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Juli 2012

Europa - Pakt für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung
Die Krise in Europa hat sich in den letzten Monaten dramatisch zugespitzt. Die ganze Welt blickt gespannt auf Europa und seine Regierungen, wie sie auf die dramatischen Entwicklungen in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Zypern reagieren. Die Bundesregierung hat es nicht vermocht, den Teufelskreis aus instabilen Finanzmärkten, hohen Staatsschulden und einer um sich greifenden Rezession zu durchbrechen. Im Gegenteil, in zwei Jahren verfehlter Krisenbewältigung sind die Schulden der Krisenländer nicht gesunken, sondern gewachsen, und die Risiken für Deutschland sind nicht geringer, sondern größer geworden. Wir Sozialdemokraten haben stetig gewarnt, dass Kredithilfen und Kürzungsprogramme nicht ausreichen, wenn Vertrauen wegbricht und die Wirtschaft erlahmt. Erst allmählich aber und erst mit den schlechteren Konjunkturaussichten auch für unser Land setzt sich nun die Einsicht durch, dass es Deutschland auf Dauer nicht gut gehen kann, wenn es Europa schlecht geht. Hinzu kommt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) dort, wo Merkel blockiert, einspringen muss und durch umfangreiche Aufkäufe von Staatsanleihen ebenso wie durch eine Billion Euro an billigen Krediten für Banken die Krise einzudämmen versucht – eine Tatsache, über die Schwarz-Gelb beharrlich schweigt, weil es den Preis der eigenen Handlungsschwäche offenbart. Das ist die niederschmetternde Bilanz und das historische Versagen des Systems Merkel in der Eurokrise. Der Verlauf dieser letzten Monate bestätigt uns in der Auffassung, dass ein fantasieloses Sparprogramm inmitten einer immer stärker werdenden Rezession, die sich vom Rand bis in den Kern der Eurozone frisst, kein Ausweg sein kann. Ein Fiskalpakt, der Verschuldungsgrenzen für Staaten institutionalisiert, kann erst tragen, wenn der wirtschaftliche Einbruch überwunden ist. Ohne starke ökonomische Basis wird jede Schuldenbremse Makulatur. In dem Moment, in dem nach Griechenland, Portugal und Irland auch Spanien als viertgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion Hilfe aus europäischen Rettungsprogrammen beantragen musste, sollte auch dem Uneinsichtigsten langsam dämmern, dass EuroLiebe Freundinnen und Freunde, ich habe dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und dem Fiskalvertrag zugestimmt. In dieser Ausgabe des ABis möchte ich Euch ausführlich über die Verhandlungen mit der Bundesregierung in den letzten Wochen informieren. Zahlen und Fakten zum ESM findet Ihr hier. Gerne bin ich bereit zu Euch in die Ortsvereine zu kommen, um direkt mit Euch über die Eurokrise zu diskutieren. Meldet Euch in meinen Büros, um einen Termin zu vereinbaren! Euer Achim Barchmann

pa mit Merkels Politik auf ein Zerbrechen des Euro zuschlittert. Der Preis, den Deutschland für dieses Scheitern zu zahlen hätte, ist kaum bezifferbar. Ökonomisch träfe es nicht nur Staat, Banken und Sparer, sondern auch unsere Industrie und unseren Mittelstand. Erneut wären die 2008 und 2009 mühsam gesicherten Arbeitsplätze gefährdet. Die politischen Kosten einer Renationalisierung Europas wären

Anfang ist jetzt gemacht. Mit der Verständigung zwischen SPD, Grünen und Bundesregierung über einen europäischen „Pakt für

nachhaltiges tum gung“ und

WachsBeschäftidie

gesteht

schwarz-gelbe Koalition zugleich das Scheitern ihres bisherigen Krisenmanagement ein.

schlechthin desaströs.

