Szymon Zuberek GER 421 Prof.

Borchmeier 12/08/2011

Die Leiden des alten Werthers – Eine Analyse der Darstellung der Liebe in Martin Walsers Ein liebender Mann.

(aber)sondern sie hält (sie) häufig auch ihr(e) Leben zusammen. glaubwürdiger zu machen. Die Liebe bringt nicht nur (Nicht nur bringt die Liebe) Menschen einander näher. gescheite Antwort für das Problem der menschlichen Existenz. bayerische Schriftsteller. anstatt (des) Trosts. Die magische Kraft der Liebe wird zum Thema der weltweiten Kunst und Philosophie. um die Kritiker vermutlich außer Gefecht (vermutlich) zu setzen. ein Zeichen einer positiver und tiefer Verbundenheit zu einer anderen Person ist. Es gibt (zwar) auch kein anderes Gefühl. Für Honoré de Balzac war Liebe nichts anders. Schönheit und Glück. Es gibt ( keinen) keine Zweifel. die ein Mensch auszudrücken fähig ist. auf der anderen. und gegenseitigem Vertrauen leben. als die Hauptfigur. haben die verschiedenen Weisen. Um diese Darstellung wahrhaftiger. Nietzsche sah in der Liebe Licht. Der Roman Ein Liebender Mann ist ein moderner Versuch. diese alte Liebesthematik noch einmal anzusprechen(reden). die mit Abhängigkeit. sich damit beschäftigt. stellt er Goethe an. Eifersucht oder Angst nicht unvereinbar zu sein scheinen. als die Dichtung der Vernunft. das eine zwischenmenschliche Beziehung deutlicher und schöner darstellen könnte (kann). Martin Walser – seine eigene Auseinandersetzung mit der Frage der Liebe ein. (wo) hingegen Erich Fromm betrachtet sie als die einzige.Liebe – eine Beziehung der stärksten Sympathie. Auf der einen Seite. Liebe ist nur rein. dass Liebe aus diesem Grund. perfekt und unbegrenzt. (Den) Seit Jahrhunderten durchgehend. um den Roman 6 . (Auf deren Blätter) In diesen Zeilen. Das Bild der Liebe – das sich aufgrund dieser Anforderungen ausbildet – ist ein Bild der Essenz der Freiheit. bietet der Autor – der über-achtzigjährige. wo die Menschen in Gleichheit. die Natur der Liebe zu definieren (zu versuchen) -ihren metaphysischen Sinn herauszufinden. derer Peripetien die Geschichte einer Beziehung zwischen dem berühmten Dichter(n) und einer Ulrike von Levetzow erzählen.

historisch zu verbürgen. Die inneren Konflikte. wie fast keine andere in der deutschen Literaturgeschichte. der berühmtesten Vertretern der deutschen Kultur. Außer den hervorragenden Marienbaden Elegien. Der 73-jährige. die sich daraus (entfalten) ergeben. Aber warum eigentlich Goethe? (Auf ) Aus welchem Grund hat Walser einen der Titanen. Ein Thema. / . interessanter.“ sind keine Beweise übriggeblieben. werden beschrieben und dokumentiert. 6 . wodurch der Leser ein Einsicht auf Walsers eigene Liebesverständigung empfängt. für die Verkörperung der Definition einer Liebe gewählt? Warum hat sich Walser entschieden die heutige Lebensprobleme durch eine geschichtliche Figur zu schildern? Goethe selbst. in denen Goethe seine Gefühle für Ulrike so (herangeführt) anführt: „Mir ist das All. sein Leben samt seinen Leistungen.. (sein Lebens betreffende Details bekannt sind). Walsers Figuren erfahren immer große Schwierigkeiten (die) an den verschiedenen gesellschaftlichen Aufforderungen erfolgreich antreffen. Da (die) der Kampf dieser Probleme(n) nie die Figuren (verlassen) verlässt und den Handlungskern begründen. / Sie trennen mich. das in Walsers Schreiben immer wieder zu geschehen scheint ist das Problem des Scheiterns am Leben. / Der ich doch erst den Göttern Liebling war. / Sie drängten mich zum gabeseligen Munde. Obwohl fast allen. Dieser Beweismangel macht dieses Verhältnis (desto) umso mysteriöser. funktioniert die äußere Handlung meistens nur als der Hintergrund. aber auch näher den Interessen des Autors. und richten mich zu Grunde. passt zu dieser Beschreibung ideal an. scheinen sich nur in den Seelen der Helden abzuspielen. tiefst in eine 55-Jahre jüngere Ulrike von Levetzow verliebte Goethe. ich bin mir selbst verloren. ist seine Beziehung mit Ulrike von Levetzow leider nicht verfolgbar. die Details seines Lebens bekannt sind. beschreibt Martin Walser die Geschichte der letzten großen Liebe Goethes als eine Linse..

