DIE PRAXIS DER EINSICHTSMEDITATION

Eine detaillierte Darstellung der Vipassanā-Meditation

Essentials of Insight Meditation Practice Englischer Originaltitel Ehrw. Sujiva

Deutsche Übersetzung 2004 von Thomas Michael Zeh Überarbeitet 2006 von Ursula Wurstemberger 1. Auflage 2004 Berlin 2. Auflage (revidiert) 2006 Berlin

Titel der englischen Originalausgabe: Essentials of Insight Meditation Practice © 2000 by Sujiva ISBN 983-9245-02-3

2. Auflage 2006 Copyright © 2004-2006 by Michael Zeh Verlag www.zeh-verlag.de Alle Rechte vorbehalten ISBN 3-937972-07-2

Es gibt Leiden, aber keinen Leidenden Taten existieren, obwohl es keinen Täter gibt Verlöschen gibt es, aber keine verlöschende Person Obwohl es einen Pfad gibt, gibt es niemanden, der ihn geht. Visuddhi magga

Namo tassa bhagavato arahato sammasambuddhasa - Ehre sei Ihm, dem Erhabenen, Heiligen, vollkommen Erwachten –

Die vier Pfeiler der Achtsamkeit So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene unter dem Kuru-Volk, bei einer Ortschaft der Kuru mit dem Namen Kammāsadamma. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“ – „Ehrwürdiger!“ antworteten da jene Mönche dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach also: „Dies ist der einzige Weg, o Mönche, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung von Kummer und Klage, zum Beenden von Schmerz und Trübsal, zur Gewinnung des rechten Pfades, zur Verwirklichung von nibbāna, nämlich die vier Pfeiler der Achtsamkeit. Welche vier? "Da weilt der Mönch bei der Körperbetrachtung beim Körper, eifrig, wissensklar und achtsam, um Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt zu überwinden; er weilt bei der Gefühlsbetrachtung bei den Gefühlen, eifrig, wissensklar und achtsam, um Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt zu überwinden; er weilt bei der Geistbetrachtung beim Geist, eifrig, wissensklar und achtsam, um Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt zu überwinden; er weilt bei der Geistobjektbetrachtung bei den Geistobjekten, eifrig, wissensklar und achtsam, um Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt zu überwinden...“ (dīgha-nikāya 22)

Inhalt Vorwort zur deutschen Ausgabe ..................................................... 10 Vorwort .................................................................................................... 11 1. Satipa hāna Vipassanā-Meditation .......................................... 12
Körperbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit .................................... 12 Gefühlsbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit................................... 13 Bewusstseinsbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit.......................... 13 Geistobjektbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit............................. 13

2. Grundlegende vorbereitende Anweisungen ............................ 15
Ruhe- und Einsichtsmeditation ................................................................... 15 Wahres Glück und falsches Glück .............................................................. 15 Die Natur der Achtsamkeit.......................................................................... 16 Meditations-Retreat ..................................................................................... 17 Gehmeditation ............................................................................................. 18 Sitzmeditation.............................................................................................. 21 Andere tägliche Aktivitäten......................................................................... 26

3. Praktische Aspekte der Satipa hāna-Meditation ................ 27
Achtsamkeit................................................................................................. 27 Achtsamkeit auf den Körper........................................................................ 29 Achtsamkeit auf die Gefühle....................................................................... 35 Achtsamkeit auf das Bewusstsein ............................................................... 36 Achtsamkeit auf die Geistobjekte................................................................ 38

4. Achtsamkeit auf den Körper ........................................................ 43 5. Achtsamkeit auf die Gefühle ........................................................ 47 6. Achtsamkeit auf das Bewusstsein & auf die Geistobjekte . 52
Die Hemmungen.......................................................................................... 52 Die Sinne ..................................................................................................... 54 Die Bedeutung des Notierens der Absicht. ................................................. 55 Die Reise in die Achtsamkeit ...................................................................... 57 Nicht-Selbst und die Unstetigkeit des Bewusstseins................................... 58 Die Priorität der Achtsamkeit...................................................................... 60

7. Die fünf Hemmungen ...................................................................... 62
Mattigkeit und Müdigkeit............................................................................ 63 Unruhe und Sorgen...................................................................................... 64 Vorbereitende, die Konzentration fördernde Meditationen ........................ 65

8. Die Priorität der Objekte .............................................................. 67
Systematisches Notieren & wahllose Bewusstheit...................................... 67 6

...............74 Konzentration und Energie ........................................97 Neun Wege zur Schärfung der Fähigkeiten................116 Jhāna-Stufen in der Samatha-Meditation.....................................................................................................109 Richtige und falsche Konzentration.................................................................118 Benötigte Fähigkeiten.....................123 Das Fortschreiten bei samatha bhāvanā........................84 Das Balancieren von Energie und Konzentration..............................................109 Wichtige Aspekte der Konzentration......................................................... Schärfen der geistigen Kontrollfähigkeiten ............................................................................... Arten der Konzentration ...90 11.............................. um zwischen richtiger und falscher Konzentration zu unterscheiden .................................125 Der Fortschritt des Ānapāna-Objektes..............75 Wie balanciert ihr die fünf Kontrollfähigkeiten?.......................................................................82 10.................................Die vier Grundlagen der Achtsamkeit ...........117 Einsichtsstufen in der Vipassanā-Meditation ................................................................................................................................................................................................und Einsichtsmeditation .........................und Vipassanā-Meditation .....................................................................................84 Das Balancieren von Glaube und Weisheit ........126 Der Fortschritt des Vipassanā-Objektes ............................123 Ānapānasati ..122 Samatha und vipassanā ..................73 9...............................................122 Achtsamkeit......................110 Zwei verschiedene Wege .......................................................................................................................................................................................................................................................................................................... um die Ruhemeditation (Samatha-Meditation) zu meistern................................ Die Unterschiede zwischen Ruhe...................107 Die Sieben Punkte.........................................................81 Wenn wir Fortschritte in der Meditation machen........113 Die Erfahrung der verschiedenen Vipassanā-Stufen ...........................................................................................................................................74 Die fünf geistigen Kontrollfähigkeiten ..............................................................................88 Andere Wege die Fähigkeiten der Energie und Konzentration zu balancieren ..... Die fünf geistigen Kontrollfähigkeiten ........................122 Samatha bhāvanā und vipassanā bhāvanā.............................................112 Vipassanā ..................................108 12.........................................128 7 ...77 Das Balancieren der Fähigkeiten ist dynamisch ....................... Das Balancieren der fünf Kontrollfähigkeiten ...................................97 Andere Möglichkeiten die Fähigkeiten zu schärfen oder zur Reife zu bringen ....................116 Die Einzigartigkeit der Vipassanā-Konzentration ...........................................................................................................................................................................118 13...............104 Die Lehrrede Meghiya .............................................................114 Das kontinuierliche Notieren um die Realität zu erfahren ........110 Die charakteristische Natur der Konzentration bei der Samatha................

..... Die fünf Hemmungen (nīvara/a)................................................................................................................................. Die Gratwanderung: Achtsamkeit im Alltag .................... 162 Tugend.................. 152 Die fünf Fesseln................................................................................ 146 Die zehn Trübungen der Einsicht................................................................................................................................................................ 168 Anpassung ... 152 Die fünf Verhärtungen.............. 147 Ihr könnt schwierige Situationen antreffen ......... 169 Die Gratwanderung (Living on the edge) ................. 143 Die verschiedenen Stufen des Einsichtswissen...................................................................................... 149 Ein letztes Wort ........................................................................................................... 168 An der Oberfläche bleiben ............... 160 17............ 140 Die wahre Natur der Realität........... 131 14....................................... Die Wildnis des Geistes ........................................ 163 Konzentration ................ 178 8 ........................ 132 Einsicht und Verstehen.. 137 15.................................................. 162 Wege um unsere Praxis zu verbessern .................................................. Einsichtswissen in Kurzform ............................................................................................................... 133 Was ist ein Konzept?....................................................................................... 162 Buddhistische Metaphysik .. 176 Anhang ....................................................... Wichtige Punkte für den Vipassanā-Fortschritt ............................... 147 Drei Modelle........................................................................................... 165 18.............................................................................................................................Zusammenfassung .......... 156 Die nächsten Schritte um im dhamma und vinaya Fortschritte zu erzielen ................................................................................................. 134 Achtsamkeit....................... 164 Andere wichtige Faktoren .................................................................. die den Meditationsfortschritt beschreiben............................................................................................................................................................................... 136 Einsichtswissen ................ 178 Sinnesbegehren (kāmachanda)................................... 160 Vier Grundlagen des Erfolgs für spirituelles Weiterkommen............................................................................................... 177 A............................. 151 16..................................................................................................................................................................................... 145 Das Hauptziel ist Läuterung ......................... 140 Einsicht in die drei allgemeinen Daseinsmerkmale ................................. 173 Zusammenfassung .. Einsicht verstehen ..................................................................................................................................................................................................................................................................... 142 Leiden .................... 132 Die Entwicklung von Einsicht.................................................. 146 Dinge auf die man achten sollte ... 168 Fluten der Befleckungen ....................................................................................................... 148 Einige Worte zu nibbāna................................................................

.......................................................................................207 Lebenslauf ..................... Konzept und Realität .....................................................................198 Weshalb entstehen Probleme? ..........................185 Skeptischer Zweifel (vicikicchā) ...........................190 C.......................................................... Schwierige Situationen auf dem Weg ...............Übelwollen (vyāpāda).............................181 Mattigkeit und Müdigkeit (thīna-middha)............................................................................................................................................................................................................................205 Anhaltende Praxis .....205 Empfohlene Bücher ..............187 Zusammenfassung..........................................................................................................................................187 B.................................183 Unruhe und Sorgen (uddhacca-kukkucca)............208 9 ..........................................198 Die vier Schutzmeditationen................................

Sinnsprüchen etc.In „Geistestraining durch Achtsamkeit“ von Nyanaponika) und auch die Meditationsanleitung von Mahasi Sayadaw. Die aufwendige Produktion des englischen Originals mit ihren schönen Bildern. Berlin. Sujiva angepasst. nämlich den eigentlichen Text beschränkt.de). die die 1. da sie schon ausführlich in dem im selben Verlag erschienenen Buch „Der Weg zum Nibbāna“ Mahasi Sayadaw u.Vorwort zur deutschen Ausgabe Es freut mich. Außerdem wurde der Anhang etwas gekürzt und verändert. Die Übersetzung des Satipa hāna-Sutta wurde weggelassen. Sujiva. B. auf der Website des Michael Zeh Verlages herunterladen (www. Das englische Original können sie zusätzlich. Zusätzlich wurde der Lebenslauf des Ehrw. dass diese auch für Anfänger hervorragend geeignete Anleitung zur Meditation nun auch in Deutsch erhältlich ist. beschrieben wurde. Auflage komplett neu überarbeitet hat. So habe ich mich dann auch erst mal auf das Wesentliche. wenn sie mögen. Ein Dankeschön an Ursula Wurstemberger.zeh-verlag. a. den 08. Der Ehrw. lehrt hier in allen Einzelheiten die Einsichtsmeditationspraxis.07. kann ich leider aus Zeitgründen (da es noch eine Menge weiterer wichtiger Werke zu übersetzen gibt) momentan nicht anfertigen. da es inzwischen genug deutsche Übersetzungen gibt (z.2006 Thomas Michael Zeh 10 . einer der meines Erachtens kompetentesten Meditationslehrer unserer Zeit.

nämlich neue Vipassanā-Yogis in ihrer Praxis mit den dazu benötigten Informationen zu versorgen. dass das Buch verfügbar ist. Quek Jin Keat. Ich möchte allen danken. Malaysia. die dort nicht näher erklärt worden sind. In dieser aktuellen Auflage werden sie nun ausführlich besprochen. wie Hor Tuck Loon und Lai Fun. Tan Joo Lan und den vielen Spendern. 11 . Zum Beispiel Details. um die fünf geistigen Fähigkeiten auszubalancieren. David Llewelyn. die.Vorwort Dieses Buch ist eine Sammlung von Gesprächen. Sujiva BUDDHIST WISDOM CENTRE. Da eine lange Zeit seit der Veröffentlichung der ersten Auflage vergangen ist und meine Erfahrungen in der Zwischenzeit gewachsen sind. die mithalfen. soll nun auch diese Ausgabe dem gleichen Zweck dienen. vergriffen ist. „A Pragmatic Approach to the Practice of Vipassanā“ Meditation. Außerdem wurden Themen in der früheren Ausgabe erwähnt. Petaling Jaya. anlässlich des von mir geleiteten Eröffnungs-Retreats im Blue Mountain Einsichtsmeditationszentrum in Australien im März 1996. wurde es erforderlich einige neue Abschnitte hinzuzufügen. gehalten wurden. Da die frühere Auflage dieses Buches.

Die Einzigartigkeit der burmesischen Einsichtsmeditations-Methode. die dazu verwendet werden Achtsamkeit auf die Dinge. Es sind: • • • • Kāyanupassanā satipa hāna Vedananupassanā satipa hāna Cittanupassanā satipa hāna Dhammanupassanā satipa hāna Körperbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit (kāyanupassanā satipa hāna) Innerhalb dieses Abschnitts gibt es verschiedene Kapitel: 1. 5. indem er die Ursprungsfaktoren im Körper betrachtet.. Leichenbetrachtungen auf unterschiedlichen Stufen des Zerfalls Es ist ersichtlich. Satipa hāna Vipassanā-Meditation In vielen buddhistischen Traditionen basiert die Einsichtsmeditation auf den vier Pfeilern der Achtsamkeit. ist in vielen Fällen die Entscheidung. 3. wie sie im Satipa hāna-Sutta erwähnt werden. 4. die von Mahasi Sayadaw gelehrt wurde. 2. Die entsprechende Lehrrede beschreibt verschiedene in vier Kategorien unterteilte Meditationsobjekte. „.Auf diese Weise verweilt er. zu entwickeln.und Auflösungsfaktoren im Körper betrachtet. Satipa hāna oder die vier Pfeilern der Achtsamkeit wurden vom Buddha als der eine und einzige Weg für die Läuterung der Wesen genannt.1. Später werden auch mehrere andere Objekte verwandt. oder er verweilt. oder er verweilt. 6. wie im Schlussvers des Satipa hāna-Sutta genannt. dass der Anfänger als Hauptobjekt die durch den Atem steigende und fallende Bauchdeckenbewegung benutzt.. Da es erhebliche Unterschiede in den Anweisungen der verschiedenen Lehrer gibt. so wie sie sind. dass einige dieser Betrachtungen am Anfang reine Ruhemeditationsübungen sind.. indem er die Ursprungs.“ 12 . Atemachtsamkeit Körperhaltung Wissensklarheit Nichtschönheit des Körpers Die vier Elemente –14. die sich später. in Einsichtsmeditationsübungen wandeln. welche der Anweisung man benutzt. indem er die Auflösungsfaktoren im Körper betrachtet.. abhängig von der eigenen persönlicher Erfahrung und Fähigkeit. liegt darin.

3. Hassfreies Bewusstsein 5. Nicht-Übertreffliches Bewusstsein 13. 2. Nicht-Erhabenes Bewusstsein 11. Unbefreites Bewusstsein Geistobjektbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit (dhammanupassanā satipa hāna) 1. Zusammengezogenes Bewusstsein 8. Verblendetes Bewusstsein 6. die als Achtsamkeitsobjekt dienen. Übertreffliches Bewusstsein 12. die Achtsamkeitsobjekt sein können sind: 1. in einem bestimmten Grade oder die meiste Zeit wahrnehmbar und einfach ist 13 . Die ersten drei Kategorien sind: Das Wohlgefühl. grob. Befreites Bewusstsein 16. weil sie: 1. 5.Gefühlsbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit (vedananupassanā satipa hāna) Hier werden neun Gefühlskategorien genannt. Abgelenktes Bewusstsein 9. Ruhiges Bewusstsein 14. 2. Unruhiges Bewusstsein 15. Erhabenes Bewusstsein 10. also leicht erkennbar ist. Gierfreies Bewusstsein 3. das Wehgefühl und das Weder-Weh-noch-WohlGefühl Diese drei Gefühle werden dann weiter unterteilt im Hinblick darauf. ob sie körperlich (4-6) oder geistig (7-9) sind. Unverblendetes Bewusstsein 7. Gierbehaftetes Bewusstsein 2. Die fünf Hemmungen Die fünf Anhaftungsgruppen Die sechs internen und externe Sinnengrundlagen Die sieben Erleuchtungsfaktoren Die vier edlen Wahrheiten Die Körperbetrachtung (kāyanupassanā satipa hāna) wird zuerst als Hauptobjekt zur Ausbildung der Achtsamkeit genommen. Bewusstseinsbetrachtung als Grundlage der Achtsamkeit (cittanupassanā satipa hāna) Die Bewusstseinsarten. 4. Hassbehaftetes Bewusstsein 4.

und nicht schmerzhaft ist (wie z. Während längerer Sitzperioden werden dann Schmerzen und Gefühle stattdessen notiert. Schmerzen und angenehme Gefühle. Wenn man achtsam körperliche Prozesse notiert.und Berührungsempfindungen notiert.und Berührungsempfindungen. Aber wenn es sehr schwach wird.) sind sekundäre Objekte. So kann die Körperbetrachtung über lange Zeit ohne Stress angewandt werden. die Gefühlsbetrachtung sein kann). Denken. Der Gehprozess ist das Hauptobjekt und die anderen Objekte (Schmerzen. die Sitz. Schläfrigkeit. Andere weniger häufige Objekte werden auch notiert und wenn sie wieder verschwinden. so wie sie als Prozess erscheinen und verschwinden. Später werden durch Verbesserung der Achtsamkeit und Konzentration auch feinere Objekte leicht notiert. Für die Gehmeditation gilt dasselbe. beobachtet werden. Sehen. Am Anfang der Sitzmeditationsübung stehen folgende Objekte: • • • • • • das Steigen und Fallen der Bauchdecke. Auf diese Weise können die körperlichen und geistigen Phänomene achtsam. der damit einhergeht. Hören etc. B.3. Denken oder Ruhelosigkeit. Hören von Geräuschen. werden stattdessen die Sitz. Das „Steigen“ und „Fallen“ der Bauchdecke wird zuerst als Hauptobjekt der Meditation genommen. bemerkt man irgendwann auch den mentalen Prozess. Am Anfang der Praxis bestürmen den Geist meist viele Befleckungen und Gedanken und durch längeres Sitzen entstehen häufig Schmerzen. 14 . kehrt man zur Beobachtung des Hauptobjektes zurück.

wo 15 . Der Geist ist dann dadurch wie eine nicht flackernde Kerzenflamme vollständig in Ruhe. die Natur der Person und die Natur der Welt. Ruhe. wenn wir echten „Seelenfrieden“ haben. da die Konzentration die eines reinen unbefleckten Geistes ist. sondern erstreckt sich über viele Existenzen. Falsches Glück. Sie hat zum Ziel den Geist kontrolliert und achtsam auf ein Objekt zu richten und ihm nicht zu erlauben abzuschweifen. Sie ist nicht nur damit beschäftigt. Sonst kann es z. Er transzendiert die konzeptionelle Realität.ob man wirklich lebt oder eigentlich tot ist. dass wir durch Unachtsamkeit einen Unfall verursachen. Das tatsächliche Ziel ist sehr hoch. Sie erlaubt dem Geist die wahre Natur der Dinge. B. ohne irgendwelche Vorstellungen. zur Erde oder zur Hölle bringen. Diese Kamma-Resultate werden uns in den Himmel. ohne zu denken. es zielt auf die komplette Aufhebung des Leidens. Der Geist wird dadurch sehr friedlich und kraftvoll. was letztendlich vom Geist erfahren wird. er transzendiert die bedingte Realität und geht schließlich in einen unveränderlichen Zustand der absoluten Realität ein. wie die Natur des Geist-Körper-Prozesses. wenn Gier und Aufregung den Geist überwältigen. Einsichtsmeditation ist anders. Deshalb ist es nicht wichtig. wie wir leben. Durch dieses Verfahren transzendiert der Geist alles. zu verstehen. Am Anfang unserer Übung müssen wir zuerst das Wesen der Achtsamkeit erfassen und sie dann . da nach der Lehre des Buddha Kamma-Resultate von heilsamen oder unheilsamen Taten abhängen. Dies kann auch eine Angelegenheit von Leben und Tod werden. Ruhemeditation ist die Konzentration eines ruhigen friedlichen Geistes. Wenn alle negativen Tendenzen entfernt sind. Das ist die Natur der Ruhemeditation.weiterentwickeln. Sie beschäftigt sich mit durchdringender Beobachtung. so wie sie sind. Sie durchdringt Dinge. Durch das Verstehen der Natur der Existenz hat der Geist dann keine Probleme mehr mit dem Wesen der Existenz. Achtsamkeit kann auch unsere Wiedergeburt im Himmel oder in der Hölle bestimmen. Letztendlich ist es Achtsamkeit. die den Unterschied zwischen nibbāna und samsāra (ewiges Glück und ewiges Leiden) macht. Der wichtigste Faktor beider Meditationsarten ist die geistige Entwicklung der Achtsamkeit. Die Anwesenheit von Achtsamkeit bestimmt den Unterschied zwischen wahrem und falschem Glück und . ist der Geist vom Leiden befreit.2. Der Geist versteht die wahre Natur der Dinge und wird dadurch gereinigt.und Einsichtsmeditation Es gibt zwei Meditationsarten Ruhemeditation und Einsichtsmeditation.solange wir leben . Hass und Verblendung – durch geistiges Training zu reinigen. Grundlegende vorbereitende Anweisungen Das Hauptziel der buddhistischen Meditation ist es den Geist von allen negativen Tendenzen – wie Gier. passieren. Durch lange Praxis ist es das. den Geist ruhig zu halten. Dieser Prozess findet nicht nur in einem Leben statt. Wahres Glück und falsches Glück Wahres Glück ist.

der frei ist von Gier. Ein anderes Beispiel ist. Der Geist wird nicht im schlechten. dann ist euer Geist klar und ungestört. Dieser dritte Faktor ist die Wachsamkeit des Geistes. wenn wir durch jemanden. Unser Geist ist dann ruhig und fest. So ist der Zustand der Achtsamkeit friedlich. Empfindsam zu sein im schlechten Sinne heißt. sehr ruhig. Langeweile. Achtsamkeit ist ein sehr klarer Zustand des Geistes. Wahn oder Langeweile im Geist entstanden sind. ist der Geist nicht richtig klar. Dies ist natürlich jetzt nicht eine Beschreibung des meditativen Zustandes. Stetigkeit und Friedlichkeit befinden. friedlich und fest ist. Ruhe und Frieden erreicht sind. dass sein Geist klar ist? So ein Geist ist nicht klar. ist wahrscheinlich noch mehr Alkohol trinken um seine Sorgen zu ertränken. Euer Geist ist dann wie klares Wasser. Alles. wenn uns jemand beschimpft. ist er aufgeregt. stabil und scharfsinnig zu sein darüber. wenn Geistesklarheit. Er ist stumpf. ist er in einem verwirrtem Zustand. wie der klare Himmel. Er ist gestört wie aufgerührtes oder kochendes Wasser. Versucht den Zustand der Achtsamkeit zu erfassen. Ärger. ist er aufgeregt und gestört und nicht ruhig und fest. Der zweite charakteristische Faktor der Achtsamkeit ist Stabilität. als wenn wir am Strand schlendern oder als wenn wir zu Hause ein gutes Buch lesen. gestört werden. 16 . Die praktizierte Achtsamkeit macht den bedeutsamen Unterschied. Wenn der Geist nicht ruhig. Dieser Geist ist schwer. dunkel. Ärger oder Hass. Würdet ihr denken. die Beherrschung verliert. ein dritter Faktor ins Spiel kommt. dieser Geist ist nicht klar. sondern die Beschreibung eines ruhigen und festen Geistes. aufgeregt. Im guten Sinne empfindsam bedeutet. nicht ruhig. sehr traurig oder depressiv ist. Der Geist.wir leben und wer wir sind. als wenn wir aus einer guten Meditation oder einem guten Schlaf herauskommen. Wenn der Geist einer Person Ärger erfährt. Wenn ihr sehr wachsam seid. ist genauso. Wahnvorstellungen und Fantasien. Das heißt. Der erste Faktor ist Geistesklarheit. glücklich und stressfrei. in Ruhe verbleiben und nicht verstört werden. bei einem Betrunkenen sagen. der ruhig. Man weiß genau im Einzelnen und mit großer Klarheit. das dieser Geist klar ist? Nein. Es ist charakteristisch für die Achtsamkeit. friedvoll und fest ist. dass jemand ärgerlich wird. nicht stabil. Die Natur der Achtsamkeit Es gibt mehrere charakteristische Faktoren der Achtsamkeit. Wenn wir uns in einem Zustand der Ruhe. sollten wir. Stabilität. Es ist geradeso. Wir haben keine Sorgen. Würdet ihr z. B. Bitte stellt euch diese Eigenschaften der Achtsamkeit vor. dass. sondern völlig durcheinander. Dies wird Geistesklarheit genannt. düster und töricht. ein reiner klarer Geist. Stille und Frieden. der etwas Ärgerliches sagt. ist es nötig eine klare Vorstellung vom Wesen der Achtsamkeit zu haben. Da wir Achtsamkeit entwickeln möchten. Auch wenn der Geist Verlangen erfährt. was gerade geschieht. wachsam. Lasst uns einmal die Gegensätze vergleichen. sondern im guten Sinne empfindsam. sobald ihr ihn habt. was er will. was jetzt gerade passiert. Wenn Gier oder Anhaften.

sondern versuchen wesentlich mehr zu entfalten als nur das. Es gibt auch noch einen anderen Typ von Achtsamkeit mit ähnlichen Eigenschaften. ziehen wir den meisten Nutzen aus ihr. dass wir während eines Retreats überhaupt nicht denken. in unsere eigenen Geist. ungestört und friedvoll. während wir die ganze Zeit wissen. Hass und Verblendung. dass wir achtsam sind. Hass und Verblendung und damit das ganze Leiden auf. Zusammengefasst gibt es folgende Qualitäten der Achtsamkeit: • Der Geist ist klar. Wir halten den Geist auf die Gegenwart gerichtet und wissen. gerichtet ist (also in den Geist. machen wir den Geist nun scharf und empfindsam (empfänglich).und Körperprozesse. Die erste der Eigenschaften ist „nicht denken“. können wir tatsächlich sagen. Es gibt bestimmte spezielle Eigenschaften. Meditations-Retreat Während dieser Zeit der eigentlichen Meditation. Aber wenn wir denken. Wir entwickeln aber nicht nur Achtsamkeit um uns glücklich in dieser Welt zu bewegen. ruhig. wenn unsere gesamte Energie auf das Erkennen. Wir gehen nicht in die Vergangenheit oder Zukunft. Der Geist muss frei von aller Verwirrung und Aufregung sein. ohne Gier. was im gegenwärtigen Moment passiert. Wir denken nicht. Das heißt aber nicht. Wie werden wir uns in dieser Welt bewegen. dass der Geist auf die Gegenwart oder die gegenwärtigen Ereignisse ausgerichtet ist. Die zweite Eigenschaft (nachdem wir aufgehört haben zu denken) ist.und Körperprozessen). die in uns selbst konzentriert ist. dass diese Qualitäten in unserem Geist existieren. was in uns vorgeht. wenn wir achtsam sind? Wir bewegen uns dann glücklich. • Der Geist ist stabil. was mit unserem Meditationsobjekt geschieht. ruhig und effizient. Nur weil wir unsere eigene Natur nicht verstehen. die mit Achtsamkeit in der Einsichtsmeditation verbunden sind. nach innen zu schauen und dort unsere eigene Natur zu entdecken. Das letztendliche Ziel der Einsichtsmeditation ist es.Wenn wir sicher erkennen können. stabil und ungestört geworden ist. Wenn wir unsere Achtsamkeit wiederholt so auf das Meditationsobjekt lenken. Dieser Zustand ist wie ein Licht. wir beobachten nur. wie eine Bewusstheit. ruhig. richten wir sie immer wieder auf unser Meditationsobjekt. wissen wir achtsam darum. • Sobald der Geist frei. dann steigt der Prozess der Einsichtsentwicklung auf. Wenn die Achtsamkeit scharf und empfindsam ist. Während des Retreats ist unser Leben auf eine minimale Anzahl von 17 . der während der Einsichtsmeditation entsteht. tauchen Befleckungen wie Gier. In der formalen Meditationsübung wird das Denken jedoch zur Seite gelegt und der Geist beobachtet mit konzentrierter Achtsamkeit ohne zu denken.

18 .“.. nehmen wir zuerst einen tiefen Atemzug und entspannen uns.Aktivitäten reduziert. lassen wir unseren Geist klar werden. Während der Sitzmeditation ist das Objekt das „Steigen“ und „Fallen“ der Bauchdecke. was mit unserem Meditationsobjekt gerade passiert. Die stehende Haltung ist eine gute Ausgangsbasis um unsere Achtsamkeit auf unsere Füße hinunterzulenken. Und in anderen alltägliche Aktivitäten ist unser Objekt dasjenige.. können wir nicht locker und achtsam sein.“ oder „Gehen. Rechts. halten wir unseren Geist auf den Schritt gerichtet. Moderates Gehen Während eines kurzen Retreats wird meistens in moderatem Tempo gegangen. Um den Geist besser auf den Schritt zu halten. Was auch immer für eine dieser Tätigkeiten gerade ausgeführt wird.. Links Rechts. • die Achtsamkeit klar.. klar und geistig entspannt. Normalerweise wird auf einer geraden nicht zu langen Strecke gegangen. der Zweck der Praxis ist immer: • den Geist in der Gegenwart zu halten. Während langer Retreats wird zügiges Gehen manchmal nach ausgiebigen Sitzperioden zur Vertreibung der Müdigkeit angewendet.. Wenn wir zügig gehen. können wir mental sagen „Links. die Gehmeditation nach Geschwindigkeit einzuteilen: • Zügiges Gehen • Moderates Gehen • Langsames Gehen Zügiges Gehen Zügiges Gehen ist ein Gehen. Während der Gehmeditation ist der Gehprozess das Objekt der Achtsamkeit. ruhig und gegenwärtig zu halten. Nach fünf oder zehn Minuten zügigem Gehen können wir dann zum moderaten Gehen wechseln. Sitzmeditation und andere alltägliche Aktivitäten. Diese Aktivitäten können so unterteilt werden: Gehmeditation. Wenn wir verspannt sind. das schneller ist als unser normales Gehen. Haltet den Geist einfach ruhig. Wenn wir so stehen. Es kann auch beinahe zum Laufen werden. Wenn wir wissen. Gehmeditation Es ist üblich. dass unser Körper entspannt ist. • zu sehen. Entspannung ist eine der ersten Schritte um die Achtsamkeit zu erwecken. ohne irgendeinen Gedanken. was wir gerade tun und darum zu wissen. Gehen. Am Ende der Strecke drehen wir dann um. Zuerst müssen wir uns unserer stehenden Körperhaltung bewusst werden.

Wenn wir uns dieser Empfindungen bewusst geworden sind. rechter Schritt. Hebt nicht mit Absicht euer Bein hoch. die wir früher beschrieben haben. sonst steht ihr nicht sicher und fest. ruhig. Rechts. Wir halten unseren Geist sehr ruhig und empfindsam. das exakt an einem Punkt scheint. Der Platz zwischen euren Füßen sollte auch nicht zu groß sein.“ Mentales Notieren „Links. bevor andere abgeleitete Formen und Gedankenprozesse beginnen. Wie zum Beispiel die Idee. Wenn wir viele Empfindungen spüren. dass sie wahr sind. als würden eure Füße parallel über den Boden gleiten. Gewöhnlich sind die Hände vor oder hinter dem Körper gefaltet. Links. weil wir unsere Achtsamkeit auf unsere Fußsohlen gebracht haben. linker Schritt. Stellt sicher. Sonst sind unsere Augen abwärts gerichtet. Rechts“ hilft uns den Geist auf das Objekt gerichtet zu halten. besitzen: klar. Er kann 19 . Untergrundstruktur. was wir sind und was um uns los ist. Dreht eure Fersen dabei nur wenig.“ Seid euch dabei des ganzen Körpers bewusst. Wir müssen sicher gehen. Das Schritttempo sollte moderat langsam sein und die Schritte sollten nur halbe Länge haben.. dass der Körper aufrecht und fest steht. friedvoll und sehr wachsam seid und genau darauf zielt. dass ihr achtsam. Stehen. Kälte oder nur klare Bewusstheit. wenn wir entspannt sind. stabil. werden wir wissen. Die Füße sollten nicht zu hoch gehoben werden. aber der Geist gehorcht normalerweise nicht. werdet ihr das Gefühl haben. Das Ablegen sollte wie bei einem langsamen natürlichen Gang geschehen.Während der Gehmeditation sind unsere Augen nach unten gesenkt. Wenn ihr noch langsamer geht. Dies scheint ein sehr einfaches Verfahren zu sein. rechter Schritt. Wenn wir das Bewusstsein vom Kopf zu den Fußsohlen bringen. Rechts. fangen wir an zu gehen – linker Schritt. All diese Empfindungen sind Grunderfahrungen. sehr wachsam und empfindsam zur stehenden Körperempfindung. sie schauen jedoch nicht etwas Bestimmtes am Boden an. Wir müssen unsere Bewusstheit auf diese Empfindungen fokussieren. wir sagen mental „Links. Erst dann bringen wir das Bewusstsein auf die Fußsohlen. Nur wenn wir wirklich etwas anschauen wollen. Diese Grundempfindungen sind die rudimentäre Form der Erfahrung und Existenz und der Anfang. sehen wir geradeaus. Unsere Augenlider sind halb geschlossen. bevor all die komplizierten Dinge erscheinen. klar und wachsam und dann lenken wir unsere Bewusstheit aufs Ziel. stetig. damit wir nicht anfangen zu denken. Hitze. Ihr könnt geistig notieren „Stehen. Wenn sich der Körper vorwärts bewegt.. was mit dem Schritt gerade passiert. Wir fokussieren nichts. weil ihr so auch nicht stabil steht. Wenn wir diese Grundempfindungen erfasst haben. fangen wir normalerweise an darüber nachzudenken und so entwickelt der Geist dadurch noch andere weitere Vorstellungen. wer wir sind. Das achtsame Bewusstsein ist wie ein Licht. Dann schiebt den Fuß vorwärts und setzt ihn ab. gehen wir normalerweise davon aus. heben sich die Fersen automatisch. Durch die den Boden berührenden Fußsohlen haben wie entsprechende Empfindungen wie Gewicht. klar. dass wir echte Bewusstheit wie die.

“ Wenn wir das Denken achtsam erkennen. 2. Schauen“. in einem bestimmten Rhythmus bequem folgen kann. Denken. Denken während der Gehmeditation Es gibt zwei Arten des „Denkens”: 1. . Man könnte dies als das „Surfen des Gehens“ bezeichnen. ob der Geist stumpf ist oder irgendwohin wandert. Auch wenn wir anhalten und notieren „Denken. geht das Denken weg. Es gibt hier drei Prozesse: 1. Das Erwecken der Bewusstheit Wir versuchen uns zu entspannen und unseren Geist zu klären. Wenn es weggegangen ist. Wenn dem 20 . sind wir wieder bewusst. folgt der Geist einem bestimmten Rhythmus. Wir können erkennen. In diesem Fall müssen wir anhalten und geistig notieren „Denken. Denken. notieren geistig „Stehen. halten wir an. müssen wir geistig notieren „Schauen.. Wenn der Geist dann diesem Rhythmus und Schritttempo folgt. geht es weg. Manchmal neigt der Geist zu starken Störungen. Sobald wir wissen. So hat er natürlich keine Achtsamkeit mehr. dass wir unsere Achtsamkeit verloren haben.“ tendiert er noch zu Fantasien und inneren Monologen.“ mit kontinuierlichem Tempo. Beobachtungen während der Gehmeditation Sobald wir dafür ein Gefühl bekommen haben und kein Denken mehr vorhanden ist. Er denkt oder er wird stumpf. dass wir denken. Wenn das passiert. dass wir denken. Es ist genauso. müssen wir zügig gehen „Links. Eine andere Störung ist Langeweile. Rechts. versuchen achtsam zu sein auf alles.nicht für lange Zeit auf den Fuß fokussiert sein. Stehen“ und beginnen von vorn.. Die Wellen wären dann die Erscheinungen. und wenn wir ihn so halten. Bemerken wir. baut sich die Achtsamkeit und Konzentration aus. Links. sollten wir einen festen Stand finden um uns selbst wieder auszubalancieren und von vorn zu beginnen. Wir werden bemerken.. In diesem Fall müssen wir mit dem Gehen nicht aufhören. Wenn wir bemerken.. als würden wir tanzen und in den Rhythmus der Musik kommen. dass der Geist dem Gehen bei einem bestimmten Tempo. dass wir denken. aber wir können damit nicht aufhören.. was wir denken. ist es auch einfacher den Erscheinungen zu folgen. die uns umgeben. Wir wissen. dass wir herumschauen. Wir wissen. Manchmal taucht das Denken während der Gehperioden öfter auf und ihr müsst häufiger stoppen. Beim Gehen fangen wir dann an herumzugucken. Falls wir das Nichtgelingen bemerken.. Dann können wir unseren Geist wieder zu den Fußsohlen bringen und weitermachen. Rechts. sondern wandert sonst wo hin.

als würde man auf ein festes Ziel schießen. dann ist die Bewegung schneller und wir fühlen nur die Schiebebewegung.so ist. fühlen wir nur den Hebemoment und nicht die Anspannung. die von der Wade bis zur Sohle beim Gehen auftreten. Dies ist die direkt zu beobachtende Realität.. Nur wenn wir dem Objekt richtig folgen können. was wir empfinden. Deshalb müssen wir dann die Bewusstheit zurückbringen und uns selbst stabilisieren. aber wenn sich euer Geist leicht fühlt.“ Es ist nicht so. Und zwar beobachten wir die Abfolge von Empfindungsvorgängen. Die Schiebeempfindung ist in etwa so. Wenn die Tasche allerdings nicht so schwer ist. sagen wir mental „Ablegen. Ablegen“ und fühlen die Aufsetzempfindung.. Wenn wir z. folgen wir mit Bewusstheit dem Objekt. Heben“ und beobachten dabei die Hebeempfindung. unseren hinteren Fuß anheben. Wie wir dies erfahren. Rechts. wenn wir eine Tasche anheben? Wenn die Muskeln anziehen. B. heißt das. kommen wir zur dritten Phase der Meditation. Wir wählen nicht aus. können wir wieder die Fußsohle spüren. Wenn wir unseren Fuß ablegen und den Boden berühren. Wenn wir es schaffen dem Objekt eine Zeit lang zu folgen. können wir normalerweise die Anspannung des Hochhebens fühlen. Links. Wenn wir unseren Fuß ablegen. die der Bewegung folgt. als wenn wir einen Einkaufswagen im Supermarkt schieben. Diese Empfindungen finden noch vor der Konzeptbildung statt. Während der dritten Phase der Meditation muss die Beobachtung des Gehens mit langsamerem Tempo erfolgen. dass wir nicht achtsam sind. Es ist wieder wie das Ablegen unserer Tasche ablegen. Dazu nehmen wir 21 . Auf welche Weise fühlen wir sie? Da ist eine Art von Entspannungsgefühl. Sitzmeditation Nach der Gehmeditation machen wir in sitzender Haltung weiter. Also den Fußschritten: „Links. Wie fühlt sich dieses Schieben an? Natürlich mag es sich ein wenig schwerer nach einem Essen anfühlen. Wir verfolgen so jetzt jeden Schritt. kann das Beobachten gut ausgeführt werden. Wir richten unseren Geist auf das Objekt und erlauben unserem Geist die Erfahrung aufzunehmen. 2. Jetzt beobachten wir die Empfindungen. Schieben“ und beobachten die Schiebeempfindung. ist davon abhängig wie klar und scharf wir unser Ziel in diesem Prozess erfassen. Rechts. Wenn erst einmal die Achtsamkeit erweckt worden ist. Beim Anheben des Fußes notieren wir im Geiste „Heben. Beim Vorwärtsschieben sagen wir mental „Schieben. Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wie fühlen wir uns. 3. Wie bei der Gehmeditation sollten wir zuerst entspannen. Die eigentliche Phase der Einsichtsmeditation ist Beobachtung. sondern eher auf ein sich bewegendes Ziel wie eine Videokamera. nehmen wir eine Zugkraft wahr.

oder Abbewegung das „Senken“. gibt es eine durch die Atmung verursachte Bauchdeckenbewegung. Wenn die hebende oder senkende Bewegung nicht da ist. Wenn die Bauchdecke sich hebt. Wir nennen die Aufwärts. können sie die Hände auf die Bauchdecke legen oder dort falten. dann können wir die hebende oder fallende Empfindung überhaupt nicht spüren. sagt mental „Senken“. 22 . dass wir nicht achtsam sind.oder Aufbewegung das „Heben“. richten wir unsere Achtsamkeit auf die Bauchdecke. Es ist genauso wie in der Gehmeditation. Wenn wir ein. wird die Konzentration aufgebaut. nehmt ein paar tiefe Atemzüge. Wenn Anfänger diese Bewegung nicht gut erkennen können. heißt das gewöhnlich. Entspannung ist eine der ersten Bedingungen. Wenn unser Geist denkt. schläfrig ist oder stumpf. damit Achtsamkeit entstehen kann.einen tiefen Atemzug. zuerst seid achtsam und dann folgt achtsam dem Objekt. sagt mental „Heben“ und wenn sie sich senkt.und ausatmen. Damit ihr die Bewegung besser spürt. Nachdem wir entspannt sind und einen klaren Geist haben. Wir nennen die Abwärts. Wenn wir erst mal dem Heben und Senken mit Achtsamkeit folgen können.

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Gewöhnlich „springen“ wir nach einer Weile über das Objekt hinweg. aber anfangen zu dösen und nicht wissen. Bewusst. Wahrscheinlich sind wir nicht von Anfang an fähig.“. können wir die Empfindungen auch beobachten. Wir schalten nun um auf den Schmerz. wie es auf und ab geht.. wachsam stabil und achtsam ist. Störungen während der Sitzmeditation Während der Sitzmeditation können viele verschiedene Dinge geschehen und Schwierigkeiten auftauchen. hören die Gedanken auf. Wir geben uns aber nicht mit den kleinen Schmerzen hier und dort ab. wissen wir: „Ah! Ich fühle mich schläfrig. Wenn wir mit den Gedanken mitgehen.“ notieren. schläfrig. müssen wir unsere Achtsamkeit aufrütteln und die Bewusstheit zurück zum „Heben“ und „Senken“ bringen. weil unsere Achtsamkeit. Seid achtsam. Wir machen einfach mit Notieren „Heben. Denken. Dann beobachten wir. Sobald wir wieder achtsam sind.. wenn wir sitzen. auf das Jucken um dann damit die Achtsamkeit anzuregen. Anfangs gibt es häufig Momente. Viele Störungen warten auf uns. Wir öffnen unsere Augen. Senken“ weiter. sobald wir dies erkennen. was gerade im Moment passiert. Wir versuchen ihnen dann noch näher und präziser zu folgen. gibt es kein Ende und wir werden höchstwahrscheinlich die ganze Meditationsperiode denkend verbringen. bis sie stoppt und dann Stück für Stück oder Moment für Moment wieder auf die gleiche Art und Weise absteigt. folgt und beobachtet den Vorgang. In dem Moment. den Wellenbewegungen näher und präziser zu folgen und sie zu beobachten.. Wenn der Schmerz sehr stark ist. wo wir zu uns kommen. Das Prinzip ist dasselbe. Etwas anderes kann auch noch geschehen: dass wir zwar nicht unseren Gedanken nachhängen. also unser Fundament. Jedes Mal. dass Wellen von Gedanken kommen und uns „wegplatschen“.. Bewusst. Die Bewegung geht auf und ab gemäß ihren Bedingungen.. Ich will wachsam bleiben.. wie die Bewegung Stück für Stück aufsteigt. Die Achtsamkeit ist nun auf den Schmerz gerichtet und beobach24 . als ob unser Geist immer näher an die Wellenbewegung geht – „Heben“ und „Senken“ – aufwärts und abwärts. wo wir wieder zu Sinnen kommen „Oh! Ich habe gedacht! Mein Geist wanderte!“ sollten wir „Denken. nicht stabil ist. Wenn die Gedanken verschwinden. Mit mehr Übung werden wir fähig werden achtsam zu bleiben. sind bewusst und fangen von vorne an. dass euer Geist klar. Ich will wachsam bleiben. Eine davon ist Schmerz. und wir deshalb wieder in Gedanken verloren sind... dem Objekt so leicht zu folgen und mit ihm mitzugehen.. Stellt sicher. Das heißt. In dem Moment. Dann beobachtet den Schmerz.Wenn die Konzentration aufgebaut ist und wir jedem „Heben“ und „Senken“ sorgfältig vom Anfang bis zum Ende folgen. verlassen wir das Hauptobjekt („Heben“ und „Senken“). Manchmal kann der Schmerz sehr intensiv werden. Insbesondere wenn wir nicht gewohnt sind lange mit gekreuzten Beinen auf dem Boden zu sitzen. Es ist wie das Beobachten des Auf und Ab von Wellenbewegungen. in denen wir denken oder dösen. stabilisieren wir unsere Achtsamkeit wieder und beobachten unser Objekt. oder wenn es stark jucken sollte.

tet ihn. Wir schauen und fühlen wie sich der Schmerz benimmt, ohne davon beeinflusst zu werden. Wenn wir den Schmerz lang genug beobachten und er dadurch weggehen sollte, kehren wir wieder zum „Heben“ und „Senken“ zurück. Wenn der Schmerz aber nicht weggeht und wir ihn nicht mehr aushalten können, dann verändern wir unsere Körperhaltung achtsam. Zuerst strecken wir unsere Beine aus um sie dann wieder zurück in Position zu bringen. Der Geist wird wieder ruhig und wir richten ihn von neuem auf das „Heben“ und „Senken.“ Kurz zusammengefasst: stellt sicher, dass der Geist weder denkt noch döst. Wenn dem aber so ist, müssen wir sofort versuchen, unsere Bewusstheit wiederzuerlangen. Bringt den Geist zum Meditationsobjekt z. B. zum „Heben“ und Senken“ und bleibt dabei. Wenn der Schmerz klarer und stärker wird, beobachten wir ihn so lange, bis wir ihn entweder nicht mehr aushalten können, oder bis er von allein weggeht. Dann kehren wir wieder zur Achtsamkeit auf das „Heben“ und „Senken“ zurück. Das Wichtigste ist die klare Bewusstheit und die Achtsamkeit auf das gegenwärtige Gefühl oder die Empfindung. Hin und wieder ist das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke nicht wahrnehmbar. „Heben“ und „Senken“ ist nicht immer da und es verändert sich auch. Es ist schnell oder langsam, lang oder kurz, manchmal wellenartig oder manchmal „anspannend.“ Wie eine Welle, die sich auch niemals gleich ist. Ab und zu ist sie hoch, bisweilen niedrig oder sie ist hart und manchmal sehr weich. Was auch immer für eine Empfindung erscheint, wir versuchen ihr zu folgen und sie zu erfahren, so wie sie ist. Das ist das Training der Achtsamkeit. Sitz- und Berührungsmethode Wenn das „Heben“ und „Senken“ nicht wahrnehmbar ist, gehen wir zurück auf „Sitzen“ und „Berühren.“ Wir machen uns den Hintern bewusst, der in Kontakt mit dem Kissen oder dem Boden ist und spüren die Empfindungen dort. Während wir sie beobachten, sagen wir mental „Berühren, Berühren...“. Zuerst spüren wir vielleicht gar nichts, aber wenn wir richtig konzentriert sind und unseren Geist lange genug auf den Berührungspunkt halten, kommt eine Serie von Empfindungswellen auf uns zu, die nun zu unserem Hauptobjekt werden. Am Anfang werden wir wenig Gebrauch von „Sitzen“ und „Berühren“ machen, weil wir das „Heben“ und „Senken“ fast immer erkennen können. Wenn das „Heben“ und „Senken“ jedoch nicht da ist, gehen wir zu „Berühren“ über und wechseln es mit „Sitzen“ ab, dass heißt, dem Beobachten der Spannung am Rückgrat. Während wir also die Empfindungen beobachten, notieren wir „Berühren, Berühren, Sitzen, Sitzen, Berühren, Berühren...“. Gewöhnlich müssen wir nicht sehr lange „Sitzen“ und „Berühren“ beobachten. Wenn „Heben“ und „Senken“ vorübergehend aufhört, gehen wir eben nur für eine Weile zu „Berühren“ und kommen dann wieder zu „Heben“ und „Senken“ zurück. Wenn das „Heben“ und „Senken“ für lange Zeit verschwindet, beobachten wir - wie gesagt - mehr die Berührungsempfindungen am Hintern und den Beinen mit „Berühren, Berühren“, ge25

folgt von der Spannung im Rückgrat mit„Sitzen, Sitzen“. Dann gehen wir ebenfalls wieder zurück zu „Heben“ und „Senken“. Warum machen wir das? Der Grund liegt in der Aufrechterhaltung unserer Kontinuität der Achtsamkeit, der Ruhe sowie der klaren Bewusstheit. Das ist sehr nützlich für uns. Gewöhnlich ist jemand nur kurze Zeit achtsam, es mangelt ihm an Kontinuität und die Achtsamkeit ist nicht tief. Er ist nicht fähig einen anhaltenden Frieden und ein tiefes inneres Verständnis seiner selbst zu erzeugen. Wenn wir erst einmal trainiert sind diese Art der klaren Bewusstheit aufrechtzuerhalten, wird das innere Verstehen länger und tiefer andauern. Im weiteren Verlauf wird aus dem tiefen Verstehen Einsichtswissen werden, das unseren Geist reinigen wird und uns befriedigendes Glück schenken kann. Andere tägliche Aktivitäten Wenn wir verstanden haben wie Sitz- und Gehmeditation durchgeführt werden, können wir uns nun dem Alltag, der einen großen Teil unseres Lebens ausmacht, zuwenden. Wir müssen achtsam allen Aktivitäten im Alltag folgen und sie präzise beobachten, z. B. vom Moment an, wo wir zur Toilette gehen, bis wir damit fertig sind. Wenn wir essen oder Wasser trinken, müssen wir auch hier Achtsamkeit praktizieren. Beim Wassertrinken müssen wir achtsam auf das Wasser und auf die Tasse sehen, darauf achten wie wir unsere Hände bewegen, wie unsere Hände die Tasse zum Mund führen, wie wir das Wasser trinken, wie das Wasser die Kehle herunterrinnt, die Erfahrung der Kühle des Wassers, die Erfahrung der Empfindungen und wie all diese Empfindungen kommen und gehen. Abgesehen vom achtsamen Beobachten der Aktivitäten im Alltag, versucht auch die Absicht einzufangen, die jeder Handlung vorangeht. Zwischen jeder Handlung wie sitzen und gehen, gehen und stehen etc., gibt es eine Absicht oder ein Impuls. Zum Beispiel nach langem Sitzen, sagen wir nach einer halbe Stunde, möchten wir aufstehen. Wir mögen das Gefühl des Sitzens nicht mehr. Der Geist sagt uns: „Ich möchte nicht mehr sitzen. Ich möchte aufstehen.“ Es erscheint wie ein Trieb oder Drang, es erscheint als Absicht. Manchmal entsteht es auch durch Überlegen. Wenn so eine Absicht entsteht, sollten wir sie notieren. Andere Beispiele sind die Absicht aufzuwachen, aufzustehen, zu gehen oder sich zu setzen. Wir müssen all diese Absichten zur Kenntnis nehmen, weil diese Teil des Körper-GeistProzesses sind und wir so kontinuierliche Achtsamkeit entstehen lassen können. Wir müssen uns all dieser Aktivitäten sehr bewusst sein. Wenn wir ihrer bewusst sind, wird der Geist friedvoll, ruhig und glücklich. Wenn wir weiter fortschreiten, verstehen wir, dass dies alles natürliche Erscheinungen sind. In den tieferen Aspekten der Praxis, wenn unsere Achtsamkeit kontinuierlich geworden ist, kann der Geist auf korrekte Art und reine Weise wirklich konzentriert sein und der Geist springt und vermischt sich mit jedem Objekt, das kommt und geht. Dann können wir die wahre Natur des Objektes verstehen. Die Realität, die als veränderlich, leidhaft und NichtSelbst beschrieben wird. 26

