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Lernen 2.

0 – Jeder ist mal Lehrender und mal Lernender

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Lernen 2.0

Lernen / Lernen 2.0 ? Kommunikation im Web 2.0 Prinzip Selbstorganisation Konnektivismus cMOOC BarCamp Weitere Beispiele für Lernen 2.0
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Karlheinz Pape, CC BY,

Lernen 2.0

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Bild: Pixabay, CC 0 von Nemo http://pixabay.com/de/monitor-computer-bildschirm-anzeige-23269/

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Was ist Lernen?

Quelle: HoTEL http://cmapspublic3.ihmc.us/rid =1LNV3H2J9-HWSVMQ13LH/Learning%20Theory.cmap

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Jay Cross: Spending Paradox

Grafik von Jay Cross: http://www.internettime.com/Learning/The%20Other%2080%25.htm

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Klassische Lernformen und Lernformen im Web 2.0

Klassisch organisierte Lernformen • Arbeitsteilig: Lehrende / Lerner

Selbstorganisierte Lernformen im Web • Beitragen und Aufnehmen wechseln ab

• Geführt und gestaltet von Lehrenden
• Geplant und umfassend • Aus Dozenten-Perspektive erdacht • Hierarchisch, Wissen fließt vom Experten • Für Zielgruppen nicht für Individuen • Produktion ist wirtschaftlich optimiert • Nur Eingeladene dürfen teilnehmen

• Einer beginnt, andere machen mit
• Ohne Plan, selbstorganisiert gestaltet • Es gibt nur Lerner-Perspektiven • Auf Augenhöhe, Gleiche unter Gleichen • Individuelle Interessen sind die Treiber • Wertschätzung, Umgang wird optimiert • Jeder ist eingeladen mitzumachen

• Vertraulich im geschlossenen Raum
• Eine Dokumentation • …
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• Öffentlicher Austausch
• Links zu Dokumenten, Plattformen im Netz • …
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Beobachtete Grundregeln für die Web-Kommunikation
• Gleiche Augenhöhe, alle Beiträge werden akzeptiert, egal von wem • Neue Mitglieder sind willkommen

• Ansehens-Hierarchie entsteht nur durch gute Beiträge
• Andere Perspektiven sind willkommen • Jeder darf jederzeit entscheiden, ob er beitragen, kommentieren oder lesen will • Jeder darf ein neues Thema eröffnen • Lob für gute Beiträge ist üblich (deutlich mehr als im realen Leben) • Kritik muss sachlich sein, sonst reagiert die Community korrigierend

Ausschließlich selbstorganisiert: Nirgends ist eine ordnende Funktion zu erkennen.
Wenn Selbstorganisations-Prinzip gestört wird, funktioniert das nicht mehr.

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Konnektivismus: George Siemens und Stephen Downes

Quelle: Siemens, G, Knowing Knowledge, 2006, S. 32

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Das Wissen liegt im Netzwerk / Lernen ist die Fähigkeit Verbindungen zu knüpfen

cMOOC-Erklär-Video von Dave Cormier: http://youtu.be/eW3gMGqcZQc Lernen 2.0

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Kennzeichen eines MOOC
Massive: Open: Online: Course: mehr als 150 Teilnehmer Offen für jeden, öffentliches Lernmaterial, öffentliche Tln-Beiträge im Internet, synchron und/oder asynchron Beginn-Datum, Ende-Datum, wöchentliche Inputs/Impulse

Besonderheiten eines cMOOC: • Veranstalter macht wöchentlich aktivitätsanregende Angebote zum Thema • Woche einleiten mit Input (Online-Vortrag, Dokumente, ..) • Teilnehmer zum öffentlichen Beitragen auffordern (Blog, Microblog, Wiki, Video, G+, …) • Teilnehmer äußern sich im Web, kommentieren sich, bringen neues Material ein (Links) • Am Ende der Woche Teilnehmerbeiträge allen bekanntmachen (Hashtag, z.B. #mgmt20) • Es gibt keine Lernziel-Vorgaben des Veranstalters. Lerner setzen sich die selbst. • Lerner nehmen sich aus dem gemeinsam zusammengetragenen Angebot, nur das was sie selbst gerade brauchen. Vollständigkeit ist kein Ziel! Veranstalter sind Community-Anregende Dienstleister mit minimalen Inhalts-Angeboten
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BarCamp – die reale Umsetzung von Lernen 2.0

BarCamps • gehören zu den Un-Konferenzen • realisieren Grundregeln für Web-Kommunikation • Gleiche Augenhöhe • Selbstorganisiert • Offen für jeden • Jeder darf jederzeit für sich entscheiden • haben Teilgeber (statt Teilnehmer)
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Ablauf eines BarCamps

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BarCamp: Veranstalter schafft (nur noch) Ermöglichungsbedingungen
Damit kehren wir etwas um: • Klassische Konferenz: Veranstalter setzen auf Expertise ausgewählter Experten • BarCamp: Veranstalter setzen auf Expertise des Plenums Allein das wertet die Teilnehmer auf! Teilnehmer dürfen auch jederzeit wählen • Thema • eigenen Aktivitätsgrad

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Beispiele für bereits etablierte Lernen 2.0 Formate
• BarCamp • cMOOC • Open Space • World Cafe • Communities of Practice - CoP • Communities of Interest - CoI • EdChat (wöchentliche Twitter-Diskussion) • Hackathon (gemeinsam etwas erstellen)

Wachsende Zahl von Präsenz-Formaten mit Lernen 2.0-Anteilen am Beispiel Nürnberg: WebMontag / Wissensmangement-Stammtisch / eCommerce-Stammtisch / Open Data Abend / Designers Circle / Pecha Kucha Night / Joomla User Group / SEO & Online Marketing Club / Produktmangement-Stammtisch / Social Bar / Iron Blogger Franken / PHP User Group / Softwerkskammer / Creative Monday / Agile Monday / Ignite / …
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Fazit für uns Learning Professionals
1. Die Nachfrage nach einem (kleineren) Anteil klassischer Trainings wird es weiter geben 2. Die Arbeitsteiligkeit – hier Lernender, dort Lernender – wird von den Teilnehmern schleichend abgewählt, zugunsten anderer Formate 3. Trend geht zu natürlichen Austauschformaten – auf gleicher Augenhöhe. Keiner redet da von Lernen, aber alle entwickeln sich.

4. Gut aufbereiteter Content wird im Netz immer besser und oft kostenlos verfügbar sein. Content-Vermittlung wird immer weniger ein Argument für Trainings sein.
5. Ganz neue „Lerner Services“ müssen als Dienstleistungen für Lerner entwickelt werden. Diese Dienstleister sind Auftragnehmer der Lernenden, z.B. wie in Methodos: http://methodos-ev.org/. (Gedanken zu Lerner-Services: http://khpape.wordpress.com/2012/07/17/lernerservices-der-mehrwert-kunftiger-lern-events/.)

 Wir selber brauchen dafür reiche Erfahrungen als 2.0-Lerner!
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Danke fürs Zuhören / Mitmachen!
Karlheinz Pape, Berater für Corporate Learning Tel. Email Twitter Blog XING 09131 816139 karlheinz.pape@web.de http://twitter.com/KhPape http://khpape.wordpress.com/ https://www.xing.com/profile/Karlheinz_Pape

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