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Der Schnee knirscht unter seinen

Schritten, er steuert auf das Mehrfamili-
enhaus in der Münchner Innenstadt zu.
Die ersten Sonnenstrahlen blitzen durch
die kargen Äste. Es ist 7.45 Uhr. Behut-
sam befreit er seine Schuhe vom Schnee,
dann drückt er die Klingel. „Oh, Sie sind
früh dran“, antwortet eine Frauenstim-
me, „das kommt mir gerade recht, ich
hab’ nämlich noch einen Termin.“ Mit
dem Surren des Türöffners beginnt Josef
Schmids Arbeitstag als Zählerableser.
2010 gabes inDeutschland laut Statis-
tischem Bundesamt mehr als 40 Millio-
nen Privathaushalte; hinzu kommen un-
zählige Büro- und Gewerbeeinheiten.
Bei fast allen müssen wenigstens ein Mal
imJahr die Zählerstände der Warm- und
Kaltwasserversorgung abgelesen wer-
den. Diese Arbeit übernehmen bundes-
weit Tausende Heizungsableser – ihre ge-
naue Zahl ist nicht erfasst. Viele von ih-
nenwerdennur für den Zeitraumder Ab-
lesung beschäftigt. In den meisten Fällen
haben die Energieunternehmen die Heiz-
kostenabrechnung an Subunternehmer
ausgelagert. Die Firma BFW Werner
Völk, bei der Josef Schmid angestellt ist,
begeht in der Hauptsaison, von Novem-
ber bis Januar, 7000 Wohnungen amTag.
Bei BFW kümmern sich dann 170 Mitar-
beiter um das Ablesen der Wasser- und
Fernwärmeanschlüsse, 120 davon sind
Saisonarbeiter. Meist haben sie noch
einen anderen Beruf und verdienen sich
mit dem Ablesen ein Zubrot. Bei BFW
kommen die Ableser aus unterschiedli-
chen Branchen, überwiegend sind es
Handwerker aus der Elektrotechnik oder
dem Heizungs- und Sanitärbereich.
Schmid ist KFZ-Meister. Bevor er in die
Heizungsbranche wechselte, war er bei
einem Autobauer im Münchner Umland
angestellt. Aus gesundheitlichen Grün-
den musste er seinen Job kündigen.
Der nächste Termin, 8.30 Uhr, ein Alt-
bau. ImParterre eine PR-Agentur. In der
zwei Quadratmeter großen Abstellkam-
mer muss sich Josef Schmid den Weg
zum Heizkörper freiräumen, damit er
das Röhrchen tauschen kann. Eigentlich
darf ein Ableser keine Gegenstände in ei-
ner Wohnung bewegen. Die Bewohner
sind verpflichtet, alle Geräte zugänglich
zu machen. Einen durch Mitarbeiter ver-
ursachten Schaden will Schmids Firma
nicht riskieren. Bei der Agentur macht Jo-
sef Schmid eine Ausnahme – es sind nur
leere Kartons. Die Dame im fünften
Stock dagegen hat wohl noch kurzfristig
aufgeräumt: Neben der Heizung stehen
zwei Staubsauger. „Ich mache keinerlei
Bemerkungen über die Wohnungen, in
die ich komme – das steht mir auch nicht
zu“, sagt Schmid. In der ersten Woche sei
es noch spannend zu sehen, wie andere
Menschen wohnen – danach Routine.
Jedes Haus wird nach dem gleichen
Schema betreten: Zuerst ist die linke
Wohnung der untersten Etage dran. In
der Wohnung startet der Ableser eben-
falls links, im Uhrzeigersinn geht es
durch die Zimmer. Dieses Prinzip hat
sichunter Ablesernals sinnvoll erwiesen.
Sie dürfen keinen Zähler übersehen,
sonst kannnicht abgerechnet werden. Da-
bei hilft ihnen ihre Liste, die sie von der
Firma mitgeliefert bekommen. Dort ist
verzeichnet, wie viele und welche Art
Zähler sich in jedem Zimmer befinden.
Außerdem ist eine Prognose für den Ver-
brauch eingetragen. „Wenn der Zähler-
stand abweicht, muss der Ableser über-
prüfen, ob das Gerät vielleicht kaputt ist
und möglicherweise ausgewechselt wer-
den muss“, erklärt Schmid.
Eigentlich ist Josef Schmid für Pro-
blemlösungenunddie praktische Ausbil-
dung der freien Ableser zuständig. Zäh-
lerableser ist keine geschützte Berufsbe-
zeichnung, deshalbgibt es auchkeine ein-
heitliche Ausbildung. Bei BFW werden
die Mitarbeiter vor ihrem ersten Einsatz
an drei Abenden geschult. Zum einen
werden Kenntnisse zu den Messgeräten
vermittelt. Zum anderen, und dafür ist
Schmid verantwortlich, werden die Mit-
arbeiter auf Stresssituationen und den
Umgang mit Konflikten vorbereitet. Der
restliche Teil seiner Arbeit findet im Bü-
rostatt. Hier arbeitet er denTag nach, do-
kumentiert, berät und vereinbart Termi-
ne. Außerdem kommt er zum Einsatz,
wenn ein Ableser mal den Zähler nicht
findet, wenn jemand krank ist, oder
wennes Ärger mit denMietern gibt. Heu-
te ist so ein Tag. Er übernimmt die
Schicht eines Kollegen. „Manche Leute
sehen uns als Eindringlinge, und das sind
wir ja auch“, sagt Schmid.
