Freie Datenbank, Applikationen

Seite 29 Seite 30 Seite 31

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Internet, Breitband
Projekt-Start: April 2010 Umsetzung: Bis Ende 2012 Projektleitung: Bgm. Jürgen Winter Koordination (technisch): Harald Hutegger Koordination (organisatorisch): Schladming 2030 GmbH Förderung durch Landesregierung Steiermark, Abteilung Wirtschaft (LR Buchmann) Als „IT-Pilotregion“ hat die Region Schladming eine flächendeckende Breitbandversorgung. Um als Tourismus-Region konkurrenzfähig bleiben, müssen wir beim Daten-Transfer unseren Kunden den zeitgemäßen Service bieten. Gemäß der Vision „Office auf der Alm“ ist eine zukunftsorientierte Verbindung von Urlaub und Arbeit nur mit moderner Infrastruktur möglich.

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Homepage 2013
Die offizielle Domäne www.schladming2013.com wurde für die Ski WM 2013 gesichert und in Kooperation mit der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH entwickelt. Im August 2011 wurde diese Domäne an den ÖSV (Austria Ski WM- und Großveranstaltungs GmbH) übergeben.

Google Earth
Projekt-Start: Dezember 2009 Umsetzung: Oktober 2010 Projektleitung: Schladming 2030 GmbH Ein weiterer sichtbarer Erfolg der Schladming 2030 GmbH ist die verbesserte und hohe Auflösung der Kleinregion Schladming und der Region Schladming-Dachstein auf Google Earth. Von der Landesgrenze bis Donnersbachwald ist die Region via Satellitenbilder in 3-D weltweit zugänglich und ermöglicht Interessierten, sich schon im Vorfeld mit unserer schönen Heimat vertraut zu machen.

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Freies Wireless Lan
Projekt-Start: Juli 2010 Umsetzung: Laufender Ausbau Projektleitung: Peter Höflehner Koordination: Schladming 2030 GmbH Kooperation und Betreiber: Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH Ziel ist der Ausbau einer Sender-Kette, welche einen drahtlosen Internetzugang auch für TouristInnen in allen Orten der Region ermöglicht. Wireless Lan ist frei und unkompliziert für jedermann zugänglich. Die derzeit rund 100 aktiven Hotspots werden weiterhin laufend ausgebaut und möglichst dicht verbreitet. Mit diesem Projekt wurde die Attraktivität der Region Schladming-Dachstein und der Erfolg der lokalen Betriebe gesteigert sowie die Erwartungen der Gäste in Bezug auf die Versorgung mit öffentlich zugänglichem Internet erfüllt. Die Region Schladming ist hiermit Vorreiter auf dem Technologie-Sektor und sorgt damit auch im Hinblick auf die Alpine Ski WM 2013 für die Steigerung der Gästezufriedenheit.

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Projekt-Start: Oktober 2011 Umsetzung: Bis 2014 Projektleitung (in der Region): Peter Höflehner Koordination (organisatorisch): Andrea Schodl Förderung über das siebte EU-Rahmenprogramm. Gemeinsam mit den Partnern Joanneum Research und Infonova ist es der Schladming 2030 GmbH gelungen, ein von der EU gefördertes, zukunftsträchtiges und innovatives Forschungsprojekt in die Region zu holen. Elf Partner aus sieben EU-Ländern mit drei Testregionen und der Koordinationsstelle in Großbritannien sind an diesem Projekt „Experimedia“ beteiligt und steigern die internationale Vernetzung und Bekanntheit der Region. Ziel ist, eine auf drei Standorte in Europa (Schladming, CAR - Sportzentrum in Spanien und die Hellenic World - kulturelle Institution in Athen) verteilte Einrichtung zu schaffen, die als Plattform für Experimente im Bereich der Zukunft des Internets (Future Media Internet) und Handy-Anwendungen (Smartphone Applikationen) dient, um auch künftig am neuesten Stand der Technik zu sein und die Weiterentwicklung voranzutreiben.

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Freie Datenbank, Open Street Map, Applikationen
Projekt-Start: September 2010 Projekt-Status: Weitere Umsetzung im Detail über offene Datenbank (Projekt „Experimedia“) Projektleitung: Peter Höflehner Koordination OSM-Projekt: Helmut Strasser Koordination der freien Datenbank: Schladming 2030 GmbH Ziel ist die Erstellung digitaler Geodaten und Anwendungsmodelle für Gäste und Veranstaltungs-Besucher (bsp. Stadtrundgang, Pistenpläne, Hotels, etc.) für die gesamte Region, in Kooperation mit der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH. Ein Studien-Projekt in Kooperation mit der HTBL Kaindorf/Leibnitz und der Fachhochschule Kärnten war die Basis dieser Umsetzungsmaßnahmen. Im Rahmen des EU-weiten Projekts „Experimedia“ werden die gewonnen Ergebnisse weiter im Detail erfasst und verarbeitet.

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Aktuelle Projekte

Wirtschaftliche Orts- & Regionalentwicklung
Projekt-Start: November 2011 mit Gesprächsrunden, Bedarfserhebung und Einbindung der Unternehmen Projektleitung: DI Markus Erhardt Koordination: Schladming 2030 GmbH in Kooperation mit der Landentwicklung Steiermark Die Region Schladming ist ein starker Wirtschaftsstandort, welcher auch mit dem Congress-Schladming international verankert und vernetzt ist. Unsere Region ist geprägt von dynamischen, fortschrittlichen Unternehmen (KMU’s = Klein- und Mittelunternehmen), bei denen das Interesse und die Bereitschaft, sich engagiert in diese Entwicklung einzubringen, vorrangig behandelt wird. Für die Zukunft soll durch Schaffung wirtschaftlicher Netzwerke und kreativwirtschaftlicher Unternehmerpools die Wirtschaftsdynamik gestärkt werden. Ausgangslage: Recherchearbeiten haben ergeben, dass derzeit in der Kleinregion weit über 100 offene Lehrstellen vorhanden sind und dass zu wenig Lehrlinge, FacharbeiterInnen und sonstige MitarbeiterInnen akquiriert werden können. Dadurch leidet zum Teil die Qualität im Service- und Dienstleistungsbereich. Durch eine in der Region verfügbare, hochwertige Ausbildung („Lehre mit Matura“, diverse FacharbeiterInnen-Ausbildungen, etc.) sowie hervorragende Lehrbetriebe, kann man sich qualitativ abheben und dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Auf die Ausbildungs- und Wohnsituation für MitarbeiterInnen und SpezialistInnen sowie Zukunftsthemen für Unternehmen wird Priorität gelegt. Qualifizierte, respektierte und motivierte MitarbeiterInnen sichern die Zukunft von einzelnen Unternehmen. Ein großer Kreis von aktiven UnternehmerInnen trifft sich nun in regelmäßigen Abständen, um zukunftsfähige Maßnahmen und Lösungen für alle Fragen, die die Wirtschaft der Kleinregion betreffen, zu erarbeiten.

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Aktive und unternehmerisch interessierte Persönlichkeiten werden herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Vision und Ziele des Projekts: • Entwicklung von anspruchsvollen, hochwertigen Arbeitsplätzen in Tourismus, Technologie, Umwelt, Ausbildung, Beratung und Forschung • Schaffung eines MitarbeiterInnen-Wohnhauses • Unternehmer- und Mitarbeiterqualifikation • Abwanderung verhindern • Die Region garantiert beste Dienstleistungsqualität, um am globalen Markt zukünftig bestehen zu können. • Diese Dienstleistungsqualität ist nur mit qualifizierten MitarbeiterInnen gesichert. Daher garantiert die Region einen Arbeitsplatz mit Wohlfühlfaktor. Projekt-Schwerpunkte: • Schaffung eines MitarbeiterInnen-Wohnhauses ab November 2011 mit Combiente GmbH, Landentwicklung Steiermark und Kaufmannschaft Schladming • MitarbeiterInnen-Bindung ab November 2011 mit Wirtschaftskammer, Regionalmanagement Liezen, AMS Gröbming und Landentwicklung Steiermark • Aus- und Weiterbildung, „Lehre mit Matura“, „FacharbeiterInnen-Ausbildung“, bis hin zur „Fachhochschule“ ab 2013 mit Wirtschaftskammer, AMS Gröbming und Landentwicklung Steiermark

Projekt-Start: Februar 2012 Umsetzung: Laufend Projektleitung: Hansjörg Stocker (Tourismusverband Schladming-Rohrmoos) Koordination: Schladming 2030 GmbH Das Projekt „Steirische Regionen für alle“ wurde gemeinsam mit den Leader-Regionen WirtschaftLeben, Kleinregion Schladming und Hügelland-Schöcklland unter Unterstützung der Firma „Cedos“ initiiert. Diese Leader-Regionen bestehen jeweils aus mehreren Gemeinden, die durch den Zusammenschluss gemeinsam Projekte umsetzen. Dabei werden vier wesentliche Ziele verfolgt: • Zwischen den Regionen soll ein gemeinsames Grundverständnis für das Thema „Barrierefreiheit“ geschaffen werden. • Die Eigenkompetenz der beteiligten Regionen soll durch die Schulung wichtiger Akteure aus Gemeinden, Tourismus und Unternehmen gestärkt werden. Durch diese Verankerung des Wissens vor Ort kann die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleistet werden. Vorhandene Angebote werden aktiv genutzt und in die Umsetzung miteinbezogen. • Bevölkerung, Betriebe und Öffentlichkeit sollen für das Thema „Barrierefreiheit“ sensibilisiert und den Zielgruppen die Vorteile einer barrierefreien Umgebung bewusst gemacht werden. • Regionsübergreifend soll ein Marketingkonzept zur gemeinsamen Bewerbung des Themas „Steiermark für alle“ erarbeitet werden. Geplant ist die Schaffung eines transregionalen Shuttle-Services, der die Highlights der Regionen barrierefrei miteinander verbindet.

