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INSTRUMENTE DES ZINS-, WÄHRUNGSUND ROHSTOFFMANAGEMENTS
EINE FINANZINFORMATION DES GROUP TREASURY

INHALT
Das Group Treasury der Österreichischen Volksbanken AG – Ihr Partner für das Management von Zinsen, Währungen und Rohstoffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Zinsmanagement

...................................................................5 Zinskurven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Instrumente des Zinsmanagements . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Zinstermingeschäfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Zinsswap . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 EONIA-Swap . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Zins- und Währungsswap (Cross Currency Swap) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Forward Rate Agreement (FRA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Quanto-Swap . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Constant-Maturity-Swap (CMS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Zinsoptionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Cap . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Floor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Collar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Swaption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 .......................................................... Devisenkassa- und -termingeschäft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Devisenoption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Optionsstrukturen und -strategien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 36 40 43

Währungsmanagement

Rohstoffmanagement

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Rohstoffe als Anlageklasse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 ............................................................... Risikoanalyse und Risikotragfähigkeit eines Unternehmens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ziel des Risikomanagements . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Phasen des Risikomanagements . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Risikoquantifizierung/Value at Risk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berechnung des korrelierten Value at Risk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Weg zum optimalen Portfolio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stärken und Schwächen des Modells . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 60 60 60 61 67 68 69

Risikomanagement

Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Treasury Usancen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80

Für weitere Informationen, umfassende Beratung und aktuelles Pricing stehen Ihnen Ihr Kundenbetreuer und das Group Treasury der Österreichischen Volksbanken-AG (+43/0/50 4004-3445) gerne zur Verfügung.

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mehr über diese Produkte zu erfahren. Neben dem umfangreichen Leistungsangebot zählen fundiertes methodisches Know–how und langjährige Erfahrung an den Kapitalmärkten zu unseren Kernkompetenzen. Sie erhalten einen Überblick über die Vielfalt und die Einsatzmöglichkeiten der aktuellen Instrumente des Zins-. Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten setzen hohe Anforderungen an Beratungs.und Consultingleistungen in Banken. Richtig eingesetzte Produkte ermöglichen sowohl die Reduktion von Finanzierungskosten als auch die Steigerung von Veranlagungserträgen. Währungs.und Rohstoffrisiken geht Die Volatilität der Märkte in den letzten Jahren zeigt.und Rohstoffmanagements. bei dem es darum geht. Währungs. MBA Vorstandsdirektor der Österreichischen Volksbanken-AG Franz Schleifer. Österreichische Volksbanken-AG 3 . Ziel ist es. „Inspiring Clients“ – Wir kennen unsere Kunden und möchten diese begeistern – das ist unser Anspruch! Martin Fuchsbauer. Ein professionelles Management von Zins-. dass die Absicherung von Treasury-Risiken ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Risikomanagements sowohl bei KMUs als auch bei kapitalmarktfähigen Großkunden ist. Währungs. wenn es um die Steuerung von Zins-. nicht prognostizierbare Marktpreisrisiken bestmöglich auszuschalten.und Rohstoffrisiken liefert einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes. Das Group Treasury der ÖVAG setzt daher auf einen gesamtheitlichen Beratungsansatz. Unsere Spezialisten mit ihrem umfangreichen Produktwissen sowie jahrelangen Erfahrungswerten entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden individuelle Absicherungsstrategien. Mit dieser Publikation wollen wir dem Anspruch unserer Kunden gerecht werden.Das Group Treasury der ÖVAG – Ihr professioneller Partner. MBA Bereichsleiter Group Treasury. individuelle und innovative Lösungen zu entwickeln.

“ 4 .„ >> Aktives Zinsmanagement garantiert die Sicherung von Erträgen und die Optimierung des betrieblichen Finanzvermögens.

und Zinsrisiken. die ein bilanzneutrales Zinsmanagement ermöglichen. wenn man sich gegenüber Zinsänderungsrisiken passiv verhält. wenn das damit finanzierte operative Geschäft zinssensitiv ist. Andererseits stellt eine zu hohe offene Position im variablen Bereich ebenfalls ein Risiko dar. Auch Termingeschäfte. Dies stellt jedoch die schlechteste aller Wahlmöglichkeiten dar. das Zinsänderungsrisiko durch den Aufbau eines bilanzwirksamen Gegengeschäftes zum bestehenden Kredit zu neutralisieren. Damit ist eine separate Steuerung möglich. ermöglichen es. Sie setzt unter anderem eine Erwartungshaltung hinsichtlich der Zinsenentwicklung als Risikovariable voraus. Diese traditionellen Finanzierungsinstrumente haben jedoch den Nachteil. Die Risikoentscheidung (auch als Positionierung oder Trading bezeichnet) basiert auf einer Analyse der Risikosituation.und Finanzierungsentscheidungen bei der Wahl eines fixen oder eines variablen Zinssatzes. n 5 . Zinsrisiken können abgegrenzt und abgesichert werden. den Unternehmenserfolg über zwei Zielrichtungen zu steuern: n Sicherung der Erträge aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens durch Zinsmanagement der Passivseite der Bilanz und Optimierung des betrieblichen Finanzvermögens durch Zinsmanagement auf der Aktivseite. da beispielsweise auch ein festverzinster Kredit nicht risikofrei ist. Zinsentscheidungen können ohne direkte Auswirkungen auf die Liquiditätssphäre getroffen werden. dass sie stets Kapitalströme bewegen und sich damit unmittelbar bilanzverlängernd auswirken. Die modernen Instrumente des Zinsmanagements ermöglichen es dem Finanzmanager.ZINSMANAGEMENT Zinsmanagement wurde schon vor der Erfindung der Zinsderivate betrieben. Forward/Forward genannt. ohne Liquidität zu bewegen. n Im Rahmen des Zinsmanagements kann sich das Unternehmen grundsätzlich zwischen Zinssicherung oder der bewussten Übernahme von Zinsrisiken entscheiden: n Ziel der Sicherungsentscheidung (Hedging) ist es. Die modernen Instrumente des Zinsrisikomanagements sind Zinsderivate. Eine Risikoentscheidung ist im Grunde auch dann gegeben. Die Einschätzung der zukünftigen Zinsentwicklung fand ihren Niederschlag in Veranlagungs. Die Vorteile der neuen Instrumente des Zinsmanagements liegen also einerseits in ihrer bilanzneutralen Wirkung und andererseits in der Trennung von Liquiditäts. eine bestehende Risikoposition (Zinsänderungsrisiko) durch ein Gegengeschäft zu neutralisieren.

Zinsstrukturkurven geben die Erwartung der aktivsten professionellen Marktteilnehmer wieder. n Die Zinsstrukturkurve ist die grafische Darstellung des Zusammenhangs von Zinsen – bei Instrumenten des gleichen Kreditrisikos – in Abhängigkeit von der Laufzeit. der aktive Umgang mit dem Zinsrisiko. also von den professionellen Marktteilnehmern. Steht andererseits in 12 Monaten eine 5-Jahres-Fixzinssatz-Finanzierung zur Entscheidung an.h. kann diese heute über einen Forward-Swap zinsgesichert oder in 12 Monaten zu den aktuellen Sätzen finanziert werden. Dieser implizierte Zukunftszinssatz und somit die implizierte Zinsterminkurve lassen sich aus der Zinsstrukturkurve errechnen. Das ist der vom Markt. wie hoch – gemäß der Markterwartung – in 12 Monaten der Satz für einen 5-Jahres-Swap ist. Der „1+5“ Jahressatz gibt an. Dies bedeutet: Die Positionierung. erwartete zukünftige Zinssatz. ist von der jeweiligen Situation abhängig. wenn Konkurrenten aktives Zinsmanagement betreiben und durch Positionierungskomponenten eine Verminderung der Zinsaufwendungen erreichen. die Marktentwicklung und die Unternehmensstrategie konzentriert werden können. welche Erwartung der Markt über die Höhe des 6-Monats-Satzes in 2 Jahren hat. Eine reine Absicherungsstrategie kann jedoch unter Umständen zu Wettbewerbsnachteilen führen. n Welcher Terminsatz zur Entscheidungsfindung herangezogen wird.Die Entscheidung zwischen Hedging und Positionierung – also zwischen dem abgesicherten Zinspfad und einem bewusst eingegangenen Zinsrisiko – ist gleichzeitig Ausdruck der Treasury-Philosophie eines Unternehmens: n Für die Sicherung durch eine Hedging-Strategie spricht. n ZINSKURVEN Die Basis für Entscheidungen im Zinsmanagement bildet die Zinsstrukturkurve und die daraus abgeleitete Zinsterminkurve. ist so gesehen ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Finanzbereiches zum Profitcenter. da kein zusätzlicher Steuerungsbedarf durch Positionierungsentscheidungen entsteht. 6 . dass die Managementkapazität voll auf die Steuerung der leistungswirtschaftlichen Zahlungsströme. So gibt der 2-/2 1/2-Jahres-Zinsterminsatz an. d. Die wichtigste Schlussfolgerung aus der Zinsstrukturkurve ist die Ableitung des implizierten Zinsterminsatzes. Beispiel Beim Vergleich einer zinsvariablen (6-Monats-EURIBOR) mit einer Fixzinssatz-Finanzierung sind die jeweiligen 6-Monats-Terminsätze relevant.

776 % 3-Jahres-Marktsatz: 4. ist nicht möglich. Zero-Zinssatz: 4. wie sie die Zinsterminkurve vorgibt. dass der Satz für Jahresgeld in zwei Jahren 4. Mögliche Zinsstrukturkurven Flache Zinsstrukturkurve 7 .698 % beträgt.815 % (1 + 0. (1 + ZPN)N ZPt = (1 + ZPn)n 1/t ZPt = = = = = = Zinsterminsatz Periode t Zero-Zinssatz für Periode n Zero-Zinssatz für Periode N lange Laufzeit kurze Laufzeit N-n -1 ZPn ZPN N n t Beispiel 2-Jahres-Marktsatz: 4.75 % (30/360).04815)3 Jahresgeld in 2 Jahren = (1 + 0. Der implizierte Zinsterminsatz ist ein wichtiges Entscheidungskriterium. weil er die Basis für alle Instrumente des Zinsmanagements bildet.80 % (30/360). Schutz vor einer Zinsentwicklung.04776) 2 1/1 -1 = 4. Aber: Zinssicherung bedeutet nur Schutz vor Abweichungen des tatsächlich erreichten Zinssatzes von den sich aus der Zinsstrukturkurve ergebenden Zinsen.698 % (30/360) Aus der Zinsstrukturkurve ergibt sich die Markterwartung. der einen Punkt auf der implizierten Zinsterminkurve bildet. Zero-Zinssatz: 4.Mit der folgenden Formel lässt sich aus zwei Punkten auf der Zinsstrukturkurve immer ein implizierter Zinsterminsatz bestimmen.

Dabei erwirbt der Käufer das Recht.B.Inverse Zinsstrukturkurve Steile Zinsstrukturkurve INSTRUMENTE DES ZINSMANAGEMENTS Finanzinnovationen im Zinsmanagement lassen sich in zwei Grundformen unterteilen. Ein weiteres Instrument des Zinsmanagements ist die Option. da beim Kauf der Verlust auf die Höhe der Optionsprämie begrenzt ist. Zu den Zinstermingeschäften zählen Forward Rate Agreements (FRAs). jedoch nicht die Pflicht. weshalb die Risikoverteilung als symmetrisch bezeichnet werden kann. eine Fremdwährung zu kaufen oder einen Swap abzuschließen. z. und zwar in Zinstermingeschäfte mit symmetrischem und in Optionen mit asymmetrischem Risikoprofil. FRAs und Futures sichern eine zukünftige standardisierte Zinsperiode ab. die Option zu einem festgelegten Zeitpunkt auszuüben. während das Gewinnpotenzial unbegrenzt ist. Bei Zinsveränderungen sind die Gewinnmöglichkeiten und die Verlustrisiken solcher Zinstermingeschäfte für beide Parteien genau gleich groß. börsegehandelte Zinstermingeschäfte bezeichnet man als Zinsfutures (Interest Rate Futures). Die Option weist ein asymmetrisches Risikoprofil auf. Standardisierte. 8 .

Zinstermingeschäft (symmetrisches Risikoprofil) Future FRA (Forward Rate Agreement) Zinsswap Währungsswap Quanto-Swap Constant-Maturity-Swap (CMS) Option (asymmetrisches Risikoprofil) Cap Floor Collar Swaption Wie sich die – abhängig von der Zinsprognose – eingesetzten Instrumente des Zinsmanagements unter Hedging-Gesichtspunkten auf die Bilanz bzw. wird in der Übersicht deutlich. Gewinn. 9 .und Verlustrechnung auswirken.

Die variablen Zinsen sind bei einem Swap üblicherweise an einen Referenzzinssatz.oder ganzjährig dekursiv auf Basis 30/360 oder act/360 Variabler Zinssatz: Referenzzinssatz (EURIBOR.B. Bezug wird dabei auf einen fixierten Kapitalbetrag (Nominalbetrag) genommen. der jedoch nicht ausgetauscht wird. z. Zinszahlungen gleicher Währung über einen bestimmten Zeitraum auszutauschen (z. Durch einen Zinsswap von variabel in fix sind die Zinsaufwendungen festgeschrieben und bilden eine sichere Kalkulationsgrundlage..) Roll-over-Termine: 3 oder 6 Monate Zinsberechnung entsprechend den Roll-over-Terminen vierteljährlich oder halbjährlich dekursiv auf Basis act/360 Einsatzmöglichkeiten Auf der Passivseite: n Absicherung des variablen Kreditrisikos bei einem erwarteten Zinsanstieg. LIBOR. halb. Mit Hilfe von Zinsswaps kann der Zinscharakter von Bilanzpositionen verändert werden.ZINSTERMINGESCHÄFTE ZINSSWAP Was ist ein Zinsswap? Ein Zinsswap (Interest Rate Swap. Das ist insbesondere dann vorteilhaft. Verminderung der Finanzierungskosten durch den Tausch einer langfristigen Fixzinsvereinbarung in eine variable Verbindlichkeit bei einem erwarteten stabil bleibenden oder sinkenden Zinsniveau. EURIBOR oder LIBOR. ohne die zugrunde liegende Bilanzposition selbst zu verändern. Fixzinssatz gegen variablen Zinssatz).B. gebunden. IRS) ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern. .. 10 . wenn eine Umstrukturierung von Bilanzpositionen aus Zinsgründen auf konventionellem Weg mit einer Bilanzverlängerung und mit einer Veränderung von Bilanzkennziffern oder mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre. Determinanten eines Zinsswap n n n n Währung und Nominalbetrag Laufzeit: 6 Monate bis 30 Jahre Fixzinssatz: jeweiliger Marktzinssatz Zinsberechnung viertel-. n Auf der Aktivseite: n Nutzung eines erwarteten Anstiegs des Zinsniveaus durch Swap der festverzinsten Veranlagung in eine variable.

Beispiele Beispiel 1: Passivseite – von variabel in Fixzinssatz (variabel gegen fix) Bei der Finanzierung mit einem variabel verzinsten Kredit (Roll-over-Kredit = R/O-Kredit) können bei steigenden Marktzinsen die Zinsaufwendungen für die Finanzierung steigen. Bei diesem Swap zahlt das Unternehmen an die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG). ohne dass der Ertrag der Aktivseite mitwächst. EURIBOR ÖVAG Fixzinssatz Unternehmen EURIBOR + 100 BP 11 . Da sich die beiden variablen Zinsströme an den Roll-overTerminen ausgleichen. Mit diesem variablen Satz bedient das Unternehmen die EURIBOR-Zahlungen aus dem R/O-Kredit. Das Unternehmen empfängt EURIBOR ± 0 BP von der ÖVAG. lässt sich dieses Risiko vermeiden. bei dem der variable Zinssatz in einen Fixzinssatz getauscht wird. einen Fixzinssatz und erhält im Gegenzug einen variablen Satz. Das Unternehmen zahlt einen Fixzinssatz an die ÖVAG. Dadurch ergibt sich eine fixe Kalkulationsgrundlage für die Zinsaufwendungen über die Laufzeit des Swaps. Vorhandenes Geschäft: Zinsswap: Ein Unternehmen zahlt EURIBOR + 100 BP aus einem R/O-Kredit. Ergebnis: Das Unternehmen zahlt einen Fixzinssatz + 100 BP. Durch einen Swap. resultiert aus dieser Transaktion eine Zinsfixierung des R/O-Kredites: Fixzinssatz aus Swap plus Marge aus dem R/O-Kredit.

Dadurch wird die Zinsposition des Ursprungsgeschäfts vollständig kompensiert. Der Empfänger eines Fixzinssatzes beim ursprünglichen Swap wird im Gegengeschäft zum Zahler des Fixzinssatzes.B. Vorhandenes Geschäft: Zinsswap: Ein Unternehmen zahlt einen Fixzinssatz (z. langfristige Fixzinssatz-Finanzierung sichern. Das Unternehmen zahlt EURIBOR ± 0 BP an die ÖVAG. mit dem die bestehende Finanzierung bedient wird. da es jedoch keine Zinssteigerung erwartet oder keine weiteren festverzinsten Mittel braucht. Ergebnis: Das Unternehmen zahlt EURIBOR ± Differenz der Fixzinssätze. bei dem die ÖVAG dem Unternehmen einen Fixzinssatz zahlt.Beispiel 2: Passivseite – von Fixzinssatz in variabel (fix gegen variabel) Ein Unternehmen konnte sich eine attraktive. 5 %). Es wird ein Swap abgeschlossen. 12 .B. Im Gegenzug zahlt das Unternehmen einen variablen EURIBOR-Zinssatz. Das Unternehmen empfängt einen Fixzinssatz von der ÖVAG (z. kann die Finanzierung auf variable Zinsen umgestellt werden. wobei die gegenseitigen Zinsforderungen über eine Gegenrechnung auf der Grundlage der aktuellen Swapkonditionen ausgeglichen werden (Abdeckung des Wiederveranlagungsverlustes). 6 %). (hier: EURIBOR + 100 BP) EURIBOR ÖVAG Fixzinssatz (5 %) Unternehmen Fixzinssatz (6 %) Ausstieg aus einem Zinsswap jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft: Über die Restlaufzeit des ursprünglichen Swaps wird ein gegenläufiger Swap zu den aktuellen Marktkonditionen abgeschlossen. Cash-out: Dabei kommt es zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung.

Der Amortizing Swap (Amortisations-Swap) dient insbesondere zur Absicherung von Tilgungskrediten. Durch einen Forward-Swap (auch Delayed-Start-Swap. TerminSwap) kann ein zukünftiger Finanzierungs-/Anlagebedarf schon vorab gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert werden. Am Markt dominieren folgende Strukturen: Bei einem endfälligen Swap sind die Nominalbeträge über die Laufzeit des Swap gleich bleibend. 13 . wurde in den letzten Jahren die Swapstruktur verfeinert und weiterentwickelt.Swapstrukturen Um die aus Investitionsprojekten oder Finanzveranlagungen resultierenden Zahlungsströme so gut wie möglich absichern zu können.

Der Step-Up-Swap (Stufen-Swap) hat über die Vertragslaufzeit ansteigende Nominalbeträge. Bei einem Extendable Swap (prolongierbarer Swap) hat eine Swappartei das Optionsrecht. Bei einem Callable Swap (kündbarer Swap) hat eine Swappartei das Optionsrecht. Die möglichen Laufzeiten beginnen bei einer Woche und bieten die Möglichkeit. 14 . die Liquidität im Taggeldbereich zu steuern. die Volatilität bei den kurzen Taggeldzinssätzen entweder bei Aufnahmen auszuschließen oder bei Veranlagungen zu nutzen. die über einen Zeitraum von mehreren Jahren aufbauend realisiert werden. EONIA-SWAP Was ist ein EONIA-Swap? Eine weitere Swap-Variante des Zinsswap ist der EONIA-Swap (EONIA = Euro OverNight Index Average). Der EONIA-Satz ist der seit dem 4. Die Berechnung erfolgt im Nachhinein unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts über die Effektivzinsformel. Mit diesem ist es möglich. den Swap vorzeitig zu kündigen. Diese Swapstruktur eignet sich speziell zur Zinssicherung von großen Investitionsprojekten.1.1999 von der Europäischen Zentralbank auf Basis effektiver Umsätze nach der Zinsmethode act/360 berechnete Durchschnittssatz für Tagesgelder im Interbankengeschäft. den Swap über die ursprünglich vereinbarte Vertragslaufzeit hinaus zu den ursprünglich vereinbarten Konditionen zu verlängern.