3. Praktische Aspekte der Satipa hāna-Meditation
In Malaysia scheint das Interesse am Buddhismus und vipassanā zu wachsen. Aber nicht viele haben die Gelegenheit richtige Anleitungen von einem Meditationslehrer zu erhalten. Außerdem benötigt das Training durch einen Vipassanā-Lehrer Zeit und viel eigene praktische Erfahrungen. Bücher können beim Erlernen von vipassanā eine große Hilfe sein. Leider gibt es nur wenig gute Meditationsbücher. Auch die paar wenigen erhältlichen guten Meditationsanleitungen, sind oft teuer und nicht überall verfügbar. Nehmt zum Beispiel die visuddhi magga (Der Weg zur Reinheit), ein verlässlicher Kommentar und ein Handbuch für Meditationsmeister. Sie wird in den meisten Buchläden nicht verkauft und wenn, dann können nur wenige es sich leisten das Buch zu kaufen. Die in den meisten Büchern angegebenen Instruktionen sind normalerweise zu allgemein. Jedes Individuum hat seine eigenen besonderen Anlagen und Tendenzen. Jeder reagiert unterschiedlich in verschiedenen Umgebungen und Umständen. Hier wird der Lehrer am meisten gebraucht. Präzise passende Instruktionen kann nur ein Lehrer, der den Meditierenden beobachtet, geben. Ein Lehrer hilft auch auf vielen anderen Wegen. Er regt die Zuversicht und das Vertrauen an, gibt Ansporn und korrigiert Fehler, bevor sie außer Kontrolle geraten. Auch Meditationsanweisungen müssen oft dem Charakter des Meditierenden entsprechend angepasst werden. Um Meditationsprobleme zu handhaben, werden oft unterschiedliche Wege gegangen. Aber wie findet man den Weg heraus? Zweifelsfrei ist nur ein zur Verfügung stehender Lehrer in der Lage, dies zu beurteilen und zu entscheiden. Ein Lehrer muss all die verschiedenen Wege der Problemlösung kennen, damit er die beste Lösung finden kann. Er sollte seine Weisheit und seinen gesunden Menschenverstand benutzen. In diesem Kapitel werde ich einige Hinweise zu den eher gewöhnlichen, während der Meditation auftauchenden, Problemen geben, einige Missverständnisse klären und versuchen für vipassanā das richtige Verständnis zu vermitteln ohne allzu viele technische Ausdrücke zu benutzen. Achtsamkeit Man mag schon viele Male über vipassanā gelesen haben und sich trotzdem unsicher fühlen, ob man nun achtsam ist oder nicht. Achtsamkeit ist ein geistiger Zustand, der oft als „Gründlichkeit“,„Wachsamkeit“ oder „Bewusstheit“ beschrieben wird. Achtsamkeit ist eigentlich eine Form des Wissens und sollte vom normalen Wissen unterschieden werden. Ein Irrer weiß auch von Dingen auf seine Weise, aber er ist weit davon entfernt achtsam zu sein. Achtsamkeit kann nicht auftreten, wenn es Gier, Zorn oder Wahn gibt. Wenn man achtsam ist, gibt es zu diesem Zeitpunkt der Achtsamkeit weder Gier, Zorn, noch Wahn. Ein achtsamer Mensch hat seinen Geist vollständig unter Kontrolle und ist in der Lage jede Situation, in der er sich befindet, gut zu handhaben. 27

Während der Meditation muss man ein Objekt nicht nur erkennen, sondern muss es achtsam erkennen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Unterschied zwischen dem reinen Tolerieren von Schmerz und dem achtsamen Beobachten. Es hat sich herausgestellt, dass ein ständiges Drillen oder Einüben dieses Punktes in einem Retreat notwendig ist. Ein anderer Fehler ist es, zu versuchen verhärtet achtsam zu sein. Ein Meditierender kann so besessen sein von dem Versuch achtsam zu sein, dass er sich ständig sorgt, ob er achtsam ist oder nicht. Wenn solche Spannungen oder Störungen auftreten, können wir sicher sein, dass die Dinge nicht richtig laufen. Entspannung oder besser entspannte Achtsamkeit ist die Antwort. Manchmal kann eine „Sich–nicht–mit–diesem-Problemabgeben -Haltung“ (ob achtsam oder ob nicht) helfen, diese Spannungen zu lösen. Mit anderen Worten, gebt der Achtsamkeit Zeit sich allmählich und natürlich zu entwickeln. Noch ein anderer üblicher Fehler besteht darin über die Achtsamkeit Konzentration zu legen. Wenn man aber ohne Achtsamkeit konzentriert ist, entsteht falsche Konzentration, die euch schädigen kann. Was ich hier betonen möchte ist, dass man zuerst die korrekte Methode verstehen muss, bevor man meditiert. Wenn man sich ohne korrektes Verständnis der Methode antreibt, zeigt dies einen Mangel an Achtsamkeit und ein zwanghaftes Temperament. Öfter Gehmeditation praktizieren, anstatt zu sitzen, ist gewöhnlich für den Anfänger mehr zu empfehlen. Die Sitzmeditation darf natürlich auch nicht hinausgezögert werden. Es ist einfacher während des Gehens achtsam zu sein, da die Objekte gröber und leichter zu beobachten sind. Beim Sitzen gibt es eine Tendenz zu denken oder daran anzuhaften Konzentration zu erlangen. Der Meditierende muss sich immer daran erinnern, dass Achtsamkeit die höchste Priorität hat. Während der Meditation muss man versuchen nicht zu denken. Um die Wahrheit direkt zu erfahren, darf man keine Ideen oder Spekulationen darüber haben. Die Wahrheit kann nur durch reine aufnehmende Aufmerksamkeit verstanden werden. Wenn aber doch gedacht wird, sollte es in der korrekten Art behandelt werden (ich erkläre es später unter cittanupassanā). Wenn man ohne zu denken achtsam ist, heißt das, dass man sich nicht gleichzeitig mit der Vergangenheit oder der Zukunft befassen kann. Achtsamkeit kann nur in der Gegenwart wohnen, im gegenwärtigen Ereignis der Erscheinungen, deren spezifische Charakteristika wie Härte, Hitze etc. direkt erfahren werden. All dies kann in einem Satz zusammengefasst werden: „Man sollte achtsam sein, die pure Aufmerksamkeit auf die gegenwärtig erscheinenden Phänomene gerichtet, die dem Geist als spezifische Charakteristika erscheinen.“ Es gibt viele Charakteristika (Kälte, Hitze, Härte, Weichheit, Vibration etc.), die im Laufe einer Meditationsstunde erfahren werden. Mit erhöhter Achtsamkeit erfährt man ihre gegenseitigen Beziehungen. Dies führt dann zur direkten Erfahrung der drei Daseinsmerkmale, dukkha, anicca und 28

anattā (Leiden, Veränderlichkeit und Nicht-Selbst). Das Endresultat ist die Eliminierung der Befleckungen und damit die Eliminierung des Leidens. Achtsamkeit auf den Körper (kāyanupassanā satipa hāna) Achtsamkeit bezüglich des Körpers wird normalerweise deswegen noch vor den anderen drei satipa hāna (den Gefühlen, den Bewusstseinsarten und den Geistobjekten) zuerst praktiziert weil die Objekte, die bei der Achtsamkeit auf den Körper beteiligt sind, relativ grob sind. Es ist leichter, Achtsamkeit durch grobe Objekte aufzubauen als durch feine. Einige der Betrachtungsobjekte (Teile des Körpers, die Atmungs- und Leichenbetrachtung), sind reine Ruheübungen. Von dieser Ruhe ausgehend schreitet man später zur Vipassanā-Praxis vor. Im abhidhamma wird diese Gruppe von Objekten unter rūpakhanda (Daseinsgruppe der Form oder Materie) klassifiziert. Dem Anfänger wird auch gelehrt achtsam auf die vier Körperhaltungen (Sitzen, Gehen, Stehen und Liegen) zu sein. Sitzen Während der Praxis notiert man „Sitzen“ und „Berühren“. Was notiert man da tatsächlich? Einige visualisieren den sitzenden Körper. Das ist nicht korrekt, da vorgestellte Bilder nicht real sind. Der richtige Weg ist, nur die tatsächlichen Erscheinungen zu beobachten und zu erfahren. Was beobachtet man? Unmittelbar sagen wir, dass wir das Windelement, das sich durch Spannung, Festigkeit, Unterstützung, Ziehen oder Vibration ausdrückt, beobachten. Wenn man es mit purer Aufmerksamkeit erfasst, wird klar erkennbar, dass da kein „Ich“ oder „Lebewesen“ in diesem Körper ist. Es finden nur physikalische Prozesse oder Kräfte statt. Mit besserer Achtsamkeit kann man diese sich auf verschiedene Weise verändernden Prozesse erkennen. Beim Beobachten der Sitzhaltung, das ist die Spannung und Steifheit etc., wird man auch viele andere Empfindungen wie Hitze, Kälte und geistige Erscheinungen wie Leiden oder externe Erscheinungen wie Geräusche aufnehmen. Mit anderen Worten, wenn wir „Sitzen“ geistig notieren, benutzen wir es nur als Etikett um uns zu helfen, den Geist auf die Realitäten, die während des Sitzens auftauchen, auszurichten. Das Notieren richtet unsere Achtsamkeit auf den Ort der Achtsamkeit. Es hilft uns, unseren Geist auf das Meditationsobjekt gerichtet zu halten. Dabei wird auch die Konzentration entwickelt, die durch Achtsamkeit und pure Aufmerksamkeit alle auftretenden Realitäten erkennt. Wir wählen nicht was wir erfahren, sondern richten unseren Geist nur auf den „Ort“ und beobachten, was da auch immer erscheint.

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Berühren Man beobachtet den Ort, wo der Hintern und die Beine im Kontakt mit dem Sitz sind. Auf die Art können einige Berührungspunkte wahrgenommen werden.Man kann diese Berührungspunkte nun systematisch beobachten um die Konzentration zu erhöhen. Die mit dem Beobachten verbrachte Zeit eines Punktes variiert mit dem geistigen Zustand und der Klarheit des Objektes. Je klarer das Objekt, umso länger kann man es beobachten. Wenn es undeutlich oder man selbst schläfrig ist, dann muss man sich schneller von einem zum anderen Objekt bewegen. „Berühren“ wird abwechselnd mit „Sitzen“ notiert. Wie auch bei anderen Objekten, beobachten wir tatsächlich die Eigenschaften der entstehenden und vergehenden Elemente, wenn wir „Berühren“ notieren. Heben und Senken Bei der Sitzmeditation wird dem Anfänger gelehrt, auf das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke zu achten. Das „Heben“ und „Senken“ könnte man als Fenster betrachten, durch das wir mehr und mehr Details erkennen. Es wird gelehrt, dass, wenn man das Heben und Senken beobachtet, man in Wirklichkeit das sich durch Bewegung ausdrückende Windelement erfasst. Aber man beobachtet auch viele andere Dinge. Es wird auch gesagt, dass man mit dem Beobachten des „Hebens“ und „Senkens“ der Bauchdecke anfangen soll. Wir sollen deswegen mit dem Beobachten des „Hebens“ und „Senkens“ beginnen, weil es uns dabei hilft, Konzentration zu entwickeln, aber auf keinen Fall sollte man mit Festhalten oder Kontrolle daran anhaften (z. B. durch unnatürliche Atmung). Das „Heben“ und „Senken“ ist dann nicht konstant und es kann beim Beobachten verschwinden. Wenn das geschieht, schaltet man auf ein anderes „Fenster“ um. Eine häufige Frage ist, warum man nicht die Atmung am Berührungspunkt der Nase oder der Lippen statt der Bauchdecke beobachten sollte? Das Beobachten des Atems an den Nasenlöchern sei bekannt dafür, Konzentration zu erzeugen. Ein Meditationslehrer lehrte, das nama-rūpa (Geist und Materie) einfacher wahrgenommen werden kann, wenn man das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke beobachtet. Die Atmung, notiert an der Bauchdecke, ist eindeutig gröber als an der Nasenspitze. Die drei Daseinsmerkmale des Leidens, der Veränderung und des Nicht-Selbst treten auch klarer in Erscheinung. So wird „Rechte Konzentration“, die hier momentane Konzentration ist und auf die Realitäten zielt, entwickelt, also Konzentration mit vorherrschender Achtsamkeit. Noch einmal, Visualisierungen, Zählen oder kontrolliertes Atmen sind hier nicht erlaubt. Vipassanā bedeutet die Realitäten zu beobachten.

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Erstens ist man nicht in der Lage die ganze Zeit zu sitzen und außerdem überbrückt achtsames Gehen große Perioden von Unachtsamkeit. Der Anfänger. der das Gehen lenkt. Das Gehen wird dann auf natürliche Weise sehr langsam. „Hören“. indem sie schneller als notwendig und zu lange gehen. „Es gibt niemanden. der geht. Sie können dadurch vollständig abgelenkt und erschöpft sein. kann sehr verspannt enden. dass sie nach einer guten Gehmeditationsperiode eine bessere Sitzmeditationsperiode haben. so ist es leichter Achtsamkeit aufzubauen. dass es sich noch angenehm anfühlt und nicht mehr. Gehen dient vielen Zielen beim vipassanā. weil er versucht etwas zu beobachten. weil sonst die benötigte Konzentration. der zu langsam zu gehen versucht. was er nur schwer empfinden kann. Jeder Schritt wird im Detail beobachtet. Die Gehmeditation fungiert auch als kraftvoller Ausgleichsfaktor um den Geist auf die Vipassanā-Meditation zu lenken statt samatha (Ruhemeditation) zu fördern. In der Gehmeditation wird eine ansteigende Zahl an Phasen notiert um dadurch die Achtsamkeit und Konzentration zu steigern. notiert und dehnt damit die Übung der Achtsamkeit in unseren Alltag aus. um Einsicht zu entwickeln. Es ist der Geist. sollte der Tenor sein. Man darf die Bedeutung der Gehmeditation nicht unterschätzen. Man sollte vorsichtig sein und nicht den Wagen vor die Pferde spannen. macht einen zu einem Lahmen. Gehen hat auch andere Objekteigenschaften als die Sitzübung. verlangsamt.. Nur zu sitzen und das Gehen zu vernachlässigen. dass vor jeder Sitzperiode eine Gehmeditation gemacht werden sollte. Auf die Kontinuität der Achtsamkeit muss grundsätzlich geachtet werden.“ Diese Erkenntnis kommt später von selbst und auf natürliche Weise. Wenn erst mal die Achtsamkeit aufgebaut ist. der in schneller Abfolge vergeht. Schnelles Gehen hilft dem Geist sich an das neue Objekt zu gewöhnen. nicht entstehen kann. wird das Gehen durch das Beobachten von mehr Phasen. Ein Lehrer sagt.Gehen Anfängern wird gewöhnlich geraten mehr zu gehen als zu sitzen. angesehen. Jeder Meditierende sollte seine Gehübung mit schnellen Schritten beginnen. Es wird geraten genau so viele Phasen zu notieren. wird der Gehprozess als ein Strom von Geist und Materie. wenn der Meditierende gewissenhaft die immer wieder verschwindenden Erscheinungen der körperlichen und geistigen Prozesse notiert. dass Arahatschaft allein durch Gehmeditation erreicht werden kann. Dann aber wieder gibt es solche. 33 .. Wenn man in der Praxis voranschreitet. Er wies auch darauf hin. Beim Gehen wird auch „Umdrehen“. die es übertreiben. um die Achtsamkeit aufzurütteln. Achtsamkeit ist wichtiger als die Anzahl der notierten Phasen. Gerade schnell genug. oder besser gesagt mehr Erscheinungen. „Beabsichtigen“ etc. der auf nur einem Bein geht. Aber auch Gehmeditation selbst ist vipassanā bhāvanā (Entwicklung von Einsicht). Meditierende haben bestätigt. Die Objekte der Gehmeditation sind gröber und variieren stärker. Es trainiert auch die Gliedmaßen und überwältigt Müdigkeit. „Sehen“.

Ein anderer Lehrer bemerkt dazu. dass es speziell für Frauen und Kinder nicht für lange Zeit empfohlen wird. kann man tatsächlich wach und wachsam bleiben und es endet nicht mit Schlaf. der hingefallen wäre. Absicht. Kleidung tragen. Die Lehrer sagen. weil sie meist mit Einschlafen endet. dass Stehen selten für lange Zeit gemacht wird. weil es eine Menge Energie verlangt. ob überschüssige Energie da ist oder fehlt. wenn sie andauernd und dominant sind. Als Liegehaltung wird die „Löwenhaltung“ empfohlen. Das Notieren „Stehen“ (die aufrechte Haltung) kann man auch mit „Berühren“ durch den Bodenkontakt der Fußsohlen abwechseln. kann man tatsächlich den Geist in den Schlaf fallen sehen oder ihn beim Aufwachen beobachten. Dies wird dem Liegen auf dem Rücken oder der anderen Seite vorgezogen. Wir können unsere Achtsamkeit vom Kopf bis zu den Zehen auskehren oder die stärkste Empfindung aufnehmen und dabei verbleiben. 34 . Manchmal kommt das „Heben“ und „Senken“ zurück und wird notiert. ausgeführt werden. Liegen Diese Haltung wird normalerweise in ernster Praxis vermieden.“ Das macht man auch so mit „Denken“. Mit dem Körper zur rechten Seite gewandt. weil man hinfallen könnte. Wenn aber jemand sehr achtsam in dieser Stellung ist. Stehen mit geringfügig getrennten Füßen verbessert die Stabilität. Stehen Das „Stehen“ wird während des Gehens notiert und zwar vor dem Anfang und nach dem Ende des Gehens. obwohl beide Haltungen auch nicht verboten sind. Stehen wurde jedoch für gut befunden für diejenigen. „Schmerzen“ etc. kräftiger Art. zur Toilette gehen. notiert man „Heben“ und „Senken“. abhängig davon. dass auch ein Schaukeln des Körpers entstehen kann und der Meditierende dadurch Furcht vor dem Hinfallen erlebt. „Hören“. Sehen und Hören. die während des Gehens beobachtet werden. Liegen wird genauso achtsam gemacht. Energie ist normalerweise nicht vorhanden. kauen. Ich persönlich habe noch niemanden getroffen. sind Geräusche. Alltägliche Handlungen Das Satipa hāna-Sutta erwähnt einige wichtige Alltagshandlungen wie essen. die sehr schläfrig sind. wenn samadhi (Konzentration) einen traumähnlichen Zustand induziert und die Knie „weich“ werden. Wenn man sehr gut ist. Schmerz. „Berühren“ und wenn „Heben“ und „Senken“ erkennbar ist. Andere Erscheinungen. Wenn Freude aufkommt. Die liegende Haltung ist sehr angenehm und führt deswegen zum Schlaf. sprechen oder schweigend verbleiben und nach vorn oder weit weg schauen. Wieder ein anderer sagt. macht man die Liegemeditation mit allgemeinerer und oberflächlicherer Achtsamkeit. Man hält an um sie zu notieren. Man notiert „Liegen“. notiert man „Freude. Hier kommt nun auch das Balancieren der Fähigkeiten ins Spiel.Die Gehmeditation sollte in entspannter. Wenn man zu schlafen beabsichtigt.

Es gibt keine Zeit. Ein nützlicher Rat ist: „Wir beobachten den Schmerz nicht damit er weggeht. In allen Lebenslagen heißt Flexibilität. dann verändert achtsam die Haltung oder steht auf und macht Gehmeditation (was hilfreich für den Aufbau eurer Achtsamkeit ist). Sie vernachlässigen diesen wichtigsten Teil ihrer Praxis. wie unempfindlich und blind wir den Dingen. wird unsere Empfindung des Wechsels der Veränderlichkeit (anicca) schärfer werden. Wenn Zorn aufsteigt. Es hindert uns auch. überwindet sie die Halluzination des falschen Glücks (das heißt etwas für Glück zu halten. Bloßes zorniges Tolerieren des Schmerzes ist auch ungeeignet. heißer Schmerz. wie sich der Schmerz verändert und wie er verschiedene Formen annimmt. Immer heißt kontinuierlich. Die Gefahr liegt allerdings darin. immer und in allen Lebenslagen achtsam zu sein. sagt eine Sutte. aber nicht angenehme mentale Phänomen. So kann Einsicht jederzeit entstehen. schränkt die Nützlichkeit stark ein. gegenüber sind. Die Achtsamkeit auf den Körper. können wir die höchste Freiheit erlangen. wie Schmerz verschiedene Formen annimmt. das gelernt werden muss. Kein Wunder. sondern um unsere Achtsamkeit zu entwickeln und seine 35 . sieht man. brennender Schmerz etc. die um uns herum geschehen und uns beeinflussen. ignoriert ihn. das dem Anfänger erscheint.Der Geist muss trainiert werden. Um diese Halluzination zu zerstören. auf den Schmerz mit Zorn oder Ärger zu reagieren. ziehender Schmerz. Wenn man das kann. so entspannt und stetig wie möglich während des Beobachtens zu sein. müssen wir die Wahrheit des Leidens erkennen. Gute Achtsamkeit in den alltäglichen Handlungen zu versäumen. Schmerz ist das Phänomen. Ohne Achtsamkeit ist man allerdings nicht fähig dem Schmerz gegenüberzutreten. auf das man achtsam sein kann. Konzentration verstärkt die Intensität des Schmerzes nur. Wenn Ihr den Schmerz nicht beobachten könnt. durchdringend und nützlich. Wenn er nicht ignoriert werden kann. Wenn wir in der Lage sind zu sehen. In diesem Falle wäre man nicht mehr achtsam. Der Schmerz wird auch tolerierbar. durch das sich das Leiden selbst klar manifestiert. Unser Versäumnis zeigt uns nur. Es würde einen auch zur Hysterie führen. Erst dann kehrt er zum Notieren des Schmerzes zurück. bis er verschwindet. Wenn wir sie perfektionieren. Achtsamkeit auf die Gefühle (vedananupassanā satipa hāna) Wenn Achtsamkeit auf die Gefühle entwickelt wird. scharfer Schmerz. Es bietet dem Meditierenden etwas Interessantes. dass viele Hausleute es schwierig finden sich nach der Arbeit zu konzentrieren und zu meditieren. ist das einzige. Schmerz ist gewöhnlicherweise das deutlichste. was keines ist). unsere spirituellen und nichtspirituellen Beschäftigungen zu integrieren und zu balancieren. in der Achtsamkeit nicht entwickelt werden kann. Es gibt eine Menge Dinge in unseren alltäglichen Handlungen zu entdecken. Nur dann wird er kraftvoll. Der Sinn besteht darin. sollte der Meditierende ihn so lange notieren.

als kleinere Niederlage . Denken selbst hat viele Formen wie Planen. werden wir auch den Frieden verstehen und schätzen. Worte können diese Art des Leidens nicht beschreiben. Wenn wir achtsam sind. Dieses Gefühl entsteht gewöhnlich. Im Buddhismus begegnen wir manchmal dem Satz „Das Leiden der Gestaltungen“ (sankhāra dukkha). oder wenn wir auf ein angenehmes Objekt treffen. Gewöhnlich entwickeln wir Achtsamkeit auf das Bewusstsein zuerst mit gröberen Objekten. Achtsamkeit auf das Bewusstsein (cittanupassanā) So wie bei den anderen Pfeilern der Achtsamkeit. Neutrale Gefühle können gewöhnlich nur von fortgeschrittenen Meditierenden wahrgenommen werden. Überlegen etc. weil sie Angst davor haben. Auf dieser Stufe des Wissens fangen wir an die Konzepte aufzugeben und die wahre Bedeutung von dukkha (Leiden) offenbart sich.zum Einschlafen führen könnte. dass da „Denken“ ist. Wovor wir uns hüten müssen ist Sorglosigkeit.wahre Natur zu erkennen. Wenn wir „Denken“ notieren. Solange wir sie entsprechend notieren und nicht anhaften. Wenn wir den unaufhörlichen Wechsel wirklich erfahren. der vom Stillstand herrührt. sind auch sie letztendlich unbefriedigend. Vorstellen. mit dem wir Bekanntschaft machen. Diese Furcht ist tatsächlich unbegründet. dass sie anhaften könnten. das Unbefriedigende an dem unaufhörlichen Wechsel. die uns zu falscher Konzentration oder . bevor mit dem Bewusstsein angefangen wird). sonst könnten wir es genießen und an ihm anhaften. Die Natur von sankhāra dukkha muss von jeder Person selbst erfahren und verstanden werden. Wir müssen sehr achtsam sein. Bei der Entwicklung von Achtsamkeit auf das Bewusstsein ist „Denken“ das erste Objekt. werden sie sich normalerweise umwandeln zu etwas weniger angenehmen oder vielleicht sogar zu neutralen Gefühlen. ihr Leiden oder ihr unbefriedigendes Merkmal. Wenn wir es können. wenn ein angenehmes Objekt auftaucht. So wie Zorn dem schmerzhaften Objekt innewohnt. Angenehme Gefühle selbst sind jedoch nicht schädlich. wenn Schmerz aufhört. so ist Anhaften dem angenehmen Objekt innewohnend. die erscheinende angenehme Gefühle fürchten.“ notierbar. Es gibt einige Leute. weil sie fürchten gelähmt zu werden oder sonst ihre Gesundheit zu beeinträchtigen. Es haben jedoch viele Meditierende über Stunden gesessen und niemand wurde je verkrüppelt oder gelähmt. da Worte letztendlich nur Konzepte sind. Manchmal geben die Leute auf. wird unsere Konzentration stärker. (Normalerweise werden auch Körperobjekte zuerst notiert. Nach Meinung eines Lehrers werden sie nur ab der fünften Stufe der Einsicht. notieren wir nur. Es ist nicht leicht den Wechsel der angenehmen Gefühle zu sehen.“ Auf diese Weise werden wir die Anhaftung sowohl zum Körper als auch zu den Gefühlen los. machen wir das auch um ihre wahre Natur zu sehen. sind sie harmlos. Wenn wir angenehme Gefühle beobachten. Wir befassen uns nicht mit 36 . Da angenehme Gefühle vergehen. hat auch die Achtsamkeit auf das Bewusstsein eine Menge an groben und subtilen Objekten. „dem Wissen von der Auflösung.

Beim vipassanā ist momentane Konzentration ausreichend. Wenn wir es achtsam notieren ohne anzuhaften. Aber wenn wir zu erpicht darauf sind. die nur auf ein Objekt gerichtet wird. verschwindet das Denken in dem Moment. heißt das. Wenn das Denken andauert. Wie können wir aber ein Bewusstsein ohne Gier. wo wir es bemerken und notieren. Wenn wir „Denken“ notieren. Oft. auch wissen. Bewacht ihn. des Nicht-Zufrieden-Stellen-Könnens und des Nicht-Selbstes. Selbst. Wenn wir diese Haltung aufrechterhalten. Wir beobachten es um seine wahre Natur zu erkennen und nicht damit es weggeht. ohne Zorn und ohne Wahn notieren? „Der Geist ist schwer zu empfinden. Manchmal mögen die Meditierenden den Samatha-Typ der Konzentration gerne. wenn Leute es versuchen. Um achtsam die Befleckungen beobachten zu können. wenn das Denken aufgehört haben sollte. beobachten wir immer die Veränderung. „Planen“. sind die Befleckungen noch anwesend. müssen wir zu vipassanā zurückkommen und unsere Achtsamkeit bezüglich der veränderlichen Natur der Erscheinungen entwickeln. auch an Meditationsobjekten. wissen wir nicht nur um ihre Anwesenheit. wird es wahrscheinlich länger bleiben. ob wir geringfügig schläfrig sind oder nicht. Man notiert sie sehr energievoll und kontinuierlich. Der Fluss der Befleckungen ist sehr stark und unsere Achtsamkeit muss noch stärker sein um ihn zu überwältigen. sondern sich von Objekt zu Objekt bewegt. bis sie verschwinden. „Überlegen“ ist und nicht bei den Konzepten oder der Vergangenheit und der Zukunft verweilen. Zorn und Wahn. B. Denken ist normalerweise mit Konzepten und Dingen der Vergangenheit und Zukunft verbunden. Wir müssen achtsam sein und die Anwesenheit der Befleckungen wie Gier (zum Beispiel Nachdenken über Essen) notieren. Wenn wir sehr achtsam sind und nur pure Aufmerksamkeit üben. das da „Denken“.“ Es ist schwierig den Geist zu beobachten. endet es 37 . Deshalb wollen einige zuerst samatha lernen. er flattert wohin er möchte. Wenn wir wirklich achtsam die Befleckungen beobachten. sollten wir es komplett ignorieren und auf ein anderes Meditationsobjekt wechseln. Vergänglichkeit und Nicht-Selbst) bewusst. Der Geist rennt schnell und wir müssen auch schnell rennen um ihn zu fangen. Also die Art von Konzentration. Sie kann kontinuierlich und ungebrochen sein und ist so in der Lage Einsicht zu entwickeln. werden wir eher der drei Daseinsmerkmale (Leiden. Während wir vipassanā praktizieren. die uns nur veranlassen mehr zu denken. Schmerz) machen. Aber wenn wir Einsicht möchten. hört das Denken ganz von alleine auf. Der durchschnittliche Mensch jedoch tendiert zum Anhaften. Wir sollten nur notieren. dass es weggeht. Laut einem Lehrer gibt es einen „Trick“ zum Beobachten der geistigen Zustände. also den Prozess des Entstehens und Vergehens. sondern erkennen auch ihre wahre Natur der Unbeständigkeit.dem Inhalt der Gedanken. Wenn jedoch das Denken zu lange anhält. Momentane Konzentration ist Konzentration. sollten wir z. sollten wir es genauso ruhig wie bei den anderen Objekten (z. Denken und Unruhe entsteht durch unsere Befleckungen wie Gier. nur ein bewachter Geist führt zum Glück. extrem subtil. B. die nicht auf ein Objekt fixiert ist. dass wir nicht achtsam genug sind.

Unruhe und Sorgen gehören zum aufgeregten und verwirrten Bewusstsein. Mattigkeit und Müdigkeit. auch nibbāna. Mattigkeit und Müdigkeit bezieht sich auf das Bewusstsein. Etwas Klareres. Unruhe und Sorgen und skeptischer Zweifel. dass es einem tatsächlich so erscheint. das ruhig. welches an Sinnesobjekten hängt oder danach begehrt. müssen wir konstante Achtsamkeit anwenden. wandernden Geist. Deshalb sagt das Satipa hāna-Sutta : „Man ist achtsam auf das Bewusstsein. indem sie uns zeigt. Wenn wir den Geist beobachten. wenn das Bewusstsein gut ist. befreit. Daseinsgruppen. Hemmungen Die fünf Hemmungen sind Sinnesbegehren. groß geworden ist etc. Das mag auf Freude. Dhamma selbst wurde als Geistobjekt übersetzt. Satipa hāna deckt einen großen Teil an Meditationsobjekten ab. Wenn ihr achtsam seid. Wenn ihr es nicht könnt. Im Gleichnis vom Floss wurde gesagt. Es beinhaltet aber eigentlich alles.in einer ausdrucklosen Art von Langeweile oder einem bedeutungslosen. Sonst hört sie ohne unser Wissen auf. So seid ihr auch auf dem richtigen Weg. das träge ist und von den Objekten „wegschrumpft“. dass auch gute geistige Zustände aufgegeben werden müssen. wie viel mehr müssen dann üble Zustände aufgegeben werden? Wahr ist. Die Betrachtung dieser Achtsamkeit ist in fünf Kategorien unterteilt: Hemmungen. Skeptischer Zweifel gehört zu einem skeptischen oder ver38 . Eine Menge von subtilen geistigen Zuständen tritt auf. könnt ihr euch der geistigen Zustände des Geistes bewusst sein.“ Achtsamkeit auf die Geistobjekte (dhammanupassanā) Dieser Pfeiler der Achtsamkeit wird dhammanupassanā genannt. Gewalttätigkeit und Grausamkeit. werden sie als geistige Faktoren (cetasika) kategorisiert. wie bedingt die dhammas sind und wie sie entstehen und vergehen. Mit mehr Erfahrung können wir achtsam der guten geistigen Zustände sein und uns bewusst werden. Der Sinn liegt darin achtsam zu sein. dann seid auf irgendetwas anderes achtsam. Konzentration oder Gleichmut zurückzuführen sein. Je härter sie versuchen den Geist zu beobachten. Grundlagen. Übelwollen gehört zu Zorn. ist auch schlecht. Erleuchtungsfaktoren und Wahrheiten. desto schlechter wird es. Übelwollen. wenn sie sich in feinere Zustände verwandeln. Seid immer achtsam auf das Meditationsobjekt. als wäre man unbewusst. bis sie am Ende „Sterne sehen!“ Zu versuchen den Geist zu leeren. Einige Objekte innerhalb der anderen Pfeiler der Achtsamkeit tauchen auch unter diesem Pfeiler auf. Einige machen den Fehler und halten das für Erleuchtung oder für das wahre Aufhören des Leidens. Ruhe. das in unser Bewusstsein eingedrungen ist und nun unsere Aufmerksamkeit verlangt. Unter dieser Betrachtung gehört Sinnesbegehren insbesondere zu dem Bewusstsein. Diese Betrachtung der Achtsamkeit hilft die Wahnvorstellung von Ansichten oder einem Selbst zu löschen. und wenn sie auf diese Weise bezeichnet aufgezählt werden. dass geistige Zustände so fein und glückselig sein können.

Die Gestalt. die der Geist entwickelt.) und ihre Objekte (Sehobjekt.). Riechen eines Geruches. Hier ist der Ort. die folgen. Warum notieren wir normalerweise „Hören. Form und auch alle weiteren Ideen. wenn das Geräusch laut. die zu ihrem Entstehen und ihrer Auflösung führen.wirrten Zustand des Bewusstseins bezüglich der vier edlen Wahrheiten oder der drei Kleinodien. Aber in einigen Fällen können wir auch „Geräusch. Hören. das heißt. Grundlagen Man beobachtet die sechs Sinnesgrundlagen (Sehen. Durch diesen Vorgang können wir uns auch des Sehbewusstseins bewusst werden. die zu ihrem Entstehen und Vergehen führen. In solchen Fällen haben wir kaum eine Wahl außer das Geräusch zu notieren und seine Veränderlichkeit zu beobachten. durch reines bewusstes Hören (des Geräusches) am Ohr selbst statt „außerhalb“. Man beobachtet. Nur wenn er gut versiert in der Betrachtung der anderen drei Pfeilern der Achtsamkeit ist. Riechen etc. neigen wir dazu den Geist nach innen zu wenden und ihn damit beherrschter zu machen. kann er feinere geistige Objekte und Zustände des Bewusstseins bemerken. kein Lebewesen oder Selbst. Zum Beispiel sind das Bewusstsein mit Sinnesbegehren und das Sinnesbegehren selbst nicht einfach zu trennen. Dasselbe kann vom Hören eines Geräusches. sondern auch die Bedingungen. weil ein Geräusch gewöhnlich periodisch und unterteilt ist und es deshalb schwierig ist ihm zu folgen. Was wir jedoch tatsächlich sehen. Geräusch?“ Das wird gemacht. Sehen“ notieren. ob unsere Aufmerksamkeit (zu einem Objekt) „unweise“ ist und wann und wie wir „weise“ Aufmerksamkeit anwenden sollten. benutzen wir das Wort „Sehen“ nur als Etikett um uns bei der Beobachtung des Prozesses behilflich zu sein. Durch Notieren von „Hören. Schmecken von Essen. andauernd und unvermeidbar ist. Der Versuch es zu „fangen“ führt nur zur Verwirrung und das hilft uns nicht zur Entwicklung von tiefer Konzentration. das Farben sieht. Wissen und das Gewusste gesagt werden. gemäß dem Kommentar passt diese Betrachtung gut zu intellektuellen Menschen. Wenn wir „Sehen. Hören“ anstatt „Geräusch. wo wir verstehen. Durch das bloße Notieren „Sehen. sind eigentlich Konzepte. etc. In dieser Betrachtung kennt und notiert man nicht nur das Entstehen und Vergehen der geistigen Faktoren. welches nur ein Bewusstsein ist. 39 . Hörobjekt. wie sie entstehen und vergehen und die Bedingungen. Geräusch“ notieren. Normalerweise startet ein Anfänger nicht mit dieser Betrachtung oder macht sie ausschließlich. Diese Betrachtung der Achtsamkeit ist im Allgemeinen schwieriger und feiner als die anderen drei Betrachtungen. ist die Farbe (des Sehobjektes). Zum Beispiel. Sehen“ verwischen die mit dem Objekt verbundenen Formen und Ideen und wir beobachten nur eine Wechselwirkung von Farben und Helligkeit. Hören“. Berühren von Tastobjekten.

muss man bloße Aufmerksamkeit bewahren und sich vor auftauchenden Konzepten hüten. Deshalb haben wir auch die Befleckungen. Sañña khanda (Wahrnehmungen) – es ermöglicht das Wiedererkennen und das Registrieren von Sinneseindrücken. 2. die abhängig von den Sinnestoren entstehen. So auch wenn die Daseinsgruppen (khandas) da sind. Hören“ und alles Weitere notiert. Das passiert oft im Alltag.Beim Notieren der Sinnesgrundlagen und ihrer Objekte. Rūpa khanda (Materie) – bezieht sich auf bedingte nicht bewusste Erscheinungen wie z. der dahinter steht. Geschmack) nur das Gespürte. Externen. Normalerweise steigen Befleckungen und Fesseln durch die Sinnestore auf. Wenn ein „Mensch“ oder ein „Ich“ in der Betrachtung der Daseinsgruppen gesehen wird. BUDDHA Diese fünf Daseinsgruppen bestehen aus den Gruppen der Vergangenheit. Spricht man konventionell von einem Lebewesen. der Gegenwart und Zukunft. Wird von einem Wagen gesprochen. wird es nur als existierendes Lebewesen im konventionellem Sinne gesehen. Beim Denken nur das Gedachte. dass es kein Lebewesen. mangelt. Es beinhaltet das Gedächtnis. 5. B das Härte-Element. Groben. Vedanā khanda (Gefühle) – wie angenehme. Wenn die 40 . Feinen. 3. Es sind nur Prozesse. Beim Hören nur das Gehörte. wenn es uns an Achtsamkeit. Niedrigeren. zu notieren. den Internen.“ Achtsamkeit dieser internen und externen Grundlagen reißt unsere Ansicht von einem Selbst auseinander. leidhafte und neutrale Gefühle oder Empfindungen. Diese detaillierte Betrachtung ist besonders für die Einsichtsentwicklungspraxis von anattā (Nicht-Selbst) im Alltag relevant. Berührung. die „Sehen. Näheren oder Weiteren. Viññana khanda (Bewusstsein) – Wissen oder Bewusstsein Nur wenn die Teile richtig verbunden sind. Dies wird klar betont im Rat von Buddha an Bahiya: „So Bahiya solltest du dich üben: Beim Sehen darfst du nur das Gesehene sehen. 4. Daseinsgruppen Es gibt fünf Daseinsgruppen: 1. Höheren. Sankhāra khanda (geistige Formationen oder Willensaktivitäten) – schließt verschiedene geistige Zustände und das Denken ein. Wir erkennen. kein Selbst oder jemanden gibt. Beim Spüren (bei Geruch.

Wahnvorstellung der Ansichten aufgegeben wird. was unbeständig ist. sondern auch zerstören. leidbehaftet ist und das. „Leiden“ ist eine Übersetzung des Pali-Begriffes dukkha. Freude. Da wir so die drei Daseinsmerkmale der Unbeständigkeit. der zum Aufhören des Leidens führt. Dem Leiden. werden wir sehen. Achtsamkeit wird hingegen immer benötigt. Energie. ist man. Unachtsamkeit beispielsweise. Diese erscheinen erst klar. nicht ein Selbst sein kann. Wahrheiten (sacca) Dies bezieht sich auf die „vier edlen Wahrheiten“. die unbeständig folglich also Leiden sind. wenn der Weisheitsfaktor auftaucht. die alle körperlichen und geistigen Erscheinungen außer dem nibbāna beinhalten. Konzentration und Gleichmut sind heilsame geistige Zustände. entwickeln wir auch die Faktoren des edlen achtfachen Pfades. Wenn Begehren oder Befleckungen entstehen. wenn man das vierte Einsichtswissen erreicht hat. Konzentration und Gleichmut entwickeln. Achtsam auf diese Faktoren zu sein. Wenn wir das tun. Freude. werden die Befleckungen zusammen mit der Leidensmasse eliminiert werden. was leidbehaftet ist. Wenn wir jedoch aufgeregt sind. Einige bevorzugen es. Leidhaftigkeit und des Nicht-Selbst erkennen. können uns sorglos und nachlässig mit unserer Satipa hāna-Praxis werden lassen. Gestilltheit. 41 . Die Achtsamkeit auf diese Faktoren kann auch die Fähigkeiten ausbalancieren. was wir verstehen müssen (also seine Natur). Konzentration und Gleichmut zum Beispiel. So. Wenn diese Faktoren am Anfang entwickelt werden. könnten wir an ihnen anhaften wegen ihrer friedvollen und inspirierenden Effekte. Die Ursache (das Begehren) ist das. wonach das. wie sie entstehen und vergehen. seines Aufhörens und des Weges. dass bei Trägheit es angesagt ist. ist die Praxis der Einsichtsentwicklung selbst. (durchdringende) Wahrheitsergründung. und was ist nun dieses Leiden? Geist und Materie sind es. Es sind keine Objekte für den Anfänger. was wir aufgeben müssen und das Aufhören des Leidens muss durch Entwicklung des Pfades realisiert werden. Freude und Wahrheitsergründung zu entwickeln. Mit kontinuierlicher Praxis können die Erleuchtungsfaktoren sich vollständig entwickeln und uns befähigen Einsicht zu erlangen. kann bei uns Stolz verursachen. die zum nibbāna führen. seiner Ursache. Energie. wenn man achtsam auf die Unbeständigkeit ist.oder Abwesenheit wird uns deshalb vor solchen Anhaftungen bewahren. Die Betrachtung der sieben Erleuchtungsfaktoren Diese sieben Faktoren. Achtsamkeit. Gemäß dem anattālakkhana sutta. dukkha mit Nicht-Zufrieden-Stellen-Können oder mit Unvollkommenheit zu übersetzen. Sie können unsere Praxis nicht nur verzögern. wie sie verschwinden. bis wir selbst das vollkommene Erlöschen des Leidens erfahren. Wir sollten deswegen alle körperlichen und geistigen Vorgänge in ihrem Entstehen und Vergehen notieren. welche die Ursache des Leidens sind. Gestilltheit. Leiden ist das. sollten wir sie achtsam notieren. Achtsamkeit über ihre An. In den Sutten wird erzählt. gleichzeitig achtsam auf das Leiden. sollten wir Ruhe. Insbesondere gilt das für die Fähigkeiten Energie und Konzentration.

Rechte Gedanken Das Richten des Geistes auf das Vipassanā-Objekt 3.Diese edlen Pfadfaktoren sind: 1. Rechte Ansicht Das Verstehen des Ursprungs und der Auflösung der Erscheinungen während des Notierens 2. Rechter Lebenserwerb Abstehen von falschem Lebenserwerb (während der Praxis) 6. Rechte Konzentration Die gehütete Konzentration während des Notierens 42 . Rechte Anstrengung Die aufgebotene Anstrengung beim Notieren 7. Rechte Sprache Abstehen von falscher Rede (während der Praxis) 4. Rechte Tat Abstehen von falschen Taten (während der Praxis) 5. Rechte Achtsamkeit Die Achtsamkeit während des Notierens 8.

Doch das wird nicht sofort erfahren. Das „Heben“ und „Senken“ ist das Windelement. Das ist das Windelement – das Element der Bewegung.. Das Wahrnehmen der Realität Die Hauptsache ist Achtsamkeit um die entstehenden Erscheinungen wahrzunehmen.vom Anfang des Entstehens. Um mittels der Achtsamkeit die Realität wahrzunehmen. Sie fließen und eure Achtsamkeit sollte mit ihnen fließen. Die Erfahrung von Hitze oder Kälte ist das Feuerelement. Mit anderen Worten. dass das „Heben“ und „Senken“ immer konstant ist. weil sie es nicht gewohnt sind. was wir sind etc. wer wir sind. Es ist nicht so leicht dieses Objekt zu beobachten. Es hat die Eigenschaft der Spannung.4. Es kommt und es geht. Wenn ihr die Idee einer Hand beiseite legt. Es ist nur eine Empfindung. Je achtsamer ihr seid. inklusive der Idee des „mir“ oder „mein“. gewöhnt. Feuer. Ihr erkennt. Achtsamkeit auf den Körper (kāyanupassanā) Während der Sitzmeditation achten wir auf das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke. Sie erscheinen. desto mehr seid ihr euch der Prozesshaftigkeit bewusst. Vibration und der Bewegung. wenn ihr eure Hände auf die Bauchdecke legt und fühlt. In den folgenden Erscheinungen werden die anderen Elemente offenbar. des 43 . Manchmal ist es da und manchmal nicht. Wind). Hier ist vayo dhātu das dominante der vier Elemente (Erde. Dann lockert den Griff und fühlt wie die Empfindung der Entspannung ist. Je geringer eure die Hemmungen sind. vayo dhātu. Bauchform. Das ist so. Nun legt bitte das Konzept oder die Idee einer Hand beiseite und bewegt eure Hand schnell hoch und runter. wie wir sagen. Euer Ziel ist nicht das „Heben“ und „Senken“ zu kontrollieren. Manchmal ist es schnell. Euer Ziel ist es die Erscheinungen zu beobachten und ihnen zu folgen. Das sollte man sich vollkommen klar machen. Das ist das Erdelement und sie alle sind verbunden mit Hilfe von Kohäsion. Es könnte euch deshalb helfen. Es hat keine Farbe. bemerkt ihr die Spannung. von Moment zu Moment. Am Anfang nehmen wir die Konzepte der Formen wahr. weil unser Geist gewohnt ist an Konzepten festzuhalten. Wenn ihr die Elemente wahrnehmen könnt. manchmal langsam. dass die Elemente nur Prozesse sind. bis es aufhört . Dann achtet nur auf die Empfindung der Bewegung. wenn ihr zum Beispiel eure Hände sehr fest zusammendrückt um dort etwas Spannung zu produzieren. keine Form. Es mag euch helfen.beobachtet. Wasser. desto besser könnt ihr den Bewegungen folgen. Anfängern fällt es oft sehr schwer ihren Geist auf das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke zu fixieren. werden sie als Nächstes in ihrem Entstehen und Vergehen . müsst ihr alle Konzepte beiseite legen. wir sind einfach sehr an die Körperform. Häufig ist es sogar schwer zu fassen. Oft spürt ihr auch Weichheit oder Härte. Erwartet nicht. wie sie auf und ab geht oder sich hebt und sich senkt. Das ist das Wasserelement.

dass das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke nicht immer wahrnehmbar ist. die man nicht vergessen darf. Den Geist zu trainieren. Doch wenn ihr erst fähig seid daraus das Wesen der Bewegung herauszufiltern. die Idee ist nicht nur „Sitzen“ und „Berühren“ zu notieren. ist. Im Allgemeinen. Das Wichtigste ist aber die Kontinuität der Bewusstheit und die Observation. Meiner Ansicht nach gehört das „Sitzen“ mehr zu den inneren Kräften. Nochmals. so wie auch die Gestalt des „Hebens“ und „Senkens“. Das kann man nicht vermeiden. Um aber die Kontinuität der Achtsamkeit zu erhalten. müsst ihr stattdessen dann „Sitzen“ und „Berühren“ beobachten. und zwar ist sie konstanter und stabiler wahrnehm44 .und Geistprozessen. jedoch hat sie gewisse Nachteile. Haltet es einfach. Folgt nur dem Fluss der Prozesse.Körpers. „Berühren“ an den Beinen. was euch am Offensichtlichsten ist. Das ist im Wesentlichen die Vipassanā-Praxis. Sie entstehen und vergehen von Moment zu Moment. bezieht es sich auf eine Reihe von Körper. „Sitzen“ und „Berühren“ wird oft nicht ausreichend erklärt. Das Anwenden von Sitzen und Berühren Wenn ihr die Gefühle in der Bauchdecke beobachtet und sie gut spürbar sind. bis ihr das richtig könnt. die die Sitzposition aufrechterhalten. Sie tendiert dazu. beobachtet nur jeweils ein „Sitzen“ und ein „Berühren“. Deshalb möchte ich ein wenig mehr darüber sprechen. wenn wir „Sitzen“ und „Berühren“ sagen. könnt ihr die Empfindungen dort gut wahrnehmen. Die Elemente sind allerdings immer da. So seid ihr euch der ganzen Art und Weise des Sitzens bewusst. Ihr beobachtet zuerst das. der Empfindungen. So kommt das „Heben“ und „Senken“ gewöhnlich zurück. Das „Berühren“ gehört mehr zur Oberfläche des Körpers. Wenn es kein „Heben“ und „Senken“ mehr gibt. Als Anfänger könnt ihr das natürlich nicht sofort sehen. Das „Sitzen“ und „Berühren“ ist zwar selbst eine Meditation. Eine weitere Sache. Manchmal jedoch werden sie sehr subtil und können von euch nicht mehr beobachtet werden. Und beim „Berühren“ ist es der Kontakt mit dem Hintern am Kissen. Aber sie hat auch einen Vorteil. dann taucht ihr tiefer in die Bewusstheit der Realitäten oder der natürlichen Phänomene und der drei Daseinsmerkmale. Das am leichtesten Erkennbare beim „Sitzen“ ist die Starrheit um das Rückgrat und die Taille. den Händen und so weiter in systematischer Reihenfolge. sobald das „Heben“ und „Senken“ für eine längere Zeit aufhört. der Körperform etc. solltet ihr die Berührungspunkte erhöhen. Am Anfang fühlen wir noch die Körperform. Während des Gehens und eurer anderen Aktivitäten im Alltag wird dasselbe mit all den anderen Objekten gemacht. da die Gedankenprozesse sie noch erzeugen. also nicht zu langsam oder zu schnell. sondern die Empfindungen betreffend „Sitzen“ und „Berühren“ regelmäßig zu fühlen. also zu den Muskeln und Knochen. dass man zerstreuter und diffuser ist und die Konzentration sich deshalb langsamer entwickelt.

bar. dass die Empfindung da ist. muss man lernen. Drittens. Es wurde schon ausreichend über schnelle und moderate Gehmeditation. Wenn eure Konzentration schließlich gut aufgebaut ist. Um dies zu realisieren. damit sie uns zu einem Stadium tiefer Konzentration führt. dann fließt die Achtsamkeit mit dem Objekt und den Empfindungen und ihr sperrt den Geist auf dieser Stufe der Konzentration ein. aber nicht zu langsam. Gehmeditation Lasst uns jetzt über Gehmeditation sprechen. als wenn ihr nur denkt sie wäre da: „sie mag da sein. der Geist sollte zwar sehr entspannt sein. wenn ihr flache und kurze Schritte macht. aber noch in einem konzentrierten Zustand. Wenn ihr wankt. Wenn ihr euch der Empfindung nicht sicher seid. In den Schriften gibt es Geschichten. Das heißt. um achtsam und langsam zu gehen. werdet ihr keine Probleme mehr haben ein Objekt richtig zu betrachten. sollte euer Gang stabil sein. werden die Kontinuität des Objektes und der Fluss unterbrochen. Zweitens. Dies ist gewöhnlich nicht so leicht zu erreichen. braucht ihr keine Angst haben hinzufallen. Ich habe schon angemerkt. Jetzt ist sie da. Deshalb dient sie als gutes Back-Up-System zum „Heben“ und „Senken“. da euer Geist nicht in Ruhe ist. Deshalb müssen wir genug Anstrengung für unsere Gehmeditation aufbringen. um die Achtsamkeit auf die Schritte zu entwickeln. Wenn ihr das richtig könnt. Auf keinen Fall gespannt. mit denen man anfängt. So baut sich die Konzentration nicht auf. dass Gehmeditation sehr oft nicht allzu ernst genommen wird. Das heißt. könnt ihr euch nicht richtig konzentrieren. Bewegt dazu den Geist in einem Tempo. Das Schritttempo muss schnell genug sein um die Empfindungen fühlen zu können. aber ich bin nicht sicher. wie man Konzentration aufbaut. Wie macht man nun langsame Gehmeditation? Es gibt ein paar einfache Regeln. jetzt ist sie nicht da“. Man sollte auf beides. damit tiefe Konzentration entstehen kann. geht so langsam wie möglich. ihr beobachtet nichts weiter als die vier Elemente. könnt ihr nicht richtig achtsam sein und deshalb nicht richtig all den Objekten folgen. Stellt also sicher. 45 . die Geh. Wenn die Schritte kurz und flach sind. werdet ihr nur das „Sitzen“ und „Berühren“ beobachten. Aber wenn ihr das Objekt fassen könnt und es weiter verfolgt. Das ist aber nicht der Fall. wie sie entstehen und vergehen. gesprochen. Deshalb hilft es. Zuerst sollte der Körper entspannt sein. wie Mönche während der reinen Gehmeditation erleuchtet wurden. Hier werden wir jetzt die „langsame“ Gehmeditation auf einem tieferen Level untersuchen. Yogis halten Gehmeditation für eine vorbereitende Praxis oder Aufbaupraxis für die Sitzmeditation. sodass ihr immer mehr Bewegungsempfindungen spüren könnt. Nicht so. die erzählen. Wenn ihr verspannt seid. dem ihr problemlos folgen könnt. den gleichen Wert legen.und die Sitzmeditationstechnik.