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Energie
Klima- und Energie-Modellregion
Kleinregion Schladming für Energiekompetenz im Tourismus mit weltweiter Präsenz Angaben zur Region Die beteiligten Gemeinden sind: Aich, Gössenberg, Schladming, Pichl-Preunegg, Ramsau am Dachstein, Rohrmoos-Untertal, Haus im Ennstal Geografische Lage: Eingebettet zwischen Tauern und Dachsteinmassiv, rund 40.000 ha Fläche des Untersuchungsgebietes, 274 km Flussnetz, hoher Anteil an Forst- und landwirtschaftlichen Flächen, davon 25.000 ha mit Biomasse nutzbar und über 7,4 Mio Vfm Holz (Quelle: Bundesamt für Wald). Der Hauptverkehrsstrom entsteht auf dem Straßennetz. Besonderheiten: Die wirtschaftliche Entwicklung der Kleinregion ist von der Freizeit- und Tourismuswirtschaft stark geprägt. Die Kleinregion Schladming genießt international einen guten Ruf als Veranstalter von sportlichen Großevents. In Schladming, Haus im Ennstal und Pichl (Reiteralm) finden regelmäßig Alpine FIS-Bewerbe (Nachtslalom, Abfahrts- und Riesentorlauf) sowie in Ramsau am Dachstein Nordische FIS-Bewerbe statt.

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Ziele Mit der Austragung der Alpinen Ski-WM 2013 als CO²-reduzierte Großveranstaltung müssen im Vorfeld vor allem bewusstseinsbildende Maßnahmen für die Bevölkerung organisiert und durchgeführt werden. Energie als abstrakter Begriff kann nur dann Anklang in der heimischen Bevölkerung der Kleinregion Schladming finden, wenn der Sensibilisierungsprozess ein langsamer, aber stets kontinuierlicher ist. Die energiepolitischen Ziele der Modellregion sind, bis 2020 eine wesentliche Reduktion des CO²Ausstoßes aus Tourismus und Verkehr zu erreichen. Weiter sieht die Kleinregion Schladming vor, alle möglichen CO²-Einsparungen über das Jahr der Alpinen Ski WM 2013 hinaus umzusetzen. Geplante Maßnahmen Neben Informationsveranstaltungen und der Einbindung der Kleinregion Schladming in die Medienstrategie der EnergieAgentur SteiermarkNord werden auch Bewusstseinsbildungsmaßnahmen in den Schulen der Kleinregion stattfinden. Weitere geplante Maßnahmen: • Thermische Sanierung der Hotels und Beherbergungsbetriebe in der Kleinregion durch die Wärmedämmoffensive • Energiebuchhaltung für öffentliche Gebäude • Wärmeversorgung mit Solaranlagen, Biomasse und Biogas • Ausbau des Biomasse-Fernwärmenetzes • Biogasanlage • Stromversorgung mittels Photovoltaik und Wasserkraft • Energieoptimierung der Straßenbeleuchtung Kontakt: Mag. Nina Sulzenbacher

Energieautarke Region
Die Region Schladming soll die alpine Pilotregion für die Entwicklung und den Einsatz neuer, umweltfreundlicher Technologien im ländlichen Raum werden. Die Schladming 2030 GmbH ist unter anderem bestrebt daran mitzuwirken, den Wettbewerbsvorteil für die Zukunft zu sichern. Durch günstige Energiepreise wird die Region als Wirtschaftsstandort gestärkt, was wiederum Arbeitsplätze in der Region schaffen wird. Durch die weitgehende Unabhängigkeit von externen Energieversorgern können hohe Energieversorgungskosten eingespart werden. Profitieren werden von diesem Konzept alle: die Region durch den Verbleib der Wertschöpfung vor Ort, die Konsumenten durch günstige Energiepreise und die Umwelt, die von fossilen Brennstoffen entlastet wird. Das Ziel ist die Forcierung erneuerbarer Energien wie Photovoltaik, Biogas, Elektromobilität, etc. Die Schladming 2030 GmbH übernimmt aufbauend auf die Klima & Energie Modellregion, unter der Leitung der Landentwicklung Steiermark, die Koordination aller weiteren Maßnahmen zur Energieautarkie und macht sich die Tätigkeiten der Landentwicklung Steiermark zunutze, um die Vorhaben direkt mit den Unternehmen effektiv und wirtschaftlich umzusetzen. Alternative Energien • Energieeffizienz • Energieerzeugung • Elektromobilität

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Projekt Energie
Projekt-Start: September 2009 Umsetzung: Laufend Projektleitung: Franz Wieser Koordination: Schladming 2030 GmbH Kooperation mit Landentwicklung Steiermark, Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH, Energie Steiermark Ziel ist es, die Region als Pilotregion für Entwicklung und Einsatz neuer Technologien im ländlichen Raum zu positionieren. Energieautarkie ist ein wichtiger Projektbestandteil. Einzelne Maßnahmen: • Bauliche Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz bei Privatbauten und Bauten im Rahmen der WM 2013 wie z.B. Wärmedämmung und Sanierung, Photovoltaikanlagen, innovative Beleuchtung, u.v.m. • Forcierung von Elektromobilität • Erhebung von Potenzialen für erneuerbare Energie in der Region Schladming bei öffentlichen, gewerblichen und privaten Bauten

Elektromobilität
Nächste Ziele: • Mobilitätskonzept (2012) • Umsetzung des Konzepts ab 2013 unter Berücksichtigung der notwendigen Infrastruktur • 1. Umsetzung: E-Bikes durch SchladmingDachstein Tourismusmarketing GmbH Seit Mai 2011 gibt es in Schladming E-Bikes zum Verleih. Ein großes Netz an Ausleih- und Akkuladestationen erwartet Sie. Über die gesamte Region wurde in diesem Pionier-Projekt rund um den Dachstein gemeinsam mit Ramsau am Dachstein und Filzmoos ein einheitliches Paket geschnürt. Weitere Informationen: Schladming-Dachstein Toursimusmarketing GmbH Ramsauerstraße 756 8970 Schladming Tel: +43 3687 23310 Fax:+43 3687 23232 info@schladming-dachstein.at www.schladming-dachstein.at

Vorhaben „LED“ Stadtbeleuchtung Neu
• Derzeit Planungen und Grobkostenschätzungen • Umsetzung bis November 2012 • Stadtbeleuchtung wird im gesamten Stadtgebiet Schladming erneuert, mit Einbau entsprechender Effekte und Inszenierungen

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Langfristige Partnerschaften

„Ausgehend vom Sponsoring-Engagement mit der Marke GÖSSER bei der Alpinen Ski-WM 2013 ist es uns ein großes Anliegen, diesen Schwung für die Region auch nachhaltig zu unterstützen. In diesem Sinne sind wir stolz darauf, als Gold-Partner bei den Projekten der Region Schladming mit dabei zu sein.“ (Dipl. Ing. Dr. Markus Liebl, Generaldirektor Brau Union Österreich AG) „Bene als Spezialist für zeitgemäße Büro- und Arbeitswelten teilt die Ideen und Werte von Schladming 2030: Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit. Umso mehr freut es uns, dass wir diese Haltung mit unserem Ausstattungskonzept und der Möblierung des neuen CongressZentrums sowie des Tourismusverbands in Schladming auch räumlich erlebbar machen. Unser Möbel-Ensemble PARCS unterstützt die gewünschte multifunktionelle Nutzung des Raumes, fördert die Kommunikation und unterstreicht so die Qualität des Veranstaltungszentrums. (Dr. Wolfgang Neubert, Vorstand Bene AG) „Audi steht für Vorsprung durch Technik und damit für Hochwertigkeit, Progressivität und Sportlichkeit. Und genau so präsentiert sich auch Schladming als Austragungsort der Alpinen Ski WM 2013. Audi revolutionierte die Autowelt und macht mit der LED Licht-Technologie gleich wie Schladming - die Nacht zum Tage. „Auch wenn man weit draußen ist, der quattro hält die Spur“, weiß auch Hans Knauss als österreichischer Audi quattro Botschafter und echter Schladminger! Es ist also naheliegend, dass wir Audi, als Presentingsponsor der FIS Alpinen Ski WM 2013 in Schladming, ganz besonders in Szene setzen wollen und freuen uns bereits auf eine innovative Partnerschaft und darauf, die Gäste der WM mit der kreativen Präsenz von Audi zu überraschen“ (Mag. Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer Porsche Austria)

dyson

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Kultur
Wohin soll der kulturelle Weg der Region Schladming führen?
Im Hinblick auf die Alpine Ski WM 2013 in Schladming wird auf der bestehenden „Kulturplattform“ der Region Schladming aufgebaut. In einem umfassenden Prozess können sich kulturinteressierte BürgerInnen beteiligen und Anregungen und Impulse einbringen. Darüber hinaus soll ein Diskussionsprozess um eine aktive, kulturpolitische Weiterentwicklung im Sinne eines „work in progress“ beginnen, um ein Kulturleitbild der Region Schladming zu entwickeln und damit die „Kulturziele“ für die Zukunft festzulegen. Ansprechpartner von Schladming-Seite ist Dir. Alfred Brandner, von Schladming 2030 Mag. Hans Miller. Kulturelle Innovation und kulturelle Identität stellen heute einen wesentlichen und unverzichtbaren Faktor der gesellschaftlichen Entwicklung dar. Über Kultur und ihre inhaltliche Ausrichtungen und Schwerpunkte zu diskutieren bedeutet, über das Sein des Menschen als schöpferisches und soziales Wesen zu reden. Identität und Einzigartigkeit - Kultur der Vergangenheit und Gegenwart schafft für die Region Schladming Identität und Einzigartigkeit mit nachhaltigem Nutzen für die Lebensqualität der gesamten Bevölkerung. Kulturpolitische Impulse – Die Grenzen zwischen touristischen und kulturpolitischen Angeboten sind fließend. Somit gilt es den Fokus nicht nur auf kommerziell verwertbare sondern auch auf nicht kommerzielle Kulturangebote und -produkte zu richten. Ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich ist nicht nur reine Freizeitbeschäftigung, sondern die Gestaltung der eigenen Lebenswelt im regionalen und kommunalen Umfeld. Kooperation Tourismus – Wirtschaft – Kultur In Schladming sind Tourismus, Wirtschaft und Kultur in vielfältiger Weise miteinander verbunden. Sowohl der Tourismus als auch der Wirtschaftsstandort Schladming profitieren von einer unverwechselbaren Kulturpositionierung.

