Internationale

Tagung

der Historlker

der Arbeiterbewegung ( ITH)

X. linzer

Konf erenz 1974

Di.e Internatlonale Arbeiter-Assoziation

(Anarcho-Syndikalisten) und der trtaschismus.

Rudolf'de Jong
IISG

,

-

Amsteralan

1. Die IAA
während eines Kongresses in Berlin, vom 25. rezember 1922 bis 2. J awar 1927, wand.e eine Internationale von revolutionären anarchosyndikal-i s ti s chen Gewerkschaften gegründet: Die rnternationale Arbei ter-Asso ziati on ( IAA) . Die Geschichte dieser Berllner rAA - die organisation exlstiert auch heute noch - ist noch nicht geschri-eben worden: dj,e rÄ-a.Arihive und viele Dokunente sind feider vörloren gegangen. Hoffnung und Reaktion standen an der r,nii ege der fAA. Hoffnung, geweckt durch die Revoluti onsze j-t , reine mächti€e Hoffnung, die sogar dle schli,rnmste Not iricht dämpfen konnte*1). Urrd Reaktion nach der Niederlage der revolutionären Bewegungen in Deutsch1and, ftalien, Ungarn und Russl_and. letzteres ist wichtig. Dle Gründer der lAA waren überzeugt, dass die Russische Revolution unter der Diktatur dex Konmunistischen partei erstickt und verlorengegangen sei und die Rote Gewerkschafts Interna_ tionale (.ngl ) sich der Vormuntischaft der Komintern unterhabe .

worfen

fch

dern auch, um sie gemeinsam in dem Sinne., zu vexwalten, dass die. Produktion fortgesetzt werden kann z) (...) Weiter lesen wir über revolutionäre taktik: rrUnter direkter und revolutlonärer Aktion versteht der (Grün_ dungs)Kongress3 'l . Die Propaganda (..,) Z. Der Streik (...) ,. Der Boykott (...) +. Die Sabotage (...) !. Die Aktion der sozialen Yerantwor tli chkei t (...) 6. Der Generalstreik (,..)7) 5e1 der Grundung waren über zwei Millionen Ärbeiter der fAA angeschlossen. Wlchtlge Sektionen gab es in Spanien (Cllt mit etwa 1.000.O00 Mitgliedern), Italien (USI, IOo.o0O), Argenti_ nien (FoRA, 2oo.ooo), portugal (CGT, 15o.ooo), Deutschland (f,AUr 120.o0o), schweden (sAC, 22.ooo).4) Die spanische CNT war von Anfang an die grösste Organisation. Die cNT und die sAC spielten Inde der dreissiger Jahre noch eine wesentliche RoI1e.

fnternationale Arbeiter-Assoziation errichten. Jedes Mit_ glied derselben muss sich bewusst sej-n, dass die endgü1tige Befreiung der Arbeiter nur dann mög1ich ist, wenn die Arbeiter selbst als Arbeiter in ihren wirts chaftllchen 0r_ ganisationen daxauf vorbereitet sind, nicht nur vom Grund und Boden sowie von den tr,abriken Besitz zu ergreifen, son_

entnehme der Einleitung drir Statuten der IAA: Gegen di-e Offensive des Kapitalismus auf der einen Seite und gegen die Politikanten aller.Iüüancen auf der aadexet mtissen die revolutionären Arbeiter der Welt eine wahre

l

i

Die lAA hatte keine dirigierende Exekutive. Die landesver_ bände waren autonom. ns gab Kongresse und Konfere nzen, eirt internationales Büro, pressedienste und (nicht immer!) zeitschriften/ / .
Faqchismgs odeg soziale Revolution Der Faschismus ist von der IAA niemals isoliert bei;rachtet, sondern immer im Zusammenhang mit der internationalen Reak_ tion, Staat und Kapitalismus, Diktatux und fotalitarismus gesehen worden. Soziale Revolution oder Faschj,smus, Reaktlon und Krieg war die Alternative. I:lören w1t zum Beispiel wie der 4. Kongress der IAA das spanische proletariat begrüsste (der Kongress tagte in Madrid vom 1G. bis 21. Juni .i 951, also zwei Monate nach der proklamierung der spanischen demo_

-2-

ff.

kratischen Republik) : rrentweder zur Rückkehr des Iespoti.smus, der durch gewalt_ same Vertreibung der demokratis ctr_liberal en Regierung wj.eder zar Macht gelangen würde, oder zur Verwirklichung der Freiheit und zur Organisation der Arbeit durch dj"e Hand und Kopfarbeiteru o/ (...) Dle Gegenüberstellung von Demokratie und Easchismus - sowie die Einheitsfront a11er Antifaschisten hat die rÄA aIs fä1sch abgelehnt. Man wies gerade auf den Zusammenhang zwischen btirgerlicher Demokratie und Faschismus und zwischen bolschewistischen und faschistischen Methoden hin. fn den Publikationen der r/.A ist dez tr{eg zum tr'aschismus ein wesentliches Thema. Die Mitverantwortung, ja sogar Mitschul-d der Nichtfaschisten wurde dabei stets hervorgehoben. Mi.t_ verantwortung der bürgerlichen }emokratie und Mitverantwortung aler reformistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung. Der bürgerlichen Demokratie wird vorgeworfen, dass sie zum schutz des Kapitalismus vor einer sozialen Revolution auf ihre bürgerliche Freihelt verzichtete *nd den Faschismus zu Hilfe

rief.

