Die Mongloeneinfälle in Siebenbürgen und ihre Folgen...

Die Mongoleneinfälle in Siebenbürgen und ihre Folgen

Die Mongoleneinfälle in Siebenbürgen Am Anfang des 13 Jahrhunderts vereinigte Dschingis-Kahn, oder auch noch Temutschin genannt, alle Mongolenstämme aus dem Gebiet zwischen China und Sibirien. So kam es dazu, dass diese Zeitspanne die Geburtstunde eines der gröβten und mächtigsten Reiche Asiens darstellte. Die äuβere Erscheinung der Bevölkerung der neuen Macht innerhalb Asiens und zum Teil auch Osteuropas, die sich durch kurzen, krummen Beinen, hervorstehende Backenknochen, kahlem Kopf, der hinten nur mit einem schwarzen Zopf versehen war, dicke Lippen und Schlitzaugen kennzeichnete, stellte eines der Gründe weshalb sie von so vielen gefürchtet wurden. Einlass zum Schrecken stellten jedoch auch das Geschick der Mongolen mit Pfeil und Bogen umzugehen, die List im Kampf, die auch beim Einfall in Siebenbürgen sich als erfolgreich erweist, und ihre schnellen, ausdauernden Pferde, die auch heutzutage in der Mongolei anzutreffen sind. Das Reich Dschingis-Kahns breitete sich von Zentralasien angefangen bis Mitteleuropa aus. In dieser Zeit wurde König Bella IV. anstatt Andreas II. König Ungarns. Dieser erwies sich als ein strenger König, der den Adligen die Adelsgüter, die sie sich durch Betrug zur Zeit des Königs Andreas II. vom Königsboden angeeigneten hatten, wegnimmt. Desgleichen siedelte er gegen den Willen seiner Adligen etwa 40.000 kumanische Familien im Lande an, die wegen den Mongolleneinfälle Zuflucht beim König suchten. Das hatte zur Foge, dass das Misstrauen der Adligen gegenüber dem König stieg und die Beziehungen zwischen Vasall und König feindselig wurden. Das Hatte zur Folge, dass Ungarn geschwächt wurde. Im Gegensatz zu den ungarischen Adligen erlebten die Siebenbürgersachsen einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Vorrechte, die ihnen das Andreanum bot, stelle für die Sachsen eine günstige Lage dar. So kam es dazu, dass in dieser Zeit Siebenbürgen die gröβte Einnahmeqelle des Königs wurde. Desgleichen erfreuten sich die Sachsen von Erkud ihrer vom König gewährleisteter Freiheit sowie der Graf Corlardus von Talmesch, wegen seinen truenen Dienste dem König gegenüber, des Gebiets am Roten Turm Pass, dessen relative junge Siedlung von den Mongolen zerstört wurde. Im Jahr 1241 n. Chr. ist der erste Mongoleneinfall in Siebenbürgen zu verzeichnen. Die Mongolen griffen Siebenbürgen aus drei Richtungen an. Durch den Rodna-Pass, den Oituz-Pass und das Severiner Banat verschafften sich die Mongolen Eintritt in Siebenbürgen. Da die Mongolen es auf das Königreich Ungarn abgesehen hatten, richteten sie ihren Weg nach Ungarn durch Siebenbürgen und verursachten dabei groβe Schäden. Der erste Angriff der Mongolen ereignete sich ins Nössnerland. Das Mongolenheer, das aus der Richtung Moldau über die Karpaten drei Tage lang in Richtung Westen zog, drang am Ostersonntag, dem 31. März (Dokument 3: Der Echternaher Kodex über den Mogoleneinfall in Siebenbürgen ), in das deutsche Dorf Rodna ein. Laut den Aufzeichnungen des Groβwardeiner Domherr Rogerius über die Eroberung von Rodenau wird Rodna als ein reiches Dorf, Dank des königlichen Silberwerk in ihrer Nähe, geschildert. Weiterhin wird über das Eindringen der Mongolen in Rodna erzählt, dass die Deutschen, die als kriegssüchtige Männer beschrieben wurden und denen an Waffen nicht mangelte, den Mongolen entgegengetreten seien. Beim Anblick der zahlreichen Bevölkerung täuschten die Mongolen, angeführt vom Feldherr Kadan, der in den Chroniken “Fürst Kadan” oder “König Cadan”, genannt wird, den Rückzug vor. Mit dem Gewissen eines sicheren Erfolgs, zog sich die Bevolkerung Rodnas zurück in ihrem Dorf “legten ihre waffen ab