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Der Verein Landentwicklung Steiermark hat eine nachhaltige Stärkung des ländlichen Raumes unter Beteiligung der BürgerInnen nach dem Modell der Lokalen Agenda 21 zum Ziel. Die größte sportliche Veranstaltung in den nächsten Jahren in Österreich wird einen maßgeblichen Einfluss auf die Kleinregion Schladming nehmen. Sieben Gemeinden haben sich zu dieser Kleinregion zusammengeschlossen, um eine gegenseitige Kooperation, Zusammenarbeit und Unterstützung zu fördern. Unter Einbindung der breiten Bevölkerung unterstützt die Landentwicklung Steiermark die Aktivitäten der Kleinregion im Zuge der Alpinen Ski WM 2013. Bereits mehr als jede vierte Gemeinde der Steiermark ist Partner dieses LA 21 - Netzwerks und arbeitet an der nachhaltigen Gemeindeentwicklung mit BürgerInnenbeteiligung und Partizipation. Für die Unterstützung und Optimierung dieser Prozesse sowie zur Realisierung der Projektideen steht den sieben Gemeinden der Kleinregion Schladming, welche im Oktober 2011 zur LA 21-Gemeinden ausgezeichnet wurden, die fachkundige Betreuung von Mag. Nina Sulzenbacher zur Seite. Ein wesentlicher Faktor ist auch die Kooperation mit der Schladming 2030 GmbH.

Um Doppelgleisigkeiten zu verhindern, vorhandene Ressourcen zu nutzen, existierendes Wissen zu bündeln und verstärkt BürgerInnenbeteiligung zu forcieren, wurde eine Büro- und Projektkooperation mit der Landentwicklung Steiermark vereinbart. Die beispielgebende Kooperation zwischen der Landentwicklung Steiermark und der Schladming 2030 GmbH ist Grundlage des bisher hervorragenden Erfolgs. Projekte und Aufgabenbereiche: • Klima- und Energie-Modellregion • Netzwerktreffen Schulen • Wirtschaftliche Orts- und Regionalentwicklung • Unterstützung der Gemeinden der Kleinregion Schladming • Trachtenlabel Schladming • BürgerInnen-Beteiligungsprozesse • Förderwesen und Förderabwicklung • Interessensvertretung des Landes Steiermark Kontakt: Mag. Nina Sulzenbacher Nachhaltigkeitskoordination WM 2013 Klima- und Energie-Modellregions-Managerin Pfarrgasse 1/1 | 8970 Schladming nina.sulzenbacher@landentwicklung.com www.landentwicklung.com

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Der Blick in die Zukunft
Die meisten Dinge in unserer Welt werden sich innerhalb der nächsten 50 Jahre deutlich ändern. In diesem Zeitraum werden es technologische Fortschritte, politische Wenden und ein erhöhter Druck aufgrund von globalen Herausforderungen (darunter jene, die mit Energie, Wasser, Nahrung und Klimawandel in Zusammenhang stehen) verlangen, dass sich die Gesellschaft ihren sozialen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Systeme entsprechend anpasst. Während dieser Zeit werden fast alle unsere heutigen Infrastruktursysteme veraltet und schon ersetzt oder nachgerüstet sein. Wir müssen Gelegenheiten ausfindig machen und diese nutzen, um sicherzugehen, dass die neuen Systeme gut integriert und dauerhaft sind. Mit der Anerkennung, dass die Zeit, um solch fundamentale gesellschaftliche Veränderungen vorzunehmen, beschränkt ist, werden wir uns bemühen, unsere Ziele vor 2030 zu erreichen.

Globale und lokale Herausforderungen
Globale Trends haben Einfluss auf die Zukunftsgestaltung der Region. Diese Tatsache erfordert Strategien für neue Angebote, Dienstleistungen, Marketingstrategien und Zielgruppen. • Die Saisonen lösen sich auf, bzw. verschmelzen • Freizeit und Arbeit verschmelzen • Der Sommer wird vielfältiger • Konsumentenempfehlungen werden aufgrund von Social Networks noch wichtiger

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© Helmut Strasser „Silberkar“

Mega-Trends
• Demographische Verschiebungen Der demographische Wandel führt in den nächsten Jahren auch zu Veränderungen der touristischen Märkte. Die gute Nachricht: Auch der gesundheitliche Zustand der Menschen verändert sich, sprich wir werden gesünder älter und dadurch können wir auch bis ins hohe Alter reisen. • Globalisierung des Tourismus Aufgrund der demographischen Entwicklung und der damit verbundenen Verschiebung der Wirtschaftszentren verschiebt sich auch das Potential der Reisenden.

• Wirtschaftliche und soziale Verschiebungen Aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklungen in den nächsten Jahren ist eine Verschiebung im Tourismus zu erwarten. • Globale Verschiebungen Während es in Europa in den nächsten Jahrzehnten zu Bevölkerungsabnahmen kommt, gibt es auf anderen Kontinenten starkes Wachstum. Mit der wachsenden Weltbevölkerung geht auch eine verstärkte Verstädterung einher. Im Jahr 2050 könnten bereits nahezu 70 Prozent der Weltbevölkerung in Großstädten zuhause sein. Davon kann die Region Schladming, die eine intakte Naturlandschaft im Zentrum Europas als Gegenwelt zur Stadt anbieten kann, profitieren. Zukünftige Marketingaktivitäten von Unternehmen werden auf spezielle Zielgruppen in verschiedenen Ländern ausgerichtet. Die Region soll als eine der fünf führenden alpinen Tourismus-Ganzjahresdestination am internationalen Markt positioniert werden.

• Veränderte Familienstrukturen Aufgrund der bereits jetzt schon geänderten Familienstruktur ändert sich die Zusammensetzung der Urlaubsbegleitung (mehrere Generationen, Patchwork-Familien, etc.). Auch Singles wurden als eigenständiger Markt entdeckt.

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Die Megatrends stellen Wirtschaft und Tourismus vor neue Herausforderungen und erfordern die Entwicklung neuer Angebote. Das bedeutet:

Aktivitäten setzen im Tourismus
• Urlaubsangebot mit besonderen Erlebnissen schaffen • Angebotsentwicklung, Themenspezialisierung und Inszenierung kauf- und buchbar machen • Emotionen wecken • Qualitativ hochwertige Angebote: „Das gönn ich mir!“ • Häufigere und kürzere Reisen: Reiseangebote, die zwischendurch Abwechslung schaffen. • Schnell, sicher und bequem vom Ausgangsort zum Zielort gelangen, „erreichbar sein“ • Onlinebuchbarkeit erhöhen • Informationstechnologische Mehrwerte für den Gast schaffen Neue Chancen für unsere Region: • Nutzung der vorhandenen Ressourcen (Natur,- und Kulturlandschaft) für hochwertige Tourismusangebote. • Ein breites Angebot zwischen „High-Life“ und stillem Erleben von Natur und Kultur ist notwendig (spezifische Angebotsentwicklung). • Die Entwicklung von speziellen Angeboten für Senioren, Familie, Singles, etc. soll forciert werden. • Durch die Nutzung der gemeinsamen Potentiale (gemeinschaftliches Marketing der Tourismusverbände, vernetztes Marketing der Themenangebote) profitieren alle in der Region. • Eine regional abgestimmte Positionierung bei Events und Großveranstaltungen soll angestrebt werden.

Skifest mit Herz
• Mit dem Congress-Schladming soll zukünftig auch der Kongresstourismus, insbesondere in der Zwischensaison, angesprochen werden. • Positionierung von Schladming als Dachmarke durch die Bündelung gemeinsamer Markenwerte.

Aktivitäten setzen in der Wirtschaft
Demographischer Wandel Der demographische Wandel bietet unter anderem erhebliche Potenziale für neue Produkte und Dienstleistungen. Die Stärken der Älteren und der Erhalt ihres Know-How im Unternehmen werden immer wichtiger. Zudem können Unternehmen mit älteren ArbeitnehmerInnen auf das demographisch bedingt veränderte Kundenverhalten besser reagieren, wodurch ein Wettbewerbsvorteil entsteht. Innovation als Wirtschaftsfaktor Der Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft muss forciert werden. Die Zukunft liegt in der Kombination von wissenschaftlichen Erkenntnissen und internationaler wirtschaftlicher Anwendung. Unternehmer- und Mitarbeiterqualifikation Der Wettbewerbsvorteil entsteht durch Förderung von Unternehmer- und Mitarbeiterqualifikation auf höchstem Niveau. Qualifizierte, respektierte und motivierte MitarbeiterInnen sichern die Zukunft der einzelnen Unternehmen.