Obwohl sich der Magen gefüllt anfühlte. wenn ihr es wollt.und Gehmeditationen ungefähr jeweils eine Stunde. als würden die Füße von selbst gehen und ihr könnt selbst dann. dass ich mich bei den Sayadaws darüber beschwert habe. Dasselbe gilt für alle anderen Aktivitäten. Wenn ihr diese Konzentration halten könnt. Normalerweise dauern die Sitz. dass man die Gehmeditation ernst nimmt. Wenn ihr in jeder Geh. nicht schneller gehen. Bei fortgeschrittenen Studenten habe ich festgestellt.und Sitzmeditation achtsam seid. beobachtete ich dies und es wurde ein sehr gutes Meditationsobjekt. Deshalb solltet ihr bei verbesserter Konzentration langsamer aber trotzdem gleichmäßig weitergehen. Als ich in Burma war.und Sitzmeditationssitzung. 46 . Jede Konzentrationsstufe kann immer nur ein ihr entsprechendes Maß an Empfindungen aufnehmen. dass es besser ist die Gehund Sitzmeditationsperioden zu verlängern. Es ist sehr friedvoll und ruhig und die Zeit scheint vorbeizufliegen. Auf Grund meiner Beschwerde wurde mir ein spezieller Tisch gegeben. eure Bewusstheit zu halten. dass die Leute im Kloster so schnell essen. die Jüngsten und am kleinsten Gebauten. Es waren so viele Mönche dort und wir. So kommt ihr mit der Kontinuität der Achtsamkeit und der Praxis voran.Wenn ihr dieses Stadium erreicht habt. Die Anstrengung kann nun langsam mehr und mehr dazu verwandt werden den Empfindungsstrom aufzunehmen. Als wir die Essenshalle betraten. Wenn ein Yogi diese Konzentration verlängern kann. war die Sitzmeditation nach dem Essen die Beste. Jetzt gibt es keine Probleme mehr den Fußschritten zu folgen. überlistete ich mich selbst und zwar dadurch. Entspannt euch jetzt noch mehr und seid friedvoller. Normalerweise fühlte ich mich nach einer Mahlzeit sehr schläfrig und träge und wollte schlafen. Vorausgesetzt ist. Wenn ihr die Gehmeditation richtig ernsthaft betreibt. könnt ihr leicht in samādhi oder Konzentration hineingelangen und das in jeder eurer Geh. damit euer Geist empfindlich genug ist den feineren Empfindungsfluss aufzunehmen. Ihr seid nun in samādhi. ist Gehmeditation kein Problem mehr für euch. ist es für euch möglich samādhi oder gute Konzentration zu erreichen. könnt ihr mit der Sitzmeditation fortfahren und auch damit. immer abwechselnd. scheint es. dann werden die fünf Fähigkeiten sehr stark entwickelt und im Moment des Niedersetzens folgen und sinken diese Fähigkeiten in die neuen Objekte beim Sitzen. waren am Ende der Schlange. der von allen anderen eingesehen werden konnte. dass sie fähig sind Konzentration zu erlangen und dass der Körper gesund und stark genug ist. Wenn ihr nun mit der Gehmeditation fertig seid. Aber es war eine gute Lektion. Ich hatte keine Wahl außer sehr achtsam zu essen. Ich fühlte mich überhaupt nicht schläfrig. Weil ich aber beim Essen wirklich achtsam war. Die Ernsthaftigkeit der Gehmeditation und anderer alltäglicher Aktivitäten Die Wichtigste ist. verließen die älteren Mönche sie schon wieder.

aber wenn der Schmerz intensiver wird. wenn Schmerz auftaucht. Jetzt wird ein fester. Es ist eines der Dinge. Besser als Schmerzen zu vermeiden versuchen. Senken“ und „Sitzen. Feuer. Ungeduld. Bei geringeren oder kleineren Schmerzen ist es einfach. seid ihr achtsam genug die drei Daseinsmerkmale zu erfassen. Er ist ein guter Lehrer voller Mitgefühl. Essen“ und so weiter. können wir sie während der Meditation benutzen um unsere Achtsamkeit. die alles absorbiert. dann festigt die Achtsamkeit. die durch unseren Körper entstehen. Euer Geist sollte dabei weich und empfänglich sein. Das kommt daher. Spannung. Es ist das Element der Bewegung. Nun solltet ihr „Ärger. das dominiert. Leidhaftigkeit und des NichtSelbst. aber friedvoller und ungestörter Geisteszustand benötigt. dass der Geist sich aufregt und das ist gewöhnlich mit Böswilligkeit oder Ärger verbunden. Wir möchten ihn vermeiden und davor fliehen. Wenn ihr diese Charakteristik herausschälen und sie als Prozess beobachten könnt. Bei der reinen Einsichtsmeditation ist Schmerz ein häufiger Begleiter. aber ein harter Lehrer. Nehmt einen tiefen Atemzug. aber selbst ungestört verbleibt. Wasser und Wind) und ihr werdet herausfinden. Es wird manchmal dazu kommen. Konzentration und Einsicht zu entwickeln. Also: „Heben. dass es größtenteils das Windelement ist. wenn sich der Lehrer Schmerz niedersetzt und euch eine für euch gute Lektion oder Predigt gibt. solltet ihr auf jedes Wort hören. müsst ihr ihn sofort achtsam notieren. Da viele Menschen einen harten Lehrer brauchen. achtsam notieren? Der Hauptfaktor für den Geist ist sich daran zu erinnern. was wiederum unter die materiellen Qualitäten fällt. Schmerzhaftes Gefühl ist etwas. Berühren“ und „Gehen. die sich auf den Körper oder die Körperaktivitäten und Prozesse bezieht. was wir nicht vermeiden können. weil ihr sehr achtsam auf die Körperprozesse seid. seid friedvoll und entspannt wie Baumwolle. wovon wir die ganze Zeit zuvor gesprochen haben. Achtsamkeit auf die Gefühle (vedananupassanā) Unangenehme Gefühle Ein für Anfänger sehr nützliches Objekt ist der Schmerz. Ärger. Vibration und so weiter. Was heißt das eigentlich. Wenn er kommt. Diese enden schließlich hauptsächlich in den vier Elementen (Erde. Die klare Erfahrung dieser Merkmale und ihr Verstehen ist Einsicht. All dies fällt wie gesagt unter kāya und kāya fällt unter rūpa. fällt unter kāyanupassanā satipa hāna oder die Achtsamkeit. Wenn er auftaucht. Ungeduld“ notieren. solltet ihr den Schmerz willkommen heißen wie einen Freund oder einen harten Lehrer. friedvoll zu sein und in einem ungestörten Zustand zu verbleiben. Normalerweise werden wir verspannt oder sind ängstlich. wie wir es normalerweise tun.5. Jedoch anstatt zu fliehen. ver47 . Das. Das Merkmal der Unbeständigkeit.

Wenn ihr während einer Krankheit gezwungen seid den Schmerz zu beobachten. Entweder durch Strecken der Beine um sie dann in eine neue Position legen oder um zum Gehen aufzustehen. Die Idee ist. ignoriert den Schmerz und beobachtet irgendetwas anderes. die Veränderungen immer klarer zu sehen. dann ist keinerlei Achtsamkeit mehr da. dazusitzen und sich zu wünschen. oder wenn ihr nur so dasitzt. heißer Schmerz etc. So entwickelt ihr gleichzeitig auch Konzentration und Einsicht. Wenn eure Achtsamkeit nicht stark genug ist. Normalerweise nehmen die Leute den Schmerz nicht so gern als Hauptobjekt. dass der Schmerz weggeht. wird während einer Krankheit angewandt. wie sie sich von einem Ort zum anderen zu bewegen scheinen und so weiter. Nichtsdestotrotz. bevor ihr das macht.solange ihr achtsam seid -beobachten. Es gibt natürlich einige Phasen. Ihr müsst ihn . Nur wenn ihr all das oben Gesagte nicht mehr tun könnt. solltet ihr euch bewegen und die Haltung ändern. wo ihr wirklich nicht mehr achtsam sein könnt. Wenn ihr den Geist nur auf den Schmerz richtet. Danach werdet ihr in der Lage sein. Die Hauptsache ist nicht. konzentriert ihr euch nicht auf ihn. wie viele Schmerztypen ihr durch Beobachten unterscheiden könnt. Der Trick besteht darin. Wie können wir sie beschreiben? Wenn ihr die verschiedenen Schmerzarten klar erkennen könnt. Zuerst beobachtet den Schmerz direkt. Ihr werdet dann einen kleinen Schmerz für einen großen halten. die Veränderung zwischen den schmerzhaften Gefühlen zu beobachten. sondern ihn zu beobachten. einen großen Schmerz für einen riesigen. werdet ihr aufgeben. wie sie entstehen und vergehen. Wenn ihr anfangt. werdet ihr auch in der Lage sein zu sehen. spürt ihr es anfänglich wahrscheinlich als eine Art Pochen. Wenn der Punkt kommt. beobachtet ihn indirekt und wenn ihr das auch nicht mehr könnt. Nun ist es sinnlos geworden und Zeit die Haltung zu ändern. Beobachtung beginnt mit dem Identifizieren der verschiedenen Arten des Schmerzes. euch auf die Zunge beißt und nur daran denkt „wann hört das endlich auf?“. der präsent ist – bitterer Schmerz. den Geist nicht auf den Schmerz gerichtet zu halten. 48 . die Veränderung wahrzunehmen. dass ihr den Geist auf den Schmerz richten sollt. müsst ihr ihm schließlich gegenübertreten. durch die ihr durchgehen müsst. Ihr werdet bemerken. Dasselbe Prinzip den Schmerz zu beobachten. stabilisiert die Achtsamkeit und beobachtet dann weiter. sondern zu sitzen und Achtsamkeit dem Schmerz gegenüber zu entwickeln. den Schmerz achtsam zu beobachten. Wie man lernt unangenehme Gefühle achtsam zu betrachten Wenn ihr fähig seid.sucht zu entspannen. Seht selbst. wenn ihr vipassanā übt. weil er dann schmerzhafter wird. da er sehr stressig sein kann. Wenn ihr das nicht mehr könnt. ist es ein reines Konzentrieren auf den Schmerz und der Schmerz wird überbewertet und verstärkt. heißt das nicht nur.

Sie gehen nicht weg. Gewöhnlich wird der Schmerz. könnt ihr Einsicht bekommen und die drei Daseinsmerkmale des Schmerzes erfahren. dass sie euer ganzes Bein bedeckt. die uns davon abhalten den Schmerz zu beobachten. wenn ihr also krank seid. dass ihr achtsam seid. ein anderer Teil eures Körpers voller Schmerz. Wenn ihr dieses erhaltene Wissen auf eine Krankheit anwendet. ist die Art der Schmerzen meist ausdauernder und hartnäckiger. da die Schmerzen nicht der Meditation entsprungen sind. Normalerweise kann man so ein gewisses Maß an Veränderung erkennen. Wenn das nicht klappt. Dann rate ich dazu ihn zu ignorieren. Es ist die Furcht vor Verletzungen oder dem Tod. Meist ist der Schmerz tatsächlich nicht so schlimm. dass man dem Schmerz am Anfang nicht so viel Aufmerksamkeit widmet. Das macht ihr z. Baut lieber die Achtsamkeit und Konzentration auf leichtere Objekte wie „Heben“ und „Senken“ auf. dass ihr zehn Stunden lang sitzen sollt. Gewöhnlich. Der Geist kann dann wegrennen wollen und abgelenkt werden. und wenn ihr es lang genug auszuhalten vermögt. seid ihr fähig mit ihr umzugehen und vielleicht könnt ihr sie so auch überwinden oder heilen. sehr stark. Die Anleitung sagt nicht. Das Problem ist mehr die Angst davor. Achtsamkeit ist wie das Messer eines Chirurgen. Wenn ihr nun diesen beobachtet. Es ist etwas physisch nicht in Ordnung mit dem Körper. überall nur Schmerzen. ist es ratsam. ist wieder ein anderer voller Schmerz. Wenn der Schmerz allerdings durch eine physische Ursache entstanden ist. Wenn ihr euren Geist gut auf das „Heben“ und „Senken“ lenken könnt. Kein einzelnes Teil des Beines scheint schmerzvoller als die anderen. B. wenn euer ganzes Bein schmerzt. Die bevorzugte Art ist die Einspitzigkeit. Die Anweisung lautet eine Stunde zu sitzen. Dies wird das direkte Zusammentreffen genannt. Es gibt auch verschiedene Arten. wenn ihr nur einen Teil beobachtet. Da er nicht weggeht. wenn euer Geist einspitzig und richtig darauf fokussiert ist. seid ihr in der Lage den Schmerz zu ignorieren. kann man unter Umständen eine „breite“ Sicht anwenden. wenn ihr für eine Stunde sitzt. kann er durch die Aufmerksamkeit sonst sehr stressig werden. In den meisten Fällen wird der Schmerz nicht so stark. dort auch Schmerz. als dass er euch tatsächlich schaden könnte. das heißt. ihr bestimmt den schmerzhaftesten Teil und schießt eure Achtsamkeit darauf ein. Sonst bleibt. Zweitens seid vom Körper wie abgelöst. das hineingeht und beobachtet. Die ganze Situation scheint so zu sein: „Hier Schmerz.“ Nun müsst ihr eure Achtsamkeit so weit ausbreiten..Wichtige Punkte bei der Schmerzbeobachtung Zuerst stellt sicher. Wenn eure Achtsamkeit und Konzentration entwickelt ist. den Schmerz zu beobachten. So werdet ihr ihn überhaupt nicht mehr spüren. verschwindet der Schmerz. 49 . oder durch eine Körperhaltung verursacht wurden. wird nichts mit eurem Körper oder euren Beinen schief gehen. In solch einem Fall.

erhaltet ihr Vipassanā-Konzentration sehr schnell. dass ihr sehr kraftvoll notiert. Vipassanā-Einsicht oder Wissen bezieht sich hier auf das Entstehen und Vergehen der angenehmen Gefühle. Ihr müsst eure Energie und Wachheit aufbauen. dann könnt ihr leichter Einsichtswissen erreichen und ihr bewegt euch näher an euer geliebtes Ziel nibbāna heran. Schöne körperliche Gefühle bedeuten physische Gemütlichkeit. Wenn ihr euch hinlegt. Was ist wichtig. Wenn wir zum Beispiel eine ernste Krankheit bekommen. bleibt es nur angenehm. können wir trotzdem einen friedvollen und glücklichen Geist behalten. dass es sehr tyrannisch ist und eine Menge Kraft kostet. sonst schlaft ihr ein oder haftet an den angenehmen Gefühlen an. sofern ihr es ertragen könnt. Jetzt ist es doch besser sich nicht in diesem geistigen Zustand aufzuhalten. Es ist einzigartig für vipassanā. Wenn Freude und ein friedvoller Bewusstseinszustand entsteht und ihr euch glücklich fühlt. sehr schnell hervorbringen. Dies ist für den Anfänger meist nicht so offensichtlich. Deshalb müsst ihr es notieren. unwichtig wie angenehm er ist. wenn sich die Konzentration aufbaut und Freude entsteht. dann müsst ihr das achtsam notieren. Die Achtsamkeit könnte wegrutschen und ihr könntet in einer Art falscher Konzentration enden. da Verlangen eingesetzt hat. Wenn ihr aber die angenehmen Gefühle notiert und keine Veränderung sehen könnt. Deshalb holt den Geist besser aus den angenehmen Gefühlen heraus und lasst ihn stattdessen das „Heben“ und „Senken“. Mit Recht solltet ihr auch bis zum Einschlafen achtsam weiternotieren.sehr achtsam notieren könnt. fühlt ihr euch sehr angenehm und deshalb schlaft ihr dann auch sehr schnell ein. ihr könntet falsche Konzentration bekommen und Halluzinationen. Es ist „gefährlich“. was auch immer als Nächstes passiert. friedvoll und nichts weiter. Es ist der Gleichmut. Wir haben auch angenehme oder schöne Gefühle. falls wir sowieso nicht davon wegkommen können. Wenn ihr es jedoch aushalten könnt. Das Problem ist. wenn angenehme Gefühle im Geist entstehen? Angenehme Gefühle erscheinen. Wenn ihr glückliche Gefühle so wie sie entstehen und vergehen . Zweitens ist Schmerz ein sehr kräftiges Objekt. Angenehme und neutrale Gefühle Natürlich begegnen uns nicht nur schmerzhafte Gefühle. In diesem Fall gibt es keinen Fortschritt. das „Sitzen“ und „Berühren“ oder den Schmerz beobachten. Stellt sicher. der von den neutralen Gefühlen hervorgebracht wir 50 . dann könnt ihr damit fortfahren und erhaltet so das Wissen der drei Daseinsmerkmale. Erstens werden wir fähig dem Schmerz in einer friedvolleren und würdevolleren Art und Weise zu begegnen. Wenn ihr es als Vipassanā-Objekt nehmen könnt. es sei denn beim Schlafengehen. Ihr werdet sehen. Schlimmer noch. dass die neutralen Gefühle die subtilsten aller Gefühle sind. wenn glückliche Gefühle entstehen. In fortgeschritteneren Meditationsstufen seid ihr später nicht nur in der Lage angenehme Gefühle zu notieren.Deshalb hat die Meditation auf die schmerzhaften Gefühle tatsächlich viele Vorteile. Es kann Vipassanā-Konzentration. sondern auch neutrale Gefühle.

Der Moment der Entstehung von Wellen bedeutet. Dies sind die zwei grundlegenden Objekte. wird das Merkmal des Nicht-Selbst klar. dass jetzt andere Gefühle mehr hervorstechen. Ihr werdet merken. seht ihr in das Merkmal der Unbeständigkeit. Es gibt keine Wellen. 51 . wird auch das Merkmal des Leidens klar. Meditation auf die Gefühle wird vedananupassanā genannt. Wenn ihr achtsam auf die Gefühle sein könnt. Ihr könnt davon für jeden edlen Zweck Gebrauch machen. dann beobachtet ihr eine Folge von Erscheinungen. sehr ruhig und sehr klar. Wenn das Merkmal der Unbeständigkeit klar wird.oder Körperprozess führt. Es ist der zweite Pfeiler der Achtsamkeit. Es ist wie ein stiller Zustand eines Sees. dass diese Achtsamkeit in beiden Fällen den Geist letztendlich zu einem natürlichen Geist. Die Achtsamkeit auf den Körper und die Gefühle. Wenn ihr die geistigen oder körperlichen Prozesse sorgfältig beobachtet.und der den Geist richtig friedvoll und konzentriert macht. So könnt ihr mit eurer Meditation fortfahren und sie verbessern um Einsichtswissen zu bekommen. Auf diese Weise betrachtet. Im Falle der Gefühle ist es der Geistprozess. Im Falle von körperlichen Aktivitäten ist es der Körperprozess. Wenn diese beiden Merkmale klar werden. werdet ihr ein Meister der Gefühle.

Wenn wir hier „Geist“ sagen ist es gleichbedeutend mit Bewusstsein. Jetzt versuchen wir den Geist zu kontrollieren. Eingeschlossen sind geistige Zustände.6. ihn gewähren zu lassen. Geistobjekte. Am Anfang unserer Praxis sind wir uns der geistigen Zustände noch nicht so bewusst. Wir werden hier nicht zwischen dem. Und zwar deshalb. dass es anwesend ist. Cittanupassanā. Achtsamkeit auf das Bewusstsein & auf die Geistobjekte (cittanupassanā & dhammanupassanā) Der dritte Pfeiler der Achtsamkeit ist Achtsamkeit auf das Bewusstsein oder den Geist. Wir sind mehr damit beschäftigt den Geist auf das „Heben“ und „Senken“. aber wir schauten nicht richtig darauf. „wir wissen“. das heißt vipassanā entsteht. was weiß oder das um ein Objekt weiß. wie schon oben genannt. müsst ihr fähig sein es klar in euren eigenen Worten zu beschreiben. Wir werden hauptsächlich den Geist selbst behandeln. Wir müssen nicht nur achtsam wissen. Das heißt. Bewusstsein ist so definiert. Was meinen wir. Als Anfänger werden wir nicht so viel mit ihnen zu tun haben. zu halten. Man kann es auch als Erscheinung interpretieren. Es ist das Bewusstsein. B. Wenn ihr etwas wisst. Wir wussten eventuell vom Vorhandensein eines Geistes. Durch diese Praxis jedoch wird uns der Geist sehr bewusst. Wir müssen uns deshalb mit ihm beschäftigen. Die andere Bedeutung ist. Achtsamkeit auf das Bewusstsein heißt. sich des Objektes bewusst ist. der Geist. So als wenn wir ein Gesicht von Nahem beobachten um es gut beschreiben zu können. durch die mittels Kontemplation Einsicht. Die Hemmungen Die erste Stufe des Trainings von cittanupassanā satipa hāna ist Achtsamkeit auf die geistigen Hemmungen. Zorn ist in der Tat die gröbste Art der Befle52 . was meist mit Geistobjekten übersetzt wird. da alle Erscheinungen Objekte des Geistes sein können. Das Bewusstsein selbst ist das klar und achtsam zu betrachtende Objekt. Klarer für den Anfänger sind die gröberen Erscheinungen wie beispielsweise Zorn oder Hass. was wir Geist nennen und den geistigen Zuständen unterscheiden. Müdigkeit und Nervosität. sondern in der Lage sein es nahe zu beobachten. dass wir achtsam das Bewusstsein oder den geistigen Zustand betrachten müssen. wenn ihr auf euer Bewusstsein schaut und etwas wie Mattigkeit. Dasjenige. Das Feld der Geistobjekte ist sehr weit. Eine Interpretation ist. Müdigkeit oder Unruhe erkennt. Vorher waren wir gewohnt. dass dhamma hier gewisse Aspekte der Lehre bedeutet. Es erstreckt sich jenseits der anderen drei Arten von Objekten. und das „Sitzen“ und „Berühren“ etc. sagt ihr normalerweise. Es gibt einen vierten Pfeiler der Achtsamkeit und zwar Achtsamkeit auf die dhamma. Dieser vierte Pfeiler der Achtsamkeit ist allgemeiner und hat zwei Interpretationen. Hier ist nicht das „wir wissen“ gemeint. die oft auch unter dhamma oder Geistobjekte klassifiziert werden. dass es die Eigenart des Wissens besitzt. wenn wir „Geist“ (citta) sagen? Citta wird oft als Bewusstsein übersetzt. der weiß. wie z. weil wir versuchen ihn zu kontrollieren.

Wenn ihr z. Es ist eine Hemmung beim Erkennen. Es ist nur verschwommen und neblig. Zum Schluss bricht Dunkelheit herein und ihr schlaft ein. dass der Geist in einem sehr verwirrten Zustand ist. Ein gutes Bild des Begehrens kann man sich bei einem Drogensüchtigen oder Nikotinabhängigen machen. wie ist euer Bewusstsein? Wenn ihr versucht achtsam in den Geist zu schauen. die Freude darüber das andere. Wenn Menschen essen. müssen wir es auch notieren und den Zustand des Bewusstseins beobachten. Es ist ein Zustand des Wollens. wird es euch nicht mehr stören. dass das Wissen oder Erkennen selbst verschwommen ist. auch Ärger könnte entstehen. Egal wie stark ihr es versucht. wenn seine Droge nicht erhältlich ist. Was ist nun der Unterschied? Wenn man sagt. Beide kommen in einem Bewusstseinsmoment zusammen vor. Wenn ihr in das Bewusstsein eines solchen Geistes richtig hineinschauen könntet. bringt ihnen der Geschmack normalerweise Freude. das ist so lecker“. es macht keinen Unterschied. Wenn ihr ihn beobachtet. dass sie den tatsächlichen Zustand des Geistes nicht sehen können. Wenn Ärger entsteht. Ärger. Es sind zwei verschiedene Dinge. Sie sind so bezaubert von der Freude. den wütenden Zustand des Geistes. Wenn ihr z. B. könntet ihr dadurch gestört werden und aus der Konzentration kommen. Solches Begehren und solch ein Ärger entstehe sehr oft. da es feiner ist. bedeutet das. So als ob sich das Bewusstsein vom Objekt zurückzieht. sehr gutes Essen esst und denkt „Oh. wenn ihr noch sehr schläfrig seid und versucht das „Heben“ und „Senken“ zu beobachten. dass da Freude ist. Er ist sehr grausam und schädigenwollend. Eines ist das Bewusstsein der Freude und das andere ist der Geist. Wenn ihr euch diesen geistigen Zustand richtig anseht. wie ist dann euer geistiger Zustand. Erst. Er ist wie ein Wirbelwind oder eine Explosion. das einer dieser beiden Faktoren als Schwerfälligkeit des Bewusstseins (citta) und der andere als Schwerfälligkeit der Bewusstseinsbegleitfaktoren oder geistigen Zustände (cetasika) interpretiert wird. wäre dort außerdem Begehren und ihr würdet merken. B. wenn ihr es jederzeit einfangen und austreiben könnt. der mit dem Begehren entsteht. Der abhidhamma beschreibt diesen Zustand als gewalttätig und zerstörerisch.. All dies sind Möglichkeiten. Wenn ihr ärgerlich seid. bemerkt ihr. Wenn Begehren entsteht. Mattigkeit und Müdigkeit ist am Anfang ein wenig schwerer zu erkennen. Es ist wie am frühen Morgen. wie schrecklich er ist. werdet ihr feststellen. Manchmal ist die unheilsame Wurzel des Begehrens problematischer. Im Falle der 53 . könnt ihr erfassen. dann sagt nicht nur „Ärger. schaut auf die Natur des Begehrens. wenn er ärgerlich ist. Er brennt. Eine interessante Meinung im abhidhamma ist. Wenn bei euch Begehren entsteht. sondern beobachtet den gestörten und aufgewühlten Zustand des Geistes. Was jetzt geschieht ist. dass das Bewusstsein schwerfällig ist. Haftens etc. dass die Freude alles maskiert und versteckt.ckung. wie schrecklich er ist. den Zorn und das zornige Bewusstsein zu beschreiben. dass dieser Geist letztendlich doch nicht so wundervoll ist. Das Begehren des Essens ist das eine. merkt ihr. meditiert und jemand Krach macht.“. aber ihr nichts erkennen könnt.

Schmecken. Und ihr lernt es am schnellsten. Wenn Ärger entsteht fängt der Geist an. Wenn wir müde sind. Wenn Mattigkeit und Müdigkeit entstehen. wird der Geist dunkel. Wenn die leichteste Form von Mattigkeit auftaucht. Es ist eine andere Welt. Das Gleiche gilt auch für Zorn. dass ihr eine klare Wahrnehmung der entstehenden Hemmungen und Befleckungen habt. notieren wir „Müde. Berühren und Wissen.die Person selbst ist nur ein Konzept . friedvoll und klar. der mit Befleckungen verbunden ist. eine gewisse Bewusstseinsart. Es ist das Wissen. werdet ihr lernen in den Geist hineinzuschauen. Wie ist nun der Geist. wenn ihr dazu fähig seid. Wenn die leichteste Form von Begehren entsteht. Er ist sehr stabil und bewusst. ruhigen und neutralen Zustand der Bewusstheit aufrechterhalten zu können und diesen mit einem Zustand. ist das Notieren sehr langsam und schwierig. Die Sinne Ein anderer wichtiger Aspekt des Bewusstseins. seid nicht ihr es. vergleicht. könnt ihr sie abfangen. die zusammenbrechen. Anfangs kommen solche Zustände wie Mattigkeit und Müdigkeit oft vor. aber hier. Wenn Begehren entsteht. ist der Geist sehr ruhig. schwerfällig. das über ein Seh54 . In der Meditation müsst ihr immer tiefer in diese Zustände hineingehen. Müde. Ihr könnt es „Geistschaft“ statt Landschaft nennen. Die Bewusstseinsbegleitfaktoren bedeuten Aktivität und die Aktivität ist verlangsamt. sagen sie gewöhnlich. In der tatsächlichen Praxis unterscheiden wir natürlich nicht intellektuell zwischen Geist und geistigen Zuständen. Es ist etwas. kann es pure Unwissenheit oder Wahn sein. bis ihr schließlich den Geist und die mentalen Zustände oder Bewusstseinsbegleitfaktoren als dunkle Wolken. gemäß des dhamma.. verschwommen und schwer. Wenn ihr mit dieser Hemmung notiert. Dies ist etwas. Riechen. was gelernt werden muss. Es gibt dunkle Wolken und klare Himmel. Wichtig ist.sondern es ist das Sehbewusstsein. einen klaren. das sieht. sind die sechs Sinne. es ist nicht etwas. gewalttätig zu werden. die seht . was ihr von selbst verstehen könnt.“ Manchmal beobachtet ihr das Bewusstsein und manchmal beobachtet ihr den geistigen Zustand. was ihr durch Erfahrung verstehen lernt. mit dem der Anfänger zu tun hat. Es gibt tiefe Täler und hohe Berge. erkennt ihr eine Form der Anhaftung. die nach irgendetwas bettelt. Wenn Menschen sehen. seht. Hören.Bewusstseinsbegleitfaktoren ist das Notieren selbst schwierig.. könnt ihr sie abfangen. wisst ihr es. Wenn ihr das habt. und wenn ein Moment einer kleinen Störung kommt. Wenn der Geist einfach nur trübe ist. Wenn ihr anfangt das Beobachten des Geistes zu trainieren. steif und hart. wenn er verwirrt ist? Möglicherweise zittert er. könnt ihr sie auch austreiben. Was ist der Unterschied zwischen einem klaren und einem unklaren Geist? Wenn ihr achtsam seid. Gewiss ist er nicht länger ruhig und stabil. „Ich sehe“. das heißt Sehen. sie gut kennen und familiär mit ihnen werden.

B. Das Sehen spielt eine sehr große Rolle während der Gehmeditation und wenn ihr es sofort richtig notiert. das „Sehen“ zu notieren. also Farbe und Helligkeit. fängt gewöhnlich das Denken über das Gesehene an. indem wir die Hauptabsichten notieren. zu antworten. Darauf folgt die Handlung. Ihr verhindert so das Aufsteigen der Befleckungen. zur Toilette zu gehen. Die Berührung ist natürlich auch oft unser Meditationsobjekt. Riechen spielt eine untergeordnete Rolle und das Schmecken nur. wenn wir essen. die Absicht zu schlafen. Das Geruchsbewusstsein weiß um den Geruch. Das Gleiche gilt für das Hören. Das Gleiche gilt für alle andere Handlungen: die Absicht zu essen. den ihr bei der Achtsamkeit auf die geistigen Zustände nicht auslassen dürft. wo wir „Sehen“. Der dritte Faktor. Denn wenn ihr „Sehen“ nicht notiert. fangt ihr an darüber nachzudenken.. deshalb sagt der Geist „Geht und setzt euch hin“. wenn ihr nicht an der Idee hängt. und wenn ihr über das Gesehene nachdenkt. Gespräche oder Geräusche könnten euch stören. Die Bedeutung des Notierens der Absicht. zu trinken. Wegen des Dranges. dass „Ich“ gerade sehe. Bei der Gehmeditation z. Das Hörbewusstsein weiß um das Geräusch. Auf einer späteren Stufe notieren wir nur den Prozess. ist die Absicht. die mit den vier Körperhaltungen verbunden sind: Gehen. „Riechen“. Das Gleiche gilt für das Hören. Hören“.“ Nach dem Gehen wisst ihr. Dies kann aber nur passieren. Tag für Tag entstehen viele solcher Absichten und werden nicht bemerkt. Aufstehen. Es gibt nur den Sehprozess des Sehens. ist es ein wichtiger Aspekt. Wenn ihr das „Sehen“ nicht notiert. Dann notiert „Hören. Diese Kunst muss erlernt werden. zu sprechen etc. Sie wird das „Zügeln der Sinnestore“ genannt. Sie erscheinen gewöhnlich zwischen jeder dieser vier Hauptkörperhaltungen. kann sehr viel Denken und Unruhe gar nicht erst entstehen. Es wird für euch einfacher verständlich. Wenn ihr sie 55 . Wenn ihr all die entstehenden Absichten achtsam notieren könnt. damit ihr nicht über das Geräusch nachdenkt. Sitzen und Hinlegen. Er erzählt euch „Steht auf und geht! Ihr habt lang genug gesessen. In höheren Stufen kann man tatsächlich durch bloßes Notieren der sechs Sinne Einsicht gewinnen. eurer Absicht zu sitzen. Nach einiger Zeit des Sitzens zum Beispiel. lasst ihr euch in die Sitzposition nieder. Wir beginnen. Manchmal gibt es Momente. Vor jeder Handlung entsteht immer eine Absicht.. möchtet ihr aufstehen und gehen. werdet ihr auch auf die folgenden Handlungen achtsam sein. Von den fünf Sinnen spielen Sehen und Hören die Hauptrolle. Hören. wenn ihr die natürlichen Erscheinungen so sehen könnt. dass es Zeit ist zu sitzen. Zuerst entsteht die Absicht. Das Schmeckbewusstsein weiß um den Geschmack und das Geistbewusstsein weiß um die Geistobjekte. Der Geist hat die Absicht zu gehen. „Hören“. können so die Befleckungen Gier und Ärger entstehen. welcher das Sehobjekt bemerkt. wie sie wirklich sind (wir werden das später noch ausführlich besprechen). Wenn ihr nicht achtsam seid. „Tasten“ oder „Berühren“ notieren müssen.objekt erfahren wird. seid ihr nicht länger beim Meditationsobjekt.

dass ihr nicht einmal die Augen bewegen dürft..wie Beugen. Die Absicht 56 . bewegt euch! Wozu ist weiteres Sitzen nötig? Wer glaubst du eigentlich. als das ihr ihn kontrolliert. das das Jucken ersetzt.. weil wir nicht achtsam. ihr euch aber dagegen entscheidet. die Absicht aufzustehen. Kratzen. dann könnt ihr eure Praxis ausweiten. das heißt unnotiert. bewegt euch. dass ihr in eurer Körperhaltung verharren und euch nicht bewegen sollt. Wenn eine Person nicht achtsam ist. dass großes Begehren im Geist entsteht. wie die Zigarette in meine Hand kam. wenn du die Haltung änderst. Deshalb ist die Anweisung in einem Retreat gewöhnlich. So entstehen auch Dinge wie Sucht. wer du bist? Versuchst du den Helden zu spielen? Du kannst achtsamer sein. dann notiert zuerst die Absicht. wird die Absicht so stark werden. bis ich in der Lage bin die Absicht aufzustehen zu beobachten“ oder „Ich werde nicht sitzen solange ich nicht in der Lage bin. Zuerst notiert es mit „Jucken. bewegt euch. den Kopf drehen vorausgehenden Absichten notiert. Jucken. Er sagte: „Ich weiß nicht.“ Dann sagt zu euch: „Ah! Das ist die Bewegungsabsicht. wenn ihr am Morgen aufwacht und nur im Bett bleiben wollt. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel.“ und dann setzt eure Hand mit kontinuierlichem Notieren langsam wieder ab. Dann erzählt euch der Geist: „Bewegt euch. Vor einiger Zeit erzählte mir ein Raucher. Sie kommt dann eher wie ein starker Drang. bleibt.. Sie ist sich ihrer Handlungen nicht bewusst.“ Die Zigarette redete seinem Kopf zu und sagte: „Komm. Das kommt daher. dass .der Drang zurückkam. Die Absicht ist sehr wichtig um die Kontinuität der Achtsamkeit aufrechtzuerhalten.“ Schaut sie euch gut an. Ihr denkt ihr kontrolliert den Geist.“. Zum Beispiel juckt es euch an der Nase. Ein gutes Beispiel ist. die Absicht zu sitzen zu beobachten“. Notiert sorgfältig das Kratzen mit „Kratzen. Wenn ihr euch bewegen wollt und müsst. dass ihr sie auch beobachten könnt. lass uns eine rauchen!“ und er wusste nicht. dass der Geist tatsächlich ein Eigenleben führt. wenn es unbemerkt. indem ihr die den anderen Körperhaltungen . Dann wisst ihr. Strecken. Dann. Wir bewegen uns oft. sondern aufgeregt und zerstreut sind.notieren könnt.. ein starker Wunsch oder ein starkes Begehren daher. dann seid ihr euch normalerweise vieler eurer Handlungen nicht bewusst.obwohl er versucht hat mit dem Rauchen aufzuhören . unbedacht und triebhaft. Wenn ihr das einhaltet. Notiert die Absicht eure Hand zu bewegen und dann bewegt langsam eure Hand. handelt sie größtenteils impulsiv. dass ihr eine alberne Sache gemacht habt und diese Vergegenwärtigung ist ein anderes Gefühl. Wenn ihr euch der Absichten nicht bewusst seid. Wenn ihr einmal angefangen habt die Absichten zu fassen. wenn notwendig. Kratzen. dann notiert die Absicht zu kratzen. Jucken. werdet ihr herausbekommen. folgenden Entschluss zu fassen: „Ich will nicht eher aufstehen. aber der Geist kontrolliert euch mehr. aber wenn es zu stark wird und ihr ihm nicht standhalten könnt und ihr euch wirklich kratzen wollt. Genauso ist es mit der Absicht zu schlafen. Einige sagen sogar. dass sich seine Hände bewegten. wenn ihr Schmerzen beim Sitzen empfindet und ihr euch eigentlich bewegen wollt. nicht einmal einen Muskel.

Ich habe nichts vom Gehen. die von einer Handlung gefolgt wird und so wird die Wahrnehmung des Nicht-Selbst erhöht. Die Reise in die Achtsamkeit So.“ Das ist kein angemessener Zweck. Obwohl ihr am Anfang nicht jede Absicht notieren sollt. B. Da ist nur die Absicht. Ein anderer wichtiger Punkt betreffend Notieren der Absichten ist. So seht ihr all die Bedingungen. dass es nicht „Ich“ ist. Es ist reine Zeitverschwendung. Warum wollt ihr sitzen? Ist es angemessen für euch zu sitzen? Die Antworten darauf beschreiben den Grund und die Natur der Absicht. ein sehr starkes Ego. da die Absicht durch Faulheit verursacht wurde. deshalb fragt euch. ihr könnt es nicht mehr aushalten und deshalb ist es weise für euch aufzustehen und für vielleicht eine Stunde zu gehen. ein Selbst. der zu sitzen oder zu gehen beabsichtigt. die den dhamma nicht kennen. Realität und „rechte Ansicht“ ersetzen das Ego. indem ihr die starken und aktiven Hauptabsichten beobachtet. dazu. Im dhamma ist es anders. jetzt haben wir drei grundlegende Objektarten. Möglicherweise seid ihr zulange gegangen und ihr seid müde. Fangt an. Ihr bemerkt eine Absicht zu sitzen. Achtsamkeit auf das Bewusstsein bezüglich der Sinne und Achtsamkeit auf das Bewusstsein bezüglich der Absichten. All ihr Denken umkreist es.ist die Verbindung zwischen den Handlungen. „mir“ oder „mein“ zu haben. wenn wir gerade gehen und ihr die Absicht zu sitzen bemerkt. oder ihr seid nur faul und euch ist nicht nach Gehen. Normalerweise tendieren Leute. „Warum möchte ich mich setzen?“ und die Antwort kommt „Weil ich mich zu faul zum Gehen fühle. dass dies hilft die Empfindung eines Egos auszurotten und auch dazu verhilft die bedingte Natur und das Nicht-Selbst zu erkennen. 57 . sondern auch zwei andere Dinge und zwar ein klares Verständnis des Zwecks der Absicht und ihre Angemessenheit. Das Sitzen entsteht. oder weil ihr steife Knochen habt! Und außerdem mangelt es euch an Achtsamkeit. sie kommen mit der Absicht daher. die sitzen möchte. Zwei Arten von Absicht Die eine ist stärker und aktiver. Nehmen wir noch mal das Beispiel. die andere ist mehr ein Impuls. auf? Weil der Schmerz zu stark geworden ist! Warum ist der Schmerz so stark? Weil ihr sehr alt seid. erkennt ihr. Warum entsteht diese Absicht? Dies liegt an anderen Bedingungen. dass da keine Person ist. Jede Absicht kommt mit ihrem Zweck und mit ihrer Angemessenheit daher. Wenn man fähig ist die Absichten zu bemerken. ist nicht nur die Kontinuität der Achtsamkeit da. die anwesend sind und wenn ihr diese Bedingungen klar seht. Achtsamkeit auf das Bewusstsein bezüglich der Hemmungen. Die zuvor besprochene Achtsamkeit bezüglich der Gefühle und Achtsamkeit bezüglich der körperlichen Aktivitäten sind Basisobjekte für den Anfänger um die Kontinuität der Achtsamkeit zu erhalten. weil es die Absicht ist. ein „Ich“. Warum steht ihr z. versteht man. Wenn ihr diese Hauptabsichten beobachten könnt.

Je weiter wir gehen. Wenn die Hauptstraße wieder auftaucht. Dann müsst ihr sorgfältig diese Gefühle notieren. tief und turbulent. notieren muss. das unsere Konzentration und Achtsamkeit mit Hilfe des „Hebens“ und „Senkens“ ausbildet. Aber der Schlüssel zum Verständnis des Körpers ist. seht ihr. Dann. Das Hauptobjekt ist das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke. alle Nebenstraßen und auch die Hauptstraße sind überflutet. wenn wir auf der Hauptstraße reisen. Dann kommt eine Stromschnelle. desto fortgeschrittener oder näher sind wir dem sicheren Hafen des Glücks. Nicht-Selbst und die Unstetigkeit des Bewusstseins Der Körper scheint fester oder stetiger als das Bewusstsein zu sein. ihn zu durchdringen und hinter die scheinbare Festigkeit zu gelangen. Sie sind wie die Nebenstraßen. deshalb nehmen wir nun das Flugzeug oder einen Helikopter. ist dort alles überflutet. egal wie stark ihr es versucht. Manchmal wird Schmerz oder Freude überwältigend und die Körperobjekte treten zurück. Wenn ihr nicht richtig auf ihn schaut. ist man in der Lage die Kontinuität der Achtsamkeit aufrechtzuerhalten. aber wenn ihr ihn genau beobachtet. dass man auch nicht weiß. Manchmal reisen wir entlang der Hauptstraße. Es ist fest wie die Hauptstraße. Zu anderen Zeiten. fester als die anderen Achtsamkeitspfeiler der Gefühle und des Geistes. Es sei denn. dann beobachtet das „Sitzen“ und „Berühren“. Das ist wie das Überqueren eines Flusses. die Nacht hereinbricht und sich Gefahren nähern. Wenn ihr die scheinbare Festigkeit des Körpers und der Form beiseite legt und ihn nur noch als bloße Erfahrung wahrnehmt und empfindet. Dann kann die Kontinuität der Achtsamkeit natürlich nicht entstehen. dass man die Objekte. dass sie nicht gleichbleibend sind. es ist einem nicht bewusst. Wenn ihr den Geist beobachtet. Unsere Praxis ist. Wenn ihr kein „Heben“ und „Senken“ mehr spürt. wie man sie notiert und was diese Objekte wirklich sind. unsere Straße. Warum müssen wir das machen? Weil die Zeit kurz ist. ist es wie in der Luft zu fliegen. Es ist das Hauptobjekt. Ihr könnt dann die drei Da58 . gehen wir auf sie zurück. Der Körper ist in Wirklichkeit mehr wie feiner Sand.Wenn man mehrere Tage sitzt. Manchmal. sondern sich ständig verändern. wenn ihr exakt auf die feinen Sandpartikel schaut. wie auf Reisen gehen. erscheint er euch wie ein fester Felsen. seid ihr dabei die Konzepte der Form etc. deshalb reisen wir jetzt auf dem Fluss. wenn ihr die Gefühle nicht beobachten könnt oder der Schmerz zu stark ist. Dann gibt es andere Nebenobjekte wie „Sitzen“ und „Berühren“. Das Achtsamkeitstraining ist in etwa wie diese Reise. wenn sie entstehen. wenn es keine Hauptstraße gibt. zu überschreiten und zu durchschauen. benutzen wir eine Nebenstraße. Wir treffen mit verschiedenen Objekten zusammen. Die Objekte sind unser Pfad. dass er aus vielen kleinen Sandkörnern gemacht ist. Gefühle sind wie Wasser. bemerkt ihr. dann müsst ihr den Geist beobachten. Wieder zu anderen Zeiten sind auch die Gefühle und Körperobjekte undeutlich. Auch dann habt ihr den Geist zu beobachten.

dass da ein Selbst ist.. Ihr habt alles nur falsch aufgefasst. die Idee. aber in der Meditation wird es euch sehr klar werden. eine Art des Wissens. Nehmt ein anderes Beispiel. also Arten des Wissens oder des Erkennens. seid ihr auch hier fähig. und so ist es auch mit „Hören“. Wichtiger ist aber die Fähigkeit die Unstetigkeit des Bewusstseins zu erkennen. und der Geist. Dies ist natürlich nur ein Beispiel. der hört. Dann ist da eine komplett neue Art von Geist.. leidbehaftet und als Nicht-Selbst zu durchschauen. dass. der sieht. dass Denken kommt und geht. „Berühren“.. Zum Beispiel wissen wir. Er hat etwas Schreckliches getan. ist es auch so.“ Euer Geist ist sehr schwer und umnebelt. Sie denken. Ihr seid sehr traurig. „Schmecken“ oder „Sehen“ notiert. dass er unschuldig ist. Dann seid ihr plötzlich nicht mehr böse mit ihm. Müde. dann seid ihr in der Lage die Unbeständigkeit des Bewusstseins selbst zu erkennen. weil wir die Unstetigkeit und Unbeständigkeit nicht sehen können. Wir wissen. könnt ihr nicht nur die Unterschiede zwischen den Befleckungen und dem reinen Geist sehen. was ihr erkennen könnt.. der Geist immer noch da ist und derselbe ist. Durch die Meditation werdet ihr aber immer bewusster die Natur des „Sehens“ und des „Hörens“ wahrnehmen. so als würden dunkle Wolken verschwinden. Alles. Müde. obwohl die geistigen Zustände kommen und gehen.“ Das liegt daran. eine immerwährende Seele. des Leidens und des Nicht-Selbst erkennen. also „Müde. Aber wir können trotzdem noch die Vorstellung haben. Wenn die Klarheit fortschreitet. Wenn ihr aber mit Geduld und Energie durchhaltet.. Umgangssprachlich sagt man dann „Ich bin eine vollkommen andere Person geworden“. Es gibt verschiedene Bewusstseinsarten. derselbe ist. ein immerwährendes „Ich. „Riechen“. er hat euch belogen und betrogen. indem ihr „Hören“. Ein gutes Beispiel dazu ist. sondern auch den Unterschied zwischen dem einen reinen Geist und dem danach erschei59 . dass das Notieren kommt und geht. wenn Ihr gerade dabei seid die Hemmungen Mattigkeit und Müdigkeit zu notieren. den Unterschied zwischen dem „Sehen“ und dem „Hören“ nicht erkennen. Wenn ihr diese Anhaftung überwinden könnt. könnt ihr zu einem Punkt kommen. die Gefühle als unbeständig. Beim Bewusstsein existiert eine Idee der Kontinuität des Geistes und seiner geistigen Zustände. dass der Geist. Wenn ihr die Veränderung des Bewusstseins bemerkt. Bei den angenehmen Gefühlen jedoch ist das Hauptproblem die Anhaftung. Was ist mit dem Zorn passiert? Er ist weggegangen.seinsmerkmale der Unbeständigkeit.. Ist das nicht seltsam? Es sind nur zwei verschiedene „Geister“ oder Bewusstseinsarten und geistige Zustände. B. Am Anfang seid ihr aber nicht dazu in der Lage. ist die Unstetigkeit der geistigen Zustände. Dann entdeckt ihr. Wenn ihr kontinuierlich beim Notieren bleibt und sehr bewusst der Unstetigkeit und Veränderung der geistigen Zustände seid. wo die Schläfrigkeit verschwindet und alles sich klärt. dass Achtsamkeit kommt und geht und wir wissen. Die Leute können z. Ihr seid auf jemanden sehr ärgerlich und wütend. „Sehen“ ist eine bestimmte Art von Phänomen. Er hat euch gar nicht betrogen.