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vor dem Sonntag Misericordias” fielen die Mongolen in die Stadt. die Siebenbürgen befallen haben. Falls sie von den Tataren entdeckt wurden. Der Groβwardeiner Domherr.und begannen sich mit wein zu betrinken”. Eine andere Chronik zählt nach dem Mongoleneinfall in Hermannstadt nur 100 Personen. Siebenbürgen wurde nun. Die Mongolen bahnten sich ihren Weg durch Europa bis in Niederösterreich. Chr. Das Dorf wurde von vielen Richtungen angegriffen. uns 600 seiner Männer mit sich auf dem Feldzug gegen Ungarn. die die Tataren bei ihrem Eindringen durch den Oituz Pass nach Siebenbürgen. die den Mongolen Wiedrstand geleistet hat und als Zufluchtsort der Bewohner jener Gegend diente. schafft es zusammen mit seinem Diener zu flüchten.014 Menschen ums Leben kamen. Man nimmt jedoch an. Das Dokument aus dem luxemburgischen Kloster Echternach erwähnt aber 30. dass in Hermannstadt bis auf 100 Mann erschlagen und das Kloster der Predigermönche angezündet wurde. ziehen sich die Mongolen zurück. die Rodna verwüstet hatten. die den Einfall überlebt hatten. die über den Tatereneinfall in Siebenbürgen berichten. Nach zwei Tagen des Verstckens. Viele Menschen kamen bei diesen Einfälle ums Leben. Nachdem sich die drei Mongolenheere.000 Tote. wieder zerstört und verwüstet. können ein Bild über die verherrenden Zerstörungen in Hermannsdof verschaffen. plünderten und zerstörten auch Ortschaften aus der selben Gegend wie Bistritz. Bella IV. verlassen sie ihren Versteck und suchen eine bevölkerte Ortschaft. Mühlbach. wo sie “den Führer eines Heeres des siebenbürgischen Landes mit allen seinen Leuten” getötet haben (Dokument 3: Der Echternaher Kodex über den Mogoleneinfall in Siebenbürgen). Das Schaubild. Man nimmt an. der in mongolischer Gefangenschaft grät. Der König Ungarns. 100. von Hunger getrieben. Petersklosters von Erfurt wird berichtet. ein. Oktai. Burgles. während in Bistritz 6. dass jeder Wiederstand nutzlos war ergaben sie sich freiwillig. sind die Gebiete aus dem Burzelland. Klausenburg und Groβwardein. konnte noch rechtzeitig nach Westungarn und von dort auf die dalmatische Insel Trau fliehen. verwüstet haben. So zum Beispiel wurden fur Rodna 4. Andere Gebiete. gestorben war und der Mongolenfeldherr Batu Kahn Anspruch auf die Thronfolge hatte. Die Kunde von den verursachten Verwüstungen der Mongoleneinfälle breitet sich bis in Luxemburg aus. Mauern und sonstige Befestigungen mangelte. Ariscaldus. Während ihres Aufenthalts in Siebenbürgen plünderten und zerstörten die Tataren alles was ihnen in den Weg fiel. trafen die Mongolen auf einen leichten Wiederstand zu. die nicht übereinstimmen. Am “11. das am 2 April angegriffen wurde. Die Mongolen. die Hermannsdorf hieβt. April”. Da der Adel für den König Hass verspürte und sich ziemlich unwilling zum Kampf stellte und da der Papst die versprochene Hilfe aus dem Westen verspätete. Diese Zahlen.000 Tote genannt. Im luxemburgische Kloster Echternach finden sich Dokumente. Doch im Jahr 1242 n. Einige flüchteten in die Wälder oder in die Berge. da es den Städten und Dörfer Siebenbürgens in der Zeit an Gräber. das Mireschtal und das Alttal. vereinigt hatten. da der Groβkahn der Mongolen. dass die Zahlen übertrieben sind. dass es sich bei dieser Burg um die Burg aus Michelsberg handelt. auf den Rückzug der Mongolen. so wurden sie versklavt oder umgebracht. die das Dorf mühelos überfielen. das die Mongolen nach ihrem Rückzug in Siebenbürgen hintrelassen haben wird in der Chronik “Carmen miserabile” des Groβwardeiner Domherr Rogerius über die Eroberung Rodenaus beschrieben. Dabei sind auch Angaben über die Zahl der Toten. Der Feldherr Kadan nahm den den Grafen der Ortschaft. Als die Bewohner Rodnas merkten. In der Chronik des St. an “einem Donnerstag. kämpften sie gegen die Ungarn am Sajo. Eine Urkunde jedoch erwähnt von einer schwer ersteigbaren Burg.000 Krieger sollten angeblich ums Leben gekommen sein. ( Das “Carmen miserabile” des Groβwardeiner Domherr Rogerius über die Eroberung Rodenaus) Dabei wurden sie von den Mongolen überrascht. Das Land 2 .