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Entwicklung von anspruchsvollen Arbeitsplätzen Neben dem Tourismus sollen Arbeitsplätze in den Bereichen Technologie, Umwelt, Ausbildung und Beratung, Forschung und touristischer Sekundärwirtschaft entstehen. Durch die Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen in einer Region mit hoher Lebensqualität soll die Abwanderung verhindert werden. Daten-Infrastruktur wird immer wichtiger Um den Wirtschaftsstandort konkurrenzfähig auszubauen, und dem Ziel, eine der fünf führenden touristischen Ganzjahresdestinationen zu werden, näher zu kommen, müssen der Wirtschaft, den Organisationen und den Kunden die besten, neuesten technischen Voraussetzungen (Breitband, etc.) geboten werden. Einbindung der Jugend Die Einbindung aller, insbesondere der Jugend in das lokale Geschehen und ihre aktive Teilnahme an den sie betreffenden Entscheidungen, ist besonders wichtig. Ein direktes Engagement der Jugendlichen in der Gesellschaft, wie und wodurch auch immer, ist nicht nur für ihre persönliche und berufliche Entwicklung von Bedeutung, sondern auch für die langfristige Entwicklung der Region. Wie erobert man die Jugend von heute? • Junge Leute haben viele Ideen. • Junge Leute glauben an die Kraft der Kommunikation. • Junge Leute kämpfen für die beste Lösung. • Junge Leute sind kritischer als andere. • Junge Leute wollen auf Augenhöhe kommunizieren. Information kann man „herunterladen“ – Wissen, Erfahrung und kommunikative Kompetenz nicht. Wir wollen junge Menschen mit kreativen Ideen zur Mitarbeit einladen!

Netzwerktreffen Schulen initiiert durch die Landentwicklung Steiermark: „Miteinander Ideen finden, gemeinsam Projekte entwickeln und voneinander lernen“, unter diesem Motto werden und wurden von der Landentwicklung Steiermark die heimischen Schulen in Projekte eingebunden. Regelmäßige Netzwerktreffen sorgen für einen guten Informationsaustausch. Impulse setzen: • Projekte werden initiiert, betreut und koordiniert - die Vielfalt der öffentlichen geförderten Projekte wird in die reale Wirtschaft eingebunden • Indirekte und direkte Unterstützung neuer Betriebe bzw. Dienstleistungen • Förderung von innovativen Unternehmen • Stärkung lokaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe • Steigerung der regionalen Wertschöpfung unter anderem durch ein regionales Trachtenund Modelabel und den Entwurf und Vertrieb regionalspezifischer Waren. • Voraussetzung für Aus- und Weiterbildungsangebote schaffen. • Lehre mit Matura (Facharbeiter/Meister, FH/Uni) inklusive Bereitstellung von Lehrlingsunterkünften und Kooperationen mit Schulen, um offene Lehrstellen zu besetzen sowie zur Verhinderung der Abwanderung. • Kooperationen mit Wissensgesellschaften wie dem AMS, dem Wifi, der Wirtschaftskammer, u.v.m. sind zum Großteil bereits vorhanden. • Neben dem Tourismus sollen Arbeitsplätze in den Bereichen Technologie, Umwelt, Ausbildung und Beratung, Forschung und touristische Sekundärwirtschaft entstehen. Ziel ist, den Wirtschaftsstandort zu stärken, international zu vernetzen und zu verankern.

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© Helmut Strasser „Bergahorn“

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Umwelt
Aktivitäten setzen in der Umwelt
Im Bereich Umwelt und Klima prognostizieren Experten ein breites Bedrohungsszenarium. Unser Fokus sollte ein vorbildlicher und zukunftsorientierter Umgang mit unserer Bergund Kulturlandschaft sein. Klima- und Umweltschutz als Leitprinzip • Sensibilisierung Heimische Betriebe und Haushalte für den Themenkreis Energie und Umweltschutz sensibilisieren. • Erneuerbare Energien Erneuerbare Energien bergen ein großes Potential für eine sichere und saubere Energieversorgung. Neben aktiv betriebenem Klimaschutz werden auch neue Zukunftsmärkte erschlossen. • C0² Reduktion Nachwachsende Rohstoffe werden dabei als Hauptenergiequelle verwendet. Bisher hat Holz als Festbrennstoff die größte Bedeutung. Eine zunehmende Rolle spielen auch landwirtschaftliche Produkte und organische Reststoffe aus unterschiedlichen Bereichen. • Biologische Landwirtschaft Immer mehr Kunden greifen zu Bio-Lebensmitteln. Bei der biologischen Landwirtschaft ist der schonende, nachhaltige Umgang mit der Natur ein Hauptkriterium. Der Einsatz von fair gehandelten regionalen Produkten in der Region soll forciert werden. Notwendig dafür ist auch eine intensivierte Bewusstseinsbildung und die Sensibilisierung des Konsumverhaltens. • Naturschutz Viele Gebiete unserer Region sind aufgrund ihrer Einmaligkeit und Schönheit als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Unsere Naturlandschaft stellt im Zusammenwirken mit verschiedenen Nutzungen und Bauwerken eine wertvolle Kulturlandschaft dar. Ein hoher Erholungswert ist von großer Bedeutung für den Tourismus. Einige Beispiele für praktizierten Umweltschutz in der Region: • Ressourcenschonendes Schnee- u. Bergmanagement z.B. der Planai-HochwurzenBahnen • „Grüne Seilbahn Österreichs“ - Als erstes Seilbahnunternehmen Österreichs wurde die Plani-Hochwurzen-Bahnen GmbH ökoauditiert. • Einsatz umweltschonender Technologien in allen Bereichen • aktuelle Klimastudien und Forschungsprojekte in der Region Schladming (u.a. BOKU Wien) • UNESCO Welterbe Dachstein Planai-Hochwurzen - „Die grüne Seilbahn“ • Heute größtes touristisches Dienstleistungsunternehmen der Steiermark • Umweltschutz als zentraler Stellenwert • Bestrebungen einer umfassenden, nachhaltigen, ressourcenschonenden und umweltorientierten Unternehmenspolitik • Umweltschutz im Unternehmensleitbild • Neue Maßstäbe in Begrünung und Bewirtschaftung der Pisten, speziell umweltschonendes Pisten- und Schneemanagement • Mehrfachnutzung der Kulturfläche (kein Landschaftsverbrauch) • Ökoauditierung der Pisten • Der Green Mountainbike-Weltcup Schladming Planai, das Vorzeigeprojekt für umweltgerechte Sportveranstaltungen hat 2006 den Österreichischen Umweltpreis gewonnen. • Dieser Standard ist Grundlage der unternehmerischen Entscheidungen für alle Skiberge der Region (Reiteralm, Hochwurzen, Hauser-Kaibling, Galsterberg, Ramsau/ Dachstein).

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Daten und Fakten
Die Kleinregion Schladming
Die Tourismusregion Schladming-Dachstein ist Austragungsort der Alpinen Ski WM 2013. Die größte sportliche Veranstaltung in den nächsten Jahren in Österreich wird einen maßgeblichen Einfluss auf die Kleinregion Schladming nehmen. Sieben Gemeinden haben sich bereits im Vorfeld zu dieser Kleinregion zusammengeschlossen, um eine gegenseitige Kooperation, Zusammenarbeit und Unterstützung zu fördern. Die sieben Gemeinden der Kleinregion Schladming

Ort

Einwohner

Fläche

Bürgermeister

Schladming

4.496

10,30 km2

Jürgen Winter

Rohrmoos - Untertal

1.376

146,34 km2

Hermann Trinker

Pichl - Preunegg

933

54,34 km2

Johann Spielbichler

Haus im Ennstal

2.400

81,77 km2

Gerhard Schütter

Aich-Assach

925

24,68 km2

Franz Danklmaier

Gössenberg

275

31,91 km2

Helmut Reinbacher

Ramsau am Dachstein

2.762

75,40 km2

Rainer Angerer

Die Kleinregion Schladming zeichnet sich durch ihre naturräumlichen Besonderheiten aus und schreibt der Landwirtschaft eine sehr große Bedeutung zu. Eine hohe Bildungsqualität, ein funktionierendes soziales Netz, eine strukturierte Abfallwirtschaft und die Kleinregion als florierender Tourismusort runden das Gesamtbild ab. Die Bevölkerung ist sehr naturverbunden und traditionsbewusst, gleichzeitig aber auch offen für Innovationen. Besonders die Gemeinschaft hat einen sehr großen Stellenwert und es wird verstärkt versucht, in der Kleinregion Schladming gemeinsam neue Projekte zu definieren, zu planen und umzusetzen. Unter Einbindung der breiten Bevölkerung unterstützen die Schladming 2030 GmbH sowie die Landentwicklung Steiermark im Rahmen der Regionalen Agenda 21 die Aktivitäten der Kleinregion im Zuge der Alpinen Ski WM 2013.

