Das Leben  Wirft jeden Tag neue Fragen auf und doch obwohl wir es nicht schaffen auch nur die einfachsten zu  beantworten, machen wir weiter. Was treibt uns an, wohin führt uns dieses Streben?

 All zu oft sehen  wir unwirklichen Dingen ins Antlitz, werden von Schicksalsschlägen heim gesucht und doch stehen  wir wieder auf. Nicht die Erkenntnis von einer besseren Welt scheint dabei von einer Existenziellen  Bedeutung zu sein, sondern einzig und allein die Tatsache, dass wir etwas versuchen zu sein. Unser  Sein wird von Genüssen und Entbehrungen immerzu auf die Probe gestellt. Was ist es das uns auch in  ausweglosen Situationen zum weitermachen antreibt. Suchen wir nur nach einem Grashalm der  unser Tun rechtfertigt oder glauben wir ins geheim an eine höhere Form des Daseins? Ich vermag es  nicht zu beantworten und doch ist der letzte Schritt zur völligen Selbstauflösung, scheinbar nicht der  den wir zu gehen gedenken, wenn uns die Zweifel überkommen, die uns der Verstand zu stellen  vermag. Lösungen gibt es selten und doch ist die Mehrzahl der Individuen nicht im Stande sich selbst  aus dem Leben zu tilgen. All die Grausamkeiten um uns herum, rechtfertigen diesen Schritt nicht  ausreichend. Aus welchem Grund also weiter machen mit den nicht enden wollenden Qualen des  Vegetierens? Fragen die ich nicht zu beantworten gedenke, denn das sind Sinnfragen die jeder für  sich selbst beantworten muss und doch fallen mir dazu ein paar Gedanken ein. Schließlich eifert ein  jeder hinter irgendetwas hinterher und sei es nur, um den eigenen Neid zu stillen. Doch was ist aller  materielle Luxus gegen einen armen Geiste. Für mich ist er wertlos und doch bin auch ich  stellenweise davon angetan, eben genau dies zu erreichen. Doch dann kehren die stillen  Geständnisse wieder zurück, denen ich mir immer dann bewusst werde, wenn der Geist in freien  Bahnen um den Körper kreist. Es bedarf eines Mediums, wie der Musik, um die tiefen inneren  Sehnsüchte und Ziele richtig zu fassen. Wenn ich allerdings an solch einem bewegendem Moment  verweile, wie zum Zeitpunkt dieser Zeilen, dann wird mir doch schlagartig klar, dass es nichts gibt,  wofür man leben könnte, außer dem Schaffen eines Dings für die Nachwelt. So streife ich umher auf  der Suche nach eben diesem Ding und finde doch den einen oder anderen Ansatz, doch verfolgen  möcht ich sie nicht. Zu groß der Reiz, danach der Ewigkeit des Nichts zu folgen, auf das all das was ich  war, eingeht. Denn auch wenn man genügend realistisch drüber nachdenkt, sollte man feststellen,  dass man nur durch einen kümmerlichen Fakt nicht vergessen wird, weil man Spuren im Leben  anderer hinterlassen hat, auf die man Stolz oder auch mit getrübter Miene zurückblicken kann.  Vielen wär man mit Sicherheit, am liebsten nie begegnet, und doch ist eine wesentliche Form der  Erinnerung, die Fähigkeit sich über Andere an das zu binden was man gewesen ist. Wie traurig es  doch ist, man kann nicht durch sich selbst das bleiben was man war, man benötigt einen Träger der  Information. Doch wie sicher ist dieses Medium, wo es doch immer durch Fälschung und Vergessen  geprägt ist. Nicht das dieser Vorgang immer Absicht wäre, aber wir erinnern uns doch nur allzu gern  an gewisse Extreme und nicht an das Bild dessen, was die Gesamtheit einer Person ausgemacht hat.  Dies führt mich zu der Überlegung, warum dann auf andere verlassen, wo sie doch so unzuverlässig  sind? Nun so banal es auch klingen mag „Aus Mangel an Alternativen“. Der einzige Grund dafür das  wir sind was wir sind, lässt sich auf DNA, Erziehung, Umfeld und den Erwerb von Wissen eindampfen,  nicht viel mehr und auch nicht viel weniger, damit müssen wir zurecht kommen. Doch wer der  scheinbaren Sinnlosigkeit ein Ende zu versetzen vermag, der sollte die Musik als letztes Argument  dagegen gelten lassen. Denn auch wenn sie von Menschen gemacht wurde, so waren die Wenigen  großen Meister echte Ausnahme Talente, die etwas von einem Apostel hatten, zu verkünden die  Botschaft, dass alle Reize mit ihr und in ihr auf ewig weiter leben. Also lasset uns schwelgen in den  Klängen vieler Jahrhunderte und erst wenn nichts mehr ist, den Weg allen irdischen gehen.  OG3r