Wie kann Wirtschaft wachsen oder wie kriegt die Wirtschaft die Krise?

Die Wirtschaft eines Landes muss wachsen, damit sich das Land weiter entwickeln kann. Wenn
Unternehmen besonders viele Waren verkaufen, dann verdienen sie viel Geld. Um das Geld können sie
ihren Betrieb vergrößern und mehr Dinge herstellen. Sie können auch zusätzliche Arbeitsplätze
schaffen. Dann verdienen mehr Leute Geld, das sie ausgeben können, um wiederum Dinge zu kaufen.
So geht das immer weiter und es gibt immer mehr Waren, immer mehr Arbeit und immer mehr Geld um
die Waren zu kaufen. Das nennt man Wirtschaftswachstum. Wenn die Wirtschaft wächst, ist das für uns
alle gut!
Es kann aber auch genau anders herum sein. Vielleicht hast du schon einmal das Wort „Wirtschaftskrise“
gehört.
Wenn die Firmen weniger Waren verkaufen, dann verdienen sie weniger Geld und können ihren Angestellten
weniger bezahlen. Vielleicht müssen sie sogar einige entlassen. Dann können die Leute natürlich weniger
einkaufen und auch die Firmen verdienen weniger Geld, weil die Leute sich ihre Waren nicht leisten können.
So geht das immer weiter und die Wirtschaft rutscht in eine Krise.
Wenn sich die Wirtschaft in einer Krise befindet, dann sind die Politikerinnen und Politiker gefragt. Sie
müssen sich Dinge überlegen, die die Wirtschaft wieder in Schwung bringen. In der Wirtschaftskrise haben
die Menschen weniger Geld und brauchen daher Unterstützung vom Staat. Um die Wirtschaft wieder
anzukurbeln, können zum Beispiel die Steuern gesenkt werden, so dass die Menschen wieder mehr Geld
haben und die Firmen ihre Waren billiger herstellen können. – Dann wird auch wieder mehr eingekauft.
Es kann aber ein wenig dauern, bis sich die Wirtschaft erholt und wieder wächst.
Was ist sonst noch wichtig?
Wirtschaftlich handeln heißt, dass man die Kosten und die Nutzen abwägt. Firmen müssen darauf achten,
dass sie mit dem Geld, das sie durch den Verkauf ihrer Waren verdienen, die Kosten abdecken können, die
bei der Produktion entstehen.
Stell dir vor, eine Auto-Firma verkauft ein Auto. Von dem Geld, dass sie dafür bekommt, muss sie alles
bezahlen, was für die Herstellung des Autos nötig war: die ArbeiterInnen, die das Auto zusammen gebaut
haben, die Rohstoffe und Einzelteile, die dafür nötig waren und so weiter. Was am Ende von dem Geld übrig
bleibt, ist das was die Firma mit dem Auto verdient.
Um einen möglichst großen Gewinn zu machen, versuchen die Firmen so billig wie möglich zu produzieren.
Aber am billigsten ist nicht immer am besten!
Denn wenn etwas sehr billig hergestellt wird, ist das nicht für alle gut: In einigen Ländern der Welt werden
die ArbeiterInnen nicht fair behandelt. Sie haben zum Beispiel keine Krankenversicherung oder müssen
ungeschützt mit giftigen Substanzen arbeiten. Außerdem bekommen sie nur sehr wenig Lohn für ihre Arbeit.
Stell dir vor, in vielen Ländern müssen sogar Kinder arbeiten, um mit dem wenigen Geld ihre Familien zu
ernähren.
Deshalb ist es wichtig, dass in den Betrieben gute Arbeitsbedingungen herrschen und die Leute fair
behandelt und gerecht entlohnt werden. Genauso wichtig ist es, dass auf die Umwelt geachtet wird. Auch die
Qualität der Produkte spielt eine große Rolle. Das kann schon mal ein bisschen mehr kosten!