Schriftsteller. Das fand statt am Kreuzbrunnen. am 11. als der Denkmal der deutschen Kultur anerkannt wurde. Als sein Blick sie erreichte. Anstatt langsam wie eine Blume zu blühen. hat sie ihn schon gesehen. nachmittags um fünf. unmöglich diese Liebe wird. Walsers Goethe weißt Bescheid. Diese Unmöglichkeit. wie vollkommen problematisch. Ansicht (Anschauens) und Begehrens. Walsers Roman ist sowohl eine Geschichte eines Blickes. liegt auch vielen anderen Romanen von Walser (Romane) (Ein Springender Brunnen. Wissenschaftler und Politiker. 6 . trotz der Anzahl von Details. Schon in Othello hat Shakespeare über (eine) Liebe(n) (über) aller Altergrenzen hinaus geschrieben. Das Thema (einer) der Liebe zwischen einem älterer Liebhaber und einer jüngeren Geliebten ist so alt wie die Welt. der Dichter. Goethe. ist er kaum imstande. (über) ergibt sich der Dichter einer unmöglichen Liebe – einer Liebe der die ganze Welt unfreundlich zu begegnen scheint. wie ein Vulkan und seine Seele mit einer Überschwemmung von heißer (Neigung) Zuneigung ergießend.“ Diese in(s) eine Lebensunfähigkeit gehende Unmöglichkeit ein zufriedenstellendes Leben zu führen. dieses Gefühl von Anfang an zu kontrollieren. war ihr Blick schon auf ihn gerichtet. während seines jährlich wiederkehrendes Kuraufenthaltes in Marienbad verliebt sich der dreiundsiebzig-jährige Goethe in eine neunzehn-jährige Ulrike von Levetzow. sowohl sein Alter. befördern sie beide das gleiche Klima der Unmöglichkeit. Allerdings. die diese Werke von einander unterscheiden. verliebt sich in eine anscheinend kaum erwähnenswerte Schülerin. Angesichts der Vernunft (angesichts). Muttersohn) zu Grunde.(In) 1823. obschon die Beziehung zwischen Othello und Desdemona vergleichsweise geheimnisvoller und viel tragischer ist. Zu(r) Goethes Überraschung. wird durch die ersten Wörter des Romans schon eingesetzt: „Bis er sie sah. der schon während seines Lebens. Jedoch. Juli 1823 in Marienbad. bricht seine (Leibe) Liebe aus. als auch die gesellschaftlichen Konventionen der Epoche halten ihn zurück.

Allerdings. Es sind genau diese ersten Blicke. Niemals fühlte er sich besser. Der (Stürz) Sturz auf einem Kostümball dient ihm als eine grimme Erinnerung des Unsegens des Alters. Es steht in hundert Zeitungen. (Zwar. voller. Für sie.als auch eine Erzählung der Unmöglichkeit diese Sachen zu verwirklichen. besteht die Liebe in der Gegenwart: „Verweile doch! Du bist so schön!“ Ulrike faszinierte Goethe. erlauben ihm die Anwesenheit und die Nähe von Ulrike (erlauben ihm) sein Alter wieder zu vergessen. wenn es ums Aussehen geht. wenn noch mit der Stärke und Vitalität eines Neunzehnjährigen. Sieht gut aus. als dieses „Anfangsstadium des Verliebtseins. Als eine attraktive. wundern über sein gutes Aussehen. als während dieser ersten Minuten seiner letzten Liebe. Er fühlte sich von ihr angefeuert.“ Ein reifer Mann liebt anders als ein Bursche.) Nichts was für ihn schöner.“ Obwohl Goethes Körper genau weißt wie alt er ist. neugierige.“ Niemals in seinem ganzen Leben fühlte er sich auch jünger! Wieder Attraktiv! Um diese Selbstbewertung (unterzustützen) bestätigen zieht er sich aus und beobachtet seine dreiundsiebzigjährige Nacktheit in einem Spiegel: „Er hat sich gut gehalten. gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft. Ich weiß es auch nicht. Leben. das ist auch krass beleidigend. (haben scheinen sie) ihre Bedeutung (zu verlieren) verloren. die Zukunft oder die Vergangenheit – im Vergleich mit der Schönheit der Gegenwart. Goethes (Leibe) Liebe passiert nur in der Gegenwart. die Goethe für immer zu verdammen scheinen. so wie die sich begeistern. dass ich über siebzig bin. Aber neunzehn ist Goethe leider nicht mehr. gesamter. Zum Glück. der Zauber der ersten (Anschauens) Ansehens. Goethes Faust nach. dass er gut aussieht. In deinem Alter gibt es. nur noch die Beleidigung. seine Seele will das nicht wissen: „Meine Liebe weiß(t) nicht. und selbstbewusste junge Frau wurde sie auf der Stelle in seine größte 6 . Noch lauter als die Hymne auf sein Immer-noch-Aussehen wird da immer: Dafür. dass du so ein alter Schleicher bist. siehst du ganz gut aus. In der Tat hat sein Alter.