. Auf der Aktivseite: n Mit Hilfe eines EONIA-Swaps kann bei der Veranlagung von kurz. 15 . nur am Wochenende oder EUR-Feiertag mehr) Laufzeit des EONIA-Swaps in Tagen Einsatzmöglichkeiten Auf der Passivseite: n Der EONIA-Swap bietet die Möglichkeit. der es dem Unternehmen trotz der Veranlagung der liquiden Mittel auf eine Woche ermöglicht. von den höheren Taggeldsätzen im Markt zu profitieren.Determinanten eines EONIA-Swap n n n n Nominalbetrag Laufzeit: 1 Woche bis 2 Jahre Fixzinssatz: jeweiliger EURIBOR-Zinssatz. Zinsberechnung act/360 Referenzzinssatz: EONIA (Euro Overnight Index Average) Der EONIA-Satz errechnet sich nach folgender Formel: R t1 te ri Ti T = = = = = = zu ermittelnder variabler EONIA-Satz unter Berücksichtigung von Zinseszinseffekten Startdatum des EONIA-Swaps Enddatum Zinssatz für Taggeld (in Prozent dividiert durch 100) Anzahl der Tage. inverse Zinsstruktur. Beispiel Aktivseite. Um von der inversen Zinsstruktur im Geldmarkt zu profitieren. Abschluss eines EONIA-Swaps auf 1 Woche Ein Unternehmen verfügt über kurzfristige Liquidität in Höhe von EUR 10 Mio.bis mittelfristigen Liquiditätsüberschüssen eine inverse Zinsstruktur genutzt und ein besseres Ergebnis erzielt werden. für die ri gültig ist (normal 1 Tag. Zinsbindungen zu variieren. wird ein EONIA-Swap abgeschlossen. welches derzeit auf Basis des 1-Wochen-EURIBORs – 10 BP veranlagt wird. und so das Risiko schwankender Taggeldsätze zu minimieren.

h. das Unternehmen erhält von dem Swappartner EUR 30.7245 % (= durchschnittlicher EONIA-Satz). 4. 3.08 Grundsätzlich bezahlt das Unternehmen an Zinsen EUR 7.36 an Zinsen. Tag 4.B. aus dem Swap erhält es EUR 8. Das Unternehmen empfängt aber für dieselbe Laufzeit und denselben Betrag den Zinssatz von 4.002.17 Tag 4. Tag 4. EONIA-Swap: Das Unternehmen zahlt einen Zinssatz auf eine Woche von 4.14.15 Tag 4. Tatsächlich kommt es nur zur Differenzzahlung. d.12 5. Ergebnis: Das Unternehmen erhält die Zinsdifferenz zwischen dem 1-WochenFixsatz und dem Durchschitts-EONIA-Satz.972. EONIA-Satz Unternehmen 1-Wochen-EURIBOR – 10 BP *) Berechnung des durchschnittlichen EONIA-Satzes: 16 .Vorhandenes Geschäft: Ein Unternehmen erhält aus der Veranlagung 1-Wochen-EURIBOR – 10 BP (z. 1-Wochen-Fixsatz ÖVAG durchschnittl. Berechnung EONIA-Satz: *) 1. 4 %).-7.22. 2.10 % an die ÖVAG (= 1-Wochen-Fixsatz).12 Tag 4.

Wie bei Zinsswaps werden nur die Zahlungen zwischen den Beteiligten geregelt. Kapitalbetrag Währung I x Zinssatz Währung I Partei 1 Kapitalbetrag Währung II x Zinssatz Währung II Partei 2 17 .UND WÄHRUNGSSWAP (CROSS CURRENCY SWAP) Was ist ein Zins. üblicherweise zum aktuellen Kassakurs. Zinsverpflichtungen der Swapparteien aus möglichen Grundgeschäften werden nicht berührt.und Währungsmanagements. mit – zur Glättung der Kapitalbeträge – auf. Weiterhin kommt es üblicherweise zu Beginn und zu Ende der Vereinbarung zum Austausch der Kapitalbeträge.und Währungsswap lässt sich in drei Schritten darstellen: n Schritt 1: Austausch der Kapitalbeträge bei Geschäftsabschluss Bei Geschäftsabschluss werden Kapitalbeträge in den zugrunde liegenden Währungen getauscht. Ein Zins. wobei auch hier der Austausch von verschiedenen Zinszahlungen im Mittelpunkt steht.oder abgerundeten Kursen. die aber aus unterschiedlichen Währungen bestehen. In der Regel wird nahe am aktuellen Kassakurs getauscht. weil sich nur so Zinszahlungen und Rücktauschverhältnis der Kapitalbeträge bestimmen lassen.und Währungsswap? Der Cross Currency Swap (Zins.und Währungsswap) ist eine Sonderform des Zinsswaps und ist ein Instrument des Zins. also des Wechselkurses. Entscheidend ist vielmehr die Festlegung des Austauschverhältnisses. Die gegenläufigen Zinszahlungsströme unterscheiden sich zunächst durch die Denominierung in verschiedenen Währungen. n Schritt 2: Tausch der Zinsen während der Laufzeit Während der Laufzeit werden Zinsen auf die jeweils erhaltenen Kapitalbeträge getauscht.ZINS. Partei 1 Kapitalbetrag Währung I x Kassakurs = Kapitalbetrag Währung II Partei 2 Ein effektiver Austausch der Kapitalbeträge zwischen den Parteien ist nicht zwingend.

.B.und Währungsswap jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft oder Cash-out (wie beim Zinsswap) 18 .als auch auf der Passivseite eingesetzt. Sie ermöglichen es.bis langfristige. LIBOR. weil über zwischenzeitliche Zinszahlungen die zwischen den beiden Währungen bestehende Zinsdifferenz ausgeglichen wird. Konzernforderungen und Wertpapiere. Hinweis: Wird zu Beginn der Swaplaufzeit anstelle eines Kapitaltausches eine Konvertierung durchgeführt.n Schritt 3: Rücktausch der Kapitalbeträge zum Ende der Laufzeit Zum Ende der Laufzeit werden die Kapitalbeträge auf Basis des ursprünglichen Wechselkurses (Pari-TerminBasis) zurückgetauscht. erzielte Kursgewinne festzuschreiben oder erwartete Kursentwicklungen zu nutzen.. entsteht doch ein Währungsrisiko. zinsfixe oder zinsvariable Emissionen und Kredite.oder ganzjährig dekursiv auf Basis 30/360 oder act/360 Variabler Zinssatz: Referenzzinssatz (EURIBOR. Hierzu eignen sich besonders Positionen. Auf der Passivseite sind es entsprechende mittel. die zu Zinszahlungen führen. Determinanten eines Zins.. Auf der Aktivseite sind das z. halb.und Währungsswaps werden beim Fremdwährungsmanagement sowohl auf der Aktiv. da auch bei Endfälligkeit des Swaps eine Konvertierung durchzuführen ist. Partei 1 Kapitalbetrag Währung I x Pari-Termin-Kurs = Kapitalbetrag Währung II Partei 2 Beim Rücktausch der Kapitalbeträge ist die Beibehaltung des ursprünglichen Kassakurses (Pari-Termin-Kurs) entscheidend. Der Pari-Termin-Kurs wird möglich.) Roll-over-Termine: 3 oder 6 Monate Zinsberechnung entsprechend den Roll-over-Terminen vierteljährlich oder halbjährlich dekursiv auf Basis act/360 Einsatzmöglichkeiten Zins. Ausstieg aus einem Zins.und Währungsswap n n n n n Währung und Nominalbetrag Wechselkurse der Swap-Währungen Laufzeit: 6 Monate bis 30 Jahre Fixzinssatz: jeweiliger Marktzinssatz Zinsberechnung viertel-.

und Währungsswaps n Beim fixed : fixed-Währungsswap werden Fixzinssatzzinsen in unterschiedlichen Währungen gezahlt und empfangen. Zu diesem Einstiegskurs besteht auch die Fremdwährungs-Forderung der ÖVAG an das Unternehmen. Das variable Zinsänderungsrisiko ist auf diese Weise abgesichert. bei dem der variable EUR-Zinssatz in einen Fremdwährungs-Fixzinssatz getauscht wird.und Währungsswap: Das Unternehmen empfängt EURIBOR + 100 BP von der ÖVAG. Ergebnis: Das Unternehmen zahlt einen JPY-Fixzinssatz. resultiert aus dieser Transaktion eine Fremdwährungs-Finanzierung mit einem fixen Zinssatz über die gesamte Swaplaufzeit. Das Fremdwährungs-Kursrisiko ist durch die jederzeitige Ausstiegsmöglichkeit (durch Auflösung des Swaps unter Bewertung zu den dann aktuellen Marktkonditionen) besser zu begrenzen. Fremdwährung: An Stelle des Kapitalaustausches zu Beginn („initial exchange“) und am Ende („final exchange“) führt das Group Treasury für das Unternehmen jeweils eine Konvertierung (zu Beginn und am Ende) durch. wenn die Fremdwährung (JPY) möglichst hoch zur Landeswährung (EUR) notiert. Mit diesem variablen Satz bedient das Unternehmen die EURIBORZahlungen aus dem R/O-Kredit. Angebote auf Basis der Kreditmarge über EURIBOR direkt vergleichbar sind und die Umstrukturierung mittels Swap oder Absicherung mittels Cap (siehe Kapitel Zinsoptionen) einfach gestaltbar sind. Das Unternehmen zahlt einen JPY-Fixzinssatz (rund 100 BP über dem aktuellen Marktniveau) an die ÖVAG. da hier zumeist die besten Konditionen erzielt werden können. Bei diesem Zins. so kann der Kursgewinn mittels Ausstieg aus dem Swap oder Kurssicherung (Devisentermingeschäft) realisiert werden. Kombinierte Zins-/Währungsswaps schaffen den Austausch von festen und variablen Zinszahlungen in zwei verschiedenen Währungen. n n Beispiel Passivseite – von variablem EUR-Kredit in eine JPY-Fixzinsfinanzierung (EUR variabel gegen JPY fix) Als „Basis-Finanzierung“ des Beispiels eignet sich ein variabel verzinster Kredit (Roll-over-Kredit) in der Landeswährung (EUR) gut. wird eine Finanzierung in der gewählten Niedrigzinswährung mit einem Fixzinssatz kreiert. dieser Einstiegskurs ist für den Erfolg der Fremdwährungs-Finanzierung entscheidend und sollte erfolgen. „Basis-Finanzierung“: Ein Unternehmen zahlt EURIBOR + 100 BP aus einem EUR-R/O-Kredit.Typische Zins.und Währungsswap. Beim floating : floating-Währungsswap (Basisswap) werden variable Zinsen auf Kapitalbeträge in zwei verschiedenen Währungen gezahlt und empfangen. Da sich die beiden variablen Zinsströme an den Roll-over-Terminen ausgleichen. Das JPY-Nominale wird zu Beginn des Zins. Sinkt der JPY-Kurs zum EUR (steigt also EUR/JPY). 19 .und Währungsswaps am Markt verkauft. Zins. Durch einen Zins.und Währungsswap erhält das Unternehmen einen variablen EUR-Satz und zahlt an die ÖVAG einen JPY-Fixzinssatz.

sprich: 3 gegen 9 Monate FRA). Die erste Zahl bezieht sich auf den Zeitraum von Vertragsabschluss bis Zinsfestsetzung (Vorlaufperiode + Zinsperiode).h. zu ersetzen durch Konvertierung und Abrechnung gegen den Einstiegskurs – Kursrisiko! FORWARD RATE AGREEMENT (FRA) Was ist ein FRA? Ein Forward Rate Agreement (FRA) ist eine Vereinbarung zweier Vertragsparteien.Kapitalaustausch zu Beginn.B. zu ersetzen durch Konvertierung zum Einstiegskurs Kapitalaustausch am Ende. die Zinsperiode beträgt 6 Monate (Gesamtlaufzeit abzüglich Vorlaufzeit). FRAs werden in den gängigen Laufzeiten zumeist beidseitig quotiert. es wird eine Geldseite (Kauf eines FRA) und eine Briefseite (Verkauf eines FRA) genannt. in der der Zinssatz für einen zukünftigen Zeitraum und für einen vereinbarten Nominalbetrag fixiert wird. 3 x 9. Beim FRA wird keine Abmachung über den Austausch von Kapital getroffen. Ein 3 x 9 FRA hat somit eine 3-monatige Vorlaufperiode und eine 9-monatige Gesamtlaufzeit. d. Teilperioden des 3 x 9 FRA: Gesamtlaufzeit 9 Monate Vorlaufperiode 3 Monate Vertragsabschluss Abgesicherte Zinsperiode 6 Monate Zinsvergleich und Settlement 20 . Bei der Quotierung eines FRA werden neben dem Zinssatz auch zwei Zahlen zur Bestimmung der Zeiträume angegeben (z.

Zeitpunkt des Zinsvergleichs (FRA-Zinssatz/Referenzzinssatz) Einsatzmöglichkeiten Auf der Passivseite: n Zinsabsicherung von geplanten Kreditaufnahmen: Wird bei der Liquiditätsplanung ein in der Zukunft auftretender Kreditbedarf ermittelt.und Zinsperiode) 1 bis 21 Monate Zeitraum der Zinssicherung – 3. in diskontierter Form gezahlt. 6.B.Bei Beginn der vereinbarten Zinsperiode wird der Referenzzinssatz mit dem vereinbarten FRA-Zinssatz verglichen.. 9 oder 12 Monate EURIBOR.. In Verbindung mit einer Finanzierung sichert sich der Käufer eines FRA den Zinssatz für die betreffende Periode. sofern der Referenzzinssatz unter dem FRA-Zinssatz liegt. so können die Zinsaufwendungen für diese Geldmarktkreditaufnahme schon vorab durch den Kauf von FRAs fixiert werden. EURIBOR) über dem FRA-Zinssatz. n 21 . so erhält der Käufer des FRA die Differenz zwischen Referenzzinssatz und FRA-Zinssatz vergütet. Ausgleichszahlung beim FRA wenn EURIBOR > FRA-Zinssatz Käufer des FRA wenn EURIBOR < FRA-Zinssatz Verkäufer des FRA Ein eventueller Ausgleichsbetrag wird gemäß den Usancen des FRA-Marktes schon zu Beginn der Zinsperiode. . Liegt der Referenzzinssatz (z. Analog muss der FRA-Käufer die Differenz erstatten. Zinsabsicherung von bestehenden Krediten: Erwartet ein Unternehmen Zinssteigerungen. Determinanten eines FRA n n n n n n n Nominalbetrag FRA-Zinssatz Gesamtlaufzeit: Vorlaufperiode: Zinsperiode: Referenzzinssatz: Fixingdatum: 4 bis 24 Monate (Vorlauf. Die tatsächlichen Finanzierungskosten ergeben sich aus der Addition von FRA-Zinssatz und der Marge der EURIBOR-Finanzierung. so können bestehende variabel verzinste Kredite durch den Kauf von FRAs gegen das Risiko steigender Zinsen abgesichert werden. als Ergebnis des Vergleichs zwischen Referenzzinssatz und FRA-Zinssatz. LIBOR.

so können diese Zinsen für einen Zeitraum in der Zukunft bereits jetzt fixiert werden. die Zinsbelastung einer Finanzierung – unter Ausnutzung ausländischer Zinsen – ohne das Währungsrisiko zu senken. dass die vom Kunden zu leistenden Zinszahlungen auf Basis eines ausländischen Zinssatzes höher ausfallen könnten als EURIBOR-Zinszahlungen. Der Kunde vertritt die Meinung. 22 . 3M EURIBOR-Kredit).B. Einsatzmöglichkeiten Ein Kreditnehmer möchte seine zukünftigen Finanzierungskosten im Vergleich zu einer konventionellen Finanzierung senken. Das Risiko besteht ausschließlich darin. n Ausstieg aus einem FRA jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft QUANTO-SWAP Was ist ein Quanto-Swap? Der Quanto-Swap ist eine Möglichkeit. Zinsabsicherung von bestehenden Veranlagungen: Durch den Verkauf von FRAs können bestehende Veranlagungen gegen das Risiko sinkender Zinsen abgesichert werden. dass dieses Zinssatzdifferential (3M EUR Zinsen minus 3M CHF Zinsen) größer werden wird. dass die Differenz zwischen 3M EURIBOR und 3M CHF LIBOR auch in der Zukunft in der gegenwärtigen Form bestehen bleibt bzw.Auf der Aktivseite: n Zinsabsicherung von geplanten Veranlagungen: Erwartet ein Unternehmen einen Liquiditätsüberschuss in der Zukunft und hält die gegenwärtigen Zinsen für attraktiv. In der Ausgangssituation hat der Kunde einen variablen Euro-Kredit (z. Dies ist nur dann möglich. Daher schließt der Kunde zusätzlich zum bestehenden variablen Euro-Kredit einen Euro Qanto-Swap ab. Die Quanto-Zinszahlungen basieren auf einer ausländischen Zinskurve ohne Währungsrisiko. wenn (a) der Kreditnehmer auf Basis der konkreten Erwartungshaltung über zukünftige Zinssatzdifferentiale ein Risiko eingeht und (b) diese Erwartungshaltung in der Zukunft auch vom Markt bestätigt wird.

Ausstieg aus einem Quanto-Swap jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft oder Cash-out (wie beim Zinsswap) 23 . Varianten Alternativ zu der hier vorgestellten Variante sind je nach Wunsch auch andere Euro Quanto-Swaps möglich (Euro Quanto-Swap auf Basis von USD LIBOR usw. es existiert kein Währungsrisiko. um seine in EUR zu leistenden Zinszahlung zu berechnen. sondern vollzieht sich über den bei Abschluss vereinbarten konstant bleibenden Aufschlag (Spread) auf den 3M CHF LIBOR. Alle Zinszahlungen erfolgen in EUR. Der Kunde wendet quartalsweise den dann jeweils gültigen 3M CHF LIBOR-Zinssatz auf sein EUR-Nominale an.). Für den Kunden resultiert aus dem Paket variabler Euro-Kredit plus Euro Quanto-Swap eine variable Euro-Finanzierung. Risiko Bezüglich der Marktpreisentwicklung eines Euro Quanto-Swaps besteht für den Zahler der Euro QuantoZinszahlungen (3M CHF LIBOR + Spread) ein Risiko hinsichtlich eines kleiner werdenden Abstandes der 3M EUR Zinsen gegenüber dem 3M CHF LIBOR-Zinssatz.3M EURIBOR 3M EURIBOR Kredit Kunde (3M CHF 3M EURIBOR ÖVAG LIBOR + Spread) in EUR Funktionsweise Bei einem Euro Quanto-Swap auf Basis von CHF LIBOR werden zwei variable Euro Zinszahlungsströme ausgetauscht. Quotierung Der Abschluss des Euro Quanto-Swaps kostet grundsätzlich keine Prämie. Der beim Abschluss des Euro Quanto-Swaps vereinbarte Aufschlag (Spread) auf den 3M CHF LIBOR bleibt während der Laufzeit konstant.

der regelmäßig an einen längerfristigeren Referenzzinssatz (z. Beispiele n n n Constant-Maturity-Swap für Kreditnehmer Constant-Maturity-Swap mit Zero-Cost-Cap für Kreditnehmer Constant-Maturity-Swap für Anleger 24 . halbjährlich 80 % des 3-Jahres EUR Swapssatzes bezahlt.B. wobei die zugrunde liegende Laufzeit des CMS-Satzes den genauen Erwartungen entsprechend gewählt werden kann. kann er eine Position in einem „zahle CMS – empfange EURIBOR Zinsswap“ eingehen.CONSTANT-MATURITY-SWAP (CMS) Beschreibung Der Constant-Maturity-Swap (CMS) ist eine besondere Form eines Zinsswaps.B. falls die zukünftig realisierten Swapsätze (a) im Mittel unter den heutigen Terminsätzen für die jeweiligen Fixing-Terminen liegen und/oder (b) weniger stark steigen. Für den Zahler des CMS-Zinssatzes ergeben sich Gewinnchancen. Im gegenständlichen Beispiel zahlt die ÖVAG halbjährlich den 6m EURIBOR.B. bei dem zumindest ein Swappartner einen variablen Zahlungsstrom zahlt. Erwartet ein Kreditnehmer eine vom Markt nicht antizipierte Verflachung der Zinskurve. 3-Jahres Swap-Satz) angepasst wird. Risiko Je nach Form des CMS „pay CMS – receive EURIBOR“ oder „pay EURIBOR – receive CMS“ kann eine Verflachung oder eine Zunahme der Steilheit der Zinskurve Chancen oder Risiken mit sich bringen.oder Abschlags auf den zugrunde liegenden Constant Maturity-Swap (CMS)-Satz oder Festlegung eines %-Faktors. 6M EURIBOR-Kredit). 6M EURIBOR 6M EURIBOR Kredit Kunde CMS Zahlung ÖVAG 6M EURIBOR Quotierung: Vereinbarung eines Auf. als dies der Markt bei Abschluss des Swaps erwartet. Einsatzmöglichkeiten In der Ausgangssituation hat der Kunde einen variablen Euro-Kredit (z. während der Kreditnehmer z.

desto niedriger die Cap-Prämie. i. Einmalprämie zu Beginn der Vertragslaufzeit. von einem niedrigeren oder fallenden Marktzinsniveau am kurzen Ende der Zinskurve zu profitieren.. an denen Strike-Preis mit dem Referenzzinssatz verglichen wird.d. Determinanten eines Cap n n n n n n Währung und Nominalbetrag Laufzeit: 2 bis 10 Jahre Strike-Preis: Höhe der Zinssatzobergrenze Referenzzinssatz: EURIBOR. Je höher die Zinsobergrenze. Wesentlich ist die Gestaltung der Cap-Prämie. die dem Käufer Hinweise über die Cap-Preisentwicklung geben: n n n n Je länger die Laufzeit. EURIBOR oder LIBOR) die vertraglich festgelegte Zinsobergrenze (Strike-Preis). desto niedriger die Cap-Prämie.B.ZINSOPTIONEN CAP Was ist ein Cap? Ein Cap ist eine vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze bezogen auf einen zugrunde liegenden nominellen Kapitalbetrag. .. 25 . desto höher die Cap-Prämie. Roll-over-Termine: Termine.B. z. so zahlt der Verkäufer (Stillhalter) dem Käufer des Cap die Differenz zwischen Zinsobergrenze und Referenzzinssatz.d. Die Abrechnung erfolgt wie beim FRA. desto höher die Cap-Prämie.R. Caps stellen somit für den Käufer eine Versicherung gegen steigende Zinsen dar. Übersteigt dabei der Referenzzinssatz (z. Auf Kundenwunsch ist auch eine periodische. bieten aber auch gleichzeitig die Möglichkeit. halbjährliche Zahlung der Prämie möglich. 3. LIBOR. Je größer die Differenz zwischen Zinsobergrenze und impliziertem Marktzinsniveau. die normalerweise als Einmalgebühr bei Vertragsabschluss fällig ist.R. ausgedrückt in Prozent des zugrunde liegenden Nominalbetrages Von den Determinanten lassen sich leicht Faustregeln ableiten. Je größer die erwarteten Zinsschwankungen (Volatilität). 9 oder 12 Monate Prämie: i. 6.