Als die Mongolen im 14 Jahrhundert den islamischen Glauben angenommen hatten. Nach vielen Tagendes Herumirrens. In ganz Siebenbürgen versteckten sich die Menschen vor den Tataren und blieben eine zeitlang in ihrem Versteck bis sie die Gewissheit hatten. Die einzigen Spuren die darau hinwiesen. Viele von diesen Angriffen wurden jedoch von der Bevölkerung Siebenbürgens erfolgreich abgewährt. weitere Siedler nach Siebenbürgen kommen. Es entsanden neue Siedlungen in der Nähe der Gebirgspässe. Türme und Graben befestigt. war er auf Menschen zugestoβen. griffen sie an der Seite der Türken Sibenbürgen bis ins 17 Jahrhundert immer wieder an. die einen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Rolle in der Gesellschaft der Bevölkerung Siebenbürgens. genau wie ungarische Befestigung. Die Städte wurden neu erbaut und mit Mauern. die König Bella IV. Einer der ersten Maβnahmen. damit diese besser verteidigt werden konnten. Die “Straβen und Fuβsteige waren im schlechtesten Zustand und ganz von Unkraut und Dorngestrüpp überwuchert” und Leichnahmen lieβen sich überall blicken. die durch ihre Geschichte und bemerkenswerten Bauten beeindrucken. öde. traf. In der Nähe der Pässe entstanden Handels. zerstörte Kirchen und Paläste und zerstörte Mauern. Die Mongolen fielen im Jahre 1285 zum zweiten mal in Siebenbürben ein. Die Folgen der Mongoleneinfälle Die Mongoleneinfälle brachten mit sich eine Zeitspanne der Entwicklung der Städte und der Dörfer. dass damals an dem Ort eine Stadt oder ein Dorf stand. sollten gebaut werden. denen Siebenbürgen ausgesetzt war. Dank der wiedrestandsfähigen Befestigungsanlagen. Schelk und der Groβen Kokel angesiedelt. in der Kunst und den Bräuchen oder der Gesellschaft wiederspiegelt. dass die Mongolen auβer Landes waren. loben. Die Ansiedlung wurde alsdann gegen Ende des 13 Jahrhunderts beendet. die dem Mongolenstürm standhielt. werden heutzutage in den Bauten. Besonders groβe Verwüstungen und Plünderungen wurden im Burzelland verzeichnet. Kronstadt. 3 . Der zweite Mongoleneinfall stellte sich aber weniger verherrend als der erste dar. Bistritz. Als Folge der vielen Angriffe. Hermannstadt. Dafür wurde den Siedlern viele Vorrechte und Steuervergünstigungen geboten. die zum Teil zerstört waren. Alle Erignisse. Siebenbürgen kann sich mit den mittelalterlichen Städte. darstellten. zerstörten und zum Teil aus Holz gebauten Kirchen wurden neu gebaut aus festem Material wie Stein. die zum Teil bis heute erhalten wurden.bot ihnen ein Bild “des Jammers”. entstanden immer imposantere Städte. Die alten. Nur ungarische Adlige und sächsische Grafen liesen Siedler bis ins 14 Jahrhundert auf ihre Grundstücke rufen. verbrannten. die im Wald geflüchtet waren.und Handelszentren. In Weiβenburg traf der Groβwardeiner Domherr Rogerius Totengebeine.und Gewerbezentren. Das Land war wüst. entvölkert. Neue befestigte Burgen. Diese wurden in die Gebiete um Mediasch. Um den Verlust der Bevölkerung Siebenbürgens auszugleichen und um die Grenzgebiete zu verteidigen. waren die Glockentürme der Kirchen. Mühlbach und Klausenburg wurden zum Beispiel Gewerbe. die voll mit Blut bedeck waren. war die umstrukturierung der neuen Verteidigungspolitik. denen Siebenbürgen ausgesetzt wurde. Desgleichen wurden auch die strategischen Gebiete neu und besser besfestigt. lies König Bella IV.

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