Auch den trommunisten wurde parlamentari smus und Reformismus vorgeworfen. rhre Methoden und die Diktatur in Russland haben die geistige nntwicklung zum r,aschismus begüns_ tigt. Die kommuni.stische Demagogie und die praxis: a1le selb; st_rindrgga A-rbeitgzkräfte .der ?olitik cter K.P. und }ioskagl UnteI_

langer des Kapitalismus geworden, sie sind Reformisten, keine Revolutionäre, fhre Politik dem laschismus gegenüber ist de_

Den Arbei terorgani sati onen marxistischer und reformistischer Prägqng wi-rd vorgeworfen, _das s sie die Arbeiter in ihrem revolutionären l'ampf hemmten t) . Die s oziald emokrat en sind Hand-

faitistisch.

zuordnen, hat das

Proletariat demoralisiert und desorien-

-3-

tiert.
Uberblicken wir die Xreignisse zwi"sclren 1922 und. 1939, d.ann wird uns klar dass die I.AA genügend Gründe hatte, Demokraten und marr.istische Arbei t erbewegungen so scharf zu kritisieren. Die IAA und ihre Kritik sind praktisch von den grossen lnternati.onalen Arbeiterbewegungen ignoriert worden.
.::-

III.

tr'aschismus, Reaktion af ten §.!;!f§, wi cklung "

tapitalf slf§"he nnt-

der Faschismus im Zusarnmenhang mlt der internationalen Reaktion betrachtet wurde, wurde auch auf den spezifischen Charakter des Faschismus hingewiesen. Auf der 0agesordnung des zweiten IAA-Kongresses (Amsterdam, 1925) stand der rrKampf gegen di-e internationale Reaktionr'. Beri chter stat t er war der Italiener A. tsorghi. Ich möchte aus seiner Rede einige Sätze zitieren: rrEs gibt eine Reaktion im alten Sti1, und es gibt eine bolsjewistische, eine faschistische Reaktion. (;..)
0bwohl-

Der Baschismus, mehr noch die faschistische Reaktion, ist nicht bl-oss eine Geissel als rr rea,ktionäres-.Quantu,..-rr.zu werten, ja die linstellung ihrer Anhänger bedingt j_hre zahl. (...)

Die Reaktion nach altem Stile, wie sie Crispi und Ijismarck inszeni-erten, ist eine Sache, der Faschi"smus eine andere, und diese Aenderung in Charakter der Reaktion hängt eng zusammen mit dem Grad der Stärke, welche das Proletariat währenal cler letzten Zeit gewonnen hätte. Die Reaktion im alten Stile legte sich noch gewisse Beschränkungen auf, thre Träger hatten noch eine gewisse Verantwortfi chkeit. (... )
Der Faschismus ist ei.ne ganz andere lirscheinung. Xr kennt weder Seschränkungen no,ch Verantwortfichkeit (...
)

Der tr'aschismus 1st eine Vereinigung des Schfim"rnsten a11er dieser Ideen und afler reaktionären Folgen und Missetäten, wefche aus ihnen entstanden sind. Xr 1st eine seltsame i{i s chung von Demagogie und einer sogenannten rrRevol-utionrr. Ebenso wie die Bolschewisten - und der Faschismus ist nur ein Bolschewismus, der auf dem Kopf steht - woll-te er den Staat zu einer Macht erheben, welche cler Wiztschaft ihre Gesetze diktiert und durch

l

l

-4Dekrete den lauf der wirtschaftfichen Ereignisse bestimmen so11te (... )

ist ein Sammelsurium afler niöglichen Ideen, eine. Ärt politischer !'uturismus, der nie lmstande sein wird, Gieichgewieht und Stabilität zu gew.innen. Der Faschismus 1st ein Monstrum, der keiner lebendigen Gattung j-n der politischen Zoologle gleich ist. (...) Lh hat al-1e Prinziplen gefä1scht, al-1e verunreinigt. Mit dem nrgebnis, dass die faschistische Partei sich aus ELementen zusaflmensetzt, die wie ej-n Bifderrätse1
Der Faschismus.

für eine schfechte Idee. (...) "' Praktische Konsequenzen hat diese Unterscheidung von Faschisnus und rrReaktion im alten Stilri für Borghi nicht. [Der Faschismus hat eine ganze Re j-he antifaschi sti scher Strömungen hervorgerufen; die für 'das Profetariat eine Gefahr in sich bergen. Die Bourgeolsie kann natüylich rnit Mussolini und seiner Bande nicht zufrieden sein. Xr hatte ihr gedient al-s Werkzeug gegen das Proletariat. (...) nie Demokratle erkl-ährte nunmehr, dass si e.,.b.e1lsit---§ei,r. sich an die Spitze einer Bewegung zu setzen, urn rrdie Frej._

anmuten, Menschen ohne Gfaubenroohne leidenschaft selbst

wieder herzustellen und begehrt zu diesem Zweck die Hilfe des Proletariats. )ie Paroie ist: rrGegen jede Dikheibrr

tatur ! rl Der antifas chi sti sche Block würde dadurch also notwendigerweise auch zu einem ant ibolschewis ti schen Block werden. Aus diesem Grunde ergeben sich für uns folgende I'rageni nrstens: könnten wir mit der Demokratie ei-nen Block schliessen gegen den Faschismus? Zweitens: können wir mit der Demokratie auch gegen jene andere tr'orm der Reaktion einen Bfock bilden, die im Bo1schewismus ihren l"usdruck findet? Um sich hier zurechtzufinden, müssen wir die Rol1e, welche die Demokratie im Faschismus gegen das Proletariat gespielt

hat, etwas näher in Augenschein nehmen, (...) fn der Tat ist es nötig, in den Faschismus zwei ?hasen zu unterscheiden: seine Rol-le von 192O bis 1922, al-s er noch ausserhalb der Regierung wirkte, und deine Rolle als regierende Partei naeh 1922. In beiden Phasen seiner Existenz r,rurde der Faschismus von Staate unt.erstützt. fn seiner ersten Phase war es der
demokratische Staat, wel_cher den Faschismus deckte und ihm

l

l

E

den i eg ebnete

(.,,

)

