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WA200/ 250/ 320-5H Achsen & Bremsen

WA200-5H/ WA250-5H/ WA320-5H


Achsen & Bremsen
WA200/ 250/ 320-5H Achsen & Bremsen
Achsen und Bremsen :
1 Hydrauliköltank
2 Bremsventil
3 Brems- und Lüfterpumpe
4/6 Bremsnachsteller hinten
5 Bremse hinten
7 Bremsdruckspeicher vorne
8 Bremsdruckspeicher hinten
9 Speicherladeventil
10/12 Bremsnachsteller vorne
11 Bremse vorne
WA200/ 250/ 320-5H Achsen & Bremsen
Vorder- und Hinterachse :
Die Achsen sind mit LSD- oder TPD Differential
lieferbar. Die Differentiale können nur über die
Stempelung auf dem Achstypenschild unter-
schieden werden. Die Achse mit dem LSD
Differential trägt auf dem Typenschild im Feld
„Modell“ die Bezeichnung „ASD“.

WA200-5H, WA250-5H und


WA320-5H haben an der
Vorderachse den
Achsöltemperatursensor

An der Vorder- / Hinterachse


befinden sich an dieser Stelle
die Bremsnachsteller.
WA200/ 250/ 320-5H Achsen & Bremsen
Das Lamellensperrdifferential (LSD) :
1 Außenlamelle
2 Innenlamelle
3 Sonnenrad (12 Zähne)
4 Anlaufscheibe
5 Kegelrad (24 Zähne)
6 Kegelradwelle
7 Kreuzbolzen
8 Druckring
WA200/ 250/ 320-5H Achsen & Bremsen
Funktionsablauf des LSD bei Geradeausfahrt :
• Alle Räder laufen auf dem gleichen Untergrund
und weisen keinen Drehzahlunterschied auf.
• Das Antriebsdrehmoment wird dabei gleich-
mäßig, entsprechend der gezeichneten Kraftlinien,
auf die Abtriebswellen übertragen.
• Dabei rotiert der Kreuzbolzen (7) mit gleicher
Drehzahl wie der Differentialkorb (10), die Innen-
und Außenlamellen (1 und 2), die Druckringe (8)
sowie den Kegelrädern (5).
• Lediglich die auf dem Kreuzbolzen (7) montierten
Sonnenräder (3) stehen still. Sie übertragen in
diesem Augenblick das Antriebsdrehmoment über
die Kegelräder auf die Abtriebswellen.
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Funktionsablauf des LSD mit 45 % Sperrwert :
• Es kommt zu einen Drehzahlunterschied, wobei das rechte
Rad schneller dreht.
• Es entsteht ein Drehzahlunterschied zwischen rechtem und
linkem Kegelrad (8) im Differential.
• Dadurch rollen die Sonnenräder (3) auf den Kegelrädern (8)
ab, und versuchen nun den Kreuzbolzen (7) zu drehen.
• Das dabei auftretende Drehmoment des Kreuzbolzen drückt
die Druckringe (8) gegen die Innen- und Außenlamellen.
• Dem rechten Rad wird jetzt 22,5 % weniger, dem linken Rad
22,5 % mehr Drehmoment zugeteilt. Es ergibt sich ein
Unterschied von 45 % zwischen linkem und rechtem Rad.

Daraus ergibt sich :


Linkes Rad : 50% + 22,5% = 72,5%
Rechtes Rad : 50% - 22,5% = 27,5%
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Das TPD Differential :
• Das TPD Differential besteht aus den Kegel-
rädern (3A) und (3B), sowie aus den Sonnen-
rädern (4).
• Die Kegelräder weisen eine gerade Zähnezahl
auf, während die Sonnenräder eine ungerade
Zähnezahl haben.
• Dadurch unterscheiden sich die Eingriffspunkte
der Verzahnung der Sonnenräder (4) mit den
Kegelrädern (3A) und (3B).

Funktionsablauf des TPD Differentials bei


Geradeausfahrt :
• Alle Räder laufen auf dem gleichen Untergrund
und weisen keinen Drehzahlunterschied auf.
• Dabei ist das Maß (a) von der Mitte des
Sonnenrades (4) zum Eingriffspunkt der
Verzahnung mit dem linken Kegelrad (TL) gleich
dem Maß (b) mit dem rechten Kegelrad (TR).
• Das Sonnenrad (4) steht still, die Maschine fährt
geradeaus.
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Funktionsablauf des TPD Differentials bei
Drehzahlunterschied :
• Es kommt zu einen Drehzahlunterschied, wobei
das linke Rad schneller dreht.
• Das linke Kegelrad (3A) sich langsam vorwärts.
• Dadurch wird das Maß (a) zum Eingriffspunkt
der Verzahnung auf der linken Seite größer als
das Maß (b) auf der rechten Seite.