Geht wieder hinein und seid achtsam und es wird eine Zeit kommen. Wenn ihr nicht achtsam seid.. Es ist sehr tief. denkt ihr „Ah! Was für ein wunderbarer friedvoller Zustand!“ Einige glauben auch.. weißen Zustand geratet. Viele Leute fragen mich. Viel an tiefer Einsicht wird. Im Falle tiefer Konzentration könnte es euch vorkommen. verhindert. Die Priorität der Achtsamkeit Wenn jemand auf einer tieferen Stufe Meditation praktiziert. das mit diesem Geist und dem Bewusstsein verbunden ist. Der wissende Geist. Wenn Leute z. Wenn solche Zustände auftauchen sollten und ihr sie notiert. Wenn ihr achtsam seid. Wenn sich die Konzentration in der Meditation entwickelt. hat sich eure Achtsamkeit verbessert und ihr habt weitere Fortschritte gemacht. als wenn ihr in einen leeren. dass es hinter dem Geist irgendwo etwas Beständiges gibt. Es ist auch dasselbe besondere Bewusstsein mit dem ihr später das Verstehen der Natur der Realität und dem Pfad zum Frieden erreichen könnt. Das Bewusstsein gehört mehr zum wissenden Geist. Auch hier gibt es ein Objekt. Es ist zwar schwieriger dort die Veränderung wahrzunehmen. das Bewusstsein ist gewöhnlich im Hintergrund. notiert „nichts hier“. Diese Art von feinem Bewusstsein ist sehr raffiniert und verzwickt. solltet ihr schnell notieren „Ah. wird langsam aufgegeben. werden die Dinge für euch klarer werden. in der ihr diesen Zustand gut kennt. friedvoll“. 60 . als ob jeden Moment. in den Zustand gehen. ihr müsst ihn notieren so wie er entsteht und vergeht. Wenn ihr achtsam seid und ihr dabei bleibt diese Zustände zu notieren. B. Es ist eine Art sehr feiner Zustand von Bewusstheit. werdet ihr daran hängen und dann entsteht Verlangen. Wenn das nicht passiert. dass dies nibbāna wäre. jeden Sekundenbruchteil ein anderer Geist zusammen mit einem anderen Bewusstsein entsteht. Die geistigen Zustände sind wie der notierende Geist. Was auch immer für ein feiner Bewusstseinszustand entsteht.nenden anderen reinen Geist. dann ist eure Wahrnehmung der Unbeständigkeit verbessert und das Haften am Selbst.. Es gibt sehr friedvolle Zustände mitunter auch glückselige. Auch unter vielen Buddhisten gibt es ein Haften an der Idee. Wenn ein Anfänger auf diese Bereiche stößt. wird er immer mehr geistige Bereiche betreten und familiärer mit ihnen werden. Manchmal befindet er sich tatsächlich in einer Vertiefung. dort gibt es nichts und wenn ihr wieder herauskommt. Auch die Achtsamkeit selbst verändert sich von Moment zu Moment. wie sie erscheinen. aber wenn ihr sie notieren könnt. „Mache ich es richtig? Erfahre ich. Ihr müsst dann sehr achtsam auf diese Dinge sein. Es ist. was sie sehen. wegen latentem Hängen am Selbst und am „Ich“. können einige für ihn ganz schrecklich und andere wiederum ganz attraktiv sein. schlüpft der Geist oft in sehr ruhige Zustände. wo es nichts gibt. Ihr seid dann sehr oft darin. dass es nicht wichtig ist. was ich erfahren sollte?“ Ich erzähle ihnen dann. Vielmehr ist es viel wichtiger. kann keine tiefere Einsicht entstehen. Wenn ihr sie dann notiert. ob sie achtsam sind oder nicht. Manchmal wird er von Frieden und Freude überwältigt. könnt ihr nichts falsch machen. friedvoll.

61 . kann später das Hängen an einem Selbst aufgegeben werden. Da ist kein Lebewesen. Nur wenn das so ist. die Einsicht in die Unterscheidung von Körper und Geist. sodass es auf alle Objekte. sie sehr klar und scharf auftauchen.und Geistprozesse. Jede Stufe der Einsicht muss zuerst klar sein. dass. des Bewusstseins und der Gefühle zu betrachten. Dies muss sehr klar erkannt werden. wenn Einsichten entstehen. Es gibt keinen Zweifel darüber. flexibler und folgsam. Das erste Einsichtswissen ist. Nur wenn das sehr klar ist. Wichtig zu wissen ist. Es ist leer an einem Selbst. angewandt werden kann. Wenn jemand die Kontinuität der Achtsamkeit halten kann.Wenn man fähig ist all diese verschiedenen Zustände des Geistes. wie sie wirklich sind. Der Geist wird bearbeitbarer. ist die Bedingtheit zwischen einer Erscheinung und der anderen sehr klar. wird die Konzentration sehr stark. Es sind bloße Phänomene. Erfahrungen und Geschehnisse. Wegen seiner Konzentration ist er nun sehr kraftvoll. Man sieht klar die Natur des Geistes und des Körpers gemäß ihren Eigenschaften. Auf dieser Stufe ist der Geist fähig in die Konzentration hineinzusinken und für eine lange Zeit lang die Natur der Körper. keine Seele. die einem begegnen. tief zu beobachten. da die späteren Einsichten auf den vorherigen basieren. dann ist man fähig die Kontinuität der Achtsamkeit zu halten.

All der akkumulierte Stress und die akkumulierte Müdigkeit kommen hoch. Gier. Diese Befleckungen müssen kraftvoll sein. einfach nur leer. • Unruhe und Sorgen ist das Unruhigsein und die inbegriffene Verwirrung des Geistes. Es ist in der Tat eine sehr harte Zeit. • -Mattigkeit und Müdigkeit ist Faulheit. werden sie dadurch oft entmutigt. In dem Moment. Dies liegt an der Kraft der Befleckungen. So wie auch gewohnheitsmäßige Tendenzen und Gedanken. Zähigkeit des Geistes. • Übelwollen ist Zorn oder Hass. Kurzgefasst: • Sinnesbegehren ist gieriges Genießenwollen der fünf Sinne. 3.7. der Kraft der unheilsamen Geisteszustände und am Mangel an reinen. Deshalb sollte ihre Kraft niemals unterschätzt werden! Im Sinne ihrer allgemeinen Kategorisierung nennen wir sie die drei üblen Wurzeln. Wenn es jedoch zur Meditationspraxis kommt. nennen wir sie die fünf Hemmungen: 1. dem Zyklus von Geburt und Tod. können die Hemmungen unter zwei Hauptkategorien zusammengefasst werden: „Mattigkeit und Müdigkeit“ und „Unruhe und Sorgen“. heilsamen Geisteszuständen. Hass und Verblendung. • Skeptischer Zweifel sind die Zweifel. Die fünf Hemmungen Der erste oder die ersten beiden Tage eines Retreats sind mehr eine Zeit des Frühjahrsputzes. seit undenklichen Zeiten festzuhalten. Wenn die Teilnehmenden vorher noch nie auf einem Retreat gewesen waren und wenig darüber wissen. da sie sonst nicht in der Lage wären uns im samsara. Dies zeigt nur unseren schlechten Geisteszustand und das Ausmaß unseres benötigten Trainings um ihn kontrollieren zu können. Um die Dinge zu vereinfachen. wo sie sich hinsetzen. wenn sie versuchen achtsam oder konzentriert zu sein. wird ihr Geist außer Kontrolle geraten oder er wird. was Meditation ist. 5. die die Meditationspraxis und das dreifache Kleinod betreffen. 2. Sinnesbegehren Übelwollen Mattigkeit und Müdigkeit Unruhe und Sorgen Skeptischer Zweifel Sie arbeiten auf verschiedenen Wegen. um den Fortschritt der rechten Konzentration und die Stärke des reinen Geistes zu behindern oder zu stören. 62 . Trägheit. 4.

Sie sind einfacher zu bewältigen. Das ist es. kann es wirklich sehr hart sein. Aber irgendwie am Rande wurde langsam alles leer. Deshalb müsst ihr eure Energie wachrufen. Die Frage ist nicht. Man muss die Hemmungen vollkommen loswerden. dann wollt ihr noch nicht aufstehen. dass ihr zu spät zur Arbeit kommt oder zu spät zu euren Prüfungen kommt. Der Faktor. Wenn er sich aufbaut. Trotzdem habt ihr euch von beiden freizumachen. es aber noch nicht wisst. Heben. damit ihr den Umgang mit ihnen lernt.. bevor das ganze Bild klar wird und die Einsicht fortschreiten kann. Wenn ihr schlaft. wird die Achtsamkeit nicht in der Lage sein richtig zu arbeiten. dass diese Hemmungen sehr mächtig sind. Das Bild wird so nicht klar. ist Energie oder Anstrengung. könntet ihr verrückt werden. Jedoch in dem Moment. Uns mit der rich63 . Es ist sehr schwer. Wie geht man nun mit Mattigkeit und Müdigkeit um? Lasst uns ein paar Möglichkeiten ansehen. Es ist jedoch kein dauerhaftes Merkmal.und Müdigkeitsattacken sind dann eher von einer leichten Art. Sie erscheinen nun wie das „Heben. Geistige Energie ist immer da. Hier ein Beispiel. wogegen der ruhelose Zustand des Denkens aktiv ist. es ist klar und friedvoll. der Mattigkeit und Müdigkeit entgegenwirkt. Warum? Weil Mattigkeit und Müdigkeit sich ohne euer Wissen eingeschlichen haben. Woher ist diese Energie gekommen? Die Energie ist immer da. In den ersten ein oder zwei Tagen ist Mattigkeit und Müdigkeit gewöhnlich ein schwer zu behebender geistiger Zustand..“ Dies ist die leichtere Art der Mattigkeit und Müdigkeit und sie kann schnell daherkommen und euch plötzlich attackieren. ob wir Energie haben oder nicht. Senken. neblig und verschwommen anfühlt. wo ihr realisiert. wenn euer Geist sehr friedvoll ist. Wenn sich euer Geist ein wenig langsam.In den ersten paar Tagen fühlen die Meditierenden. Der Geist kann an der übertriebenen negativen Energie zerbrechen. Solange die Hemmungen noch anwesend sind. Oft könnt ihr nichts dagegen unternehmen. Nach ein paar Tagen wird es weniger und die Mattigkeits. steht auf und geht. Wenn es zu schlimm wird und wenn ihr nicht mehr sitzen könnt. die zu einem Retreat gekommen sind. Wenn ihr lang genug sitzt und lang genug probiert. Senken. da sie euch nur zum Einschlafen bringt. Wenn ihr es eilig hattet oder eine Menge Arbeit hattet und ihr sehr müde seid oder eine lange Reise hattet. wenn ihr mit dem Meditieren anfangt.“ am frühen Morgen. Wenn ihr verschlafen habt und ihr deshalb zu spät zur Arbeit kommen würdet. Ihr sagt: „Ich war sehr achtsam. aber plötzlich ging die Achtsamkeit weg. sondern müsst das durchsitzen und durch den Sturm reiten. dann ist es Zeit die Energie aufzuwecken. Wir werden sie jetzt etwas ausführlicher besprechen. seid ihr plötzlich in fünf Minuten fertig zum Losgehen. Mattigkeit und Müdigkeit „Mattigkeit und Müdigkeit“ ist die weniger gefährliche Hemmung. Im Moment des Sitzens ist euer Geist leer. Deshalb ist es eine Frage des Wachrufens und eine Sache der Willenskraft. was wir lernen müssen. Es ist nur eine Zeitverschwendung. ist es nicht allzu schlecht. die Energie zu erwecken. geht es gewöhnlich vorbei.

aber nicht achtsam dabei sind. nennen. dass heißt in diesem Falle gesteigertes Notieren. Denn wenn ihr achtsam beim Notieren wärt. Unruhe und Sorgen Die andere Hemmung. liegt aber alles an der eigenen Willenskraft und normalerweise geht nach drei oder vier Tagen die Mattigkeit und Müdigkeit weg. ist Unruhe und Sorgen. dann geht das Denken weg.“. kann euch die Steifheit des Geistes träge machen. Deshalb haltet ihr euch an einer größeren Masse fest. Bei sehr starker Mattigkeit und Müdigkeit wird es allerdings nur helfen. So fahrt ihr im normalen Tempo mit dem Notieren fort „Sitzen. Später. wenn ihr das „Heben“ und „Senken“ nicht finden könnt. wenn ihr sehr. Denn wenn ihr verspannt seid. Dazu braucht es Willenskraft und Zeit. Berühren. Wenn er aktiviert ist. wenn der Geist die Objekte wieder erwischt.obwohl das Denken weggeht . praktiziert ihr natürlich Gehmeditation. verschwindet die Schläfrigkeit und die Energie kommt hervor. Sitzen. Sitzen. weder zu langsam noch zu schnell und etwas größere Schritte zu machen. Es geht wieder weg und es kommt wieder. Der ganzen Körpermasse als „Sitzen“ und den Kontaktpunkten als „Berühren“. wann immer wir wollen. wachrütteln können. obwohl es durch das Notieren wegging. was wir Gedankenfassen. Energie geht einher mit dem. vitakka. weil ihr so schläfrig seid. ist es ratsamer die Methode des „Sitzens“ und „Berührens“ zu benutzen. wird der Geist gewöhnlich äusserst klar. Damit sie aufhört sollten wir „Denken. als „Sitzen. Warum geht es weg um dann wieder zu kommen? Ein möglicher Grund ist. Falls das nicht klappen sollte. Natürlich sind die Objekte wegen der Schläfrigkeit nicht so klar. Denken“ notieren. Während der Gehmeditation seid ihr normalerweise. den Armen und den Beinen. Deshalb. nicht schläfrig. Manchmal kommt das Denken. zurück. dass . Wenn ihr allerdings sehr langsam geht. wenn wir „Denken. verschwindet sie gewöhnlich nach ein paar Tagen.tigen Willenskraft zu verbinden... dass ihr sehr feine Objekte nicht erwischen könnt.“. Beispiele für die Berührungspunkte sind die Kontaktpunkte am Hintern. Deshalb sollte man größere Schritte machen und ein wenig schneller und in einer freizügigeren Art und Weise gehen. Wenn ihr 64 . Berühren. Ihr könnt diese Punkte auch in einem Rhythmus oder einer bestimmten Anordnung durchgehen. wenn ihr etwas schneller geht. Aber. So ist es besser freier zu gehen.noch ein gewisser Grad an Befleckung da ist. Berühren. dass wir die Energie. Natürlich gibt es auch andere Wege dies zu tun. kann es sein. Der Durchbruch kann zwanzig oder dreißig Minuten benötigen. Berühren. Denken“ mit Achtsamkeit notieren. würdet ihr nicht denken. Aber oft. Wenn ihr eifrig seid. Denken“ sagen. Starke matte Müdigkeit geht nicht in nur fünf oder zehn Minuten weg.. Berühren. Das liegt daran. dass wir nur „Denken. Letztendlich. Selten bleibt sie für eine Woche.. wenn ihr erst einmal durchgebrochen seid. Berühren. die uns beschäftigt. Seid klar und achtsam. sehr ausdauernd seid. Dann nimmt die Müdigkeit zu. Natürlich ist dies eine leichte Methode. geht diese Hemmung nicht weg. kann er erneut aktiviert werden.

Ein spezifischeres Ziel zu notieren ist aber normalerweise effektiver als ein allgemeines. Zorn. Dies hilft Ärger und Übelwollen zu überwinden und eine friedvolle harmonische Atmosphäre zu etablieren. Dies alles fällt unter cittanupassanā. Drittens die Meditation über die Unschönheit des Körpers. Spezifisch bedeutet. ist es einfacher das Problem zu lösen. die für all diejenigen ist.beispielsweise zum „Heben“ und „Senken“ zurückkehrt. So bekommt ihr auch heraus. In diese Kategorie könnten Dinge wie Meditation über kamma. Vorbereitende. wenn noch ein klein wenig Begehren. Viertens die Meditation über den Tod um Sorge. was euch Probleme bereitet. die geistigen Zustände wie Gier. der Verlust von Angehörigen. die Konzentration fördernde Meditationen Wenn die Befleckungen sehr hartnäckig sind. mit klarer Bewusstheit zu erfassen. dass ein echtes. Hass oder Verblendung) notieren. wenn dann das Denken sehr hartnäckig ist und ständig zurückkommt. Wir werden es später noch weiter behandeln. dann notiert ihr es als Gier. solltet ihr seine Wurzel (Gier. Zweitens Liebende-Güte-Meditation. die starke lustvolle Tendenzen oder Wünsche haben. Traurigkeit usw. über das ihr nachdenkt und es kann irgendetwas sein. Wenn ihr erst mal die Ursache gefunden habt. Das problematische Objekt kann entweder allgemein oder spezifisch sein. Faulheit etc. ein zu beruhigendes Problem euren Geist stört. Damit solche Probleme nicht übermäßig anwachsen können. hineingehören Obwohl empfohlen wird diese vorbereitenden Meditationen nur in den ersten fünf oder zehn Minuten der Sitzmeditation zu machen. Allgemein bedeutet. darf man ihre 65 . dass am Anfang der Sitzmeditation eine oder mehrere der vorbereitenden Konzentrationsmeditationen gemacht werden. Hass. Die vier vorbereitenden Konzentrationsmeditationen sind: Erstens buddhanusati. Faulheit und Unbekümmertheit zu überwinden. Ärger oder Wahn existiert. dass es nichts Besonderes ist. Wahn. Cittanupassanā beschäftigt sich damit. solltet ihr sie sehr ernst nehmen und auch anders angehen. das Achtsamkeit auf das Bewusstsein bedeutet. Ist es nur ein Zustand von Gier oder Zorn. In solchen Fällen. Das hilft Furcht und skeptischen Zweifel zu vertreiben und schafft Vertrauen. das heißt. seid ihr noch nicht achtsam genug. verschwinden sie normalerweise. Wahn etc. sich die Vorteile der Tugenden des Buddhas wachzurufen. wird empfohlen. Wenn sie klar erfasst werden.

schläfrig. Wenn ihr den Boden fegt. schläfrig“ notiert und die Schläfrigkeit nicht ganz weggeht. diesen fünf Hemmungen gegenübertreten müssen. Wenn man nicht damit umzugehen weiß. scheint mit großer Klarheit und ihr könnt alles um euch herum sehen. Nur wenn ihr die Hemmung komplett durch Notieren abgeschaltet habt und dadurch die ganze Schläfrigkeit weg ist. 66 . Die fünf Hemmungen sind Mattigkeit und Müdigkeit. Man muss fest entschlossen sein die Hemmungen zu überwinden. Unruhe ist ein Problem in der Anfangsphase. Dies ist die oberste Pflicht eines Yogi. also in den ersten ein oder zwei Tagen des Retreats oder im ersten Retreat. wie den Geist von Abfall zu reinigen.Kraft nicht unterschätzen. werdet ihr weiterhin damit zu tun haben. schmeißt ihr zuerst den groben Abfall weg. Unruhe ist kein großes Problem. Deshalb muss die Anstrengung so lange aufrecht erhalten bleiben. Wenn ihr Anfänger seid und ihr am Ende des Retreats noch nicht gelernt habt mit ihnen umzugehen. Wenn er das verwirklicht hat. scheint es schlimmer als es ist. ihr daraufhin „schläfrig. Erst in dem Moment. Richtig durchgeführt halten sie den Geist still und all das Denken. Es ist wie ein Himmel mit Sonne. die Ruhelosigkeit und die Hemmungen verschwinden. werdet ihr erfahren. das Denken. Eure Arbeit ist noch nicht fertig. Wenn sie entstehen. Auch danach gibt es noch feinere Staubpartikel. sind da immer noch Staubpartikel. ist das für uns eine Gelegenheit mit ihnen umgehen zu lernen. könnt ihr den reinen Zustand des Geistes erfahren. Nur dann wird die Achtsamkeit klar. Und wenn ihr auch die kleineren Partikel beseitigt habt. Ihr habt noch keine Zugangskonzentration erreicht und deshalb schleppt es sich dahin und die Tendenzen kommen zurück. wenn er Achtsamkeitsmeditation praktiziert. Dann kommt die Sonne durch. solange wir noch keine arahants sind. wenn ihr in der Lage seid alle Hemmungen und Befleckungen zu beseitigen. hell und leuchtend. es ist aber noch kleinerer Schmutz vorhanden. Schläfrigkeit in eurem Geist anwesend ist. Jedoch werden wir immer. skeptischer Zweifel und so weiter. was ein „blauer Himmel“ ist. Unruhe und Sorgen. Wenn z. Sie zu notieren ist. B. der noch eine dünne Lage an Wolken hat und ihr deshalb nicht den blauen Himmel sehen könnt. Das zu lernen dauert. bis all die Hemmungen und Befleckungen vollständig beseitigt sind. werden die Objekte klarer und der Geist rein. sind all diese Tendenzen noch da.

werden sie als Primärobjekte betrachtet um Achtsamkeit und Konzentration aufzubauen. Schmerz) und so sind diese achtsam zu notieren. Ein anderer wichtiger Grund. Wenn man es achtsam verfolgt. B. Deshalb kann man es länger ohne Stress oder Müdigkeit notieren. werden Sekundärobjekte genannt. Wenn später Schmerz 67 . B. Dieses Objekt ist zum Anfang gut: • Da „Heben“ und „Senken“ zu den materiellen Phänomenen gehört. Die Priorität der Objekte Systematisches Notieren & wahllose Bewusstheit Frage: Was für Objekte beobachten wir? Antwort: Wir beobachten die Objekte. Es ist wichtig. weswegen ein anderes Objekt notiert werden muss. es zeigt klar den Faktor des Wechsels. Ärger. die gewöhnlich keine lange Zeit zum Notieren benötigen (anders als die Primärobjekte). Dadurch ist es nicht so monoton wie ein statisches Objekt. kann man das „Sitzen“ und „Berühren“ als Primärobjekt nehmen.8. Aber die Natur hat ihren eigenen Weg. Wenn man sich beim Beobachten dieses Objekts etwas bemüht. Müdigkeit. • Es bewegt und verändert sich. gewöhnt man sich schnell daran. Wenn die Sekundärobjekte lange Notierungszeiträume einnehmen. In diesen Momenten sind andere Objekte vorherrschend (z. Geistige Phänomene sind feiner und schwerer zu fassen. Mehr noch. das „Heben“ und „Senken“ abwesend ist. Unruhe etc. ist. Diese Objekte. die für uns einfach zu beobachten sind. Wenn z. In der Mahasi-Tradition lernt man das Beobachten des „Hebens“ und „Senkens“ der Bauchdecke. Es ist dann dominant und dient als Primärobjekt. sodass die Achtsamkeit ihre wahre Natur erkennen kann. wenn eine Befleckung da ist (das heißt.). Sie zeigt Unregelmäßigkeiten und Inkonsistenzen auf. Man benutzt es als Basis um Achtsamkeit und Konzentration zu entwickeln. Deshalb ist das Objekt manchmal abwesend oder verschwommen. dass sie behandelt und entfernt wird. eine Anhaftung. sondern auch viele andere damit verbundene bedingte Phänomene. • Es ist nicht schmerzhaft. Geräusche. Sie sind grob und deshalb leicht zu beobachten. beobachtet man tatsächlich nicht nur das Element der Bewegung.

„Sehen“ ist hier dann das wichtige Sekundärobjekt (2°). dann nimmt der Schmerz die zentrale Position der Meditationsobjekte ein. Bei der Gehmeditation ist der Gehprozess das Primärobjekt (1°). (°) bedeutet Grad. 68 . also Objekt ersten und zweiten Grades.vorherrschend wird und nicht weggeht.

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Das Diagramm zeigt das systematische Ändern der primären und sekundären Objekte. So wird während einer Sitzmeditation notiert: 1. Das Objekt mit der höchsten Priorität ist das vorherrschende Objekt, das für eine lange Zeit achtsam beobachtet werden kann. 2. Das vorherrschende Objekt wird von einem folgenden ersetzt, wenn dieses ein Objekt ist, dessen Beobachtung notwendig ist und das man loswerden muss. Das heißt eine Hemmung oder eine Befleckung. 3. Das vorherrschende Objekt wird von dem folgenden Objekt ersetzt, wenn es ein sehr dominantes Objekt ist, beispielsweise Schmerz 4. Bei der Wahl zwischen mehr als einem Sekundärobjekt, die von gleicher Stärke sind, gibt man internen Objekten wie „Sitzen/Berühren“ den Vorzug vor den äußeren Objekten z. B. Geräuschen, weil diese nicht förderlich für die Konzentration sind. 5. Wenn die Achtsamkeit kontinuierlich wird, wird der Geist flexibel und deshalb kann man nun ein Objekt zur Beobachtung auswählen, dass die Einsicht besser aufbauen kann als andere. Man nimmt also eines, das die drei Daseinsmerkmale der Unbeständigkeit, Leidhaftigkeit und des NichtSelbst besser herausstellen kann. Unbeständigkeit: Ein sich veränderndes Objekt wird einem sich nicht verändernden vorgezogen. Leidhaftigkeit: Ein schmerzhaftes Objekt wird einem glücklichen Objekt vorgezogen, da letzteres stark zum Anhaften ermutigt. Nicht-Selbst: Ein Objekt, das außerhalb persönlicher Kontrolle ist und damit das Nicht-Selbst herausstellt, wird einem anderen vorgezogen. Obiges wird so lange ausgeführt, wie es geht. Ausnahmen sind zum Beispiel: • Die Veränderung ist so unregelmäßig und schnell, dass man nervös und konfus wird. • Schmerz oder Leidhaftigkeit werden so stark und schwächend, dass Ärger entsteht. • Es passieren Dinge in einer sehr unkontrollierbaren Art und seltsamen Weise, sodass man erschrickt oder sich fürchtet. 6. Wenn sich die Achtsamkeit und Konzentration entwickelt, werden feine geistige Phänomene klarer und auch feine Aspekte der groben materiellen 70

Objekte werden beobachtet. Jetzt werden auch geistige Objekte häufiger beobachtet. Hierbei wird die Anstrengung hauptsächlich genutzt um die erhaltene Achtsamkeit zu bewahren oder ihre Kontinuität sicherzustellen. Der Geist wird in Ruhe gelassen um seine Objekte zu wählen, da man keine Zeit hat darüber nachzudenken. Mit zunehmender Praxis geht die Achtsamkeit wie von selbst weiter. Das ist der Moment, wo das Benennen verworfen wird. Diese Art der ungerichteten Achtsamkeit wird „Wahllose Achtsamkeit“ genannt. Sie ist oft sehr stabil, aber entsteht nur nach viel Training. Der Anfänger muss den systematischen Weg des Notierens benutzen (Nr. 1.-5.), um die notwendige Achtsamkeit und Konzentration aufzubauen. Wahllose Achtsamkeit kann jedoch auch zu Zeiten benutzt werden, wenn der Geist überaktiv oder ruhelos ist. Das heißt bei Menschen, die eine Menge herumrennen und tagsüber sehr angespannt sind. Wenn man sehr kraftvoll versucht den Geist auf sein Objekt zu richten, endet es oft darin, dass es noch schlechter geht. In solchen Fällen sollte man achtsam auf alles sein, was einem vor dem geistigen Auge erscheint. Wenn Achtsamkeit und Ruhe einsetzen, kann man wieder zum systematischen Notieren übergehen und den Geist direkt zum Objekt bringen.

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Das gilt speziell für sehr schwierige Umstände in tieferen Stadien der intensiven Praxis. auch sie entsprechend ihrer Angemessenheit zu verwenden. Viele haben durch Erfahrung herausgefunden. – 4. cetasika) Im Allgemeinen sind 2. was am Besten zu tun ist. Dhamma als Grundlage der Achtsamkeit – Geistige Zustände (sankhāra. Ohne diesen festen Halt kann es passieren. Der Kommentar rät. auch diese zu untersuchen. Später mehr von der zweiten. Bewusstsein reicht vom zornigen Bewusstsein bis zu weitreichenden Stadien von Vertiefungen. dass man nicht mehr weiß. weil diese mehr zu ihrem Temperament passen. Gefühle z. Aber innerhalb jeder Grundlage kann auch ein großes Ausmaß an Phänomenen gefunden werden. 73 . Die Gefühle als Grundlage der Achtsamkeit – Gefühle (vedanā) 3.Die vier Grundlagen der Achtsamkeit In der Lehrrede über die vier Pfeiler der Achtsamkeit findet man in vier Kategorien eingeteilte Vipassanā-Objekte: 1. je nachdem wie man Fortschritte macht. Es gibt Meditierende. weil die Körper-Grundlage eine leichte Basis bildet um Achtsamkeit zu erhalten. Geist als Grundlage der Achtsamkeit – Bewusstsein (citta) 4. Das ist so. reichen von extremen Schmerzen zu sehr subtilen neutralen. obwohl es natürlich interessant ist. B. Der Körper als Grundlage der Achtsamkeit – Materielle Phänomene (rūpa) 2. dann von der dritten und zum Schluss von der vierten. einen festen Halt in der oft betonten Körper-Grundlage der Achtsamkeit zu bekommen bevor man mit den anderen Grundlagen weitermacht. die mehr Objekte einer anderen Grundlage wählen als andere. dass es sehr wichtig ist. dem Anfänger nicht zugänglichen Gefühlen. feinere Objekte für Fortgeschrittene und deshalb wird der Meditierende gewöhnlich eher dazu tendieren mehr von der ersten Grundlage zu erfassen.

Ihr müsst das Auto nun besser kontrollieren. Es ist. wenn ihr ausreichend praktiziert. Um euch eine Vorstellung zu geben. dass sich auf das Objekt fokussiert. gibt es verschiedene Kontrollmöglichkeiten für verschiedene Zwecke. Wenn Achtsamkeit entsteht. Nach einer Menge Praxis wird die Balance zwischen Energie und Konzentration mehr 74 . Wenn die konzentrierte Achtsamkeit sich auf die Realität konzentriert. das heißt auf das reale Objekt. Wenn der Geist kraftvoller wird. nennen wir es konzentrierte Bewusstheit auf das Objekt. wenn man an einem langen Retreat teilnimmt. Die fünf geistigen Kontrollfähigkeiten Die Fertigkeit die Kontrollfähigkeiten zu balancieren. entsteht Achtsamkeit. wie wenn ein Auto mehr PS hat und mit größerer Geschwindigkeit laufen kann. Wenn ihr genug Vertrauen habt. müsst ihr zuerst Vertrauen oder Glauben in die Praxis haben. Wenn ihr zu meditieren anfangt. Es geht nicht so sehr um das Balancieren. Die Hauptkontrollfähigkeit von diesen fünf ist Achtsamkeit. Glaube oder Vertrauen Energie Achtsamkeit Konzentration Wissen „Kontrollfähigkeiten“ bedeutet. wie die Kontrollfähigkeiten arbeiten. Es ist wie ein sich drehendes Rad. Glaube beruht einmal auf der Reinheit des Geistes und des Weiteren auf den Vorteilen durch das Praktizieren. und wenn dies erfahren wird. also das. das Gaspedal die Geschwindigkeit etc. kann als Energiekontrollfähigkeit betrachtet werden. Die fünf geistigen Kontrollfähigkeiten Zuerst lasst uns auf die Definition schauen. 3. sondern mehr um das Wachrufen. Dadurch könnt ihr erkennen. was es wirklich ist. Das gilt besonders. Am Anfang ist es eine Sache von Vertrauen und Energie. Mit dem Erreichen von Verstehen und Einsicht entsteht mehr Vertrauen und deshalb können wir mehr Energie in die Praxis legen. Anstrengung. da ihr sonst aus der Kurve fliegen könntet. Wenn wir „Kontrollfähigkeiten“ sagen. Durch sie. werde ich euch dazu etwas erzählen. was wir Konzentrationsfähigkeit nennen. ist es wie ein starkes Licht. arbeiten die Fähigkeiten besser. 4. 2. Wenn Konzentration auftritt.9. die während der Praxis gemacht wird. Das Steuer kontrolliert die Richtung. macht ihr Fortschritte. würdet ihr sowieso nicht anfangen. das die Geschwindigkeit erhöht. Mit mehr Energie entsteht mehr Achtsamkeit und mit mehr Achtsamkeit wird das Objekt mit mehr Konzentration fokussiert und so fort. wird sie kontinuierlich und konzentriert. Wie in dem Gleichnis mit dem Auto. dass sie Kontrolle über den Geist oder die mentalen Kräfte ausüben. beziehen wir uns auf die folgenden: 1. Das genau ist die Wissensfähigkeit. bis ihr mehr Einsicht bekommt. ist sehr wichtig in der Vipassanā-Meditation. Wenn ihr kein Vertrauen in die Praxis habt. 5.

dass der Geist so achtsam wie möglich ist. Wenn wir von der Energiekontrollfähigkeit reden. vor jeder Handlung mehr zu überlegen. beziehen wir uns auf den aktiven Aspekt der Achtsamkeit. Wenn jemand nur denkt und nach 100%iger Sicherheit und Garantie sucht. Angehörige dieser Länder könnten den Mönchen mit blindem Vertrauen folgen. bedeutet das. sondern es kommt nur durch Überlegen oder Hingabe. ist eine der Fähigkeiten im Überschuss. Das Wissen ist mehr theoretisch und weltlicher Natur. die Konzentrationsfähigkeit sei im Überschuss. Wenn wir vom „Balancieren der Fähigkeiten“ sprechen. Da tatsächliche Einsicht noch nicht entstanden ist. heißt das gleichzeitig. Also das optimale Arbeiten und Funktionieren der Achtsamkeit. Lasst mich euch eine bessere Vorstellung davon geben. Was meinen wir mit „Balance“? Wenn wir sagen. Die Balance zwischen Vertrauen und Einsicht (Wissen) entsteht häufiger am Anfang. Deshalb sollte man sich darin üben. Dies beschreibt die Fähigkeiten in Begriffen von Anteilen. die an einem Retreat teilnehmen. Energie ist der aktive Teil wogegen Konzentration die Stille und der ruhige Faktor der Achtsamkeit ist. Im Falle grundsätzlichen Vertrauensmangels. Wenn der Geist nicht gut ausbalanciert ist. während es an einer anderen mangelt. ist dann das Balancieren von Konzentration und Energie. dann macht ihr Fortschritte.ein Thema der Meditation. wird derjenige sich niemals richtig hinsetzen um ernsthaft zu praktizieren und so wird er auch keine Resultate erzielen. kann leicht Zweifelsucht (skeptischer Zweifel) durch fehlendes Vertrauen entstehen. werden die Kontrollfähigkeiten stärker. In der tatsächlichen Erfahrung ist es jedoch nicht so sehr eine Sache der Berechnung. Wenn man sagt. In den buddhistischen Ländern entsteht das Vertrauen durch kulturelle und elterliche Einflüsse. Man muss mit einer Methode lang genug experimentieren um sie selber zu erfahren. Das kann gefährlich sein und ist nicht ratsam. ist sie mehr auf einer Basisstufe oder einem oberflächlichen Level. Die vermittelten Methoden sind nicht alle korrekt und es gibt eine Tendenz zur Leichtgläubigkeit. Auch das Vertrauen kommt nicht durch echtes erfahrenes Wissen. dass der Geist „ausbalanciert“ ist. Konzentration und Energie Wenn jemand mit der Praxis beginnt. Wenn die Methode für euch gut ist. wie bei eher intellektuelleren Menschen anzutreffen ist außerhalb der buddhistischen Länder. bedeutet das. meinen wir gewöhnlich die Balance zwischen Vertrauen und Wissen und die Balance zwischen Konzentration und Energie. dass man dem Meditationsobjekt wie „Heben“ und „Senken“ leicht zu 75 . Wenn sich der Geist von jemandem im optimalen Zustand der Achtsamkeit befindet. Es ist mehr ein Erfahren eines gewissen Zustandes des Bewusstseins. dass die Energiefähigkeit zu schwach ist und umgekehrt. Die Hauptaufgabe für diejenigen. Eine Menge der spirituellen Dinge kann nicht durch Denken erfasst werden.

Was passiert dann? Eine Menge an Dingen kann passieren. sodass ihr einen optimalen Zustand der Achtsamkeit erreicht. Mit anderen Worten. ist die geistige Energie voll aufgeladen.folgen vermag. Weder exzessive Energie noch exzessive Konzentration wird empfohlen. dass alles von allein geschieht. Zuletzt wird er sehr ruhig. Wenn jedoch die Energie im Überschuss ist und es an Konzentration mangelt. ihr matt und müde werden könntet. ihr würdet es sofort bemerken. Die Frage ist jedoch. Wohingegen. da der Geist die Tendenz hat darüber hinwegzuspringen. Wenn eine dieser beiden im Überschuss ist. der im Überschuss ist. Ihr könnt ihm aber nicht gut folgen. die Konzentration und die anderen geistigen Fähigkeiten werden kräftiger. Wenn die Energie zu stark ist und eure geistigen Kräfte ebenfalls. Ihr könnt dem Objekt vom „Heben“ und 76 . Zur gleichen Zeit ist der Geist aktiv genug um auch tatsächlich zu bemerken. Wenn der Prozess weitergeht. dann hält man sich mit einem Objekt lange auf. Dann gibt es natürlich keinen Fortschritt. könntet ihr zu verspannt werden. Dies muss durch Erfahrung erlernt werden. Einige Leute strengen sich sehr stark an und werden verspannt und matt. Es wäre ratsam. was passiert. Fortschritte mit eurer Achtsamkeit zu machen. das versucht sehr hart achtsam zu sein. kann der Geist zu aktiv werden. Andere hingegen sind faul und erwarten. da es nicht so viel Konzentration und überhaupt kein Wissen gibt. Wenn man der korrekten Praxismethode folgt und sich lange genug anstrengt. wenn die Achtsamkeit nicht so gut arbeitet. Für euch ist es am Wichtigsten. Euer Geist ist sehr leuchtend. Es ist so. dann endet die überschüssige Konzentration meist in Mattigkeit und Müdigkeit. wenn ihr nicht genug Anstrengungen macht. Er hält sich darin auf und beobachtet nicht aktiv die folgenden Dinge um ihn herum. Am Anfang eines Retreats ist das Balancieren nicht so wichtig. Er klebt nicht am Objekt. Deshalb muss es einen Punkt geben. Balancieren der Kontrollfähigkeiten kann notwendig werden. werden die geistigen Kontrollfähigkeiten (die geistigen Kräfte) schließlich stark. Anstrengung ist ein Sichantreiben. da es an Konzentration mangelt. hart genug zu üben. aber ihr könnt nicht viele Dinge erkennen. während überschüssige Energie in Unruhe endet. wie stark ihr euch antreibt. Wenn jedoch die Konzentration der Faktor ist. ist der Geist nicht stabil. Konzentration wird entstehen und das bedeutet. dann wird der Geist leer und ihr schlaft ein. Ohne Achtsamkeit wird sie unbalanciert und ihr könnt nicht mehr einschlafen. damit ihr Fortschritte beim Balancieren erzielen könnt. Wenn ihr euch zu sehr antreibt und die Fährte der Achtsamkeit verliert. Da ist nur Energie. als wenn ihr sehr aufgeregt seid und versucht dem „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke zu folgen. Der Geist ist sehr ruhig und still. der Geist wird kraftvoller. Er hat eine Tendenz zum Denken und Wandern. Wie viel Anstrengung? Es ist eine Sache der Kontrolle der Energiemenge.

könnt ihr es nicht. weil ihr eine Menge Energie braucht um dem Schmerz gegenüberzutreten. die während ihrer Meditationen dazu tendieren. die zuvor SamathaMeditation geübt haben oder bei denen. Zuerst müsst ihr feststellen. dass der Geist wiederholt in sehr stille und ruhige Zustände hineingeht! An diesem Punkt kann es zu einem gewissen Grad zum Sichgehenlassen kommen. da ihr nicht wisst in welche Richtung es geht. aber der Geist durchdringt nicht. was es ist. Im selben Moment. wenn man Schmerz beobachtet. weil auf dieser Stufe des geistigen Bewusstseins der Konzentration. Er ist nicht fähig all den Einzelheiten der geistigen und körperlichen Prozesse zu folgen. wenn das passiert. Ihr könnt lange Zeit sitzen. der Geist mehr unter dem Einfluss einer Art Schwungkraft steht. wenn das passiert. Das passiert beispielsweise. Wie balanciert ihr die fünf Kontrollfähigkeiten? 1. Dies ist ein Zustand der Stagnation. 77 . Es gibt überhaupt keine Schmerzen. Wenn ihr natürlich erkennen könnt. die hier arbeitet. Der Geist schwimmt an der Oberfläche. Deshalb muss man den Geist balancieren. Dabei passiert es. Ihr wisst nur. werden sich die Fähigkeiten weiter aufbauen. dass euer Geist irgendwo stecken geblieben ist und zu kräftig wird. dreht die Schalter herunter. es langsamer werden zu lassen. Nach der Schmerzperiode kann der Körper sehr erschöpft sein. Es gibt keine Spur von Mattigkeit und Müdigkeit. Manchmal entstehen auch Bilder und bleiben einige Zeit. zu kontrollieren. ihr dreht euch nur hin und her. Er will nicht hineingehen und ist sehr leuchtkräftig. wenn ihr versucht schlafen zu gehen. Das Verwenden der richtigen Art von Achtsamkeit Es gibt zwei Wege die Fähigkeiten zu balancieren. Man bleibt nur da. Das Balancieren ist nicht so einfach. wie es scheint. Ohne Erfahrung ist das nicht leicht. Die erste Art ist die Energieerhöhung. aber der Geist leuchtet stark. Der sicherere Weg sie zu vermindern ist. Wenn dies passiert und ihr nicht sicher seid. bis diese auf eine bestimmte Weise fließt. Meistens dauert es seine Zeit bevor der Geist balanciert ist. Exzessive Konzentration tritt eher bei Leuten auf. Wenn ihr jedoch versucht zum „Heben“ und „Senken“ zurückzukehren. werdet ihr nicht in der Lage sein die gesamte Kraft. Die vielen Tage der Meditation bauen Schwungkraft auf. welche Fähigkeit zu stark und welche zu schwach ist. könnt ihr ihm zwar folgen. Und wenn ihr sie erhöht. die Konzentration überzubetonen. Wenn man ihn für lange Zeit beobachtet. sich zu beruhigen. die ihr anwenden müsst und wie ihr sie anwenden müsst. aber nicht einsinken. Lasst uns einige Methoden der Balancierung der Fähigkeiten besprechen. beruhigt die Fähigkeiten. wird der Geist sehr aufgeladen und energetisch. beruhigt euch nur. Deshalb werdet ihr etwas Zeit für die Neuausrichtung oder die Balance brauchen. Einer ist die Fähigkeiten zu erhöhen und der andere sie zu vermindern. Mehr noch. aber ihr könnt nicht hineinsinken. Zuerst gibt es die Art der Achtsamkeit.„Senken“ zwar folgen. erhöht ihr diejenige Fähigkeit an der es mangelt.

ihr beruhigt euch bis zu dem Punkt. sonst könntet ihr einschlafen. wie ein Maschinengewehr. kräftiges Notieren. Wenn ihr euch zu sehr antreibt. sich entspannen und sehen was passiert. schläfrig“ sagen. Deshalb ist das. braucht ihr eine Menge an Energie. dann geht ihr wieder „über Bord“ und es wird zu energetisch. Deshalb sitzt ihr einfach und entspannt euch. Ihr müsst es sehr schnell sagen. habt ihr eine Menge Energie. Aber vielleicht geht die Schläfrigkeit so nicht weg. müsst ihr auf der anderen Seite natürlich mehr auf die Konzentrationsfähigkeit gehen. treibt eure Energie an um Fortschritte zu erzielen. Es ist ähnlich. Macht euren Geist klar. Versucht nicht noch mehr zu entspannen. Beruhigt euch einfach. Ohne Energie könnt ihr ihm nicht gegenübertreten. Schmerzen“ aber manchmal funktioniert es nicht. Ihr könntet „schläfrig. Dann baut sich aktive Energie auf. friedvoll und schön ist und ihr keinerlei Erwartungen mehr habt. Sie benutzen zu viel Energie. In solchen Fällen benutzt ihr nicht ein so starkes. dann könnt ihr zu euch selbst sagen. Aber ihr braucht das Antreiben nicht zu halten. was ihr in diesem Falle tun solltet. dass ihr zu viel Energie habt. Leute. bis ihr im optimalen Zustand gefestigt seid. Ihr treibt euch nur solange an. Solltet ihr beispielsweise eine Menge an Mattigkeit und Müdigkeit haben. Die zweite Art betrifft die Konzentrationserhöhung. Deshalb ist es nicht nur allein eine Sache des Ausruhens oder der Energieerhöhung. die ihr erreicht habt. überaktiv ist. tendieren dazu. etwas schläfrig fühlt. Genauso ist es. Ihr müsst es sehr schnell hintereinander sagen. wachsam und notiert aktiv. lasst alles passieren und beobachtet sanft „Heben“ und „Senken“. Sie sollten sich einfach nur zurücklehnen. aber ihr könnt nicht hineinsinken. die Achtsamkeit ist ausbalanciert und ihr könnt weitermachen. Wenn ihr findet. wenn ihr feststellt. Wenn ihr „Heben“ und „Senken“ sagt. ist es als würde euer Geist auf der Oberfläche schwimmen. die sehr zielorientiert sind. haltet diese Stufe. weil ihr langsam „schl-l-ä-f-rig. Da ist eine Art Aufregung im Geist. schl-l-ä-f-rig“ sagt. Wenn ihr euch z. halten müsst. dass zumindest etwas Ruhe und Frieden im Geist ist. B. dass da ein Moment kommen wird. schläfrig. Ein nicht zu vergessender Punkt ist. Wenn da nichts ist.Energieerhöhung beinhaltet eine energischere Form des Notierens. sich selbst zu stark anzutreiben. Deshalb macht ihr was? Ihr sagt „Schmerzen. wie mit einem Maschinengewehr zu schießen. Einmal ausbalanciert. Ein anderes Beispiel betrifft die Entstehung von Schmerz. B. dass es gut funktioniert. Ihr solltet nicht daran denken die Konzentration zu erhöhen oder Resultate erwarten. Wenn die Energie zu groß ist. Wenn Schmerz entsteht. wo ihr euch auf dem Objekt niederlassen könnt. dann folgt ihr dem nur und wenn alles angenehm. Schmerzen. Wenn euer Geist z. wie viel erhöht werden muss und wie 78 . Man muss wissen. wo ihr nur die Stufe derjenigen Balance. euch nicht zu stark anzustrengen. dann sinkt der Geist hinein und folgt dem Objekt. dann fehlt es an Energie und ihr müsst die Energie erhöhen. ihr notiert zart und sanft.

viel entspannt werden muss. die „Sitzen-“ und „Berühren-“ Empfindung zu beobachten. Es kommt ein Punkt. sagt zu eurem Geist. müsst ihr dem „Heben“ und „Senken“ achtsam folgen. hängt an den antreibenden Versuchen die Achtsamkeit aufrechtzuerhalten und folglich wird Verspannung erzielt. dass da noch Achtsamkeit und Bewusstheit ist. Aber wenn ihr einfach loslasst. bildet sie sich schneller aus. Die andere Art ist Wahllose Achtsamkeit. Was ihr tun solltet ist. Wenn ihr das tut. Der Grund warum der Aufbau der Achtsamkeit wieder einige Zeit braucht. wo ihr euch auf dieser Stufe festigt und ihr müsst diese Stufe mit Gleichmut erhalten. die Furcht sein. Das ist am Anfang unserer Praxis notwendig. Das wird „Wahllose Achtsamkeit“ genannt. könnte z. dass ihr bei Wahlloser Achtsamkeit keine Fortschritte machen werdet und so Zeit verloren geht. Wenn ihr sie auf ein Objekt heftet. Wenn ihr sitzt. Das wird „Gerichtete Bewusstheit. obwohl ihr sie habt gehen lassen. Es existieren zwei Arten von Achtsamkeit. Diese Art der Wahllosen Achtsamkeit erscheint häufiger in der fortgeschrittenen Praxis. Schmerzen. dass viele Objekte sehr schnell entstehen und vergehen und ihr keines davon aus79 . euch nicht sorgt und einfach entspannt. Wenn dies passiert. entstehen viele andere Objekte wie Gefühle. Das heißt. Wenn sich die Achtsamkeit niedergelassen und stabilisiert hat. Deshalb hängt ihr am Notieren. B. wenn zu viel Energie da ist. könnt ihr sie erneut antreiben und die Verspannungen werden nicht auftreten. wenn wir ein Objekt erwarten. Eines ist die „Gerichtete Achtsamkeit“ und das andere ist die „Wahllose Achtsamkeit“. bleibt ruhig und beobachtet. Gerichtete Achtsamkeit“ genannt. da ihr wirklich die Energie entspannen müsst. die dazu tendieren sich zu stark anzutreiben und versuchen in kurzer Zeit Resultate zu bekommen.und Achtsamkeitsfähigkeit noch schwach ist. 2. Nach einiger Zeit öffnet sich der Geist wieder mehr und entspannt sich. dass er alles loslassen soll. da. Auch kann es sein. es erwischen und es aktiv notieren. wird die Achtsamkeit sich wieder leicht und ruhig niederlassen. Wenn kein „Heben“ und „Senken“ da ist. wo die Konzentrations. uns ihm zuwenden. Denn wenn die Praxis fortschreitet. Dann wird der Geist zu stark besitzergreifend. Gerichtete Achtsamkeit und Wahllose Achtsamkeit Es gibt noch eine andere Möglichkeit zum Balancieren der Fähigkeiten. müsst ihr euch dazu antreiben. Empfindungen und es ist sehr schwierig ein spezifisches Objekt auszumachen. was auch immer erscheint und wieder vergeht. er zu angestrengt ist und dann Anhaften entwickelt. werden die Meditationsobjekte bisweilen zufällig. wird die Achtsamkeit sich wieder ansiedeln. Gerichtete Achtsamkeit ist. aber es braucht seine Zeit. Das „Heben“ und „Senken“ wird sehr fein und wenn ihr versucht es zu beobachten. Kümmert euch dann auch nicht darum. Diese Methode arbeitet für diejenigen gut. ob ihr eure Achtsamkeit verliert. einfach entspannen und euch um nichts sorgen. etwas später nachschaut und euch versichert. dass ihr nicht irgendein besonderes Objekt zum Beobachten auswählt. Ihr sitzt nur still da.