„Als Ulrike von Levetzow sich am Vorabend zu Bette begab. dazu haben sie eben auch die Farbmacht Ihres inneren Himmels. Ob Ulrike Goethes Gefühle teilte. dass Ulrike gegen ihn auch nicht ganz gleichgültig wäre. Immer als er ihren Blicken begegnete erfuhr er „eine Bewegung. sogar seinem gesellschaftlichen Stand auch verschüchtert sein. scheinen Goethe und Ulrike sich ohne Wörter mit einander kommunizieren zu können. die Magie des ersten Blicks. Der einzige Hinweis auf ihre Beziehung war. Briefe verborgen. wird man nie herausfinden. Er fühlte sich in sie verliebt. deren Inhalt niemanden bekannt geworden. im Kopf war es Hitze. Es kann nur vermutet werden. dass nach ihrem (Ablegen) Ableben dieses für sie unschätzbare Andenken in den Sarg gelegt werde. war für ihn (ihm) keine andere Frau attraktiver als Ulrike: „Wie das Meer haben ihre Augen die Farbe immer vom Himmel. eine Welle. dass bezüglich ihrer Beziehung mit Goethe „keine Liebschaft.“ Obwohl sie die Briefe brennen ließ. die auf Goethe so besänftigend auswirkten. aber was das Meer nicht hat. 6 . in den von Goethe an (ihr) sie geschriebenen.Seelenverwandte. emotionale Verbindung ganz deutlich an. hat die im Sterben liegende Ulrike berichtet. Seltsamerweise. Die Asche wurde in einer silbernen Kapsel verschlossen. [. dass er außer ihr kein Leben sah. Die Liebe hat ihn so geblendet. einen Andrang von innen. gegenseitige. Die Kostümballszene zeigt diese eventuelle.“ Als ein neunzehn-jähriges Mädchen sollte Ulrike von Goethes Ruhm. seinen Leistungen. Ohne das (früher) vorher abzusprechen. es auch nicht wäre“.“ Es waren diese Augen. ein Päckchen Briefe. Als ein Tanzpaar gewinnen sie (eben) sogar den Wettbewerb für die beste Verkleidung. mit dem Wunsche. Als das Vorbild der Schönheit.] im Vorgefühle ihres nahen Endes gebot sie. auf einer silbernen Platte zu verbrennen. Frau von Levetzows Verwirrung angesichts. verkleiden sich Goethe und Ulrike als Werther und Lotte – die Hauptfiguren Goethes Die Leiden des jungen Werthers. spürt man solche Einschüchterung in ihrem Verhalten gegenüber Goethe nicht. als ob sie das Leben selbst wäre...