In diesen letzten Monaten hat sich die Sozialdemokratie zu keinem Zeitpunkt einer Lösung der Krise in Europa verweigert. Wir haben öffentlich immer wieder klar zu machen versucht: Nur wenn die Ursache der Staatsverschuldung in der Finanzmarktkrise erkannt, nur wenn die Abwärtsspirale aus Verschuldung und Rezession, Hoffnungslosigkeit und Protest durchbrochen, nur wenn Konsolidierung durch nachhaltiges Wachstum gestützt wird, kann Europa die Schuldenkrise überwinden. Mit dieser Leitlinie sind wir in zum Teil dramatische Verhandlungen mit der Bundesregierung eingetreten. Wir haben als SPD-Bundestagsfraktion klare Forderungen für unsere Zustimmung gestellt und uns in weiten Teilen durchsetzen können. Blockiert haben Union und FDP lange Zeit die gerechte Besteuerung der Finanzmärkte. In den Verhandlungen haben wir den Durchbruch zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer erreicht. Das ist ein großer Erfolg der deutschen Sozialdemokratie, den wir kaum hoch genug einschätzen können. Wir erreichen damit, dass die Verursacher der Krise substanziell an den Kosten ihrer Überwindung beteiligt werden. Die Bundesregierung hat in einem Kabinettsbeschluss klar gestellt, dass sie das umfassende Modell einer Besteuerung insbesondere von Aktien, Anleihen, Investmentanteilen, Divisentransaktionen sowie Derivatekontrakten zugrunde legt. Sie hat des Weiteren klar stellen, dass sie die Steuer nun durch die Verstärkte Wir können heute nicht sagen, ob das erreichte Ergebnis schon ausreicht, um den Zusammenhalt Europas zu bewahren. Aber ich bin sicher, dass in diesen Monaten etwas Entscheidendes passiert ist: Es geht schon lange nicht mehr nur um eine Zustimmung zum Fiskalpakt. Es geht inzwischen vor allem darum, der europäischen Krise mit einer anderen Politik zu begegnen. Ein Zusammenarbeit von neun gleichgesinnten EUMitgliedstaaten auf den Weg bringt. Die Bundesregierung hat außerdem einem Zeitplan zugestimmt. Auf dem letzten Treffen der Finanzminister der Eurozone wurde haben sich neun Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bereit erklärt, über die Methode der Verstärkten

Zusammenarbeit eine Finanztransaktionssteuer bis Ende 2012 einzuführen. Wir haben außerdem erreicht, dass die Bundesregierung sich zu erheblichen Impulsen für höhere Investitionen in Wachstum und Beschäftigung bekennt. Dazu gehört, dass nicht abgerufene Mittel aus den Strukturfonds der laufenden Finanzperiode rasch und gezielt für wachstums- und beschäftigungsfördernde Maßnahmen eingesetzt werden. Außerdem darf es bei den Verhandlungen über den neuen Mittelfristigen Finanzrahmen 2014-2020 zu keinen Kürzungen bei den Investitionen in den Struktur- und Kohäsions- und im Sozialfonds kommen. Weiter wird die Bundesregierung eine Kapitalaufstockung der Europäischen Investitionsbank um 10 Mrd. Euro anstreben, was zu Investitionen von bis zu 180 Mrd. Euro führt. Auch das Programm für europäische Projektanleihen soll bei Bedarf bis Ende 2013 auf bis zu 1 Mrd. Euro aufgestockt werden, womit Investitionen von 18 Mrd. Euro zu erreichen sind. Schließlich wird das Recht der Jugendlichen auf Ausbildung und Arbeit gestärkt, wozu ein Ausbildungsplatz oder ein Arbeitsangebot spätestens 4 Monate nach Verlassen der Schule oder nach Eintritt in Arbeitslosigkeit gehört. Den hier beschriebenen Pakt für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung findet Ihr hier in Form eines „Gemeinsamen Papiers der Bundesregierung und der Fraktionen“ zum herunterladen. Vor Verabschiedung des Fiskalpaktes und Europäischem Stabilitätsmechismus (ESM) im Deutschen Bundestag hatte die Bundesregierung allerdings weitere Schritte zu gehen. Zur Vor-