Gleichzeitig wird die Möglichkeit offen gehalten.00 % (seine Obergrenze von 6.50 6. Das Group Treasury bietet für einen 5-Jahres-Cap gegen 6-MonEUR-R/O bei einem Strike-Preis von 5. Kreditfinanzierung) abgeschlossen.00 26 .B.00 % minus 1.50 5.50 6.00 % 1.50 Strike-Preis 5. wenn keine Meinung über den zukünftigen Zinsverlauf gebildet wurde. Diese Einmalprämie ist bei Vertragsabschluss fällig. EURIBOR 4. muss das Unternehmen einen Cap mit einem Strike-Preis von 5.00 6.50 Ergebnis für das Unternehmen 5.00 % (6. Im Gegensatz zum Swap ermöglichen Caps auch dann eine Zinssicherung.00 % Marge aus dem R/O-Kredit) kaufen.00 5.50 ÖVAG zahlt an das Unternehmen – – 0. n n Beispiel Ein Unternehmen schließt einen endfälligen EUR 10 Mio.00 6. Ein Cap-Vertrag wird losgelöst vom Grundgeschäft (z. sodass dieses Instrument auch bei bereits bestehenden Finanzierungen angewendet werden kann.Absicherungsprofil: Cap Einsatzmöglichkeiten n Durch die Vereinbarung einer Zinssatzobergrenze mittels Caps kann das Zinsänderungsrisiko variabel verzinster Kredite nach oben begrenzt werden.00 Unternehmen zahlt an ÖVAG aus dem R/O-Kredit 5. Bei Zinsfälligkeit wird nun der Strike-Preis mit dem dann aktuellen EURIBOR verglichen.00 5. Das ergibt sich durch den asymmetrischen Charakter von Caps: Sicherung gegen steigende Zinsen – Vorteile bei sinkenden Zinsen. Roll-over-Kredit über 5 Jahre auf Basis 6-Mon EURIBOR +100 BP ab und möchte künftig nie mehr als 6. Um dies sicherzustellen. Zinsersparnisse durch niedrige oder fallende Zinssätze zu realisieren (asymmetrisches Risikoprofil).00 5.00 %) einen Preis von beispielsweise 125 BP.00 % zahlen.

dass der 3-Monats-EURIBOR innerhalb der Laufzeit von 5 Jahren nicht mehr als a) 10 mal bzw.EURIBOR liegt öfter als a) 10 mal bzw.00 %) erwirbt das Unternehmen das Recht.00 %. Ein herkömmlicher Cap hätte für die beschriebene Struktur zum Beispiel 1. die gewählte Zinsobergrenze a) 10 mal bzw. b) 5 mal deutlich über der gewählten Zinsobergrenze von 6 % liegt. Im Gegensatz zum traditionellen Cap wird aber nur ein Teil der zukünftigen Zinsperioden in Form von einzelnen Caplets (= Teilperioden eines Cap) abgesichert. Das heißt.oder 6-Monats-EURIBOR. Das erlaubt eine flexiblere Steuerung der Zinsrisiko-Position.6 % vom Nominale gekostet. Mit einem Chooser Cap mit Strike-Preis 5.Ausstieg aus einem Cap jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft oder Cash-out Spezielle Cap-Strukturen Chooser Cap Der Chooser Cap ist – wie ein traditioneller Cap – eine vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze. eine Prämie von EUR 160. Wo liegt der Vorteil? Die Absicherungskosten sind deutlich geringer. also EUR 85. er hat die Wahl. bezogen auf den 3. also für EUR 10 Mio. Roll-over-Kredit über 5 Jahre auf Basis 3-MonatsEURIBOR + 100 BP ab und möchte künftig nicht mehr als 6 % bezahlen.15 %.h.0000.00 % minus 1.85 %. Der Vorteil: Der Käufer des Chooser Cap hat das Recht.00 % auszahlen zu lassen.000. er kann an jedem Roll-over-Termin über die Ausübung der Option entscheiden (nützlich im Falle einer knappen Überschreitung der Zinsobergrenze). Es bleibt Reaktionsspielraum im Falle einer unerwarteten Zinsentwicklung. sich für eine gewisse Anzahl von variablen Zinsperioden die Differenz zwischen dem jeweils aktuellen 3-Monats-EURIBOR und 5. da nicht alle zukünftigen Zinsperioden abgesichert sind. Der Käufer ist über die Laufzeit „flexibel” abgesichert. d.-. b) 5 mal über 5.00 % Zinsindikator: 3-Monats-EURIBOR Die zugrunde liegende Zinserwartung: Das Unternehmen erwartet. wann er während der Laufzeit den Chooser Cap ausnützt. Der Käufer entscheidet während der Laufzeit. Der Chooser Cap: Laufzeit: 5 Jahre (= 19 zukünftige Zinsperioden) Davon sichert das Unternehmen a) 10 Caplets b) 5 Caplets ihrer Wahl Strike-Preis: 5. Beispiel Ein Unternehmen schließt einen endfälligen EUR 10 Mio.00 % (6.- 27 . b) 5 mal auszunützen.. ob in der jeweiligen Zinsperiode die Sicherung in Anspruch genommen wird oder nicht. die dargestellten Varianten des Chooser Caps hingegen a) für 10 Caplets 1.000.oder b) für 5 Caplets 0. Das Risiko: 3-Monats. also EUR 115.

50 1.00 3. Setzt man die Partizipation bei 50 % an. bei der der Cap-Käufer sich kostenlos gegen einen Zinsanstieg absichert und mit einem gewissen Teil des Kontraktwertes an fallenden Zinsen partizipiert.00 1.00 5.00 5.00 5.00 %.Participating Cap Der Participating Cap stellt eine besondere Cap-Struktur dar.00 3. Ein maximaler Finanzierungssatz von 6.00 6. so bedeutet das.00 ÖVAG zahlt an das Unternehmen 2.00 6. Das Ergebnis soll mit folgender Tabelle illustriert werden: EURIBOR 7. 50 % des Kapitals sollen an fallenden Zinsen partizipieren. Roll-over-Kredit über 5 Jahre auf Basis 3-MonatsEURIBOR + 100 BP ab.00 % minus 1.00 4. ist sich aber einer großen Unsicherheit in dieser Erwartung bewusst. Das Unternehmen schließt zum Kredit daher folgenden Participating Cap mit Strike-Preis 5.00 Unternehmen zahlt an die ÖVAG aus dem Participating Cap 0.00 Strike-Preis 5.00 5. dass der 3-Monats-EURIBOR über die Kreditlaufzeit stark fallen wird.00 2. Der Participating Cap: Laufzeit: Strike-Preis: Partizipationsrate: Zinsindikator: 5 Jahre 5.00 EURIBOR 4.50 Ergebnis für das Unternehmen 5.00 %) ab.00 1.50 28 .00 4. Der Vorteil: Die Absicherung kostet nichts. das Unternehmen finanziert über die gesamte Laufzeit zu Strike-Preis (5. dass 50 % des Nominalbetrages mit dem gewählten Strike-Preis und 50 % mit dem aktuellen variablen Zinssatz.50 5.00 % ist abgesichert.00 % (6.00 6. Das Risiko: 3-Monats-EURIBOR fällt nicht. Für den gesamten Kreditbetrag soll ein maximaler Finanzierungssatz von 6 % abgesichert werden.00 – Ergebnis für das Unternehmen 6.00 6. An fallenden Zinsen partizipiert die Finanzierung aber zu 50 %.00 5.00 Unternehmen zahlt an ÖVAG aus dem R/O-Kredit 5.00 %) plus 1.00 % 50 % 3-Monats-EURIBOR Die zugrunde liegende Zinserwartung: Das Unternehmen erwartet.00 Strike-Preis 5. Beispiel Ein Unternehmen schließt einen endfälligen EUR 10 Mio.00 7.00 Unternehmen zahlt an ÖVAG aus dem R/O-Kredit 8. aber maximal mit dem Strike-Preis verzinst werden.

Dabei wird an jedem Roll-over-Termin festgestellt. wird vom Optionsstillhalter eine Ausgleichszahlung zum Ende der Zinsperiode in Höhe der Differenz zwischen Zinsuntergrenze und EURIBOR geleistet. an denen Strike-Preis mit dem Referenzzinssatz verglichen wird. LIBOR.i.. Ist das der Fall. ob der jeweils aktuelle EURIBOR die vereinbarte Zinsuntergrenze unterschreitet. Determinanten eines Floor n n n n n n Währung und Nominalbetrag Laufzeit: 2 bis 10 Jahre Strike-Preis: Höhe der Zinssatzuntergrenze Referenzzinssatz: EURIBOR.B. die vertragliche Vereinbarung einer Zinsuntergrenze. so zahlt der Verkäufer (Stillhalter) dem Käufer des Floor die Differenz zwischen Zinsuntergrenze und Referenzzinssatz.. 3.FLOOR Was ist ein Floor? Das Gegenstück zum Cap ist ein Floor. . 6. EURIBOR oder LIBOR) die vertraglich festgelegte Zinsuntergrenze (Strike-Preis). Ausgestaltung und technische Abwicklung von Floors erfolgen analog zu Caps. ausgedrückt in Prozent des zugrunde liegenden Nominalbetrages oder annualisiert über die Gesamtlaufzeit Absicherungsprofil: Floor 29 . d. Der Markt ist allerdings nicht ganz so liquide wie der Cap-Markt. 9 oder 12 Monate Prämie: Einmalprämie zu Beginn der Vertragslaufzeit. Roll-over-Termine: Termine. Unterschreitet dabei der Referenzzinssatz (z.

00 4.25 4. Um dies sicherzustellen.50 4.25 4.Einsatzmöglichkeiten n Ein Floor eignet sich zur Absicherung von variabel verzinsten Aktiva gegen mögliche Zinssenkungen und gegen das damit verbundene Risiko einer sinkenden Rendite.25 4.25 % Marge aus der Veranlagung) kaufen.00 Strike-Preis 4.25 4.00 3. über 5 Jahre endfällig auf Basis 6-Monats-EURIBOR . Diese einmalige Prämie ist bei Vertragsabschluss fällig.25 BP bei einer Bank veranlagt und möchte dafür nie weniger als 4.25 4. Durch einen Floor wird eine Mindestrendite auf der Höhe des Floor-Strike-Preises festgeschrieben (abzüglich gezahlter Prämie).25 Ergebnis für das Unternehmen 4. muss das Unternehmen einen Floor mit einem Strike-Preis von 4.00 Ausstieg aus einem Floor jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft oder Cash-out 30 .25 % (4.00 % bekommen. Das Group Treasury bietet für einen 5-Jahres-Floor gegen 6-MonEUR-R/O bei einem Strike-Preis von 4.25 Bank zahlt an das Unternehmen aus der Veranlagung 4. Bei Zinsfälligkeit wird nun der Strike-Preis mit dem dann aktuellen EURIBOR verglichen.00 % plus 0. n Beispiel Ein Unternehmen hat EUR 10 Mio.75 ÖVAG zahlt an das Unternehmen – – 0.25 %) einen Preis von beispielsweise 50 BP.25 % (seine Untergrenze von 4.00 % + 0. EURIBOR 4.

ein Cap. Determinanten eines Collar n n n n n n Währung und Nominalbetrag Laufzeit: 2 bis 10 Jahre Strike-Preis: Höhe der Zinssatzobergrenze (Cap) bzw. ausgedrückt in Prozent des zugrunde liegenden Nominalbetrages oder annualisiert über die Gesamtlaufzeit Absicherungsprofil: Collar Ausstieg aus einem Collar jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft oder Cash-out 31 . Durch den Kauf eines Collar kann das Unternehmen allerdings nur bis zur Zinsuntergrenze des Floor von möglichen fallenden Zinsen profitieren. da die Erlöse aus dem Verkauf des Floor deckungsgleich mit den Kosten aus dem Kauf eines Caps sind. an denen der Strike-Preis mit dem Referenzzinssatz verglichen wird. Zielsetzung eines Collar ist die Reduzierung der Cap-Kosten. 3. der Zinssatzuntergrenze (Floor) Referenzzinssatz: EURIBOR.. bei dem zu Vertragsbeginn keine Optionsprämie gezahlt werden muss. LIBOR. 6.COLLAR Was ist ein Collar? Ein Collar ist der gleichzeitige Kauf eines Cap und der Verkauf eines Floor. d.i. . Roll-over-Termine: Termine. Ein Sonderfall des Collar ist der Zero-Cost-Collar.. 9 oder 12 Monate Prämie: Einmalprämie zu Beginn der Vertragslaufzeit. Das Zinssatzänderungsrisiko wird nach oben durch eine Cap-Vereinbarung eingegrenzt bei gleichzeitiger Fixierung einer Zinssatzuntergrenze (Floor).

SWAPTION Was ist eine Swaption? Eine Swaption gibt dem Optionskäufer gegen Zahlung einer Optionsprämie das Recht. Darüber hinaus hat die Swaption bei Verlust des Auftrags nicht unbedingt an Wert verloren. Wird beispielsweise eine EUR-Anleihe in 12 Monaten fällig. z. Andererseits gibt es das Recht. n Am Ausübungstag ergeben sich zum Beispiel für den Käufer der Payers-Swaption zwei Möglichkeiten: – Die Marktzinsen eines Swaps sind höher als der Strike-Preis der Swaption – die Option wird ausgeübt. einen Fixzinssatz zu empfangen (Kauf einer Receiver-Swaption). Einerseits gibt es bei Swaptions das Recht. Die effektiven Finanzierungskosten ergeben sich jeweils aus der Addition der Finanzierungskosten und der annualisierten Optionsprämie. zu einem festgelegten Zeitpunkt in einen hinsichtlich Laufzeit und Zinshöhe spezifizierten Swap einzutreten. etwa im Zusammenhang mit Bietungsverfahren bei Ausschreibungen. zur Absicherung der Passiva gegen steigende Zinsen. Der Wert der Swaption kann in Abhängigkeit von der Marktentwicklungden ursprünglich gezahlten Preis sogar übersteigen.B. Zur Absicherung von geplanten Finanzierungen. z. Determinanten einer Swaption n n n n n Währung und Nominalbetrag Laufzeit: 2 bis 10 Jahre Optionsperiode: 1 Tag bis 10 Jahre Strike-Preis: Fixzinssatz des zugrunde liegenden Zinsswaps Optionsprämie: abhängig von Marktsituation und Strike-Preis Einsatzmöglichkeiten n Zur Absicherung von Projektfinanzierungen. Die Marktzinsen sind niedriger als der zugrunde liegende Swap der Swaption – das Unternehmen lässt die Option verfallen und finanziert sich zu den aktuellen Marktkonditionen. – – 32 . zur Absicherung der Aktiva gegen sinkende Zinsen. Das Unternehmen tritt in den Swap ein und sichert sich damit einen Zinssatz unterhalb der aktuellen Marktzinsen auf dem Niveau des Strike-Preises. ohne dass im Fall der Nichterteilung des Auftrages ein Zinsrisiko besteht. Häufig werden Swaptions auch zur Sicherung der Zinsaufwendungen bei geplanten Akquisitionsfinanzierungen eingesetzt.B. Damit kann in Verbindung mit einem Leistungsangebot gleichzeitig ein Finanzierungsangebot abgegeben werden. so kann der Schuldner für die Anschlussemission durch den Einsatz einer Swaption das Risiko steigender Zinsen absichern. einen Fixzinssatz zu zahlen (Kauf einer Payers-Swaption).

33 . so lässt sich die zur Absicherung gekaufte Payers-Swaption sogar mit Gewinn verwerten. so ist sein Risiko auf die bezahlte Optionsprämie (0.00 % wird das Projekt unrentabel • Ein steigendes Zinsniveau wird erwartet. daher Absicherung durch einen Fixzinssatz Der Swaption-Vorschlag des Group Treasury Kauf einer Payers-Swaption mit Strike-Preis 5. Steigen die Zinsen. so dient dieser zur Zinssicherung und kann unter Bewertung zum dann geltenden Marktsatz jederzeit wieder aufgelöst werden.00 % jederzeit möglich • Bei einem Finanzierungssatz über 6. Aktives Zinsmanagement ist also über die gesamte Finanzierungsperiode möglich.00 %) plus der Kreditmarge aus der variablen Finanzierung (zuzüglich der Absicherungskosten) fixiert. Erhält der Kunde den Zuschlag nicht.85 % vom Nominale) beschränkt.85 % vom Nominale oder 0. Der Vorteil: Bei Projektzuschlag sind die Finanzierungskosten mit dem Swapsatz (5.Ausstieg aus einer Swaption jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft oder Cash-out Beispiel Die Ausgangssituation • Projektausschreibung: Angebotserstellung heute.00 % Optionslaufzeit: Swaplaufzeit: Optionsprämie: Die Absicherung: 6 Monate 10 Jahre einmalig 0.20 % berechnet als Kreditaufschlag per anno Bei Projektzuschlag fixe Finanzierung zu 6. Zuschlag in 6 Monaten möglich • Bei Zuschlag wird eine Finanzierung über EUR 5 Mio. Wird in den Swap eingetreten. auf 10 Jahre benötigt • Investitionsrückflüsse linear • Variable Finanzierung zu EURIBOR plus 1. Die Gewinnchance: Das Risiko: Nach Zinsanstieg Ausstieg mit Gewinn möglich Bei Projektablehnung und fallenden Zinsen ist das Risiko auf die bezahlte Optionsprämie beschränkt.00 % Hinzuzurechnen sind die Kosten der Absicherung durch die Swaption.

