Asthma und Brustkrebs

(Notiz) von Elisabeth Rieping Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 21.05.2008 Asthma und Brustkrebs
Bei Asthma und bei Brustkrebs ist die Th1-Immunantwort unterdrückt, während die Th2Immunantwort, die an und für sich für die Abwehr von Würmern zuständig ist, überwiegt. Typisch für das Überwiegen der Th2-Immunantwort ist deshalb eine Eosinophilie. Asthma und Brustkrebs sind aber nicht die einzigen Krankheiten, die mit dieser fehl laufenden Wurmabwehr einhergehen. Bei vielen metastatischen Krebserkrankungen, während der Schwangerschaft, während der Gelbkörperphase des Monatszyklus und bei einigen Autoimmunkrankheiten überwiegen die Th2Helferzellen, was an der Eosinophilie sichtbar werden kann. Da die Th2-Zytokine die Th1-Zellen hemmen, funktioniert die durch Th1-Helferzellen gestützte Immunantwort nicht. Deshalb ist in dieser Situation die Abwehr von Tumorzellen, aber auch von intrazellularen Parasiten gestört. So haben Menschen mit Asthma oft Hautinfektionen, die sie nicht gut abwehren können. Woher kommt nun das Überwiegen der Wurmabwehr im Vergleich zu der nötigen Th1-Abwehr bei so unterschiedlichen Zuständen wie der Gelbköperphase des Monatszyklus, der Schwangerschaft, metastasierendem Krebs und Autoimmunerkrankungen wie Asthma? Dasa während der Gelbkörperphase des Zyklus das Gelbkörperhormon Progesteron erhöht ist, braucht nicht besonders begründet zu werden. Auch in der Schwangerschaft findet sich natürlicherweise eine Progesteronerhöhung. Weniger bekannt ist, dass sich auch die Symptome von Autoimmunerkrankungen wie Asthma durch Progesteron hervorrufen lassen (Mitchell VL 2007), und dass die bei Krebserkrankungen auftretenden Tumormarker embryonale Proteine sind, die unter dem Einfluss von Progesteron gebildet werden. Der gemeinsame Faktor könnte also das Progesteron sein, dass die Immunantwort in Richtung der Wurmabwehr verschiebt und die Th1-Zellen unterdrückt. Progesteron ist das wichtigste Schwangerschaftshormon. Vermutlich verhindert es so, dass der Embryo mit Hilfe der Th1-Zellen der Mutter angegriffen wird. In der Schwangerschaft ist das sinnvoll. Aber bei Krebs und Autoimmunerkrankungen verhindert das Progesteron die Tumorabwehr und führt zu

Krankheitssymptomen durch die Produktion embryonaler Proteine und allergischer Reaktionen. Ein Großteil der Asthmatiker leidet zusätzlich unter allergischem Schnupfen oder atopischer Dermatitis = Neurodermitis. Außerdem treten oft Nasenpolypen und Nasennebenhöhlenentzündungen auf. Das ist von der Seite des Netdoktors, dem wir es mal glauben wollen.

Archive.org: http://wayback.archive.org/web/*/http://www.erieping.de/asthma_und_brustkrebs.htm

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