aussetzung für einen Beschluss im Bundestag haben wir Sozialdemokraten die Einigung zwischen Bund und Ländern über die innerstaatliche Umsetzung des Fiskalvertrages gemacht. Diese Einigung wurde am vergangenen Sonntag mit einem eindeutigen Verhandlungserfolg der SPD-geführten Länder erreicht. Die verfassungsrechtlich geschützte Haushaltsautonomie der Länder wird nicht beeinträchtigt. Die Länder tragen keine Verpflichtungen, die über die bisher geltende Schuldenregel des Grundgesetzes hinausgehen. Der Bund haftet für den Fiskalvertrag im Außenverhältnis, wozu bis 2019 etwaige Sanktionszahlungen bei Verstößen gehören. Bund und Länder legen 2013 erstmals gemeinsame Anleihen, so genannte

„Deutschlandbonds“, auf, die den Ländern niedrigere Zinsen ermöglichen und die auch im Zuge eines sich durch Verschuldungsgrenzen verkleinernden Anleihemarktes ökonomisch sinnvoll sind. Schließlich erhalten die Länder zusätzliche Investitionsmittel für den Kitaausbau in Höhe von 580,5 Mio. Euro und eine Erhöhung der Betriebsmittel um 75 Mio. Euro. Eine Neuordnung der Eingliederungshilfe soll in der nächsten Legislaturperiode erfolgen. Das ist beachtliches Ergebnis.

Eines dürfen wir bei all dem nicht vergessen: Europa braucht in dieser kritischen Phase seiner Geschichte eine stärkere demokratische Legitimation. Deshalb haben wir in den Verhandlungen mit der Bundesregierung durchgesetzt, dass sie darauf hinwirkt, das Europäische Parlament bei den Reformüberlegungen zur vertieften wirtschaftlichen und finanzpoliti-

schen Integration angemessen zu beteiligen. Darüber hinaus gilt für die Sozialdemokratie: Bei allen Schritten, die wir zur Stabilisierung der Europäischen Währungsunion gehen, sind die Rechte des Bundestages zu wahren.

Mittwoch vor dem Europäischen Rat und am Freitag direkt nach dem Rat. Am 29. Juni hat der Deutsche Bundestag über die Vorlagen zum Fiskalpakt und zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), die wir um einen europäischen Pakt für nachhaltiges

SPD und Grüne haben außerdem durchgesetzt, dass Bundestag und Bundesrat sowohl beim ESM als auch beim Fiskalpakt umfassend beteiligt werden. Beim ESM bedeutet das, dass der Bundestag – wie schon beim EFSF – den wesentlichen Entscheidungen vorab zustimmen muss, bevor die Bundesregierung oder ein deutscher Vertreter in Brüssel und Frankfurt grünes Licht geben können. Für den Fiskalpakt werden wir im Fiskalpaktratifizierungsgesetz sicherstellen, dass der Bundestag frühzeitig, fortlaufend und vor allem schriftlich informiert wird. Gegen erheblichen Widerstand der Koalition wird das Gesetz über die Zusammenarbeit von Bundesregierung und Bundestag in Angelegenheiten der Europäischen Union (EUZBBG) schon in dieser Woche dahingehend geändert, dass die Bundesregierung den Bundestag auch über Eurogipfel und Initiativen der Eurogruppe schriftlich unterrichten muss. Das gilt sowohl für die Anwendung des Fiskalpaktes als auch für alle anderen Angelegenheiten, die dort besprochen werden. Damit ist ein erster Schritt zur Umsetzung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Juni getan. Eine umfassende Reform der Beteiligungsrechte des Bundestages wird bis Ende des Jahres erfolgen. Diese letzte Plenumswoche vor der Sommerpause hatte es in sich. Wir hörten zwei Regierungserklärungen von Kanzlerin Merkel, am

Wachstum und Beschäftigung ergänzen konnten, entschieden. In Gesamtwürdigung aller von den SPD-geführten Ländern und von der SPD-Bundestagsfraktion erreichten Verhandlungsergebnisse habe ich mich dazu entschlossen dem gesamten Paket zu zustimmen.