• Es gilt : a x TL = b x TR
• Das Verhältnis zwischen (a) und (b) kann
maximal 1 : 1,38 betragen.
• Ist das Verhältnis kleiner als 1 : 1,38 steht das
Sonnenrad still. Die Reifen rutschen nicht durch
und das Drehmoment wird gleichmäßig
übertragen.
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Vorderachse mit Bremse : 1 Differentialgehäuse
2 Lagerträger
3 Druckring
4 Feder
5 Außenlamelle

6 Sonnenradwelle
7 Achsgehäuse
8 Ring
9 Innenlamelle
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Betriebsbremse :
• WA200-5H, WA250-5H und WA320-5H sind
mit einer hydraulischen Pumpenspeicher
Bremsanlage ausgestattet.
• Die Betriebsbremse verfügt über eine Inch –
Funktion. Dabei wird die Bremsleistung des
hydrostatischen Fahrantriebs als zusätzliche
Bremse benutzt.
• Im Fahrerhaus sind nach wie vor 2 Brems- /
Inchpedale vorhanden. Sie sind mechanische
miteinander verbunden.
• Das linke Pedal ist dabei direkt mit dem
Brems- / Inchventil verbunden.

HINWEIS :
• Bei diesen Fahrzeugen gibt es keine
Getriebeabschaltung. Es kann nur das
Inchventil betätigt werden.
• Dabei wird der Steuerdruck, der auf den
Servokolben der Fahrpumpe wirkt, in den
Rücklauf abgelassen.
• Die Fahrpumpe schwenkt auf Nullförderung.
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Bremsventil : Das Bremspedal ist betätigt

Ablauf :
Bei betätigtem Bremspedal wird über das
Gestänge (2) und (3) sowie die Feder (4) die Ausfall eines Bremskreises :
Schieber (5) und (6) nach rechts gedrückt. Beim Betätigen des Bremsventils werden die
Dabei werden die Rückläufe Ta und Tb Schieber (5) und (6) immer mechanisch nach
geschlossen und das Öl von den Bremsdruck- rechts gedrückt. Dadurch kann das Öl von
speichern fließt über den Anschluß Pa zum den Bremsdruckspeichern immer noch in den
Anschluß A der hinteren Bremse, sowie über normal arbeitenden Bremskreis einspeisen,
Pb nach B der vorderen Bremse. und somit die Maschine bremsen.
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Bremsventil : Bremsdruck einstellen und halten

Ablauf :
Die Kammern hinter den Bremskolben sind Der Bremsdruck an (A) wird gegen die Kraft am
gefüllt, und der Bremsdruck an den Anschlüssen Bremspedal ausbalanciert. Der Bremsdruck an
(A) und (B) steigt an. Der Bremsdruck gelangt (B) wird gegen den Bremsdruck an (A) aus-
über die Drosseln (c) und (d) in die Schieber (5) balanciert. Wird z.B. das Bremspedal plötzlich
und (6). Dadurch werden die Schieber nach links voll betätigt, strömt in erstem Moment die volle
gedrückt, und die Ölzufuhr an (PA) und (PB) Ölmenge mit maximalen Druck zur Bremse.
unterbrochen. Da der Anschluß (Tb) geschlossen Über den Gegendruck der Schieber (5) und (6)
ist, wird der Bremsdruck gehalten. wird dann der Bremsdruck eingestellt. Der
Bremsdruck beträgt maximal 42 Bar.
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Inchventil :
P1 Steuerdruck
T2 Zur Saugseite der Lenkpumpe
2 Bremsventil
3 Kolben
4 Gehäuse
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Ablauf Inchventil :
• Das Inchventil ist mit dem Bremsventil (2) kombiniert.
• Wird das Brems-/ Inchpedal (1) betätigt, wird der Steuerdruck im Servokolben der
Fahrpumpe in Abhängigkeit vom Pedalweg reduziert.
• Dadurch ist es möglich, die Fahrgeschwindigkeit der Maschine bei voller
Motordrehzahl stufenlos zu verändern.
• Ist das Pedal voll betätigt, ist die Fahrpumpe auf Nullförderung geschwenkt, und
die Maschine rollt aus.
• In diesem Moment ist das Fahrzeug ohne Antrieb, aber noch nicht gebremst.
Dieser Punkt kann über das Gestänge am Inchventil eingestellt werden.
• Damit wird sichergestellt, das die Bremse erst dann greift, wenn vollständig
abgeincht wurde.

Zugkraft

Zugkraft / Bremskrft
(HST Bremskraft)
Bremskraft
der
Betriebs-
bremse

Öffnungwinkel des Inchventils


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Grundeinstellung des Brems- / Inchpedals bei WA200/ 250/ 320-5H :


• In der Grundeinstellung beträgt die Länge des Stange (1) a = 184 mm.
• Damit ergibt sich an der Stange (7) am Brems- / Inchventil ein Spiel b = 0 – 0,3 mm.
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HST Ölfilter

Speicherladeventil
Abschaltdruck 100 Bar
Bremsdruckspeicher für Vorder- und Hinterachse
Einschaltdruck 60 Bar
Volumen : 0,5 Liter
Gasdruck : 34 – 36 Bar
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Speicherladeventil :
P Von der Brems- und Lüfterpumpe
T Rücklauf
A Zum Lüftermotor
ACC1 Bremsdruckspeicher hinten
ACC2 Bremsdruckspeicher vorne