10.45 Uhr, ein Mehrfamilienhaus. Der
Großteil der Bewohner ist zu Hause oder
hat den Schlüssel dem Nachbarn gege-
ben. „Heutzutage kommt das selten vor“,
sagt Schmid. Eine weitere Erfahrung:
Wer beim ersten Ablesetermin nicht zu
Hause ist, ist es beim zweiten auch nicht.
Bei BFW sind die Ableser verpflichtet,
den Termin zwischen 21 und zehn Tagen
vorher schriftlich anzukündigen. Wer
nicht angetroffen wird, bekommt einen
zweiten kostenlosen Termin. Auf einen
drittenTerminlassensichdie meistenAb-
lesefirmen nur gegen Bezahlung ein.
Bei ihrer Heizkostenabrechnung sind
viele Bewohner genau. Oft haben sie das
Gefühl, ungerecht behandelt zu werden.
„Es gibt einige Skeptiker, die verfolgen
mich mit einem Zettel in der Hand durch
die Wohnung und kontrollieren, was ich
ablese“, sagt Schmid. Ihn amüsiere das.
Denn die Zählerableser werden nicht
nachVerbrauchsmenge ihrer Kundenbe-
zahlt, und nur ganz selten sind sie bei
einem Energiekonzern angestellt. Auch
der Mythos von den horrenden Mehrkos-
ten, die entstünden, wenn der Verbrauch
geschätzt werde, sei nicht aus den Köp-
fen zu bringen. Wer schon lange in einer
Wohnung wohnt, könne davon ausgehen,
dass er anhand seines Verbrauches im
Vorjahr geschätzt werde. „Viele denken,
da sitzt der Ableser im Kämmerlein und
denkt sicheine Zahl aus. Die Berechnung
macht aber ein Computerprogramm. Da
gibt es keine persönliche Einflussnahme,
weil mir der Name eines Mieters nicht ge-
fällt“, erklärt Schmid.
Bei BFW werden die Ableser nicht
nach einzelnen Wohnungen, sondern
nach Geräten bezahlt. Sie geben an, wie
viel Zeit ihnenzuVerfügungsteht, under-
halten dann den entsprechenden Ablese-
auftrag. EinGerät wirdfür eine Wohnan-
lage verwendet. Da die Firma die Kosten
des Gesamtverbrauchs eines Hauses auf
die einzelnen Bewohner umlegt, kann die
Größe einer Anlage – je nachEigentümer-
verhältnissenundWohnungsanzahl – va-
riieren. Am Ende der Saison stellen die
freien Mitarbeiter BFW eine Rechnung.
Trotz der Ärgernisse und Wunderlich-
keiten, die sein Job mit sich bringt, ist
Schmid glücklich damit: „Ich hätte nicht
gedacht, dass es so was wie einen Traum-
job tatsächlich gibt – doch ich habe ihn
gefunden.“ Es ist 14 Uhr. Für heute hat er
seine Termine abgearbeitet. Lea Kramer
Die meisten haben noch
einen anderen Beruf und
verdienen sich ein Zubrot
Am Berufskolleg der FAW – Akademie
Aachen kann man sich zum staatlich
geprüften Techniker in Gebäudesys-
temtechnik, Schwerpunkt Energiema-
nagement ausbilden lassen
(www.faw.de/standorte/aachen/be-
rufskolleg-fuer-technik). Die Fach-
hochschule Westküste in Heide bietet
den Bachelor-Studiengang Gebäude-
systemtechnik an (www.fh-westkues-
te.de). Der Verband der Elektrotechnik
hat eine Jobbörse (www.vde.de).
Von Jürgen Hoffmann
Mit dem Smartphone von unterwegs
die Heizung in der Wohnung anstellen
und mit einer App den Stromverbrauch
der Waschmaschine kontrollieren – so
komfortabel soll schon bald die Steue-
rung des privaten Energieverbrauchs
sein. Voraussetzung ist ein Stromnetz,
das „mitdenkt“. Es liefert nebender Ener-
gie auch Daten zur Stromerzeugung und
zum Stromverbrauch. Fachleute nennen
das „smart grid“, das Messen der Strom-
flüsse „smart metering“. Dieses moderne
Netz muss für Energieversorger und Ver-
braucher zugänglich sein. Heizung und
Waschmaschinen in privaten Haushalten
müssen genauso mit diesem schlauen
Stromnetz verbunden sein wie Produkti-
onslinien in Fabriken. Darin müssen
auchlokale Stromversorger jetzt investie-
ren– auchinIT-Experten, die für das Mit-
denken sorgen.