Hier steflt sich uns eine Frage entgegenr

Iy:dem iclr den konservativen Charakter der iemokrati.e zurl Ausgangspunkt meiner Ausführung gemacht habe, darf üran daraus schliessen,

posieren.'(...) Es ist also notwendig, auch für uns, jene Freiheiten zu fordern und zu verteidigen, welche frühere Revolutionen uns gebrackrt haben, allej-n wir müssen sie verteidigen,
I(ein
Zusammel€€hen

dass wir politischen tr'rei-heiten keine Bedeutung beilegen, dass das Bedürfnis, dieselben zu fordern und zu vertej-digen, eine Angelegenheit der bürgerlichen Demokratie ist, ja dass wfu uns selber ins Schlepptau der Bourgeoisie begeben, fal-l-s wir für polltische Freiheit eintreten? Keineswegs ! riir werden jede Art der Freiheit fordern. llir urerden alle Freiheiten verteidigen, die wir geniessen. Das ist durchaus kej-n Widerspruch. Die Lomnunisten können sagen: rrUm so besser, wenn es eine bür€ierliche Diktatur gibt, nach ihr wlrd die unsere kommen!fl Wir aber sagenl trum so schfimmer, wenn es eine bürgerliche Diktatur gj-bt, da dleselbe den Gfauben erweckt, dass die bürgerlichre Demokratie ein Paradies sei und den bourgeoisen Demokraten die t4öglichkeit bietet, a1s Revolutionäre und Verfolgte zu

ohrle das Gebiet unserer Ideen und Methoden zu verlassen.

(...

)

also zwischen dem revolutionären proletariat und der Denokratie ! Aber wenn es auch vorkommen kann, dass slch in gewj_ssen Momentetr unsere Kräfte mit

der positlven lösungen ermangeln. Aber wäre es etwa praktischer von uns, wenn wir mit unseren
demokratischen Gegner Hanci
zusammen

Zeit des Kapp-Putsches, so kann aber nlemals von ej.nem Zusammengehen im Kampf gegen den Bofschewlsmus dle Rede seln. Dies ist ein liampf , den wj.r ganz allein führen müssen (..,) fch weiss, dass man sofort die ninwen.dung gegen uns erheben wird, dass unsere i/orsch1äge reln negativer Natur sind und in
Hand gingen und

denen der Demokratie lcreuzen im Kampfe gegen den tr,aschis_ mus, wie dies z.B. der Fa1l gewesen ist in DeutscLrl-and zur

mit clen jieinen strampelten, anstatt auf dem Gebiete zu käimpf en, däs unseren Ideen angemessen ist? 9) fch zitiere aus der vom Kongress angenommenen Resofution über rrden Kampf gegen die international_e Reaktion't : Der Kongress betrachtet die elementare Freiheit der presse, des tr^trortes und der Koalition für die I(ämpfe der Arbeiter
a]-s unentbehrl-ich. ,,9

mit ihnen

-6Diese Frelheiten sind das lkgebnis vergangener Revofutionen, und die Verteidigung oder Wiedererringung derselben hängt stets von (raft des vrliderstandes ab, 'den das organisierte Profetariat zu leidten imstande ist' Sie sind eine kostbare llrbschaft, die fortgesetzt erweitert werden muss und niemals dev Gnade irgendeiner Regierung anvertraut werden darf. ("') Der Kongress ermahnt die Ärbeiterklasse jener länder ' die von dem 'i'Jüten der Difitatur betroffen sind ' ihr Vertrauen 1n den Klassenkampf zu bewahren, und dort,
wo

Bedingungen die reguläre Tätigkeit des gewe rkschaftlichen Lebens nicht gestat'ten, sich auf ihven Arbeltplätzen selbst - in den tr'abriken, den landwir t s chaf tIi chen Betrieben und den Verkehr sindus tr i en - zu verbinden, d. enn der wahre Kampf gegen die Diktatur fäl-lt nicht nur zusamrnem mit der Erhebung der Arbeiterschaft, auf der Sanzer. linie der wir t s chaftli chen ?roduktion, er wird auch die tsedingung jeder Erhebung '

die derzeitigen

gegen

Es i-st bekannt, dass Anarchisten und Syndikalisten in cler Analyse ge sel1s chaftli cher Entwicklungen ausser den wirtschaftlichen und materielfen Faktoren auch den sozialpsychologischen und kul-turelfen I'aktoren grosse Bedeutung bei-

die Diktatur ""ir,.

1O)

messen.

i

DerFaschismusistauchimn,ierinZusammenhangrritderDemoralisierung der liriegs- und Nachkriegszeit, des Nationafismus und - in }eutschl-and - dem Untertanengeist betrachtet

wordcn.

11)

Auf den Kongressen der IAA - speziell auf den ersten vier Kongressen - hat man sich natürlictr mit den Entwicklungen des Kapitalismus, und den damals akiuelfen 'oiirtschaf tsprobleme beschäftigt. Lls gab Referate und Resofutionen über ArbeltSlosigkeit, Rationali sierung und Sechsstundentag, die Wirtschaftskrise u.s.w. Direkte Hinweise auf den Zusammenkrang zwischen der wlr t schaftli chen Entwicklung und der nntwicktung gab es indessen ziemfich wenig' Dennoch sind Cie Dis-

kussionen und Analysen interessant' Tn den Analysen wurde auf die Entwicklung vom Privatkapi tali smus zum Irionopolkapi'tal-ismu§, mit lrusts und Kartellen, und die zunehmende Bedeutung des Staates und des Staatskapi tali smus hingewiesen' Demgegenüber wäre es notwendig, auch den (lassenkampf internatiorraL zu organisieren, mit Austausch von Statistiken' Informationen, Kampf für Algleichung cler löhne und Arbeitsbedingungen:

.J

-1rrinternati onal e Aktion'r. Iie iledeutung der nationafen Industrietr'öderationen und die Notwendigkeit internationafe Industrieföderationen zu bilden, wurde auf den inJ, ernat i onal en liongressen in Madrid (lgZt) und Paris (ßlf) dlskutiert. 12)

IV. Praktj.§s.her A.
In_d en_fas chi st i

Kampf und Probleme

"

sche! _lägderl.