Weitere Sitzungen des Bundestages im Verlauf des Sommers sind sehr wahrscheinlich. Zunächst geht es um Spaniens Antrag auf Rekapitalisierung seiner Banken, der von den EuroFinanzministern am 9. Juli beraten wird. Auch Zypern, dessen Banken traditionell eng mit Griechenland verbunden sind, hat gestern einen Antrag auf europäische Hilfen gestellt. Schließlich steht in Frage, ob das Hilfsprogramm für Griechenland überarbeitet werden

muss, um dem Land mehr Zeit für die Konsolidierung zu geben. Die Tragweite dieser Krise erfordert ganz offenkundig weitere Schritte, um die Finanzstabilität in Europa zurückzugewinnen. Wir brauchen eine Lösung für das schwelende Problem der angeschlagenen Banken. Eine Bankenrettung darf nicht unkonditioniert erfolgen, sie muss vielmehr Risiken eindämmen. Wir brauchen, auch wenn Schwarz-Gelb davor die Augen verschließt, eine Initiative zur Konsolidierung der Staaten auf der Einnahmeseite durch gemeinsame Bemessungsgrundlagen und Mindestsätze der Unternehmensbesteuerung in Europa.

Auch die Diskussion darüber, wie wir mit den Altschulden umgehen, neues Vertrauen schaffen und die Verpflichtung zum Schuldenabbau mit der gemeinschaftlichen Sicherung für einen Teil der Anleihen der Eurostaaten verbinden, wird weitergehen. Angela Merkel ist aufgefordert, sich ehrlich zu machen.

Politik braucht Kontakt zu den Menschen. Gute Politik hält engen Kontakt. Die SPD startet den Bürger-Dialog. Das bringt konkrete Ergebnisse – für ein Regierungsprogramm neuen Typs. Und darum geht es: Bürgerinnen und Bürger sagen, was sie ärgert und bedrückt, was sich ändern muss und wofür die SPD kämpfen soll. Im direkten Austausch mit Spitzenpolitikern, mit Abgeordneten und mit der Partei vor Ort können die Menschen – ob Parteimitglied oder Nicht-Mitglied – ihren Betrag leisten am SPD-Regierungsprogramm 2013. Dafür stehen alle Kanäle offen: Per Telefon, Chat, Twitter, Post oder E-Mail. Und natürlich auch persönlich – auf dem Marktplatz, auf Veranstaltungen, an der Haustür. Wer Interesse hat, gute Vorschläge macht, Ideen einbringt, wird eingeladen. Zu einer der Bürgerkonferenzen – um gemeinsam aus Problemen Lösungen („Bürger-Projekte“) zu machen. Sechs Themen stehen im Mittelpunkt: Familie / Jugend + Bildung / Arbeit / Gesundheit + Verbraucherschutz / Soziale Gerechtigkeit / Mehr Demokratie leben Gebündelt und präsentiert werden alle Ergebnisse des Bürger-Dialogs auf dem Bürgerkonvent. Auf dem Programmparteitag im Frühsommer 2013 wird dies mit allen Diskussionen, die parallel in der SPD stattfinden, zusammengeführt. Und damit geht die SPD in den Wahlkampf. Beteiligung und Transparenz. Für ein Regierungsprogramm neuen Typs – mit herausgehobenen und kenntlichen Bürgerprojekten. Im September geht es los!