Auch gewisse andere Objekte können mehr Energie oder Konzentration produzieren. was auch immer kommt und geht. Es ist deshalb wichtiger. Zwischen diesen beiden tendiert das „Sitzen“ und „Berühren“ dazu. wie wir das Gehen beabsichtigen müssen. nur die Konzentration zu erhöhen. Deshalb müsst ihr Energie freimachen und den Geist antreiben im „Sitzen“ und „Berühren“ und zwar. 3. B. Gehmeditation z. kann auch Gerichtete Achtsamkeit die Energiefähigkeit erhöhen.und Sitzmeditationsperioden möglich die Fähigkeiten zu balancieren. aber sie ist stabiler. Gewisse Körperhaltungen sind mit bestimmten Objekten und Fähigkeiten verknüpft. Das ist so. Ihr versucht es. weil „Sitzen“ und „Berühren“ keine Bewegungsaktivitäten sind. Bei der Wahllosen Achtsamkeit baut sich die Konzentration nicht so schnell auf. aber euer Notieren ist zu langsam. das „Heben“ und „Senken“ mit dem „Sitzen“ und „Berühren“ vergleichen. indem ihr über Beobachtung der Kontaktpunkte durch die entsprechenden Empfindungen geht 80 . Deshalb ist es einfacher während der Gehmeditation Mattigkeit und Müdigkeit zu überwinden. besteht die Tendenz. anstatt der tatsächlichen Zeitspanne. wird die Achtsamkeit sehr stabil. dass ihr eure Energiefähigkeit erhöhen wollt und deshalb über eine Stunde oder möglicherweise zwei Stunden geht.drücklich besonders beobachten könnt. Andere Formen des Balancierens Auch andere Möglichkeiten die Fähigkeiten zu balancieren kann man benutzen. Wenn ihr sagt. Außerdem muss der Geist sehr aktiv sein um den Schritten zu folgen. Wir müssen das Atmen nicht so beabsichtigen. Daher ist es einfacher den Geist ruhig zu halten und nur das „Heben“ und „Senken“ zu beobachten. Lasst uns z. Deshalb wird häufig empfohlen. Eine ist die Benutzung von Körperhaltungen. Deshalb ist die Änderung der Körperhaltung oder der Meditationseinteilung eine gröbere Art dies zu tun. Wenn ihr zu viel geht. mehr Energie als Konzentration wachzurufen. Sitzmeditation auf der anderen Seite verursacht eher Konzentration. Dies ist eine andere Form der Wahllosen Achtsamkeit. das geistige Verhältnis im Kopf zu haben. gibt es auf der anderen Seite eine Tendenz. da man beim Gehen aktiv ist. Man muss die Fähigkeiten nicht durch Körperhaltungen verändern. Gewöhnlicherweise ist es auf dieser Stufe nur reine Bewusstheit des Bewusstseins. Dadurch ist es durch Aufteilen der Geh. Ihr werdet sehr müde. Deshalb erhaltet ihr nur eine einspitzige Bewusstheit auf alles. ist verbunden mit dem Energieaufbau. B. Wenn ihr das aufrechterhalten könnt. aber es belastet den Körper. die Energiefähigkeit auf einen exzessiven Punkt zu erhöhen. Wenn ihr zu lange sitzt. Wie ich schon sagte. da der gesamte Körper still ist und das „Heben“ und „Senken“ ein natürlicher Prozess ist. dass man die gleiche Menge Gehen und Sitzen sollte. erhöht sich die Energie. Die Hauptsache sind hier aber wirklich die Fähigkeiten des Geistes selbst.

dann können andere Maßnahmen ergriffen werden. Es gibt auch andere Formen der Samatha-Methoden wie die kasinas. B. Fortschritt in der Meditation ist tatsächlich eine Erhöhung von allen fünf geistigen Kontrollfähigkeiten. Trotzdem müsst ihr die Energiefähigkeit mit eurem Meditationsfortschritt erhöhen. Diese Methoden führen eher dazu den Geist zu beruhigen. da die verschiedenen auftauchenden Meditationsobjekte feiner und schwieriger zu notieren sein werden. da ihr sonst nicht fähig werdet mit diesen feinen Objekten umzugehen. Je weiter ihr in der Meditation fortschreitet. damit ihr nicht herunterfallt. sodass nach einer Weile der Geist sich auch in dieser Schwungkraft und dem Fluss befindet. Mit dem „Sitzen“ und „Berühren“ tendieren wir dazu. Visualisierungen oder auch der Atem. wenn ihr sehr schläfrig seid. könnt ihr die Wahrnehmung von Licht und Rezitationen benutzen um den Geist zu motivieren. da sie eventuell mehr Schmerz oder Leid verursachen. Wenn ihr beispielsweise in Mattigkeit und Müdigkeit versunken seid. Manchmal können sie so fein und angenehm sein. Es ist günstiger um Konzentration wachzurufen als das „Sitzen“ und „Berühren“. die Samatha-Methoden. warum wir das „Heben“ und „Senken“ als Hauptmeditationsobjekt benutzen. ist es wie einen sich bewegenden Punkt zu verfolgen. Es ist allerdings nicht so schlimm wie man denkt. Je höher ihr geht. desto mehr müsst ihr euch deshalb anstrengen. an ihnen anzuhaften. tendiert dies eher dazu Konzentration wachzurufen. dass es sehr leicht ist. ihn mit reinem Bewusstsein zu beobachten. Wenn wir jedoch dem „Heben“ und „Senken“ folgen. damit mehr Energie als Konzentration aufsteigt. Sie können auch unangenehmer sein. z. als wenn wir auf einem Fahrrad bergauf fahren. dass „Sitzen“ und „Berühren“ mit vielen Berührungspunkten zu machen. desto mehr Anstrengung müsst ihr also wachrufen. Deshalb ist es angemessen. Ihr müsst euch am Fahrrad festhalten. Ihr müsst balancieren und ihr müsst euch anstrengen. baut sich die Konzentration auf. Außerdem braucht ihr nicht soviel Anstrengung um diesen Objekten zu folgen. wenn wir die Fähigkeiten während der Meditation balancieren. wenn wir Fortschritte machen. Auf der anderen Seite ruft Schmerz mehr Energie wach.Im Gegensatz dazu tendiert das „Heben“ und „Senken“ dazu eine Schwungkraft und einen Fluss aufzubauen. Es ist so. da reines Bewusstsein sich von allen anderen Sinnesobjekten zurückzieht und nur in den Geist hineingeht. Deshalb müsst ihr die Energiefähigkeit erhöhen. dass Vipassanā-Objekt zu benutzen um die Fähigkeiten zu balancieren. Das Balancieren der Fähigkeiten ist dynamisch Das Balancieren der Fähigkeiten ist nicht statisch. da zu dieser Zeit auch schon ein beträchtlicher Grad an Achtsamkeit vorhanden ist. Wenn es einem nicht gelingt. eine Menge an anderen Empfindungen zu bekommen und deshalb ist es eher diskursiv. Wenn ihr aber in der Lage seid. Das ist auch der Grund. Außerdem kann die Energie ganz von allein entstehen. Wenn ihr euch klar genug auf den bewegenden Punkt konzentrieren könnt. Diese Prinzipien verwenden wir. In Wirklichkeit ist es sehr dynamisch. 81 . Warum? Weil die Fähigkeiten entsprechend erhöht werden müssen.

sie zu halten und zu notieren. zu aktiv und zu hoch aufgeladen. Wenn der Geist in diesem Moment nicht anwesend ist. Dieser Vortrag wird euch ein wenig Einblick in das Balancieren der Fähigkeiten gegeben haben. die Dinge zu sehen. dann ist es dies. werdet ihr nicht die Einsicht erzielen können um letztendliche Befreiung zu erreichen. Wir können ihn dann immer weiter zu dem Punkt. Der Geist ist in der Lage alles haarscharf im Detail zu beobachten. Das macht ihr bis zu dem Punkt. Wenn wir irgendeine Vorstellung davon haben. was „Fortschritt des Vipassanā-Bewusstseins“ genannt wird. Das genau ist es. dass ihr problemlos stundenlang sitzen könnt. wo die Energie so stark ist. Manchmal jedoch . ist die Energiefähigkeit so groß.bevor das passiert . Wenn wir jedoch in der Lage sind das zu tun. Wenn wir Fortschritte in der Meditation machen.geht der Geist „über Bord“.. In solchen Fällen haben wir eine angemessene Handlung anzuwenden. Deshalb müsst ihr auch die Konzentrationsfähigkeit Hand in Hand erhöhen. Im Stadium des Vipassanā-Bewusstseins sind die fünf geistigen Kontrollfähigkeiten in einer balancierten Art hoch entwickelt. führen. bis sie den Punkt erreicht. tief in das Meditationsobjekt über längere Zeit einzutauchen.und Achtsamkeitsfähigkeit ist voll entwickelt. Die Energie. Wenn wir Fortschritte in der Meditation machen Vipassanā-Bewusstsein sieht die Dinge so wie sie sind. das heißt. Die anwesende Konzentration hält die Achtsamkeit in einem hochentwickelten Stadium. mit tiefer Konzentration und tiefem Verstehen der Natur der Unbeständigkeit etc. Der Geist muss noch ruhiger und stiller in den fortgeschrittenen Stufen der Praxis sein. Es bedeutet auch fähig zu sein. sie zu verstehen. Deshalb müsst ihr in der Lage sein. werden die Objekte immer feiner und auch immer tiefer. Zu dieser Zeit ist er fähig alle Objekte ohne irgendwelche Probleme zu notieren und zu sehen. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Ursachen und es passiert auch aus dem Grunde. ist in der Lage sie zu akzeptieren und an ihnen nicht anzuhaften. als wenn die Beobachtung wie von selbst immer weiter und immer tiefer geht. Balancieren der Fähigkeiten kann als 82 . die die Fähigkeiten korrekt ausbalanciert. weil die Achtsamkeit noch nicht stark und stabil genug ist. wo sie alle körperlichen und geistigen Prozesse durchdringen kann um Realisierung zu finden. Der Geist wird sehr gleichmütig. dass ihr euch über alle Objekte und Gedanken hinwegsetzen könnt. wird der Geist stark unbalanciert. Wenn jedoch nur die Energiefähigkeit oder der aktive Aspekt der geistigen Kräfte allein erhöht wird und nicht genug Konzentration da ist um sie still zu halten. bekommt der Geist eine gewisse Schwungkraft. Wenn das eintritt. Es ist. Zur gleichen Zeit erlaubt die Konzentration dem Geist. unsere Anhaftung zu ihnen zu transzendieren und deshalb über sie hinauszugehen. er hat entweder zu viel Energie oder zu viel Konzentration. wie sie entstehen und vergehen. wo der Geist sehr ruhig und gleichmütig ist. was Vipassanā-Meditation ist.Deshalb müsst ihr eine Menge Energie anwenden um ihnen gegenüberzutreten.

83 . Bei cittanupassanā müsst ihr fähig sein.zu erkennen.cittanupassanā gesehen werden oder als Achtsamkeit auf das Bewusstsein. all die subtilen Stadien des Bewusstseins .wie sie kommen und gehen .

Hier werde ich die Stärke dieser Kraft so kennzeichnen: C1 = wenig Wunschkraft C2 = stärkere Wunschkraft C3 = sehr starke Wunschkraft Das vitale Spiel dieser vier Variablen (C/S/V/E) kann am besten in der folgenden Tabelle zusammen mit den Beschreibungen der verschiedenen korrespondierenden Bewusstseinsarten zusammengefasst werden: C1 Stufe (Anwesenheit von wenig Wunschkraft) Am Anfang der Meditation. Diese Balance-Beziehung darf nicht mit anderen mentalen Faktoren. dass Achtsamkeit vorhanden ist. ob das Bewusstsein heilsam oder unheilsam ist. durcheinander gebracht werden.10. (S) repräsentiert die Ab.oder Anwesenheit von Achtsamkeit und damit. Wenn sie unbalanciert sind. a) (-S) (sati) Ohne Achtsamkeit (Der Geist ist unheilsam) -V-E Balancierter Zustand von schwacher Energie und schwacher Konzentration Dies repräsentiert einen schwachen Bewusstseinszustand. bezeichnen. tendiert der Geist zu einem Faktor und führt so zur Unruhe (+V-E) oder Müdigkeit (-V+E). Das tritt in den ersten paar Tagen eines Retreats auf. die auch zur selben Zeit anwesend sind. lassen gewisse Arten von Bewusstsein entstehen. Ich würde diese Kraft als „chanda“ oder „Wunsch zu tun“ oder wie es in einem Abhidhamma-Buch heißt. der einen klaren Geisteszustand hat. welches das Objekt wünscht“. sind V/E auch gut balanciert. Das bedeutet aber nicht. +V-E Energie ist größer als Konzentration 84 . die sich mit kontinuierlicher und intensiver geistiger Übung erhöht. der hauptsächlich durch Langeweile und Stumpfsinn repräsentiert wird. Die unterschiedlichen Stärken der Faktoren V/E. Wenn sie gut balanciert sind (+V+E) oder (-VE) ist der Geist stabil und dies führt normalerweise zur Entstehung von Achtsamkeit. Das Balancieren der fünf Kontrollfähigkeiten Das Balancieren von Energie und Konzentration Lasst uns zuerst einen Blick auf das Balancieren der Fähigkeit der Energie (V) (viriya) und der Konzentration (E) (ekaggata) werfen. Die außerdem noch genannte Variable (C) (chanda) repräsentiert die mentale Kraft (oder den „Drive“). Deshalb ist es notwendig eine neue Variable (S) (sati) einzuführen. als „Das Phänomen (dhamma). wenn praktisch noch keine Schwungkraft da ist. In einem nicht Meditierenden.

Sie tendiert dazu viele Objekte. +V+E Balancierter Zustand von starker Energie und starker Konzentration Man ist angespannt und gestört. -V+E Die Energie ist geringer als die Konzentration Dies repräsentiert einen schläfrigen. da die durch Energie erzeugte Wachsamkeit fehlt. obwohl er noch leicht gestört werden kann. Das kann gut oder schlecht sein! Mit der richtigen Methode sollte es allerdings gut sein. der sich gerade von einem Schock erholt. zu notieren. C2 Stufe (Anwesenheit von starker Wunschkraft) Nach der ersten Woche fängt die Schwungkraft an zu arbeiten. ist auch die Achtsamkeit nicht stark. die noch nicht dran sind.Der Geist ist nicht ruhig und wandert zu vielen irrelevanten Gegenständen. Das Objekt wird nicht gut erkannt. rennt über alles hinweg und ihr könnt ihn nicht stoppen. Tritt häufig bei Meditation am Morgen auf. -V+E Die Energie ist geringer als die Konzentration Der Geist beruhigt sich durch die Meditation. träumenden oder lethargischen Geist. Wie in Stufe C1 (+V+E-S) +V-E Energie ist größer als Konzentration Der Geist wird extrem unruhig. a) (-S) (sati) Ohne Achtsamkeit (Der Geist ist unheilsam) -V-E Balancierter Zustand von schwacher Energie und schwacher Konzentration. +V-E Energie ist größer als Konzentration Die Achtsamkeit ist nicht in der Lage lange auf einem Objekt zu verweilen. b) (+S) (sati) Mit Achtsamkeit (Der Geist ist heilsam) -V-E Balancierter Zustand von schwacher Energie und schwacher Konzentration Leichte Achtsamkeit. Der Geist wird kraftvoll. Aber da die Fähigkeiten nicht stark sind. Verspannung baut sich auf. Sein Geist ist im klaren Zustand. sie aber nicht lösen kann. 85 . Solch ein balanciertes Stadium ist das eines gewöhnlichen Mannes. +V+E Balancierter Zustand von starker Energie und starker Konzentration Die Achtsamkeit wird besser und die Konzentration vertieft sich. Wie jemand. der über Probleme nachdenkt. Die Achtsamkeit ist mehr oder weniger kontinuierlich.

hängt von der Kraft (C) eures Fahrzeugs (des Geistes) ab. Gute Meditation ist unterwegs. Etwas Achtsamkeit ist noch anwesend. a) (-S) (sati) Ohne Achtsamkeit (Der Geist ist unheilsam) -V-E Balancierter Zustand von schwacher Energie und schwacher Konzentration Wie in Stufe C2 (+V+E-S) +V-E Energie ist größer als Konzentration Der Geist ist vollkommen verwirrt und außer Kontrolle. Schwere breitet sich im Kopf aus. Er schwebt über den Objekten oder beschäftigt sich mit äußeren Objekten. die geistigen und körperlichen Prozesse . Wie weit ihr gekommen seid. obwohl Schwere anwesend sein kann. -V+E Die Energie ist geringer als die Konzentration Die Konzentration vertieft sich. C3 Stufe (Anwesenheit von sehr starker Wunschkraft) Nach einigen Wochen (oder länger) der intensiven Praxis könnt ihr hoffen. Nimittas oder visuelle geistige Objekte gibt es reichlich und sie verweilen lange. +V+E Balancierter Zustand von starker Energie und starker Konzentration Der Geist ist hysterisch. wenn der Geist nach einer Zeit von aktivem Notieren aufgeladen ist. Er möchte heulen oder ist deprimiert. +V+E Balancierter Zustand von starker Energie und starker Konzentration Die Achtsamkeit ist scharf und die Konzentration tief. Vielleicht hört man keine Geräusche mehr und „erwacht“ später sehr erfrischt. b) (+S) (sati) Mit Achtsamkeit (Der Geist ist heilsam) -V-E Balancierter Zustand von schwacher Energie und schwacher Konzentration Wie in Stufe C1 (+V+E+S) +V-E Energie ist größer als Konzentration Der Geist ist sehr hell und wachsam. Deshalb baut sich keine Spannung auf.mit ihren allgemeinen und spezifischen Merkmalen zu beobachten. -V+E Die Energie ist geringer als die Konzentration 86 . Man ist in der Lage. Die Objekte werden gewöhnlich vergrößert und zu stark wahrgenommen. Das kann stundenlang anhalten (ein gefährliches Stadium). Aber man kann nichts im Detail oder scharf notieren.so wie sie sind . aber er kann keine tiefe Konzentration erzeugen. dass euer Geist mit voller Kraft läuft.-V+E Die Energie ist geringer als die Konzentration Der Geist wird sehr steif und schwer. Dies tritt oft nach einer sehr gründlichen Gehmeditation auf.

Speziell wenn ungenügend Aufmerksamkeit oder Zeit verfügbar ist oder wenn es an Praxis mangelt. Der Geist kann halluzinieren. Aus dem obigen ist zweifelsfrei ersichtlich. Dieser Faktor wird oft übersehen. Er kann nicht schlafen. Dieser eine Faktor hält den Geist davon ab. Die Meditation wird durch die Nacht aufrechterhalten.(V) und Konzentrationsfähigkeit (E) zu balancieren. 87 . Unerschütterlich durch weltliche Bedingungen. +V+E Balancierter Zustand von starker Energie und starker Konzentration Der Geist ist wie der eines Heiligen. -V+E Die Energie ist geringer als die Konzentration Die Konzentration ist sehr tief und verweilt sehr lang in glückseligen Vertiefungen. Am Anfang der Meditation ist es angemessener die schwache Fähigkeit zu erhöhen (+). aber die Konzentration hält nicht an. dass die Anwesenheit von Achtsamkeit (+S) bei intensiver Meditation sehr wichtig ist. Es kann nicht zu viel falsch gemacht werden. auch wenn jemand reine Ruhemeditation übt. könnte man die stärkere Fähigkeit auch schwächen (-). Wütend wie ein Berserker. um eine sicherere Entwicklung zu gewährleisten. Wenn die Achtsamkeit (+S) anwesend ist. b) (+S) (sati) Mit Achtsamkeit (Der Geist ist heilsam) -V-E Balancierter Zustand von schwacher Energie und schwacher Konzentration Wie in Stufe C2 (+V+E+S) +V-E Energie ist größer als Konzentration Der Geist ist sehr wachsam und hell. Dies kann entweder durch Erhöhen eines Faktors oder durch Erniedrigung des anderen getan werden. Wenn man sich der Achtsamkeit nicht sicher ist. Er ist abgesperrt vollkommen zurückgezogen. aber die Achtsamkeit und Einsicht entwickelt sich nicht schnell oder klar.Ein besitzergreifender zwanghafter Geist zu einem Thema. wenn die Wunschkraft (C) noch schwach ist. da man die wahre Natur der Welt versteht und so nicht daran anhaftet. Es ist eine gute Sache immer etwas Achtsamkeit zu haben. Der nächste Schritt ist die Energie. +V+E Balancierter Zustand von starker Energie und starker Konzentration Der Geist eines Verrückten. dann ist man zumindest ungefährdet. in falscher Konzentration (E) verloren zu gehen. dann sollte man sich darüber versichern oder aufhören. Zum Beispiel im Falle von C1 (-V+E) + (+V) = C1 (+V+E) Wenn die Fähigkeiten in einem mehr entwickelten Zustand sind.

das zur Leichtgläubigkeit in eine falsche Praxis führen kann. In der tatsächlichen Praxis ist es deshalb angemessener zu fragen: Welche Rolle spielt Glaube oder Vertrauen beim Aufbau der Fähigkeiten. mit Erhöhung der Achtsamkeit. Denn die Weisheit von der wir sprechen. 88 . So ein Lehrer hilft euch. entsteht durch Meditation (bhāvanā maya pañña) und solch eine Weisheit hat man nicht am Anfang. Es ist der Beginn des spirituellen Lebens. herbeigeführt. dhamma. In Buddhismus ist Glaube der Glaube an die drei Kleinodien (buddha. Es geht darum. oder wenn es an Weisheit oder Wissen mangelt. Zum Beispiel im Falle von C1 (-V+E) + (+V) Zum Beispiel im Falle von C2 (-V+E) + (+V) Zum Beispiel im Falle von C1 (+V-E) + (+E) Zum Beispiel im Falle von C2 (+V-E) + (+E) = = = = C1 (+V+E) C2 (+V+E) C1 (+V+E) C2 (+V+E) Ein weiterer wichtiger Punkt ist. Eine Balance von Glauben und Wissen auf diesen niedrigeren Stufen ist notwendig um eine stabile Basis für die Praxis zu bekommen. Dies verspricht einen schnelleren Fortschritt.Zum Beispiel im Falle von C2 (-V+E) + (-E) = C2 (-V-E) Wenn jemand jedoch große Aufmerksamkeit hat und großes Können aufweist. Das generelle zur Beurteilung herangezogene Kriterium ist die Stabilität der Achtsamkeit und dann die Tiefe der Konzentration. das durch Denken (cinta maya pañña) entsteht. Solch eine Balance wird durch korrekte Interviews mit einem guten Lehrer. verstärken sich Energie und Konzentration Hand in Hand. wenn euer Vertrauen auf einem niedrigen Niveau ist und ihr zusätzliche Informationen benötigt. um wie viel wir sie erhöhen oder erniedrigen. der Inspiration und Einfühlungsvermögen besitzt. beziehen sich die Fähigkeiten Vertrauen und Weisheit auf den Anfang und das Ende der Praxis. nicht nur die Faktoren einfach zu erhöhen oder zu erniedrigen. die oft wie zwei Waagschalen funktionieren. Dieses Wissen wird nicht noch nicht im Moment des Beobachtens oder des Notierens erzeugt. Deshalb hat am Anfang jede hier angewandte Art von Balance mit Wissen zu tun. Die korrekte Umsetzung wächst natürlich mit unserer Erfahrung. Beides lähmt den Fortschritt. Das heißt. sangha). die zur Befreiung führen? Glaube oder Vertrauen ist wie ein Starter oder eine Zündkerze. Das Balancieren von Glaube und Weisheit Anders als die Balance von Energie und Konzentration. Sonst entsteht leicht skeptischer Zweifel (wegen des verwirrten und spekulativen Denkens) oder übermäßiges Vertrauen. dann kann man die mangelnde Fähigkeit erhöhen. sondern sie wird mit der Praxis entwickelt.

Deshalb muss die Fähigkeit Glauben nicht nur die Energie zum Praktizieren erzeugen. Aber wenn uns unser Glaube nur soweit führt. das zum Ende führt. Es wäre aber noch besser. die zu den weltlichen Vertiefungen (lokiya jhāna) führt. dass durch Nachdenken entsteht als irregeleitet oder spekulativ (das ist die falsche Art von Wissen) beschrieben. sollte man positiver denken. Konzentration und Weisheit zu erzeugen. Letztendlich führt dieses Wissen dazu. All diejenigen. kann es uns nur das Glück der Menschen und den sinnlichen Himmel offerieren. dass unser aus Beobachtung und Notieren erhaltenes Wissen in dem Masse anwächst. dass man durch den Glauben in der Lage sei den Ozean zu überqueren.Durch diesen Glauben führen wir verdienstliche Taten (dāna. wird Wissen. heutzutage könne man den heiligen Pfad nicht mehr erreichen. Wenn man etwas Lohnenswertes erreichen möchte. Das ist natürlich besser als in den Höllen zu leiden. gut ausgewählte Lehrer und gesunden Menschenverstand. Dieses Wissen weist uns den Weg. Natürlich muss man auch realistisch sein. nehmen sie sich nicht nur selbst die Chance. ist aber nicht das Ende selbst! Dies gilt auch für das Wissen. wenn uns unser Glaube aus dem Zyklus des Geborenwerdens und Sterbens (samsara) herausführen würde und wir komplett frei vom Leiden wären und ewigen Frieden – nibbāna – hätten. Deshalb wird gesagt: „Glaube ist der größte Reichtum“. Es ist eine Tatsache. je näher wir unserem Ziel kommen. Das ist wie das Überqueren des Ozeans und deshalb wurde gesagt. Als solches muss er uns nicht nur zur Vipassanā-Praxis führen. bhāvanā) aus. Es ist wie ein Schlüssel zu einer Schatztruhe. Wie schon oben erwähnt. Weisheit oder Wissen ist deshalb das Mittel. Wenn Vertrauen da wäre. Es zeigt uns unsere Fehler und wie wir sie vermeiden. Deshalb wird blinder Glaube im Buddhismus nicht befürwortet. dass wir Nächstenliebe haben und die 5 Gebote befolgen. Wenn er uns dazu führt reine Ruhemeditation zu praktizieren. das aus der Kultivierung des Geistes entstanden ist und über das oft als Einsicht oder Einsichtswissen gesprochen wird. Deshalb ist es ein Fehler an irgendeiner dieser Einsichten anzuhaften. dann wird er uns zum Glück der Brahmas geleiten. sondern auch dazu. dass wir die Praxis erfolgreich beenden. Wenn die Leute sagen. Wir brauchen Theorie (ausgewähltes Lesematerial). die uns glücklich machen. Sie haben überhaupt kein Vertrauen. All diese Zustände sind aber unbeständig. 89 . sīla. sondern man muss genug Vertrauen haben um lang genug zu praktizieren und auch. auch unsere guten Fähigkeiten. „wir haben einfach nicht genug Zeit zum Praktizieren“. und wie wir sie verbessern. würde man sich die Zeit dazu nehmen. sondern verunsichern auch die leidenden Mitgefährten. haben nicht genug Vertrauen. Mit der Zeit wird Erfahrung erlangt und mit dieser Erfahrung steigt das Vertrauen und das Wissen. dass wir die Wahrheit erfahren. um all die anderen Fähigkeiten wie die der Achtsamkeit. die denken.

Gewöhnlich beginnt man mit Gerichteter Achtsamkeit. indem man nach einem bestimmten System die Achtsamkeit auf die Objekte richtet. ist das besser mit einem entspannten Körper als mit einem Körper voller Spannungen. 2. • Wahllose Achtsamkeit ist Achtsamkeit auf alle Objekte. friedvolle und einspitzige Aspekt der Achtsamkeit. Es mangelt zu oft daran (ausgenommen in den Vollkommenen). brauchen wir mehr die energetische Form der Achtsamkeit. Wissen hält alles in der erforderlichen Form zusammen. dass mentale Energie nicht mit physischer Energie verwechselt wird. da das energetischer ist und zu einem schnelleren Aufbau der Achtsamkeit führt.Alle Fähigkeiten werden durch Wissen wie mit Zement gestärkt. können wir sie entsprechend hervorbringen. • Wenn jedoch die Energie exzessiv ist und sich zur Unruhe neigt. Etwas Ähnliches haben wir schon früher bezüglich der Priorität der Objekte besprochen. Sie sprudelt leicht heraus. Andere Wege die Fähigkeiten der Energie und Konzentration zu balancieren 1. die entstehen und die ins geistige Auge eindringen. Man muss sich klar machen. Man sollte sein Herz in friedvolle Ruhe bringen. dann die dominanten Sekundärobjekte etc. im Geiste dabei den Segen der Loslösung haben. Die Art der arbeitenden Achtsamkeit • Systematische oder Gerichtete Achtsamkeit heißt Kultivierung der Achtsamkeit. dann bringt eher eine entspanntere und leichtere Form der Achtsamkeit Balance hervor. Sobald wir präziser wissen. Die Art der angewandten Achtsamkeit Zusammen mit dem mit Achtsamkeit verbundenen Bewusstsein (citta). die mit den beiden zu balancierenden Fähigkeiten korrespondieren. Wenn wir die mentale Energie aufbauen. • Wenn wir müde oder lethargisch sind. Es wird keine Anstrengung für die Auswahl der Objekte unternommen. entstehen auch andere geistige Faktoren (cetasika). In Bezug 90 . Es ist der stille. Diejenigen. das Basisobjekt. So werdet ihr die Wachsamkeit kennen lernen. Zuerst notiert der Meditierende z. die jederzeit bereit zum Reagieren ist. die uns hier interessieren. was für eine Achtsamkeit benötigt wird. weil es alle Dinge in ihrer wahren Bedeutung erhellt. sind keine anderen als Energie (viriya) und Einspitzigkeit oder Konzentration (ekagatta). wenn man voller Eifer ist. B. Deshalb gibt es niemals ein Überschuss dieser Art des Wissens. Sie ist der aktive Aspekt der Achtsamkeit.

wenn die Achtsamkeit mehr oder weniger kontinuierlich ist. auf einen „stecken gebliebenen Geist“ trifft. B. was es nun eigentlich genau sei. sobald der Geist unruhig ist. Deshalb wird die Gerichtete Achtsamkeit dann benutzt. Durch wahllose Achtsamkeit wird die Achtsamkeit sehr stabil. die wahllose Achtsamkeit den Geist beruhigen und entspannen. für die ihr keinen Namen habt. ergreift der Meditierende noch einmal die Maßnahme der Energieerhöhung. Manchmal strengen wir uns zu sehr an und wir enden dann in einem Problem oder haben einen „stecken gebliebenen Geist“ oder wir entspannen uns zu stark und enden mit einer anderen Art von Problem. 91 . indem er viele Berührungspunkte notiert. So entwickeln sich immer tiefere Stufen der Achtsamkeit. Mit wahlloser Achtsamkeit kann auch. die üblen Zustände zu vermeiden und die reinen Zustände zu erhalten. entspannt er sich. 3. also die Technik des erhöhten Berührungspunktenotierens. lehnt sich zurück und übt wahllose Achtsamkeit und auch wenn erst einmal nichts passiert. Das heißt. wir werden immer entspannter und ruhiger und auch die Wachheit erhöht sich. Der Meditierende balanciert nun anfangs den Geist zur Energieerhöhung so. Deshalb können wir in solchen Situationen die Trial-and-Error-Methode anwenden. Wenn das wieder nicht funktioniert. das ist ein Geist. Da das Aufbringen des Geistes auf das Objekt bei dieser Art reduziert ist. kann er diese Vorgehensweise gebrauchen. die noch nicht entstanden sind. Außerdem gibt es auch eine Menge Objekte. wenn Stärke benötigt wird um die Befleckungen zu überwinden oder um Fortschritte zu neuen Einsichten zu machen. Dieser balancierte Zustand der Achtsamkeit vertieft sich mit der Erhöhung der Fähigkeiten von Energie und Konzentration in gleicher Stärke. Wenn das nicht funktioniert. wenn die Fähigkeiten schwach sind. Ungerichtete Achtsamkeit oder wahllose Achtsamkeit wird häufiger angewandt. Die Ursache kann exzessive Konzentration oder Energie sein oder auch das Zweifeln. Konzentration aufgebaut werden. Das bedeutet. Durch viel Praxis können wir solche Exzesse und Mängel reduzieren und den Geist zu einem Punkt der exakten Balance läutern. aber nur wenn die Achtsamkeit kontinuierlich geworden ist. Früher oder später wird eine der beiden Methoden funktionieren. wenn die feineren Objekte genauso wie die gröberen notiert werden können.auf die vier rechten Anstrengungen korrespondiert es mit dem Überwinden der üblen geistigen Zustände und dem Hervorbringen von reinen geistigen Zuständen. Daher kann. der behindert und unfähig ist irgendetwas zu notieren. warum die Fähigkeiten nicht in Balance sind. neigt auch der Energiefaktor zur Reduktion. verbleibt er einfach so. Wenn der Meditierende z. Bezüglich der vier rechten Anstrengungen korrespondiert das damit. Trial-and-Error-Methode (Die Methode des Ausprobierens um dann aus seinen Fehlern zu lernen) In der Praxis ist es nicht immer so leicht auszumachen.

der gelangweilt und müde ist. warum man die Körperhaltung wechseln sollte. dass. das heißt. b) Die die Körperhaltungen betreffenden Objekte können auch das Balancieren der Fähigkeiten beeinflussen. Und zwar durch: i Ausüben physischer Anstrengungen. ungefähr so eintragen wie folgt: +++V ++V +V OV Stehen (eine große Menge Energie) Gehen (eine gute Portion Energie) Sitzen (wenig Energie) Liegen (keine physische Anstrengung) Aus diesem Grunde kann Gehen helfen. auch der Geist zu einem gewissen Grade aktiviert wird. Ein steckengebliebener Geist ist ein Geist. je eine Stunde). aber sie können das Balancieren der Fähigkeiten beeinflussen. kann Sitzen oder Liegen helfen. falls man auch nach einer Stunde gut in der Achtsamkeit und Konzentration fortschreiten kann. obwohl man das durchaus machen kann. die den Geist beeinflussen ii Die Art der anwesenden Objekte. 4. dass das Balancieren der Fähigkeiten mental ist und nicht physisch und deshalb. zu viel Energie oder harte Konzentration hat. Im Allgemeinen verstehen wir. gehört „Sitzen“ zu den physischen Empfindungen. wenn wir lethargisch oder müde sind. die 92 . Zu viel zu sitzen oder zu gehen (das heißt mehr als eine Stunde) wird nicht befürwortet. kontinuierliches Erhöhen in einer balancierten Art über längere Zeit. weil sie oft nicht in der Lage sind danach die Achtsamkeit aufrecht zu erhalten. Das gewöhnliche Verfahren ist allerdings die gleiche Zeit zu sitzen wie zu gehen (z. verspannt oder verstört sind. wenn wir mit physischen Aktivitäten beschäftigt sind. i „Sitzen“ und „Berühren“ Während „Berühren“ zu den physischen Empfindungen am Kontaktpunkt gehört. B. Wir können das in eine Tabelle mit der physischen Anstrengung. wird der Meditationsfortschritt sehr weit gehen.Wenn man dies kann. weil man zu leicht einschläft. Das Wählen der angemessenen Körperhaltung oder angemessener Objekte. beeinflusst die erstere die letztere in einem gewissen Masse. wenn man krank ist oder zu schlafen beabsichtigt. Es muss jedoch klar sein. die die Fähigkeiten entweder erwecken oder reduzieren a) Die Körperhaltungen sind physischer Natur. Und wenn wir unruhig. Die letzte Haltung der vier (das Liegen) wird normalerweise nicht empfohlen. die mit beteiligten geistigen Anstrengungen korrespondiert. gibt es in dem Fall keinen Grund. Das gilt besonders für Anfänger. Obwohl physische und mentale Anstrengung unterschiedlich sind.

Eine andere Möglichkeit ist. Dadurch wird das Objekt immer feiner. oder länger). Härte etc. 100 Sek. wird man sich all der Empfindungen im Körper bewusst. weniger gut geeignet als die Beobachtung des Atems an den Berührungspunkten der Nasenspitze. 50 Sek. kann man einen ausgewählten Punkt länger beobachten (das heißt 100 Sek. Daneben kann auch Hitze. B3 etc. B3.S. 93 . Wie lange man sich mit jeder Notierung (S oder B) aufhält.. Aus demselben Grund ist es aber auch leichter das „Heben“ und „Senken“ als Vipassanā-Objekt im Sinne der Einsichtsmeditation zu sehen. gefühlt werden. welche die sitzende Haltung bewahren. Dann kann man mehr Empfindungen erkennen. oder länger). und zwar energetischer.. tendieren wir dazu den Rest um uns herum zu vergessen. das eher mit Schmerz assoziiert wird.. Wenn sich die Konzentration aufgebaut hat.. Dies kann für Anfänger. (siehe Diagramm). notiert. an jedem Punkt) mit ihnen aufhalten. Hinsichtlich der Fähigkeit den Geist schnell zu beruhigen ist das "Heben" und "Senken" jedoch. wenn man schläfrig ist oder die Objekte unklar sind. B2. dann sollte man sich nicht so lange (ca. Wenn wir den sehr unregelmäßigen Bewegungen folgen. S3. etc oder B1.. nur die unterschiedlichen Berührungspunkte zu beobachten B1. variiert mit den Bedingungen. ii „Heben“ und „Senken“ „Heben“ und „Senken“ bezieht sich auf die Ein.S. nützlich sein. Wenn man müde ist und die Objekte unklar erscheinen. Solche wie S1. B. wegen seiner Unregelmäßigkeit und Grobheit. Diese Kräfte beinhalten hauptsächlich das Windelement.nicht Kontaktpunkte sind.. und wenn es gut passt. 5 Sek... um die unterschiedlichen Empfindungen wahrzunehmen.Empfindungen gemeint ist. spannen. weil eine Menge Anstrengung benötigt wird die Achtsamkeit zu halten oder sie auf die betreffenden Empfindungspunkte zu lenken.und Auswärtsbewegung der Bauchregion beim Atmen. Wenn jemand sehr hartnäckig kontinuierlich S. B. S4. aber wenn man nicht schläfrig ist. Das „Sitzen“ besteht aus vielen physischen Kräften wie ziehen. etc. B. kehrt man dann zur wahllosen Achtsamkeit zurück. Wenn die Achtsamkeit der Erwartung entspricht. B. kann man länger beobachten (z.. Im Allgemeinen weckt das „Sitzen“ und „Berühren“ die Energiefähigkeit. Als solches verursacht es eher Konzentration als „Sitzen“ und „Berühren“. wird eine Menge Energie wach und in vielen Fällen kann die Schläfrigkeit überwunden werden. was mit den „Sitzen“ . B2. die noch nicht richtig verstehen. S2. verzerren etc.

94 .

Diese werden als geistige Bilder klassifiziert. da sie dazu tendieren den Geist zu zerstreuen. eine Menge Energie und Achtsamkeit zu erwecken. falls irgendein von uns ausgewähltes Objekte nicht erscheint um so die Fähigkeiten zu balancieren. Deshalb müssen wir sehr achtsam sein oder wir fallen in den Schlaf. wegen der aktiven Natur dieses Prozesses. wenn kein Zorn vorhanden ist! Dazu müssen wir den Geist auf den Schmerz mit starker und fester Achtsamkeit gerichtet halten. den Schmerz und „Sitzen“ sowie „Berühren“ zu beobachten als „Heben“ und „Senken. wenn wir ein Objekt wählen können.iii Schmerzhafte Gefühle Dieses Objekt weckt wegen seiner scharfen und starken Natur eine Menge an Energie. dass. In der Samatha-Meditation. Geräusche helfen auch nicht die gewünschte rechte Anstrengung zu stimulieren. deshalb wird hier ausbalanciert 95 . iv Angenehme Gefühle „Glück“. Jedoch wegen seiner hellen und sich ausdehnenden Natur. Aus diesem Grund ist es auch oft nicht leicht tiefe Konzentration zu bekommen. kann es einen gewissen Grad an Energie wachrufen und Mattigkeit vertreiben. Deshalb muss man lernen dabei sehr entspannt zu sein vii Sehen/Licht Wie die Geräusche muss auch das Sehen aufgegeben werden. Sie sind außerhalb und fremd. wir auch eines wählen können um die Fähigkeiten zu balancieren. v Geräusche/Hören Geräusche werden normalerweise nicht als primäres Vipassanā-Objekt benutzt. damit wir die entsprechenden Fähigkeiten erhöhen oder erniedrigen. vi Gehen Gehmeditation tendiert dazu. um Konzentration zu erzeugen. werden sie benutzt. die mit dem geistigen Auge beim Sitzen mit geschlossenen Augen gesehen wird. Sie können jedoch bei der Wachheit auf den gegenwärtigen Moment helfen. wenn die Konzentration tiefer wird. Beim vipassanā. Es gibt eine andere Art von Licht. werden sie notiert und verschwinden deshalb. wenn alle anderen Objekte unklar sind. Wir können auch das Umgekehrte anwenden. Das kann Anfänger sehr stören und deshalb müssen sie regelmäßig das Zügeln des Auges üben und „Sehen. Deshalb führen sie definitiv nicht zur Konzentration. Sehen“ notieren. In der Gehmeditation sind die Augen gewöhnlich offen und das Sehen ist unvermeidlich. Schmerz erhöht sehr leicht die Energie. Man muss viele Bewegungen und Absichten notieren. B. Jetzt verstehen wir. baut leicht Konzentration auf. Es ist z. bei Müdigkeit besser.

Ein anderer Punkt ist das Temperament des Individuums. Der mehr energetische Typ braucht Ruhe. 96 . Andererseits ist bei einem angenehmen Gefühl mehr Wachheit und energischeres Notieren erforderlich. während der mehr träge Typ Energie braucht.durch entspannteres Notieren.

Man strengt sich sorgfältig an Sich ernst und sorgfältig anstrengen ist ähnlich der grundlegenden Eigenschaft der Achtsamkeit. Diese korrekte theoretische Basis ist wichtig wegen ihrer Fähigkeit Vertrauen zu erwecken. was richtig ist. Trotzdem sind viele nicht in der Lage sich viel Zeit für ihre Praxis zu nehmen. 2. Der einzige Weg. lasst es uns damit sehr ernst sein. bis er sein Ziel erreicht hat. wenn man eine gute Karte zur Hand hätte um den richtigen Weg zu finden. Sicherheit und ein Ziel bringt. dass. wäre es äusserst hilfreich. der einen in die richtige Richtung der Einsichtsentwicklung bringt. Die neun Wege im Einzelnen: 1.11. Krankheit und Entmutigung (das kann einem auf dem Weg begegnen) fortlaufend und ernsthaft bemüht. Außerdem ist sie ein Führer um Fallstricke zu vermeiden und um in der Entwicklung fortzuschreiten. da sie anderen Verpflichtungen nachgehen. Man muss alle falschen Ansichten ablegen. bevor man in der Lage ist. ist es nützlich sich die neun Wege. Man kann diese neun Möglichkeiten wie folgt zusammenfassen: Jemand voller Vertrauen. die Frieden. sonst kann man nicht direkt erfahren. Wenn man an einem gefährlichen Ort ist. Nur wenn es eine solche Ernsthaftigkeit gibt. zu erkennen. wie sie in der visuddhi magga erwähnt werden. Man sollte jedoch auch das Philosophieren und Denken beiseite legen. der die angemessenen äußeren Bedingungen und internen Faktoren erwägt und sich trotz aller Schmerzen. der einen aus all dem Leiden herausbringt. Mit dem richtigen Verständnis für die Bedeutung einer gründlichen Praxis wird uns diese richtige Einstellung gegeben. eine Praxis. Dies ist eine essenzielle Bedingung für das Entstehen von exaktem und tiefem Verständnis. dass man die Unbeständigkeit der Gestaltungen erkennen möchte. wird kein Teil des Prozesses unnotiert bleiben. Deshalb. Dieses anfängliche Akzeptieren der Wahrheit der drei allgemeinen Daseinsmerkmale ist der erste Faktor. anzusehen. 97 . was auch immer uns für kostbare Momente zur Verfügung stehen um uns in dieser edlen Praxis weiterzubringen. keine direkte Erfahrung machen. Schärfen der geistigen Kontrollfähigkeiten Neun Wege zur Schärfung der Fähigkeiten Damit wir uns ein besseres Bild vom Schärfen der Fähigkeiten machen können. sollte als der wichtigste Teil im Leben angesehen werden. Man erinnert sich.

Um fähig zu kontinuierlichem Bemühen zu sein. wie man Konzentration erreicht hat Wir können nicht erwarten. wie als wenn sich jemand an Grenzsteine erinnert. die Mahlzeit nur als Ernährung für den Körper zu sehen um ihn zu erhalten und um bei der Anstrengung zu helfen. nachdem er seine Reise beendet hat. Man strengt sich kontinuierlich an Während sorgfältiges und ernsthaftes Bemühen eine gute Qualität für jeden Moment des Notierens verspricht. als es auch für eure eigene spätere Einschätzung hilfreich ist. Das stattet euch mit einem Protokoll aus. Außerdem gibt es noch die ethischen Überlegungen. dass man nicht isst um sich zu berauschen. Die Entstehung von Konzentration ist z. ist auch Kontinuität vonnöten. B. 5. dass wir alles von unserem Lehrer lernen. sehr individuell. 98 . Die sieben Angemessenheiten sind kurzgefasst diese: i. Vielseitigkeit und Flexibilität der Achtsamkeit. • nicht zu weit und auch nicht zu nah am Dorf. Das bedeutet Essen zu sich zu nehmen. Das Erwägen der sieben Angemessenheiten Die äußere Umgebung kann den Geist von Anfängern stark beeinflussen. Angemessenes Essen Eine ausgewogene. Sie hängt vom Temperament und der Eigentümlichkeit des Einzelnen ab. das sowohl euren Lehrer während der Interviews dabei unterstützt euch zu helfen. ist es günstig. das keine Anhaftung erweckt. einer Woche) innerhalb kurzer Zeit markanteren und sichtbareren Fortschritt erfahren. Wir müssen die Nahrung aber auch vom Standpunkt der Befleckungen aus betrachten. Das Gleiche gilt auch für Einsichtserfahrungen. Geduld.3. Eine übliche Betrachtung vor dem Essen ist. So wird er das nächste Mal sicherer. zur Verschönerung. Achtsamkeit während des Essens und andere Betrachtungen nach dem Essen werden uns dabei helfen. zum Spaß oder zum Dickwerden. der Gesundheit des Individuums angemessene Diät wäre die vernünftige Wahl. Angemessene Behausung Einige Erfordernisse für eine Behausung wurden in den nikayas erwähnt. schneller und leichter reisen. Deshalb können die meisten Leute nur in intensiven Meditations-Retreats (von mind. dass wir uns später an den Weg ihrer Erzeugung erinnern können. Erinnerung an den Weg. Kontinuität erlaubt das stetige Erhöhen der Achtsamkeit und die so erzeugte Schwungkraft ist erheblich. Beim Erinnern der Prozesse ist es. braucht man Willenskraft. 4. ii. Eine Menge hängt von uns selber und unserem gesunden Menschenverstand ab. So besinnt man sich. Wenn Konzentration entsteht. Eine richtige Wahl äußerer Bedingungen kann deshalb bessere Resultate hervorbringen. Geschick.

Einige angemessene Behausungen werden hier erwähnt: • • • • Waldbehausung Behausung am Fuße eines Baumes Behausung auf einem offenen Feld Behausung in einem leeren Haus Bezüglich der Temperamente: • Dem lustvollen Temperament wird ein hässliches und unangenehmes Quartier empfohlen • Dem hassvollen Temperament ein sauberes.• leicht zugänglich. • Während es für das intelligente Temperament keine unangemessene Behausung gibt. wo es zu viel Arbeit gibt und Leute anwesend sind. • Dem spekulativen Temperament wird eine geschlossene oder abgeschirmte Behausung empfohlen. dass die Angemessenheit auch vom Temperament des Meditierenden abhängt. Angemessenes Klima Ohne Zweifel ist es das Beste. reines und angenehmes Quartier • Dem verblendeten Temperament wird ein Quartier. iii. das eine Aussicht hat angeraten. • Verfügbarkeit der vier Bedarfsgegenstände und Sicherheit vor Krankheit und Ungeziefer sowie anderen feindlichen Kreaturen. • Die Anwesenheit eines guten Freundes (z. wenn es nicht zu heiß oder zu kalt ist. Sie sagt noch zusätzlich. ruhig und still bei Nacht. wo die vier Bedarfsgegenstände schwierig zu bekommen sind. • Dem vertrauenden Temperament wird ein Quartier wie das des Hassvollen empfohlen. die gefährlich sind. Lehrers) Die visuddhi magga beschreibt noch achtzehn andere Arten der unangemessenen Behausung unter der Überschrift Hindernisse. In den Tropen bevorzugen die meisten eine kühle Umgebung für ihren 99 . B. • nicht zu bevölkert am Tag. In Kürze sind die 18 Arten von unangemessenen Klöstern folgende Orte: • • • • • die zu laut sind. wo es keinen Lehrer gibt.

Es ist unter Meditierenden bekannt. Sie können die Schwachen. Hitze kann sehr ermüden. Die visuddhi magga nennt die guten Qualitäten eines guten spirituellen Freundes: • • • • verehrt und geliebt spricht und hört zu (d. außer den absolut notwendigen.Sitzen und Liegen Dem verblendeten Temperament . ausgestattet mit weitem und tiefen Wissen sowie voller Mitgefühl. dass der Bodhisatta die vollkommene Erleuchtung am Höhepunkt der heißen Jahreszeit erhielt. jemand Versiertes mit den Texten. Angemessene Körperhaltung Gewöhnlich wechselt man zwischen gehender und sitzender Haltung. Angemessene Personen – als Lehrer oder Begleiter beim Bestreben Das sind Leute. Angemessene Gespräche Gewöhnlich ist während einer intensiven Meditationszeit nur lohnendes Gespräch über die Praxis erlaubt. ganz zu schweigen die weltlichen Gespräche. jemanden mit den jhānas (Vertiefungen) und wenn auch das nicht gelingt. vi. die strikt nur die Meditation betreffen. jemanden mit weniger Erreichtem. Depressiven und Faulen inspirieren und sind gute Beispiele für willige Lernende. da es auch eine Entschuldigung für Schwäche sein kann. Das kann noch weiter beschränkt werden auf Gespräche. Wenn auch das scheitert. Sie vermitteln anderen den edlen Weg mit Takt und reifen Gedanken. Wir sollten nicht vergessen. Das hilft die geistigen Fähigkeiten zu balancieren und gesund zu bleiben. die in der Praxis erfahren sind. dass einige Körperhaltungen wegen der verschiedenen Temperamente angemessener sind als andere: • • • • • Dem lustvollen Temperament . die Klimaanlagen benutzen. dass die Hitze nicht so stört wie man meinen möchte.Gehen Dem spekulativen Temperament -wie dem lustvollen Temperament Dem vertrauenden Temperament . iv. h.Gehen und Stehen Dem hassvollen Temperament . 100 .Komfort und können so bessere Konzentration erlangen Das ist verständlich. Die visuddhi magga sagt. Ihr Gebrauch ist umstritten.wie dem verblendeten Temperament • Dem intelligente Temperament – beliebig v. Außerdem gibt es ja noch die Regenzeit. Oft gibt es Leute. ein guter Zuhörer und Ratgeber) was diese Person äußert. werden unterbrochen. Die weniger lohnenden. ist profund sie eilt nicht ohne Grund Weiterhin ist es ratsam einen edlen arahant zu finden und wenn das nicht möglich ist.

die zusammenkommen im Moment der Erleuchtung.Im Alltag sollte man so oft wie möglich die nicht lohnenden Gespräche vermeiden. Erleuchtungsfaktor Wahrheitsergründung (dhamma vicaya sambojjhanga) Dies ist der durchdringende Aspekt der Weisheit. sind: • Sich mit der Praxis der Achtsamkeit mit klarem Verständnis. sodass wir sie mehr im Detail studieren können und sie entsprechend den Umständen anwenden. ii. der vier Pfeiler der Achtsamkeit. i. Da er überhaupt der wichtigste Faktor ist. die ständig achtsam sind • Neigung (des Geistes. wie im Satipa hāna-Sutta aufgezeigt wurde. Der Erleuchtungsfaktor Achtsamkeit (sati sambojjhanga) Dies ist die rechte Achtsamkeit des edlen achtfachen Pfades. wo Mönche auf Almosengang gehen können. Die Bedingungen für sein Entstehen sind: • • • • • Untersuchen der Daseinsgruppen etc. so wie sie wirklich sind. Es ist auch die Achtsamkeit. nicht die vierte Verhaltensregel des Lügens und anderer Formen der unheilsamen Äußerungen zu überschreiten. d. 6. h. wenn ihr euren Lebensunterhalt verdient. Es ist wichtig. Reinigung der körperlichen Basis (d. Aber insgesamt bedeutet es. Sie werden separat behandelt. Angemessener Aufenthalt Dies bezieht sich auf Plätze. Für Hausleute bedeutet es den Arbeitsplatz. warum er jetzt erst erwähnt wird. h. beschäftigen • Personen mit verwirrtem (unachtsamen) Geist vermeiden • Sich mit Personen zusammentun. wie sie im Satipa hāna-Kommentar besprochen wurden. in der Einsichtsmeditation sieht. der versucht die Natur der Phänomene zu verstehen. dass wir unser Bestes zu geben haben. wundert man sich ein wenig darüber. Bis zu einem gewissen Grad ist es allerdings unvermeidbar. Sauberkeit) Balancieren der fünf geistigen Fähigkeiten (der Einsicht) Vermeiden von Ignoranten Sich mit den Weisen zusammentun 101 . Kultivierung der sieben Faktoren der Erleuchtung Diese sieben Faktoren der Erleuchtung sind geistige Bedingungen. vii. welche die Dinge. die zum Entstehen dieses Faktors führen. durch Verstehen und Willenskraft) zur Entwicklung des Erleuchtungsfaktors Achtsamkeit. Die vier Bedingungen. Wir werden sie hier erwähnen. eine Arbeitsmöglichkeit zu finden. die wenig Befleckungen hervorbringt.