Ier praktische Kampf der Anar cho-Syndikali sten in fascistisch und diktatorial reglerten ländern entsprach cler erwähnten liesolution von 1925. Im Ausland bildeten sich bisweilen Emigrantenorganisationen. l.[an versuchte durchzuhalten und weiterzuarbeiten. Dabei ist folgendes zu be trachten 1. fn den zwanziger Jahren hatte sich der Terror in den fascistischen ländern nur al1mäh1i-ch gesteigert und war nicht so perfekt organisiert wie nach 1953 in Deutschland. Tn verschleclener ländern hat es, trotz Vervolgungen und Terror, doch zuwe.ilen gew.isse Möglichkeiten gegeben (wieder) zu pubJ-izieren, die Organisationen zu schützen oder ncu aufzubauen, Kontakte zu pflegen u.s.i./. Charakteristik 1st der Bericht des Delegaten aus Portugal auf dem fAA äongress 1911 : rrSeit 1926 haben wir (...) aie Diktatur. Dic Bewegung wurde vö1lig unterdrückt, die Tageszeitung verboten. Auf dem lütticher Kongress (t9Zg) war kein Delegiertel von uns. tr'ast alle Genossen waren damals in Gefängnj-s (... ) Zettungen tauchten wieder auf. Sie wurden jedoch wiederum verboten (...) t)) 2. Bis 1933 war die Uberzeugung üreit verbreitet, dass der Faschlsmus rrrdas Monstrumrr nicht lebensfähig wäre und bald zu Grunde gehen nüsste an den Abscheu, die es erweckte. Abscheu, nicht nur bein Profetariat sondern bei a1l-en Schichten des Yolkes. Dleser Glauben finden wir zum Beizplel in einem Aufruf des Sekretariats der IAA nach der Ernrordung von ltateotti: rrDer so langersehnte Augenblick, wo der Faschismus durch seine zahll-osen Verbrechen darnit endete, die nrbitterung der unterdrückten Massen hervorzurufen, ist endlich gekommsn,']4) Der tr'al-1 ?rimo de Rivera ln Spanien (lSlO) und die Proklamlerung der Republik (1911) hat diesen Gfauben verstärkt.

B.

IAA: _Agitat i on_ued_Hi 1f e 1e i- s tuSgen.

Sofidarität nit den Opfern des laschismus und der Diktatur hat es natür1ich imrner in der IAA gegeben: fnformation in der Presse, Agitation; Kampf für Asyirecht; Geldsammlungen; Flnanziefle Untcrstützung von il1ega1en und Hal-billegalen Organisa.-4

-Btionen und Zeitschriften in faschistischen ländern. Schmuggel iI1ega1er literatur, I1üchtlingshilfe, u.s.hr. Die IAA ist immer eingetreten für alfe ve::folgtcn Revol-utionäre. Den eigenen Kameraden wurde ja doch ,1i; meiste Aufmerksamkeit geschenkt. Karopagnen wurden füx Ghezzi, Radovitsky, Durruti und Ascaso, Sacco und Yanzetti, Xrich und Zensl Mühsam u.a. veranstaftet. C. Internationaler Boyko tt .
Eine wichtj-ge Frage ist: Hat die IÄA auch versucht die 1n den Statuten erwähnten wir t s chaftli chen llaffen zu benützen im Kampf gegen den internatlonalen Faschismus?

Die wir t schaftli chen Aktionen der Transpor tarbe it er Xuropas und Amerikas gegen die Intervention in Russland hatten die Anar cho-Syndikali s ten beeinflusst.
Bevor der Marsch auf Rom stattgefunden hatte, hatte das Internationale Büro der revolutionären Syndikafj,sten sich an die IGts und. die RGI gewandt und gebeten einen Boykott gegen den Faschismus zu organisieren. (Dieses Büro war u.a. mit der Yorbereitung des Gründungskongresses beauftragt) . Ich zitiere aus dem Brief an dem fGB und die RGI vom 15. Septen,her 19222 riEs gilt nicht, eine besondere Organisation, sondern das gesamte italienische Proletariat za unterstützen't (...) cinen vo11ständlgen Boykott Italiens, wie cr seiirerzcit gegen Horthy-Ungarn durchgeführt rvurde. (...) ti,ri r schlagen ferner vor (... ) dass für die h.uer von drei Tagen sämtlicher Yerkehr mit fialien elngestelft wird, so dass kein NachrichHpfen anlegt. 15) Dieser Vorschlag wurde
nömmen.,

tendlenst ftalien erreicht, keine Xisenba.hn die italienische Grenze passiert, kein Schiff in einem italienischen

nicht durch die

RGI und den fGB ange-

lfeiterhinn sind folgende Soykotbktionen vorgeschlagen und propagiert worden: 1 , 1927 " Geg'en dle Vereinigt«r S1a^*en, um die drohende llxeku. tion, aon Sacco und Yanzetti abzuwenden. 2. 1931 . Gegen lii t1e r-Deut s chland 1. 1919. Gegen die faschistischen Agressorcn Deutschland, Italien und Japan. Erfolg hatten sie nlemals. Unter den Sektionen der IAA hat die schwedisctre Organlsation, SAC, am mej-steh getan diese

t

Boykottaktionen zu propagieren und zu organisieren. fnteressant

3E

-9ist, dass 1935 d,ie französische Sektion (CGTSR) sich gegen den Soykott aussprach. rrDas Hauptargument der CGTSR (...) war, dass eine solcher Boykott für Hittl-er ein Vorwand sein könne, seinen elgenen jlankrott zu maskieren. Ausserdem könne er den Nazis einen Vorwand zum liri=g gcben. rr ro '/ 1r', Spanien wurden dsmaf6 P1äne für einen Soykott von den Dezember-Aufstand 1931 , der die CNT in die fllegal-ität versetzte, verhindert, 19]B hatte das Sekretariat der lAA einen ?1an ausgearbeitet ftir einen Boykott und ein Embargo gegen Deutschland, ftalien und Japan. 17) I*port" von Rohstoffen, die für die Rüs tungsindus tr ie und die Br enns toffver s orgung in den faschistischen Staelten nota/.\