“ 34 .„ >> Hedging von Foreign Exchange-Risiken gibt Sicherheit in volatilen Märkten.

die – mit vielversprechenden Namen versehen – den Kunden neue Möglichkeiten der teilweise kosten. Die Einsatzmöglichkeiten scheinen unbegrenzt. Termingeschäft und Optionsgeschäft. Sei es der Geschäftsabschluss mit ausländischen Zulieferungsunternehmen. zu Standardinstrumenten zu werden. Die Namen und Darstellungsweisen der einzelnen Produkte sind vielfältig und oftmals verwirrend. Ein paar dieser Strategien haben es jedoch geschafft. um Gewinne aus Auslandstransaktionen nicht durch Kursverluste zu schmälern. all diese Optionsgeschäfte sind wiederum Kombinationen aus den drei Grundgeschäftsarten Kassageschäft. die Wechselkurse zu beobachten. seien es die Veranlagungen oder die Aufnahme von Kapital in ausländischer Währung. In Zeiten der Globalisierung und Internationalisierung der Märkte ist es unumgänglich geworden. das Devisenkassageschäft und das Devisentermingeschäft. Diese werden nachfolgend beschrieben. 35 . Fast täglich werden neue Produkte entwickelt. Condor.WÄHRUNGSMANAGEMENT Ein Großteil des Welthandels findet in volatil schwankenden Währungsmärkten statt. um Kursgewinne aus Währungsvolatilitäten zu erzielen.und risikolosen Absicherung offerieren.und Portfoliosituationen gedacht. Ratio Spread oder Digital Option lassen nur bedingt auf die Struktur der Absicherungsvariante schließen. all diese Transaktionen unterliegen generell einem Währungsrisiko. so bietet sich heutzutage durch die Devisenoption und damit verbundene zahlreiche Strukturierungsmöglichkeiten eine breite Palette an Hedging-Strategien an. Währungsmanagement kann aber neben dem klassischen Hedging von Fremdwährungsrisiken auch das bewusste Eingehen von unternehmensfremden Risikopositionen bedeuten. Gab es bis Anfang der 90er Jahre eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Der Bereich der Devisenoptionen hat im Verlauf der letzten Jahre eine revolutionäre Phase hinter sich. sich gegen ein eventuell auftretendes Kursrisiko aus einer Transaktion abzusichern. Gerade in turbulenten Zeiten ist eine Absicherung gegen Schwankungen der Devisenkurse unvermeidbar. Sehr viele dieser „Strategien“ sind kurzlebig und nur für spezielle Markt. Bereits geringfügige Kursschwankungen können Betriebsergebnisse stark beeinflussen. Eines haben all diese Optionen und Optionsstrukturen jedoch gemeinsam: Wie kompliziert auch immer sie klingen mögen. Namen wie Butterfly.

Jene Glieder. Zum Schluss erfolgt die Kalkulation: Das Produkt der Glieder der rechten Seiten wird durch das Produkt der linken Seite dividiert. 36 . Beim Briefkurs handelt es sich um jenen Kurs. Bei einem Standardkassageschäft wird eine Währung gegen eine andere Währung getauscht. Der Interbankkassakurs. Die Kontrahenten haben die Verpflichtung die vereinbarten Beträge gegeneinander zu tauschen. CHF/JPY) benötigt. jedoch werden auch so genannte Cross-Rates (bspw. Das letzte rechte Glied muss die selbe Benennung wie das erste linke Glied haben. zu dem die Leitwährung gekauft werden kann. Die Kursbewegungen ziehen eine laufende Änderung der Höhe der Fremdwährungsforderung bzw. Das Tauschverhältnis wird durch den aktuellen Wechselkurs bestimmt. werden aus der Gleichung gekürzt.UND -TERMINGESCHÄFT Was ist ein Devisenkassageschäft? Das einfachste und unkomplizierteste Geschäft im Zusammenhang mit Währungsrisikomanagement ist das Devisenkassageschäft.DEVISENKASSA. in der rechten Hälfte die Frage nach der Gegenwährung pro Einheit. Unternehmens.und Privatkunden können ebenfalls zum Interbankkurs plus/minus einer Marge handeln. um die weltumspannend stattfindenden Zahlungen und Transaktionen zeitgerecht durchführen zu können. zu dem die Leitwährung verkauft werden kann. Diese werden unter Verwendung des Kettensatzes berechnet: Der Kettensatz wird wie eine Schlussrechnung dargestellt. Der Handel erfolgt rund um die Uhr. In der Mitte steht ein senkrechter Bruchstrich. Gehandelt wird das Kassageschäft am Devisenkassamarkt. Unternehmen. Der Geldkurs ist jener Kurs. ist jener Kurs zu dem die Banken untereinander handeln können. Ausgangsbasis bildet die Frage nach der Unbekannten. können mittels des Devisenkassageschäfts die Fremdwährungsausbzw. Die Standardregelung für die Lieferung und Zahlung am Devisenkassamarkt umfasst zwei Werktage nach Geschäftsabschluss (Spotdate). In der linken Hälfte steht die Frage nach dem gesuchten Wert. mit der das vorhergehende rechte Glied in der Zeile davor geendet hat. Jedes folgende Glied links beginnt mit der selben Bezeichnung. der benötigt wird. -verpflichtung nach sich. Dieser bestimmt die Umtauschkurse der frei konvertierbaren Währungen untereinander. -eingänge in ihre Buchwährung drehen. Das ist jener Zeitraum. Kursspannen und Berechnung Cross-Currency-Rates Je nach Grundgeschäftsart (Kauf oder Verkauf einer Fremdwährung) kommen unterschiedliche Kurse zum Tragen. Die Leitwährung im Interbankenmarkt ist der Euro. welche aufgrund ihrer Außenhandelsaktivitäten Forderungen oder Verpflichtungen in Fremdwährungen haben. die Kurse ändern sich laufend und sehr schnell. welche links und rechts den selben Wert mit der selben Benennung haben.

Folgende Gleichung bleibt stehen: CHF/JPY = 161. Es gibt unterschiedliche Arten: Limit Order: Dabei handelt es sich um den Auftrag einen Fremdwährungsbetrag bei Erreichen eines bestimmten Kurszieles zu kaufen oder zu verkaufen. Stop Loss Order: Dieser Auftrag dient der Verlustbegrenzung bereits bestehender Positionen.00 = ? –> –> –> EUR 1 = CHF 1.6450 einem EUR entsprechen und EUR 1 JPY 161.00 CHF 1 = JPY x (wieviele JPY entsprechen einem CHF) Kettensatz: JPY x CHF 1. Take Profit Order: Dieser Auftrag dient der Gewinnmitnahme einer bereits bestehenden Position. wenn CHF 1. Der Marktbeobachtungszeitraum findet rund um die Uhr statt. Die Gültigkeiten dieser Order können frei gestaltet werden – entweder bis auf Widerruf (ohne Terminisierung) oder für einen bestimmten Zeitraum.00 sind? Aus dieser Kettensatzgleichung kürzen sich die Euro-Werte heraus. 37 .00/1. Mit Hilfe der Take Profit Order wird ein Gewinn einer Position bei einer Kursbewegung bei Erreichen eines spezifizierten Kurszieles realisiert.6450 EUR 1 CHF 1 EUR 1 JPY 161.00 Wieviele JPY sind CHF 1.6450 = 97. Loop Order: Bei Erreichen eines bestimmten Kurses wird die ursprüngliche Position glattgestellt und gleichzeitig eine neue Position in die Gegenrichtung eröffnet.und Briefkurse dar. Was sind Limit Orders? Limit Orders sind Aufträge. Long Positionen werden durch den Verkauf bei Erreichen eines Kurszieles glattgestellt und vice versa. welche ebenfalls bei der Berechnung von Cross-Rates berücksichtigt werden müssen.6450 EUR 1 = JPY 161. einen bestimmten Fremdwährungsbetrag bei Erreichen eines bestimmten Kassakurses zu kaufen oder zu verkaufen.8723 Eine Erschwernis stellt die Berechnung der Geld.Beispiel Gesucht: CHF/JPY-Kurs gerechnet über EUR Ausgangswerte: EUR/CHF = 1.6450 EUR/JPY CHF/JPY = 161. Mit Hilfe einer Stop Loss Order wird der potenzielle Verlust einer Position bei einer starken Kursbewegung im Vorhinein begrenzt.

Aufschlag. der Betrag und das Erfüllungsdatum festgelegt. sondern ausschließlich in der Zinssatzdifferenz der Währungen. Abschlag. andernfalls von einem Terminabschlag (Deport.Aufschlag/Abschlag = Terminkurs Determinanten eines Devisentermingeschäftes n n n Laufzeit: Währungen: Devisenkurs 3 Tage bis 2 Jahre alle frei konvertierbaren Währungen Einsatzmöglichkeiten n Für den Exporteur Der Exporteur kann durch den Abschluss eines Devisentermingeschäftes schon zum Zeitpunkt des Kontraktabschlusses jenen Kurs fixieren. spricht man von einem Terminaufschlag (Report. 38 . Damit schützt sich der Exporteur vor dem Risiko des fallenden Kurses bzw. Discount). Terminkurse weichen normalerweise von den Kassakursen ab. einen bestimmten Fremdwährungsbetrag zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Liegt der Terminkurs über dem Kassakurs. Der Grund liegt nicht in der zukünftigen Einschätzung des Kassakurses. die Währung. einer Fremdwährungsaufwertung oder Euro-Abwertung. einer Fremdwährungsabwertung oder Euro-Aufwertung. Kassakurs +/.oder Abschläge per Termin werden als Swapsätze bezeichnet. Premium). der zum Zeitpunkt des erwarteten Eingangs der Fremdwährung anzuwenden ist. Dies wäre jedoch reiner Zufall. Zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses werden der Terminkurs. Theoretisch kann der Terminkurs für eine Währung identisch mit dem Kassapreis sein. Die Auf. n Für den Importeur Der Abschluss eines Devisentermingeschäftes gibt dem Importeur die Möglichkeit fester Kalkulationsgrundlagen und die Sicherung gegen das Risiko des steigenden Kurses bzw.Was ist ein Devisentermingeschäft? Das Devisentermingeschäft ist eine Vereinbarung (Verpflichtung). Die Erfüllung des Geschäftes erfolgt erst zum vereinbarten Zeitpunkt.

quotierte Währung = Zinssatz p. Gegenwährung = Berechnungsbasis für die Leitwährung (360 oder 365) = Berechnungsbasis für die Gegenwährung (360 oder 365) Beispiel 90 Ergebnis der Berechnung (98. a. Der Terminkurs wird um die Zinsdifferenz der beiden Währungen für den Prolongationszeitraum durch Auf. Devisentermingeschäfte können bei Fälligkeit auf einen späteren Zeitpunkt prolongiert werden. a.Ausstieg aus einem Devisentermingeschäft durch ein Gegengeschäft zum aktuellen Terminkurs umgerechnet Bei Fälligkeit eines Devisentermingeschäftes bestehen folgende Möglichkeiten: n Ausnützung: Durch Zahlungseingänge in Fremdwährung.25 % 360 360 KASSA = Kassakurs 39 .00 % 0. Belastungen oder Gutschrift auf Währungskonto etc.oder Abschläge korrigiert. Etwaige positive oder negative Kursdifferenzen führen zu einer Gutschrift oder Belastung auf dem jeweiligen Kundenkonto. n Prolongation: n Glattstellung: Berechnungsformel für Devisentermingeschäfte Beispiel Legende T TK rLw rGw BLw BGw = Tage = Terminkurs = Zinssatz p.827) 100 5. in Dezimalen. Zum Zeitpunkt der Fälligkeit wird das Devisentermingeschäft gegen ein zu diesem Zeitpunkt abzuschließendes Kassageschäft (Börsegeschäft oder Freiverkehrsgeschäft) glattgestellt. in Dezimalen.

Die Mehrkosten der Devisenoption sind der Preis dafür.DEVISENOPTION Was ist eine Devisenoption? Mit dem Kauf einer Devisenoption erwirbt der Käufer das Recht. n Determinanten einer Devisenoption n n n n n Laufzeit: Währungen: Strike-Preis: Optionsprämie: Barrier-Preis: 1 Tag bis 5 Jahre alle frei konvertierbaren Währungen der Ausübungspreis der Option in BIPS des Devisenkurses oder Prozent der Eigenwährung. der Volatilität der Wechselkurse und der Zinsdifferenz der beiden Währungen. dann entsprechen die zusätzlichen Kosten genau der Höhe der Prämie. dass trotz Kurssicherung die Chance auf Kursgewinne gewahrt bleibt. einen bestimmten Fremdwährungsbetrag zu einem bei Geschäftsabschluss festgelegten Kurs (Basispreis oder Strike-Preis) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Die Prämienkosten für den Kauf einer Devisenoption liegen immer über den Kurssicherungskosten eines vergleichbaren Devisentermingeschäftes. jedoch nicht die Pflicht. durch die ein Optionsgeschäft gültig oder ungültig wird 40 . sein Recht auszuüben oder – wenn der Kassakurs für ihn günstiger ist – verfallen zu lassen. Deren Höhe ist abhängig von n n n n dem gewählten Strike-Preis. Wählt man als Strike-Preis der Option den aktuellen Terminkurs. der Laufzeit. dass n der Käufer einer Option bei Abschluss des Optionsgeschäftes den Basispreis (Strike-Preis) selbst wählen kann und der Käufer einer Option bei Fälligkeit die Wahl hat. Gegenüber dem Devisentermingeschäft bietet das Devisenoptionsgeschäft den Vorteil. abhängig von Marktsituation und Strike-Preis zusätzliche Preisangabe bei einer Exotischen Option. Der Käufer einer Option zahlt für seine Wahlfreiheit dem Verkäufer einer Option („Stillhalter”) eine Optionsprämie.

oder eine Amerikanische Option sein. in wie weit sich der Optionspreis ändert.und Put-Optionen). Jede Option kann entweder eine Europäische Option. Risikoparameter von Optionen Durch Veränderungen der Rahmendaten (Kassakurs. Optionen der zweiten. welche nur am Verfallstag ausübbar ist.Optionsarten Plain Vanilla Optionen: Exotische Optionen: Optionen der so genannten ersten Generation (Call. Gamma: Drückt die Veränderung des Deltas bei Veränderung des Kassakurses aus und ist somit ein Maß für die Preisempfindlichkeit der Option. wenn sich der Kassakurs des zugrunde liegenden Währungspaares ändert. Delta: Drückt aus. Ausstieg aus einer Devisenoption jederzeit möglich durch ein Gegengeschäft 41 . Vega: Ist der Maßstab für die Veränderung der Optionsprämie bei Veränderung der Volatilität. die während der gesamten Laufzeit bis zum Verfallstag ausgeübt werden kann und in der Regel etwas teurer ist. Swapsätze und Volatilität) ändert sich auch die Optionsprämie. Mit nachstehenden Parametern lässt sich diese Veränderung berechnen. Triggers oder im Vorhinein definierte Pay-outs gekennzeichnet sind. Das größte Risiko der Optionspreisveränderung liegt in der Änderung des Kassakurses. Laufzeit. Theta: Zeigt die Änderung der Optionsprämie bei abnehmender Laufzeit bei ansonsten unveränderten Rahmenbedingungen. dritten und vierten Generation. die neben den oben beschriebenen Determinanten noch durch zusätzliche Parameter wie Barriers.

Er hat die Wahl. liegt bei der Bank und nicht beim Exporteur. die Option auszuüben. Der Importeur Der Exporteur kauft eine Devisen-Call-Option: Damit erwirbt er das Recht zum Kauf einer Währung zu dem von ihm gewählten StrikePreis (Ausübungspreis). liegt bei der Bank und nicht beim Importeur. Dafür bezahlt er bei Abschluss der Option eine Optionsprämie in EUR oder Fremdwährung. unbesichertes Kursrisiko. verfallen zu lassen. zum festgelegten Strike-Preis eine Währung von der Bank zu kaufen. wird die Bank die Währung zum StrikePreis an den Importeur verkaufen. unbesichertes Kursrisiko.h. Die Wahlmöglichkeit. Der Expor- 42 . sein Recht auszuüben oder – falls der Kassakurs tiefer als der Strike-Preis ist – verfallen zu lassen. Fällt der Kassakurs. wird die Bank die Währung zum StrikePreis vom Exporteur abrufen. kauft eine Devisen-Put-Option: Der Exporteur erwirbt damit das Recht zum Verkauf einer Währung zu dem von ihm gewählten Strike-Preis (Basispreis). sein Recht auszuüben oder. der Importeur hat ein nach oben offenes. der Exporteur hat ein nach unten offenes. wird die Option der Bank nicht ausgenützt.h. d. Die Wahlmöglichkeit. Er hat die Wahl. Steigt der Kassakurs über den StrikePreis. zum festgelegten Strike-Preis eine Währung an die Bank zu verkaufen. falls der Kassakurs höher als der Strike-Preis ist. Er bezahlt dafür bei Abschluss der Option eine Optionsprämie in EUR oder Fremdwährung. Steigt der Kassakurs. wird die Option von der Bank nicht ausgenützt. verkauft eine Devisen-Put-Option: Der Importeur verpflichtet sich. die Option auszuüben. Der Impor- verkauft eine Devisen-Call-Option: Damit verpflichtet er sich.Einsatzmöglichkeiten Nachfolgend werden Einsatzmöglichkeiten für Devisenoptionen und Strukturen für den Importeur und den Exporteur beschrieben. d. Fällt der Kassakurs unter den StrikePreis.

teur erhält die Optionsprämie bei Abschluss der Option auf das Konto gutgeschrieben. Die Absicherung erfolgt hier für den Importeur durch den Kauf einer Devisen-Call-Option und den gleichzeitigen Verkauf einer Devisen-Put-Option. OPTIONSSTRUKTUREN UND -STRATEGIEN Durch die Kombination einer verschiedenen Anzahl von Optionen ergeben sich wieder unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten. 43 . Zero-Cost-Strategien zur Absicherung gegen Kursschwankungen Eine beliebte Variante zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken sind Zero-Cost-Strategien („NullKosten“). Das Risiko lässt sich mit Optionen ebenfalls variabel gestalten und äußerst bewusst steuern. womit mögliche Kursgewinne mit dem Ausübungspreis des Put begrenzt sind. Einerseits kann man so ein bestehendes Fremdwährungsrisiko ausgleichen. Dadurch entsteht eine Bandbreite. Die Zylinder-Option (Risk-Reversal) Der Importeur kauft eine Devisen-Call-Option und verkauft eine Devisen-Put-Option. um von gewissen Marktsituationen durch den bewussten Einsatz von Optionen zu profitieren. genau ein solches einzugehen. andererseits besteht aber auch die Möglichkeit.teur erhält die Optionsprämie bei Abschluss der Option auf sein Konto gutgeschrieben. Der Exporteur verkauft den Call und kauft den Put. Unterhalb dieser Range kommt es zur Ausnützung durch den Put. Grundsätzlich gilt hier: Die Absicherungsseite wird gekauft und die Finanzierungsseite verkauft. Dabei entstehen weder Prämienausgaben noch Prämieneinnahmen. Oberhalb dieser Bandbreite (Range) besteht eine Absicherung durch den Call. um die Kosten des Kaufes der Call-Option zu decken.

Vollsicherung: Kauf des gesamten Betrages auf der Absicherungsseite. die durch eine Kombination von Kauf/Verkauf von Call-Optionen und Verkauf/Kauf von Put-Optionen zustande kommen. 44 . gleichzeitig wird zur Finanzierung der Optionsprämie ein größerer Betrag auf der Risikoseite verkauft. Teilsicherung: Kauf eines Teilbetrages auf der Absicherungsseite und gleichzeitiger Verkauf eines größeren Betrages auf der Risikoseite. Doch variieren hier die Betragsgrößen der beiden Optionen. Es gibt zwei Möglichkeiten. Grundgedanke hierbei ist die Absicherung eines Geschäftes und die Vorgabe eines Verkaufspreises. Die abgeschlossenen Basiskurse können als Kalkulationsbasis für das gesamte Jahr gelten. zu dem ein weiteres eventuell auch zukünftiges Geschäft oder das Gesamtvolumen einer Periode abgewickelt werden kann.Die Struktur für den Importeur: Die Struktur für den Exporteur: Ratio-Spread-Option Bei dieser Optionsstrategie handelt es sich ebenfalls um eine Null-Kosten-Strategie.

Participating Option
Bei der Participating Option handelt es sich um die Umkehrung der Ratio-Spread-Option. Hier werden jedoch 100 % des Absicherungsbetrages und ein kleinerer Betrag auf der Risikoseite gehandelt.