Bei den Stadtwerken Schleswig steht
Geschäftsführer Wolfgang Schoofs da-
her in den Startlöchern: „Die Energie-
wirtschaft befindet sich in einem rasen-
den Wandel. Wir arbeiten derzeit daran,
den Stromverbrauch für jeden einzelnen
Kunden transparent zu machen.“ Dafür
brauchen die Schleswiger beispielsweise
eine neue intelligente Abrechnungssoft-
ware. Unddie Entwicklung werde weiter-
gehen, sagt Schoofs: „Das ,smart grid‘ be-
trifft zunächst den Strombereich, wird
sich aber auch auf Wärme und Gas aus-
dehnen.“ Durch den Einsatz von Mini-
Heizkraftwerken in Privathaushalten –
zum Beispiel luftgekühlte Blockheiz-
kraftaggregate – komme auf die Stadt-
werke eine weitere Herausforderung zu,
„nämlich das Management dieser vielen
Einheiten für ein virtuelles Kraftwerk“.
Schoofs setzt dabei auf Ingenieure mit
besonderem IT-Verständnis. Andere
auch. Michael Schanz etwa, Ausbildungs-
experte beim Verband der Elektrotech-
nik Elektronik und Informationstechnik
(VDE) in Frankfurt. „Die Idealbesetzung
hierfür sind Elektroingenieure, die sich
auf Energietechnik spezialisiert haben“,
sagt Schanz. Elektro- und Informations-
techniker, die sich mit Software, Hard-
ware und der Energietechnik auskennen,
würden dringend gesucht: „Vor 20 Jah-
ren hat kaum ein Elektrotechnik-Stu-
dent den Schwerpunkt Energietechnik
gewählt, weil NachrichtentechnikundIn-
formationstechnik einfach interessanter
schienen.“ Das habe sichgrundlegendge-
ändert. Die Absolventen kommen bei
Stromnetzbetreibern, Stadtwerken, und
Anlagenbauern unter. Außerdemwerden
viele selbständige Berater beschäftigt.
Diese Entwicklung beobachtet auch
Michael Berger, Professor für Elektronik
ander Fachhochschule Westküste inHei-
de. Seit diesem Wintersemester bietet sie
das Fach Gebäudesystemtechnik an, das
mit einem Bachelor endet. „Wir haben
diesen Studiengang gemeinsam mit Fir-
men, vor allem aus der Baubranche, ent-
wickelt“, erklärt Berger. „Im Neubaube-
reich und bei der Gebäudeumrüstung
werdenProfis gesucht, die Häuser vernet-
zen.“EinGebäudesystemtechniker unter-
sucht die Energie- und Informationsflüs-
se in einem Gebäude. In seinem Studium
geht es sowohl um die Optimierung von
Büro- und Fabrikgebäuden als auch um
die Neuausrüstung von Einfamilienhäu-
sern. AutomationundIntegrationder Ge-
räte und Anlagen sind zentrale Themen.
Einer, der sichschonseit fast zehnJah-
ren mit dem Thema „IT für Energie“ be-
schäftigt, ist Peter Syring. Der studierte
Nachrichtentechniker arbeitet für ver-
schiedene Versorgungsunternehmen und
Stadtwerke. Der 42-Jährige ist Ge-
schäftsführer der Managementberatung
C4 Energy in Hamburg. Sein Schwer-
punkt: Informationstechnologie und Pro-
zessberatung. Indenneunziger Jahrenka-
mendie meistenKundennochaus der Au-
tomobil- und Finanzbranche, heute sind
seine Auftraggeber überwiegendEnergie-
unternehmen. „Das liegt daran, dass die
Liberalisierung des Strommarktes und
die Digitalisierung die ganze Branche in
Aufruhr gebracht haben“, erklärt Sy-
ring. „Arbeitsprozesse müssen von der
Produktion bis zum Vertrieb reorgani-
siert werden.“ Um etwa die Wirtschaft-
lichkeit für ein neues digitales Stromnetz
beurteilen zu können, muss sich Syring
nicht nur mit den technischen Möglich-
keiten auskennen, sondern auch mit den
sich stetig ändernden Gesetzen.
Auch ohne Hochschulstudium können
sich Jobsuchende auf diesen neuen Ener-
giemarkt vorbereiten – zum Beispiel an
der Fachschule für Technik der Fortbil-
dungsakademie der Wirtschaft (FAW) in
Aachen. Voraussetzung ist hier lediglich
eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Innerhalb von zwei Jahren werden die
Teilnehmer hier zum staatlich geprüften
Techniker mit der Fachrichtung „Gebäu-
desystemtechnik, Schwerpunkt Energie-
management“ ausgebildet. Im Vorder-
grund steht dabei die Energieversorgung
in der Industrie. Neben den Fächern
Automatisierung, Informatik und Be-
triebswirtschaftslehre stehenauchPhoto-
voltaik, Thermographie und Brennstoff-
zellentechnik auf dem Stundenplan.
