„Investieren Sie ein paar Stun-den in Ihre Zukunft“ ,„Bildung ist Zukunft“. Mit solchen undähnlich dümmlichen Phrasenbewirbt die heute hier stattfin-dende Messe für Qualifizie-rung, Fort- und Weiterbildung sichselber.Die Ansage ist dabei eindeutig:Für all die, die es bisher nichtgeschafft haben, einen Job zufinden oder sich in einemmiesen, schlecht bezahlten Arbeitsverhältnis befinden,gibt es endlich eine Lösung:(Weiter)Bildung!Schuld an den eigenen miesen Arbeitsbedingungen, dem ge-ringen Lohn oder der eigenenErwerbslosigkeit haben näm-lich nur: Wir selbst! Wir warenbishereinfachzublöd!Zum Glück gibt es endlich Auswege aus diesem Dilemmades selbstverschuldetenElends, nämlich die hier heutezu Hauf angebotenen Weiter-,undFortbildungskurse.Lohnarbeit ist eine unerträgli-che Notwendigkeit um sich indieser kapitalistischen Gesell-schaft Dinge kaufen zu kön-nen. Wenn der Job sichschlimm anfühlt, liegt es nichtan der eigenen ungenügendenBildung, sondern daran, dassLohnarbeit grundsätzlich miesist. Es geht nicht um die Schaf-fung der Bedingungen einesschönen Lebens, statt dessengeht es um die Ausbeutung dereigenen Arbeitskraft zu Guns-tendesUnternehmens.Uns wird immer wieder ver-sucht beizubringen, dass Er- werbslose sich nicht genügendangestrengt hätten. Denn dasZiel ist es, dass wir dieschlechten Arbeitsbedingun-gen und die geringsten Löhneertragen. Wenn hier mehr Fortbildung gefordert wird, dann ändertdies an den miesen Bedingun-gen und dem Zwang zurLohnarbeit nichts. Statt dessenmuss für die eigene Selbsttäu-schungbezahltwerden.Je mehr wir uns strecken undbewerben, je öfter wir in denMaßnahme den Götzen Arbeitanbeten, desto mehr verstärktsich die Konkurrenz unter uns,desto billiger wird unsere Ar-beitskraft, desto mehr sinkendieLöhneunddestoschlechter werden die Arbeitsbedingun-gen. Auf europäischer Ebeneist es genau diese Niedrig-lohnpolitik, die zum Export-schlager Deutschlandsgeworden ist. Nur durch dieerfolgreiche Durchsetzung dieser Maßnahmen im angeb-lichen Wohle aller – konnteDeutschland eine so führendeRolle in der europäischen Kri-senpolitik einnehmen. Diesehat massive Auswirkungen auf die Menschen in Griechenlandund anderen europäischenLändern. WirsindheutehierumandemBeispiel der Lernmesse zu zei-gen, dass Widerstand möglichund nötig ist.Wir machen kei-ne Verbesserungsvorschläge wieihrunsbesserkontrollierenundausbeutenkönnt.Denn unsere Zukunft soll eineandere sein. Wir sind hier umzusagendasesreicht! Wirsindein Bündnis aus linken undgewerkschaftlichen Gruppenund Einzelpersonen die es sichzum Ziel gesetzt haben damitaufzuräumen.Organisiert euch mit uns,schließt euch zusammen und wehrteuch!
Die Wirklichkeit ist aber eine andere:So international wie diese Krisenpolitik ist, organisiert sich auchder Widerstand.Gut zu Wissen, dass uns heute mal wieder gesagt wird wirwären am Elend selbst schuld, um damit vom eigentlichenProblem abzulenken.M31 B
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ndnis BremenEuropäischer Aktionstag gegen den KapitalismusBremen.march31.net | m31-bremen@riseup.netDemonstration in Frankfurt/ Main | 14 Uhr | Hauptbahnhof
Die Krise heißt Kapitalismus –überwinden wir diese soschnellwiemöglich!Für eine Zukunft ohne Kapitalund(Lohn)Arbeit.
V . i . S . d . P . K l a u s T h o p a s , H o f f n u n g s t r . 1 4 , B r e m e n .