Die elf Bedingungen. Während seine Verbindung als Vertiefungsfaktor (jhāna) die Entwicklung von Konzentration ermutigt. Erleuchtungsfaktor Energie (viriya sambojjanga) Dies ist die rechte Anstrengung des edlen achtfachen Pfades. Sariputta und Mogallana) 9) Vermeiden von faulen Leuten 10) Sich verbinden mit fleißigen Leuten 11) Neigung zur Entwicklung dieses Faktors iv. die zu seinem Entstehen führen. Erleuchtungsfaktor Freude (pīti sambojjhanga) Dies ist Freude. Es ist auch die sich bemühende Energie. die bei der Einsichtsmeditation benutzt wird. 4) Das Respektieren von Almosen (und der anderen Requisiten) 5) Betrachtung. die während der Einsichtsmeditation auftritt. dass der von den Erleuchteten beschrittene Pfad nicht für die Faulen ist. 6) Betrachtung der Größe des Meisters (ist man ein würdiger Schüler?) 7) Betrachtung über die Größe der Abstammung (des Buddha und man selbst) 8) Betrachtung über die Größe der Nachfolger im heiligen Leben (z. Sie ist nah verwandt mit Glauben und dient dazu Energie für die Praxis wachzurufen. Der Faktor kann wachgerufen werden durch: • • • • • • • • • 102 Betrachtung der Qualitäten eines Buddha Betrachtung der Qualitäten des dhamma Betrachtung der Qualitäten der sangha Betrachtung der guten Moral von jemandem Betrachtung der Großzügigkeit von jemandem Betrachtung der himmlischen Wesen (der guten Qualitäten) Betrachtung des Friedens des nibbāna Vermeiden von groben Leuten (frei von Glauben) Sich mit feinen Leuten zusammentun (angefüllt mit Glauben) . dass das große Erbe (der sieben Schätze) nicht für die Trägen ist. B. sind: 1) Betrachtung des Schreckens der höllischen Welten (oder der Wiedergeburt) 2) Betrachtung der Vorteile durch die Energie 3) Betrachtung.• Betrachtung der tiefen Unterschiede der wahrgenommenen Prozesse bis aufs Äußerste (Geist und Materie) • Neigung zur Entwicklung dieses Faktors iii.

Zügeln des Geistes bei überschüssiger Energie 6. Betrachten des Geistes ohne Störung 8. 3. Die Bedingungen zu seinem Entstehen sind: • Losgelöste Haltung zu Lebewesen • Losgelöste Haltung zu Dingen 103 . die Vertrauen erzeugen • Neigung zur Entwicklung dieses Faktors v. Benutzen von angemessenem Essen Vorteilhaftes Wetter Eine angemessene Körperhaltung Reflektieren über kamma und seine Resultate Unruhige Leute vermeiden Sich mit ruhigen Leuten zusammentun Neigung zur Entwicklung dieses Faktors vi. Neigung zur Entwicklung dieses Faktors vii.• Betrachtung von Lehrreden. Betrachtung der Vorteile der Vertiefung und der Befreiung 11. Erfreuen des Geistes bei Unzufriedenheit 7. Sich zusammentun mit konzentrierten Menschen 10. h. Sauberkeit) 2. Erleuchtungsfaktor Gleichmut (upekkhā sambojjhanga) Gleichmut ist hier der ausbalancierte Zustand des Geistes. 2. die zum Entstehen von Konzentration führen sind: 1. 7. 6. Den Geist bei Laschheit anspornen zu können 5. Geschick bei der Aufnahme des Meditationsobjektes (Zeichen) 4. Es heißt. dass in diesem Fall die Einsichtsmeditation die drei Daseinsmerkmale herausstellt. Die elf Bedingungen. wie sie wirklich sind. 4. Erleuchtungsfaktor Konzentration (samādhi sambojjhanga) Konzentration ist die Gewinn bringende Einigung des Geistes mit dem Objekt. Reinigung der körperlichen Basis (d. 5. Sieben Dinge führen zu seiner Erweckung: 1. der durch viel Achtsamkeit auf die Dinge. Balancierung der fünf geistigen Fähigkeiten (der Einsicht) 3. mittels momentaner Konzentration (auf weltlichen Stufen) und ihrer Objekte. Erleuchtungsfaktor Ruhe (passadhi sambojjhanga) Dies bezieht sich auf Ruhe und einen friedvollen Geist und den zugehörigen mentalen Faktoren. entsteht. Vermeiden von unkonzentrierten Menschen 9.

die den Schmerz beobachteten und beim Tod die erhabene Verwirklichung erreichten. Um sie achtsam zu beobachten. Ein bestimmtes Objekt kann für gewisse Temperamente passender sein und man wird durch sie auch in anderen Techniken und anderen Aspekten des Geistes trainiert.• Vermeiden von egoistischen Menschen • Sich zusammentun mit losgelösten Menschen • Neigung zur Entwicklung dieses Faktors 7. wie er es aushalten kann. Es bedeutet nur. Natürlich bedeutet das nicht. Es gibt auch immer wieder solche. Wir werden niemals wissen. brauchen wir eine Menge Energie. wird unsere Übung reduziert und unflexibel. können wir den Schmerz überwinden. in der Achtsamkeit auf den Körper) und dann mehr und für längere 104 . Wir können diesen körperlichen Schmerzen nicht vollständig entkommen und deshalb müssen wir ihnen früher oder später gegenübertreten. dass Krankheit und Tod unvermeidlich sind. die von ihrer Krankheit genesen. Wenn wir verstehen. dass wir keine medizinische Hilfe brauchen. kann Leiden noch schrecklich tyrannisch sein. Sich nicht über den Körper und die Gesundheit während der Meditation sorgen Wenn sich die Meditierenden einer langen intensiven Praxis unterziehen. Wenn wir immer am selben Objekt kleben. Wenn unser Geist stark genug ist. B. dass wir nicht mit der Praxis aufhören sollten. So lang wir sie nicht erreicht haben. Deshalb ist es gut. dass sie eines Tages eine Krankheit befällt. Andere Möglichkeiten die Fähigkeiten zu schärfen oder zur Reife zu bringen i. Das Überwinden des Schmerzes mit Hilfe von Energie Schmerz und Krankheit kommen gewöhnlich zusammen. die Arahantschaft. Nicht auf halbem Wege vor dem Ziel aufhören Das letzte Ziel ist die komplette Ausrodung der Befleckungen. dann gibt es keinen Grund zu stoppen. 8. 9. erlaubt dies dem Meditierenden sich so lange zu bemühen. wenn wir zuerst eine starke Basis entwickeln (z. ist es nur wahrscheinlich. ob ein anderes Objekt günstiger ist. Die Erreichung dieses Zieles wird wahrscheinlich für die meisten eine ganze Weile dauern. Erhöhte Konzentration kann auch einen leichten Schmerz groß erscheinen lassen. Auch Hunger wird als Form von Krankheit betrachtet. Es gab viele. Eine größere Anzahl an Objekten haben Jedes Objekt bringt seine Eigenheiten mit sich. Die Ursache ist aber eine andere als das lange Sitzen in einer Körperhaltung. Zu oft benutzen wir das als Entschuldigung um mit dem Meditieren aufzuhören. Wir sollten bis zu unserem letzten Atemzug praktizieren. Nimmt man die Haltung „nicht auf halbem Wege stoppen“ ein.

Geist und geistige Zustände). Die Liebende-Güte-Meditation kann auch den eigenen moralischen Zustand stärken. 105 . der oft sehr wütend ist. Außerdem können einige Meditationsobjekte gewisse geistige Zustände produzieren. die das Entstehen von Einsicht katalysieren. Das erste geistige Objekt (uggaha nimitta). der durch Meditation auf das Licht-Kasina entwickelt wurde. Jemand. Zum Beispiel kann das Betrachten einer Leiche Ablösung. Ein anderes Beispiel. Beispielsweise sind einige Objekte besonders dafür geeignet gewisse Befleckungen zu behandeln. Außerdem haben die verschiedenen Objekttypen in der Samatha-Meditation ihre eigenen speziellen Effekte auf die Leute. dass nach der Begegnung mit gewissen Objekten. kann sie definitiv von Hilfe sein. hervorrufen. ist für einen Anfänger kaum vom Windelement der Einsichtsmeditation zu unterscheiden.Zeitperioden andere Objekte betrachten (z. Das Samatha-Objekt kann schnell zum Vipassanā-Objekt umgeschaltet werden. ii. Das ermöglicht uns unabhängig vom Objekt tiefere Praxisstufen zu erreichen. Ein anderer zu beachtender Punkt ist. Diese Erhöhung der Flexibilität hat eine günstige Wirkung auf die Einsichtsreifung. dass die meisten der buddhistischen Samatha-Meditationen sich mit der Einsichtsmeditation schnell verbinden lassen. wenn er schwach ist. kann schon längere Zeit sitzen und tiefe Konzentrationsstufen erlauben das Entstehen von Einsicht. Obwohl Einsicht auch mit reinem Einsichtsvehikel möglich ist. Es ist aus den Texten bekannt. Einsicht aufsteigen kann. dass jemand mit wenig Glauben . B. wenn er vorher Liebende-Güte-Meditation gemacht hat. Ein klarer Geist. die rein konzeptueller Natur sind. Ein anderes Beispiel ist.mehr Vertrauen und Begeisterung hat. ist sie mit starker Konzentration einfacher zu erlangen. kann bei den Beobachtungen der Einsichtsmeditation helfen.nach der Betrachtung der drei Kleinodien . Dazu ist nur ein Umschalten der Aufmerksamkeit notwendig. das Wind-Kasina. Samatha-Meditation Obwohl sich reine Ruhemeditation von Einsichtsmeditation unterscheidet. die genauso stark wie das Wissen der Ablösung ist. wird es einfacher haben. Jemand der starke Konzentration (samatha) hat. Ein Beispiel ist das Wind-Kasina (ein kasina ist eine reine äußere Vorrichtung. Gefühle. um die Konzentration des Geistes bis zur vierten Vertiefung zu produzieren und zu entwickeln).

nach verdienstvollen Taten wie Almosengeben sich Vorsätzen bedienen. wo ein Meditierender für eine ganze Weile aus diesem Grund die Kontrolle über seinen Geist verloren hat. Hass oder Verblendung in irgendeiner Weise beeinflusst sein. • Präzise und klare Worte. der wichtigste geistige Faktor. Das Fassen von Vorsätzen erlaubt uns Kontrolle über Dinge auszuüben.Die Fragen bezüglich der Samatha-Meditation sind hier: • die notwendige Zeit um eine befriedigende Stufe der Konzentration zu erreichen und ob man in der Lage ist sie zu erhalten. Die Antwort war. Der Geist ist sehr mächtig und kann Wunder bewirken. • Das Geschick beim Umschalten auf Einsichtsmeditation Der Zeitfaktor ist allerdings ein Problem. dass Meditation Läuterung des Geistes ist und es gut wäre Vorsätze zu machen. Wenn man weit entfernte Vorsätze fasst. muss man Folgendes bedenken: • Die Reinheit des Motivs. Es darf nicht durch Gier. was der beste Vorsatz für einen Meditierenden ist. um in eine gewisse Richtung zu gehen.möge ich das Gift zerstören. Da alles unsicher ist und die Zeit zu schnell verrinnt. Man kann z. Es ist wie das Füttern eines Computerprogramms. die dies im Hinterkopf behalten. die wir ohne sie nicht kontrollieren könnten. Einmal fragte ich meinen Lehrer. Auch die übernatürlichen Kräfte werden ähnlich erzeugt. Hier sollten wir uns aber mit dem reinen Ziel der Einsichtsmeditation beschäftigen. 106 . Ein anderes Problem ist die mangelnde Verfügbarkeit von erfahrenen und qualifizierten Lehrern. Durch dieses Almosengeben . Konzentration ist die Quelle der Kraft und der Vorsatz ist die Kraftleitung. Ohne sie werden die Resultate unklar oder auch anders als man wollte. Durch Fassen von Vorsätzen wird der Geist und werden die geistigen Gestaltungen und Energien dazu angespornt dieses Ziel zu erreichen. Sonst könnten unangenehme Resultate entstehen. B. iii.um weltliche Ziele zu erreichen benutzen Vorsätze wie positives Denken zum Beispiel. Durch Entschlüsse und Ambitionen Die Kraft durch Vorsätze und Entschlüsse ist nicht unbekannt. müssen wir uns beeilen. Es ist eine Äußerung des Willens. Es ist wie das Füttern eines Computers mit einer undeutlichen Anfrage. Mir ist ein unglückseliges Beispiel begegnet. Viele kommerzielle Methoden .

Er führt Gespräche. Rechtschaffenheit anzunehmen. Edel durchschaut er den Weg. Betrachtung über die Unschönheit um die Begierde abzulegen. beharrend und mit großer Energie. Abgeschiedenheit. Diese Vorsätze reflektieren den Willen. dass daraus Befreiung von allen Leiden resultiert. Dann gibt es auch noch die Praxis. Die Lehrrede Meghiya In der Meghiya-Lehrrede nennt der Buddha dem Meghiya Voraussetzungen. 4. in der man den Vorsatz fasst jedes Einsichtswissen klar zu entwickeln: Möge das Wissen des Entstehens und Vergehens aufkommen. Zuerst nennt der Buddha fünf Voraussetzungen: 1. Er drückt sich nicht vor der Bürde der Rechtschaffenheit. Ein Mönch strengt sich an heillose Eigenschaften abzulegen. wenn man tatsächlich durch die vorherigen Stufen gegangen ist. hilft es einem darin zu reifen und sie zu etablieren. dass Meditierende mit noch unsicherem Ziel durch Fassen solcher Vorsätze eine klarere und bessere Meditationspraxis haben. schnell und klar entstehen. Möge ich eifrig in der Praxis der Einsichtsmeditation sein.Durch das Beachten dieser moralischen Vorschriften . der zur Zerstörung des Leidens führt. Tugend. Wissen. Dies kann man natürlich nur machen. die zur Reifung eines Geistes führen. Ein Mönch ist tugendhaft und hält sich an die Gebote. Ein Mönch hat einen guten Freund. die zum kompletten Aufhören des Leidens führt. Wissen und Einsicht der Befreiung. Ein Mönch besitzt Wissen und ist mit ihm ausgestattet. Durch diese Meditation .möge das nibbāna realisiert werden. Er versteht das Entstehen und Vergehen. 2. Zufriedenheit. 5. einen guten Begleiter und Kameraden. Manchmal habe ich beobachtet.möge Pfad und Fruchtwissen hervorgerufen werden. Wenn man diese Weisheit schon erreicht hat. Wenn diese fünf Voraussetzungen erfüllt sind. Energieeinsatz. 107 . Konzentration. alle unsere verdienstvollen Taten so zu kanalisieren. Durch meinen Eifer in der Praxis möge die Einsicht. Einsamkeit. Betrachtung über die liebende Güte um Übelwollen abzulegen. die ernst sind und das Herz öffnen: Gespräche über Bescheidenheit. Solche Gespräche erlangt ein Mönch leicht und ohne Schwierigkeiten. müssen weitere vier Dinge entwickelt werden: i. 3. ii. Befreiung.

iii.und Ausatmung um Ablenkung zu beenden. Ihr Aufhören (auf Grund welcher Bedingungen) 4. Die Zufriedenheit (das daraus abgeleitete Glück) 6. dass ein Mönch. Elemente (dhātu) 2. Das Entkommen (das ist das Fortlegen der Begierde nach dem Leiden) Das „Untersuchen auf drei Arten“ bezieht sich auf die Untersuchung der Natur der: 1. Grundlagen (āyatana) 3. iv. „Diese Sieben Punkte“ sind das vollständige Verstehen von: 1. Ihr Entstehen (auf Grund welcher Bedingungen) 3. Wahrnehmung. Wahrnehmung der Vergänglichkeit entfalten um den „Ich-binDünkel“ auszulöschen. Das Elend (das davon abgeleitete Leiden) 7. der in „Sieben Punkten“ geschickt ist und auf drei Arten untersucht. Gestaltungen und Bewusstsein) 2. Der Natur der fünf Daseinsgruppen (Körperlichkeit. Bedingten Entstehung (pa iccasamuppāda) 108 . Gefühle. Achtsamkeit auf die Ein. Die Sieben Punkte In der obengenannten Lehrrede sagte der Buddha. Der Weg zu ihrem Aufhören (der edle achtfache Pfad) 5. ein Verwirklichter genannt wird.

Oder wenn ihr versucht die Schmerzen zu beobachten und darauf gerichtet bleibt. Man muss jedoch zwischen subtiler Achtsamkeit und NichtAchtsamkeit unterscheiden können. den Geist auf ein Objekt gerichtet zu halten. dann werdet ihr langsam anfangen tiefe Konzentration zu entwickeln. ist er klar und ihr seid in der Lage den Objekten zu folgen. den Geist auf ein Objekt zu richten. wie ihr dies tut. Wenn euer Geist beispielsweise bemüht ist. Arten der Konzentration Wenn ihr genug Erfahrung in grundlegenden Meditationsübungen habt und gelernt habt. Richtige und falsche Konzentration Ihr könnt euren Geist auf ein Objekt in ruhiger und stabiler Art gerichtet halten oder an ihm in besessener Art und Weise haften. dass Konzentration und Achtsamkeit gemeinsam erscheinen können. Achtsamkeit heißt nicht einfach “wissen“. Wenn euer Geist nicht achtsam ist. Achtsamkeit ist jedoch. dann ist dies Konzentration. Wir fangen an. als samādhi (Konzentration) und als jhāna (Vertiefung) bezeichnet.12. Konzentration meint lediglich. Gerichtet-Sein auf einen Punkt. also an dem Objekt sehr festhaltet und nicht gewillt seid es gehen zu lassen. müssen wir wissen. Obwohl es so ist. Wenn ihr es auf die besessene Weise tut. Es ist nicht schwierig zwischen starker Achtsamkeit und Nicht-Achtsamkeit zu unterscheiden. “Konzentration“ beinhaltet tatsächlich eine ganze Reihe von Erfahrungen. bzw. dass man auf einen Punkt ausgerichtet ist. Damit wir Konzentration entwickeln können. Im Pali wird Konzentration manchmal als ekkaggata (Einspitzigkeit). Diese Konzentration kommt mit der Anhaftungs109 . tritt in feineren und tieferen Stadien der Konzentration auf. Am Anfang eines Retreats müssen wir verstehen lernen. Als Nächstes ist da die Frage. Die Situation. was Achtsamkeit und was Nicht-Achtsamkeit bedeutet. Wenn man einmal gelernt hat. dann besteht der nächste Schritt darin Konzentration und Achtsamkeit auseinander zu halten. dann ist dies Konzentration auf den Schmerz. Nach einigen Praxistagen werdet ihr in der Lage sein den Unterschied zwischen beiden zu erkennen. dann wandert er herum. wie ihr die fünf geistigen Fähigkeiten ausbalancieren könnt. dem „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke zu folgen. worüber wir sprechen. zwischen dem Vorhandensein und der Abwesenheit von Achtsamkeit zu unterscheiden. Nicht-Achtsamkeit bedeutet die Abwesenheit klarer Bewusstheit. wie sehr achtsam ihr seid. in der diese Frage aktuell wird. Sich zu konzentrieren bedeutet also. grübelt und befindet sich in einem schrecklichen Zustand. indem wir uns zunächst näher mit der Achtsamkeit beschäftigen. ist dies die falsche Art der Konzentration oder falsche Konzentration. muss es jedoch nicht so sein. sondern es bedeutet etwas mit klarem Geist zu wissen. Wenn euer Geist achtsam ist. Achtsamkeit bedeutet die Anwesenheit von klarer Bewusstheit. In einem allgemeineren Sinne spricht man auch davon.

Danach könnt ihr versuchen ihn weiter zu tieferer Konzentration zu bewegen. dass der Geist an ein einziges Objekt geheftet wird. Wichtige Aspekte der Konzentration 1. Interessiert euch eher dafür kontinuierliche Achtsamkeit aufzubauen. Er wird dann geschmeidig. wenn wir Konzentration entwickeln. Konzentration heißt den Geist auf das Objekt gerichtet zu halten. Es ist außerordentlich wichtig. Ruhe Ein besseres Wort. Der Geist ist friedvoll und ruhig. Sorgt euch nicht so sehr darum. wird der Geist noch feiner und friedvoller. Hierin liegt der Unterschied. ob ihr euch zu wenig konzentriert. ob ihr eher die Betonung auf Konzentration oder auf Achtsamkeit legt. Ihr müsst sicher sein richtige und nicht falsche Konzentration zu üben. Konzentration mit klarer Bewusstheit oder reinem Geist. hängt davon ab. 3. mit einer Haltung. dass wir am Anfang. biegsam und fügsam. Wir müssen besonders darauf achten.und herzuwandern. 2. Achtsamkeit heißt sorgfältig die Natur des Objektes zu beobachten. Dies bedeutet. An erster Stelle steht die klare Bewusstheit. Wenn ihr das lange tut. Geht man auf diese Weise vor. die von Achtsamkeit begleitet wird. entsteht Einspitzigkeit des Geistes. die auch sehr fest sein kann. dann bedeutet 110 . dass wir während unserer Bemühung uns zu konzentrieren immer zuerst achtsam sein müssen. ohne dass man es ihm erlaubt hin. dass die gröberen Formen der Aktivität wie das Aufgreifen von Gedanken (vitakka) oder das Verweilen bei den Gedanken (vicāra) wegfallen. Kontinuierliche Achtsamkeit bringt den Geist in einen noch heilsameren und reineren Zustand. Zwei verschiedene Wege Welchen Weg ihr einschlagen werdet. Das Wegfallen der gröberen mentalen Faktoren Dies betrifft diejenigen. Dies ist der wichtige Unterschied. Im Prozess sich entwickelnder Konzentration ist es so.befleckung daher. Einspitzigkeit Nachdem man Abstand von den Befleckungen erlangt hat. Seid ihr in der Lage dies zu tun. also mit einem klaren und friedvollen Geist. wird er stark und stabil und machtvoll. Wenn ein reiner Geist konzentriert ist. wird der Geist sehr fein und friedvoll. Aber wenn ihr euren Geist richtig auf das Objekt richtet. weil er sehr klar und frei von Befleckungen ist. Stellt euch zum Beispiel vor. wird der Geist ausgeglichen und ruhig. das man für Ruhe benutzen kann. dann ist es „Rechte Konzentration“. gleich „Rechte Konzentration“ entwickeln. ist Friedlichkeit. wenn reines Licht auf einen Punkt konzentriert wird. Konzentration. die fortgeschrittene Formen der Konzentration praktizieren (jhāna). so wird es kraftvoll und stark und ermöglicht uns eine Menge an Dingen zu sehen. dass ihr euch einen Spiegel vor das Gesicht haltet und in den Spiegel schaut. Genauso ist es. Wenn dies geschieht.

dies. also all die verschiedenen erscheinenden Prozesse. dass sie nicht die achtsame Beobachtung betonen. weil der Geist so friedliebend und ruhig ist. dass ihr gründlich eine geistige Notiz von all diesen Eigenheiten gemacht habt. jedoch liegt die Betonung mehr auf Konzentration. wenn ich euch etwas über ānapānasati erzähle. Das ist Achtsamkeit. eine Glatze usw. sondern man muss auch den Geist dazu bringen all die Empfindungen. Das Gesicht eines Menschen? Dies bedeutet. Dabei wird der Geist sehr friedvoll. Wenn ihr die Betonung auf Achtsamkeit legt und deshalb sorgfältig mit Achtsamkeit die Natur der Objekte beobachtet. dass ihr euch eher darauf verlegt die Charakteristika des Spiegelbildes zu studieren. während sie sich auf sie gleichzeitig konzentrieren. dann praktiziert ihr Achtsamkeit. dass dies das Gesicht eines Dämonen ist. dass die Entwicklung der Beobachtung außerordentlich schwierig ist und man viel Energie dafür braucht. was das sei. 111 . Zähne eines Bockes. Aber selbst dann passiert es manchmal. insbesondere jene. Die zwei verschiedenen Pfade. die an der Nasenspitze auftauchen klar zu registrieren. die mit dem HitzeElement zusammenhängen. dann wird aus Achtsamkeit Weisheit. Ist es jedoch so. dann realisiert ihr. Deshalb werden sie für angemessenere Objekte der Einsichtsentwicklung gehalten. die ihr nutzen könnt werden klar. die ihr im Spiegel gesehen habt. Dies liegt daran. In diesem Fall wird man viele Prozesse und Veränderungen bemerken. Ihr fragt euch vielleicht. dann wird eure Meditation sich mehr in Richtung Ruhe entwickeln. Auf diese Weise werdet ihr zwar nicht in die reinen Ruhezustände der Vertiefungen gelangen. einen Schnurrbart. Einige Leute machen ānapānasati. was euch in tiefe Stadien der Konzentration führen wird. Ihr seht vielleicht eine lange Nase. Deshalb konzentrieren sie sich nur und fühlen sich friedvoll. Gewöhnlich sind die Veränderungen. dann wird der Geist Fortschritte auf dem Weg der Einsicht (vipassanā) erlangen. indem sie die Ein.. wird er selbst und das Objekt immer feiner und ruhiger.und Ausatmungsempfindung an der Nasenspitze zählen. dann muss man nicht nur den Geist ruhig halten. Ihr beobachtet dann die Empfindung mit etwas Achtsamkeit. Dies liegt daran. klarer und gröber. Wenn sich die Konzentration im weiteren Verlauf vertieft. welche entstehen und wieder vergehen. dass ihr euch konzentriert. aber ihr werdet auf dem Einsichtspfad voranschreiten. Haltet ihr eure Praxis mehr auf die Konzentration ausgerichtet. Selbst bei der Betrachtung des Hebens und Senkens der Bauchdecke tendieren einige Leute dazu Ruhemeditation zu machen. Ihr verweilt dann dort für längere Zeit. was sie im Wesentlichen bedeuten. dann mag sich diese Empfindung wie Baumwolle anfühlen. Wenn sich der Geist im weiteren Verlauf immer mehr in das Objekt vertieft. Wenn jemand jedoch von diesem Punkt an vipassanā praktizieren möchte. Sie betonen vielmehr das Fixieren des Geistes und folgen dieser Fixierung beim Heben und Senken. Habt ihr all diese Details in euch aufgenommen und verstanden. dass Meditierende die Veränderungen nicht notieren. die bei der Betrachtung des Hebens und Senkens der Bauchdecke als Meditationsobjekt auftreten.

Verschiedene Vorhaben werden euch auch verschiedene Ziele erreichen lassen. Als Ergebnis gelangen wir in tiefe Konzentrationsstadien oder Vertiefungen (jhānas). Sie ist bereits gegeben. Und wenn ihr euch konzentriert. Bei der Einsichtsbetrachtung (vipassanā) wird Konzentration benutzt um Verstehen zu entwickeln. Wenn ihr nach Süden fahrt. was nicht zusammengesetzt ist. Diese Sphären befinden sich oberhalb der sinnlichen Himmelsbereiche. entstehen. Es gibt also zwei verschiedene Klassen von Objekten. ist die hauptsäch112 . Wenn diese weiter entwickelt werden. Alles in der Welt besteht aus Geist-Körper-Prozessen. das durch den Geist erfunden wurde. Wenn man schließlich all dies überschreitet. nicht bedingten oder wie wir auch sagen. Ein Verstehen. als wenn man versucht nicht von der Straße abzukommen. es ist etwas.Selbst wenn sie in der Lage sind ein paar Veränderungen wahrzunehmen. werdet ihr eine bestimmte Szene sehen. Sich in Konzentration zu üben ist. seht ihr eine andere Szenerie. erreichen diese Meditierenden nur eine Form der Ruhemeditation. Bei der Samatha-Betrachtung ist das Objekt ein Konzept. dass sie veränderlich. Erstens seht ihr. wie Levitation. Auf der letzten Stufe werdet ihr als Wirkung in den BrahmaBereichen wiedergeboren werden. sie sind sehr hohe und erhabene Formen der Existenz. Konzentration mit einem reinen Geist. wird man eins mit dem. usw. sind die benötigten Fähigkeiten unterschiedlich. B. Wenn man ihre wahre Natur versteht. da bei beiden der Geist für lange Zeit an die ihn umgebenden Objekte geheftet wird um ihn stark werden zu lassen. Bei beiden geht es um die Entwicklung von Einspitzigkeit oder um Vertiefung in die Objekte. dem Objekt folgt und darin verweilt. Gedankenlesen. Wenn die Achtsamkeit nicht ausreicht und stattdessen Konzentration entwickelt und betont wird. Ihr bleibt jedoch immer auf der Straße. dass das Ziel verschieden ist. welches der Geist sich erdacht hat. Die charakteristische Natur der Konzentration bei der Samatha. unzulänglich und ohne Selbst sind. Bei der Einsichts-Betrachtung jedoch ist das Objekt real. Erinnerung an vergangene Leben. Der Geist muss sich die „Wirklichkeit“ nicht erst ausdenken. so ist dies allein nicht ausreichend. Das Hauptziel der Samatha-Meditation ist es „Rechte Konzentration“ zu entwickeln. Sie sind beide jedoch nicht dasselbe. das die wahre Natur der Welt erkennt: die Natur des Geist-Körper-Prozesses. dem sich nicht verändernden. dem ewigen Frieden. In diesem Fall überwinden wir alle Formen des Leidens für immer. Zweitens ist auch das Objekt verschieden. In der Ruhemeditation z. dann realisiert man. Lasst uns kurz den Unterschied der beiden Meditationsarten zusammenfassen.. da es ein direkt erfahrbarer Geist-Körper-Prozess ist.als auch Einsichtsmeditation haben die Entwicklung von Konzentration als Ziel. Wenn ihr auf der Straße bleibt und nach Norden fahrt. Es ist nicht real. können übernatürliche Kräfte.und Vipassanā-Meditation Sowohl Ruhe.

B. tiefer als tiefer Schlaf beschrieben werden. Diese Person ist jedoch ein Konzept. Kasinas sind visualisierte Kreise wie z. Wenn eure Konzentration stärker wird und sich mehr und mehr vertieft. Diese Objekte unterscheiden sich klar vom 113 . nein.lich benötigte geistige Kraft einspitzige Konzentration. Es ist. Ihr wisst sehr wohl. Solange man noch bewusst weiß und unterscheiden kann. lediglich ein Gedanke. Und wenn man dann daraus auftaucht. Ihr richtet also Liebende Güte auf ein Konzept aus. Schmerz. Es handelt sich hierbei um einen sehr tiefen Zustand. wenn man den Eindruck hat in das Objekt einzutauchen. sie sind eine tatsächliche Empfindung wie z. ist dieses Objekt im Geist zu erzeugen. Es wird dann einen Zeitpunkt geben. Der Grad der Energie oder der Anstrengung ist ähnlich der Ruhemeditation. an den Zeitraum. Wenn ihr diese praktiziert. desto klarer wird die veränderliche Natur der Objekte. ist es mehr wie eine Vertiefung. Nur dann. dass es der Geist war. Vipassanā Die Vipassanā-Objekte sind tatsächliche Realitäten wie “Heben“ und “Senken“. Je mehr ihr euch dessen gewahr werdet. wird samādhi genannt. Und wenn ihr im weiteren Verlauf ihrer eigentlichen Natur mehr gewahr werdet. dass es sich nicht um statische Objekte handelt. wo der Geist und der Zirkel aus Licht eins sind. dann werdet ihr bemerken. eine bestimmte Form des Bewusstseins. Der Moment. Ein anderes reines Objekt der Ruhemeditation ist die Visualisierung. So ist dieser Kreis aus Licht lediglich ein geisterzeugtes Objekt. in den man zu fallen scheint. Lasst uns auf einige Beispiele schauen um dies zu illustrieren. als wenn ihr ein Bild in eurem Geist erzeugt. in dem man zwischen den beiden nicht mehr differenzieren kann. Zum Beispiel die Betrachtung der „Liebenden Güte“. Euer Geist wird dann sehr friedlich. veränderlich. an dem man scheinbar “unbewusst“ gewesen ist. so als ob der Geist davon vollständig absorbiert werden würde. dass sie nicht still sind. Wenn man in der Lage. das Licht-Kasina. Wohingegen bei der Einsichtsmeditation der am meisten benötigte Faktor die Achtsamkeit ist. ruhig und immer feiner. Im Moment von samādhi gibt es keine Differenzierung von Subjekt und Objekt. Ihr müsst sie euch nicht extra ausdenken. Haltet ihr diese Bild lange genug aufrecht. dann vergesst ihr alles um euch herum. Sie sind bereits da und ihr müsst nicht danach Ausschau halten. B. Dies ist eine Art der Vertiefung. handelt es sich lediglich um Zugangskonzentration. Diese Objekte sind pulsierend. Es gibt verschiedene objektspezifische Ruhemeditationsarten. Dieser Zustand ist sehr still und sehr ruhig. die von Achtsamkeit unterstützt wird. dann besteht eine sehr ruhige und friedvolle Wahrnehmung. wird das Objekt sowohl heller als auch feiner. erinnert man sich an die Art dieses Zustandes. es zu visualisieren und es achtsam dort zu behalten. wenn ihr Kreise aus Licht visualisiert. entstehen und vergehen. denkt ihr an jemanden Bestimmten. wie sie etwa bei den Kasina-Übungen praktiziert wird. Es kann als tiefer Schlaf. die aufrechterhalten wird. der diese Kreise erschaffen hat und sie aufrechterhält.

treten die Merkmale der Unzulänglichkeit (dukkha) und der Aspekt der Unpersönlichkeit (anattā) deutlich zu Tage. Unbeständigkeit muss zuerst registriert werden. Die Veränderung ist nichts Statisches. Sagen wir einmal. durch die das Objekt ruhiger und statischer wird. weil sie eins damit geworden ist. Diese Einsicht ist Verwirklichung in Hinblick auf die drei universellen Daseinsmerkmale Unbeständigkeit. ihr betrachtet das „Heben“ und „Senken“ eurer Bauchdecke. kann Einsicht nicht entstehen. Bemühung ist vorbereitende Praxis. Sie ist etwas. das ständig in Bewegung ist. Wenn ihr der Veränderung nicht folgen könnt und nicht eins mit ihr seid. Ihr richtet dabei die Vipassanā-Konzentration auf die veränderlichen Objekte. dessen Visualisierung. was sie ist? Wie könnt ihr sehen. versteht sie die Natur des Veränderlichen. je mehr man sich darin vertieft. 1. ein schwieriger Schritt. Wenn das Objekt sich verändert. Dann hört das „Heben“ und „Senken“ auf. Also muss der Geist der momentanen Veränderung genau folgen und in ihr ganz vertieft werden. in der ihr dem Objekt folgen könnt. Unzulänglichkeit und Unpersönlichkeit. Diese Art der speziellen Konzentration kann in drei Stufen aufgeteilt werden. weil es unbeständig und unzulänglich ist. sondern nur Anspannung.Samatha-Objekt bzw. Ein anderer Weg diese Konzentration zu beschreiben besteht darin. 114 . weil Unzulänglichkeit (dukkha) nicht lediglich das ist. Gewöhnlich ist der Ausgangspunkt die Wahrnehmung der Unbeständigkeit. Jede Konzentration. Das Nicht-Selbst ist Nicht-Selbst. Ihr seid euch des „Hebens“ und „Senkens“ der Bauchdecke bewusst. was es mit ihr auf sich hat? Die Erfahrung der verschiedenen Vipassanā-Stufen Die Natur der Vipassanā-Konzentration in der Dhamma-Praxis ist einzigartig. weil die Konzentration nur schwach ist. In diesem Sinne ist es Bemühung. Bemühung Bemühung in dem Sinne. ihr haltet auch an. dann macht ihr weiter und ihr haltet erneut an. dass ihr versucht Achtsamkeit aufzubauen um eine Stufe der Wahrnehmung zu erreichen. Begriffe der Erfahrung zu benutzen. Und weil die Achtsamkeit so klar und präzise ist. den Geist auf die Veränderungen zu richten. was wir gewöhnlich darunter verstehen. Dann müsst ihr erst einmal entspannen und wieder anfangen. Die Wahrnehmung der Unbeständigkeit ist. sondern weil Unzulänglichkeit Unbeständigkeit selbst ist. Das „Sich-Durchkämpfen“ ist die erste Etappe. Was ist die Veränderung? Ihr müsst in der Lage sein. Manchmal gibt es beim „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke keine Achtsamkeit. bis die Einsicht aufsteigt. als wenn ihr die Natur eines sich ändernden oder bewegenden Objektes verstehen möchtet. Wenn diese Vipassanā-Konzentration nicht auftritt. die dem „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke folgt. Das Vipassanā-Objekt fluktuiert wegen seiner unbeständigen Natur. wie könnt ihr dann wissen.

da der Geist auf der Welle mitsegelt. Auf diese Art hat das “Segeln“. Das “Fliegen und Verschwinden“ oder “Einsinken und Verschwinden“ (Ich sage nicht. Es ist so. Ist es kurz. was wir Vertiefung nennen. dann fließt eure Achtsamkeit in langen Wellen vom Anfang bis zum Ende. die Stufe des Segelns. so leicht. fühlt sich die Vereinigung des Geistes mit dem Objekt wie ein Hineinsinken an. nur mit dem Unterschied. praktiziert. Das ist genauso. dass er manchmal so wirkt. Manchmal. bzw. Die Stufe des Segelns Die zweite Etappe. zu fliegen und zu verschwinden. da es euch so vorkommt. ist einfacher. Wenn ihr die Konzentration auf eine höhere Stufe verschiebt. Wenn ihr z. ist es der Schwung der 115 . bei der die Konzentration ausreichend Schwung hat um von alleine voranzuschreiten. in desto tiefere Stadien bewegt sich der Geist. Wo ihr letztlich hinkommt. bzw. dass sie ein Eigenleben zu haben scheint. dann springt die Achtsamkeit mit. Die Konzentration ist auf dieser Stufe so entwickelt. Wenn das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke sich in springenden Bewegungen entwickelt. ist es. Metta übt. dass sie anders gelagert sind – sie sind tiefer. Sie bewegt sich wie von allein. 2. auf das ihr eure Liebe verströmt. als würdet ihr in einen tiefen Schlaf fallen. Das Gefühl abzuheben Die dritte Stufe ist das Gefühl einen Abflug zu machen. sodass sehr viel Freude aufkommt. Solche Konzentration während der Meditation baut einen Schwung auf. weil der Schwung so glatt geworden ist. Alles ist sehr leicht geworden. wegzusinken und zu verschwinden. Ist das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke lang. Ihr müsst keine spezielle Anstrengung machen. dass dies tatsächlich stattfindet) haben viel Ähnlichkeit mit dem. als wärt ihr auf einem Boot. Der Geist kann dabei so fein werden. Dies ist so. Beim Beobachten der Bauchdeckenbewegung fließt die Achtsamkeit. Gewöhnlich macht ihr zuerst die Erfahrung abzuheben und dann wegzusinken. Als Ergebnis bewegt der Geist sich auf ein subtileres Objekt zu. nachdem sie sich zur kontinuierlichen Achtsamkeit entwickelt hat. als wäre er unbewusst. das mit dem Strom fließt. als würde der Geist einen Flug machen. Sehr viel innerer Friede steigt auf. die sich immer mehr zum Objekt hin bewegt. fließt eure Achtsamkeit in kleinen Wellen vom Anfang bis zum Ende mit. hat die fließende Phase viel Ähnlichkeit mit der Zugangskonzentration. Tatsächlich handelt es sich dabei um ein Stadium der Konzentration mit einem sehr feinen und entwickeltem Objekt. In Wirklichkeit ist es jedoch so. dass euer Bewusstsein und eure Kenntnis vorhanden sind. mit dem „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke mit. insbesondere wenn das Objekt etwas gröber ist. Wenn man dies genug übt. als wenn ihr Liebende Güte mit einem Objekt. Je subtiler das Objekt wird. B. hängt von eurer Praxis ab. Die Liebende Güte fließt und fließt wie in Wellen. 3. so schnell. wird die nächste Stufe erreicht.ist lediglich vorbereitende Konzentration.

Das kontinuierliche Notieren um die Realität zu erfahren Wenn ihr die Erfahrung der Realität mit ihren drei charakteristischen Eigenschaften (Unbeständigkeit. Die Einzigartigkeit der Vipassanā-Konzentration Die meisten Konzentrationsarten sind etwas mehr als nur Ruhe. der ihr sie sendet. Diese Zustände sind friedlich. auch wenn viele Objekte erscheinen (all dies sind Geist-Körper-Prozesse). Ähnlich ist es mit Visualisationen. da sie die sich verändernden Objekte beobachtet. Die entsprechende Schwungkraft wird dann aufgebaut. dann könnt ihr davon ausgehen. dass dies nur mit Achtsamkeit möglich ist. Es ist einfacher. sondern bei jeder täglichen Aktivität wie beispielsweise Essen oder Trinken. Unzulänglichkeit und Nicht-Selbst) und diejenige von nibbāna machen möchtet. könnt ihr auch keine Verwirklichung hervorbringen. die weiterfließt. beobachtet und konzentriert euch so auf sie. wie sie entstehen und wieder vergehen. wird der Geist nicht fließen und geeint sein können. Und es ist nicht leicht sie zu entwickeln. die für die Einsicht in die Wirklichkeit notwendig ist.Liebenden Güte. Man trifft sie selten an. wird sie sich nicht in Einsicht verwandeln können. Sie sind sehr nützlich. wird der Geist sich mehr und mehr auf die Natur der Veränderung konzentrieren. diesen Grad an Konzentration zu bekommen. sich auf stille statt auf wandelnde Objekte zu konzentrieren. Und wenn ihre in tiefere Stadien kommt. All dies sind Geist-Körper-Prozesse. Wenn ihr an verschiedene andere Dinge denkt oder verschiedene Stimmungen habt. Letztendlich werdet ihr euren Geist auf den Wechsel des Entstehens und Vergehens von Körper und Geist (nāma rūpa) richten. Wenn ihr wiederholt durch Beobachtung den Prozess betrachtet. Und wenn er sich nicht mehr auf die Veränderung konzentrieren kann. Vipassanā-Konzentration ist einzigartig. Die Energie bewegt sich kontinuierlich auf das visualisierte Objekt zu. Wenn ihr Liebende-Güte-Meditation übt.und Sitzmeditation. weil diese Form der Konzentration schlichtweg nicht dorthin führt. bis sie sich zu feineren Stadien entwickelt und sich schließlich mit dem Objekt vereint. führen aber nicht in die Verwirklichung. dann müsst ihr von Anfang an das Notieren auf die Natur der Wirklichkeit richten. sie sind kraftvoll. dann werden sich der Schwung und das Objekt nicht so charakteristisch entwickeln. warum ihr jeden Geist-Körper-Prozess beobachten müsst. 116 . an dem ihr euch zum Schlafen legt und das nicht nur während der Geh. dass ihr sie kontinuierlich beim Entstehen und Vergehen notieren könnt. Es ist schwierig. Wenn ihr das nicht tut. Dies ist der Grund. Notiert sie. Er wird sich nicht auf die Veränderlichkeit konzentrieren. betrachtet ihr lediglich. vom Aufwachen an am Anfang des Tages bis zum Zeitpunkt. Die MettaEnergie bewegt sich ständig zu der Person. weil die gesamte Energie Metta-Energie ist und nicht Energie. Selbst beim Sitzen.

Ihr werdet dann auch die Natur des Objektes verstehen. Ein gutes Beispiel ist die Vibration. Hier erkennt man die Zustände. Normalerweise beschreiben es die Leute als ein Eintauchen in die Leere.Wenn ihr euch den Verlauf der Veränderungen des Geist-KörperProzesses anschaut. dann werdet ihr sie als störend empfinden. dass ihr unbequemen und bedrückenden Dingen begegnet. Jhāna-Stufen in der Samatha-Meditation In der Samatha-Meditation werden in den unterschiedlichen jhānas (Vertiefungen) verschiedene Erfahrungen gemacht. die Geistesfaktoren und die beteiligten Faktoren der Konzentration.“ Diejenigen. scheint es das Beste zu sein. genau wissen. Aber wenn die Veränderung beginnt. dann fängt sie an beunruhigend zu werden und ist daher auch ein Aspekt der Unzulänglichkeit. der tiefe Friede. Wenn ihr also anfangt die Veränderung zu betrachten. Sonst werdet ihr schließlich wie die Leute enden. da das Objekt so fein ist. Die Freude (pīti). in das der Geist vertieft ist. dann ist es nicht vermeidbar. 117 . Er geht dabei in immer tiefere Stadien. nachdem ihr daraus aufgetaucht seid. Falls Vibration sehr fein ist. Der zweite Faktor ist beim Objekt verweilen (vicāra). des Leidens. die sagen: “Oh. Der erste Faktor ist Gedankenfassen (vitakka). kennen die Bedeutung und den Zweck der Vipassanā-Meditation. die den Geist zum Objekt bringt. da hier das Wesen der Veränderung deutlich zu Tage tritt. Veränderung assoziiert man normalerweise mit bedrückender Erfahrung. Ich sollte lieber schlafen gehen. Am Anfang werdet ihr den geistigen Zustand in den Vertiefungen nicht genau erkennen. Wenn Vibration sehr intensiv ist. Dies ist etwas anderes als eine einfache Betrachtung. was ich bekomme ist mehr und mehr Leid. Wenn etwas sehr ruhig und still ist. Daher ist es nicht besonders angenehm mit der VipassanāKonzentration anzufangen. dass es einem erscheint als wäre man in einem tiefen Schlaf. die trotz dieser Empfindungen genug Ausdauer hatten. zu offensichtlich zu werden. scheint sie eher friedlich zu sein. Dessen ungeachtet sollte sie praktiziert werden. Sonst kann nibbāna nicht erfahren werden. die als die fünf JhānaFaktoren bezeichnet werden. die Kraft. so könnt ihr es nicht vermeiden Wahrnehmungen der Unzulänglichkeit und der Bedrückung wahrzunehmen. die die Aufmerksamkeit des Geistes auf dem Objekt verweilen lässt. wenn es auf diese Weise bestehen bleibt. Der Geist ist eingefroren und mit dem Objekt vereint. Angefangen mit der Zugangskonzentration sind das erste. Alles. die ihr durch das Objekt erhaltet. Ich mache gar keinen Fortschritt. das zweite bis hin zum achten jhāna (Vertiefungen) eine Art eingefrorener Zustand des Geistes. Ihr müsst dies klar verstehen und dazu noch die entsprechende Ausdauer haben. So wird die Veränderung allerdings nicht offenbar. Aber mit zunehmender Erfahrung werdet ihr. die Natur des Bewusstseins. eine Kraft. um was für einen Zustand es sich handelt.