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Tourismusregion Schladming-Dachstein
Die Tourismusregion Schladming-Dachstein ist ein Zusammenschluss der Gemeinden und Tourismusvereine des oberen Ennstals und verfügt insgesamt über ca. 28.000 Gästebetten. Folgende Regionen sind in der Tourismusregion Schladming-Dachstein vertreten:

Tourismusregion Pichl-Reiteralm Schladming-Rohrmoos Haus im Ennstal-Aich-Gössenberg Gröbminger Land Naturpark Sölktäler Öblarn-Niederöblarn Bergregion Grimming Donnersbachwald-Riesneralm Ramsau am Dachstein *

Gästebetten 2.730 8.272 3.857 2.667 501 381 2.298 952 6.004

Nächtigungen 2011 280.200 956.500 324.400 266.800 18.700 22.500 152.200 78.100 647.500

* derzeit nicht Mitglied der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH

Infos und Hintergründe auf

www.ennstalwiki.at

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Historie der Region Schladming
Ein kurzer Überblick: • Siedlungsnachweise der Region reichen bis in die Jung-Steinzeit zurück • Die Römer bauten die erste Straße durch das Ennstal (Salzstraße) • In der Zeit der Völkerwanderung siedelten sich bajuwarische und slawische Stämme an • Um 1000 n. Chr. Beginn der Bergbautätigkeit in den Schladminger Tauern • 1180 bekommt Schladming das Marktrecht (erste urkundliche Erwähnung) • Zwischen 13. und 16. Jahrhundert Hochblüte der „Silberstadt Schladming“ • 1322 erhält Schladming das Stadtrecht • 1402 wird der „Schladminger Bergbrief“ zur ersten allgemein gültigen Rechtsgrundlage für den europäischen Bergbau • Die „Schladminger Bruderlade“ wird zum Vorläufer einer modernen Sozialversorgung • Um 1500 waren 1.500 Knappen in Schladming im Bergbau beschäftigt und brachten der Stadt Reichtum und Ansehen • Im 16. Jahrhundert bringen sächsische Bergknappen die Reformationsideen Martin Luthers über Ramsau am Dachstein in unsere Heimat. Die Region wird zu einem Zentrum des Protestantismus • In den nachfolgenden Bauernkriegen wird die Stadt 1525 weitgehend zerstört und vom „Landeshauptmann“ mit dem ewigen Stadt-Bann belegt • Zwar wird Schladming wieder aufgebaut und 1629 erneut mit Stadtmauern befestigt, aber durch den Verfall des Silberpreises (Entdeckung Amerikas) wird der Bergbau immer unbedeutender • Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bringt der „steirische“ Prinz Erzherzog Johann neue Ideen und Bildungsinitiativen für die Landwirtschaft • 1832 beginnt der Nickelabbau im Schladminger Bergwerk und verschafft der Stadt einen ungeahnten Aufschwung • 1875 Durch ungeheure Preisschwankungen kommt es schließlich zum Finale im Bergbau – Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Bergbau komplett von der Holzwirtschaft abgelöst • Mit dem Bau der Ennstal-Eisenbahnlinie (Giselabahn) im Jahr 1875 begann der Aufstieg als Tourismusort • 1884 wird der Verkehrsverein Schladming als „Verschönerungs-Comité“ gegründet • 1897 Die Ära der Kienspäne und Kerzen ist zu Ende, das erste Elektrizitätswerk wird in Betrieb genommen • 1898 erfolgte die Vereinsgründung der Bürgerschaft Schladming durch das kaiserliche Patent • Ende des 19. Jahrhundert wurde der Dachstein zum Ausflugs-Ziel für Kaiser, Künstler und Hofstaat

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• Um die Jahrhundertwende erfolgt die Gründung der ersten „Ortsverschönerungsvereine“ in vielen Orten der Region • Mit der „Sommerfrische“ begann der touristische Aufstieg der Region • 1908 Gründung des Wintersportvereins Schladming • 1909 Die Erstbesteigung der Dachstein-Südwand durch Georg und Franz Steiner setzt einen Meilenstein in der Alpingeschichte • 1909 Die Schladminger Brauerei wird als „Erste Alpenländische Volksbrauerei“ gegründet • Im Jahre 1920 wurde mit der Hochwurzenhütte die erste Skihütte eröffnet • 1925 Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg erhält Schladming von der souveränen Republik zum zweitem Mal das Stadtrecht • 1946 Gründung der Sportunion Haus im Ennstal • 1948 Österreichische Akademische Skimeisterschaften auf der Planai • 1949 1. Sessellift in Rohrmoos • 1952 Bau der Gondelbahn auf den HauserKaibling • 1953 und 1954 entstanden die ersten Skilifte in Schladming und auf der Planneralm • 1963 wurde in Haus die Alpine Skistaatsmeisterschaft abgehalten • 1969 Eröffnung der Dachstein-Gletscherbahn • 1970 Gründung der Planai Bahnen GmbH • 1971 Bau der Planai Seilbahn • 1971 Gründung der „Reiteralm Bergbahnen GmbH“ • 1973 Erster Skiweltcup, Abfahrtslauf der Herren, auf der Planai • 1979 Fusionierung zur Planai-HochwurzenBahnen GmbH • 1980 Gründung des Regionalverbandes Dachstein-Tauern • 1980 Gründung der Hauser Kaibling Seilbahn- und Liftgesellschaft m. b. H. • 1981 Generalprobe für die Ski WM 1982 • Die Planai erhält die 1. Großbeschneiungsanlage Österreichs („Schneipionier“) und besitzt heute die größte Beschneiungsanlage des Landes • 1982 Alpine Ski-Weltmeisterschaften in Schladming und Haus

• 1993 ist Schladming der erste Austragungsort der Special Olympics World Games außerhalb der USA • 1991 Die US-Pro-Tour ist zu Gast in Schladming und veranstaltet zwei Nachtslaloms in Form von Parallel-Slaloms • 1997 findet der erste Weltcup-Nachtslalom statt • 1999 ist Ramsau am Dachstein Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaft • 2000 Gründung von Ski amadé, dem größten österreichischen Skiverbund • 2002 Kauf der Dachstein Südwandbahn und aller Anlangen am Gletscher durch die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH • 2003 Gründung des Bewerbungskomitee für die Alpine Ski WM 2013 durch den WSV Schladming, der Gemeinde Schladming und der Planai Hochwurzen-Bahnen GmbH • 2003 Gründung des WM Fit Programms durch die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH • 2003 Die beiden Tourismusverbände Schladming und Rohrmoos fusionieren • 2006, 2007 Die Reiteralm ist Austragungsort von 4 Weltcuprennen • 2007 Gründung der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH • 2008, 2009 Beschluss des WM Investitionsprogramms • 2008 erhält Schladming auf der FIS Weltkonferenz in Südafrika den Zuschlag für die Alpine Ski WM 2013 • 2009 wird die Schladming 2030 GmbH gegründet • 2010 wird das neue Talstationszentrum „Planet Planai“ eröffnet • 2011 Eröffnung des Congress-Schladming, Skygate, WM-Park Planai Durch das gute Zusammenwirken von Unternehmen, Organisationen und dynamischen Persönlichkeiten hat sich die Region Schladming weiter entwickelt und zählt heute zu einer der führenden Sommer- und Wintertourismusregionen Österreichs und der Alpen. Weitere Informationen zur Geschichte Schladmings: Heimatkundliche Blätter unter www.ennstalwiki.at

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Tourismusregion Schladming-Dachstein
Die Region ist ein idealer Lebens- und Urlaubsraum, geprägt von einer einzigartigen Landschaft, gestaltet von einer naturverbundenen Bevölkerung. Als beliebtes und pulsierendes Skizentrum bekannt, wandelt sich im Sommer die Urlaubsregion Schladming-Dachstein zur Premium-Wander- und Sportregion der Steiermark.

Wandern:
• über 1.000 km markierte Wanderwege • über 50 bewirtschaftete Schutzhütten • Schladminger-Tauern-Höhenweg-Trekkingtour bis zu 7 Tagen • Panoramaweg 100 – Wandern ohne Gepäck bis zu 7 Tagen • Dachstein-Rundwanderweg-Tourenvarianten bis zu 12 Tagen • Schladming-Rohrmoos Mitglied bei Wanderdörfer Österreichs • Naturpark Sölktäler • Seilbahnen mit Sommerbetrieb • Planneralm – höchstgelegenes Bergdorf der Steiermark

Angebot für Familien und Kinder:
• • • • • • 12 Freibäder und Badeseen 6 ausgewählte Naturlehrpfade 10 leicht erreichbare Familienausflugsziele 17 ausgesuchte „Kinderwagenmeilen“ Vergnügliches und Actionreiches für Kids Spezielle Kinder- und Familienprogramme sowie ein wetterfestes Wochenprogramm im Sommer

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Sport:
• Über 20 ausgeschilderte Mountainbikerunden (davon 6 E-Bike Runden) • Ennsradweg • Dachsteinrunde • Alpentour • Bikepark Planai, Abenteurpark Planai • 45 ausgeschilderte Laufstrecken • im Umkreis von 50 km: 5 Golfplätze • 4 Reithallen • 17 Klettersteige • Rafting/Canyoning • 3 Flugschulen • Segelflugplatz Niederöblarn • Bogenschießen • Sommerski- und Langlauf • Zahlreiche Tennisplätze (In- und Outdoor)

Skivergnügen:
• • • • • 113 Liftanlagen Gesamtlänge Pisten: 223 km 99 Prozent der Pisten sind beschneibar Nachtskilauf: Hochwurzen Ganzjahresskigebiet Dachsteingletscher mit Gletscherüberquerung • Schneeschuhwanderung • Gratis Ski-Shuttle • Mitglied im Skiverbund „Ski amadé“

Schneebärenland

Planneralm & Riesneralm

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Alpine Wellness, Ursprung, Natur:
• Wege- und Bewegungsangebot auf allen Höhenstufen (Tallage, Seitentäler mit eigener Charakteristik, mittlere Höhenlagen, hochalpine Lagen mit DachsteinGletscher und professionellen Trainingsmöglichkeiten, die auch für Hobby-Sportler oder gesundheitsbewusste UrlauberInnen nutzbar sind)