Spread-Option
Eine Spread-Option besteht aus 2 gleichen Optionen (2 Calls oder 2 Puts) mit unterschiedlichen Strikes, wobei eine Option gekauft und die andere verkauft wird. Daher unterscheiden wir zwischen Call-Spread und Put-Spread. Auch hier entsteht eine Kurs-Bandbreite.

Weitere Optionsstrategien Straddle und Strangle
Straddle und Strangle sind Handelsstrategien, die entweder mit einem Kauf dieser Strategie auf zunehmende Volatilität im Markt oder bei Verkauf auf ein Abflauen der Volatilität setzen. In beiden Fällen handelt es sich um den Kauf einer Call- und einer Put-Option oder um den Verkauf einer Call- und einer Put-Option. Der Unterschied zwischen Straddle und Strangle liegt darin, dass beim Straddle der Basispreis von Call und Put gleich ist, beim Strangle hingegen unterschiedlich.

Beispiel
Kauf Straddle: Kauf Call Strike 100 Kauf Put Strike 100 Gesamt Prämie zu zahlen Verkauf Strangle: Verkauf Call Strike 102 Verkauf Put Strike 98 Gesamt Prämie erhalten

Prämie 2 Prämie 2 4

Prämie 2 Prämie 2 4

Hier wird ein Gewinn erzielt, wenn sich die Kurse stark in die eine oder andere Richtung bewegen.

Hier wird als maximaler Gewinn die Prämie verdient, wenn die Kurse innerhalb der Strike-Preise schwanken.

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Exotische Optionen
Auch hier entstehen fast täglich neue immer komplizierter werdende Arten von Optionen. Die wichtigsten jedoch sind:
n n n n n n n n

Barrier Options Step Payment Options Digital Options Average Rate Options (Asian Options) Compound Option Knock Into Forward Forward Extra Plus Outright Switch

Barrier Options
Diese Optionen haben im Gegensatz zu den Standard-Optionen noch eine oder mehrere Kursangaben, so genannte Barriers oder Triggers. Je nach Optionsart wird die Exotische Option bei Erreichen eines oder mehrerer Triggerkurse gültig oder ungültig. Aus diesem Grund sind diese Optionen im Regelfall billiger als die Standard-Optionen. Alle vorher genannten Strategien sind natürlich nicht nur mit Plain Vanilla Optionen, sondern auch mit Barrier Optionen darstellbar. Hier gilt grundsätzlich, dass bei Strategien zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken der Barrier niemals auf die Absicherungsseite gelegt werden sollte.

Einfache Barriers
Knock Out/Reverse Knock Out Diese Optionen werden ungültig, wenn der Barrierkurs einmal während der gesamten Laufzeit gehandelt wurde. Der Unterschied zwischen Knock Out und Reverse Knock Out liegt darin, dass bei Reverse Knock Out Optionen der Barrier „ins Geld“ gelegt wird, das heißt, dass die Option, wenn sie „ausgeknocked“ wird, einen inneren Wert besitzt.

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Beispiel
Kauf Call-Option Strike 100 Barrier: KO 96,00 Kauf Call-Option Strike 100 Barrier: RKO 108

Die rechte Grafik zeigt den deutlichen Anstieg des Verlustes nach Erreichen des Barriers und dem daraus resultierenden Wegfall des Sicherungsgeschäfts. Im Gegensatz dazu liegt der Knock Out Kurs in der linken Grafik immer noch in der Gewinnzone des Grundgeschäfts und bietet somit die Möglichkeit auf die neue Situation zu reagieren.

Knock In/Reverse Knock In Optionen Diese Optionen werden erst bei Erreichen des Barriers während der Laufzeit gültig. Bei Nichterreichen verfällt die Option wertlos.

Beispiel
Kauf Call-Option Strike 100 KI 96,00 Kauf Call-Option Strike 100 RKI 108

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Europäische und Amerikanische Barrier Bei den Barrier Options wird zwischen dem Europäischen und dem Amerikanischen Barrier unterschieden. Der Unterschied liegt darin, dass der Europäische Barrier nur am letzten Tag gültig ist, der Amerikanische Barrier gilt während der gesamten Laufzeit. Der Kauf einer Option mit einem Europäischen Barrier ist daher teurer.

Strategie: der „Knock Into Forward“ Der Importeur kauft sich eine Devisen Call-Option und verkauft dazu eine Devisen Put-Option, beide Optionen haben den gleichen Ausübungspreis, jedoch ist der Put mit einem Reverse Knock In versehen. Dies ist ebenfalls eine Zero-Cost-Variante der Absicherung, bei der allerdings die Ausübungspreise etwas über dem vergleichbaren Terminkurs liegen. Sie bietet jedoch eine zusätzliche Gewinnmöglichkeit, solange der Kurs während der Laufzeit nie den Knock In Kurs erreicht. Denn bis zum Erreichen des Barriers profitiert der Unternehmer von den weiter fallenden Kursen.

Beispiel
Terminkurs auf 3 Monate liegt bei 103 Absicherung mit Knock Into Forward bei 104 möglich: Kauf Call Strike 104 Prämie -2 Verkauf Put Strike 104 RKI 98 Prämie 2 Prämie gesamt: 0 Laufzeit 3 Monate Bei Fälligkeit: Kurse > 104 Absicherung durch Kauf Call bei 104 Kurse < 104 und > 98 freie Konvertierung im Markt Kurse < 98 Konvertierung zu 104 durch Verkauf Put

Double Barriers
Double Knock In oder Double Knock Out Diese Optionen haben zwei Barriers und werden bei Erreichen eines der beiden Triggerkurse gültig bzw. ungültig.

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Preis 150 Basispunkte Step 1 Step 2 Step 3 Gesamt 103 102 101 70 Basispunkte 70 Basispunkte 70 Basispunkte 210 Basispunkte Sollte sich die Erwartung des Käufers der Step-Payment-Option bestätigen und die Kurse sofort steigen. Diese Optionen werden vorwiegend dann eingesetzt. Erst wenn die Kurse unter 101 fallen. Diese wird erst bei Erreichen gewisser Steps in Teilbeträgen fällig. wenn keine oder nicht alle Stufen erreicht werden. da der Verlust im Vorhinein bekannt ist. Ihr Unterschied zur Standardoption liegt darin. sondern bei Ausübung nur zur Auszahlung eines feststehenden Betrages. Digitale Option Bei einer Digitalen Option kommt es nicht zum Austausch zweier Währungen. war diese Absicherungsvariante teurer als der Kauf der herkömmlichen Standardoption. eine vollständige Absicherung gegen Kursschwankungen. die Absicherung günstiger zu bekommen. wenn zur Finanzierung einer Absicherung keine weiteren Fremdwährungspositionen mehr eingegangen werden sollen. so hat er eine 100 %ige Absicherung bei 105. 49 . Beispiel Erwartung steigender Kurse mit Absicherung durch Kauf Call. wo diese Stufen liegen und wie viele es sein sollen. dem so genannten Pay-Out. ohne dafür eine Prämie bezahlt zu haben. Bei Kaufabschluss der Option wird festgelegt. Für den Käufer einer Step-Payment-Option bietet sich die Möglichkeit. falls diese Option ins Geld läuft. Kauf Call-Option Strike 105 Laufzeit 3 Monate Kauf Step-Payment-Call-Option Strike 105 Laufzeit 3 Monate Standard Call. Auf der Kaufseite ist der Gewinn auf die Auszahlung limitiert.Step-Payment-Option Die Step-Payment-Option bietet. da es hier lediglich zur Auszahlung eines festen Betrages kommt. wie eine herkömmliche Standardoption. Das Risiko ist hier auch beim Verkauf kalkulierbar. dass bei Geschäftsabschluss keine Prämie zu zahlen ist.

Das heißt. Bei Erreichen des Barriers erlischt die Absicherung und an ihre Stelle tritt als Absicherung ein synthetischer Forward mit einem besseren Ausübungspreis. Wird während der Laufzeit die Bandbreite nicht berührt. Compound Option Dies ist eine Option auf eine Option. 50 . Allerdings wird zusätzlich ein Barrier vereinbart. Ist die Option „im Geld“.und ein worst case-Kurs. entsteht eine neue Option.Average Rate Option Bei dieser Option wird ein Durchschnitt der Kurse eines bestimmten Zeitraumes zu bestimmten Zeitpunkten berechnet und mit einem vorgegebenen Strike-Preis verglichen. so erfolgt die Konvertierung bei Fälligkeit zum besseren Kurs. eine Option zu einem im Voraus bestimmten Preis und Zeitpunkt zu kaufen. Der best case-Kurs liegt über dem normalen Devisenterminkurs und der worst case-Kurs darunter. dass trotz bestehender Absicherung bis zu einem gewissen Niveau an einer positiven Kursbewegung partizipiert werden kann. also bei Berühren oder Durchbrechen auch nur eines Punktes der Bandbreite. Der Vorteil dieser Absicherungsstrategie besteht darin. Ein synthetischer Forward stellt das Risikoprofil und die Verpflichtung eines Devisentermingeschäftes dar. Auch diese Strategie ist auf Zero-Cost-Basis gerechnet. innerhalb der der Kassakurs während der Laufzeit schwanken darf. kommt der worst case-Kurs zum Tragen. konstruiert mit Optionen. nach Erreichen des Triggers besteht die Erfüllungspflicht auf einem günstigeren Niveau. welcher schlechter als der vergleichbare Devisenterminkurs ist. kommt es zur Auszahlung der Differenz auf den Betrag der Option durch Cash-Settlement. Sie gibt dem Käufer das Recht. Diese Option ist in der Regel billiger als die Standardoption. Outright Switch Ein Outright Switch wird dargestellt wie ein Termingeschäft und beinhaltet auch bei Fälligkeit eine Verpflichtung. Bei Abschluss des Geschäftes werden zwei Terminkurse vereinbart: Ein best case. Zusätzlich wird eine Bandbreite vereinbart. Forward Extra Plus Beim Forward Extra Plus handelt es sich zunächst um eine vollständige Absicherung mit einem Ausübungspreis. jeweils mit dem selben Triggerniveau. Falls die Compound Option „im Geld“ endet und ausgeübt wird. gehandelt. Bei dieser Variante werden drei Barrier Optionen. Im schlechteren Fall.

KIKO’s werden hauptsächlich mit einer Laufzeit von 1 bis 12 Monaten abgeschlossen. der Kunde dreht seine EUR – Finanzierung in eine CHF – Finanzierung und profitiert dann vom günstigeren CHF – Finanzierungszinssatz.Knock In.6500: Die Option wird ausgeübt. da sie sich vor allem zum Lukrieren einer Prämie (Verkauf durch den Kunden) besonders gut eignet./ Knock Out-Option) Diese Optionsstrategie zählt zu den beliebtesten.6200 und 1. In jedem Fall hat der Kunde die 1.50%./ Knock Out-Option Eine der gängigsten Formen von exotischen Optionsstrategien ist die so genannte KIKO (Knock In.6200 für eine Laufzeit von 6 Monaten und erhält dafür sofort eine Prämie von 1. – zum Ende der Laufzeit über 1. EUR/CHF handelt während der 6 Monate einmalig bei 1.50% Prämie verdient.6600: Die Option verfällt. Beispiel Optimierung einer EUR-Finanzierung durch eine KIKO Der Kunde verkauft eine EUR/CHF Put – KIKO mit folgenden Parametern: Strike: 1.6600: Die Option verfällt und der Kunde hat 1.B.50% Prämie verdient. 51 .6200 und – einmalig bei 1. EUR/CHF handelt einmalig bei 1. z.6500: Die Option verfällt.6500. EUR IRS mit CHF-Link (hier sichert sich der Kunde einen Fixsatz für seine Finanzierung unter dem Marktniveau und steigt nur im so genannten „worst case“ in eine CHF-Finanzierung ein). Sie können in allen frei konvertierbaren Währungen gehandelt werden und sind auch meist in Kombination zu finden.50% Prämie verdient. das heißt. Szenario Darstellung bei Fälligkeit: EUR/CHF handelt 6 Monate zwischen 1. – zum Ende der Laufzeit unter 1. Knock Out 1.6600 und Knock In 1.6600: Die Option verfällt sofort und der Kunde hat 1.

“ 52 .„ >> Das Management von Rohstoffpreisrisiken erhöht sowohl die Planungssicherheit als auch die Wettbewerbsfähigkeit.

Im umgekehrten Fall wird von einem Contango gesprochen. Nahrungsmittel. Zins- 53 . Forst und Fischereiwirtschaft geliefert. Die Backwardation sollte eigentlich ein irrationales Phänomen bei der Preisgestaltung von Waren sein. Luft. Eisen. sondern bilden zusammen mit Kupfer. da Lagerhaltungs-. Einteilung der Rohstoffe n Basismetalle und Edelmetalle werden aus Erzen gewonnen. Schiffs. Aluminium und Stahl als Produkt von Eisen und Stahlveredelern bilden die Grundrohstoffe des Maschinen-. Viele Rohstoffe können nur unter Einsatz von erheblichen Investitionen gewonnen werden. Zu ihnen gehören fossile Rohstoffe wie Kohle. Fisch und organische Öle werden zu Nahrungs-. Edelmetalle wie Gold.und Automobilbaus. Bei einer Backwardation liegt ein heutiger Kassapreis (Spot-Preis) höher als ein (künftiger) Preis für Terminware. Rohstoffe wie Getreide. Silber oder Platin sind nicht nur für die Schmuckindustrie entscheidend. die New York ME für Metalle und Erdöl und die London ME für Metalle. Börsen mit weltweiter Bedeutung sind zum Beispiel die Chicago ME (Mercantile Exchange) für landwirtschaftliche Produkte. Wasser und Sonne als Grundlagen erneuerbarer Energie und das Uran als Rohstoff zur Erzeugung von Kernenergie. die neben der Herauslösung aus ihrer natürlichen Quelle noch keine weitere Bearbeitung erfahren haben. Organische Abfälle können als Ausgangsstoff zur Biogasproduktion genutzt werden. Die Preisbildung wird dabei von oligopolartigen Marktstrukturen mit beeinflusst.und Futtermitteln weiterverarbeitet. Sie können tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein. Fleisch. Insbesondere die Ausbeutung von mineralischen und fossilen Stoffen konzentriert sich oft auf wenige multinationale Konzerne n Backwardation und Contago Backwardation und Contago sind Begriffe aus den Future. Energierohstoffe dienen der Erzeugung von Energie. Der globale Handel wird über organisierte Warenterminbörsen abgewickelt.und sonstige Agrarrohstoffe werden von der Land-. Sie werden aufgrund ihres Gebrauchswertes aus der Natur gewonnen und entweder direkt konsumiert oder als Arbeitsmittel und Ausgangsmaterialien für weitere Verarbeitungsstufen in der Produktion verwendet.ROHSTOFFMANAGEMENT ROHSTOFFE ALS ANLAGEKLASSE Als Rohstoffe werden generell solche Materialien bezeichnet. Genuss. Zinn und Halbleitern die Grundlage der Elektroindustrie und Elektronik.und Terminmärkten für Rohstoffe. n n Der Handel mit Rohstoffen n Die Bedeutung des Rohstoffhandels und der wichtigsten Rohstoffbörsen Rohstoffe stellen mehr als ein Drittel aller Güter im Welthandel. Erdöl und Erdgas.

werden die täglichen Fixings der LME (London Metal Exchange) herangezogen. sechs Monaten oder zwei Jahren produzieren kann und verkauft deshalb einen Teil dieser Produktion auf Termin. Kommt es zu einer Ausnützung aus der Option wird die Differenz zwischen Durchschnittskurs und Strike zu Gunsten des Optionskäufers abgerechnet. dass derzeit keine börsengehandelten Rohstoffprodukte (wie Futures) zur Verfügung gestellt werden. wieviel eine Mine oder ein Ölfeld in einem Monat. So verbrachte z. zur Sicherung von Kreditrückzahlungen oft die Absicherung der Produktion der nächsten Jahre durch einen Teil. Instrumente des Rohstoffmanagements Das Group Treasury der Österreichischen Volksbanken-AG engagiert sich aktiv im Rohstoffhandel. sondern anhand von Ausgleichszahlungen mit einem so genannten „Cash-Settlement“ erfüllt. Bei Termingeschäften kommt es in jedem Fall zu einer Ausgleichszahlung aus der Differenz des ursprünglich vereinbarten Terminkurses und des festgestellten Durchschnittskurses zu Gunsten oder Ungunsten des Kunden. Deshalb würde man erwarten. Im Gegensatz zu anderen Finanzaktiva wie Aktien oder Renten verfügen Rohstoff-Futures jedoch über keine ordentlichen Zinserträge oder Dividenden. Diese positive Differenz entspräche dem Zinsaufwand. Das bedeutet. Zudem verlangen Banken. der für die Finanzierung des Einkaufs notwendig wäre. die Rohstofffirmen Kredite zur Verfügung stellen. Eine Backwardation an Rohstoffmärkten ist ein sehr häufiges Phänomen. dass Waren per Termin teurer sind als auf dem Kassamarkt. Um den für die Ausübung eines Sicherungsgeschäftes relevanten Durchschnittspreis zu ermitteln. Ein Rohstoffproduzent weiß jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit. 54 . Rohstoffgeschäfte im Bereich der Basismetalle werden im internationalen Handel auf Durchschnittspreisen gehandelt. Generell werden die Produkte aus diesem Rohstoffbereich nicht physisch. die unterhalb der aktuellen Kassapreise notieren.oder Komplettverkauf am Terminmarkt.und Versicherungskosten in der Regel dazu führen. Am Ausübungstag wird aus den täglichen Fixings der gesamten Laufzeit ein Durchschnittskurs (einfacher gewogener Durchschnitt) gebildet. dass sich die Terminmärkte für Rohstoffe stets im Contango befinden und der Terminpreis über dem Kassakurs notiert. Aufgrund dieser Gegebenheiten können sich Terminkurse ergeben. Dieser Kurs wird am Verfallstag dem Terminpreis eines Termingeschäftes oder dem Strike einer Option gegenübergestellt. Neben Edelmetallen können auch die nachfolgend beschriebenen Rohstoffe aus den Bereichen Basismetalle und Energie gehandelt werden. der Kupfermarkt in den letzten 20 Jahren rund 50 % der Zeit in Backwardation.B.bindungs. n Basismetalle (Produktspezifikationen) Für alle Einzelprodukte des Bereichs Basismetalle werden Rohstofftermingeschäfte sowie „plain vanilla“Optionen angeboten. In diesem weiten Betätigungsfeld werden zunächst auf OTC-Basis (over the counter) gehandelte Rohstoffe angeboten. während sich der Ölund der Zuckermarkt seit 1987 jeweils sogar 59 % der Zeit in Backwardation befanden.