wendig waren, so11üen verhindert r"/erden. Die Versorgung der Bevölkerung der Agressorstaaten nit lebensmitteln solIte garantiert bleiben. Dle Anar cho-Syndikali s ten beabslchtigten die Regierungen der Mitgli ed sta.aten des Völkerbundes, und auch die Vereinigt«r Staaten, d.azvzubri,rLgen, den Yerpflichtungen des Arti-kels 16 des Völ-kerbund sve r trages nachzukommen. (Artikel 16 enthielt die Verpflichtungen der Mitgliedstaaten Sanktionen gegen Agressorstaaten zu treffen. )18) 1", Boykottplan wurde der iGB vorgeschlagen aber von clj-esen abgelehnt. 19)

A1le Boykottaktionen der IAÄ wareni.fdnercäuf,{lderungen an das ganze Proletariat oder Yorschläge an den fGB und die RGf. Die Frage, wie und wo organisierte Minoritätön sefbst am Besten anfangen könnten, mit konkyeten Aktionen, ist niemals gestellt worden. I)ie Vorschläge und Entwürfe waren meistens auch sehr aLlgemein gehalten: man hat nicht versucht in clen faschistischen Wirtschaften eine Achillessehne zu entdecken und zu treffen.

D. Zusarnmenarbeit und Ei.nheit.
Der Gründungskongre ss der fAA wandte slch in einen..Aufruf : [.4.n das werktätige Volk a11er länder und Zungen. Uber die 'r Einheitsfrage und proletaiische Zusammenarbeit steht j-n diesem Aufruf : ItDie trlnternationale Ärbeiter-Assoziationtt erbl-ickt in den Arbeitern, welche den fnternationalen Moskaus oder Amsterdans angeschlossen sind, keine Gegner, sondern .natürli-che Verbiindete, und ist stets bereit, 1n allen grossen Äktionen des ?rol-etariats für die Befreiung der Arbeiterklasse oder gegen die Versuche der Reaktion ( S.chul-ter an Schu]ter mit denselben zu marschieren"2O) ' ' ' )

'-5

- 10 Zusammenarbei ten in konkreten .Aktlonen also - wie bei dem General-stre lk zur Zeit ces }iapp-Putscho". 21) In d", Praxis hatte man fruchtbar Zusammengearbe i te t mit radikalen Demokraten - und Organisationen wie den liga für Menschenrechten wenn es galt, a1l-gernelne Rechte zu verteidigen gegen Ansctrläge
der Reaktion. In den faschistischen ländern ist die Zusammenarbeit oft weitergegangen, wie iä Spanien während der Diktatur Primo cie Riveras und wie in Portugal . Auch in den .dreissigen Jahren hat die IM ihre Anslchten keineswege gändert. fn der Saarabstimmung trat sie für Stimnienenthaltung eiir. Sie versuchte die kommunistischen llanlpulationen auf rlen Einheitskongressen (Anti-friegs-Ilongress, Amsterdam, l)JZ, .Lnti-faschistische Arbeiterkongress, laris, 1913) zu ,,\ entlarven.-'' Dex IAA-lion$ress in Pa.ris, 1915, lehnte die ,? \ Volksfront ab."/ Die Geschäfts Kommission der 1I1egalen FAUD schlug einmal neue Wege zur revol-utionären ninheit vor: rrElne Niederlage des spanischen ?rol-etariats beinhaftet ej"ne noch empfindlichere ltiiederlage für das gesamte' Proletarj-at Europas. Wir sind der Auffassung, dass ganz neve Wege dabei beschritten werden müssen. (... ) Es muss eine SJäthese zwischen den marxistischen und clen anarchistischen Profetariern gefunden werden. (... ) Die Organi satl onsform der neuen llinhei t s organi sati on wird di.e so zialr evolutionär e Gelyerksch:rft sform bleiben. fnternational würde dies bedeuten eine Gründung einer neuen rnternation a1s.u 24) Das Sekretariat der IA-1r. war gar nlcht einverstanden mit di.esem Yorschfag und erklärte: Wenn diese Auffassungen vielleicht erkl-ä.rlich sind durch dle jetzige lage in Deutschland, so stel-fen sie zweifellos einen gründ sätz1ichen- furtum dar und verkennen auch die

l

I
l

internationale Lage. 25 ) Die lAA beurteilte die internationale politische Situation und clie lage in Hi tler-Deut schland ziemfich realistisch. lfan machte sich keine fflusionen. :ieue fdeen, Analysen oder Vorschläge wurde aber kaum erarbeitet. lls war ein Iesthaften an und cin Wiederholcn von Pr-inzipien. Es gab nur eine Hoffnung: Spanien Y. Spanien. Spani-en ist ein Kapitel für sich und erfordert e.in Referat für sich. über die CNT und ihre Rolle während des spanischen Bürgerkrieges und über di.e soziale Revol-ution gibt es eine Menge lite-