Ablauf :
Das Speicherladeventil hat die Aufgabe die
Bremsdruckspeicher aufzuladen, und, wenn der
Druck abgefallen ist, wieder nachzuladen. Ist
der Abschaltdruck erreicht, fließt das Öl der
Pumpe in den Rücklauf T.
Öl, das nicht zum Laden der Bremsdruck-
speicher benötigt wird, fließt über das Ventil
(S2) zum Anschluß (A) und dann weiter zum
Lüftermotor.
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Bremsnachsteller :

Die Bremse ist betätigt :


Das vom Bremsventil an (A) drückt den Kolben
(1) nach rechts. Das Öl zwischen Kolben (1)
und dem Bremskolben betätigt die Bremse. Gibt
es bei betätigter Bremse eine Druckdifferenz
zwischen Kammer (A) und (B), öffnet das
Rückschlagventil (2) und die Druckdifferenz wird
ausgeglichen.

Die Bremse ist gelöst :


Sobald die Bremse gelöst ist, strömt nur das Öl
aus Kammer (A) über das Bremsventil in den
Rücklauf. Der Kolben (1) wird mittels Öldruck
aus der Bremse nach links gedrückt. Das Öl in
der Kammer (B) bleibt eingeschlossen, da das
Rückschlagventil (2) geschlossen bleibt. Somit
wird immer ein gleichmäßiges Ansprechen der
Bremse gewährleistet.
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Parkbremse :
Die Parkbremse wird bei dieser Maschine
mechanisch, über Seilzug, betätigt. Sie
befindet sich im Verteilergetriebe, wobei die
Parkbremslamellen im Ölbad laufen.
Ist die Parkbremse angezogen, ist die
Spannungsversorgung zu den Vorwärts- /
Rückwärtsmagneten unterbrochen. Die
Fahrpumpe wird dadurch auf Neutral,
Nullförderung, geschwenkt.

1 Parkbremshebel
2 Unterer Parkbremsschalter
3 Mittlerer Parkbremsschalter
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Parkbremse :
1 Hebel
2 Parkbremsgehäuse
3 Kugel
4 Parkbremskolben
5 Außenlamelle
6 Innenlamelle
7 Feder
8 Abtriebswelle
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Schaltplan Parkbremse :
1 Mittlerer Parkbremsschalter (Offen wenn P/B angezogen)
2 Unterer Parkbremsschalter (dto.)
3 Parkbremsrelais

4+5 Stecker CN L20 und CN L18


6 Relais Parkbremskontrolllampe
7 Relais Fahrtrichtungsmagnete AUS
8 Monitor
9 Warnsummer
10 HST Controller Relais 12 Relais Getriebemagnete AUS
11 HST Controller 13 Schalthebel Fahrtrichtung
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Schaltplan Parkbremse :
14 FNR Wahlschalter (Option)
15 Schalter Fahrtrichtung im Joy Stick
16 Multifunktionsrelais (6 Stück)

17 Relais Vorwärts
18 Relais Rückwärts
19 Relais Neutral / Starten
20 Magnet Vorwärts
21 Magnet Rückwärts
22 Proportionalmagnet am EP Fahrmotor 24 Fahrstufenmagnet am HA Fahrmotor
23 Kupplungsmagnet 25 Magnet für Übersteuerung
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Erläuterungen zur elektrischen Parkbremsschaltung :
Die Parkbremse wird angezogen. Der untere Parkbremsschalter (2) öffnet.
Bei ausgeschalteter Zündung und gelöster Parkbremse hält das Parkbremsrelais (3) die Spannungs-
versorgung in Selbsthaltekreis aufrecht. Dabei ertönt der Warnsummer und die zentrale Warnlampe
blinkt. (Wird der mittlere Parkbremsschalter geöffnet, fällt das Parkbremsrelais ab.)
Solange das Parkbremsrelais (3) geschlossen ist, bleibt die Spannungsversorgung zum HST Controller
(11) über das HST Controller Relais (10) erhalten. Der HST Controller hält dadurch die Spannungs-
versorgung zu den Magneten (22, 24, 25) an den Fahrmotoren sowie zum Kupplungsmagnet (23)
aufrecht. Die Fahrmotoren sind somit auf MAX. geschwenkt und zusammengekuppelt. Ein Wegrollen der
Maschine wird dadurch erschwert.
Außerdem wird der Stromkreis des Vorwärts- (20) und Rückwärtsmagnets (21) über das Relais (7) an
Masse gelegt.

Die Parkbremse wird voll angezogen. Der untere (2) und mittlere (1) Parkbremsschalter sind
geöffnet :
Bei ausgeschalteter Zündung wird die Spannungsversorgung zum Parkbremsrelais (3) ausgeschaltet.
Warnsummer und zentrale Warnlampe sind aus.
Bei eingeschalteter Zündung leuchtet jetzt die Kontrolllampe der Parkbremse auf.
Da jetzt beide Schalter geöffnet sind, bricht die Spannungsversorgung zum HST Controller und weiter zu
den Magneten an den Fahrmotoren und Kupplungsmagnet zusammen.
Der Stromkreis des Vorwärts- (20) und Rückwärtsmagnets (21) über das Relais (7) geöffnet.
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