Es wird das PLATT Fixing des Ausübungstages herangezogen. Analog zu den Basismetallen werden diese Produkte auch nur unter der Voraussetzung eines Cash-Settlement abgewickelt.Produktpalette Basismetalle Termingeschäfte *) Tabelle 1 Kurzbezeichnung Alu Cu Ni Sn Zn Bezeichnung Aluminium (LME erstklassiges) Kupfer (Güteklasse A COMEX) Nickel (LME erstklassiges) Zinn (LME) Zink (LME speziell hochwertiges) Quotierung EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne Basismetalle Optionen *) Tabelle 2 Kurzbezeichnung Alu Cu Ni Sn Zn Bezeichnung Aluminium (LME erstklassiges) Kupfer (Güteklasse A COMEX) Nickel (LME erstklassiges) Zinn (LME) Zink (LME speziell hochwertiges) Quotierung EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne EUR und USD Per Tonne *) Das Group Treasury bietet auch Absicherung für kleine Losgrößen. Bei Termingeschäften kommt es wiederum in jedem Fall zu einer Ausgleichszahlung aus der Differenz des ursprünglich vereinbarten Terminkurses und des festgestellten Durchschnittskurses zu Gunsten oder Ungunsten des Kunden. Im Falle einer Ausübung wird die Differenz zwischen Strike und Fixing am Ausübungstag entsprechend zu Gunsten des Optionskäufers abgerechnet. um festzustellen. Termingeschäfte werden am Fälligkeitstag dem täglichen PLATT Fixing (offizielles Fixing der Market Maker von der Agentur PLATT publiziert) gegenübergestellt und entsprechend abgerechnet. Optionen werden auf deren Ausübung bezogen sehr ähnlich behandelt. ob es zu einer Ausübung kommt oder nicht. 55 . Für Energie-Rohstoffe kommen auch andere Preisanbieter für die Feststellung möglicher Zahlungen aus den Sicherungsgeschäften der Abwicklung zur Anwendung. n Produktspezifikationen aus dem Energiebereich Für die Produkte aus dem Energiesektor werden Termingeschäfte sowie „plain vanilla“-Optionen angeboten.

können durch das „Hedging“ unterschiedliche Preisentwicklungen effektiv überbrückt werden. nicht geschätzte. Da die Terminpreise bei Rohstoffen nicht durch Zinsdifferenzen determiniert sind.Energie Termingeschäfte *) Tabelle 3 Kurzbezeichnung Öl Diesel 1 Diesel 2 Heizöl Kerosin Erdgas Strom Bezeichnung Brent Crude ulsd 10 ppm fob barges rotterdam ulsd 50 ppm cif north west europe heating oil Jet kerosene fob barges rotterdam Mehrkomponentenprodukt power eex Quotierung USD oder EUR per Barrel USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per m3 USD oder EUR per KiloWatt Stunde Energie Optionen *) Tabelle 4 Kurzbezeichnung Öl Diesel 1 Diesel 2 Heizöl Kerosin Erdgas Strom Bezeichnung Brent Crude ulsd 10 ppm fob barges rotterdam ulsd 50 ppm cif north west europe heating oil Jet kerosene fob barges rotterdam Mehrkomponentenprodukt power eex Quotierung USD oder EUR per Barrel USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per Tonne USD oder EUR per m3 USD oder EUR per KiloWatt Stunde *) Das Group Treasury bietet auch Absicherung für kleine Losgrößen. Um Rohstoffgeschäfte mittelfristig abzusichern. 56 . sondern fixierte Preise und Verträge für Rohstoffe zu erarbeiten. Diese Methode eignet sich besonders für an der LME (London Metal Exchange) notierte Rohstoffe und ist individuell anwendbar. Dadurch erhöht sich die Zuverlässigkeit der strategischen und operativen Planung und der Kostenkontrolle im Unternehmen. spiegeln sie die Markterwartung einer möglichen zukünftigen Preisentwicklung wider. Entsprechende Hedging-Instrumente managen immer die derzeitige Preisvolatilität mit dem Ziel.

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< “ 58 .„ >> In einer sich rasch verändernden Finanzwelt ist methodisches Risikomanagement unerlässlich.

das eine Schätzung für den möglichen Verlust unter normalen Marktbedingungen darstellt. Strategische Entscheidungen und die daraus resultierenden Ergebnisse werden also von Risiken jeder Art beeinflusst. im Rahmen der Entfaltung seiner Tätigkeiten Risiken zu nehmen. die dem Controlling des Investmenthauses darüber Aufschluss gab. Morgan begann. sind unterschiedlicher Natur. steigert die Unsicherheit. sowie erreichte Ergebnisse und finanzielle Folgen für das Unternehmen beurteilen und absichern zu können.P. was bislang als Domäne von Banken und Versicherern galt: Zu methodischem Risikomanagement. ihre Lebensdauer mit der vorherrschenden rasanten Entwicklung dagegen kurz. Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg liegt oftmals in der richtigen Einschätzung des einen Geschäftes. Das Resultat ergab das System des „Value at Risk“. Die Dynamik. Geschäftspläne umzusetzen. Diese Entwicklung setzte im Jahre 1994 ein. um in weiterer Folge die richtigen Entscheidungen zu treffen. mit denen Unternehmen im Tagesgeschäft konfrontiert werden. mit der sich die Welt entwickelt. Wenn zumindest die Identifizierung des Risikos möglich ist. Aktienrisiken und Rohstoffe auf einen Nenner zu bringen. Gerade für den Finanzbereich gibt es seit rund einem Jahrzehnt eine bisher bei Spezialisten bewährte Methodik für eine relativ simple Quantifizierung des eingegangenen Risikos. Dieses Konzept führte zu einer einzigen Zahl. Zusätzlich erhöhen steigende Wertkonzentrationen sowie die Abhängigkeit von hoch entwickelten und empfindlichen technischen Systemen die Verletzbarkeit des Unternehmens. Der Preis für den Ankauf moderner Technologien ist oftmals erheblich. wie hoch der maximale Verlust aus allen Positionen pro Tag mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit sein werde. Die Risiken. Die vorliegende Finanzinformation hat in den Kapiteln „Zinsmanagement“ und „Währungsmanagement“ eine große Auswahl jener Instrumente aufgezeigt. 59 . hat sich seither zum internationalen Maßstab entwickelt.RISIKOMANAGEMENT Jedes Unternehmen ist gezwungen. Die Globalisierung eröffnet neue Chancen und Risiken. zwingen aber zu immer rascheren Entscheidungen und oft zum radikalen Umbau von Organisationsstrukturen und Verhaltensmustern. Wesentlich dabei ist einerseits die Identifizierung des Risikos und danach untrennbar damit verbunden seine Quantifizierung. als das Controlling des internationalen Investmenthauses J. einer Transaktion oder einer Bilanzposition zugrunde liegenden Risikos – was kann riskiert werden und in welchem Ausmaß? – und einem daraus abgeleiteten. das Gesamtrisiko der Bank zusammen zu fassen. die zur Risikosteuerung benötigt werden. Dieses Kapitel hat das Ziel. Neue Technologien beschleunigen das Geschäft. Devisenrisiken. so stößt man doch bei der Quantifizierung teilweise auf erhebliche Probleme. die Risikoanalyse und die Risikoquantifizierung zu erläutern und Hinweise für ein gezieltes Management der damit verbundenen Risiken zu geben. Es galt Zinsrisiken. Das Konzept des Value at Risk. gezielten Risikomanagement. Diese zwingen jedes Management zu dem.

Verluste aus eingetretenen Gefahren tragen zu können. nur Ansätze. Wie viel Risiko darf ein Unternehmen eingehen? Die Risikotragfähigkeit ist. Das externe Risiko ist in der Regel mit allen zukunftsgerichteten unternehmerischen Entscheidungen verbunden und damit direkt aus den Unternehmungszielen ableitbar. PHASEN DES RISIKOMANAGEMENTS Identifikation der Risiken. Personenunfall. In der Praxis haben sich das EGT. Geschäftsrisiken und Bewertungsrisiken in Betracht gezogen werden. Einer dieser Ansätze besagt. die Risikotragfähigkeit sollte zu gewissen Kennzahlen des Unternehmens in Bezug gesetzt werden. Im Gegensatz zu den internen Risiken stehen die externen Risiken. Haftpflichttatbestände etc. Wassereintritt. Explosion. Typische interne Risiken sind Ereignisse wie Brand. der Cashflow. aber keine Gewinne zur Folge haben. Unter diese fallen auch Währungs. Hier interessiert vor allem die Verlustgefahr von externen Risiken.und Zinsrisiken. ohne insolvent zu werden. die Fähigkeit des Unternehmens. Die Relationen sind individuell festzulegen und hängen von der Einstellung des Managements zum Risiko ab. dass der Wert des Unternehmens durch die Verringerung von Risiken bei weiter bestehenden Ertragschancen gesteigert wird und sichergestellt ist. Diese sind spekulativer Natur und beinhalten sowohl das Element der Gewinnchance als auch die Verlustgefahr. Genaue Zahlen gibt es hierfür keine. es gibt keine genaue Definition für Risiko. das EBITDA oder die Höhe der Eigenmittel hierfür bewährt. Risikoquellen Allgemein unterscheidet man zwei Arten von Risiken: a) Interne Risiken/Operative Risiken b) Externe Risiken Die „operativen Risiken“ können nur Verluste.RISIKOANALYSE UND RISIKOTRAGFÄHIGKEIT EINES UNTERNEHMENS Was ist Risiko? Gerade im Finanzbereich ist der Begriff Risiko weit verbreitet. ZIEL DES RISIKOMANAGEMENTS Eine effiziente Risikoanalyse steigert den Handlungsspielraum der Unternehmensführung und die Risikotragfähigkeit des Unternehmens. 60 . Des Weiteren müssen operative Risiken. allgemein gesagt. Dabei bleibt offen. dass die Risikoposition die Risikotragfähigkeit nicht übersteigt. Man bringt Risiko meistens in Verbindung mit Unsicherheiten und Verlustmöglichkeiten sowie abweichenden Ergebnissen aus einer vorgefassten Erwartungshaltung. Ziel des Risikomanagements ist es also. ob diese Risiken bewusst oder unbewusst eingegangen werden. Maschinenschäden. die bereits bestehenden und die künftig entstehenden Risiken eines Unternehmens so zu steuern. Tatsache ist.

Dieser muss jedoch nicht absichern. Das Ergebnis ist immer eine einzelne Zahl in Form einer absoluten Größe. wenn man 5 Tage benötigen würde. Dabei kann sich der Value at Risk auf ein einzelnes Finanzinstrument wie zum Beispiel eine einzelne Aktie oder einen Rohstoff beziehen. Die vollständige Value at Risk-Aussage lautet: „Der maximale Verlust beträgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % in den nächsten 7 Tagen nicht mehr als EUR 2 Mio. um die Position glattzustellen. Für einfache Finanzrisiken wie Fremdwährungen oder Aktienportfolios wird generell mit einer Haltedauer von einem Arbeitstag gerechnet. Die aktuelle Herausforderung des Risikomanagements besteht darin. sondern kann aus Angeboten aus verschiedenen Währungsräumen wählen.“ Für welchen Zeitraum sollte man den VaR betrachten? Diese Entscheidung hängt davon ab. 61 . was übersetzt „Gefahrenwert“ bedeutet.B. Der Übersichtlichkeit wegen sind die Wertschwankungen in Intervalle eingeteilt und zu Häufigkeiten für die einzelnen Bereiche zusammengefasst. nicht aber Personalrisiken. politische Risiken oder operationale Risiken.Wie einfach ist es diese auszuschalten? Hat ein Exporteur. so verteuert sich die Ware des Exporteurs und verliert an Konkurrenzfähigkeit. Es hat wenig Sinn. oder auf ein gesamtes Portfolio von Finanzinstrumenten. der für den Verkauf seiner Ware im Ausland in seiner Heimwährung fakturiert. finanzielle Risiken wie Zinsrisiko. Es bedarf zusätzlich der Eingrenzung hinsichtlich Zeithorizont und Wahrscheinlichkeit für den Verlust. der notwendig ist. Tatsächlich überlässt der Exporteur das Risiko und das Management dieser Währungsschwankung seinem Abnehmer. Wie entsteht eine Value at Risk-Aussage? An Hand eines stark vereinfachten Beispiels soll die Idee des Value at Risk-Konzeptes dargestellt werden. bevor Gegenmaßnahmen wirksam werden können.“ wäre jedoch wenig hilfreich. In folgender Tabelle wurden die Wertschwankungen eines JPY Kreditportfolios während des letzten Jahres zusammengestellt. wie schnell Gegenmaßnahmen gegen die Risikoposition wirksam werden können. RISIKOQUANTIFIZIERUNG/VALUE AT RISK Die bekannteste Risikokennzahl ist der Value at Risk (VaR). auch diese Risiken in Zukunft mit der VaR-Methode bewerten zu können. Rohstoffpreisrisiko) messen. den Value at Risk für ein Underlying für einen Tag zu berechnen. Value at Risk-Methoden können auch nur quantifizierbare Risiken (z. Eine VaR-Aussage wie „der mögliche Verlust beträgt EUR 2 Mio. Sollte die Heimwährung gegenüber der Währung des Lieferlandes steigen. wie groß der mögliche finanzielle Verlust von Vermögen sein kann. die angibt. um die zugrunde liegende Position aufzulösen. Die Value at Risk-Analyse sollte sich immer auf den Zeitraum beziehen. das externe Risiko ausgeschaltet? Die Antwort ist nein. Währungsrisiko. Das passive oder indirekte Fremdwährungsrisiko bleibt bestehen.

000 begrenzt. dass mit 97.B.000 ist.B. dass in der Vergangenheit beobachtete Änderungen von Risikofaktoren (z.000 liegt.74 % An 11 Tagen liegt in obigem Beispiel der Gewinn zwischen EUR 50.000.Kreditportfolio JPY Betrachtungszeitraum 365 Tage (1 Jahr) Tagesveränderungen in EUR +50. Um die gleiche Aussage mit der gleichen Datensicherheit für eine Woche zu erhalten. Das zeigt auch ein Problem der historischen Simulation auf. Bei längeren Haltedauern bzw. Für die Aussage. dass an zumindest 7 Arbeitstagen der Verlust höher ist als die maximal erwarteten EUR 25. einem Tag ist diese Annahme in der Regel unproblematisch.000 +25.000 -50.26 % = 2.000 und minus EUR 25.95 % 2.0 % 46.500 oder bei EUR -1. Wenn ein Value at Risk mit 97.000 liegen? Im Zeitraum eines Jahres mit 250 Arbeitstagen besagt die Aussage auch.000 Tage 11 169 175 10 Tage in % vom Gesamtbetrachtungszeitraum 3. Renditen.97.000.000 bis +25. wird sich auch künftig nicht ändern.000 und EUR 25. Prognosen ist diese Aussage aber problematisch. Zinssätze. hätten wir die historischen Daten der letzten 7 Jahre benötigt. bei denen große historische Schwankungen in die Berechnung eingesetzt werden.000. 62 . Hätten wir Wertschwankungen binnen Wochenfrist beobachtet.B. Wechselkurse) für die Zukunft relevant sind. Bei der historischen Simulation muss die Prämisse zugelassen werden. wie hoch wird der Verlust in einem Monat sein. so würde die Value at Risk-Aussage für jeweils eine Woche gelten.000. dass die Entwicklung in der Vergangenheit auch für die Zukunft repräsentativ ist. Im Großteil des Betrachtungszeitraums ist der Gewinn und der Verlust mit plus EUR 25. Im Klartext: Was früher so war. so kann die Volatilität der letzten 250 Tage durchaus als repräsentativ für einen weiteren Tag betrachtet werden. Ein Rest an Unsicherheit (z. Nur in 10 Tagen oder in 2. weil in der historischen Betrachtung Tageswert-Schwankungen von 365 Tagen beobachtet wurden.000 bis -25.74 %) bleibt bei Value at Risk-Aussagen stets bestehen. Nach dem oben dargestellten Prinzip der Value at Risk-Messung funktioniert die „historische Simulation“. Die Haltedauer von einem 1 Tag ergibt sich deshalb.000 bis -0 0 bis -25. hätten wir die Daten der letzten 30 Jahre benötigt.74 % der restlichen Fälle? Wird der Verlust dann bei EUR -25. Denn in 355 von 365 Tagen war der Verlust von einem Handelstag geringer als EUR 25.26 % nicht höher EUR -25.000 sein wird. Unter dieser Annahme und aus den bekannten Daten kann somit die Aussage abgeleitet werden. 100 % . Nun wird die Annahme getroffen.30 % 47. was passiert in den 2.74 % lag der Verlust über EUR 25. Bei sehr kurzen Haltedauern von z. Daher wird häufig der Zusatz „unter normalen Bedingungen“ an Value at Risk-Aussagen angehängt.26 % Wahrscheinlichkeit der Verlust binnen 1 Tages nicht höher als EUR 25. Als Antwort auf diese Frage empfehlen sich so genannte „Stresstests“.

Monte Carlo Simulation/Varianz-/Kovarianz-Ansatz Ist diese Prämisse nicht akzeptabel. herunter skaliert werden.00 0.0 % angenommen. Die Normalverteilungsannahme stellt eine Basisprämisse für portfoliotheoretische Modelle dar. Der Varianz-/Kovarianz-Ansatz hat gegenüber der historischen Simulation einen wesentlichen Vorteil. für die die Volatilität berechnet werden soll die Jahres Volatilität das Jahr wird mit 250 Arbeitstagen gerechnet Haltedauer 1 Jahr 1 Tag 5 Tage 10 Tage 20 Tage 30 Tage Vol xt 15.20 Vol p. Die Monte Carlo Simulation benötigt keine Historie und kommt mit geringen Prämissen aus.95 2. muss auf die Monte Carlo Simulation oder den Varianz-/Kovarianz-Ansatz (mit Verteilungsannahme) zurückgegriffen werden.a. Renditen eines Papiers oder Portfolios (Gauß'sche Normalverteilung bzw.12 3.00 4. der die Qualität des erzielten Ergebnisses angibt (= das Konfidenzniveau) Der Faktor Volatilität Welche Volatilität nimmt man für die Berechnung? Für die Haltedauer von einem Tag muss nicht unbedingt die Tagesvolatilität bekannt sein.12 % 3. Voraussetzung für die Anwendung dieses Modells ist eine Normalverteilung der Wertschwankungen bzw. Wie ist die Volatilität für einen Arbeitstag? xt 1Y = = = Anzahl der Tage.24 5. Diese Methode ist aber mathematisch anspruchsvoller. 15 % 15 % 15 % 15 % 15 % 15 % 63 . Glockenkurve). Für die Berechnung der Varianz-/Kovarianzmethode benötigen wir folgende Parameter: n n n Den aktuellen Kurs des Underlyings Seine Volatilität Einen Faktor.24 % 5.00 % 0. Statt langer Datenreihen mit historischen Beobachtungen genügen hier die beiden Parameter Mittelwert und Volatilität zur Value at Risk-Berechnung.00 % 4.95 % 2. Beispiel EUR/JPY Volatilität für den Zeitraum von 1 Jahr wird mit 15.20 % Kurs 100 100 100 100 100 100 Möglicher Verlust 15. Die Volatilität kann statistisch auf die gewünschte Haltedauer hinauf bzw.

Die unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten in die Formel eingesetzt. müssen wir die Formel noch durch die Z-Zahl von 90 % also 1. Der Wert 1 entspricht der Wahrscheinlichkeit von 84. Der Z-Wert Der Z-Wert ist ein statistisches Maß. Um eine Sicherheit von 90 % zu erreichen. In Excel lautet die Formel: z=Standnorminv (Zahl in Prozent) Da wir den Z-Wert in den Berechnungen unbeachtet gelassen haben. dass nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 84.6449 2. und gibt Aufschluss über die Genauigkeit einer Aussage. somit die Verlässlichkeit dieser Zahl.“ Der Z-Wert lässt sich für jede beliebige Wahrscheinlichkeit berechnen. Diesen Faktor – das Konfidenzniveau – stellt den so genannten Z-Wert dar. Qualität der Aussage in % 66 % 70 % 75 % 80 % 85 % 84 % 90 % 95 % 99 % Z-Zahl 0.6745 0. Das Ergebnis sind Aussagen wie: „Mit X % Wahrscheinlichkeit wird der Verlust nicht größer sein als Y %.13 % (Siehe Tabelle unten).Damit haben wir aber noch keine Aussage über die Qualität.8416 1. 64 .2816 1.13 % der Verlust aus dem analysierten JPY Kreditportfolio in einem Jahr nicht größer als 15 % ist. die Quantile der Wahrscheinlichkeit.5244 0. ergeben die in der Tabelle berechneten Werte.2816 ergänzen.4125 0.0000 1.0364 1. ist dies gleichbedeutend mit z=1.3263 eine Zuverlässlichkeit von 66 % eine Zuverlässlichkeit von 70 % eine Zuverlässlichkeit von 75 % eine Zuverlässlichkeit von 80 % eine Zuverlässlichkeit von 85 % eine Zuverlässlichkeit von 84 % eine Zuverlässlichkeit von 90 % eine Zuverlässlichkeit von 95 % eine Zuverlässlichkeit von 99 % Für oben stehendes Beispiel bedeutet das.

65 .3 % 33.00 15 % (z=1) Kurs * Volatilität * z = VaR EUR/JPY Kurs 100 Volatilität pro Jahr 15.2816 möglicher Verlust pro Jahr 19.Beispiel JPY Kredit Aktueller Kurs Jahres Volatilität 100.00 % Z 1.00 Mit 84 %iger Wahrscheinlichkeit wird der Verlust aus diesem JPY Engagement in einem Jahr nicht größer als 15 % sein.3 % Volatilität 30 Tage 15 % 3% 11 % Z 1 1 1 möglicher Verlust 5 % 1 % 4 % 10 % Das Gesamtrisiko liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 84 % nicht über Der Währungsverlust aus oben stehendem Kreditportfolio wird mit 84 % Wahrscheinlichkeit in den nächsten 30 Tagen nicht über 10 % liegen.22 % sein.224 Mit 90 %iger Wahrscheinlichkeit wird der Verlust aus diesem JPY Engagement in einem Jahr nicht größer als 19. Korrelationen Wie sieht aber ein gemischtes Portfolio mit mehreren Werten aus? Kreditportfolio Währung JPY CHF USD Anteil in % 33.3 % 33. EUR/JPY Kurs 100 Volatilität pro Jahr 15.00 % möglicher Verlust pro Jahr in JPY 15.