. ratur. 26\

- 11-

fch beschränke mich hier auf das Verhä.1tnis IÄA zu Spanien und zur CNT. Der 4. I{ongress der IAA in Madrid hatte ein iberisches Sekretariat der lA-a elnge ser,zt. Von 1931 bis 1935 way der Sitz des fÄA- Sekr e tar iats in Spanien. Die Zusammenarbeit zwischen fÄA und CNT gestaltcte sich wenig )'7 erfolgreich.-'l \ Dj-es war um so verhängni svoffer a1s das Sekretariat und die ganze IlA wussten, dass den revolutionäre Kampf in Spanien entscheiden sollte über die Frage: Faschismus und Weftkrieg oder soziafe Revolution. Tatsächlich ist der Angriff des laschismus und der Truppen Francos mit einer sozial-en Revolution beantwortet worden,

die in groben Urnrissen den Ansichten und den Idealen
Anar gho- Syndikal-i smus

entsprach. Die betrachten diese soziale Rcvofutlon als das schönste Experiment in der Geschichte der Ärbeiterbewegung.tol

des Anar cho-Syndikali s t en

Die Faschistei] wurden nicht überall in Spanien geschlagen. Die CNT entschloss sich nach den -l 9. Juli 1956 mit allen antifas chi sti schen Kräften z,usammer,zuarbeiten ge6en den tr'aschismus. Es ging nicht mehr um die Frage laschismus oder soziale Bevolutj-on, sondern um die soziaTe Revolution und den llamp gegen den Faschismus: den 3ürgerkrieg und die Abwehr der fntervention der faschistischen Mäclrte. Diskussionen über die Bündnisfrage hat es 1n Spanien schon lange gegeben. Y. Orobdn ?erndndez hat in Februar 1934 ltuf sehen erregt sche Gefahr.

mit einem Appe11 zur ninheit gegen die faschistinr berief sich dabei auf das Vorbild der ],Iünche,o\ ner Räterepublik.'7l 0rob6n meinte also eine rcvolutionäre Allianz im Gelste cier tr'rontstellung Fas chi smus- so ziale Revolution (und nicht Fa s chi smus-Demokratig Orob6n hatte die CNT in ,{surien beeinflusst. l{ährend des asturischen 0ktoberaufstands 1914 arbeitete man - nicht ohne Schrrierigkeiten zusammen mit Soziafisten und mit Kormunisten. Der l(ongress der CNT in Zaragozza, Ma:. 1916, setzte die Afllanz CNT-UGT (die sozialistische Gewerkschaft) auf die Tagesordnung. Die antifaschi stische Allianz während des Bürgerkrieges war niäht eine revolutionäye Al-l-ianz im Sinne 0rob6ns, aber ein Zusammengehen von sozialer Revofution und anti-fas chi sti sche r Gegenrevolution. (lalei steflte die K.P. sich an der Spitze der bürgerllchen Reaktion). Die CNT versuchte die antl-Franc ofront nt erlrai-t en und gleichzeitig die soziale Hevofution zu schützen. Iaraus ergab sich eine Pol-itik vol1er Kompromisse.. Der ,lintritt CNT-Ministers in die Regierung, die Mi.litarisierung, der Angriff

?olitik oft sehr kritisch grg"rrüber.f0) Natürlich flnden wir auch die tiefe tr'reude über die soziare Revorution uird die soridarität mit spanien in dieser presse.
Spannungen wegen

auf die Koll-ektive im Jahr 1937 gehörte n zu dem hohen preis, den die CNT zu zahlen hatte für diese politik. Die presse der I.AA - speziell in tr'rankreich - stand deswegen der CNT_

-12-

der Organisartion der fAri kamen auch vor; die spanier hätten die r.A,Ä gerne in den Dienst der cNT gestel1t. xi-n ausserordentli-cher 1iongress der rAA über spanien fand 1n Parj.s, 6-17 Dezembex 1937, statt. nie wichtigste Resol_ution betonte die Solidarität mit der CNT und stell-te es der CIIT frei die Experimente f ortzusetzer-r.l1 ) -nu" voriler erwähnte Soykottplan war auch ei-n Ergebnis dleses Kongresses. , Tatsächrich war die rAA vährencr des Bürgerkrieges nicht imstande, der CNT entscheidende theoretische ocler materiel_1e IIilfe zu leisten. Die Tragödie der rÄÄ ist vi.elr-eicht, dass sie nur in den zwanzigen Jahren eine wirkr-ich lebendige rntel* national-e war; .damals aber herrschte 1n spanien die Diktatur. während der zweiten spanischen Republik waren (mit Ausnahme von schweden und spanien) die sektionen, wenn sie nicht ganz cten Faschi-smus und der Weltkrise zum Opfer gefaIl"r, ,rr", .gu klei*sn ideologischen Propagandagruppen geworden und .i..*:ec{. ". keine aktionsfählgen Geruerkschaften mehr. trtatsache ist - so sckrreibt Rudolf Rocker ' in seinen Memoiren * . dass mit der Niederlage des Spanischen Bürgerkrieges, in dem un§ere eigene Bewegung eine so heroische itor-1e gcspielt hatte, auch das Schicksal der IAA bcsiegelt wuy66tt32 )

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1) Rudo1f Rocker, Revoluti.on und I{eraoiren Sand III, Manuskript

habe, um ihre Gründ.r:ng zustande zubringen. Manuskript, S, 2)5.
2) Resol"utionen, angenomnen

Rückfall in d.ie Barbarei, IISG, S. 2LI. Bocker war der t'Ich habe an deu llntwi cklungsgang der Yater d.er 1AA. IAA von Anfang an tätigen Anteil genomnen und kann wohl mlt gmtem Gewissen behaupten, dass ich meine besten Kräfte eingestellt

"

(l{emoixen

IIf,

auf den Int ernat j.onal en Kongress der Revolutionären Syndikalisten zu Ber1i.n, vom 25. Dezember !)22 bis 2. Januar l)2), S. !, Ber1in (tSz».

,) rd., s. 2off.
4) Siehe "!er Syndikalist, Organ der Freien Arbeiter-Union Deutschlands", L9Z), Nr. Ii Rr Rocker, Iviemoiren fII, üanuskript
s.225-226.

!)

Angaben über

die IAA:

Yorbereitende Konferenzen: !ezernber r!20 ln Düseeldorf und Juli lgZZ in Berlin.
Gräad.uugskongresa:,

in Berrin, oktober
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i921

Be.r]in, pD.XLI.:-iZZ-2.1J.921,,

...

