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Ostsee- Zeitung / DDR / Tageszeitung

Die Ostsee-Zeitung ist eine regionale Tageszeitung in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird überwiegend im Küstenbereich des Bundeslandes vertrieben. Unter der Bezeichnung Ostseezeitung gab es bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere aufeinander folgende Zeitungen in der pommerschen Provinzhauptstadt Stettin. Die erste war die von 1848 bis 1905 erschienene Ostsee-Zeitung und Börsen-Nachrichten der Ostsee, die wiederum aus den seit 1835 vom Verlag Hessenland Stettin herausgegebenen Börsen-Nachrichten der Ostsee hervorgegangen war. Der Nachfolger ab 1905 bis 1922 hieß dann Ostsee-Zeitung und Neue Stettiner Zeitung und wurde wieder in Stettin gedruckt, wohingegen der Vorgänger von 1848 bis 1905 in einem Berliner Druckhaus erschien. Von 1922 bis 1928 hieß die Zeitung Ostseezeitung und ging in den Jahren 1928/29 mit der Stettiner Abendpost zusammen. Nachfolger dieser Zeitung wurde ab 1933 bis 1939 der Stettiner Generalanzeiger, aus dem ab 1939 bis zum Kriegsende 1945 die Ostseezeitung - Stettiner Generalanzeiger hervorging. Am 19. September 1893 erschien in Wismar die erste Ausgabe der "Mecklenburgischen Ostsee-Zeitung." mit dem Untertitel "Neues Wismarsches Tageblatt." und einer Auflage von 5000 Exemplaren. Als Redaktion und Verlag werden in dieser Erstausgabe "Willgeroth & Menzel" genannt. Soweit bekannt, wurde ein Teil der Stettiner Druckerei 1945 nach Greifswald verlagert. Bei der Bildung des Bezirkes Rostock, der auch den Beinamen Ostsee- oder Küstenbezirk trug, erhielt das neugeschaffene Publikationsorgan der SED-Bezirksleitung den Namen Ostsee-Zeitung. Sie erschien zum ersten Mal am 15. August 1952. Die Ostsee-Zeitung war mit einer Auflage von 260.400 Exemplaren die auflagenstärkste Tageszeitung im Norden der DDR. Nach dem Mauerfall 1989 sagte sich die Belegschaft der Ostsee-Zeitung in einem basisdemokratischen Prozess von ihrem Herausgeber, der SED-Bezirksleitung Rostock, los. Die Belegschaft wählte außerdem aus ihren Reihen eine Verlagsleitung mit Walter Block, später Geschäftsführer, an der Spitze sowie einen Redaktionsrat mit Gerhard Spilker als Chefredakteur.