damit die langen Stunden des Alleinseins nicht mehr so lang wären und nicht so deutlich kränkten – alles vergebens. bis er sie wieder sah. Es ist selbstverständlich. seine Dichtung und Literatur. Was sollte man machen.Der Kostümball war nur das Präludium für die weitere Entwicklung ihrer Beziehung. dass er mitfahren musste – je früher desto mehr Zeit wird er mit ihr verbringen können. dass „seine“ Ulrike den Sommer in Marienbad verbringen würde. Die einzige Sache. Als der Herr Geheimrat tiefer in die Tiefe seiner unbeherrschten Liebe sinkt. als er zwanzig war) Aufgrund seiner Unfähigkeit sich gegen diese Liebe zu wehren. die er genauso fühlt. dass er ohne sie nicht mehr funktionieren kann. Seine Liebe kommt noch stärker in Schwung und entwickelt sich in eine existentielle Lebensnotwendigkeit. (Die) Das Paar verbringt immer mehr Zeit in der „Du-Zone“. In seinen inneren Monologen stellt er alles auf Messers Schneide. In Marienbad findet er sich nicht nur 6 .“ Infolgedessen. eine böse Sinnlosigkeit und Langweile. (fühlt ihm jetzt genauso wie sie ihm gefühlt hat. nicht auf die Münder. machte alle Entbehrungen leicht. die Goethe bestimmt fühlte (danach) nachdem er herausgefunden hatte. Es wird zunehmend schwierig für ihn sich sein Leben ohne Ulrike vorzustellen. wo es möglich ist. die Lippen. als wie wenn er noch zwanzig wäre. Sein ganzes Leben. die in seiner peinlichen Einsamkeit bemerkt ist die Abwesenheit Ulrikes: „Er spürte in allem was nicht mit ihr zu tun hatte. Es tat immer weh. Aber dass. gestehend. sich von ihr abzulenken. versucht der Dichter zu lernen wie man eigentlich die Zeit ohne sie verbringen dürfte. ist es ganz einfach sich die Begeisterung vorzustellen ()die Begeisterung. überhaupt alle seine Lebensleistungen ausbleichen angesichts der Liebe zu Ulrike – eine Liebe. die er mit Ulrike immer zu kurz zu sein scheinen. sondern „auf die Seelen“. Da die Stunden. höchstens Stunden vergehen mussten. seine Kariere. dass die Situation ihn zu übertreffen beginnt. spürt er. Die Etikette wird unterbrochen von einem Goethesque Kuss. in alle gesellschaftlichen Konventionen überzutreten. versucht Goethe so viel(e) Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen.

damit er nur die Zeit mit seiner Liebe verbringen kann. Die Eifersucht. Aber vielleicht ist das der Sinn des Winkens.“ Dazu antwortet Goethe: „Und ob mir das recht ist. immer dafür sorgend. Seine Sensitivität zu gesellschaftlichen Normen hilft ihm sich in dieser gefährlichen Kameradschaft dazugehörig zu benehmen. In seiner Ahnungslosigkeit nimmt er eben an was die jungen Von Levetzows zu ihm keck zu sagen haben. Nach der 6 . die auf ihn eingestochen hat. erst als sie nach Karlsbad bereits zurückgereist (bereit) war.“ Mit solch(er) einer klugen Antwort war Goethe im Stande. ließ sich nicht jede unbequeme Situation (ließ sich ihm) auf diese Art und Weise neutralisieren. wenn er winkte. Er ist immer gewahr von seiner Umgebung. und der letztendlich auch abgesagt wurde. Herr Geheimrat. wir sind Einzelne. wenn’s recht ist. Das versuchte er zurückzunehmen. in eine großartige Einladung zur Liebe verwandeln. nie des Gefühls erwehren. mach einfach alles was von ihm verlangt wird. erwies sich als zu stark um unter seiner Kontrolle zu bleiben: „Wollte er denn vorschreiben. den er Ulrike ausrichtete. diesen Schmerz erfolgreich abzuwinken. dass sein Verhältnis mit Ulrike nicht falsch wahrgenommen wird. Und kam sich heuchlerisch vor. sagte Goethe und sah wieder zu Urlike hin. war für ihn ein ganz und gar hoffnungsloses Ereignis. Zur Erwiderung sprich der ihnen als „Trio“ an. Dafür wird er von Amalie korrigiert: „Wir sind überhaupt kein Trio.von Ulrike. (hat) ist es ihm nicht gelungen. sondern von der ganzen Familie von Levetzow begleitet. worüber sie noch lachen durfte? Ja. den Schwestern nach kürzt er die Sätze ab. Weil der Antrag sie erreichte. jede (solche) dieser unbequemen Bemerkungen.“ Auch der Heiratsantrag. Leider. Demzufolge macht er sämtliche JungmädchenSpiele. als De Ror Urlike mit seinem künstlichen Schmück zu verführen versuchte. sagte es automatisch in ihm.“ Trotz dem ehrlichen Bemühen. Winken minimalisierte den Abschied. versucht er den Schmerz seiner Enttäuschung durch das Winken zu neutralisieren: „Aber Goethe konnte sich.