Uwe Hermann, Leiter des Bereichs
Sensors and Communications bei Sie-
mens imdänischen Nordborg, bricht eine
Lanze für die klassische Elektrotechnik:
„Die Energiebranche ist immer noch
recht konservativ aufgestellt, auch wenn
Deutschlandinden BereichenSolar- und
Windenergie eine Vorreiterrolle spielt.“
Berufsbilder aus den Fächern Stark-
stromtechnik, elektrische Maschinen
und Antriebe, Leistungselektronik und
Elektrolyt-Chemie seien in der Industrie
wieder gefragt. Die TUMünchen hat bei-
spielsweise ein Institut für Elektrolyt-
Chemie, also für Batterie-Technik wie-
dereröffnet, das in den achtziger Jahren
mangels Nachfrage geschlossen worden
war. Hermann, der dem VDE-Ausschuss
Beruf, Gesellschaft und Technik vorsitzt,
prophezeit eine Renaissance der „guten
altenTätigkeitsfelder“ eines Elektroinge-
nieurs. Deswegen rät er Studienanfän-
gern, sich auf die Kernbereiche der Ener-
giebranche zu fokussieren: „Mode-Studi-
engänge mit schönen Titeln veralten lei-
der immer viel zuschnell undwerdenspä-
ter von vielen Personalleitern nicht ver-
standen.“
„Oh, Sie sind früh dran“
Zwischen Routine und Überraschungen – unterwegs mit einem Heizungsableser
KARRIERE IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT
Sonderseiten der Süddeutschen Zeitung
Studium
Manche verfolgen ihn
mit einem Zettel und
kontrollieren, was er abliest
Schlaumeier fürs Smart Grid
Weil Kraftwerke und Stromnetze immer digitaler und komplexer werden, braucht die Branche Ingenieure mit besonderem IT-Verständnis
Damit die Hardware funktioniert,
muss auch die Software reibungslos
laufen. Ideale Elektroingenieure
sollten sich daher mit allen
technischen Voraussetzungen
auskennen – und mit den sich
stetig ändernden Gesetzen.
Foto: Rainer Weisflog
Der Stromverbrauch soll
für jeden einzelnen Kunden
transparent werden
Die Digitalisierung hat
die ganze Branche
in Aufruhr gebracht
Für die meisten Ableser ist es ein saiso-
naler Nebenjob. Schwarzbach/argus
Süddeutsche Zeitung Nr. 65 | Samstag/Sonntag, 17./18. März 2012 | Seite V2/12
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Die Hochschule Ulmantwortet auf die
Energiewende mit einem Paket aus drei
neuen Studiengängen im Bereich Ener-
gietechnik und Energiewirtschaft: Der
Bachelor-Studiengang „Internationale
Energiewirtschaft“, der unter anderem
ein Pflichtsemester an einer ausländi-
schen Partnerhochschule vorsieht, und
„Energiesystemtechnik“sollenfür einbe-
rufsqualifizierendes Fundament sorgen,
während für die wissenschaftliche Wei-
terqualifikation der Masterstudiengang
„Elektrische Energiesysteme und Elek-
tromobilität“ angeboten wird. Dieser
Studiengang startet zum Sommersemes-
ter 2012; die ersten Bachelor-Studenten
werden zumWintersemester 2012/13 zu-
gelassen. Pro Semester stehen jeweils 40
Studienplätze zur Verfügung. SZ
Die Technische Universität Berlin bie-
tet ab dem Sommersemester 2012 drei
neue Masterstudiengänge rund um die
ThemenStadt undEnergie an. Der Studi-
engang „Energieeffizientes Bauen“ be-
schäftigt sichunter anderemmit demIso-
lieren von Gebäuden, wie die Hochschu-
le erläutert. Fahrzeugtechnik und neue
elektrische Antriebe werdenin„Energie-
effizienter Verkehr“ behandelt. Abwas-
serentsorgung und Energieversorgung
sind zwei Themen im Studiengang „Ur-
bane Versorgungsinfrastrukturen“. Be-
werber brauchen ein Jahr Berufspraxis
und einen Hochschulabschluss aus den
Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaf-
ten. Die Kosten liegen pro Semester bei
5000 Euro. Außerdem bietet die Europe
Wirtschaftshochschule BerlineinenMas-
ter für Energiefachleute. Das berufsbe-
gleitende Programm „Energy Manage-
ment“ startet im September und dauert
zwölf Monate. Teilnehmer sollen be-
triebswirtschaftliche Grundlagen ler-
nen. VorgesehensindAufenthalte inLon-
don, Madrid und Neu Dehli, gelehrt wird
auf Englisch. Bewerber müssen drei Jah-
re Berufserfahrung haben. Die Kostenbe-
tragen 19 000 Euro, Bewerbungsschluss
ist am 31. Juli. dpa
Von Jürgen Hoffmann
Steffen Herkner ist gut informiert. Vor
ihm an der Wand in seinem Büro in der
Hamburger City hängen acht Monitore.