.

II. Kongress: Amsterd.am, ?1. _2g,ITI.L925; 1II. Kongress: trüttich, V.I!28; IV. Kongress s Madrid, +d._2].VI.l9rt; V. Kongress: patis, 24.-1l-.VTII.L955, Aussergewöhnlicher Kongress: paris, d._17.XII.1917; Vf. Kongress: paris, 24 --1L .y7ll .t918 i f,onferenzen uncl plenuros: Innsbruck, XII.I)2J i paris, V.1!26; Madrid, t\.1952; Amsterd.an, T\.l91ji paris, fX.I!16i pa?is,
Yr.t917.

Sitz

d.es

Sekretariats tgZZ-1911 Berlin;
L9

11-f915 Madrid.-Baxcetonai
Sto ckholm.

L)JJ-I))B parlei
I91B

5) fV. Wefttongress der fnternationalen Arbel t er_Asso ziat ion, Madrid, vorn 16. bis 21. Juni l-9r1, IAA, Berlin [f91:.], S. e. siehe auch z.B. .en Aufruf an die Delegierten des antifaschistischen Axbeit erkongre ss e s , parj.s, zf .-). JD:r.L 1911. rr!'aschismus oder soziale Revolution3 ' ei.ne andere 1./ah1 gibt es für die ArbeiterkLasse nicht. Kampf gegen den Faechisnu§ heisst: Ka.rnpf gegen jede Dlktatpr und. vorlereitlag ifer rlr.::.:l-i
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-:-. - . .:i.

Sozialen Revolution. niesen Kampf gilt es zu organisieren über den Kopf aller politischen Parteien und gegen alle politischen Parteien." (Tätigkeitsbericht des Sekretariats der IAA (April 1!l]-April 1915), S. 44).
7)

Sehr scharf wurden d.ie S o zial d emokraten und Konmunisten nach d.ex flachtsübernahme 1n Deutschland angegriffen. rrDass d"er Faschisnus in neutschland. siegen konnte, ohne den geringsten iniiderstand von seiten de]r Arbeiterbewegung rolt ihren beiden grossen politischen Paxteien (...), ist der eklatanteste Beweis d.es

Bankrotts der parteipol:itischen llethodenr (Sekretariat der IAA, 2!. '!\ärz 1!ll (siehe Tätigkeitsbericht... S. 41).
8)

Bericht des If. Kongresses d.er Internationalen Arbeiter-Assozj-ation in: I'Dj-e Internationale, Organ der Int ernat j-onal en Arbeiter-Assoziationrr, 2. Jg. Nr. 5,. JüL L92r, S. Z7ff.

9) rd.
10) rd. I s. 62-61. 11) nas Lebenswerk Rockers, Die Entscheidung d.es Abenrlland.es (Nationalism and Culture), Eanburg 1949, ist etne

libertaire Ause inand.ers e t zung mi-t Nationalismus, Staat svergöt t erung und Faschisrous. Das Manuskript im Jahre 19r, abgeschlossen.

war

12) Trotzäem gab es nur eine internatj.onale fndus trieföd.erati.on, die sehr wentg aktiv war: Die fnternationale Synd.ikalistische Sauarbeiterföderatign, gegründet im Jahre 1!25.

rt) UL. Weltkongress... S.

11.
BO-81.

14) Die Internationale, Juni 1925, S.

1!) ler Syndikalist, !922, Nr. {0. Siehe auch ner Syndikalist, 1!22, Nr. 45 und l)2), Nr. l, 15) Tätigkeitsbericht des Sekretariatg. . . , S. 11. 17) Siehe AIT Service de presse 19J8, Nr, L, te dJ mars 1!]8, p. 9-16. Plan de Boycottage et diEmbargo relatif aux Marchandises, Produits et Objets originaires des pays
i

Fascistes ou d.estin6s ä ces pays.

18) Id. p. 1rs

'

"iI est 6vident qutune action g6n6rale ies travaiLleurs appuyds par une opirrion publi[ue 6c1air6e et renseignde, syropathique ä la cause de }a Paix, peut obllger, par sa constance, Les Gouvernements qui si-ögent encore ä Genäve, ainsi que 1es Etats-Unis, ä appliquer pratiquement des dispositions qurils ont eux-mämes. inscrites dans Ia Charte Internationale d.e Genöve.',

19) Siehe AIT Service de presse, 1!J8, Nr. 1 und Rapport Ivloral , Congräs d.e L 'AIT, aoüt 1!lB.
2o) Resolutionen, angenommen... , S. 15. 21) Rudolf Rocker erwähnt den Kapp-putsch a1s Berichterstatter über rrdj.e Stellung der IAA zu den verschiedenen Richtungen innerhalb der Arbeit erbewegungr' (Kongress Amsterdarn 1925), Die Internationate, Juni t9Z5r-5. :.O.

-

L)

-

fn "Revoiution

und Rückfall. .."(s. qlq-+t5 ) sibt Rocker die Stellungsnahne der FAUI zu dem Staatsstreich Ton Papens in Prcussen gcgen Severinl Q91z) wieder; "Vir hatten (...) Sleich nach den Staatsstrelch von ?apens eine gehei&e Versarnmlung der Vertrauensmänner unserer organisa,tionen in Ber11n und Umgegend einberufen, um zu den ]etzten Geschehnissen Stellung zu nehmen (...).In Sener Versamnrlung uurden alle Vorbereitungen zurn Kampfe getroffen, sobald das erste Signal dazu gegeben würde. Es wurde beschlossen, sofort einen kurzen Aufruf an die Ceutscbe Arbeiterschaft herauszugeben, cler 1hr den gar:'ze.n Ernst der Lage vor Augen führen und zeigen sol1te, dnss nur ein Generalstreik r^rie zur Zeit des Kapp-Putsches noch Rettung bringen konnte. Erich Mühsam unterzog sich sofort de" Aufgabe, den Aufruf zu schreiben. (...). Doch schon am nächsten llage erschien im Vorwärts eine Erklärung, in lrelcher d.ie llerausgeber jenes t taniF6!G!-ä1s "Agenten des tr'aschisnustt gebrandmarkt wurd.en und den Arbeitern dringend geraten wurde, sich nicht in die tr'allo Locken zu lassen und ruhig zu warten, bis ihre beuährten tr'ührer beschlossen hätten, was zu tun sei'l (Memoiren, Band IIf, Manuskript 414-455),

22) siehe

Tät igke it sberi cht des Sekretariats der IAA (Alxll L911April 1915), S. 5l-. Erklärung zur Saarabstimmungi S. 4i. Gegen

den tr'aschismus.