blieb er am Leben. desto deutlicher wurde es ihm. weil nichts auf dieser Welt lebendiger. und nur hier und jetzt kann man sie erfahren. Goethe musste schreiben um sich das Dasein erträglich zu machen. jedoch genau (auf) aus diesen Grund kann er nicht aufhören zu schreiben (nicht aufhören).“ Gequält von sowohl der Unmöglichkeit seiner Liebe. dass sie nichts anders als eine Marienbade Elegie verdiente fängt Goethe an ihr die zu schreiben. Er litt unter der Last der unglückliche Liebe. In seiner Seele herrschen Resignation und Aussichtslosigkeit für das weitere Leben.überraschenden Abfahrt. erlebt Goethe einen emotionellen Zusammenbruch. Und weil es unmöglich ist 6 . Solange wie Goethe schrieb. Diesen Gefallen darf man der Aussichtslosigkeit nicht tun. Sie ist listig. Dem Schmerz ähnlich. je intensiver schrieb er. als auch die Aussichtslosigkeit seines Lebens. diese ganze Lebensaussichtslosigkeit auf ein Blatt Papier zu entladen. die zusammen die zwei Seiten einer Münze formen. um die Peinlichkeit zu vermeiden. Da seine Ulrike so war. Der Schmerz war alles was ihm übrig blieb. Es ist nur durch das Schreiben fähig. Sogar die Liebe besteht aus Schmerz und Glück. Es konnte sich keine Überwindung geben. da jede Sekunde seines Lebens mit Leiden gefüllt war. Ich handle Tag und Nacht mit ihr. keine Entsagung für ihn gab. seinen Schmerz. wie ein Mensch zu lieben nicht aufhören kann. existiert die Liebe nur in der Gegenwart. was ich denken könnte. „Zum Glück ist die Aussichtslosigkeit keine unansprechbare Göttin. Der Schmerz und Glück. Aber das Schreiben hat ihm auch nicht geholfen. wahrhafter ist als diese zwei Erfahrungen (bleibt). Aber je mehr. Ich denke nicht in jedem Augenblick an alles. wendet er sich ans Schreiben um drin Trost zu finden. dass es überhaupt keine Hilfe. Er konnte nicht aufhören zu schreiben. Ulrikes Ablehnung seines Heiratsantrags bereitete ihm nur Herzeleid. (dass er fähig ist) seine Liebe wirklich zu erleben. ich bin auch nicht einfallslos. die von der Familie (übernommen) unternommen wurde. Er fühlte sich unfähig sein Leiden.

ahnungslos. entscheidet er. Gefühle. und das war steif. Kunst. Gedichte. Es war aber nur eine Illusion – ein Traum. der Liebe völlig abzuschwören. aufzugeben. (die) ganze Sätze.“ In diesem Sinne ersetzt Goethe Liebe – „ein Gefühl. dass es ihm überhaupt nicht gelungen (hat) ist. die nicht diskriminiert. Goethe glaubt. Jedoch. braucht Goethe viele Wörter. der Liebe. Doch. aber auch erschöpft ihn. und schön. „Er wacht auf mit seinem Teil in der Hand. Da er nichts mehr fühlen kann. es hilft ihm sowohl die Unmöglichkeit seines Lebens auf Papier zu entladen. die er noch nie empfunden hatte. dass er nie mehr weder Lieben noch schreiben muss. um sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Am Schluss des Romans fühlt Goethe „eine Leichtigkeit. und der ihm deswegen „unmissverständlich leitete“. seine Erinnerungen. es macht ihn glücklich und tut ihm weh. seine ganze geistliche Dasein.“ Seinem neuen Liebesgebot nach – „Du sollst nicht lieben!“ – versucht er sich davon zu überzeugen. es gibt keine Stelle auf der man einfach aufhören kann zu fühlen. Elegien. womit sie uns bezaubern oder uns (die) Tränen bringen kann. dass es ihm gelungen ist. aber sie wird 6 . als auch die schönste Liebe seines Lebens wiederzuerleben: „Er hätte seine Kraft nicht im Affentheater der Entsagungs-Schau vergeuden dürfen. Schreiben gibt ihm Kraft. Martin Walser zeigt Liebe wie sie wirklich ist – ein blindes Gefühl. nur um herauszufinden. daraus er erwacht ist. Man kann versuchen. war sie auch echt. die sich nicht um die gesellschaftliche Zustände kümmert. das kein Alter kennt. einer Tätigkeit der gerade von dem Wörterfinden handelt. sie in Schreiben.(unmöglich) Liebe mit einem Wort zu bezeichnen. sein(en) Herz(en) hinters Licht zu führen. sondern im Kampf gegen Urlikes Gegenwart in ihm selber. oder auf das Aussehen zu reduzieren.“ Ein liebender Mann ist eine Auswertung der Liebe. Obwohl Goethes Liebe sehr leidensintensiv war. das noch kein Wörter kannte“ – mit Schreiben. Glück und Leidenschaft verflechten sich in ihr. Die (hieß) heißt Lieblosigkeit. eine Liebe die das Leben zusammenhält.

ist sie wirklich die einzige. 6 . Nur in diesem Sinne.sowieso alles besiegen. gescheite Antwort für das Problem der menschlichen Existenz.