Ein negativer Wert deutet auf gegensätzliche Entwicklung hin.Diese einfache Addition vernachlässigt den Portfolioeffekt. würde diese Zahl enorme Ausmaße annehmen. Beispiel für Korrelationen zum EUR (Beobachtungszeitraum 250 Arbeitstage) EUR/USD EUR/USD EUR/JPY EUR/CHF EUR/HUF EUR/PLN EUR/GBP EUR/CZK 100 % 60 % -55 % 12 % 40 % 44 % 9% EUR/JPY EUR/CHF EUR/HUF EUR/PLN EUR/GBP EUR/CZK 100 % -13 % 9% 24 % 17 % 12 % 100 % -3 % -17 % -13 % 5% 100 % 36 % 13 % -16 % 100 % 32 % 2% 100 % 2% 100 % 66 . Die unten stehende Korrelationsmatrix zeigt eine negative Korrelation des CHF zu JPY und USD. Verliert der EUR gegen den USD verliert er auch gegen den JPY und legt gegenüber dem CHF zu. sollte er gegen den CHF zulegen und umgekehrt. Bei einer positiven Korrelation zwischen Wert A und B kann ein Gleichlauf in der Kursentwicklung erwartet werden. Verliert der EUR gegen den JPY. Kommen noch Aktienbestände oder Rohstoffe dazu. fällt er dann auch gegen den USD? Wie verhält sich das zu den CHF Zinsen? Die Korrelation beschreibt den Zusammenhang zwischen zwei Finanzwerten. Wenn der EUR gegen den JPY an Wert verliert. Doch alle Arten von Finanztiteln oder Währungen weisen zueinander gewisse Korrelationen auf.

76 CHF 3. Schritt 2: Feststellung der Korrelationen: Korrelation zum EUR EUR/USD EUR/CHF EUR/JPY EUR/USD 100 % -55 % 60 % EUR/CHF EUR/JPY 100 % -13 % 100 % 67 .00 422.000.57 JPY 3. Schritt 1: Bestimmung der Markt.19 Gesamt 9.00 33 % 11 % 330.BERECHNUNG DES KORRELIERTEN VALUE AT RISK Wie schon erwähnt werden im ersten Schritt die Volatilitäten der Risikoparameter zur Heimwährung und für einen gewissen Zeitraum ermittelt.und Wertvolatilitäten: Marktvolatilitäten per anno Volatilitäten EUR/USD EUR/CHF EUR/JPY USD 11 % 3% 15 % Die Multiplikation mit dem aushaftenden Risikobetrag ergibt die Wertvolatilität.000.000.000.000.2816 USD 3.00 33 % 15 % 450.000.000.697. Volatilitäten Kreditbetrag in EUR Kreditbetrag in % Volatilitäten Wertvola Z = 90 % = 1. die Summe daraus den unkorrelierten VaR.911.00 115.000.000.00 100 % Wertvolatilität mit 90 % Wahrscheinlichkeit Im zweiten Schritt folgt die Feststellung der Korrelationen.000.949.339.114.000.00 576.00 33 % 3% 90.86 VaR unkorr 1.

DER WEG ZUM OPTIMALEN PORTFOLIO Die Volatilitäten und Korrelationen sind ermittelt.15 863.000.000.000.000.17 Die einzelnen Wertvolatilitäten werden quadriert und zueinander mit den Korrelationen in Verbindung gesetzt. Auch haben wir einen ersten Wert für den Value at Risk unseres Portfolios erhalten. Die Findung des optimalen Portfolios ist somit nur noch eine Frage der Optimierung des Portfolios.00 454.17 863.000.670. Ein einfaches Beispiel anhand obiger Daten zeigt: Mit einem gleichmäßig verteilten Fremdwährungsportfolio von je 1/3 erhalten wir einen VaR von EUR 879.000.530.900.00 8.28155079437419 Var korreliert 108.978.500.000.978.000.000.000.166.12.200. diesen Wert durch Umstrukturierung des Portfolios zu verbessern.00 674.100.493.00 10. 68 . Nun ist es das Ziel. Berechnung des korrelierten Value at Risk: VaRp VaRn Kn = = = Value at Risk des Portfolios Wertvolatilitäten der Portfolioelemente Korrelationskoeffizienten der Portfolioelemente Wertvola USD2 Wertvola CHF2 Var USD2 2* Korr EURUSD/EURCHF* Wertvola JPY* Wertvola CHF 2* Korr EURJPY/EURUSD* Wertvola JPY* Wertvola USD 2* Korr EURCHF/EURJPY* Wertvola USD* Wertvola CHF Summe Wurzel = VaR Z = 90 % = 1.00 32.00 178.000. Die Summe der Risikofaktoren wird mit dem Konfidenzintervall multipliziert. Die Volatilitäten und Korrelationen der wichtigsten Währungen sind täglich über das Morning Mail des Group Treasury erhältlich. Die Wurzel aus der Summe ergibt den korrelierten Value at Risk.000.000.Die Berechnung des korrelierten VaR erfolgt nach folgender Formel der Varianz-/Kovarianz-Methode.00 202.000.500. Die Risikoposition verbessert sich unter Einbeziehung der Korrelationen selbst bei einem einfachen Kreditportfolio enorm.

ist.00 USD 33 % 0% 0% 100 % 20 % 0% 40 % 20 % 40 % VaR 879.46 467.01 277.647.76 1.510. als die oben angenommenen EUR 277.647.12 1. Mit einer Umstrukturierung durch Abbau der USD und JPY Kredite und Aufstockung der CHF Kredite könnte das Risiko derart minimiert werden. wenn 15 % in JPY und 85 % in CHF finanziert werden. STÄRKEN UND SCHWÄCHEN DES MODELLS Mit 90 %iger Wahrscheinlichkeit wird der Verlust einen gewissen Betrag nicht übersteigen. Katastrophen) zu speichern und in das aktuelle Portfolio einzusetzen.550.924. Das System hat sich bewährt und wird generell von zum Beispiel Banken.000.. Die Wahrscheinlichkeit von 90 % bedeutet aber. Gesamtvolumen JPY 33 % 100 % 0% 0% 5% 15 % 20 % 40 % 40 % EUR CHF 33 % 0% 100 % 0% 75 % 85 % 40 % 40 % 20 % 9.45 802. dass die Aussage lautet: Mit einer 90 %igen Wahrscheinlichkeit wird der Verlust pro Tag nicht mehr als EUR 277. Die schon erwähnten Stresstests sollen helfen.510.-. die Marktdaten an ereignisreichen Tagen (Asienkrise. Die Werte jenseits der 90 % Grenze lassen sich jedoch nicht bestimmen.06 1.000. wie dieses dann reagiert. mit EUR 1. um zu sehen. 69 .78.05 422. bietet eine VaR-Betrachtung jedem Unternehmen die Möglichkeit. Eine einfache Art einen Stresstest durchzuführen. Börsencrash.691.045.05. Das größte Problem an „Crash-Szenarien“ sind neben den sprunghaft steigenden Volatilitäten aber das Auseinanderklaffen der ursprünglich zugrunde gelegten Korrelationen. Dies sind 8.061.510.705.993. dass ein Arbeitsjahr mit 250 Arbeitstagen vorausgesetzt. das Gesamtrisiko eines (noch so großen) Portfolios zu bewerten.betragen. Die notwendige Sorgfalt und Umsicht vorausgesetzt.676.493. Die beste Verteilung ergibt sich anhand der im Beispiel angenommenen Volatilitäten und Korrelationen.691.59 % des Gesamtkreditportfolios. an 25 Tagen der Verlust höher sein wird.19 Das Endergebnis der VaR Analyse wäre: Derzeit beträgt der mögliche Verlust pro Tag mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % nicht mehr als EUR 858.Den schlechtesten Risikowert erhält man für eine 100 %ige JPY Finanzierung. Insgesamt ist das VaR-Konzept ohne großen Aufwand einsetzbar und bietet eine Möglichkeit. auch diese Situationen in den Griff zu bekommen. die sich im Markt ergebenden Chancen durch Risikosteuerung zu nutzen.911.15 782. Investmenthäusern und Versicherungen zur Risikosteuerung angewendet.230.

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Gegensatz: Symmetrische Risikoverteilung. Berechnung des Jahres mit der tatsächlichen Tagesanzahl (normales Jahr 365. ARBITRAGE Ausnützung örtlicher oder internationaler Kursunterschiede gleicher Werte (z. z. BACKWARDATION Begriff aus den Future. Meist Derivate wie Optionen oder Futures. eine Aktie.B.B. BARRIER Zusatzangabe bei Exotischen Optionen. ACT/360 Kalendermäßig/360 (KLM 360). die bei Erreichen eines bei Abschluss der Option fixierten Kassakurses (Barrier) entweder aktiviert oder deaktiviert wird. Tagegenaue Berechnung der Zinstage. Führt zu einer vorzeitigen Beendigung (Knock out) oder zum Inkrafttreten (Knock in) eines Optionsgeschäfts. BRIEFKURS Ask. BASISSWAP Sonderform des Zinsswaps. Der Preis. AMERIKANISCHE OPTION Die Ausübung der Option durch den Käufer kann jederzeit innerhalb eines festgelegten Zeitraumes ab Abschluss der Option erfolgen. BARRIER-OPTION Europäische Call. Vice versa beim Verkauf einer Option. ANNUALISIERTE PRÄMIE Eine nach finanzmathematischen Grundsätzen auf mehrere Jahre verteilte Prämie. Devisen.und Terminmärkten für Rohstoffe. das Risiko ist asymmetrisch verteilt (z.oder Put-Option. zu dem ein Finanzinstrument zum Verkauf angeboten wird. ABSICHERUNGSINSTRUMENTE Oberbegriff für Finanzinstrumente. BP Basispunkt. zur Reduzierung des Zinsrisikos.B.GLOSSAR ACT/ACT Tagegenaue Berechnung der Zinstage. im Falle eines Put verkauft werden kann. während das Gewinnpotenzial unbegrenzt ist.h. Berechnung des Jahres mit 360 Tagen. Dementsprechend wird zwischen Knock-In-Optionen und Knock-Out-Optionen unterschieden. D. bei Zinsoptionen wie Cap oder Floor). AKTIVMANAGEMENT Steuerung von aktivseitigen Bilanzpositionen. AVERAGE RATE OPTION Bei dieser Option wird ein Durchschnitt der Kurse eines bestimmten Zeitraumes zu bestimmten Zeitpunkten berechnet und mit einem vorgegebenen Strike-Preis verglichen. wobei diese Werte auf dem Markt mit den niedrigsten Preisen gekauft und auf dem Markt mit den höchsten Preisen verkauft werden. ASYMMETRISCHE RISIKOVERTEILUNG Beim Kauf einer Option ist der Verlust auf die Höhe der Optionsprämie begrenzt. die zur Risikominimierung eingesetzt werden. Preis. Index) im Falle eines Call gekauft bzw.B. 71 . Gegensatz: Geldkurs.01 Prozentpunkte. Offer. BIPS Punkt der letzten Kommastelle eines Devisenkurses. BASISPREIS Ausübungspreis. Wertpapiere. Währung. Ebenso können Zinsdifferenzen durch Arbitrage zur Ertragssteigerung ausgenützt werden (Zins-Arbitrage). bei dem zwei variable Zinszahlungsströme ausgetauscht werden. Hier liegt der heutige Kassapreis (Spot-Preis) über dem künftigen Preis (Terminkurs). 1 BP = 0. BOND-BASIS Zinsberechnung auf Basis 30/360 oder auch act/act. Banknoten). zu dem der Basiswert (z. Schaltjahr 366 Tage). Gegensatz: Europäische Option.

CHOOSER CAP Vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze für einen bestimmten Kapitalbetrag gegen Bezahlung einer Einmalgebühr (Cap-Prämie) mit einem auf eine Anzahl von Zinsperioden eingeschränkten Wahlrecht. jedoch nicht die Pflicht.und Terminmärkten für Rohstoffe. sondern bei Ausübung nur zur Auszahlung eines fest stehenden Betrages. COMPOUND OPTION Eine Option auf eine Option. dem so genannten Pay-out. Hier liegt der heutige Kassapreis (SpotPreis) unter dem künftigen Preis (Terminkurs). Zum vereinbarten Umtauschtag gilt der vereinbarte Kurs. wobei die gegenseitigen Forderungen über eine Gegenrechnung auf Grundlage aktueller Marktpreise ausgeglichen werden. halbjährliche Anpassung an den 3-Jahres Swap-Satz). In der Zwischenzeit auftretende Kursschwankungen bleiben unberücksichtigt.CALL-OPTION Verkörpert ein Kaufrecht in Zusammenhang mit einem definierten Grundgeschäft. einen bestimmten Fremdwährungsbetrag zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Gegensatz: Put-Option. DIGITALE OPTION Bei einer Digitalen Option kommt es im Zusammenhang des Zins. den Preisschwankungen und den Preiserwartungen eines zu Grunde liegenden Basisinstruments (beispielsweise Aktien. DOUBLE BARRIERS Optionen mit zwei zusätzlichen Kursangaben. Devisen. CONSTANT MATURITY SWAP CMS. Indices) ab. COLLAR Der gleichzeitige Kauf eines Cap und Verkauf eines Floor. Ist eine besondere Form eines Zinsswaps. Anleihen. Die Bewertung leitet sich überwiegend vom Preis.B. der regelmäßig angepasst wird (z. DELTA Das Delta drückt aus. 6-Monats-EURIBOR) oder einen Festsatz. sondern aus ihnen abgeleitet („derived“) ist. CASH-SETTLEMENT Barausgleich. DEVISENOPTION Mit dem Kauf einer Devisenoption erwirbt der Käufer das Recht. Optionen und Futures. Hier findet bei der Optionsausübung kein Erwerb/Verkauf des Basiswertes statt.B. Gegensatz: Floor. CONTANGO Begriff aus den Future. DERIVAT Derivatives Instrument.und Zinsoptionsgeschäften. Die andere Vertragspartei bezahlt dagegen einen variablen Satz (z. inwieweit sich der Optionspreis ändert. 72 .und Währungsmanagements nicht zum Austausch zweier Währungen. wenn sich der Kassakurs des zu Grunde liegenden Währungspaars ändert. Finanzinstrument. Ziel des Instruments ist die Sicherung einer bestimmten nach oben und unten fixierten Schwankungsbreite der Zinsen. Stattdessen wird der Differenzbetrag zwischen vereinbartem Preis (Basispreis) und aktuellem Marktwert (Kurs) des Basiswertes ermittelt und ausgezahlt. das nicht bilanziert wird und daher keine Aktiva darstellt. DEVISENTERMINGESCHÄFT Vereinbarung (Verpflichtung). bei dem zumindest ein Swappartner einen variablen Swap-Satz mit konstanter Laufzeit („Constant Maturity“) zahlt. einen bestimmten Fremdwährungsbetrag zu einem bei Geschäftsabschluss festgelegten Kurs (Basispreis oder Strike-Preis) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). CAP Vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze für einen bestimmten Kapitalbetrag gegen Bezahlung einer Einmalgebühr (Cap-Prämie). CAPLET Teil eines Caps bezogen auf eine variable Zinsperiode. Zu den Derivaten zählen insbesondere Swaps. CASH-OUT Vorzeitige Vertragsauflösung bei Zinstermin.

EURIBOR European Interbank Offered Rate. Häufig ist bei derartigen Kontrakten (beispielsweise Terminkontrakten auf Basis von Aktienindices) zur Erfüllung der bestehenden Verpflichtung (anstelle einer körperlichen Wertpapierlieferung oder -abnahme) eine Ausgleichszahlung zu leisten. Gegensatz: Cap. LIBOR. Markt.und Kapital-. Der seit dem 4. wie genau der Optionspreis auf die Veränderung einer bestimmten Einflussgröße reagiert. EUROPÄISCHE OPTION Die Ausübung der Option durch den Käufer kann ausschließlich an einem vereinbarten Fälligkeitstag erfolgen. Maß für die Preisempfindlichkeit der Option.a. GRIECHISCHE VARIABLE Kennzahlen. Anleihe). Offiziell bekannt gegebener Mittelwert. Gegensatz: Briefkurs. standardisierten Finanzterminkontrakt. Vereinbarung zweier Vertragspartner. abzunehmen ist. FUTURE In Hinblick auf Menge. Aus der Sicht des Kunden entspricht der Geldkurs dem Verkaufskurs. auf dem Geld für Laufzeiten zwischen einem Tag und zwölf Monaten veranlagt oder aufgenommen werden kann. FLOOR Vertragliche Vereinbarung einer Zinsuntergrenze für einen bestimmten Kapitalbetrag gegen Bezahlung einer Einmalgebühr (Floor-Prämie). FORWARD RATE AGREEMENT FRA. 73 . Als Referenzgröße dienen EURIBOR bzw. FIXZINSSATZ Zinssatz für einen Schuldtitel (Kredit. Kurs. FRA Forward Rate Agreement. vor allem für den Handel zwischen Banken. FX Abkürzung für Foreign-Exchange. Edelmetall. GELDMARKT Money Market. Darlehen. bei dem eine bestehende Risikoposition durch ein Gegengeschäft neutralisiert wird.1999 von der Europäischen Zentralbank auf Basis effektiver Umsätze nach der Zinsmethode act/360 berechnete Durchschnittsatz für Tagesgelder im Interbankengeschäft. FORWARD/FORWARD Siehe Kredittermingeschäft.EINFACHE BARRIERS Exotische Optionen mit einer zusätzlichen Kursangabe. FINANCIAL FUTURE Sammelbegriff für börsengehandelten. GAMMA Veränderung des Deltas bei Veränderung des Kassakurses. Dazu zählen u.1. GELDKURS Bid-Price. Qualität und Liefertermin standardisierte börsennotierte Terminkontrakte. von Banken gekauft werden. Wertpapiere etc. als Knock In oder Knock Out Level. Die Berechnung erfolgt im Nachhinein unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts über die Effektivzinsformel. Gamma und Theta. der für eine bestimmte Zeitspanne (Gesamtlaufzeit oder Teil der Gesamtlaufzeit) nicht geändert werden darf (Zinsbindungsfrist). EXOTISCHE OPTION Optionen der zweiten und folgenden Generationen.oder Devisenmarkt zugehöriges Handelsobjekt zum börsenmäßig festgesetzten Kurs zu liefern bzw. Umtausch einer (fremden) Währung in eine andere (meist Landeswährung). HEDGING Vorgang. zu welchem Zinssatz sich die Banken in der EU untereinander Geld leihen. Delta. die neben den Determinanten noch durch zusätzliche Parameter wie Barriers oder Pay-outs gekennzeichnet sind. Gegensatz: amerikanische Option. zu dem Devisen. bei denen zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt ein dem Geld. in der der Zinssatz für einen zukünftigen Zeitraum und für einen vereinbarten Nominalbetrag fixiert wird (kein Kapitalaustausch). EONIA Euro Over Night Index Average. die zum Ausdruck bringen. FORWARD EXTRA PLUS Siehe Exotische Optionen.