Wenn es draußen kalt ist. lasst uns auch die verschiedenen Arten der Meisterung der Vertiefungen (Jhāna-Konzentration) betrachten. B. Sie bringt den Geist in den Zustand der Konzentration. dass der Geist ganz und gar ins Objekt versunken ist und dort auch verbleibt. da wir die Natur der Konzentration und die verschiedenen darin enthaltenen Konzentrationsarten erklärt haben. die Menschen in Kriegsgebieten haben. nicht aufs Bett legen. Es hört sich sehr leicht an. Ihr solltet es euch aber auch nicht zu bequem machen. es könnte sich jedoch als schwierig erweisen. Ihr solltet keine Sorgen haben. Schmerz. Als zweites solltet ihr einen möglichst friedlichen Geist haben. Es gibt einige Dinge. Macht es euch bequem. Nun. Dann 118 . Es könnte sonst sein. Krankheit und viel Krach können euch ablenken und die Meditation schwierig machen. Bleibt auf das Objekt gerichtet. indem ihr einfach euren Geist darauf gerichtet haltet. Einsichtsstufen in der Vipassanā-Meditation In der Vipassanā-Meditation ist die Konzentration mit verschiedenen Einsichtsstufen verbunden. Wenn man sich körperlich gut fühlt. desto klarer wird das Verständnis der drei allgemeinen Daseinsmerkmale. Da sich dieses Buch eigentlich nicht mit Samatha-Meditation beschäftigt. die in Äthiopien und Somalia verhungern. Sagt euch selbst. dass ihr die Dinge unvoreingenommen betrachten wollt und lasst sie los. dass ihr körperliche Bequemlichkeit und einen ruhigen Platz habt. Letztendlich führt dies dann zur Erfahrung von nibbāna. um die Ruhemeditation (Samatha-Meditation) zu meistern 1. der dann in samādhi (jhāna) mündet. die uns dabei unterstützen. Eintritt in die Vertiefung Die erste Fähigkeit wird als “Hinwenden” bezeichnet. da der Geist der Menschen sehr kompliziert ist. ist es einfacher sich zu konzentrieren. dass ihr einschlaft. die durch das Objekt entsteht. werden wir diese Faktoren im Detail jetzt nicht weiter ausarbeiten. Benötigte Fähigkeiten. aber bleibt wachsam. wo ihr doch eigentlich meditieren wolltet. Dies ist nicht zu schwierig. Das heißt. Stellt also sicher. dem Unbedingten. also euch z. von Leuten.das Glück (sukha) und die Konzentration (samadhi) des Geistes. Mehr Vipassanā-Konzentration wird mehr konzentrierte Bewusstheit der Wirklichkeit hervorbringen. bis sie sterben. Und dadurch werden schließlich die verschiedenen fortschreitenden Stufen des Einsichtswissens erfahren. Das erste ist physische Bequemlichkeit. Wir fangen damit an den Geist auf das Objekt zu richten und alles andere zu vergessen. kann es schwer sein die Gehmeditation zu praktizieren. Je konzentrierter die klare Bewusstheit ist. Denkt an all die Schwierigkeiten.

geht gegen die unterschwelligen Strömungen. Es ist wie als wenn ihr euch schlafen legt. dass ihr keine großen Probleme habt. dann bleibt einfach dabei. Solltet ihr von Wut oder Groll erfüllt sein. Tendenzen. dann sprechen wir davon. Eigentümlichkeiten. wie das Licht einer ruhigen Kerze in einer windlosen Nacht. Bleibt einfach bei der Bewegung. so wie ihr eine heiße Kartoffel wegwerfen würdet. Haltet nicht an dem Mist fest. Dann könnt ihr natürlich nicht ganz und gar in diesem “Steigen” und “Fallen” aufgehen. belanglose Dinge Sorgen zu machen. an. Ihr könnt anstatt “Heben” und “Senken” auch die Worte “Steigen” und “Fallen” benutzen. Manchmal ist es sogar weniger als eine Minute und ihr werdet in das Objekt versinken. vergesst alles. Auf diese Weise macht der Geist es sich zur Gewohnheit die Dinge mit voller geistiger Klarheit zu betrachten und nicht oberflächlich über sie hinwegzugehen. Wenn ihr euch lange genug auf ein Objekt konzentrieren könnt. dass ihr glaubt verrückt zu werden. dann kehrt auch in eurem Körper Frieden ein. Denkt weder an Vergangenheit noch an die Zukunft. dann heißt das: Haltet eure Aufmerksamkeit lediglich dort auf den Unterbauch gerichtet. 119 . dass die geistige Praxis in Schwung gekommen ist. Das “Heben” und “Senken” muss nicht extrem klar umrissen sein. ob sie unterschwellig oder grob ist. das Konzept eures Körpers aber transzendieren solltet. Ihr müsst euch aber von allem frei machen können. Das ist es. Haltet einfach nur euren Geist auf das „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke gerichtet. seid euch einfach nur bewusst. Stärkt eure kontinuierliche Achtsamkeit. euch über kleine. der euch nur unglücklich machen kann. was ihr tun müsst. Es kann lediglich eine leichte Bewegung des Hebens und Senkens sein. nur mit dem Unterschied. Ich versichere euch. kann es sonst passieren. Macht euch von allem frei. Nachdem ihr inneren Frieden erlangt habt. Richtet euren Geist aus. Wenn ihr am Körper haftet. Hört auf. dass ihr dabei seid einzuschlafen und ihr werdet nicht mehr das Steigen und Fallen (der Bauchdecke) bewusst wahrnehmen. die ihr im Strom der Achtsamkeit erkennt. da wir im Augenblick nicht über Einsicht sprechen. Wenn diese Schwungkraft der Achtsamkeit entwickelt und euer Geist friedfertig ist. dass ihr nicht schlaft. was „den Geist auf das Objekt halten“ bedeutet. hört einfach auf darüber nachzudenken. Alles. Wir reden nur über Konzentration. Wenn der Geist regelmäßig geistig notiert und dabei mit Achtsamkeit vorgeht. Macht euch auch keine Gedanken darüber wer ihr seid. Kümmert euch nicht darum. etc. Schafft in euch eine Insel geistigen Friedens. kümmert euch nicht um Raum und Zeit (also wo ihr jetzt im Moment seid). Wenn wir vom “Heben” und “Senken” sprechen. so werft diese weg. dass ihr innerhalb einer Minute in den Zustand der Vertiefung kommen könnt. ist euren Geist auf das Objekt zu richten. indem ihr diese Dinge notiert. Ihr werdet denken. Ihr beobachtet lediglich das Objekt von Moment zu Moment.werdet ihr realisieren.

ich werde jetzt nicht lange in der Vertiefung verbleiben. Dann könnt ihr diese Vertiefung . Seid ihr zu angestrengt. Das heißt. Falls ihr ungeduldig seid und sagt: “Oh. Wenn ihr all die Bedingungen kennt. tiefe Konzentration eingehen wollt. sagen wir einmal für drei bis vier Stunden. dann werde ich keine Zeit für Einsichtsbetrachtung haben“. anhaltende Geduld. Haltung in diesem Zusammenhang meint Geduld. dann werdet ihr in die Vertiefung eintreten.Wenn ihr dies lange genug praktiziert. wenn ich zu lange in der Vertiefung bleibe. dass ihr die Schwungkraft sorgfältig aufbauen müsst. Habt ihr einmal die Natur der Vertiefung und die richtige Geisteshaltung verstanden. Es ist wichtig sich vorzubereiten. 120 .” Ihr müsst alle Konzepte von Zeit loslassen. Nachdem ihr es geschafft habt in die Vertiefung zu kommen. sodass ihr darin lange Zeit verbleiben könnt. Seid ihr dabei jedoch ruhig und entspannt. Weiterhin erfordert es Vorbereitung gefolgt von richtiger Haltung. Dies alles ist sehr einfach. Andernfalls werdet ihr sagen: “Ich möchte mein Mittag nicht ausfallen lassen. Das ist der Grund. ist alles nur noch eine Frage der Haltung. dass eine stabile kontinuierliche Konzentration aufgebaut wird und eine kontinuierliche Schwungkraft achtsamen Notierens. In der Vertiefung verbleiben Das Verbleiben in der Vertiefung erfordert Übung. Ihr müsst in euch die Haltung entwickeln. Wenn ihr es geschafft habt solche Konzentration aufzubauen. müsst ihr als Nächstes lernen darin zu bleiben. Und ihr müsst den klaren Wunsch haben in der Konzentration für lange Zeit zu bleiben.wann immer ihr wollt . Für längere Perioden der Konzentration braucht ihr viel Energie. dass die Konzentration eine gewisse Zeit lang aufrechterhalten werden kann. dann kann sie lange anhalten. Vorbereitung ist erforderlich um zu ermöglichen. Wenn ihr das erst einmal geschafft habt. dass ihr euch also keine Gedanken über Zeit macht. Das Wichtigste daran ist. Also. wie lange Zeit wir in Vertiefung verweilen können. dann kann die Konzentration nicht lange anhalten. welcher geistige Zustand dafür angemessen ist und in welchem geistigen Zustand man dies nicht tun kann etc. die müsst ihr loslassen. die euch beunruhigen und tief in eurem Geist festsitzen. Es ist hier wie das Anhalten von Luft. dann könnt ihr für längere Zeit in der Vertiefung bleiben. alle Dinge.erreichen. könnt ihr euch das wieder ins Gedächtnis rufen. 2. dass ihr euch keine Gedanken darüber macht wie lange ihr schon sitzt. In die Konzentration zu gehen ist. damit auch die dadurch akkumulierte Energie stark ist. dann werdet ihr natürlich nicht lange in der Vertiefung bleiben. wie als wenn ihr einmal tief Luft holt und diese anhaltet. warum der Geist mit der richtigen Einstellung herangehen muss. dann solltet ihr einplanen dies nach dem Mittagessen zu tun. dann habt ihr die Fähigkeit des Verbleibens erlangt. Wenn ihr in eine lange. damit ihr euch über das Mittagessen keine Sorgen zu machen braucht.

dann sollte man auch in der Lage sein. Es bedarf eines klaren Geistes und starker Konzentration dazu. das Daraus-wieder-Auftauchen zu steuern. Wenn ihr beispielsweise in tiefe Konzentration gehen möchtet. Und ihr müsst häufig praktizieren. Diese Fähigkeit zu besitzen ist ein großer Vorteil. Ihr könnt euch auch darauf trainieren. in die Vertiefung einzutreten und in diesem Zustand der Vertiefung zu verbleiben. Um Einsicht zu entwickeln muss man genug Zeit dafür haben. in Beziehung zu bestimmten Situationen aufzutauchen. Es ist. Dies wird lange Zeit beanspruchen. Wenn man in der Lage ist die Vertiefung beliebig lange aufrecht zu erhalten. Ihr könntet zu einer von euch bestimmten Zeit daraus auftauchen. als würde man den Geist darauf programmieren auf bestimmte Bedingungen in bestimmter Weise zu reagieren. 121 .” Sind eure Fähigkeiten entwickelt. Daher müsst ihr die Fähigkeit entwickeln. Dies ist nicht ein solch großes Problem wie die Aufrechterhaltung der Konzentration. Die Fähigkeit des Herauskommens Dann gibt es noch die Fähigkeit des Herauskommens aus der Vertiefung zur rechten Zeit. etwa vor dem Mittagessen oder wenn jemand euch anruft.3. dann sagt euch: “Ich möchte in vier Stunden aus der Vertiefung wieder auftauchen. dann werdet ihr exakt in der Sekunde aus der Vertiefung auftauchen zu der ihr es wünscht.

ist das erste. in jedem Fall braucht ihr eine sehr starke Achtsamkeitsbasis. Nur so können wir wissen. was sie verstehen müssen. Die Unterschiede zwischen Ruhe. warum Meditationslehrer die Meditierenden unnachgiebig dazu anhalten vipassanā zu praktizieren. Deshalb müssen wir . dass sie sehr starke migräneähnliche Kopfschmerzen bekommen. sagt Sariputta: „Es gibt zwei Zustände. die reine Ruhemeditationsmethoden praktizieren häufiger. die wahre dhammas sind. dass der Meditierende Ruhe. dass sie sich wie besessen versuchen auf das Objekt zu konzentrieren. B. reale Phänomene. versuchen das Objekt zu visualisieren. Achtsamkeit ist ein klarer Zustand der Bewusstheit ohne Verwirrung. Erst dann können wir damit fortfahren zwischen dem Ruhe. Während längerer Retreats von einigen Wochen oder auch Monaten wird die entwickelte Konzentration sehr stark. der letzten Lehrrede in der längeren Sammlung.bevor wir ernsthaft Ruheoder Einsichtsmeditation betreiben . Das Ergebnis ist oft. Im Dassuttara Sutta. Deshalb ist der Geist. könnt ihr eure Beobachtungen anderen klar erzählen. Samatha und vipassanā Da ihr jetzt versteht. kann es sein. nicht gestört. ob unsere Praxis korrekt ausgeführt wird. die Achtsamkeit. können migräneähnlichen Spannungen auftreten und sogar lange andauern. da dort der Faktor Achtsamkeit nicht so betont wird. Wenn sie z. in dem volle Kontrolle besteht. Wir übersetzen es oft mit Meditation. was Achtsamkeit ist. um zwischen richtiger und falscher Konzentration zu unterscheiden Es gibt klare Gründe. kann es schwierig sein dies zu korrigieren. Ob ihr samatha (Ruhe) oder vipassanā (Einsicht) entwickelt.eine klare Vorstellung davon haben.und Einsichtsmeditation klar versteht. Wenn ihr nach der Natur des beobachteten Objektes gefragt werdet. Kopfschmerzen können allerdings auch während der Vipassanā-Praxis auftreten.und Einsichtsaspekt der Praxis zu differenzieren. Achtsamkeit. Ohne diese kann man in falsche Konzentration versinken. die entwickelt werden müssen. Wenn wir versuchen Anfängern das Meditieren beizubringen. Wenn diese nicht von Achtsamkeit begleitet ist. Halluzinationen können auftreten und wenn man das so weiter treibt. Es sind samatho ca vipassanā ca (Ruhe und Einsicht). Der Geist bleibt friedlich.“ In Pali heißt das dve dhamma bhavetabba. Die Entwicklung wird bhāvanā (Kultivierung) genannt. dass richtige Konzentration Konzentration mit Achtsamkeit ist und falsche Konzentration Konzentration ohne Achtsam122 . auch wenn Schmerzen entstehen. Sonst entwickeln wir nur Konzentration und der Geist wird angespannter und immer gestresster.und Einsichtsmeditation Es ist wichtig. Das passiert denjenigen. das als die zwei zu entwickelnden dhammas übersetzt wird.13. Achtsamkeit ist deshalb wichtig um zwischen falscher und richtiger Konzentration zu unterscheiden. Das kann fürchterlich werden. Dies ist in Wirklichkeit eine Form von Stress.

Trotz dieser in gewisser Weise ähnlichen Erfahrungen. Bei der Einsicht ist die Bewusstheit schärfer und gründlicher. verstanden und man kann zuversichtlicher voranschreiten und tiefere Erfahrungen bekommen. ein klares Bild davon haben sollten. das Wichtige. sodass die Realität erfahren werden kann und man dadurch Verstehen erzielt. Wir nennen diese Einsichtswissen oder ña/as. eine Idee. die ihr betreiben wollt. meinen wir im Allgemeinen rechte Konzentration. Wenn wir uns bloß auf samatha oder vipassanā beziehen. 123 . auf welcher Spur ihr gerade voranschreitet. Wir nennen sie Vertiefungen oder jhānas. entstehen tiefe Zustände von Konzentration. was ihr erfahrt. Das Objekt der SamathaMeditation ist ein Konzept. nicht mit Zorn oder mit Gier. klarer Bewusstheit.keit. Und die dadurch entwickelte Konzentration ist entweder Zugangs. Fehler oder unnötige Verzögerungen auf und verursachen eine Menge Leid. besonders wenn ihr Anfänger seid. Ihr könnt. Es gibt Arten der Samatha-Meditation. Wenn in einem einzigen Moment diese einspitzige Bewusstheit vorherrscht. wie weit wir bei beiden fortgeschritten sind. Das ist wichtig. Ihr wisst klar. Wenn wir besser über Samatha. Beim Entwickeln von vipassanā entstehen tiefe Zustände von Wissen oder Verstehen.und Vipassanā-Erfahrungen Bescheid wissen. wenn ihr wollt. ist die Beachtung der Art der Meditation. die hinter der Praxis und den Anweisungen stehen. Erst wenn eine der beiden Meditationsarten weiter entwickelt ist. da wir. Bei erfahrenen Meditierenden ist es leichter. Der Anfänger muss die grundlegenden Techniken verstehen. wenn wir Einsicht oder Ruhe entwickeln. die Natur der Erfahrung erzählen. Nicht mit Besessenheit. treten die für diese Meditationsart typischen Erfahrungen öfter deutlich auf. sondern mit klarer Bewusstheit: einspitziger. Sonst treten falsche Ansichten. dann werden auch die Prinzipien. nennen wir das samatha (Ruhe). Es ist nicht so leicht zu erklären. So entstehen hochentwickelte geistige Zustände. wohin wir gehen. wo die Objekte besonders klar sind. Das heißt auch eine Folge von Ergebnissen. lasst uns den Unterschied zwischen samatha und vipassanā herausarbeiten. Das Fortschreiten bei samatha bhāvanā Ich möchte hier eine detailliertere Unterscheidung zwischen samatha bhāvanā und vipassanā bhāvanā machen. oder vipassanā bhāvanā (Einsichtsentwicklung oder Einsichtsmeditation) beziehen sich nicht auf einen Zeitmoment. Wenn ihr samatha entwickelt. Samatha bhāvanā und vipassanā bhāvanā Die Ausdrücke samatha bhāvanā (Ruheentwicklung oder Ruhemeditation). Das Wort samatha selbst heißt Ruhe und vipassanā bedeutet Einsicht oder Wissen. Sie beziehen sich auf eine Folge von Erfahrungen über eine Zeitperiode.oder Vertiefungskonzentration. können wir die Natur dieser beiden Meditationsarten verstehen und wir können auch sehen. Gemeint ist also. Es gibt Ähnlichkeiten bei den Erfahrungen der Entwicklung von samatha und vipassanā. dass der Faktor Einspitzigkeit des Geistes mit Achtsamkeit entsteht. Nur wenn sie verstanden werden.

Die Erzeugung dieser Samatha-Objekte beginnt mit der vorbereitenden Praxis. Auch wenn ihr die Augen öffnet und ihr euch das Licht vorstellt. Wenn ihr beispielsweise versucht. der Körper. Dies wird das „vorbereitende Bild“ genannt. wo die Lichtscheibe vollkommen rein und das Licht sehr hell ist. Diese Stufe wird upacāra samādhi (Zugangskonzentration) genannt. in eurem Geist mit geschlossenen Augen eine Lichtscheibe zu erzeugen. ist die Lichtscheibe. Dann schließt ihr die Augen und versucht das Licht zu visualisieren. wird eure mentale Kreation tatsächlich mit geschlossenen Augen so sichtbar. dass ihr fühlt. da das Licht eine Geistkreation ist. Als wenn der Geist Licht wäre und das Licht Geist. Der Geist ist sehr klar und das Licht ist sehr hell und durchsichtig wie Glas. Manchmal wie eine bloße Phantasie. wenn Leute Götter oder Ähnliches visualisieren. das „aufgefasstes Bild“ genannt wird. Zuerst seht ihr mit euren Augen auf eine materielle Lichtscheibe. Das ist das visualisierte Bild. dass ihr nicht denkt . Andere Konzentrationstechniken benutzen Worte wie Mantras oder Rezitationen. wird dieser transparent. Ihr könnt darüber nachdenken. Nach einiger Zeit könnt ihr nichts mehr hören. die Geräusche. Das Bild wird glasähnlich. löst sich der Geist immer mehr von den anderen Objekten.a. wo ihr seid und wer ihr seid. was sie für euch bedeuten. Alles andere ist vergessen. Es gibt unter Umständen eine Menge Freude. der Geist sinkt in das nimitta (Bild/Zeichen). Auch wenn sie Buddha visualisieren. sehr klare SamathaObjekte.sofern eure Konzentration stark genug ist. Manchmal gehen die Leute sogar so weit. das Licht-Kasina. was es gibt. Diese werden Wortkonzepte genannt. Nehmt z. B. eine Menge an Licht aber sonst nichts. als wenn er „Buddha“ wäre und „Buddha“ ist so. Es gibt dann einen Punkt. als wäre er der Geist. die ihr vor euch hingelegt habt. könnt ihr es vor euch sehen.obwohl ihr denkt. bei den Visualisierungstechniken und den Farb-Kasinas Hier stellt man sich u. Wegen der starken Konzentration ist der Geist so. Dies wird das „Gegenbild“ patibhaga nimitta genannt. Durch das Studium des abhidhamma könnt 124 . dass der Geist sich auf das Licht konzentriert. dass sie sich Buddhas.der Geist immer noch flackert und schwankt. Diese Objekte sind bloß kreiert. Alles.z. Wenn man dies andauernd und mit Achtsamkeit tut. Das sind ebenfalls. von euch ausgedacht. bodhissattvas oder Götter etc. Das kann so weit gehen. dass es eine Kreation eures Geistes ist. Dann vertieft sich der Geist darin. Das bedeutet. da es sich um Konzepte handelt. kann die Lichtscheibe hin und her schwanken. was für eine Idee und nicht welche Erfahrung sie für euch darstellen. Später vergesst ihr die Form und Gestalt eures Körpers. Wenn die Konzentration noch nicht so stark ist. Dies ist ein sehr reiner Geisteszustand. einspitzig und über nichts anderes nachdenkend. Licht oder Farben vor. Es tritt ebenfalls auf. Es können gewisse Bilder in ihr auftauchen. dass . als wenn sie aus echtem Licht bestände . Ihr wisst nur. B. welchselbiges ein Konzept ist. Dies ist ein einfach erkennbares Beispiel eines Objektes. vorstellen. Diese Stufe ist sehr nahe der Vertiefung. Das ist auch tatsächlich so. Ihr wisst vollkommen klar. dass euer Körper im Buddhabild ist.

dass sie das sankharupekkha ñā/a erreicht haben. handelt. dass es sich dabei um vertiefte Konzentration. Aber wenn ihr aus dieser Konzentration wieder auftaucht. da die Art des Objektes von der Natur eurer Aufmerksamkeit abhängt. dass ihr wisst. Das heißt. das heißt. Ihr könnt zwar dem „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke für ein oder zwei Stunden problemlos folgen. schrecklich und ich habe viel Schmerzen. Sie werden nicht durch den Geist erzeugt. In der Samatha-Meditation wird der Geist immer ruhiger. dass ihr zu dieser Zeit wie ganz eingeschlafen seid. Es ist gemischt. wisst ihr.ihr verstehen. Am Anfang. dass ihr nicht schlaft. sehr weich und sehr langsam. also das Wissen kurz vor magga-phala der Erleuchtung. Das ist das Feststecken in der Konzentration. Wenn ihr nun keine gute Konzentration erlangt. Wenn ihr anfangt den Atem zu zählen. beschwert ihr euch: „Die Meditation ist jetzt schwierig. Alles. sorgloser und friedlicher und die Befleckungen entfernen sich immer mehr. Diese hochentwickelten Zustände beim samatha sind so etwas wie ein Halbschlaf und zugleich Zustände. Das Beobachten der Einatmung an der Nasenspitze. denn so entsteht eventuell Anhaftung. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein. dass euer Geist während der Vertiefung sehr klar und die ganze Zeit vereint mit dem Objekt der Konzentration. Ānapānasati Gewisse Objekte können für die Vipassanā. Ihr sinkt in ein Stadium. kann es Samatha. in dem ihr nichts zur Kenntnis nehmt und wisst.“ Ihr fragt euch: „Warum sagt er denn das?“ Ich sage das um euch zu ermutigen! Wenn jemand anfängt vipassanā zu üben und sich dabei ruhig und friedvoll fühlt. Es sind Realitäten. Eines davon ist das Ānapāna-Objekt. was ihr sagen könnt. die appana samadhi genannt wird. Das bedeutet. euer Geist ist in einer Morgenmeditation sehr ruhig und friedvoll. Es kann beides sein. tendiert es eher in Richtung Samatha-Objekt. dass der Geist mit dem Objekt vereinigt ist. die Erkenntnis des Gleichmutes hinsichtlich der Gestaltungen. Es war eine wundervolle Sitzung. dass ihr daran anhaftet und dasselbe wieder erleben wollt. In dieser Zeit treten keinerlei andere Geistprozesse auf. die tiefer sind als der Schlaf. wenn ihr das vorbereitende Objekt/Bild benutzt.“ Meine Antwort dazu ist: „Da ist ja prima. ist: „Ich hatte eine sehr ruhige und friedvolle Meditation. ob die Konzentration an der Nasenspitze (ānapāna) ein Samatha.oder für die SamathaMeditation benutzt werden. Der Bauch ging nur auf und ab. aber ihr könnt das „Heben“ und „Senken“ nicht klar von Moment zu Moment beschreiben. Aber sie können es nicht so gut wie ihre vorherigen Einsichtswissen beschreiben. der Lichtscheibe war. Vipassanā-Objekte sind anders als Samatha-Objekte.“ Dann kann es passieren. Aber dabei ist auch noch die gefühlte Empfindung des Atems.oder Vipassanā-Objekt sein. kann das ein schlechtes Zeichen sein. Oft fragt man mich. Nehmen wir mal an. nämlich mit dem Unterschied. wie wir mit unserer Praxis fortfahren. Einige glauben durch ihre friedvolle Erfahrung auch. ihr versucht sie euch 125 .oder ein Vipassanā-Objekt ist.

wird eine der beiden Praktiken klarer und vorherrschender. nämlich Konzentration. oder auch in irgendeiner anderen Weise zählt. hängen die Leute gewöhnlich an samatha. Sie geschehen als natürliche Vorgänge. Es ist nur so. Am Anfang kann sich das Objekt noch bewegen oder pulsieren und das wird dann oft .nicht vorzustellen. Wenn man weiter in der Konzentration fortschreitet. was Leute normalerweise unter Meditation verstehen. dass samatha schlecht ist. Der Geist ist in Richtung samatha geneigt. Aber nicht so wie ein Vipassanā-Objekt. die häufig als Empfindungen erfahren werden. dann kann sich aus diesem Grunde auch das Vipassanā-Objekt nicht richtig entwickeln. ein nimitta oder eine geistige Erfahrung ist.da es sich bewegt . wird das 126 . Deshalb neigt sich der Geist ganz natürlich dahin. der in diese oder jene Richtung bläst. Wenn ihr Konzentration auf den Atem an der Nasenspitze „ānapāna sati“ betreibt und diese mentalen und materiellen Prozesse nicht klar erkennt. wenn sie den Geist auf ein Objekt für lange Zeit konzentrieren können. Wenn ihr diese Prozesse immer klarer erfahrt. Man beginnt normalerweise. Diese Merkmale sind tiefe Aspekte der mentalen und materiellen Prozesse. der Punkt des Atems wird klarer und klarer. dass ihr fähig sein müsst. Der Geist entwickelt wegen der Neigung in Richtung Frieden und Einspitzigkeit das Samatha-Objekt. weil vipassanā schwieriger. dass sie gute Arbeit geleistet hätten. als mentale und materielle Prozesse. indem man die Ein. Der Fortschritt des Ānapāna-Objektes Wenn die Meditation auf ānapāna fortschreitet. Und zweitens. Ich möchte damit nicht sagen. Wenn der Geist einspitzig wird.und Ausatmung als Eins-eins. Das hängt von den individuellen Tendenzen des Geistes ab. weil die meisten Menschen nicht verstehen. Aber in diesem Fall ist es kein Vipassanā-Objekt. beides klar zu unterscheiden. das sich von Moment zu Moment ändert. Dies alles sind konzeptualisierte Bilder des Atems. vergesst ihr die Form eures Körpers. Wenn ihr so fortfahrt. schmerzhafter und unruhiger ist. drei-drei etc. Aber wie schon gesagt wurde. Manchmal treten abwechselnd beide Praktiken auf. was vipassanā ist. ist das Atemobjekt sowohl weich als auch angenehm und deshalb neigt sich der Geist Richtung samatha. Samatha ist gut. Warum? Erstens. wenn man es beherrscht. Wieder andere erfahren es als ein sehr weiches. Deswegen beschreiben wir hier die Ānapāna-Entwicklung als SamathaObjekt. vergesst wer ihr seid und nur die Empfindung. das ein entwickeltes Geistobjekt. ein konzeptionalisiertes Objekt.als Vipassanā-Objekt missgedeutet. wenn ihr Einsichtswissen bekommen wollt. Einige erfahren es als Baumwolle. dukkha und anattā) klarer. Auch das SamathaObjekt bewegt und verändert sich in seinen anfänglichen Stadien. zwei-zwei. Sie glauben. Ich habe das bei einer großen Anzahl von Yogis bemerkt. weißes und funkelndes Licht etc. werden natürlich auch die drei Daseinsmerkmale (anicca. wo es ruhig und friedlich ist und auch dazu. andere als sehr weiche Feder oder als Wind.

was passiert ist.. eine der Praktiken der brahma viharas) oder ānapāna oder Visualisierung . die ihn überwältigte und verschluckte. bis es sich nicht länger bewegt. dann aufwacht und denkt „Oh. bei dem ein Yogi eine starke Lichterscheinung hatte. Danach scheint der Geist wie eine Fliege. Licht“ notieren und wenn es stärker würde. Jemand der die jhānas häufig übt. die schnellen Fortschritt machen. sollte die Entwicklung des Samatha-Objektes sehr klar beschreiben können. aber es ist ganz aus Licht und sehr klar. die mit fantastischer Geschwindigkeit in das Zentrum dieses Lichtnetzes fliegt. ist es für den Meditierenden bei seinen ersten Vertiefungen nicht so klar.. wird der Fortschritt des Samatha-Objektes sehr klar. B. könnt ihr genau die Art und Weise dieser Ruhe und Klarheit beschreiben. Dies gilt speziell für Leute. Da er vipassanā praktizierte. da sie manchmal Tendenzen zu jhāna. das Zeichen der Konzentration. ermutigten wir ihn nicht auf dem Licht zu verweilen. als er richtig und gut vipassanā praktizierte. der einzigartig zu samatha bhāvanā gehört. Wenn jemand z. Trotzdem entwickelte sich das Licht weiter zusammen mit dem VipassanāObjekt und ging nicht weg. allgemeinen Fortschritt. Aber sobald sie eine gewisse Meisterschaft über die Konzentration haben. Man kann dies oft unter Vipassanā-Meditierenden beobachten. 127 . Also wie der Atem das samatha nimitta. sondern er musste „Sehen. In diesem Fall kann er das Objekt und den Fortschritt des Objektes nicht klar erkennen und beschreiben. war er sehr friedvoll. ein. Sehen. ein. Es gab einen Fall.und Ausatmen meditiert. Licht. hüllt es sich vollkommen um meinen Geist und ich betrete dann einen völlig unbewussten Zustand.“ Aber es war wahrscheinlich nur tiefer Schlaf. auf das Ein.Objekt immer ruhiger und immer feiner. Und an solchen Beschreibungen können wir erkennen. wie war das wundervoll und friedlich.aus und plötzlich weiß er nicht mehr wo er war. Und wenn ich in diesem Netz bin. Er beschrieb es einmal so: „Dieses Licht erscheint und wird sehr fein wie ein rundes Netz.für alle gibt es einen ähnlichen. Ob das Samatha-Objekt Liebende Güte ist (Metta. könnte er einfach nur eine Art friedvollen Zustand erfahren haben. ob sich jemand in tiefer Konzentration befunden hat oder nicht. formt und wie es bis kurz vor der Vertiefung immer feiner wird. wie ein Spinnennetz. Der Geist versinkt dann in dem Objekt und wird eins mit ihm. eine Art friedvoller Konzentration oder auch Schlaf. sollte er die Augen öffnen. ob es tatsächlich tiefe Konzentration oder eben nur Einbildung ist. Nur wenn ihr diesen Prozess selber erfahrt.aus.. Konzentration haben. dann ist das nur eine sehr allgemeine Beschreibung von dem was passieren kann. Wenn ihr schlicht sagt. Oder er hat vielleicht Freude entwickelt.“ Wenn er dann herauskam. Weil der Faktor Konzentration dominanter und hervorstechender ist. So eine Beschreibung ist ein klarer Fortschritt des Objektes durch die Entwicklung von Konzentration.. dass der Geist sehr ruhig und klar in tiefer Konzentration wird. Wenn jemand das nicht klar beschreiben kann. Aus solchen Beschreibungen kann man beurteilen. An diesem Punkt ist das geistige Bild extrem rein und Vertiefung kann sich ereignen.

„Sitzen“ beinhaltet mehr die inneren Spannungen. dann stellt euch nicht die Form eures Körpers. Man fängt dann an den Körper zu visualisieren. Auch bei der Gehmeditation legen die Leute oft so viel Aufmerksamkeit auf die Zehen. da man nur noch Empfindungen fühlt und „innen“ und „außen“ reine Konzepte sind. Deshalb entwickelt sich die Konzentration bei vipassanā bhāvanā. Die Yogis werden aber gerade deshalb besonders am Anfang darauf hingewiesen in Vipassanā-Art zu meditieren und sich nicht auf ein einziges Objekt. Manche Leute empfinden es so. Ihr sollt nur die reinen Empfindungen erfahren. Das ist kein vipassanā. Nun erfahren und verstehen wir das Objekt als reines paramatha dhamma. wo die Leute an den Konzepten anhaften können und damit enden in so etwas Ähnlichem wie Samatha-Meditation. Aber auch dann kann es passieren. Sie sehen z. Beine oder eures Kopfes vor. die diese Sitzhaltung ausmachen. Nun werden die drei Daseinsmerkmale offenbar und auch starker Schmerz kann entstehen. der Einsichtsmeditation. Nach einer Weile bekommt der Ball sogar Farben. das erscheint und wieder verschwindet. die letztendliche Realität. die den Körper in der aufrechten Position halten. Aber es bleibt uns nichts übrig. kann man nicht länger zwischen der externen Oberfläche und den inneren Empfindungen oder Spannungen unterscheiden. wir 128 . Sitzen-Berühren“ notiert. die auf und nieder geht. dass sie dazu tendieren die Form ihrer Beine zu visualisieren. also die auffälligen Spannungen im Rückgrat. die Knie. den Schultern. dass der eine Moment so ist und sich im nächsten Moment alles geändert hat und der darauf folgende Moment ist wieder total anders. B. sondern ist ein Visualisierungsprozess. sondern fühlt die Empfindungen. Einige beobachten. sondern besser auf den erfahrenen Prozess ohne visualisierte Form zu konzentrieren. Wenn ihr z. Vipassanā ist die reine Erfahrung der Körper-Geist-Prozesse. der Taille. Mit anderen Worten ist es ein Prozess. Es ist eine Art der Starrheit. eurer Hände. „Sitzen-Berühren. B. Hier kommt dann der Punkt. Das Objekt ändert sich ständig und man hat häufig Schmerzen. dass man anfängt zu visualisieren. Das hat nichts mit vipassanā zu tun. „Berühren“ beinhaltet die Empfindungen. Da es sich am Anfang nicht schnell entwickelt. Reine Empfindungen ohne Form bleiben zuletzt übrig. wo die Beine den Boden berühren. Das heißt. Manchmal ist es auch wie ein runder Ball. etwas. „Sitzen-Berühren“ notiert. macht man zuerst Erfahrung mit Konzentration. Wenn man tiefer in das „Sitzen-Berühren“ hineingeht. die auf der Oberfläche des Körpers entstehen. wie ihr Bauch auf und ab geht und dann schließlich nimmt der Bauch Form an. nicht so schnell. die Fersen. B. Die am meisten hervorstechenden Empfindungen sind die des Hinterns oder auch die Punkte.Der Fortschritt des Vipassanā-Objektes Der Fortschritt des Vipassanā-Objektes ist völlig anders. wenn man z. ein Fluss. eine lange Linie. Man kann sich dann selber sitzen sehen. Diese Objekte entstehen von Moment zu Moment und unterscheiden sich vom Samatha-Objekt. Aus diesem Grunde sind die Erfahrungen in der anfänglichen Entwicklung ähnlich derer in der Samatha-Meditation. als wenn eine Kraft vom Rücken her drückt.

Und dann. Nur so lernt ihr die Natur dieser Geist-Körper-Prozesse kennen. Es gibt kein vipassanā ohne Schmerz. Sie muss entwickelt werden. wenn er entsteht. dann dies. Dafür gibt es viele Beispiele in den Schriften. Manchmal gibt es eine Menge Leid. 129 . Ihr schlagt den Ball und bevor ihr es erahnt. Es verändert sich sehr schnell. die schon vorher Samatha-Meditation gemacht haben. dann jenes etc. Sie sagen „Ich mache Rückschritte. Darum müsst ihr den Schmerz. Der Geist muss gezwungen werden in den Geist-Körper-Prozess hineinzuschauen. Das „Heben und Senken“ der Bauchdecke. Deshalb mögen diese Meditierenden das nicht. Ihr müsst verstehen. Einige bezeichnen vipassanā als „Leidensmeditation“ und finden es sehr schwer sie zu praktizieren. Squash ist ein sehr schnelles Spiel. Man sagt es. den Schmerz. Der Geist muss klar und offen sein ohne irgendwelche Konzepte. damit sie die einzigartige Vipassanā-Konzentration erlernen können.“ Schliesslich machen sie wieder Samatha-Meditation und sagen. Das liegt daran. dass er jedes Phänomen einfangen kann. dann mag er das normalerweise nicht. von ihrem Meditationslehrer gesagt. Zu Buddhas Zeiten allerdings machten eine Menge von Leuten Samatha-Meditation und danach erreichten sie schnell magga phala. Vipassanā ist nichts für mich. Meine Meditation wird schlechter. Der Geist muss so schnell und klar werden. da sie einzigartig für die Einsichtsmeditation ist. wo sie sehr schnell. kommt er zu euch zurück. dass die später entstehenden Einsichtswissen Bestandteil dieser Bewusstseinsart mit seiner speziellen Konzentration sind. Wenn jemand. fängt er an zu denken. bevor man mit all den erscheinenden und verschwindenden Objekten mithalten kann. Darum wird einigen Leuten. er solle das „Heben und Senken“ der Bauchdecke beobachten. Ähnlich ist es mit dem Vipassanā-Objekt.müssen diese Konzentrationsart entwickeln. müsst ihr den Schmerz beobachten. Ihr könnt euch dabei sogar verletzen. beobachten. Wenn Schmerz entsteht. dann Denken. dass das „Heben und Senken“ relativ grob ist und man manchmal nur ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend beobachtet. gesagt bekommt. Deshalb kann Einsicht bei ihnen weder entstehen noch fortschreiten. Anfänger wissen nicht. Das ist wie beim Squash spielen. Diese Art von Konzentration kann nicht durch Samatha-Meditation erreicht werden. flexibel und klar ist. dass es so schön und friedlich ist. Ihr müsst dazu die entsprechenden Fähigkeiten entwickeln. der schon viel anapāna gemacht hat. Das ist kein Vorurteil gegen samatha bhāvanā. dass sie die Samatha-Praxis für die Zeit des Retreats vollkommen beiseite legen sollen. Normalerweise muss man zuerst diese einzigartige Vipassanā-Konzentration entwickeln. Diese Fähigkeit entsteht nicht aus dem Nichts durch bloßes Wollen. Ab und zu sind nur Spannungen im Bauch und es gibt hier und dort ein paar Schmerzen. da der Geist jetzt die Konzentration nicht mehr halten kann. Das passiert gewiss nicht bei jedem so einfach. Ihr müsst so viele verschiedene Objekte beobachten. Die Achtsamkeit muss auf eine Stufe entwickelt werden. wohin der Ball geht.

In dieser Welt findet ihr mehr Samatha-Praktiken und Erfahrungen. Vipassanā-Erfahrungen sind nicht so üblich. Er sollte nicht erwarten. dass ich das glaube. tendieren sie während des Sitzens eher zur Konzentration. Einige Meditierende behaupten „Oh wir sind sehr schnell durch alle Einsichtswissen gegangen und endeten mit den letzten paar. was Achtsamkeit ist. Er lungert nur herum und geht hierhin und dorthin. Wenn eine Absicht entsteht. dass es so ein Einsichtswissen. die Unterscheidung von Körper und Geist. frage ich jene oft. Ihr erfahrt dann. in das „Heben und Senken“. wisst ihr. Beim ersten Einsichtswissen ist die Achtsamkeit von Anfängern noch nicht so scharf. als wenn jemand mit schlechter Grammatik behauptet ein Englisch-Professor zu sein.“ Ich sage „Ihr träumt!“ Wenn ich solche Bemerkungen höre. dukkha und anattā. Auf diese Weise wird der Geist. Wenn man im Einsichtswissen fortschreitet. Da Anfänger die Ruhe mögen. dass der Geist sich hinsichtlich vipassanā entwickelt. Es sei denn man hat starke Tendenzen dazu. Wenn erst einmal so ein Stadium erreicht ist. Aber auch dann. Mit dem Erscheinen von sehr klarem Einsichtswissen. wenn z. Bei der Gehmeditation ist es ein klarer geistiger Moment-Zu-Moment-Prozess. Wenn ihr immer so weiter beobachtet. Die Empfindungen können sehr klar und intensiv sein. so eine Erfahrung gibt.Aber wenn ihr durch all diese Erfahrungen hindurchgegangen seid. Eines der wichtigsten Dinge. Nur dann können wir sicher wissen. Dieses Wissen kann sehr klar während der Gehmeditation entstehen. der das Sehen und die erfahrenen Empfindungen während des Gehprozesses notiert. aber der Geist bleibt ruhig. Basierend auf diesem ersten Wissen entstehen all die anderen Einsichtswissen. Manchmal ist ihnen nicht einmal klar. Wenn keine klare Einsicht entsteht. Auf welche Weise können sie dann so weit in vipassanā gekommen sein? Es ist so. wird der Geist sehr ruhig und ist in der Lage den Objekten von Moment zu Moment zu folgen. schreitet auch der Geist nicht mit vipassanā voran. dass sich jemand zur VipassanāRichtung hin entwickelt.und Körperprozess klar mit scharfer Achtsamkeit unterschieden und das entsprechende Einsichtswissen entsteht. Die Achtsamkeit. geht es schnell wieder weg. wird auch sie notiert. die man wissen muss ist: 130 . den Schmerz etc. sehr klar und sehr gründlich sein. werden auch die drei Daseinsmerkmale klarer. Dann weiß man durch Erfahrung. der Natur von anicca. geht der Geist normalerweise nicht mehr so leicht zur SamathaMeditation. Ein Beispiel ist das erste Einsichtswissen. wo es meist offensichtlicher als in der Sitzmeditation ist. Licht erscheint und ihr es notiert. und wie er all die verschiedenen Empfindungen beobachtet. Ihre Achtsamkeit und Konzentration ist unscharf. was Achtsamkeit sei. wie der Geist in die Objekte hineingeht. die mit Einsichtswissen einhergeht. muss sehr scharf. schreitet auch die Vipassanā-Konzentration voran. der Natur des GeistKörper-Prozesses. Die verschiedenen Stufen des Einsichtswissen sind nichts anderes als immer klarer werdende Erfahrung bezüglich der Natur der Realität. B.

Sonst kann sie nicht diesem Zweck dienen. sind diese Schutzmeditationen in einem gewissen Maß wichtig zur Aufrechterhaltung der Praxis. bevor wir auf vipassanā umschalten können. Während Zeiten intensiver Praxis sind die vorbereitenden Konzentrationsmeditationen nicht so relevant. die vier Schutzmeditationen. 131 . Im Fall von samatha. vor allem im täglichen Leben. Aber im Alltag. Es gibt Personen mit gewissen starken geistigen Befleckungen. Wenn wir diese Betrachtungen die ersten zehn oder 20 Minuten am Anfang der täglichen Praxis bedenken. nicht unterschätzen: Zwei Minuten Betrachtung der Vorzüge des Buddha.Seid nicht an ein oder zwei ungewöhnlichen Erfahrungen interessiert. da die erreichte Konzentration bei der reinen Einsichtspraxis während eines Retreats sowieso schon sehr stark ist. Einsichtsmeditation umschalten. dass die Konzentration stark und scharf und leicht erreichbar sein muss. damit es als Grundlage für Einsicht dienen kann. Zusammenfassung Hier ist eine kurze Zusammenfassung dessen. was wir besprochen haben: Ob wir vipassanā um Einsicht zu erlangen oder samatha um Ruhe zu erlangen praktizieren: Wir müssen sicherstellen. erinnert euch. müssen wir die Samatha-Praxis einige Zeit komplett verwerfen um uns selbst voll der Vipassanā-Praxis zu widmen. die das benötigen. zwei Minuten Liebende-Güte. dass wir es stark genug entwickeln müssen. die zuerst etwas Samatha-Meditation machen sollten. werdet ihr in diesem Fall eher eine schlechtere Konzentration haben. gewöhnen wir uns daran und das kann unserer Praxis sehr helfen. Wenn ihr euch diesen vorbereitenden Praktiken zuwendet. Sonst geht der Geist automatisch zur Konzentrationsübung zurück. Es dauert eine Zeit lang. Während der Vipassanā-Konzentration müssen wir viel Schmerzen und Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen und ihnen gegenübertreten. Schließlich müssen wir zu vipassanā. Zuerst müsst ihr sowieso immer eine feste Basis der Achtsamkeit und Konzentration erreichen. Wenn wir das tun. dass wir es Schritt für Schritt richtig machen. wenn der Geist extrem unruhig ist. Und dafür müssen wir gewöhnlich an intensiven Retreats teilnehmen. bevor die Konzentration einen solchen Grad erreicht. bevor vipassanā effektiv werden kann. Auch sollten wir die vorbereitenden Konzentrationsmeditationen. Das bedeutet. Aus meiner Erfahrung gibt es aber nicht viele malaiische Yogis. zwei Minuten Betrachtung der Widerlichkeit des Körpers und zwei Minuten Betrachtung des Todes.

wenn ihr weitermacht. wenn wir richtig verstehen. Aber trotzdem können die Hauptquellen der Kraft hinter dem weltlichen Wissen. normalerweise nicht gesprochen wird. An diesem Punkt unterscheidet der dhamma zwei Arten von Verstehen. das etwas bemerkt oder (wieder-)erkennt. oder Erkennen. Deshalb ist dieses Wissen gefährlich. was um dich herum die Realität ist. was Erkennen schafft oder das. gibt der Kommentar der visuddhi magga (Der Weg zur Reinheit) drei Gleichnisse zu den drei Wissensarten. offenbart es. Was meinen wir mit Weisheit oder Einsicht? Man kann Verstehen oder Weisheit als das. Deshalb gibt es eine Menge sehr cleverer Leute. wenn es keine erfahrenen Lehrer um euch herum gibt. den abhidhamma studiert und weiß. werde ich auch gewisse Erfahrungsaspekte. Dies bezieht sich mehr auf theoretisches Wissen. Trotzdem denke ich. Seht es als eine Art generelles Wissen. „Bewusstsein“ und „Verstehen. das durch Denken entsteht. Einsicht und Verstehen Zuerst werden wir über Einsicht oder Verstehen reden. Um den Punkt nochmals hervorzuheben. damit ihr wisst. das den Gedankenprozess kontrolliert. Die Wissensarten sind „Wahrnehmung“. wenn es missbraucht wird. Damit diese Vorträge vollständig sind. Verstehen. wäre es für uns angemessen. Wenn ihr beispielsweise den dhamma lest. was gutes und schlechtes kamma ist. da es „sensible Gebiete“ behandelt. B. die Befleckungen wie Gier. Atombomben bauen. das etwas weiß. eine Menge an Antworten bekommen und viele Dinge tun können. Die zweite Art des Wissens ist Bewusstsein. Es ist wie das Einschalten eines Lichts. was zu tun ist. Hass oder Verblendung sein. Der Unterschied liegt hier in der geistigen Kontrolle und den Befleckungen. Hass und Verblendung und die Reduktion der Befleckungen. Weltliches Verstehen und spirituelle Weisheit (pañña). Obwohl wir sehr gut mit weltlichem Wissen denken können. erreichen wir nichts in Bezug auf die Kontrolle der Befleckungen. dass man diese Dinge zumindest theoretisch gut genug verstehen muss. Spirituelles Wissen betrifft die Reinheit des Geistes. behandeln. Wenn man z. „Sensible Gebiete“ weil über Einsichtswissen wegen der Furcht. was Einsicht ist. wie viele mentale 132 .14. was Gier ist. was offenbart. für die viele von euch noch nicht reif sind. Diese Art des Wissens kann weiterhin in drei Dhamma-Klassen entsteht. Das Behandeln dieser Aspekte ist ein etwas heikles Unterfangen. durch Denken. Dies entsteht durch weltliches Wissen.“ Wahrnehmung wird definiert als das Wissen. Spirituelles Wissen ist anders. das Überwinden von Gier. Wenn das Licht eingeschaltet ist. Eine Klasse weiter ist das Verstehen. die damit enden eine Menge schrecklicher Dinge zu tun wie z. definieren. warum sie schlecht ist etc. Die dritte Art des Wissens ist Weisheit. dass es missverstanden oder missinterpretiert werden könnte. All dies ist Theorie. Einsicht verstehen Da wir alle hier sind um Einsichtsmeditation zu praktizieren. Das gilt vor allem. Bewusstsein erreicht aber nicht den Grad 35 des Wissens wie Verstehen. wisst ihr. Es wird mit einem jungen Kind verglichen. B.

Die ganze Welt . Nur durch diese Art der Meditation ist es möglich. sieht der Geist sie als veränderlich. Es ist Wissen. Wenn ihr in die Vergangenheit geht. Hellsehen und andere Dinge. das als empirisch oder experimentell betrachtet werden kann. könnt ihr dadurch eine andere Art des Verstehens erlangen. Dies ist die zweite Stufe. Wenn jemand tiefes Verstehen durch gründliche Beobachtung dieser Prozesse entwickelt. wie viele Arten von Bewusstsein. Diese Art des Verstehens der Einsicht in die GeistKörper-Prozesse sowie in die drei allgemeinen Daseinsmerkmale. unbefriedigenden und leeren Dingen zu haften. uns von der Gier abzulösen und nicht mehr an all den veränderlichen. das durch Meditation entsteht. tendiert ihr dazu über die Vergangen133 . Deshalb betonen wir von Anfang an Achtsamkeit und klare Bewusstheit. Ruhemeditation und Einsichtsmeditation (Dies ist die Meditation über die wir hier schreiben). der nicht befriedigenden Natur und des Nicht-Selbst. der Veränderlichkeit. Es ist Wissen durch Betrachten und Denken. Alternativ könnt ihr das Gelernte im täglichen Leben anwenden. Diese Stufe ist das Wissen. Die dritte Stufe braucht eine größere Betonung. Dies ist auch Wissen. die sonst nicht möglich sind. Dies ist die einzigartige Natur der Einsichtsmeditation (vipassanā). brauchen wir trotzdem Verstehen und Wissen. erlangen.kann allgemein in zwei Arten von Dingen klassifiziert werden: Geistprozesse und materielle Prozesse. damit wir fähig sind tiefe Konzentration zu entwickeln. Wenn der Geist dies öfter so betrachtet. hilft uns. unbefriedigend und als Nicht-Selbst. Dies ist dann Wissen durch Ruhemeditation. der klarer und tiefer konzentriert ist als sonst. Es entsteht durch einen geistigen Zustand. Sie betrifft weder die Vergangenheit noch die Zukunft. wie man Wissen entwickelt und warum man der Welt entsagen muss um das Unbedingte (nibbāna) zu erfahren. kann man Fähigkeiten wie Telepathie. Das heißt von den Geist-Körper-Prozessen. weil in der Meditation der Geist tiefere Stufen entwickeln kann als es normalerweise durch gewöhnliches Denken möglich ist. Die Entwicklung von Einsicht Einsichtswissen ist kein Wissen. gewinnt er immer tieferes Verständnis dieser Daseinsmerkmale.Faktoren es gibt. Während der Ruhemeditation. dass wir klar erkennen.uns eingeschlossen . die ihr normalerweise aus Büchern erhaltet. obwohl der Hauptfaktor hier Konzentration ist. das durch geistige Entwicklung entsteht. Es entsteht durch das Praktizieren. Vipassanā-Meditation Beim vipassanā handelt das entstehende Wissen von der wahren Natur der Welt. das durch Denken oder Bücherlesen entsteht. wenn wir Einsichtsmeditation betreiben. die ohne Denken entsteht. Wenn sich tiefe Konzentration entwickelt hat und der Geist dadurch sehr mächtig geworden ist. wenn ihr dies im Geiste bedenkt und analysiert. sondern die gegenwärtige Erfahrung. Deshalb gehen wir dann über das Weltliche hinaus und finden Frieden im Überweltlichen. Es gibt zwei Arten der Meditation. darüber nachdenken und zu neuem Verstehen kommen.

Was ist nun wirklich bei mir rechts oder links? Rechts und links sind Konzepte. ist es links aus eurer Perspektive. „do-re-mi. Ein sehr einfach zu verstehendes Beispiel ist. ist es eine bloße Projektion eurer Gedanken. Was jedoch betont werden muss. die einander folgen. Einsichtsmeditation betrifft die Gegenwart. wird diese Art der Bewusstheit und des Notierens kraftvoller und konzentrierter. was gerade von Moment zu Moment los ist. Schließlich wird sie ein starker Fluss. bis sie kontinuierlich wird während wir Geh. B. Ähnliche Dinge sind Entfernung und Zeit. Sie entstehen durch die Geistprozesse.. die pure Geräusche sind. Wenn wir das machen. Auch die Idee einer Form ist ein Konzept. B. Das Wort „selfish“(egoistisch) beispielsweise existiert nicht im letztendlichen Sinne wirklich.“. abhängen. Was ist ein Konzept? Wie ich schon sagte. wenn wir denken und Dinge planen. Diese sind Geräuschkonzepte. der sich aufbaut und erfährt. Tatsächlich gibt es nur Geräuschvibrationen. Sie sind geistgezeugt. Es sind nur Noten.. Zu keiner Zeit existiert die Melodie.. ist es nur noch eine Frage der Zeit. All dies sind reine Konzepte. die feiner sind und wir müssen sie identifizieren lernen. Sie sind nicht real. Richtung und Größe. Solcher Art ist z. Es ist aus Konsonanten und Vokalen zusammengestellt. was mit eurem Körper und Geist passiert. das heißt all das. die von der Beziehung zweier Objekte. oder wenn wir uns etwas vorstellen und Lüftschlösser bauen. Es muss immer ein reales Objekt sein. wie ihr ihnen gegenübersteht etc. Es darf kein Konzept sein. Diese entstehen nicht aktiv sondern passiv. Es ist nur die Geräuschsequenz. Von Moment zu Moment entwickeln wir diese klare Bewusstheit des gegenwärtigen Momentes. Sie erscheinen schnell hintereinander. die noch nicht passiert sind. die dem Geist die Idee (das Konzept) gibt. bis ihr euch mehr auf das Objekt konzentrieren könnt. aber in unseren Gedankenprozessen passiert das nicht so. sage „dies ist rechts“. Der Geist bekommt einen mentalen Eindruck und so entsteht die Melodie. Bilder auf einem Fernseher sind ein gutes Beispiel. Wir scheinen ganze Dinge auf einmal zu sehen. das. Es gibt andere Konzeptarten.“ In einem Zeitmoment könnt ihr das Wort „selfish“ nicht hören. All dies ist letztendlich nicht real. ist ein Konzept etwas. Wenn es euch gut gelingt. An diesem Punkt ist es nötig euch zu erklären. Was ihr hört sind verschiedenen Geräusche. Form braucht Entfernung. was ausgedacht. Diese Art der Bewusstheit wird über einen bestimmen Zeitraum solange aufgebaut.oder Sitzmeditation betreiben oder uns mit alltäglichen Dingen beschäftigen. Also wenn ihr nicht denkt und so die tatsächliche Natur erfahrt.heit nachzudenken. aber wir sehen die 134 . Wenn ich z. Dieses Wort hat zwei Silben „sel“ und „fish. Eine andere Art des Geräuschkonzeptes ist die Melodie. was ein Konzept überhaupt ist. kontinuierliche Achtsamkeit aufrechtzuerhalten. die vergehen. was wir Geräuschkonzept nennen wie Worte oder Melodien. Eine andere Konzeptart beschreibt Formen. eingebildet oder durch den Geist erzeugt ist. ist die Natur des Vipassanā-Objektes. Wenn ihr in die Zukunft geht. die nacheinander erscheinen. sie sind nicht real und sie sind geistgezeugt.