Breite Kritik am Betreuungsgeld

Schwarz-Gelb privatisiert die Pflege: Eine umfassende Reform bleibt aus
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat nach dreijähriger Regierungszeit von SchwarzGelb ein „Pflegereförmchen“ vorgelegt. Mit dem sogenannten Pflege-Bahr macht der Minister ein Klientelgeschenk an die Versicherer; eine dringend notwendige umfassende Reform der Pflege für die Versicherten bleibt aus. Dieses Gesetz ist der Einstieg in die Privatisierung der Pflege. Der Pflege-Bahr ist der politische Preis, den die Union an die FDP für das ebenso verkorkste Betreuungsgeld zahlen musste. Von den großen Ankündigungen des ehemaligen Gesundheitsministers Philipp Rösler ist nicht viel geblieben. Dieser wollte das Jahr 2011 zum „Jahr der Pflege“ machen. Doch was sein Nachfolger Daniel Bahr nun vorgelegt hat, ist ein Stückwerk, das den Herausforderungen in der Pflege nicht gerecht wird. Die Kosten für gute Pflege werden von der schwarz-gelben Regierung gescheut. Anscheinend ist ihr das Thema nicht wichtig genug. Für Pflegende und ihre Angehörigen hat die Bundesregierung 1,1 Milliarden Euro. Zu Beginn ihrer Regierungszeit hatte sie dreimal so viel an Hoteliers bezahlt. Der erforderliche neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wurde nicht umgesetzt. Dieser neue Begriff betrachtet nicht nur die körperliche Fähigkeit pflegebedürftiger Menschen, sondern auch ihre geistigen Fähigkeiten. Gerade für Demenzkranke wäre dies immens wichtig.

Die meisten wollen das Betreuungsgeld nicht! Am einprägsamsten zeigte sich dies an den fehlenden 126 Abgeordneten der Koalition in der vorangegangenen Plenarwoche. Damit war der Bundestag beschlussunfähig. Zwar hat der Ältestenrat die erste Lesung des Gesetzes doch noch vor die parlamentarische Sommerpause gelegt, doch das Bild des fast leeren Plenum verdeutlicht die Stimmung zu der sogenannten „Herdprämie“. Laut Umfrage sind 71 Prozent der Deutschen gegen das Betreuungsgeld. Selbst bei den Anhängern der Union sind es noch 64 Prozent. Die SPD wird alles tun, das Betreuungsgeld zu verhindern und fordert die Regierung auf, auf das Gesetz zu verzichten. Die für das Gesetz vorgesehenen Milliarden sollten in den Ausbau der Kita-Plätze investiert werden. Mit diesem Geld könnten 120.000 neue Kitaplätze geschaffen werden. Sollte das Betreuungsgeld Gesetz werden und das Geld nicht in den Kita-Ausbau fließen, droht der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz endgültig zu scheitern. Zum 1. August 2013 hat jeder Vater und jede Mutter Anspruch auf einen Platz in einer Bildungseinrichtung für ihr Kind ab dem ersten Lebensjahr. Andernfalls können Eltern die Kommune auf Schadensersatz verklagen. Das Betreuungsgeld ist keine Lösung!

Die Ortsumgehung Brome wurde aus dem Investitionsrahmenplan genommen
Im neue Investitionsrahmenplan der Bundesregierung ist die Ortsumgehung Brome nicht mehr zu finden. Das ist alarmierend! Momentan erarbeitet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter Minister Ramsauer den Bundesverkehrswegeplan für das Jahr 2015. Im aktuell geltenden Wegeplan aus dem Jahr 2003 ist die Ortsumgehung im vordringlichen Bedarf aufgeführt. Ob die Bundesregierung diesen Status in der neuen Version beibehalten möchte, darf bezweifelt werden. Doch Brome braucht die Umgehung, und zwar dringend!

Der Erbbauzins braucht einen Deckel

In vielen Gemeinden, gerade in Niedersachsen und in Mecklenburg –Vorpommern, haben sich Familien den Traum von Eigenheim mittels des Erbbaurechts erfüllt. Um neben den Baukosten nicht noch das Geld für das Grundstück aufbringen zu müssen, haben sie sich meist von Kommunen, Kirchen oder Stiftungen Land gepachtet. Nun kam vermehrt eine Pachterhöhung auf die Pächter zu, und zwar eine drastische. Die Erbbaugeber hatten lange Zeit auf ihr Recht zur Anhebung des Zinses durch die sogenannte Wertsicherungsklausel verzichtet. Und nun in einem Schritt ihr Versäumnis an die Eigenheimbesitzer durch die Erhöhungen weitergegeben.

Die Probleme in Brome sind offensichtlich: Der Schwerlastverkehr kommt nicht durch den Ortskern.

