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Illustrierter Film- Kurier / Drittes Reich / Filmzeitschrift

Den Schwerpunkt des zeitungsähnlich aufgemachten Blattes bildeten aktuelle Nachrichten aus dem Filmwesen, die von Berichten über Nachbargebiete wie Theater, Unterhaltung, Mode oder Sport ergänzt wurden. Die ersten beiden Seiten richteten sich mit Filmkritiken, Feuilletonartikeln, dem Spielplan der Berliner Kinos usw. an ein breites Publikum, die dritte Seite war an Fachleute adressiert und die vierte Seite enthielt Werbeanzeigen. Zeitweise gab es wöchentliche Beilagen zu Entwicklungen der Film- und Kinotechnik oder zur Filmmusik. Die erste Ausgabe des von Alfred Weiner (1877–1954)[1] gegründeten Filmblattes erschien am 30. Mai 1919. Aus einer illustrierten Beilage, die im Tiefdruck hergestellt wurde und so bessere Illustrationen zuließ, entstand der Illustrierte Filmkurier, ein Filmprogrammheft zu wichtigen Filmen, das in den Kinos verkauft wurde. Die zum Teil in Millionenauflage erscheinenden, zumeist vier oder acht Seiten umfassenden Hefte des Illustrierten Filmkurier bildeten eine wichtige finanzielle Stütze des Verlags. 1933, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, musste der bisherige Verleger Weiner das Blatt aufgrund seiner jüdischen Religionszugehörigkeit verlassen – er emigrierte in die Vereinigten Staaten. 1940 wurde der Film-Kurier mit der „Lichtbild-Bühne“ und 1943 auch mit dem Blatt „Der Film“ vereinigt. Vom Oktober 1944 an erschien er unter dem Titel „Film-Nachrichten - Mitteilungsblatt für den gesamten Bereich des deutschen Filmschaffens“. Am 31. März 1945 wurde das Erscheinen eingestellt.