Tausende Daten flimmern auf den Bild-
schirmen, Informationenüber die aktuel-
len Produktionszahlen von Kraftwerken,
über die Marktpreise für Strom, Brenn-
stoffe und Emissionszertifikate und so-
gar über die Wetterlage. Herkner
braucht diese Daten, um zum richtigen
Zeitpunkt Strommengen möglichst güns-
tig einkaufen zu können. Der 36-Jährige
ist Energiehändler bei Vattenfall. Auf sei-
ner Visitenkarte steht „Headof Continen-
tal Power Trading“, er hat 26 Mitarbei-
ter, mehrere Händler und Analysten und
– einen Meteorologen. „In unserem Ge-
schäft spielt das Wetter eine immer größe-
re Rolle“, erklärt Herkner. Scheint die
Sonne und es weht, liefern Solar- und
Windanlagen viel Strom, bei bewölktem
Himmel und Windstille fast nichts.
Gelernt hat Herkner Informatikkauf-
mannbeimEnergieversorgungsunterneh-
menBewag in Berlin. Nach seiner Ausbil-
dung und der Liberalisierung des Strom-
marktes arbeitete er dort für das damals
noch kleine Handelshaus der Bewag.
2002 wechselte der gebürtige Berliner
nach Hamburg zu Vattenfall Energy Tra-
ding. Seither pendelt er wöchentlich mit
demICE zwischen der Hauptstadt an der
Spree und der Hansestadt an der Elbe.
Herkner sitzt an einer Schaltstelle des
Konzerns. „Wir kaufen und verkaufen
Strom, Gas, Kohle, Öl und Emissionszer-
tifikate für die Erzeugung und den Ver-
trieb“, erläutert er. Das Ziel der aufwen-
digen Transaktionen der Energiehänd-
ler: die bestmöglichen Preise, Mengen
und Kurse für das Kerngeschäft von Vat-
tenfall sichern, die Produktion und den
Vertrieb von Energie. Eine große Verant-
wortung. Stresst ihn das? „Es geht. In
Stoßzeiten, wenn sich die Kurse schnell
bewegen, geht es bei uns schon hoch
her“, sagt Herkner. Belastbarkeit sei des-
wegeneine der wichtigstenVoraussetzun-
gen für denJob, weitere seien wirtschaft-
liches und finanzmathematisches Ver-
ständnis, Teamfähigkeit, Dynamik und
Kreativität: „Man muss sich den schnell
verändernden Märkten anpassen und al-
le für eine Entscheidung notwendigenPa-
rameter zusammensetzen können.“ Als
Beispiel nennt er die Kälteperiode An-
fangFebruar, als es laut Bundesnetzagen-
tur zu gefährlichen Defiziten im Strom-
netz kam. „In solchen extremen Zeiten
ist der Aufwand enorm“, sagt er.
Auf die Frage nach den Arbeitszeiten
eines Energiehändlers antwortet einer
seiner Kollegen ironisch: „Wir dürfen
gleiten – solange es vor sieben Uhr mor-
gens und nach 17 Uhr abends ist.“ Stef-
fen Herkner kommt auf 50 Arbeitsstun-
denpro Woche. Sein Gehalt setzt sich aus
einemfestenundeinemvariablenTeil zu-
sammen, der von bestimmten Erfolgen
abhängt. Ein Junior-Händler mit einem
Top-Hochschulabschluss kann in der
Branche mit einem Einstiegssalär von
45 000 bis 50 000 Euro rechnen. Langjäh-
rige Händler gehören in Deutschland zu
denBestverdienendenmit Jahreseinkom-
men von 100 000 Euro und mehr. Diese
Zahlen werden in den Personalabteilun-
gender Konzerne undinJob-ForenimIn-
ternet genannt.
Kraftwerke müssenihre variablenKos-
ten decken, beispielsweise für das Gas,
das verfeuert wird, und die benötigten
Emissionsrechte. Liegt der Marktpreis
unterhalbder Erzeugungskostender eige-
nen Kraftwerke, kauft Vattenfall den
Strom am Markt und erzeugt ihn nicht
selbst. Die Händler kaufen und verkau-
fen zum Teil langfristig – momentan be-
reits für das Jahr 2015. „Exakte Progno-
sen sind in unserem Job deswegen das A
und O“, sagt Herkner. Diese sind gerade
in wirtschaftlich und politisch unruhi-
genZeitennicht einfachzuerstellen. Vat-
tenfall handelt direkt mit 550 Geschäfts-
partnern und ist an den wichtigen euro-
päischenEnergiebörsenwie EEXinLeip-
zig oder Nordpool in Oslo vertreten.
„Energiehandel ist heute ein europäi-
sches Business“, sagt der Händler. Über
die Grenzen in Europa hinweg tauschen
die Energieversorger heute fünfmal so
viel Strom aus wie vor 35 Jahren.