Beim Auswahlverfahren der Trassenführung kam es zu einem eindeutigen Ergebnis: Die nah an der Ortschaft verlaufende Südtrasse wurde als „alternativlos“ eingestuft. Mit diesem Ergebnis sollten die Planungen nun auch weitergehen im Planfeststellungsverfahren. Zusammen mit meiner Kollegin Waltraud Wolff, Bundestagsabgeordnete für den angrenzenden Wahlkreis Börde-Jerichower Land in Sachsen-Anhalt werde ich mich für die Weiterführung des Projektes einsetzen. Sowohl Brome, wie auch das sachsenanhaltinische Gebiet, das bis dato den Schwerlastverkehr mit aufnehmen muss, benötigen eine praktikable Lösung.

Erbbaunehmer brauchen eine größere Sicherheit und Berechenbarkeit bei der Anhebung von Erbbauzinsen. Das zeigt sich hier ganz deutlich. Eine Idee dafür ist die Einführung einer prozentualen Deckelung in den entsprechenden Gesetzestexten. Vorstellbar wäre eine prozentuale Maximalerhöhung in einer Mehrjahres-Zeitspanne, oder auch eine Maximalerhöhung pro Jahr. Ich habe mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen, die mit diesem Fachgebiet betraut sind zusammengesetzt. Wir haben uns über die weiteren Schritte beraten und sind uns alle einig: Es muss im Erbbaurecht etwas passieren!

Klaus Mohrs Matthias Wunderling-Weilbier
Lieber Klaus Mohrs, Ich möchte Dir auch auf diesem Wege herzlich zu Deinem 60. Geburtstag gratulieren. Du bist ein Glücksfall für unsere Stadt und seine Menschen. Ich wünsche Dir viel Kraft, Gesundheit und auch die nötige Ruhe, um Deine Aufgaben weiterhin mit viel Engagement zu erledigen. Aber nicht nur der Wolfsburger Oberbürgermeister feiert in diesen Tagen seinen Geburtstag, sondern auch der Helmstedter Landrat Matthias Wunderling-Weilbier. Lieber Matthias, ich gratuliere Dir herzlich zu Deinem Geburtstag. Du bist für den Landkreis Helmstedt die große Hoffnung! Denn Du gehst zusammen mit Klaus Mohrs neue Wege und suchst Lösungen in einer mehr als schweren Situation. Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg und auch ab und an die nötige Zeit der Entspannung, um mit neuer Energie die Herausforderungen anzugehen. Lieber Klaus, lieber Matthias, Ihr bekleidet die wichtigsten Ämter in unserer Region und steht zwei so unterschiedlichen Gebietskörperschaften vor. Deshalb freue ich mich sehr, dass Ihr endlich das Nebeneinander Eurer Vorgänger überwindet und nach einem neuen Miteinander strebt. Ihr könnt Euch auf diesem gemeinsamen Weg auf meine volle Unterstützung bei Eurer wichtige Arbeit für die Menschen in unserer Region sicher sein. Euer Achim Barchmann Termine:
05. bis 06. Juli 2012 06. Juli 2012 ab 11 Uhr

Aktuelles in der Sommerpause
In den nächsten Wochen wird der Deutsche Bundestag nicht tagen: Die parlamentarische Sommerpause hat begonnen. In diesem Jahr müssen wir allerdings mit Sondersitzungen in Berlin rechnen, doch die Arbeit geht natürlich auch sonst weiter.

Ich werde die Zeit dazu nutzen, viel in unsrer Region unterwegs zu sein. Dafür habe ich eine Sommertour quer durch die Unterbezirke geplant. Darauf freue ich mich schon. Und natürlich werde ich Euch auch davon berichten. Dafür werde ich Euch meine Sommerseite zusenden. Dort findet Ihr auch die verschiedenen Termine der Tour.

Achim Barchmann begrüßt die Gäste aus dem Wahlkreis, die mit der Informationsfahrt des Bundespresseamtes Berlin besuchen Abiturentlassungsfeier des Julianums Brunnentheater Helmstedt

V.i.S.d.P.: Achim Barchmann, MdB, Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin