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Einführung in die Physik der

Teilchenbeschleuniger

Rüdiger Schmidt - CERN
Vorlesung an der Technische Universität Darmstadt
20-24 Februar 2006

Home page: http://rudi.home.cern.ch/rudi/
E-mail: rudiger.schmidt@cern.ch
Literatur über Teilchenbeschleuniger

Allgemeine Literatur
• Physik der Teilchenbeschleuniger und Synchrotronstrahlungsquellen, Klaus Wille,
Teubner Verlag, Studienbücher, 2. Auflage 1996 (Ausgezeichnetes Lehrbuch)
• Proceedings of CERN ACCELERATOR SCHOOL (CAS), Yellow Reports, für viele
Themen in der Beschleunigerphysik, General Accelerator Physics, and topical schools
on Vacuum, Superconductivity, Synchrotron Radiation, Cyclotrons, and others…
http://schools.web.cern.ch/Schools/CAS/CAS_Proceedings.html
• 5th General CERN Accelerator School, CERN 94-01, 26 January 1994, 2 Volumes,
edited by S.Turner
• F.Kneubühl: Repetitorium der Physik, Teubner Studienbücher, Stuttgart 1982
Spezialthemen
• Superconducting Accelerator Magnets, K.H.Mess, P.Schmüser, S.Wolff,
WorldScientific 1996
• Handbook of Accelerator Physics and Engineering, A.W.Chao and M.Tigner, World
Scientific, 1998 (Nachschlagewerk für viele Themen in der Beschleunigerphysik - nicht
als Lehrbuch geeignet)

2
Übersicht der Vorlesungsreihe

1. Was versteht man unter Beschleunigerphysik?
2. Entwicklung der Beschleuniger und Beschleunigertypen
3. Synchrotronstrahlung
4. Beschreibung der Teilchendynamik - Grundlagen
5. Magnetfelder und Teilchenfokussierung
6. Bewegung von geladenen Teilchen im Magnetfeld
7. Betafunktion und optische Parameter
8. Beschleunigung und longitudinaler Phasenraum
9. Hohlraumresonatoren für Teilchenbeschleuniger
10. Beispiel für kollektive Effekte: Raumladung

3
Kapitel 1

Was versteht man unter
Beschleunigerphysik?

Rüdiger Schmidt (CERN) – Darmstadt TU - Februar 2006 - Version 1.6
Übersicht

Was versteht man unter einem Teilchenbeschleuniger?
Relativistische Kinematik: Geschwindigkeit und Energie
Wie beschleunigt man Teilchen?
Teilchenenergie und Grundlagenforschung
Anwendungen von Teilchenbeschleunigern
Teilchenablenkung
Typischer Aufbau eines Beschleunigers
Parameter zur Klassifikation von Beschleunigern

6
Beschleunigerphysik und Technologie ......

• Elektromagnetismus
• Relativitätstheorie
• Teilchenphysik
• Strahlungsphysik
• Thermodynamik
• Mechanik
• Quantenmechanik
• Physik nichtlinearer Systeme
• Festkörperphysik und Oberflächenphysik
• Vakuumphysik

+ Ingenieurswissenschaften

7
Was sind Teilchenbeschleuniger ?

Definition

CAMBRIDGE DICTIONARY: A particle accelerator is a machine which
makes extremely small pieces of matter travel at very high speeds, so
that scientists can study the way they behave

Teilchenbeschleuniger sind die bedeutensten physikalischen Grossgeräte,
und werden in Forschung und Entwicklung in der Physik (Grundlagen und
Anwendungen), Biologie, Chemie, Medizin, Archäologie, … gebraucht

8
Welche Teilchen ?

Von 1920 bis heute…..
Elektronen
• Ruheenergie m0 ⋅ c2 = 511 keV, elementares Teilchen, negative Ladung e0=1.602 ⋅ 10-19 C
Positronen
• Ruheenergie m0 ⋅ c2 = 511 keV, elementares Teilchen, positive Ladung e0 =1.602 ⋅ 10-19 C
Protonen
• Ruheenergie m0 ⋅ c2 = 938 MeV, kein elementares Teilchen (Quarks und Gluonen)
• positive Ladung e0 = 1.602 ⋅ 10-19 C
Antiprotonen
• Wie Protonen aus Quarks aufgebaut, Masse wie Protonen, negative Ladung
Ionen (von Deuteronen zu Blei)
• Ladung vielfaches einer Elementarladung, Masse von 2⋅mProton bis Blei

Ideen für die Zukunft
µ Mesonen / Muon– Collider
• elementares Teilchen wie e+/e-, Ruheenergie m0 ⋅ c2 = 106 MeV, Ladung e0 =1.602 ⋅ 10-19 C
• Lebensdauer: 2.2 ⋅ 10-6 s im Ruhesystem. Im Laborsystem gilt: τLAB = γ ⋅ τRS
9
Parameter eines Teilchens

Ruhemasse m0
Ladung q
Spin
z
y
Geschwindigkeitsvektor vx, vy, vz

Position im Raum x, y, z

x

• Die Energie ändert sich mit der Geschwindigkeit
• Der Spin wird im Rahmen dieser Vorlesung nicht berücksichtigt

10
Beschleunigung und Ablenkung von Teilchen: Lorentzkraft

Die Kraft auf ein geladenes Teilchen ist proportional zur Ladung, zum
elektrischen Feld, und zum Kreuzprodukt von Geschwindigkeitsvektor und
Magnetfeld:
   
F = q ⋅ (E + v × B)

Für ein Elektron, Positron, Proton, ... ist die Ladung q die Elementarladung:

q = e 0 = 1.602 ⋅ 10 −19 [C]

Energieänderung nur durch elektrische Felder, im Magnetfeld kann man keine
Ladung beschleunigen:
s2  
∆E = ∫ F ⋅ ds
s1

dE  
= v ⋅F
dt
   
dE = q ⋅ (v ⋅ E  
+ v ⋅ ( v × B)) = q ⋅ v ⋅ E
dt
11
Energiegewinn eines geladenen Teilchen

Beispiel: Ein geladenes Teilchen wird durch im Potential beschleunigt.
Zusammenhang zwischen Spannung und elektrischen Feld:

s2 
U = ∫ E ⋅ ds
s1

Energiegewinn des geladenes Teilchen:

 
s2 s2  
∆E = ∫ F ⋅ ds = ∫ q ⋅ E ⋅ ds = q ⋅ U
s1 s1

Der Energiegewinn des geladenes Teilchen ist proportional zur
Spannung, die das Teilchen durchläuft, und zur Ladung des
Teilchens.

12
Beschleunigung eines Elektrons im elektrischen Potential
U = 10000 V
z.B.Plattenkondensator - +

U = 10000 V
d=1m
q = e0

∆E = 10000 eV

d=1m

Definition der Einheit „eV“: Ein Teilchen mit der Ladung e0 , welches
eine Spannung von einem Volt durchläuft, gewinnt die Energie von
einem eV (Elektronenvolt). Es gilt: 1 eV = 1.602 ⋅ 10-19 Joule
Der Energiegewinn ist unabhängig von der Energie und Geschwindigkeit
des Teilchens, und von der Länge der durchlaufenen Strecke bei
gegebener Potentialdifferenz
Eneu = Ealt + ∆E
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Relativistische Kinematik: Geschwindigkeit und Energie

Die Geschwindigkeit der Teilchen bei hoher Energie nähert sich der Lichtgeschwindigkeit
an. Die Lichtgeschwindigkeit kann nicht überschritten werden.

Annahme: Ein Teilchen mit der Masse m0 bewegt sich mit der Geschwindigkeit v bezüglich
des Laborsystems.

1
Die Energie des Teilchens ist : E = ⋅ m0 ⋅ c 2 = γ ⋅ m0 ⋅ c 2
v2
1- 2
c
1
mit der Definition γ =
1 - β2
v
und β =
c
Die Ruheenergi e des Teilchens ist : E = m0 ⋅ c 2
14
Mit einer Beschleunigungsspannung von U = 0.1 MV gilt im nichtrelativistischen
Fall, (für v << c):

1 2Ek
2
Aus Ek = ⋅ m ⋅ v folgt für die Geschwindigkeit für Elektronen: ve :=
2 me
2Ek
und für Protonen: vp :=
mp

8m 6m
ve = 1.875 × 10 vp = 4.377 × 10
s s
ve vp
β e := β p :=
c c
(v<<c gilt nicht,
β e = 0.626 daher ist das Resultat β p = 0.015
nur eine Näherung)

Bei höherer Energie wäre die Geschwindkeit grösser als die Lichtgeschwingikeit,
was nicht möglich ist