Neben dem liberalisierten Handels-
markt für Strom gibt es den sogenannten
Regelenergiemarkt. Regelenergie wird
nicht ander Börse gehandelt. Die Netzbe-
treiber nutzen sie, um das Netz bei Stör-
fällen oder kurzfristigen Abweichungen
zwischen Erzeugung und Verbrauch sta-
bil zu halten. Als es am 6. Februar in den
deutschenStromnetzenlaut Bundesnetz-
agentur „erhebliche Unterdeckungen“
gab, wurde diese Unterdeckung durchRe-
gelenergie ausgeglichen. Sie ist der letzte
Schutzwall vor einemmöglichen Netzzu-
sammenbruch. Kraftwerksbetreiber hal-
ten einen Teil ihrer verfügbaren Kraft-
werksleistung für Regelenergie vor. Die
Kontingente werden auf täglichen und
wöchentlichen Auktionen ersteigert. Je-
der Anbieter gibt sein Gebot ab. Wer zu
teuer war, bekommt keinen Zuschlag,
wer zu günstig anbietet, macht Verluste.
Alle Händler arbeitenmit ausgeklügel-
ten elektronischen Systemen. „Ohne IT
geht in unserem Business nichts mehr“,
sagt Herkner. Vattenfall etwa nutzt ein
sogenanntes Business-Analytics-Pro-
gramm, das die Auktionsergebnisse der
letzten Runden auswertet und Einfluss-
faktorenwie Wetterprognosen oder War-
tungsintervalle vonKraftwerkenberück-
sichtigt. Das elektronische System
„lernt“ dazu – mit Erfolg: Die Preisfin-
dung ist so exakt, dass Vattenfall derzeit
fünf bis zehnProzent mehr Zuschläge be-
kommt als bei der Regelenergie-Auktion
ohne IT-Unterstützung.
KARRIERE IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT
Sonderseiten der Süddeutschen Zeitung
Mehr Energietechnik
in Ulm
Neue Energie-Master
in Berlin
Immer den Markt beobachten – und das Wetter, und im richtigen Moment kaufen oder verkaufen: die Energiebörse EEX in Leipzig. Foto: Classen/vario images
Belastbarkeit ist
eine der wichtigsten
Voraussetzungen
Wer zu teuer ist, bekommt
keinen Zuschlag, wer zu
günstig ist, macht Verluste
Hier reden
alle vom
Wetter
Der Markt für Strom, Gas,
Kohle oder Öl ist eine
komplizierte Sache.
Zu Besuch bei
einem Energiehändler
Süddeutsche Zeitung Nr. 65 | Samstag/Sonntag, 17./18. März 2012 | Seite V2/13
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Verantwortlich: Werner Schmidt
Redaktion: Viola Schenz
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de . Dynamik und Kreativität: „Man muss sich den schnell verändernden Märkten anpassen und alle für eine Entscheidung notwendigen Parameter zusammensetzen können. Eine Studie des Fachbereichs Soziologie an der TU Berlin zeigt: Weil sich Frauen zu kooperativ verhalten.envi-con. über die Marktpreise für Strom.“ Steffen Herkner kommt auf 50 Arbeitsstunden pro Woche. April 2012 Engineering is our passion! Anzeigenschluss: 13. Die Händler kaufen und verkaufen zum Teil langfristig – momentan bereits für das Jahr 2015. „Energiehandel ist heute ein europäisches Business“. erklärt Herkner. Die Kosten betragen 19 000 Euro.rohde@techem. Sie ist der letzte Schutzwall vor einem möglichen Netzzusammenbruch. Die Netzbetreiber nutzen sie. 65 | Samstag/Sonntag. „Exakte Prognosen sind in unserem Job deswegen das A und O“. Pro Semester stehen jeweils 40 Studienplätze zur Verfügung. März 2012 (Änderungen vorbehalten) Wir beraten Sie gerne! Süddeutsche Zeitung Verkaufsberatung Stellenmarkt Telefon (089) 21 83-82 73 Telefax (089) 21 83-87 19 stellen-anzeigen@sueddeutsche. Die Kontingente werden auf täglichen und wöchentlichen Auktionen ersteigert.de Ernten Sie die Früchte Ihrer Arbeit bei uns! Spezial: Frauen in Führung Themenauszug Selbstdarstellung führt an die Spitze. + 49 911 480 89 0 | Fax + 49 911 480 89 129 E-Mail karriere@envi-con. Kraftwerke müssen ihre variablen Kosten decken. desto besser. und „Energiesystemtechnik“ sollen für ein berufsqualifizierendes Fundament sorgen./18. macht Verluste. In Fortbildungen bleiben Frauen. Ein Junior-Händler mit einem Top-Hochschulabschluss kann in der Branche mit einem Einstiegssalär von 45 000 bis 50 000 Euro rechnen. 