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Jugend und Technik / DDR / Jugendzeitschrift

Jugend+Technik war eine Zeitschrift für Jugendliche in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die den Themen Technik und Populärwissenschaft gewidmet war. Sie wurde vom Verlag Junge Welt und von der Freien Deutschen Jugend (FDJ) herausgegeben. Die Jugend und Technik ähnelte anfangs sehr der westdeutschen Hobby, ohne deren Umfang und Qualität zu erreichen. Das erste Logo bestand aus dem zweizeiligen weiß-blauen Schriftzug „Jugend und Technik“ auf einem roten Feld. 1962 wurde es geändert. Auf meist roten Untergrund waren weiß die Initialen JT zu sehen. Darüber weiß auf blau der zweizeilige Schriftzug Jugend und Technik. 1966 wurde das Logo erneut geändert. Am oberen Rand des Titelbilds erschien etwa 4 Zentimeter hoch der Schriftzug JUGEND+TECHNIK. Die Zeitschrift brachte Berichte aus Wissenschaft und Technik, Wissenschaftsgeschichte und zu neuen Technologien in der Industrie, vor allem aus der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Staaten. Artikel wie „Straßenfloh mit Temperament“ über die BMW Isetta waren in geringerem Umfang vertreten. Daneben gab es Messeberichte von den Leipziger Messen und der Messe der Meister von Morgen, aber auch von den Autosalons, sowie Rätsel, Bastelanleitungen und Buchvorstellungen. Sie enthielt auch Typenblätter im Postkartenformat, die anfangs beigelegt, später aber eingeheftet wurden. In späteren Heften gab es eine Tabelle aller gestarteten Satelliten. Es wurden alle Umlaufparameter angegeben. Militärische Satelliten waren dadurch gekennzeichnet, dass es keine Angaben gab. In den Anfangsjahren erschienen auch kurze utopische Geschichten und Kriminalerzählungen mit technischem Hintergrund. In den Ausgaben ab 1987 bis zur Einstellung der Zeitschrift wurde eine Anleitung für den Selbstbaucomputer Ju-Te-Computer veröffentlicht. In jeder Ausgabe wurde ein Teil des Rechners erläutert, Schaltpläne abgedruckt und Code-Teile des Betriebssystems sowie kleine Anwendungen zum Abtippen angeboten. Nach Fertigstellung des Grundsystems veröffentlichte Jugend+Technik regelmäßig Erweiterungen für den Ju-Te-Computer, so bspw. ein EPROM-Programmiermodul, Speichererweiterungen und Schnittstellen zum Anschluss diverser Peripheriegeräte. Software für diesen und andere Computer aus DDR-Produktion wurde später, in Zusammenarbeit mit dem Jugendradio DT64, auch über Radiofrequenzen zum Mitschneiden auf Kassette angeboten. Aufgrund der oft schlechten Verfügbarkeit der Bauteile, blieb der Bau dieses Computers für viele Leser nur Theorie.