Urkraft Wasser:
• eine der wasserreichsten Regionen in Mitteleuropa mit 300 Bergseen, 100 Wasserfälle und Klammen • F. X. Mayr geboren in der Region (Gröbming) und Gradieranlage • Heilwasser aus Stollen – Kupferwanderweg in Öblarn sowie Heilwasser in Irdning • Naturpark Sölktäler • Fackelwanderung und beleuchteter natürlicher Eisskulpturenweg • Kombination von Sport und Top-Infrastruktur mit unberührter Natur (Almen) in unmittelbare Nähe • Naturgeschützte Moorlandschaften: Tettermoor, Wörschacher Moor

Tradition und Brauchtum:
• • • • • • • • • • Almabtrieb Almfeste, Dorffeste Herbst mit den Bäuerinnen Bergmessen Loden „Schladminger“ sowie Tracht Klein-Aicher-Kirtag Brauchtumsnächte Krampus und Perchten Bauernmärkte Adventmärkte sowie Adventveranstaltungen

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Erholung und Freizeit:
• Die Sommercard erschließt Bergbahnen, Museen, Bäder, etc. mit einer Karte • Großes Angebot an Wanderwegen, Mountainbikestrecken und Klettersteigen • Golf-Anlagen im Umkreis von 50 km: Schladming-Dachstein Golfsafari Golf- & Landclub Ennstal Weißenbach Golf- & Countryclub Schloss Pichlarn Golf- & Countryclub Dachstein-Tauern Golf- & Landclub Radstadt • Flugschule Niederöblarn und drei Paragliding–Schulen • Reiten: zahlreiche Angebote in der Region, bsp. in der „Pferdegemeinde Ramsau“

Erlebniswelten:
• Abenteuersteig „Wilde Wasser“ im Untertal • Dachstein – UNESCO Welterbe • Dachstein-Gletscherbahn mit Skywalk und Eispalast • Funparks • Sommerrodelbahn Hochwurzen • Erlebnis Rittisberg

Museen und Schaubetriebe:
• Wollwelt „Loden Steiner 1888“ in Mandling, Lodenwalke in Ramsau, Latschenkiefer-Brennerei in Mandling, Sölker Marmor, etc. • Museen in der Region: Stadtmuseum Schladming, Wintersportmuseum und Dekanatsmuseum in Haus im Ennstal, Schloss Trautenfels, Heimatmuseum Gröbming, Paula-Grogger-Haus Öblarn, Nickelmuseum Rohrmoos, Burg Strechau, Austria Hütte Alpinmuseum, Stift Admont

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Events und Großveranstaltungen
Weltmeisterschaften • FIS Alpine Ski WM 1982 und 2013 • Nordische Ski WM 1999 Ramsau am Dachstein • Segelkunstflug WM in Niederöblarn • WM in FIDA 3-D-Bogenschießen Donnersbach 2011 • Rodel WM in Stein an der Enns • IASF Internationale Fluglinien Ski WM Weltcup • Ski Weltcup (Schladminger Nightrace, über 50.000 Besucher) • Damen Skiweltcup in Haus, Damen- & Herren Skiweltcup auf der Reiteralm – Pichl/Preunegg • Special Olympics Weltwinterspiele 1993 und Bewerbung für die Special Olympics Weltwinterspiele 2017 • Skiflug Weltcup 2012 am Kulm • Mountainbike Weltcup

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Sonstige • Snowboard- und Freestyle Wettbewerbe • Snowboard Europameisterschaft • Sky Ski WM 2009 in Donnersbach • Beach Volleyball A-Cup • Musikanten Ski WM • World Association for Symphonic Bands and Ensembles (WASBE) • Mid-Europe (Festival für symphonische Blasmusik) • Schladminger Musiksommer • Pop Konzerte Planai (u.a. Pink, David Guetta, Kid Rock, One Republik, Kesha) • Open Air Konzerte Region Haus, Aich, Gössenberg (z.B. Nena, Sunrise Avenue, Sportfreunde Stiller, The Rasmus, Thomas D, Xavier Naidoo) • Planai Classic • Ennstal Classic (bedeutendste Oldtimersportveranstaltung Österreichs) • Aicher-Herbst-Kultur

• 24h-Lauf in Wörschach/Irdning • Dachstein X-treme • Styrian Open – Tanzsport Weltranglisten Turnier (Schladming) • Planai-Beach-Week • Theater Tage Weißenbach • Aicher-Alpen-Triathlon • Österreichs größter Krampusumzug in Schladming • Helicopter-Downhill-Trophy (Cross Country Golf Veranstaltung) • Fußballcamps in Irdning und Umgebung (z.B. Real Madrid, deutsche Bundesligaclubs, etc.) • Österreichische Meisterschaften: Dachstein Nordic Walking • Narzissenfest im Ausseerland • Synchro-Ski WM Ramsau am Dachstein • Junioren Tanzsport Weltmeisterschaft im September 2012

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Unsere Werte
Prioritätenliste:
• • • • • • • • • • • • • Familie Natur Gesundheit Toleranz – z.B. Ökumene/evangelisch/ katholisch Konfliktfähigkeit mit guter Streitkultur konsequent aber kompromissfähig fortschrittlich und offen für Neues lösungsorientiert gute Integration von Zuwanderern und Mitarbeitern sportlich – im Winter wie im Sommer reges Vereins- und Gesellschaftsleben besonderes Augenmerk auf Sozialwesen und Jugendarbeit partnerschaftliche Beziehung mit allen Mitwirkenden

Sicherstellung der wirtschaftlichen Dynamik der Region
Tourismus als Wirtschaftsmotor Als wichtige Säule der regionalen Wertschöpfungskette hat sich der Tourismus bzw. die Freizeitwirtschaft bestätigt. Unsere abwechslungsreiche Naturlandschaft ermöglicht einen Ganzjahrestourismus. Innovative Ideen und Mehrangebote für Besucher fördern die Entwicklung. So ist seit Einführung der „Schladming-Dachstein Sommercard“ in der Sommersaison 2007 ein sehr beachtliches Nächtigungswachstum zu beobachten. Erweiterung des unternehmerischwirtschaftlichen Angebotes Unsere Region ist geprägt von Klein- und Mittelbetrieben. Nur zwei produzierende Betriebe haben über 100 MitarbeiterInnen. Es bestehen Potenziale im Bereich der Holz- und Textilverund Bearbeitung sowie in der Nahrungsmittelproduktion. Für die Zukunft soll durch Schaffung wirtschaftlicher Netzwerke und kreativwissenschaftlicher Unternehmerpools die Wirtschaftsdynamik gestärkt werden. Erfolgspartnerschaften wie zum Beispiel „Combiente“ (ein Zusammenschluss von erfolgreichen Schladminger Handwerks-Unternehmen) und die Schladming 2030 GmbH dienen als Vorbild. Die „Kaufmannschaft Schladming“ vertritt ebenso eine große Zahl regionaler Unternehmen. Es gilt Voraussetzungen zu schaffen für die Ansiedelung von neuen Betrieben in den Bereichen Forschung, Informationstechnologie, Softwaretechnologie und Dienstleistungen in der touristischer Sekundärwirtschaft.

Sicherheit Aufgrund des harmonischen Zusammenlebens der Bevölkerung und der regionalen Gegebenheiten gibt es in der Region Schladming kaum Strafdelikte. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und Exekutive machen die Region zu einem der sichersten Urlaubsgebiete Europas. Mit Optimismus in die Zukunft Es gilt für junge Unternehmen und Betriebe den Blick nach vorne zu richten, konsequent Innovationen und Weiterentwicklungen anzupacken und so die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dies sichert Arbeitsplätze und bietet Perspektiven für Jugend und Familie.

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Die Umsetzung

est mit Herz Skif
Emotion, Begeisterung, Fairness und steirische Herzlichkeit.
Die Alpine Ski WM 2013 in Schladming wird nicht nur durch spannenden faszinierenden Sport für Emotionen und Momente sorgen, die unter die Haut gehen. Wo sonst fiebern Zuschauer - egal woher man kommt, egal was man ist - mit der gleichen Begeisterung mit? Die positive Stimmung und Begeisterung verbindet – herzlich und fair! Der respektvolle Umgang miteinander wird sich durch diese WM ziehen. Die steirische Herzlichkeit ist berühmt und in Schladming und Umgebung setzt man mit dem vertrauten „Du“ gleich noch ein bisschen mehr Herz drauf. Winter auf weltmeisterlichem Niveau sowohl alpin wie nordisch und in allen Facetten – belebt auf den Skibergen und beruhigt in den Tälern. Man ist stolz auf die harmonische Kombination aus Moderne und Ursprünglichkeit. Die WM Pisten für Damen und Herren führen direkt in den WM Park Planai im Schladminger Stadtzentrum. Das Veranstaltungsgelände, der Stadtkern oder auch das Congress-Schladming sind zu Fuß erreichbar – die WM findet im Zentrum Schladmings statt, die Planai und die 4-Berge Skischaukel sind unbeschränkt befahrbar.

Professionelle Veranstalter und herzliche Gastgeber.
„Schladming“ steht im Zuge der WM als Veranstaltungsort für eine ganze Region, für die Steiermark und für ganz Österreich! Das Know How aus verschiedensten Großveranstaltungen wie z.B. der Alpinen WM 1982 und Special Olympics 1993 in Schladming, der Nordischen WM 1999 in Ramsau am Dachstein, der Snowboard WM am Kreischberg und auch die Erfahrungen aus Sommer-Großevents laufen hier zusammen. Der ÖSV mit seiner über 100-jährigen Geschichte, ausgeklügelten erprobten Konzepten und das gemeinsame große Ziel werden diese WM zu einer richtungsweisenden, unverwechselbaren Veranstaltung machen.