65760 Eschborn Tel. Jeder Anbieter gibt sein Gebot ab. Foto: Classen/vario images Mehr Energietechnik in Ulm Die Hochschule Ulm antwortet auf die Energiewende mit einem Paket aus drei neuen Studiengängen im Bereich Energietechnik und Energiewirtschaft: Der Bachelor-Studiengang „Internationale Energiewirtschaft“.oder Ingenieurwissenschaften. muss für sich trommeln – je lauter. Neue Energie-Master in Berlin Die Technische Universität Berlin bietet ab dem Sommersemester 2012 drei neue Masterstudiengänge rund um die Themen Stadt und Energie an. beispielsweise für das Gas. kauft Vattenfall den Strom am Markt und erzeugt ihn nicht selbst. bei bewölktem Himmel und Windstille fast nichts. wer zu günstig anbietet. und die benötigten Emissionsrechte. Belastbarkeit sei deswegen eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Job. Öl und Emissionszertifikate für die Erzeugung und den Ver- trieb“. „In solchen extremen Zeiten ist der Aufwand enorm“. liefern Solar. um das Netz bei Störfällen oder kurzfristigen Abweichungen zwischen Erzeugung und Verbrauch stabil zu halten. janine. Informationen über die aktuellen Produktionszahlen von Kraftwerken. Der Studiengang „Energieeffizientes Bauen“ beschäftigt sich unter anderem mit dem Isolieren von Gebäuden. der unter anderem ein Pflichtsemester an einer ausländischen Partnerhochschule vorsieht. mehrere Händler und Analysten und – einen Meteorologen. wer zu günstig ist. Spezial: Ingenieurberufe II 2012 Erscheinungstermin: 28.Ingenieure und Diplom.Wirtschaftsingenieure Carsten Plachetta Torjäger und Leiter Zentraler Technischer Betrieb bei Techem Wir beraten Sie gerne! In jedem von uns steckt ein Energiemanager Wir können mehr als nur ablesen – wenn es um clevere. Als es am 6. werden sie so selten in Spitzenjobs berufen. In Stoßzeiten. Bewerbungsschluss ist am 31. Mengen und Kurse für das Kerngeschäft von Vattenfall sichern.KARRIERE IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT Sonderseiten der Süddeutschen Zeitung Süddeutsche Zeitung Nr. Teilnehmer sollen betriebswirtschaftliche Grundlagen lernen. ressourcenschonende und kostengünstige Lösungen rund ums Energiemanagement geht.de | www. Fahrzeugtechnik und neue elektrische Antriebe werden in „Energieeffizienter Verkehr“ behandelt. wurde diese Unterdeckung durch Regelenergie ausgeglichen. wenn sich die Kurse schnell bewegen. Langjährige Händler gehören in Deutschland zu den Bestverdienenden mit Jahreseinkommen von 100 000 Euro und mehr. sagt der Händler. Eine große Verantwortung. während für die wissenschaftliche Weiterqualifikation der Masterstudiengang „Elektrische Energiesysteme und Elektromobilität“ angeboten wird. Kohle oder Öl ist eine komplizierte Sache. Weitere Informationen auf www. Bewerber brauchen ein Jahr Berufspraxis und einen Hochschulabschluss aus den Wirtschafts. „Wir kaufen und verkaufen Strom. sagt Herkner. Kraftwerksbetreiber halten einen Teil ihrer verfügbaren Kraftwerksleistung für Regelenergie vor. wie die Hochschule erläutert. April 2012 (Änderungen vorbehalten) Ist Ihre Passion ebenfalls Ingenieurwesen? Dann gestalten Sie mit uns gemeinsam die Energiewende! Gesucht werden Diplom. Stresst ihn das? „Es geht. Bringen Sie sich mit Ihren Kompetenzen bei uns ein – aktiv für unsere Kunden und die Umwelt. 2002 wechselte der gebürtige Berliner nach Hamburg zu Vattenfall Energy Trading. Seither pendelt er wöchentlich mit dem ICE zwischen der Hauptstadt an der Spree und der Hansestadt an der Elbe. sagt er. als es laut Bundesnetzagentur zu gefährlichen Defiziten im Stromnetz kam. und im richtigen Moment kaufen oder verkaufen: die Energiebörse EEX in Leipzig. der von bestimmten Erfolgen abhängt. Gas. Bewerber müssen drei Jahre Berufserfahrung haben. Termine Erscheinungstermin: 14. Wer zu teuer war. Das elektronische System „lernt“ dazu – mit Erfolg: Die Preisfindung ist so exakt. Scheint die Sonne und es weht. weitere seien wirtschaftliches und finanzmathematisches Verständnis. Wer zu teuer ist.de Envi Con & Plant Engineering GmbH Platenstraße 46 | D . er hat 26 Mitarbeiter. Brennstoffe und Emissionszertifikate und sogar über die Wetterlage. 