=> relativistischer Fall
Im relativistischen Fall gilt mit einer kinetischen Energie von Ek = 0.1 MeV :

2
m0 ⋅ c
Die Gesamtenergie eines Teilchens ist E =
2
v
1−
2
c

2 4
me ⋅ c ve
für Elektronen: ve := c 1− und β e :=
( Ek + me ⋅ c2) c
2

2 4
mp ⋅ c vp
und Protonen: vp := c 1− und β p :=
( Ek + mp ⋅ c2) c
2

8m 6m
ve = 1.643 × 10 vp = 4.376 × 10
s s

β e = 0.548 β p = 0.015
Ablenkkraft auf ein relativistisches, geladenes Teilchen
   
F = q ⋅ (E + v × B)
6 V
Gegeben: Elektrisches Feld mit einer Stärke von: E := 7 ⋅ 10
m
und ein transversales Magnetfeld mit einer Stärke von: B := 2T

Mit der Lorentzkraft F = e0 ⋅ ( E + c ⋅ B) ergibt sich für die Kraft auf das Teilchen:

FB_Feld := e0 ⋅ c ⋅ B FE_Feld := e0 ⋅ E

− 11 − 12
FB_Feld = 9.606 × 10 N FE_Feld = 1.121 × 10 N

FB_Feld
= 85.655
FE_Feld

zum Vergleich die Gravitation: FG := g ⋅ me
− 30
FG = 8.933 × 10 N 17
Magnetfelder – Elektrische Felder

Für die Beschleunigung von Teilchen werden elektrische Felder benutzt

Für Beschleuniger werden in der Regel Magnetfelder zur Teilchenablenkung und
Fokussierung benutzt.

Es gibt jedoch auch einige Anwendungen für elektrostatische Felder zur
Teilchenablenkung, z.B:

• Strahlseparierung für Teilchen mit entgegengesetzter Ladung im Speicherrung

• Feedbacksysteme: es ist bei hoher Strahlintensität notwendig, die einzelnen
Teilchenpakete zur Strahlstabilisierung unterschiedlich abzulenken. Dazu werden
häufig elektrische Felder benutzt.

18
Teilchenbewegung im Magnetfeld

Protonen

Antiprotonen

Ein Kreisbeschleuniger für zwei
Stahlen mit gleichen Teilchen
B erfordert Magnete
entgegengesetzter
Feldrichtung

B
Daher viele Collider mit Protonen /
Antiprotonen und e+e-
19
Teilchenseparation mit elektrischen Feld

Elektronen Positronen

B B

B B

E E
E E

20
Werden in Beschleuniger Teilchen « beschleunigt »?
• Trifft für die meisten Beschleuniger zu … aber nicht für alle
• Ein Fernsehgerät würde man nicht als Beschleuniger bezeichnen, obwohl
Elektronen mit einer Spannung von einigen kV beschleunigt werden
Speicherringe sind Beschleuniger, in denen Teilchen gespeichert werden
(die Teilchenenergie bleibt in vielen solchen "Beschleunigern" konstant)
• zur Akkumulation von Positronen und Antiprotonen
• zur Kollision von zwei Protonenstrahlen (Injektion bei Kollisionsenergie, CERN ISR)
• Beschleuniger, die Synchrotronstrahlung erzeugen (einer der wichtigsten
Beschleunigertypen), häufig ohne die Teilchen zu beschleunigen
Beschleuniger, in denen Teilchen abgebremst werden
• Die Antiprotonen haben eine kinetische Energie von einigen hundert MeV, und
werden für Experimente auf wenige eV abgebremst (CERN – AD) – z.B. zur
Herstellung von Anti – Wasserstoff
Beschleuniger, in denen Teilchen auf ein Target gelenkt werden
• Zur Erzeugung von Neutrinos oder anderen Teilchen
• Die Erzeugung von Antiprotonen funktioniert mit Protonen, die mit einer Energie von
einigen GeV auf ein Target gelenkt werden
21
Teilchenenergie und Grundlagenforschung

Für Untersuchungen der Materialstruktur braucht man „Sonden“, die kleiner als
die zu untersuchende Struktur sind, zum Beispiel:

• Lichtmikroskope (γ - Quanten mit einer Energie von etwa 0.25 eV)
• Elektronenmikroskope
• Teilchenbeschleuniger – die Sonde ist das Teilchen
• Teilchenbeschleuniger – die Sonde ist die vom Teilchen abgestrahlte
Synchrotronstrahlung (γ - Quanten mit einer Energie von einigen eV bis zu
einigen MeV)

Für die Erzeugung neuer Teilchen müssen Teilchen mit genügend Energie zur
Verfügung stehen.

Beispiel: Teilchenbeschleuniger
Höhenstrahlung

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Anwendungen von Teilchenbeschleunigern

Teilchenphysik: CERN, DESY, SLAC, FERMILAB, JLAB, KEK …
Anwendungen von Synchrotronstrahlung: z.B. ESRF, DESY, ….
• Chemie
• Biologie
• Physik
Kernphysik: S-DALINAC, GSI, SNS (Oak Ridge, USA) ….
Industrielle Anwendungen
Medizinische Anwendungen: GSI - Heidelberg, PSI (Schweiz), …
• Erzeugung von Radioisotopen
• Bestrahlung von Patienten, z.B. zur Tumorbehandlung
Archäologie, Altersdatierung, Umweltforschung (z.B. Wien - VERA )
Energietechnik: Kernfusion, Energy Amplifier

23
Grössenordnungen

Typische Grössenordnung von atomarer und subatomarer Materie:
• Abstand von Atomen in Materie: 0.3 nm = 3•10-10 m
• Atomradius: 0.1 nm = 1•10-10 m
• Proton / Neutronradius: 1•10-15 m
• Klassische Elektronenradius: 2.83•10-15 m
• Quark: 1•10-16 m
• Reichweite starke Wechselwirkung: < 1•10-15 m
• Reichweite schwache Wechselwirkung: << 1•10-16 m

• Masse des Elektron: 9.11•10-31 kg
• Masse des Proton: 1.673•10-27 kg

24
Teilchenenergie und Grundlagenforschung
Ausdehnung der Sonde zur Untersuchung von Materiestrukturen
Licht, typische Wellenlänge: 500 nm = 5•10-7 m

Wellenlänge von Licht
hplanck⋅ c
Wellenlänge von Licht: λ γ =

Eγ := 2.5eV

hplanck⋅ c
Wellenlänge von sichtbarem Licht: = 495.993 nm

Eγ := 10000 eV

hplanck⋅ c
Wellenlänge von Photonen (Röntgenstrahlung): = 0.124 nm

Für Teilchen sinkt de Broglie Wellenlänge mit der kinetischen Energie:
hplanck hplanck ⋅ c
λB = λB =
p E k ⋅ (Ek + 2 ⋅ m0 ⋅ c 2 ) 25
Erforschung kleiner Strukturen erfordert hohe Energie

Beispiele für die De Broglie Wellenlänge

Kinetische Energie eines Protons Ekp := 7000 ⋅ GeV

hplanck ⋅ c
De Broglie Wellenlänge für das Proton: λ B :=
(
Ekp ⋅ Ekp + mp ⋅ c
2
)
− 19
λ B = 1.771 × 10 m

Kinetische Energie eines Elektrons Eke := 100 ⋅ GeV

hplanck ⋅ c
De Broglie Wellenlänge für ein Elektron λ B :=
(
Eke ⋅ Eke + me ⋅ c
2
)
− 17
λ B = 1.24 × 10 m
26
PROTONS
Kinetische 18
β=v/c γ = E / E0 pc λBroglie * 10
Energie
[GeV] [GeV] [m]
1 0.875 2.066 1.696 732.00
10 0.996 11.65 10.89 113.80
100 ~1 107.6 100.93 12.29
1000 ~1 1067 1000 1.23
10000 ~1 10660 10000 0.12

ELECTRONS
Kinetische 18
β=v/c γ = E / E0 pc λBroglie * 10
Energie
[GeV] [GeV] [m]
0.1 ~1 196.7 0.101 12340
1 ~1 1958 1.001 1239
10 ~1 19570 10.01 124
100 ~1 195700 100.001 12.4
1000 ~1 1957000 1000 1.24
Erzeugung von neuen Teilchen im Fixed Target Experiment

Beschleuniger, die Teilchen auf ein festes Target lenken:
Teilchen aus dem Beschleuniger Teilchen im
mit der kinetischen Energie E und Target mit Masse m1
Masse m0

Erhaltung des Impuls und der Energie NeuesTeilchen
durch Kollision mit Impuls p und Masse m

Beispiel: kinetische Energie eines Protons Ek := 450GeV mit der Ruhemasse:
− 27
mp = 1.673 × 10 kg :
 Ek 
Ecm := 2 ⋅ mp ⋅ c ⋅  1 + − 1
2
 2 ⋅ mp ⋅ c
2 
 

Ecm = 27.244 GeV 28
Erzeugung von neuen Teilchen mit kollidierenden Strahlen

Beschleuniger, in denen zwei Teilchen kollidieren:

Teilchen aus dem Neues Teilchen mit Impuls = 0
Beschleuniger mit und Masse m0
Impuls p und Masse m0

Erhaltung des Impuls und der Energie:

Kollidierende Teilchen mit Ek = 450 GeV Achtung: ein Z0 kann mit
kollidierenden e+e- Strahlen mit jeweils
Ecm := 2 ⋅ Ek etwa 46 GeV erzeugt werden.
Für die Erzeugung eines W+W-Paars,
benötigt der Beschleuniger die doppelte
Ecm = 900 GeV Energie (Ladungserhaltung!)
29
30
Genereller Aufbau eines Beschleunigers

Teilchenquelle ⇒

Teilchentransport ⇒

Teilchenbeschleunigung ⇒

Teilchentransport

Experiment
• Target und Detektor
• Detektor für „neue Teilchen“ (kollidierende Strahlen)

32
Principal machine components of the LEP accelerator
Kreisbeschleuniger: Beschleunigung durch
vielfaches Durchlaufen durch (wenige)
Beschleunigungstrecken

33
The CERN accelerator complex: injectors and
transfer Beam 2
5
Beam 1 4 LHC 6

7
3

2 SPS 8
TI8
TI2
Autumn 2004
Booster 1
protons
LINACS High intensity beam from the
CPS
Ions SPS into LHC
at 450 GeV via TI2 and TI8

LEIR LHC accelerates to 7 TeV

Beam size of protons decreases with energy: σ2 = 1 / E
Beam size large at injection
Beam fills vacuum chamber at 450 GeV
34
Linearbeschleuninger: Beschleunigung durch einmaliges
Durchlaufen durch viele Beschleunigungstrecken

SLAC (Stanford Linear
Accelerator), mit einer Länge
von 2 Meilen – Palo Alto bei
San Francisco, seit den 1970

Komponenten: haupsächlich
Hohlraumresonatoren
(Cavities)
Beschleunigertechnologie Beschleunigerphysik

Quellen zur Erzeugung von Teilchen Lineare transversale
Strahldynamik (Optik)
Strukturen für
Teilchenbeschleunigung
(Hohlraumresonatoren) Nichtlineare transversale
Strahldynamik
Magnete zur Strahlführung

Kältetechnik für supraleitende Magnete Longitudinale Strahldynamik
und Cavities
Synchrotronstrahlung
Hochvakuumsysteme
für Speicherringe, um die Teilchen für viele
Stunden im Ring zu speichern Kollektive Effekte
Instrumentierung und Strahlkontrolle

Elemente die Teilchen in den
Beschleuniger injizieren und
extrahieren (Kickermagnete)
36
Übersicht Vorlesung Montag

Was versteht man unter einem Teilchenbeschleuniger?
Relativistische Kinematik: Geschwindigkeit und Energie
Wie beschleunigt man Teilchen?
Teilchenenergie und Grundlagenforschung
Anwendungen von Teilchenbeschleunigern
Teilchenablenkung
Typischer Aufbau eines Beschleunigers
Parameter zur Klassifikation von Beschleunigern

37
Welche Parameter für welche Anwendung - Überblick I
Teilchenphysik - Collider: Energie und Luminosität

e+e-
• Speicherringe: LEP-CERN bis 2001, B-Factories am SLAC und CORNELL (USA, JAPAN)
• Linearbeschleuniger (Linacs) - in Diskussion – ILC (International Linear Collider) und CLIC -
CERN

Hadronen
• Proton-Proton (ISR bis 1985, und LHC – CERN ab 2007)
• Proton-Antiproton Collider (SPS – CERN bis 1990, TEVATRON – FERMILAB (USA))

e+ oder e- / Proton
• HERA (DESY) – bis 2007

Beschleuniger, die einen Strahl auf ein Target lenken (z.B. für Neutrinophysik):
Energie und Intensität

• Synchrotron (SPS - CERN, TEVATRON - FERMILAB)
• Linearbeschleuniger (SLAC),
• Antiproton Decellerator (CERN)
• PSI‚ 1 MW Zyklotron
• SNS (Oak Ridge, USA) – starke 1.4 MW Neutronenquelle, in Betriebnahme
• IFMIF (International Fusion Material Irradiation Facility, in der Planung) fuer ITER 38
Welche Parameter für welche Anwendung - Überblick II

Erzeugung von Synchrotronstrahlung - Brillianz, Energiespektrum der Photonen
• e+ und e- Speicherringe (viele !)
• Free electron laser (e- Linacs)
• Zukunft: Röntgenlaser XFEL am DESY

Kernphysik - Intensität und Teilchensorte
• Linacs und “recirculating linacs“
• Zyklotron
• Synchrotron
• Ionenbeschleuniger (GSI)
• FAIR - Zukunftsproject an der GSI (Schwerionenphysik, Kernphysik, High energy density
matter, etc.)

Industrielle Anwendungen
Medizinische Anwendungen Erzeugung von Radioisotopen und Krebstherapie -
Präzision und Betriebssicherheit
• Linac
• Synchrotron
• Zyklotron

39
World wide inventory of a accelerators, in total 15000.
The data have been collected by W. Scarf and W. Wiesczycka
(See U. Amaldi Europhysics News, 31/6, 2000)

Ion implanters and surface modifications 7000

Accelerators in industry 1500
Accelerators in non-nuclear research 1000
Radiotherapy 5000
Medical isotopes production 200
Hadron therapy 20
Synchrotron radiation sources 70
Nuclear and particle physics research 110
Kreisbeschleuniger: wiederholtes Durchlaufen durch einige
Beschleunigungsstrecken

LEP e+e-
Beschleuniger
(1989-2000)

LHC
proton-proton
Collider
2007

Umfang
26.8 km

Komponenten:
haupsächlich
Magnete

CERN- Genf
LHC am CERN

supraleitender
Protonencollider mit
Impuls 7 TeV/c
42
27 km lang
Beschleunigung
Higgs Teilchen im Detektor (Computersimulation – was
beim LHC bei einer Proton Proton Kollision passieren könnte)

109 mal pro Sekunde > Computing Grid 43
Für die Messung der Kollisionsprodukte
werden riesige Detektoren gebaut

Der Physiker …. 44
ATLAS
45
ATLAS
CMS Detektor am LHC

46
47
starting 2007
48
49
International Linear Collider
pre-accelerator
few GeV
source
KeV
damping extraction
ring few GeV 250-500 GeV & dump
few GeV final focus

bunch IP
main linac
compressor collimation

Supraleitender
Linearbeschleuniger
Lange 30-50 km
50
Zukunftsprojekt an der GSI
Kernstrukturphysik Schwerionen
Synchrotron
Kernmateriephysik
SIS 100 und
Antiprotonenphysik SIS 200

Plasmaphysik
Atomphysik Schwerionen
Synchrotron SIS ⇒

Fragmentseparator
FRS

Linearbeschleuniger
UNILAC ⇒

Experimentierspeicherring
ESR
51
Zukunftsprojekt: Röntgenlaser am DESY (XFEL)

Femtochemie
Strukturbiologie
Materialforschung
Clusterphysik
Atomphysik

52
Zukunftsprojekt: Röntgenlaser am DESY

Beschleunigertunnel mit
Hohlraumresonatoren

Magnetondulator zur
Erzeugung von
Röntgenstrahlung
53
Neutrino Factory – Layout – weit in der Zukunft

54
Therapiebeschleuniger Heidelberg (gebaut von der GSI)

55
Beispiele für die Anwendung von Beschleunigern

Ion beams (GSI)
Synchrotron Light (ESRF)
Etched ion tracks in polymer foil.
5'-exonuclease from bacteriophage T5

Heavy ion fusion Proton therapy (PSI)
Laser beam simulation Gantry
the end….was folgt, sind einige Slides die zu den
vorhergehenden Slides gehoeren

57
SIS at GSI


58
Unilac at GSI

Linearbeschleuniger
für Ionen

59

Proton source at CERN


Beamlines at CERN


The injection kicker magnet for the ATF damping ring (KEK Japan)

⇒ 62
Accelerating cavity at LEP

⇒ 63