Unverwechselbare Gegend und ein Veranstaltungsgelände mitten in der Stadt.
Die Bergpersönlichkeiten „Dachstein“ als Gletschergebiet mit dem charakteristischen Dreizack und die „Planai“, mit ihren herausfordernden Wettkampfpisten, Naturjuwelen wie die Wilden Wasser, das steirische Hügelland im „sonnigen Süden“ im Gegensatz zum rauen Norden – eine landschaftliche Vielfalt, die Ihresgleichen sucht. In der Region Schladming-Dachstein findet man

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Kinder sind unsere Zukunft.
Die WM macht Schule - in verschiedensten Projekten wird in Kindergärten, Schulen und Vereinen die WM zum Thema gemacht. Schladming beheimatet die Ski-Hauptschule, SkiHandelsschule und HAK-Maturalehrgang – unsere zukünftigen Skifahrer! Und die Kinder begleiten die Alpine Ski WM 2013: als Vertreter im Kinder- und JugendOrganisationskomitee, als Jugend Journalisten, als Kinder Assistenten, die z.B. bei der Siegerehrung helfen oder einem Pistengerätfahrer zur Seite stehen. Kinder sind die Zukunft des Skisports. Kinder sind unser aller Zukunft.

freundschaft serviert. Egal ob Fleischwaren, Schinkenköstlichkeiten, fangfrische Fische, steirische Äpfel, das „Grüne Kürbis-Gold“ oder edler Wein - was im Grünen Herz Österreichs gehegt und gepflegt wird, lässt Genießer-Gaumen jubeln. Als „Heimatgold“ verpackt, durch Johann Lafer in die Welt getragen, bei den Gastronomen im Tal und auf den Bergen verkostet oder auch bei Sennerinnen auf der Alm genossen, steirisch genießen, g’sungan und g‘spüt beim „Skifest mit Herz“.

Ursprung und Tradition als lebende Werte.
Brauchtum, Volkskultur, die Lebensart der Region – Heimat, Geschichte und liebgewordene Eigenheiten – wertvolles Gut, das während der WM vielseitig vermittelt wird. Volksmusik- und Tanzgruppen von ganz Klein bis Groß präsentieren unter anderem den „WM Plattler“. Ein eigenes Trachten- und Modelabel verbindet Altes und Neues. Der legendäre Schladminger Janker wird weiter ins internationale Bild rücken. Der steirische Dialekt hält im täglichen Sprachgebrauch von Sportlern und Besuchern Einzug. Die Damenwelt wird im WM Dirndl zum

Österreichische Gastfreundschaft und steirische Kulinarik für Herz und Seele.
Zum „Skifest mit Herz“ gehört: Was zum Feiern, was zum Essen und was zum Trinken muss es geben, g’miatlich muss es sein! Für die kulinarischen Gaumenfreuden ist bestens gesorgt. Produkte und Spezialitäten aus der Steiermark – liebevoll nach alten und neuen Rezepten zubereitet und mit der österreichischen Gast-

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WM-Song tanzen und einmal mehr wird deutlich, dass „typisch steirisch“ ganz dem Ausspruch des „Steirischen Prinzen“ Erzherzog Johann entspricht: „Stets verbunden mit dem Alten, aber nicht weniger offen für das Neue“.

Innovativ und die Zukunft im Blickfeld.
Die Projekte der letzten Jahre und Monate beweisen eindrucksvoll, wie modern und zukunftsorientiert in der Steiermark geplant und umgesetzt wird. Der Planet Planai, der WM Park Planai oder auch die neuen Liftanlagen auf dem Hauser Kaibling und der Reiteralm entsprechen modernsten Standards. Als „Informationstechnologie Pilotregion“, z.B. durch die Realisierung des kostenfreien WLAN-Netzes und als Testregion im kürzlich gestarteten EU-Projekt „Experimedia“ ist die Region Schladming am Puls der Zeit. Das Congress-Schladming oder das „Skygate“ sind weitere Beispiele für die innovativen WMKonzepte. Das Thema „Licht“ wird eine zentrale Rolle spielen und vor allem bei den Zeremonien für so manchen „Wow-Effekt“ sorgen. Aktuelle Informationsmedien, Social Networks und auch App’s zum Ticketverkauf, Parkleitsystem oder allgemeinen Infosystem wie z.B. Antworten auf Fragen wie: „Wo ist die Apotheke?“ oder „Wo ist das nächste Lokal?“ werden zentrale Kommunikationswerkzeuge für die WM sein.

den, zu nützen. Schon im Vorfeld die Nachnutzungsmöglichkeiten getätigter Investitionen sicher zu stellen und dem viel strapazierten Wort „Nachhaltigkeit“ gerecht zu werden. Mit der Gründung der „Schladming 2030 GmbH“ 2009 setzte man ein deutliches Zeichen in diese Richtung. Um die Visionen und Zielsetzungen nachhaltig realisieren zu können, ist die enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ein zentrales Element. Heimische Experten, Kreative, Künstler, Träumer und Macher werden in die Initiativ-Gruppen von Schladming 2030 bestmöglich aktiv eingebunden. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit österreichischen und internationalen Experten erforderlich.

Umsetzung langfristiger Ziele Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketingaktivitäten
• regelmäßige Berichterstattung in regionalen und überregionalen Medien (z.B. wöchentliche Kolumne in „Der Ennstaler“) • Homepage mit Querverlinkungen (Netzwerk) • Beiträge im Ennstal-Wiki • Beiträge in Social Media (Facebook) • Einschaltungen in Ennstal-TV und Planai-TV • Broschüren von Schladming 2030 • Smartphone Applikationen und eine offene Datenbank sind in Vorbereitung • regelmäßiger Newsletter an MulitplikatorInnen, gemeinsam mit Schladming 2013 • Unterstützungskomitee Schladming 2013/2030 • Informationsabende für BürgerInnen • Kleinregionssitzungen • Gemeindenetzwerke • u.v.m.

Nachhaltig und visionär zugleich.
Die Alpine Ski WM 2013 beschert Schladming, der Steiermark und ganz Österreich eine internationale Bühne. Großer Sport, ein herzliches Fest und die Welt wird ein prüfendes Auge auf uns werfen. Die wahre Chance für die Region Schladming-Dachstein liegt aber auch darin, sich auf die Zeit nach dem Großereignis zu konzentrieren und die durch die WM geschaffenen Vorteile bestmöglich zur Erreichung des Ziels, eine der fünf führenden alpinen Tourismus-Ganzjahresdestinationen Europas zu wer-

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Kunst, Kultur, Tradition
• • • • • Koordination, Abstimmung Neues entwickeln durch Projektgruppen Brauchtum und Tradition neu leben Inszenierung von Künstler-Stammtischen mit dem Ziel gemeinsamer Kunstprojekte Kultur-Veranstaltungen in Kooperation mit regionalen und internationalen Kulturinitiativen (siehe auch Event) Aufarbeitung der eigenen Geschichte zur Stärkung der eigenen Identität Koordination der regionalen Kulturaktivitäten Einbringen der regionalen Identität bei allen Großveranstaltungen (WM, Weltcup, etc.) Projektgruppe „Kultur“

Sozialwesen – Mittelpunkt Mensch
• Stärkung des regionalen Zusammenhalts • Jugendarbeit und kleinregionaler Jugendworkshop • Pflegeheime und Altenheime, Betreutes Wohnen • Schladminger Bruderlade • CEDOS – Barrierefreiheit für alle • Freizeit PSO • Das Prinzip Frau • Förderung der Gleichberechtigung • Förderung des regen Gesellschafts- und Vereinslebens • Kinderbetreuungsbörse im Bezirk Liezen • Kinderkrippe

• • •

Erholung und Freizeit
• Urlaub für Körper, Geist und Seele • Infrastrukturen, die vorrangig für den Tourismus geschaffen wurden, heben auch den Freizeitwert für Einheimische und Mitarbeiter • Tourismus-Ganzjahresdestination ermöglicht vielfältige Aktivitäten über das ganze Jahr

Gesundheit
• Gesundes Leben in einer gesunden Umwelt (Erde, Wasser, Luft) als Angebot für Gäste und Einheimische • Medizinische Versorgung für Einheimische und Gäste wird gewährleistet • Psychische und soziale Lebensberatungsdienste • Medizinische Vorsorge • Gesundheitliche Altenbetreuung • Impulse setzen für regionale GesundheitsInitiativen und Vereine (bsp. Kneippverband)

Naturräume und Kulturlandschaft
• Bedachter Umgang und Erhaltung der Kulturlandschaft • Nachhaltige Lebensweise und darauf abgestimmter Konsum • sorgsam ökologisch-gesteuerte Weiterentwicklung der Kulturlandschaft • Energieautarke Region

Bildung
• Vernetzung der regionalen Schulen (auch bundesländerübergreifend) • Vernetzung von Schule und Wirtschaft • Vorträge zu einschlägigen Themen • Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten • Initiative B.E.R.G., Bildungsprojekt „Eine Region entdeckt sich selbst“

Regionalität bedeutet Qualität
• „Bioniere“, eine junge Initiative von Bergbauern der Region • Projektgruppe „Regionaler Warenkorb“ für gewerbliche und industrielle Güter • Projektgruppe „Trachten- und Modelabel“ • Inszenierung unserer Geschichte

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Infrastruktur und Investitionen
Die im Zuge der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2013 getätigten baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur sind lang geforderte und längst überfällige Investitionen. Die Alpine Ski WM 2013 hat einen großen Anteil an der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Schladming und Umgebung. Diese Investitionen sind • Kein Selbstzweck für die WM, sondern Mittel zum Zweck • Keine direkte Event- oder Sportförderung, sie dienen aber indirekt dem Sport Durch die WM • Allgemeines öffentliches Interesse, internationale Aufmerksamkeit • Politische Unterstützung • Begeisterung der Bevölkerung • Absicherung der derzeitigen Arbeitsplätze • Neue Arbeitsplätze durch den Ausbau bestehender Angebote und Unternehmen • Risikobereitschaft der Wirtschaft • Zusätzliches privates Investitionskapital • Return on Investment (Erträge, Steuern, Abgaben, etc.) „WM ist die Zeit zum Säen, die Erntezeit folgt danach!“ oder „In 14 Tagen kann man nicht reich werden, in 10 Jahren (langfristig) vielleicht schon!“ Folgende innovative Infrastruktur-Projekte wurden durch die WM 2013 auf Schiene gebracht:

Wohnbau
Durch die zunehmende Anzahl an Arbeitsplätzen in der Region steigt auch die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum. Im September 2011 wurde daher mit dem Bau der ersten 30 Wohneinheiten begonnen, die Fertigstellung ist Ende 2012 geplant.