17. das die Auktionsergebnisse der letzten Runden auswertet und Einflussfaktoren wie Wetterprognosen oder Wartungsintervalle von Kraftwerken berücksichtigt.90441 Nürnberg Tel. die Produktion und den Vertrieb von Energie. Alle Händler arbeiten mit ausgeklügelten elektronischen Systemen. Sein Gehalt setzt sich aus einem festen und einem variablen Teil zusammen. gerne unter sich. Auf seiner Visitenkarte steht „Head of Continental Power Trading“. um zum richtigen Zeitpunkt Strommengen möglichst günstig einkaufen zu können.de Wir sind mehrmals für unseren Innovationsgeist. Wer die Decke durchstoßen will. Dieser Studiengang startet zum Sommersemester 2012. ENERGIEWIRTSCHAFT Verantwortlich: Werner Schmidt Redaktion: Viola Schenz Anzeigen: Jürgen Maukner Energie bundeln: fur ein gutes Klima. dpa Immer den Markt beobachten – und das Wetter. Der 36-Jährige ist Energiehändler bei Vattenfall.techem. Die Kosten liegen pro Semester bei 5000 Euro. Nach seiner Ausbildung und der Liberalisierung des Strommarktes arbeitete er dort für das damals noch kleine Handelshaus der Bewag.und Windanlagen viel Strom. unsere herausragende Personalpolitik sowie zuletzt das ethische Wirtschaften ausgezeichnet worden und zählen zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Kohle. die ersten Bachelor-Studenten werden zum Wintersemester 2012/13 zugelassen. Herkner sitzt an einer Schaltstelle des Konzerns. Abwasserentsorgung und Energieversorgung sind zwei Themen im Studiengang „Urbane Versorgungsinfrastrukturen“. SZ Belastbarkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen Gelernt hat Herkner Informatikkaufmann beim Energieversorgungsunternehmen Bewag in Berlin. sagt Herkner. dass Vattenfall derzeit fünf bis zehn Prozent mehr Zuschläge bekommt als bei der Regelenergie-Auktion ohne IT-Unterstützung. Juli. Liegt der Marktpreis unterhalb der Erzeugungskosten der eigenen Kraftwerke. geht es bei uns schon hoch her“. 06196 522-2678. Diese Zahlen werden in den Personalabteilungen der Konzerne und in Job-Foren im Internet genannt. Gas. bekommt keinen Zuschlag. Über die Grenzen in Europa hinweg tauschen die Energieversorger heute fünfmal so viel Strom aus wie vor 35 Jahren. Techem Energy Services GmbH Frau Janine Rohde Hauptstraße 89. Außerdem bietet die Europe Wirtschaftshochschule Berlin einen Master für Energiefachleute. „In unserem Geschäft spielt das Wetter eine immer größere Rolle“.“ Als Beispiel nennt er die Kälteperiode Anfang Februar. Vattenfall etwa nutzt ein sogenanntes Business-Analytics-Programm. „Ohne IT geht in unserem Business nichts mehr“. Teamfähigkeit. Regelenergie wird nicht an der Börse gehandelt. Madrid und Neu Dehli. Das Ziel der aufwendigen Transaktionen der Energiehändler: die bestmöglichen Preise. Vattenfall handelt direkt mit 550 Geschäftspartnern und ist an den wichtigen europäischen Energiebörsen wie EEX in Leipzig oder Nordpool in Oslo vertreten. bekommt keinen Zuschlag.de www. Auf die Frage nach den Arbeitszeiten eines Energiehändlers antwortet einer seiner Kollegen ironisch: „Wir dürfen gleiten – solange es vor sieben Uhr mor- gens und nach 17 Uhr abends ist. gelehrt wird auf Englisch. Herkner braucht diese Daten. Februar in den deutschen Stromnetzen laut Bundesnetz- agentur „erhebliche Unterdeckungen“ gab. erläutert er. März 2012 | Seite V2/13 Hier reden alle vom Wetter Der Markt für Strom. Tausende Daten flimmern auf den Bildschirmen. sagen uns die Anbieterinnen von Seminaren für Frauen in Führungspositionen. Das berufsbegleitende Programm „Energy Management“ startet im September und dauert zwölf Monate. liegt Techem ganz vorne – in 20 Ländern weltweit. Diese sind gerade in wirtschaftlich und politisch unruhigen Zeiten nicht einfach zu erstellen. Vor ihm an der Wand in seinem Büro in der Hamburger City hängen acht Monitore. Warum das so ist und was Frauen bei den Fortbildungen suchen und finden.de Süddeutsche Zeitung Verkaufsberatung Stellenmarkt Melanie Pala Telefon (089) 21 83-83 75 Telefax (089) 21 83-87 19 stellen-anzeigen@sueddeutsche.envi-con. April 2012 Anzeigenschluss: 30. die beruflich mehr wollen. macht Verluste Neben dem liberalisierten Handelsmarkt für Strom gibt es den sogenannten Regelenergiemarkt. das verfeuert wird. Vorgesehen sind Aufenthalte in London. sagt Herkner. Zu Besuch bei einem Energiehändler Von Jürgen Hoffmann Steffen Herkner ist gut informiert.