Aktienkurse. LEITZINSEN Instrument der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Geldmengensteuerung. INVERSE ZINSSTRUKTUR Eine inverse Zinsstruktur liegt vor.). zwei. sind sie perfekt korreliert und notieren auf der Skala bei plus Eins bzw.IMPLIZIERTE ZINSTERMINKURVE Die vom Markt. INTERBANKSATZ Jener Zinssatz. Devisenoption etc. KASSAKURS Aktuell verrechneter Marktkurs in Geld-. KNOCK INTO FORWARD Optionsstrategie zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften. Wochengeld sowie Laufzeiten von eins. Wenn die Preise zweier Anlagen sich fortwährend in dieselbe Richtung bewegen. Siehe Value at Risk. erwartete zukünftige Zinskurve. minus Eins bei gegensätzlicher Entwicklung. Zinssatz. Wechselkurse.UND WÄHRUNGSMANAGEMENTS Derivative Finanzinstrumente. INTEREST RATE SWAP Siehe Zinsswap. die zur aktiven Steuerung des Zins. Cap. Kapital. Leitzinsen der EZB sind seit 1. Im Rahmen des Value at Risk-Konzepts ist es die Wahrscheinlichkeit. Dient als Referenzzinssatz für Floating Rate Notes. INSTRUMENTE DES ZINS.und Währungsrisikos verwendet werden (wie Zinsswap. EURIBOR). sechs und zwölf Monaten veröffentlicht. für Einlagefazilität und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. einen Kredit später mit einem vorab vereinbarten Zinssatz zur Verfügung zu stellen. der für kurzfristige Geldaufnahmen zwischen Banken verrechnet wird (z. in Reaktion auf ein vorgegebenes Ereignis. Wird für Taggeld. wenn zumindest in einem Teilbereich der Zinskurve die langfristigen Zinssätze unter den kurzfristigen liegen. das Kreditrisiko und das Zinsänderungsrisiko. ISDA AGREEMENT Rahmenvertrag für OTC-Finanzderivate der International Swaps and Derivatives Association. KONVERTIERUNG Der Tausch einer Währung in eine andere. Tagegenaue Berechnung der Zinstage (im Gegensatz zu 30/360 oder 365/360). Forward Rate Agreement. Währungsswap.a. KREDITTERMINGESCHÄFT Die Bank trifft mit dem Unternehmen die Vereinbarung. der in unterschiedlichen Versionen die vertragliche Grundlage für den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten zwischen zwei Partnern bildet. LIBOR London Interbank Offered Rate.und Devisenmärkten.B. KORRELATION Misst den Grad. Für die Bank birgt diese Konstruktion zwei Risiken. 1999 der Satz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte. act/360. Durch sinkende Leitzinsen können sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank günstiger Geld beschaffen. mit der ein potenzieller Verlust innerhalb eines Intervalls liegt. 1. anderen Banken Geld zu leihen. Swaption. bevor die davon betroffenen Positionen geschlossen oder abgesichert werden können. Güterpreise) verursacht werden. KLM/360 Kalendermäßig/360. welches durch den Value at Risk angegeben wird. Der LIBOR ist für eine Vielzahl von Währungen festgesetzt. Korrelationen werden auf einer Skala von minus Eins bis plus Eins angegeben. zu dem zwei oder mehr Basisgrößen sich. KONFIDENZNIVEAU Konfidenzintervall. 74 . IRS Interest Rate Swap siehe Zinsswap. in die gleiche Richtung bewegen. Swaps u. MARKTRISIKO Gefahr eintretender Wertverluste. Floor. drei. also von den professionellen Marktteilnehmern. die durch unvorhergesehene Änderungen in den Marktpreisen (Zinsen. zu dem Banken bereit sind.

die nicht standardisiert sind und nicht an einer Börse notieren. OPTIONSPREIS Premium. in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen (Call-Option) oder an diese zu verkaufen (Put-Option). Ausschüttungen des Basiswerts während der Laufzeit der Option. Weitere Methoden: Varianz-/ Kovarianz-Methode. durch folgende Faktoren bestimmt: Ausübungspreis. NOMINALZINSSATZ Der Nominalzinssatz ist der auf den Nominalbetrag eines Schuldtitels (z. Volatilität des Basiswerts. OTC-MARKT Over the Counter-Markt. PIP Tausendstel eines Cent.B. Historische Simulation. Optionsprämie. die vierte Dezimalstelle bei Devisenquotierungen. PARI-TERMIN-KURS Der ursprüngliche Kassakurs (bei Währungsswaps). OUTRIGHT SWITCH Siehe Exotische Optionen. die bei 100 %iger Absicherung gegen eine unvorteilhafte Kursentwicklung eine gewisse Partizipation an einer vorteilhaften Kursentwicklung ermöglicht. d. Kassakurs des Basiswerts. bei der sich der Cap-Käufer kostenlos gegen einen Zinsanstieg absichert und mit einem gewissen Teil des Kontraktwerts an fallenden Zinsen partizipiert. NORMALVERTEILUNG Die Normalverteilung ist ein Verteilungsmodell für „kontinuierliche Zufallsvariablen“. OTC-DERIVATE Over the Counter-Finanzinstrumente (Derivate). Anleihe) bezogene Prozentsatz.MITTELKURS Arithmetisches Mittel zwischen verschiedenen Kursen. OPTIONSPRÄMIE Preis einer Option. PLAIN VANILLA OPTION Optionen der so genannten ersten Generation (Call-Optionen und Put-Optionen). Allgemeine Bezeichnung für außerbörslichen Handel von Wertpapieren. PAYERS-SWAPTION Option auf einen Swap mit dem Recht. Die Berechnung wird u.B.a.h. Die Normalverteilung unterstellt eine symmetrische Verteilungsform in Form einer Glocke. bei der sich die Werte der Zufallsvariablen in der Mitte der Verteilung konzentrieren und mit größerem Abstand zur Mitte immer seltener auftreten. PASSIVMANAGEMENT Ertrags. risikoloser Zinssatz. eines Optionsscheines zu zahlen ist. Dabei wird eine Vielzahl von Portfolio-Bewertungen mit zufällig generierten Daten durchgeführt. MONTE CARLO-SIMULATION Statistische Methode zur Berechnung des Value at Risk (VaR). PARTICIPATING OPTION Aus zwei Optionen bestehende Absicherungsstrategie gegen ein bestimmtes Kursrisiko. sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern – over the counter – gehandelt werden. die für den Erwerb einer Option bzw.und Briefkurs. PAY-OUT Der bei digitalen Optionen fällige Auszahlungsbetrag am Ende der Laufzeit. Sie wurde ursprünglich von Carl Friedrich Gauß (1777-1855) zur Beschreibung von Messfehlern entwickelt: Die so genannte Gaußsche Fehlerkurve. Laufzeit der Option. Wertpapiere oder Devisen) von einem Vertragspartner (Stillhalter) zu einem ex ante fest vereinbarten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. OPTION Recht. Unterscheiden sich von den so genannten Exotischen Optionen. Fixzinsen zu zahlen. den zu Grunde liegenden Optionsgegenstand (z. 75 . beispielsweise zwischen Geld. Die Normalverteilung ist das wichtigste Verteilungsmodell der Statistik und wird für unterschiedlichste Zwecke verwendet. mit dem der Schuldtitel verzinst wird.und liquiditätsorientierte Steuerung von passivseitigen Bilanzpositionen. PARTICIPATING CAP Stellt eine besondere Cap-Struktur dar. Kredit. Prämie.

POSITIONIERUNG Trading. Die Basis der periodischen Zinsanpassungen bilden z. Gegensatz: Call-Option. QUANTO SWAP Sonderform des Zinsswaps. auf den sich Kreditgeber und -nehmer in Hinblick auf einen vertraglich vereinbarten Kreditzins. PRICING Konditionengestaltung.B. eine Zinsverpflichtung zu vergünstigen.B. EURIBOR. ROLL-OVER Regelmäßige Zinsneufestsetzung bei Transaktionen mit variablem Zinssatz. R/O-KREDIT Roll-over-Kredit. Der zu zahlende Kreditzins kommt dadurch zu Stande.bis langfristiger Kredit mit variablem Zinssatz. LIBOR. STEP PAYMENT-OPTION Optionsabsicherung mit Zahlung der Prämie in Teilbeträgen nach Erreichen spezieller im Vorhinein festgelegter Levels. Typische Referenzzinssätze sind z. Dient als Referenzzinssatz für Fixzins-Kredite. PUT-OPTION Verbrieft das Verkaufsrecht im Zusammenhang mit einem definierten Grundgeschäft. Zinsswap). 76 . variabel verzinster Kredit. ROLL-OVER KREDIT R/O-Kredit. so verhält sich der vereinbarte Kreditzins in gleicher Wechselbeziehung. ohne dabei ein Währungsrisiko einzugehen.B. STRIKE-PREIS Der bei Abschluss eines Optionsgeschäftes vereinbarte Preis. SWAP Tausch von Zahlungsströmen. SWAPZINSSATZ Der von Referenzbanken für die jeweilige Laufzeit veröffentlichte Zinssatz für Swaps (Tausch von Zinszahlungen). LIBOR oder andere Interbank Offered Rates. STANDARDNORMALVERTEILUNG Eine Normalverteilung mit der Standardabweichung 1 und dem Mittelwert 0 bezeichnet man als Standardnormalverteilung. Beim Cap entspricht dies der Zinssatzobergrenze. sechs oder zwölf Monate neu festgelegt wird. Mittel. beim Floor der Zinssatzuntergrenze. wobei der Zinssatz in der Regel alle drei. SWAPTION Gibt einem Optionskäufer gegen Zahlung einer Optionsprämie das Recht. Das bewusste Eingehen einer Risikoposition. dass auf den definierten Referenzzins ein über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg definierter Aufschlag (Marge) in Form von Prozentpunkten eingehoben wird. RATIO-SPREAD OPTION Eine Null-Kosten-Strategie. Doch variieren hier die Betragsgrößen der beiden Optionen. Sinkt (steigt) der Referenzzins. die durch eine Kombination von Kauf/Verkauf von CallOptionen und Verkauf/Kauf von Put-Optionen zu Stande kommen. einigen. EURIBOR. Marge gemessen in Basispunkten. RECEIVERS-SWAPTION Option auf einen Swap mit dem Recht. zu einem festgelegten Zeitpunkt in einen hinsichtlich Laufzeit und Zinshöhe spezifizierten Swap einzutreten. SPREAD Zinsaufschlag. bei dem es durch Ausnützung von unterschiedlichen Zinsniveaus zweier Währungen gelingt. SYMMETRISCHE RISIKOVERTEILUNG Die Gewinnmöglichkeiten und die Verlustrisiken sind bei Zinstermingeschäften für beide Vertragspartner gleich (z. REFERENZZINSSATZ Bezeichnung für einen definierten Zinssatz. dessen Neufestsetzung periodisch den jeweiligen Marktkonditionen entsprechend erforderlich wird. Fixzinsen zu empfangen.

Siehe Konfidenzniveau.TERMINMARKT Beim Terminmarkt wird die Erfüllung von Geschäften für einen späteren Zeitpunkt fixiert. ZERO-ZINSSATZ Zero-Zinssätze und Zero-Diskontierungsfaktoren eliminieren das Wiederveranlagungsrisiko bei zwischenzeitlicher Zinszahlung und führen deshalb zu ökonomisch korrekten Ergebnissen. VEGA Ist der Maßstab für die Veränderung der Optionsprämie bei Veränderung der Volatilität. gemessen in absoluten Geldeinheiten. Dieser stellt die Grundlage für die Berechnung des Konfidenzniveaus dar. Statistisches Risikomaß. ZINSÄNDERUNGSRISIKO Risiko eines Rückgangs der Erlöse bzw.und Zinszahlungen in unterschiedlichen Währungen für einen bestimmten Zeitraum auszutauschen. Z-WERT Die Quantile der Wahrscheinlichkeit. wobei die Konditionen beim Geschäftsabschluss festgelegt werden (z. VALUE AT RISK-KONZEPT siehe Value at Risk VAR siehe Value at Risk VARIABLER KREDIT MIT ZINSOBERGRENZE Kredit mit einer Verzinsung. Die Wahrscheinlichkeit wird dabei durch das Konfidenzintervall und der Zeitraum durch die Haltedauer angegeben. VALUE AT RISK VaR. VARIANZ-/KOVARIANZ-ANSATZ Im Varianz-/Kovarianz-Ansatz werden Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Volatilitäten und der Korrelationen bewertet. VOLATILITÄT Maß für die Veränderung von Zinssätzen oder Kursen im Zeitverlauf. VOLATILITÄTSRISIKO Die Volatilität beschreibt die Schwankungsbreite von Zinsen oder Kursen in Bezug auf ihre durchschnittlichen Werte. 77 . Mathematisch betrachtet ist sie die annualisierte Standardabweichung von Zinsen oder Kursen.B. ZERO-COST-COLLAR Sonderfall des Collar (gleichzeitiger Kauf eines Cap und Verkauf eines Floor). THETA Zeigt die Änderung der Optionsprämie bei abnehmender Laufzeit bei ansonsten unveränderten Rahmenbedingungen. eines Anstiegs der Kosten und eines Wertverlustes infolge einer Zinsänderung. Umwechseln von Fremdwährung in sechs Monaten zu einem heute festgelegten Terminkurs oder Kauf von Wertpapieren mit Zahlung und Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt). Diese wird benötigt um Wahrscheinlichkeitsaussagen über eine standardnormalverteilte Variable zu machen. da die Erlöse aus dem Verkauf des Floor deckungsgleich mit den Kosten aus dem Kauf eines Cap sind. EURIBOR) gekoppelt ist. die bei vereinbarter Kreditmarge an einen Referenzzinssatz (z. TRADING Das bewusste Eingehen einer Risikoposition. der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nicht überschritten wird. Kapital. TRIGGER Kursbarriere. desto höher ist auch das Volatilitätsrisiko. Je höher die möglichen Bewertungsbandbreiten eines Veranlagungsinstruments. Zusatzangabe bei Exotischen Optionen. das häufig zur Messung des Marktrisikos von Portfolios verwendet wird.B. bei dem beim Cap zu Vertragsbeginn keine Optionsprämie gezahlt werden muss. WÄHRUNGSSWAP Vereinbarung zwischen zwei Vertragspartnern. Der Verlust eines Portfolios.

Während Transaktionen am Geldmarkt üblicherweise act/360 kalkuliert werden. ZINSKURVE Die grafische Darstellung der Renditen für unterschiedliche Laufzeiten auf dem Geld. Abschlussfrequenz (monatliche. ZYLINDER-OPTION Bei dieser Optionsstrategie kauft beispielsweise der Importeur eine Devisen-Call-Option und verkauft eine Devisen-Put-Option. Austrian Government Bonds) zu einem im Voraus ausgehandelten Kurs zu einem späteren. Dies erfolgt entweder taggenau (act/360) oder unter Annahme eines 30-Tage Monats (30/360). EURIBOR) getauscht. LIBOR. Oberhalb dieser Bandbreite (Range) besteht eine Absicherung durch den Call.und Kapitalmarkt wird Zinskurve genannt. deren zu Grunde liegendes Aggregat Geld. 78 . Unterhalb dieser Range kommt es zur Ausnützung durch den Put. zu liefern (zu verkaufen). der Nominalbetrag und die zu tauschenden Zinssätze festgelegt. sondern dient nur zur Berechnung der Zinsbeträge. womit mögliche Kursgewinne mit dem Ausübungspreis des Put begrenzt sind. nach der die Anzahl der Tage für die Berechnung von Zinsen bestimmt wird (act/act. ZINSTERMINGESCHÄFT Zinsvereinbarung über eine in der Zukunft liegende Zinsperiode. act/360). ZINSBERECHNUNGSMETHODE Die Methode. 365 oder der tatsächlichen Anzahl von Tagen einschließlich Schalttag angesetzt werden. sowie die Angabe der Berechnungs. ganzjährliche). Die unterschiedliche Berechnungsbasis beeinflusst die Rendite insbesondere bei kürzeren Laufzeiten und sollte daher in jedem Renditevergleich berücksichtigt werden. ZINSSWAP Interest Rate Swap.B. ein im Kontrakt in Bezug auf Laufzeit und Verzinsung festgelegtes Zinsinstrument (z. Dadurch entsteht eine Bandbreite.und Kapitalmarktpapiere sind. 3-Monats USD LIBOR gegen US-CP Composite Rate.bzw. ZINS-FUTURES Finanz-Terminkontrakte. Der Nominalbetrag wird nicht ausgetauscht.ZINSBERECHNUNGSBASIS Gibt an. ZINSOPTION Das Recht. viertel-. die der Zinsberechnung zu Grunde gelegt werden. Zins-Future-Kontrakte beinhalten die vertragliche Vereinbarung. Dabei werden die Laufzeit.B. unterschiedliche Zinszahlungen in einer Währung über einen bestimmten Zeitraum auszutauschen (kein Kapitaltausch). Eine „normale“ Zinskurve steigt von links (Geldmarkt) nach rechts (Kapitalmarkt) degressiv an. Vereinbarung zwischen zwei Parteien. halb-. Basisswap: zwei variable Zinssätze werden ausgetauscht. ZINSTAGE Zahl der Tage. Das Jahr kann mit 360. werden Anleihen in Europa mit 30/360 abgerechnet.B. ZINSSTRUKTURKURVE Grafische Darstellung des Zusammenhangs von Zinsen in Abhängigkeit von der Laufzeit. z. In Abhängigkeit der Zinsberechnungsbasis kann für einen Monat entweder mit der tatsächlichen Anzahl von Tagen oder fix mit 30 Tagen gerechnet werden. zu einem bestimmten Zeitpunkt einen bestimmten Zinssatz zu erhalten oder zu bezahlen. standardisierten Fälligkeitstag zu übernehmen (zu kaufen) bzw. Arten: Kupon-Swap: Ein fester Zinssatz wird gegen einen variablen (z. wie die Tage für die Berechnung von Zinsen gezählt werden.

79 .

Swedish Krona SGD . 80 . act/360.Hungarian Forint IDR .Australian Dollar CAD .Malaysian Ringgit NOK . semi-annual act/365.US-Dollar ZAR .Norwegian Krona NZD . semi-annual 30/360. quart.TREASURY USANCEN Internationale Zinsusancen Zinsberechnungsmethoden am Geldmarkt (unterjährig) und am Kapitalmarkt (überjährig) Währung AUD .Russian Rouble SEK .Thai Baht TRL . annual 30/360. annual act/365. semi-annual act/360. annual act/365. semi-annual act/act. monthly act/365. quart. annual act/360.Icelandic Krona JPY . annual act/365.New Zealand Dollar PLN .Czech Kornua DKK .Singapore Dollar THB . quarterly Diese Zinsberechnungsmethoden gelten als Marktstandard.Indonesian Rupiah ISK . quart.Hongkong Dollar HUF . act/365. annual act/360. quart.Turkish Lira USD . Im Inlandshandel („Domestic Market“) gelten oft davon abweichende Usancen.Euro GBP .South African Rand Zinsberechnung Geldmarkt act/360 act/360 act/360 act/360 act/360 act/360 act/365 act/365 act/360 act/360 act/360 act/360 act/360 act/365 act/360 act/360 act/365 act/360 act/360 act/365 act/365 act/360 act/360 act/365 Zinsberechnung Kapitalmarkt act/365.Swiss Franc CZK . 30/360.Japanese Yen MXN . davon abweichende Regelungen können aber nach Vereinbarung getroffen werden und sind insbesondere bei einer Kombination von Instrumenten durchaus üblich. annual act/360. annual 30/360. annual 30/360 annual act/365. semi-annual act/360.British Pound HKD .Danish Krona EUR . annual act/365.Canadian Dollar CHF . act/360.Polish Zloty RUB .Mexican Peso MYR . annual act/365. annual act/365.

B. AUD 1 = USD X).Internationale FX-Usancen (Leitwährung. also nicht handelsübliche Währungspaare. Das Britische Pfund wird allen anderen Währungen (nicht EUR) vorangesetzt (z. USD 1 = CAD X). Basiswährung. werden beliebig zueinander gestellt. außer im US-Domestic Market (z. GBP 1 = AUD X). Der Euro wird immer als Leitwährung quotiert (z. . 1.B. außer es handelt sich um EUR oder GBP (z. Cross-Rechnen) Folgende Regelungen haben sich als internationale FX-Usancen durchgesetzt. 5. Auf Anfrage wird davon abweichend auch der jeweilige Umkehrkurs quotiert. Der Australische Dollar und der Neuseeland Dollar stehen voran. Der USD ist Leitwährung zu allen übrigen Währungen. 4. 2. EUR 1 = GBP X).B. „Cross Rates“.B. 3.

1090 Wien.16. Marketing & Communications. Gernot Rux. Kolingasse 14 . 1090 Wien. Herausgeber und Verleger: Österreichische Volksbanken-AG.IMPRESSUM Medieninhaber. Österreichische Volksbanken-AG. Mag. Tel. Martin Mayer. +43(0)50 4004-0. Claudia Schleiss Redaktion: Mag. Alexandra Lauffer-Köpplinger. Alfred Buder. Mag. Kolingasse 14 – 16 Grafik und Produktion: Dieter Achter. Harald Klimt. Marketing & Communications. Walter Riess.16 Stand: Mai 2011 September 2010 . Fax +43(0)50 4004-3683 AutorInnen: Mag. Österreichische Volksbanken-AG. Kolingasse 14 . 1090 Wien. Andrea Rainsberger. Mag.

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