Polizei- und Postgebäude
Das bestehende Polizeigebäude kann den sicherheitsrelevanten Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Als neuer Standort wurde das unverbaute Grundstück des ehemaligen Bürgerspitals südlich der derzeit bestehenden Polizeiinspektion ausgewählt. Neben der Polizei wird in diesem Gebäude auch die Post untergebracht; das Gebäude entspricht allen technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen. In den oberen Geschossen werden Wohnungen der Stadtgemeinde Schladming errichtet, geplante Fertigstellung ist der Herbst 2012.

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Wasserversorgung
Die Wasserversorgung der Stadtgemeinde Schladming stützt sich auf 3 Säulen: • Grubeggquellen • Waldquelle • Tiefbrunnen Maistatt Um die Erweiterungsmaßnahmen der Wasserversorgung zur WM 2013 und darüber hinaus sicherstellen zu können, wurde für die bestehende Wasserversorgungsanlage der Stadtgemeinde Schladming ein Maßnahmen- und Umsetzungsprogramm für die Wasserversorgung von Schladming für den Zeitraum 2009 – 2012 festgelegt. • Erweiterung und Sanierung des Leitungsnetzes • Sanierung Hochbehälter Sonnenhang II • Neubau Hochbehälter • Sonnenhang I • Installierung einer Fernwirkanlage

Medal Plaza
Die Siegerehrungen der Bewerbe der Alpinen Ski WM werden in einem attraktiven Umfeld durchgeführt. Der Wetzlarplatz südlich des Rathauses ist ein idealer, stimmungsvoller Standort für die Siegerzeremonien. Das alte, renovierungsbedürftige Postgebäude wird hier abgetragen, somit entsteht eine ideale, weitläufige Fläche mit dem Rathaus im Hintergrund (stimmungsvolle, mystische Impressionen). Nach der Ski WM steht der Platz vorrangig als Veranstaltungs- und Parkfläche zur Verfügung.

Mediencenter
Während der Ski WM wird das CongressSchladming als Mediencenter verwendet. Ausgestattet mit modernster Medientechnik werden die Räumlichkeiten der nationalen und internationalen Presse die besten Voraussetzungen für eine optimale Berichterstattung über die Alpinen Ski Weltmeisterschaften bieten.

Abwasserentsorgung
Neben der Wasserversorgung ist auch die Abwasserentsorgung ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur von Gemeinden der Kleinregion. • Neubau Kläranlage Schladming (Handlungsbedarf in Richtung Erweiterung, Fertigstellung Ende 2012) • Neubau Kanalanlagen – Erschließung Untere und Obere Klaus • Oberflächenkanal Lange Gasse

Neubau Bahnhof Schladming
• Neuer Personentunnel, der den Vorplatz mit den Bahnsteigen verbindet • Lifte für mobilitätseingeschränkte Personen • modernes Erscheinungsbild • neue Sitzgelegenheiten und Fahrplanvitrinen • Bike & Ride-Anlage, Park & Ride-Anlage • Neue Lärmschutzwände • Fertigstellung bis Ende 2012

Athletic Area
Im Frühjahr 2012 wird mit dem Neubau der Athletic Area in der Unteren Klaus begonnen. Diese dient während der WM 2013 als wichtige vielseitige Servicestelle. Erschlossen wird das Areal über die sich gerade im Bau befindende neue Ostabfahrt und neue Ennsbrücke. Hochbau und Parkplatz werden für die WM Nutzung bis Jänner 2013 errichtet. Die Fertigstellung der Außenanlagen erfolgt im Jahr 2013.

Skygate
• Unverwechselbares Landmark • 35 m hoch • im Zielgelände der Planai Hintergrund-Idee: Jeder, der den steilen Planai-Zielhang bezwingt, fährt durch einen Triumphbogen

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Verkehr innerstädtisch
Die Alpine Ski WM 2013 stellt für die Stadtgemeinde Schladming aus verkehrstechnischer Sicht eine besonders große Herausforderung dar • Bau neuer Straßen und Einfahrten • Kreisverkehr Lange Gasse – Erzherzog Johannstraße Die Kreuzung stellt einen wichtigen innerstädtischen Knoten zu dem Ortsteil Untere Klaus, Zentrum und Schladming West dar. • Beschilderungs- und Verkehrsleitsystem Das Beschilderungs- und Verkehrsleitsystem ist in Arbeit und wird 2012 fertiggestellt. Es soll die Orientierung innerhalb der Stadt vereinfachen.

WM-Park Planai
• Europas modernste Tiefgarage mit rund 400 neuen Parkplätzen und „Premium Parking“ auf 10.000 m² direkt unter dem Zielauslauf der Planai • das Auslaufgelände kann nun unterirdisch gequert werden • während der WM unterirdische Organisationsflächen • spezielles Lichtdesign für helle und freundliche Stimmung • großzügige Verweil- und Ruheflächen • E-Tankstellen • durchdachte Infosysteme • zusätzliche, flexibel nutzbare Räumlichkeiten mit hoher funktionaler Qualität

Planet Planai
• Eröffnung im November 2010 • Funktion: Talstationsgebäude der PlanaiSeilbahn • Headquarter für die 360 Planai-Mitarbeiter • Beherbergt das spektakuläre WM-Studio mit großer Glasfassade • Konzept des „One-Stop-Shops“ • Investitionsvolumen: € 13 Mio. • Räumlichkeiten für das OK

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Fazit
Die Schladming 2030 GmbH steht für:
• Steigerung der Lebensqualität • Stärkere Identifikation der BürgerInnen mit der Region Schladming • Stärkung des Zusammenhalts und Förderung des ehrenamtlichen Engagements • Begeisterung der Bevölkerung für die Alpine Ski WM 2013 und der Arbeit der Schladming 2030 GmbH wecken • Erhöhung der lokalen und regionalen Wertschöpfung • optimale Positionierung der Region und ihrer Gemeinden • den Wirtschaftsstandort der Region zu stärken, international zu vernetzen und zu verankern • Bürgernahe Information • Steigerung der Effizienz durch die Vernetzung starker Partner in Kooperationen • Nutzbarmachung versteckter Potenziale und Fähigkeiten • Entwicklung von kreativen und innovativen Projekten • Gemeinsame Umsetzung der definierten Projekte und Vorhaben • Aufnahme in die Agenda 21 Gemeinschaft für nachhaltige Entwicklung (national und international) • Optimierung der Zusammenarbeit mit Förderprojekten des Landes, des Bundes und der Europäischen Union (z.B. LEADERRegion)

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Erfahren Sie mehr über die Schladming 2030 GmbH E-Mail: office@schladming2030.at Telefon: +43 (0) 3687 22030 Homepage: www.schladming2030.at

Kontaktdaten für Fragen & Anregungen

Impressum: Für den Inhalt verantwortlich Schladming 2030 GmbH Text: Andrea Schodl, MA; KR Albert Baier; Mag. Nina Sulzenbacher (Texte der Landentwicklung Steiermark) Layout: Helmut Strasser Pre-Print: Tita.at, Werbeagentur Lang Druck: WALLIG Ennstaler Druckerei und Verlag Ges.m.b.H. Foto Credits: Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH, Helmut Strasser, Stadtgemeinde Schladming, Tourismusverband Schladming-Rohrmoos, Planai-Hochwurzen Bahnen GmbH, P. Meierhofer/Ennstal Classic, Chris Lang, Herbert Raffalt, Harald Steiner, Congress-Schladming, Martin Huber, Christof Huber, Thomas Kaserer, Christoph Buchegger, Gerhard Scott/Ennstal-TV, Gernot Langs, GEPA, Roman Schmidt, Heimatgold, Schiffer, Schedl, Erich Spiess, Thomas Lamm/ikarus.cc, Gerd Altmann/PIXELIO, Konstantin Gastmann/PIXELIO, kirsty pargeter/fotolia, 2jenn/fotolia, elevenarts/fotolia, sean gladwell/fotolia, tita.at, Jose Antonio Perez/Shutterstock Wir danken für die Unterstützung: Tita Lang, Helmut Strasser, Mag. Alexandra Danglmaier, Mag. Alexandra Petter, Heribert Thaller, Stadtamtsdir. Helmut Petter, Dr. Fritz Stehlik, Christian Gummerer, allen ProjektleiterInnen

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www.schladming2030.at

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