2r) Uber diesen Kongress stand mir nur der Bericht j-n Le Corabat Syndicaliste und ln De Syndicalist zur Verfügung. 'rContre fe front unique des politiciens de toutes couleurs, 1iA.I.T. fait appel au front conmun r6vofutionnaire ä la base, ä 1'6ducation r6volutionnaire locale draction directe quotj.dienne anti-6tatiste bas6e sur une lutte antipolitique, anti6lectorale, antiparlementaire et antifasqigte. . . rr B6solution sur Ie front unique adopt6e par le Vc Congrös de I'AIT (Ie Conbat Syndicaliste, 4.v-"19)5). "... 1a luttc contxe Le fascisme nc peut ötre men6e en accord avec Ia bourgeoisie dtu.n autre pays, mais uniquement par 1e prol6tariat de chaque pays contre sa propre bourgeoisie, et . que 1e fascisme ne peut ötre renvers6 autrement que par }a r6voluti-on sociale." (R6solution sur 1a guerre, Le Combat Srndlcaliste, 11,V,, I9t5). .
24) S*ehe Tätigkeitsbericht...s. 57ff.

zr) rd. (r.v.r9i4).
26) B. Bo1lotin, The Grand Camouflage, London, 1961, N. Chomsky, L.,iberal Scholarshj.p and the Spanish Civil War (in American Power and the Now l{andarins, New York, }971). Erich Gerlach und Augustin Souchy, D1e soziale Revol,ution in Spanien, Berl-in, l-974. Gaston Leva1, nspagne Li.bertaire 16-39, Paris, 1971. CSsar M. L,orenzo, I,es anarchistes espagnols et fe pouvoir

J. Ieirats, l,a CNT en la Revoluc.i6n espanola, 2a edic. Paris . 197L, ] Tonos, 2'l) Tn dem fätigkeitsbericht d.es Sekreta.ria,ts der ]AA (Ap]i1 1913 April f915) heisst es; 'rlie CNt zeigte nieht des gcringste Interesse für die IAA. Sie ford.erte das Sekretariat nie zux Zusammenarbeit für d.ie gemeinsame Sache auf, (...)". (s. 7).
2s)
i
t

L86B-1969, Paris 1969.

rrVoici les faits: une r6volutlon sociale incomparabl enent plus profonde que toutes cclJ"es rlui 1'ont pr6c6d6e a eu lieu d.ans un peuys rlont on a beaucoup par16 durarrt les ann6es L916-I919 z ltEspagne. Une r6volution qui a atteint les buts

E"

-15th6oriquement pr6conis6s par l4arx et Engels quand. ils sont a1l6s au plus loin d.e feurs pr6visions dravenir, par proudhon et par Bakounine, ainsi- que par 1'6co1e kropotkinienne d.e lranarchisme socialiste.'r (Gaston Leval, Espagne L,ibertaire, p. 9).
29)

"La rdalit6 du pdril fasciste en Esp:.rgne - d6clarait Orobon tr'ernand.ez - a pos6 sdrieusement 1e problbme r1e 1'unificati-on du prol6tariat r6volutionnaire en vue dtune action d'une port6e plus grande et plus radj,cale que celle qui- se liraite ä cles fins purenent d6fensives. Ltunique issue.politique qui soit possibie dans la situation pr6sente se r6d"uisant aux seulcs formules antith6tiques de fascisme ou R6volution soci.ale, ... il est indispcnsable que 1cs forces ouvr.iöres forment un bloc de granit. (. .. ) Nous en arrivons ainsi ä une formule que nous croyons acceptablo par tou.s3 la d.6nocratic ouvriöre r6vo luti onnaire . Cette basc correspond approximativement ä celto de la B6publique d.es conseils ouvricrs rle Baviöre en 1!1!, oü La collaboration fut possible entre fes socialistes r1e gauche tels qutErnst Toller, les communistes comme Eu6en levine et les anarchistes comme Landauer et Mühsam... Selon nous, les points suj,vants d.oivent ätre mis en valeurs 41. Accord sur un plan tactj.quc indubitablement r6volutionnaixe qui, excluant radicalement toute politique do collaboration avec le r6gfune bourgeois, tencLe ä renverser ce dernicr €l,ve c lute promptitude Iinit6e geulement par des exJ.gences orordre

-2. Acceptation de la d6mocratie ouvriöre r6vo Lut ionnaire , c'est-ä-d.ire de La volont,o( de la majorit6 du prol6tariat, en tant que d.dnominateur conmun eJ facteur d6cisif du nouvel
ordJe de choses.rt (C5sar m. Lorenzo,
10) ,Diese Kr Spanish Revol in 1,. Nicolas,

strat6gj.clue.

p.

B1-S2)

)l)

I travers Les r6volutions espagnoles, paris, 1!12. rrle congräs d6cid.e; De laisser toute libert6 ä 1a CIIT de poursuivre, sur son plan et sous sa responsabilit6 ltexpdrience en coursrr (le Conbat Synd.icatiste 24.Xfl.ryfl)
Iriemoiren

,2) R. Rocker,

1II,

Man. S. 24].

*ai":

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