Was wir gewöhnlich „Ich“ nennen.Bilder simultan erzeugt. könnt ihr diese Stufe des logischen Denkens und Erfahrens nicht überschreiten. die durch Visualisierung entstehen. dann sind dort nur diese komplexen Geist. konzentriert und fokussiert euch in dem Moment nicht auf sie. das ist die Gegenwart. B die vier großen Elemente (Erde. sagt ihr „links. aber wenn ihr diese Person für absolut real haltet. was ihr sagt. Es gibt auch noch andere Konzepte. Wenn ihr nicht wollt. könnt ihr diese Sicht nicht überschreiten. die kommen und gehen. sind die Bewegungen. Ihr könnt euch dort nicht finden. Sie entstehen und vergehen und sind sie schon in der Vergangenheit. Es ist das Konzept der Person des „Ich“. B. denkt er nicht. Ihr konzentriert euch nur auf Realitäten. auf Geist. Zeit ist auch ein Konzept. Es gibt jedoch Leute. Wasser und Wind). Feuer. dass ihr bei den Realitäten bleibt anstatt euch die Form des Bauches. Wenn wir fragen. Diese dienen dazu unseren Geist auf die Realitäten zu konzentrieren. die entsteht und wieder vergeht. Formen sind Konzepte. Solange der Geist an dem Konzept der Person festhält und durch Hängen an diesem Konzept verdunkelt ist. denkt er und wenn ihr denken wollt. Schaut in euren Geist. die Spannungen. Manchmal visualisieren die Leute viele Dinge. Das seid nicht ihr. Sie tauchen eher durch Ruhemeditation auf. das ich behandeln muss. Wenn ihr dann in eurer Sitzmeditation das „Heben“ und „Senken“ beobachtet. die kommen und gehen. abhängig von der Aufgabe vieler Dinge. Auch wenn ihr das „Anheben“ und „Absetzen“ der Füße beobachtet und ihr irgendeine Idee einer Form oder eines Fußes 135 . dass es der echte Buddha ist. Alles was es wirklich gibt. Auch wenn ihr geht. Götter und Buddhas vor. dann sagen wir. Wenn ihr in der Lage seid. wenn ihr „Sitzen“ und „Berühren“ notiert? Findet ihr euch dann im Körper? Was ihr findet. das ist die Zukunft. Es ist als ob er ein Eigenleben hätte. rechts“ und auch diese Worte sind Konzepte. Wenn sie noch nicht entstanden sind. Auch die Worte „Heben“ und „Senken“ sind Konzepte. die einen Buddha in ihrem Geist erzeugt haben und die denken. Visualisierungen als Konzepte zu erkennen und sie dann in eurer Meditation entstehen. du. ist ein Resultat all dieser Prozesse. die Hitze etc. Auch wenn ihr die Gefühle beobachtet: die Gefühle kommen und gehen und sie sind auch nicht euer Ich. nehmt ihr sie normalerweise nicht so ernst. Euer Geist hört nicht darauf. vorzustellen.und Körperprozesse. Im Falle von Formen erfahren wir tatsächlich nur Farbe und Helligkeit. ich. Wenn wir sagen eine Person. wenn der Körper geht oder sitzt. dass ihr sie kreiert habt. die ein Konzept ist.Körperprozesse wie z. die wir antreffen. All dies ist geistgezeugt. Solche beispielsweise. schläft er nicht. Dies ist ein sehr zentrales Konzept. Herr oder Frau Schmidt. Sie stellen sich z. All dies sind Konzepte und in ihnen können wir nicht die Wahrheit und letztendliche Wirklichkeit finden. „Wer ist diese Person?“ und nach innen schauen. dass er denkt. Wenn ihr nicht schlafen wollt. Wenn ihr wisst. dann sorgt dafür. sind Dinge. Was ist da. schläft er und wenn ihr schlafen wollt. Aber nichtsdestotrotz brauchen wir am Anfang einige Hilfsmittel für unseren Geist. wo ist dann diese Person? Versucht nach innen zu schauen. Wenn es passiert sagen wir. Es gibt ein anderes wichtiges Konzept.

dass der Bauch sich hebt und senkt. nicht die gründliche durchdringende. Diese Achtsamkeit reicht nicht aus um Einsicht zu bekommen. der Vibration etc. ist schon klarer. Sie erkennt sehr gründlich all diese Empfindungen und Prozesse. die Position der Zehen und Fersen etc. dann weiß er. dann zieht er sich wie ein Ballon zusammen. Diese Achtsamkeit ist in dem Sinn ein wenig besser. So entsteht Achtsamkeit. dass der Weg klarer wird. Wenn ihr dem Heben und Senken eine lange Zeit folgen könnt. Es gibt nur noch den Moment des Erscheinens und Verschwindens der spezifischen Charakteristiken. Damit Einsicht entsteht. sondern ihr erfahrt nur die Empfindungen der Vergrößerung. setzt sich langsam oder schnell fort. wird es ein wenig klarer werden. aber sie ist nicht gründlich genug um Einsicht zu erzeugen. Ähnlich ist es beim Beobachten des „Hebens“ und „Senkens“. Sie sagt nur „gut. sie soll die ganzen Bewegungsprozesse im Detail beschreiben. Es gibt nicht mehr hierhin und dorthin. manchmal schnell und manchmal langsam sind. dann sind dies Konzepte.“ Es hat einen Anfang. Dann geht er schnell oder langsam diesen oder jenen Weg. Dies zeigt. Einsicht geht über die Konzentration hinaus. es ging auf und nieder“. dass sie der Bewegung achtsam folgen kann. Dies sind Konzepte. beobachten. er solle seine Hand auf den Bauch legen und das „Heben“ und „Senken“ beobachten. die den Gehprozess ausmachen. ist ein klares Gefühl der Wahrnehmung all dieser Dinge zu bekommen. das scheint. Nach einiger Übung. Stellt euch eine Person vor. bewusst.eines Fußes dabei habt. Der ganze Bauch erscheint und dehnt sich wie ein Ballon auf. Achtsamkeit Achtsamkeit ist wie ein klares Licht. scheint es kürzer. dann ist sie dazu nicht in der Lage. der Aspekt der Spannung. wenn ihr euch auf die Schritte konzentriert. Wenn es sich schnell fortsetzt. Wenn sie achtsamer wird. Was wichtig ist. Wenn ihr dieser Person jedoch sagt. Es 136 . Auf diese Weise kann sie klar die Sequenz der Ereignisse erkennen. gibt es nur noch Spannungen. müsst ihr das „Heben“ und „Senken“ im Sinne der drei allgemeinen Daseinsmerkmale (Veränderlichkeit. die manchmal lang. manchmal kurz. Zuerst ist es hauptsächlich die Form. bis es zum Ende kommt und anhält. Wenn es sich langsam fortsetzt scheint das „Heben“ und „Senken“ lang zu sein. Unzulänglichkeit und Nicht-Selbst) beobachten. muss sie die verschiedenen Arten des „Hebens“ und „Senkens“. Auch das sind noch Konzepte. Dies ist die oberflächliche Stufe der Achtsamkeit. Erweiterung und des Zusammenziehens der Bewegung. die das „Heben“ und „Senken“ so beobachtet. Aber am Anfang kann man das nicht vermeiden. denkt ihr nicht mehr an die Form des Fußes. weil ihr es besser beobachten könnt. Ihr seid euch nur der Bewegungen und Empfindungen. Ihr denkt nicht an die Form des Bauches. Nehmen wir noch einmal das Beispiel des „Hebens“ und „Senkens. Wenn ihr jemandem sagt. Wenn er sehr klar wird. da sie ausreicht Konzentration aufzubauen. Allenfalls ist es gewöhnliches Wissen mit ein bisschen Achtsamkeit. aber der Aspekt der Bewegung.

dass es nicht „Ich“ ist. Wenn ihr das könnt. keine Mitte und kein Ende des „Hebens“ und „Senkens“ zur gleichen Zeit gibt. da man sonst überhaupt nichts erkennt. wohingegen die hebende Bewegung eine andere ist. was wir paramattha dhamma. wenn ihr ihn beobachtet. In der Mitte gibt es jedoch viele Punkte viele Bewegungen. wenn ihr die Natur dieses Ereignisses klar notiert. Der notierende Geist ist eine Sache. Schmerz ist ein Gefühl. wenn ihr fähig seid den Geist ruhig und konzentriert auf den gegenwärtigen Moment. Stattdessen könntet ihr mürrisch oder ärgerlich sein. kurz. Jedoch das Sehen des Schmerzes selbst bedeutet nicht. werdet ihr ebenso klar bemerken. dass ihr durch das Notieren des „Hebens“ und „Senkens“ in der Lage sein werdet. ist es nicht am Anfang und wenn es am Anfang ist. das Gefühl oder die Empfindung) von Moment zu Moment zu fühlen. Wenn wir in Ausdrücken von lang und kurz oder schnell und langsam reden. dann könnt ihr auch die drei Daseinsmerkmale erkennen.ist damit verbunden. das reine Windelement. die Bewegung so zu beobachten wie sie ist. Nichtsdestotrotz könntet ihr. der die Dinge beobachtet. da es kein Anfang. Eine andere letztendliche Realität. ist das natürliche Geschehen gegenwärtig. Dann seid ihr dort angekommen. die letztendliche Wirklichkeit nennen. die in Pali paramatha dhamma genannt werden. ist es nicht am Ende. Auch wenn ihr frei von Denken und Konzepten seid. kommt ihr an den Punkt. für die ihr relativ wenig Anstrengung braucht um sie zu finden. Es ist Schmerz. Einsichtswissen ist die Fähigkeit die Phänomene gemäß ihrer natürlichen Erscheinung zu erkennen. die Natur des Geistes. Wenn es am Ende ist. dass ihr Einsichtswissen habt. Und außerdem entsteht und vergeht auch er. wird euch geraten. auf das gegenwärtige Ereignis zu halten und es dabei sehr klar zu beobachten. sind wir uns zwar der Bewegung bewusst. Das ist die Fähigkeit. wer den Schmerz hat. auch seine Natur verstehen. Wenn euer wissender Geist frei von Konzepten ist. Wenn ihr gelernt habt euch zu konzentrieren. dass die Fähigkeit zu beobachten und die letztendlichen Realitäten zu erfahren nicht heißt. Wie könnt ihr also in einem Zeitmoment ein kurzes oder langes „Heben“ und „Senken“ erfahren? Wie ein schnelles oder langsames? Diese Begriffe lang. aber Konzepte sind auch beteiligt. die Bewegung (das heißt. Damit ist das reine Element der Bewegung gemeint oder wie wir sagen. Und außerdem. zu notieren. Er ist unpersönlich und weder Vergangenheit noch Zukunft. Wenn ihr in der Lage seid dies sehr klar zu beobachten. langsam etc. die Natur. Einsichtswissen Das erste Einsichtswissen ist das Wissen von der Unterscheidung zwischen Körper und Geist. Anfang und Ende sind zwei verschiedene Momente. wo nur noch reine Empfindungen entstehen und nichts sonst. sind alle am Anfang nützlich. An diesem Punkt ist es wichtig zu betonen.. Es ist nicht wichtig. ist Schmerz. Also mehr ein Punkt als eine Länge. Es wird gesagt. sich nicht konzentrieren kann und die Konzentration sich so nicht entwickelt. Wir sehen sie dann als reine letztendliche Realitäten. dass automatisch Einsicht entsteht. ist es immer vorhanden. Der beobachtende Geist ist auch ein 137 . schnell.

nach der Erfahrung von geringeren Formen des Wissens. Natürlich variiert das bei verschiedenen Leuten. weil es euch jemand gesagt hat oder weil ihr es euch ausgedacht habt. Sie können einen dazu bringen die Dinge in einem so anderen Licht zu sehen. können diese Personen verschreckt werden. natürliche Erscheinung. B. ist nur noch „Ich habe Schmerzen“ übrig. Der Eindruck der anfänglichen Einsichtserfahrung kann sehr scharf sein und einige Leute sind aber noch gar nicht so weit. so klar. Wenn man Schmerz beobachtet.anderes natürliches Ereignis und das ist auch nicht „Ich“. Beide.“ Wenn wir die Idee des Beines beiseite legen. wieder hervorbringen und mit jedem Objekt erfahren könnt. dass eine Konzeptionalisierung erfolgt. die die Angelegenheit verkomplizieren. Es ist der Geist. So kann z. dass es keine Einbildung ist. Diese Bewusstheit ist sehr klar und scharf. Es gibt also zwei Dinge. All das ist wahrscheinlich nicht besonders exakt. Oft passiert es. Wenn es an diesem Punkt keine richtige Führung gibt oder keine unterstützende Gruppe existiert. können sie die Angelegenheit verkomplizieren. Dann wisst ihr es durch Erfahrung und nicht. die andere nicht leicht nehmen. Sie ist schärfer als gewöhnliche Arten der Bewusstheit. Wenn es jemandem in einem Retreat passiert 138 . Und wenn die verwandten Befleckungen sehr stark sind. wie all dies passiert und fangt an die Erfahrung zu vielen verschiedenen Dingen in Relation zu setzen. passiert es normalerweise. Furcht entstehen. sondern weil ihr durch klare Achtsamkeit wisst. aber nicht stark genug um alle Befleckungen zu zerstören. dass der Schmerz nichts mehr mit euch zu tun hat. der Beobachter und das Beobachtete sind natürliche Vorkommnisse. Wenn die Achtsamkeit sehr gründlich ist und ihr den Schmerz beobachtet. wird der Geist dadurch gestört und kann die Dinge nicht richtig erkennen. So entspricht euer Wissen mehr dem. dass man ängstlich wird. die ihr. So können die folgenden Gedankenprozesse einen negativen Einfluss ausüben. Einige nehmen Dinge leicht. was eine Einsichtsstufe ist. Aber wenn der Geist nicht achtsam ist. Es ist einfach eine selbsttätige. wird euch das sehr klar werden und der Schmerz wird in seiner ganzen Natur sichtbar. gibt es nur noch den Schmerz und den Geist. Darin ist keine Person. die folgenden Gedanken eine andere. Speziell wenn die Einsicht sehr klar war. Vielleicht fangt ihr an eine Theorie zu erzeugen darüber. können dadurch Theorien entstehen. Wenn ihr den Gedanken „Ich“ auch noch beiseite legt. Wenn er jedoch achtsam ist. Eines ist die tatsächliche Erfahrung und das andere ist der Eindruck der Gedankenprozesse im gewöhnlichen Leben. der reine letztendliche Realität als Objekt hat. wenn jemand im gewöhnlichen Leben viel Anhaftungen hat. Die ursprüngliche Erfahrung ist zwar eine echte Erfahrung. Die Erfahrung ist eine Sache. „Mein Bein schmerzt!“ So entsteht das Konzept eines Beines auf zwei Arten „Mein“ und „Bein. In diesem Fall können viele ungünstige Gedankenprozesse folgen. könnt ihr den Schmerz ertragen und erkennen. dass man denkt. Beim wissenden Geist ist es genauso. weil ihr es in Büchern gelesen habt. Eure Einsicht mag stark sein. Das ist eine sehr klare Erfahrung. von dem ich denke. aber der Geist ist noch nicht so weit. dass nur Schmerz anwesend ist. wenn ihr sie erst einmal gemacht habt.

Das erste Einsichtswissen behandelt die Läuterung der Ansicht.ohne Konzepte. vor allem. falschen Meinungen. Ärger etc. des „Ich“ und „Mein. 139 . Normalerweise dauert es sehr lange.eines nach dem anderen. Dies passiert in Verbindung der Überwindung der tiefliegenden Konzepte von Zeit. Einsichten. seine Gedanken um „Ich“ und „Mein“. Auf dieser Stufe entsteht die Läuterung der Ansicht von allen falschen Sichtweisen. sondern nur Geistund Körperprozesse. wenn man sie klar sieht . kreisen. Zukunft etc. die im brahmajala sutta genannt werden.und dies ein langes Retreat ist.“ Die 62 falschen Ansichten. Die ganze Welt. Wenn man in der Lage ist. In einer der Sutten zeigt uns der Buddha. die ganze Welt dreht sich um einen selbst. wenn man sehen kann. die das Nicht-Selbst betreffen. sondern abhängig von reiner unvoreingenommener Achtsamkeit. Es sind nur Erscheinungen. reiner klarer Bewusstheit gesehen. die Phänomene gemäß ihrer Einzigartigkeit oder ihrer spezifischen Charakteristiken zu beobachten. Das Zeitkonzept bricht zusammen. Diese sind die Einsichten. also das Ego. können unter drei Kategorien klassifiziert werden. Vergangenheit. Alles ist nicht „Ich“ nicht „Mein“. da durch solch eine Ansicht Anhaften. Wenn das erst einmal klar wird. was man tut.diesen Punkt vertiefen und eine sehr gute Grundlage bilden. manchmal wird auch von 18 Einsichtswissen gesprochen. Alle 16 Einsichtswissen. wird nicht von der Person aus. Normalerweise ist es so. die Beziehungen des abhängigen Entstehens der abhängigen Existenz dann wird der bedingte Lebensaspekt sehr klar. Natürlich entsteht dieser Prozess nicht sofort oder in einer Sekunde. Dies ist eine falsche Ansicht. wenn es ein Hängen am „Ich“ gibt. Dieses abhängige Entstehen oder die Bedingtheit behandelt die zweite Läuterung oder das zweite Einsichtswissen. das ist das Aufgeben des Ich-Konzeptes. Das beschreibt der Buddha als unweise Aufmerksamkeit. dass dort tatsächlich gar kein „Ich“ ist. dass. was weise Aufmerksamkeit. die um einen herum zentriert erschien. Aber beim dhamma ist es anders . ist. nur Phänomene. der Verwirklichung erreicht werden. Es kann sogar die Stufe von magga phala. wird die tatsächliche Einsicht in die Natur von Körper und Geist . die auf dem Hängen am Selbst basieren. Der gesamte Prozess mit all seinen Stufen wird in den Kommentaren und im gewissen Grade in den Sutten als die sieben Stufen der Läuterung oder die 16 Einsichtswissen beschrieben. ohne Denken . All das. hängen an der Idee einer Person. die das Leiden betreffen und Einsichten. entstehen. die die Veränderlichkeit betreffen. wenn jemand denkt. werden die drei Daseinsmerkmale deutlich werden. die auf normale entstehende Gedankenprozesse angewandt wird. sind alle vom Hängen am Selbst abhängig. die Stufe der Erleuchtung. die durch ihre eigenen Bedingungen entstehen.

diese Geist-KörperProzesse als unbeständig zusammengefasst werden können. was erfahrt ihr dann? Wenn ihr die Sitzempfindung rund um den Hintern beobachtet. Ihr seht. Nur wenn die tiefe Bewusstheit durchdringend ist. Das Schild selbst ist nicht 140 . haben wir die Erfahrung der Realität. Damit man besser verstehen kann. das selbst nicht Unbeständigkeit sondern nur Merkmal ist. was tatsächlich passiert. dass all die Dinge im Universum letztendlich in dem enden. Wenn ihr klar bewusst des gegenwärtigen Momentes seid. Der dhamma definiert. dass nach Katoomba zeigt. Der Geist und der Körper fließen. das im gegenwärtigen Moment ohne Denken oder Vorurteile erfahren werden kann. werdet ihr erkennen. dass all diese Erfahrungen nur natürliche Erscheinungen sind.und Körperprozesse nennen. dass sie nicht etwa absolute Entitäten selber sind. Unzulänglichkeit und Nicht-Selbst) bezeichnen. Wir sagen auch. Einsichtswissen in Kurzform Einsicht entsteht durch direkte Erfahrung der Realität. definiert der dhamma ein paar Begriffe. und zwar Unbeständigkeit bezüglich der fünf Daseinsgruppen. und aniccanupassana (Betrachtung der Unbeständigkeit). das. Wenn man weitermacht. Der Geist erforscht das. sondern nur ein natürliches Phänomen. der Prozess fließt und abhängig von diesem Fluss ist das Ding. Was ist diese Unbeständigkeit? Wir sprechen erst einmal von der Charakteristik der Unbeständigkeit. Empfindungen. was Zeit genannt wird.15. dass wir uns der bedingten Natur bewusst sind und was uns klar wird. Charakteristik bedeutet Merkmal oder Zeichen. was wir Geist. was wir als die drei allgemeinen Daseinsmerkmale (Veränderlichkeit. Wenn ihr diese Phänomene klar beobachten könnt. Es sind anicca (Unbeständigkeit). Das bedeutet. gibt. ihr erfahrt keine Form. Dies sind die spezifischen Merkmale der Geist-Körper-Prozesse. wird man sehen. können wir tiefe Erfahrung und tiefes Verstehen der Realität bekommen. Einsicht in die drei allgemeinen Daseinsmerkmale Jetzt ist es notwendig euch ein klareres Verständnis der Einsicht in diese drei Daseinsmerkmale zu geben. ist der Fluss.“ kein „Euch“. Letztendliche Realität ist das Geschehen. dass die tatsächliche wahre Natur der fünf Daseinsgruppen. kein „Ich. dass die 16 Einsichtswissen in Einsichtsgruppen unter diesen drei allgemeinen Merkmalen klassifiziert werden können. aniccalakkhana (Das Merkmal der Unbeständigkeit). So wie es ein Schild. Wir sagen. Realität wird erlebt. All diese Daseinsgruppen sind unbeständig. dann wisst ihr tatsächlich nichts vom Hintern. was mit Unbeständigkeit gemeint ist. Diese Geist-KörperProzesse sind Form. ihr erfahrt nur den Druck und das ist das. Nur wenn die tiefe klare Bewusstheit auf das Beobachten der Realität also auf die Geist-Körper-Phänomene platziert und fokussiert wird. mentale Gestaltungen und Bewusstsein. wenn wir alle Konzepte beiseite legen und den Geist nur auf das gegenwärtige Geschehen richten. Da ist keine Person anwesend. was wir letztendliche Realität nennen. sondern abhängig mit all den anderen assoziierten Phänomenen.

bekommen. obwohl ihr natürlich diese 100 Teile nicht mehr zählen könnt. der sich wie ein großer Ballon aufbläst. ist den Geist weiter zur tatsächlichen Empfindung zu zerren. kann man nicht vermeiden. die Veränderung. Was ist nun das Merkmal der Unbeständigkeit? Was wir normalerweise Veränderung nennen. Dies wird oft wie auf einer geraden Linie wahrgenommen. Am Anfang kann man das „Heben“ oft in zwei Phasen. B. ist das Merkmal der Unbeständigkeit. obwohl das nicht notwendigerweise so sein muss. Es ist. dass ihr das „Heben“ als eine umfassende Serie von Bewegungen und Empfindungen seht. wo es nur noch ein Fluss ist. als wenn das „Heben“ in drei oder vier Teile aufgeteilt ist. Die Vorstellung des Bauches ist ein Konzept und entsteht durch das Beobachten. Senken. aber es ist ein Konzept. was immer klarer wird. passiert es. wenn ihr dem Schild folgt. die Spannung und die Bewegung selbst sind nicht länger klar.oder viermal zu stoppen. Wenn ihr weiter beobachtet. Ein anderes Beispiel ist ein Finger. scheint es drei. dann 100. Diese Methode. als wenn es in zehn Teile unterteilt ist. manchmal langsam. Was ihr tun müsst. manchmal in jene. die damit einhergeht. zum Fluss der Empfindungen der Bauchdecke.“ Wie ich schon vorher sagte. kommt ihr der Serie der Empfindungen immer näher und dann kommt ihr an einen Punkt. Wenn ihr dann diese Empfindung fühlen könnt. ist das. den ihr erreicht. Was klar ist. als wenn ihr eine Kinoleinwand beobachtet. Die Empfindung. Was ist dann die Unbeständigkeit selbst? Unbeständigkeit ist das. Ihr könnt die Vorstellung eines runden Bauches. der Fluss. Bei noch näherer Beobachtung ist es so. Ein Bild des Filmes erscheint und geht dann. Bei eurem Beobachten. Manchmal ist die Bewegung schnell. nur ein einziger Punkt kann zu einem Zeitpunkt entstehen und vergehen. Letztendlich gibt es in einem Zeitmoment nur ein Entstehen und das Entstehen ist auch gleichzeitig das Vergehen. dass euch zur Erfahrung der Bewegung führt. dann ein anderes und wieder ein anderes. ist das Wort ein Konzept.Katoomba. was wir die Veränderung im Moment nennen. ist die Veränderung im Moment. sagt ihr zuerst „Heben. Wenn ihr jedoch fortfahrt. manchmal geht es in diese Richtung. gibt es nur einen Empfindungspunkt. Wenn dies passiert. in diesem Moment erfahrt ihr Unbeständigkeit selbst. Katoomba ist der Ort. Heben. obwohl sie ein noch anwesendes Konzept darstellt. der zum Mond zeigt. könnt ihr nicht mehr denken. da eine gerade Linie auch ein Konzept ist. das „Heben“ und „Senken“ beobachtet. Wenn dies immer schneller 141 . Ein Mönch definierte es so: wenn ihr das Entstehen wie das Vergehen in dem Maße erfahrt. Auf die gleiche Weise zeigt das Merkmal der Unbeständigkeit nur auf die Unbeständigkeit. Wenn ihr euch besser auf die pure Empfindung fixieren könnt. Senken. Und all diese Punkte können nicht zur gleichen Zeit erscheinen. beobachten. als ob das „Heben“ aus einer Menge von Punkten besteht. Dieser Finger ist nicht der Mond. wenn der Moment entsteht und dabei schon vergeht. dass es keinen Unterschied zwischen dem Entstehen und Vergehen mehr gibt. Wenn ihr z. Das ist auch das. die in der Mitte kurz anzuhalten scheinen. Es ist so. Ein anderes Beispiel. Wir erkennen einen Anfang und ein Ende.

die der Umgebung und dem Temperament des Individuums entspricht. dass es sehr schnell an und aus geht. Ihr solltet den Geist in einer Weise halten. Ihr solltet keinerlei vorgefasste Meinungen haben. Wir empfehlen dies nicht zu tun. das Bewusstsein selbst ist oder ob es geistige Gestaltungen sind. sorgloser und schneller. was wir meinen. ihn führt und in den Fluss. da das Bild nur für einen kurzen Moment existiert. dann seht ihr nur noch den Fluss. In anderen Worten. die Vipassanā-Objekte. in dem Moment wo alles zu diesem Fluss reduziert. Ihr durchdringt sie und geht zur tatsächlichen Realität. Ihr habt keinerlei vorgefasste Meinung wie die Erfahrung oder Un142 . das Gefühl. Ihr verbleibt nicht bei den Konzepten. die kommen und gehen. Einige Leute. Wenn ihr eine vorgefasste Meinung habt. die wahre Natur der Phänomene. Wenn ihr an diesem Fluss oder dieser Im-Moment-Veränderung ankommt. Wenn ihr nur noch den Fluss seht. wie er die Merkmale der Unbeständigkeit betrachtet. der frei und angemessen zu seinem eigenen einzigartigen Bewusstseinszustand ist.auftritt. wie es wäre oder sein sollte. dass ihr nicht mehr das individuelle Bild sehen könnt. die schon Erfahrungen gemacht haben. in den Prozess selbst sinkt. aber ihr hängt nicht an ihnen. seht ihr die Unbeständigkeit. in dem Einsichtswissen erscheinen und sehr schnell wieder verschwinden. limitiert ihr die Freiheit mit der euer Geist Einsicht entwickeln kann. versuchen ihre vergangenen Erfahrungen wiederzubekommen. der Geist konzentriert sich zuerst auf die Empfindung und wenn man sich der Natur dieser Empfindungen bewusst ist und zwar mit reiner Achtsamkeit und purer Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment. wenn wir sagen. Das ist es. Deshalb. ihr führt den Geist durch Beobachten. Es ist wie Blasen. dass nicht nur die Materie unbeständig ist. Ihr solltet euch nicht vorstellen. also wie die Erfahrung sein sollte. seht ihr die Unbeständigkeit. und zwar bis es so schnell wird. ist jede individuelle Erfahrung einzigartig. Ihr beobachtet die ImMoment-Veränderung in Geist und Körper. was auch immer es ist. aber ihr benötigt einen klaren unvoreingenommenen Geist. ihr wisst nur noch. Dann werdet ihr keine Vorurteile haben. gibt es keine eigentliche Unterscheidung mehr. Nun könnt ihr erkennen. Unbeständigkeit ist ein Wort die Realität zu bezeichnen. entstehen die Einsichtsstufen von selbst. Lasst es in einer geringfügig anderen Art passieren. Es ist keine Zeit um das Bild zu sehen. Wenn ihr die richtige Methode habt und dieser entsprechend praktiziert. aber zuerst müssen wir in der Lage sein diese Phänomene zu beobachten. Wenn ihr versucht mit einem bestimmten Weg übereinzustimmen. Die wahre Natur der Realität Diese Unbeständigkeit kann als die wahre Natur der Realität bezeichnet werden. ob es eine materielle Qualität der vier Elemente. da Einsichtswissen in einer Art entsteht. wenn ihr den Geist zerrt. dann begrenzt oder zögert ihr euren eigenen Fortschritt hinaus. was passiert dann? Das Bild erscheint (oder geht an und aus). ohne diese sich selbst aufgebürdeten Einschränkungen. sondern auch alle fünf Daseinsgruppen des Körperund Geistprozesses. Obwohl es ein herkömmliches Muster gibt. Ihr lenkt den Geist um diese Dinge zu beobachten.

vergesst das nicht. Loslösung. Schließlich. muss man schließlich den Geist dazu bringen die Im-MomentÄnderung. Der Anblick der Unbeständigkeit selbst entsteht durch die konstante Beobachtung der Merkmale der Unbeständigkeit. dass die Im-MomentÄnderung des Geistes selbst Leiden und die Erfahrung dessen wie intensiver Schmerz ist. Dies bezieht sich auf den allen bekannten Schmerz körperlich oder geistig. Es ist nicht so. weil ihr wachst. im Sinne der drei allgemeinen Daseinsmerkmale. dann muss man die Unbeständigkeit selbst sehen. den tatsächlichen Fluss der Geist. Wenn man dann dazu in der Lage ist. Das Merkmal des Leidens bezieht sich auf Bedrücktheit. Zahn-. selbst Leiden sind. Kopf-. Loslösung von allem was entsteht und vergeht. Mit anderen Worten gesagt. alt und krank werdet. Man muss die Merkmale der Veränderung immer wieder betrachten. wenn ihr euch traurig fühlt. Dieses Leiden ist die Im-Moment-Änderung. da sie unbeständig sind. wo alles Leiden im Leben entsteht. „Leiden-Leiden“ oder Schmerz des Leidens nennen. wie auch Unbeständigkeit sich auf die fünf Daseinsmerkmale der Körper. aber Leute. sind nur in der Lage die Merkmale und noch nicht die Realität zu sehen. wenn ihr die Unbeständigkeit selbst klar sehen könnt. Es ist die fundamentale Basis. weil ihr an eurem Besitz oder Körper haftet oder dadurch. da ihr die Im-Moment-Änderung sehr klar seht. was wir dukkhadukkha. so etwa wie Schmerz oder mentale Qual. Loslösung von allem was unbeständig ist. Dann versteht der Geist das. Es setzt Unbeständigkeit mit Leiden gleich. wird das Leiden offensichtlich. Beispiele sind. So gibt es tatsächlich zwei Worte mit der gleichen Bedeutung. was geschieht. Während der Praxis. Wenn jemand die wahre Bedeutung durchdringen möchte. was in den Sutten gesagt wird. kann der Geist keine Loslösung von der bedingten Natur. dass ihr leidet. All dies sind Merkmale des Leidens. auch Leiden ist. dass ihr euch verändert. die das nicht selbst erfahren haben. Ihr müsst einen richtig klaren und offenen Geist dafür haben. Wenn wir jedoch über das Leiden der fünf Daseinsgruppen sprechen. bezieht es sich genauso auf die fünf Daseinsmerkmale. Diese Art von Schmerz ist ein mehr geistiger als körperlicher Schmerz. Die klarste Erscheinung ist das. nämlich dass alles. Wenn wir Leiden sagen. bedeutet das. dass die fünf Gruppen. Das ist mehr eine konventionelle Argumentation ein konventionelles Verstehen. so klar wie möglich zu sehen. Wenn die Unbeständigkeit nicht erfahren wird. werdet ihr auch das Leiden dort erkennen. kann man auch die Merkmale des Leidens klarer sehen. also allem was die Natur des Entstehens und Vergehens hat. Rückenschmerzen oder Schmerzen in den Beinen habt. die in der Form einer unstabilen unruhigen Erfahrung daherkommt. Es ist wichtig keinerlei Erwartungen zu haben.beständigkeit sein wird. was unbeständig ist. Das Ziel all dessen ist. Es ist eine echte Erfahrung. Wenn ihr nicht die auf diese Weise er143 . entwickeln.und Geistprozesse bezieht. die echte Unbeständigkeit. Dann werdet ihr verstehen.und Körperprozesse. Leiden Im Pali ist das Wort für Leiden dukkha. Da ist klar erkennbare Bedrücktheit.

Dinge wie freudige und neutrale Gefühle. dass vipassanā der einzige Weg ist. Wenn ihr die Gegenwart der Veränderung dann klarer seht. Nur wenn ihr auch diese als unbeständig sehen könnt. die Unbeständigkeit und das daraus resultierende Leiden sehen könnt. leidvoll oder voller Schmerz ist. werdet ihr nicht das Leiden darin sehen können. etwas. das materielle Eigenschaften hat. gegenwärtig in allem Entstehenden und Vergehenden. werdet ihr euch von all diesen bedingten Dingen abwenden. Die Objekte und geistigen Objekte werden feiner. nicht sieht. was wir nibbāna nennen. Es ist leicht schmerzhafte Gefühle entstehen und vergehen zu sehen. könnt ihr die wahre Bedeutung des Leidens hinter der Unbeständigkeit erkennen und das wird immer deutlicher. wird der Geist noch an etwas. warum wir sagen. Wenn dies passiert. dass bedingt ist. da das Unbedingte etwas ist. Dann werdet ihr auch verstehen. Wenn man die Veränderung im Geist und Körper sieht. da der Geist nicht frei sein will. das sich nicht ändert. dass sehr friedlich und fein ist. geht das Hängen am Selbst langsam weg und das Wesenlose der natürlichen Erscheinungen der Geist144 . Und weil ihr die Veränderung nicht sehen könnt. wenn ihr nicht die Im-Moment-Änderung. Deshalb. So sucht ihr vielleicht Zuflucht in etwas. Dinge wie das Bewusstsein. Die Gefühle werden subtiler. Vibration und Spannung. wenn sich eure Meditation und Konzentration vertieft. wendet sich der Geist tatsächlich dem Unbedingten zu. Wenn der Geist nicht dieses wirklich starke und machtvolle Verstehen entwickelt. Hitze. dass mit Geburt und Tod verbunden ist. Obwohl ihr am Anfang noch nicht die Im-Moment-Änderung sehen könnt.haltene totale Loslösung erreicht. kann sich die Loslösung nicht ereignen. eines Selbst hängt. Aber es ist schwieriger. seht ihr sie als wesenhaft und wunderbar an. Wenn ihr nicht in der Lage seid die Im-Moment-Veränderung in diesen zu beobachten. Das bedeutet. Wenn ihr jedoch diesen Punkt der unbeständigen und leidhaften Natur erwägt. dann wendet sich der Geist davon ab. werden euch all die langen und tiefsitzenden Anhaftungen an die Freuden der Welt und Existenz auch festhalten. die von Moment zu Moment entsteht und vergeht. Es ist für uns leichter etwas zu erkennen. wendet sich dem zu. könnt ihr offensichtlichere Veränderungen wahrnehmen. So löst er sich von den bedingt entstandenen Dingen. dass alles Bedingte unbefriedigend. zu sehen. Ihr könnt euch nicht befreien. Zuerst könnt ihr keine Wahrnehmung vom Nicht-Selbst haben. hört das Anhaften langsam auf. Nur wenn ihr dies selbst seht. Wenn man jedoch erkennt. da der Geist noch an der Idee eines Ego. frei zu sein. hängen. die gewöhnliche Personen überhaupt nicht klar erfahren. Im Vergleich zum Zustand des Leidens des Bedingten ist dies der ewige Frieden. dass unsere Entwicklung der UnbeständigkeitsWahrnehmung sehr scharf werden muss. das heißt. die Unbeständigkeit und die bedingte Natur des Leidens zu sehen. Der Geist sieht es nicht ein. dass Vipassanā-Meditation der einzige Weg zum Unbedingten ist. Viele Leute scheinen es nicht zu mögen. da er das Leiden und die Intensität des in der bedingten Natur gegenwärtigen Leidens. kann nur die Einsichtsmeditation euren Geist dazu bringen.

Konzentration und Einsicht stärker werden. in die ihr euren Geist zum Beobachten hinwenden müsst ohne Erwartung dessen. auf verschiedenen Stufen gemäß der Kraft und Stärke der verschiedenen Kontrollfähigkeiten erfahren werden. Es ist die Erfahrung. Dann. die klar oder nicht so klar ist. Bitte bedenkt. Ihr erkennt immer mehr. „Ich“ ist nicht der Schmerz. Die Merkmale sind nur Hinweise in die Richtung. Achtsamkeit. Mit anderen Worten: die Erfahrung der Realität wird deutlicher. einer Kategorisierung der Realität. Die Merkmale des Leidens folgen und dann die Merkmale des Nicht-Selbst. Konzentration und Einsicht. Energie. Das erste Einsichtswissen (Unterscheidung von Geist und Körper) ist Einsichtswissen. die 16 Einsichtswissen. Erst wenn das Merkmal des Nicht-Selbst offenbar wird. dass wir nur die Erfahrung meinen.“ Es ist nur der beobachtende Geist. dass der beobachtende Geist nur der beobachtende Geist ist. die Merkmale des NichtSelbst offensichtlicher. wenn die natürlichen Erscheinungen klar als Nicht-Selbst gesehen werden. wenn ihr tatsächlich den Fluss erfahrt. des Leidens und des Nicht-Selbst klarer und nicht nur die Merkmale. wie es denn sein wird. ist auch nicht „Ich. B. die ihr zuerst erfahrt. Und der Geist. Dieses Nicht-Selbst entspricht den fünf Daseinsgruppen. Das zweite Einsichtswissen (Wissen der Bedingtheit) und das dritte Einsichtswissen (Wissen des klaren Verstehens) können sich beide auf irgendeines der drei allgemeinen Daseinsmerkmale beziehen. Im Allgemeinen beginnt die Beobachtung mit den groben Veränderungen und der Bedrücktheit. das das Nicht-Selbst anbelangt. wird die Unbeständigkeit stärker und so wird auch das Merkmal der Unbeständigkeit klarer. das Leiden und das Nicht-Selbst sind selbst Realitäten. Genau wie die Veränderung und die Bedrücktheit. also die Realitäten oder bedingten Erscheinungen. Deshalb können diese verschiedenen Stufen der Erfahrung der Realität als verschiedene Stufen des Einsichtswissens betrachtet werden. kann das Nicht-Selbst selbst offenbar werden. Um es kurz und einfach zu machen. Die Realität bleibt immer die Gleiche. desto tiefer ist das Einsichtswissen. all das Leiden und Nicht-Selbst. Genauso wie die Gefühle und die ganze Menge an Schmerz nicht zu einem „Ich“ gehört. Wenn all diese drei Merkmale klar geworden sind. Nehmt z. Dann werden die Merkmale der Unbeständigkeit klarer. Die Tatsache der Unbeständigkeit. die euch dann tatsächlich zur echten Erfahrung der Realität führt. wird die Erfahrung der Unbeständigkeit. wenn wir Erfahrung der Realität sagen. Die fünf Kontrollfähigkeiten sind Vertrauen. Die verschiedenen Stufen des Einsichtswissen So kann all die Unbeständigkeit. Je tiefer diese Stufe ist. werdet ihr die drei allgemeinen Daseinsmerkmale auf einer tieferen Stufe erfahren. Diese Art der Erfahrung entsteht nur. wenn ihr die Veränderung und das Leiden. da diese 145 .Körper-Prozesse wird klarer. das durch diese Veränderung entsteht. dass ihr nicht die Körperempfindungen seid. Wenn Achtsamkeit. aber die Merkmale sind diejenigen Dinge. erkennt. Das Gleiche gilt für Unbeständigkeit und Leiden. der den Schmerz klar beobachtet.

Wenn ihr mehr Leiden erfahrt. Beim Einsichtswissen des Gleichmuts gegenüber den Gestaltungen wird der Aspekt des Nicht-Selbst klar. Verlangen und Anhaftung entsteht. wird das Merkmal der Unbeständigkeit sehr deutlich. wundervoll oder tiefgreifend sie sind. entsteht Ablösung und ihr erfahrt mehr Nicht-Selbst. wird bei diesen vier Einsichtswissen das Merkmal des Leidens immer deutlicher. B. Dies ist eine kurze Zusammenfassung der Mechanismen der Einsichtsmeditation. Nicht. dem unbedingten Zustand. dem Wissen vom Entstehen und Vergehen kommt. Auch so entstehen Befleckungen. erfahrt ihr mehr Leiden. der Abwendung und zum Erlösungswunsch kommt. Wenn ihr die Unbeständigkeit in den Dingen nicht sehen könnt. der Gefahr. finden. ist man vollkommen losgelöst von den unbeständigen Dingen. Wenn ihr dann zum Einsichtswissen des Schreckens. Das ist falsche Ansicht. den niederen Wissen vom Entstehen und Vergehen. Die Meditationshandbücher warnen den Yogi immer vor den Fallstricken. alle Erfahrungen. Wenn all diesem tiefsitzenden Hängen in uns entsagt wurde. Oder ihr denkt. die wir machen. Wenn ihr mehr Unbeständigkeit erfahrt. dass dies der höchste Zustand ist. Eine andere Form der Anhaftung ist. Wenn das passiert. hört ihr 146 . ihr habt den höchsten Zustand gefunden. fühlt. Dinge auf die man achten sollte In diesem Prozess gibt es natürlich eine Menge zu beachtender Dinge. Ihr könnt sehen. dann ist das. wenn ihr z. dass es nicht auch woanders entstehen könnte. dass das Hauptziel all dieser Erfahrungen die Läuterung ist. Hier wird irgendeines der drei Merkmale in eurer Erfahrung klarer. Überheblichkeit oder falsche Ansicht. die Natur. Dann kann der Geist sich selbst befreien und Zuflucht im nibbāna. was übrig bleibt. egal wie angenehm. dass ihr dem Hängen an all diesen Geist-KörperProzessen entsagt. dass obwohl alle drei allgemeinen Daseinsmerkmale in allen Aspekten der Realität immer vorhanden sind . Diese Läuterung entsteht dadurch. Sie können Verlangen erwecken.beiden alle drei Daseinsmerkmale abdecken. lediglich zu notieren. Wenn ihr zum vierten Einsichtswissen. sondern auch das sehr feine und tiefsitzende Haften. aber es entsteht oft an diesem Punkt. Das Hauptziel ist Läuterung Wichtig ist. dass ihr sie mehr und mehr behalten wollt. dass ihr etwas Wunderbares erfahren habt und euch deshalb wichtig fühlt und so stolz darauf seid. Diese Fallstricke treten häufig beim niederen udayabhaya ñā/a auf. Auch sie entstehen nur und vergehen wieder. Nicht nur das grobe Haften. So geht der Kreislauf weiter. Einige von ihnen werden als Trübungen der Einsicht (upakilesas) bezeichnet. Das bedeutet. Ihr hängt an der Ansicht. wenn ihr sie so wunderbar findet.zu gewissen Zeiten eine Charakteristik deutlicher hervortritt. dass man in allen Dingen Nicht-Selbst sieht. dass das nibbāna sei. weil ihr große Ruhe und wunderschöne geistige Zustände erfahrt und ihr denkt. können sie zum Fallstrick werden. Diese können sehr scharf und sehr klar entstehen. Wenn man außerdem das Leiden in all diesen Dingen sieht. Das Wichtige ist hier. wenn man eine gewisse Stufe der Meditation erreicht hat.

die ihr bedenken solltet ist. Passaddhi 5. Sie ist eine echte Befleckung. dass ihr nicht das bekommt. Ihr seht also. Ihr könnt die Natur der Unbeständigkeit nicht sehen oder akzeptieren. Ñā/a 3. Ein anderes Problem besteht darin. Upatthana 9.nicht nur mit dem Fortschreiten auf. Die zehn Trübungen der Einsicht sind: 1. dass bei Personen. Wegen solcher Anhaftung kann es zum Fall kommen. werdet ihr zornig. die durch gute Erfahrungen auf Grund eines reinen Geistes entstehen. Obhasa 2. Zorn entsteht dadurch. werden sie trotzdem davon überwältigt und gehen in diese Falle. In Extremfällen könnt ihr auch einen psychischen Schaden bekommen und ein bisschen psychotisch oder neurotisch werden. Wenn gewisse verschiedene Aspekte des Zornes stark vorhanden sind. Deshalb merkt euch. Pīti 4. Sukha 6. Die zehn Trübungen der Einsicht Die zehn Trübungen der Einsicht oder zehn Befleckungen der Einsicht sind tatsächlich Resultate. Wenn es eine Menge an Unreinheiten gibt. Fortschritte in der Meditation schwieriger erlangt werden. Und Anhaften ist auch mit Unwissenheit und Wahn verbunden. Paggaha 8. Wie bei einem untereinander verbundenen Verbrechersyndikat. dass ihr im Laufe eurer Praxis mit vielen schwierigen Situationen umgehen müsst. was ihr wollt. während der Schmerzbeobachtung die Ruhe zu bewahren. was auch immer entsteht und als angenehm erfahren wird. wenn jemand große Schmerzen hat und gleichzeitig starke Tendenzen zum Ärger. kommen sie wiederholt hoch. ist es schwieriger sie zu entfernen. Deshalb seid ihr verblendet und deshalb haftet ihr an. Schmerzbeobachtung und Leiden ist unvermeidbar bei vipassanā. Deshalb können sich bestimmte 147 . Das hat mit der Meditation und euren Befleckungen zu tun. Es ist dann schwieriger für ihn. Ausgenommen die letzte Trübung. Außerdem ist jeder Zorn auch mit Anhaften verbunden. Nikanti Lichtglanz Erkenntnis Entzücken Gestilltheit Glückseligkeit Vertrauen Energie Starke Achtsamkeit Gleichmut Anhaften Ihr könnt schwierige Situationen antreffen Die andere Sache. deren Befleckungen stark sind. dass das. Upekkha 10. da Meditationsfortschritt Läuterung des Geistes heißt. Deshalb solltet ihr davor auf der Hut sein. Man sagt. denn obwohl Leute davon hören. achtsam notiert werden muss. Adhimokkha 7. dass diese drei üblen Wurzeln miteinander verbunden sind. Und wenn ihr anhaftet und die Dinge nicht so laufen wie ihr wollt. sondern ihr könnt auch weitere Probleme bekommen.

als wenn ihr die drei allgemeinen Daseinsmerkmale betrachtet. Deshalb ist starke Achtsamkeit so wichtig. Es muss die Absicht zu sehen und tief zu erfahren vorhanden sein. Dieses Modell soll klarmachen.und Geistprozesse. Zu solchen Zeiten ist es wichtig richtigen Rat zu suchen. Wenn ihr etwas Schreckliches seht. des Schreckens oder des Ekels gibt. Deshalb ist starke und stabile Achtsamkeit sehr wichtig. klare und konzentrierte Bewusstheit entsteht. Durch starke Konzentration werden kleine Erfahrungen vergrößert. dann entstehen Zweige an den schon entstandenen Zweigen. Je größer die Vergrößerungsfähigkeit eines Mikroskops ist. kann es das Wachstum eines großen Baumes nicht unterstützen. sondern durch reine. dann kann der sofort auf dem Einsichtswissen folgende Bewusstseinseindruck nicht so angenehm sein. die den Meditationsfortschritt beschreiben Ich möchte jetzt drei Modelle für den Fortschritt in der Einsichtsmeditation. dicker werden müssen. heißt das nicht automatisch. Der Einsichtsfortschritt scheint wie ein Mikroskop zu sein. also wie eine Zypresse oder Tanne. macht er das bis zu einer gewissen Stufe. Wenn der Geist unruhiger als sonst wird und keinerlei Achtsamkeit vorhanden ist. das konsequent seine Vergrößerungsfähigkeit steigert. Natürlich passiert das nicht sofort. wird die Realität immer klarer. Wenn man sich nur mit der Erfahrung dessen was vorhanden ist zufrieden gibt. Die ersten Zweige wachsen. Einige Leute fürchten sich vielleicht vor diesem Moment. wie auch die Wurzeln. dass ihr euch auch erschreckt. desto mehr Details können auf dem Objektträger gesehen werden. dass es gewisse Einsichtswissen wie das Wissen der Furcht. wenn es sich nicht um ein Einsichtswissen handelt. Wenn die Zweige zweiten Grades sich etabliert haben. könnt ihr hier stecken bleiben und wenn ihr nicht vorsichtig seid. Wenn sie außerordentlich vergrößert werden und eure Achtsamkeit nicht stark genug ist sie zu akzeptieren und zu beobachten. Wenn das Einsichtswissen wächst. 148 .Phasen der Meditation wegen der starken Befleckungen schwierig gestalten. Es ist dasselbe. Ihr werdet erschreckt. Der Baum muss. kommt man wahrscheinlich nicht weiter. Die Wurzeln repräsentieren hier das gesamte gute kamma. Wenn euer Geist nicht stark genug ist die Achtsamkeit aufrechtzuerhalten. die Tugend etc. Das zweite Modell ist das eines wachsenden. Ihr habt vielleicht gehört. es ist mehr wie das Sehen des Terrors in der Natur der Körper. Das erste Modell ist das eines Mikroskops. die dabei. vorstellen. kegelförmigen Baumes. Wenn der Baum erst einmal wächst. kann der Geist anstatt gereinigt zu werden noch größere Befleckungen anhäufen. also Fortschritt bei der Durchdringung der drei allgemeinen Daseinsmerkmale. zuerst feste und starke Wurzeln entwickeln. wenn er wachsen will. es steigert sich allmählich. ist es besser zu den Grundlagen zurückzukehren und sich ein bisschen auszuruhen. Man muss etwas drücken. etwas nachhelfen. dass Einsichtswissen nicht durch Denken. Wenn ihr nicht in der Lage seid diese Phasen zu überwinden. Wenn das Wurzelgeflecht nicht stark ist. Drei Modelle. Es ist aber nicht wirklich erschreckend. entstehen statt der Erfahrung von Einsichtswissen Befleckungen. Es ist Einsicht.

Deshalb. Es gibt darüber jedoch eine Menge an Hörensagen und so können viele falsche Vorstellungen entstehen. wird die Achtsamkeit und Einsicht reif. Wenn ihr das Mindeste an Theorie versteht. da die Natur des nibbāna nichts damit zu tun hat mit dem. Sie dachte. dass es eine gewisse Zeit eine konstante Wiederholung der früheren Erfahrungen gibt. Das heißt ihr fangt an euch selbst zu „kochen“. die erste Stufe der Heiligkeit). sie sei erleuchtet worden. Die Legende von Ginseng besagt. Sie sah. Manchmal können sie wirklich schlimm sein. bevor die höheren Stufen wachsen können. dann wendet sich der Geist dem unbedingten. wird sie wieder eine Ginseng-Wurzel und wenn ihr sie esst. das Unsterblichkeit verleiht. Das bedeutet. Eines Tages befand sie sich auf dem Dach eines Gebäudes und schaute über einen Fluss. Wenn man tiefer geht und vollkommene Ablösung vom Geist und Körper findet. Einige Worte zu nibbāna Zum Schluss möchte ich noch etwas mehr von theoretischer Seite zu nibbāna sagen. der Fluss floss und die Wolken hier und dorthin zogen. auch die der unteren Grade weiter wachsen. dass eine richtige Grundlage der unteren Erfahrungen entwickelt werden muss. um Einsichtswissen zu bekommen. Das heißt. Genauso müsst ihr. das es vielleicht hier bei euch nicht gibt. Es gab zum Beispiel einmal eine Frau.“ und das Denken immer wieder. dann würdet ihr wissen. müsst ihr sie länger und klarer beobachten. Dann wird sie ein Lebewesen und rennt weg. Langsam entsteht Verstehen und dies bringt Loslösung von all dem was entsteht und vergeht hervor. überweltlichen Zustand zu. Als sie all dies sah. Die Lektion. Und wenn diese wachsen müssen. muss andauernder und tiefer werden. Die Chinesen benutzen normalerweise Ginseng. Man muss sie jetzt einfangen. bevor ihr tiefer gehen könnt. wo er von allen Geist. bevor ihr in der Lage seid mehr Phänomene zu beobachten. wenn sie zum Lebenselixier wird. bevor neue Erfahrungen gemacht werden. Ihr legt die Wurzel ins Wasser und kocht sie um die Essenz zu extrahieren. Eure Konzentration z. dass diese Wurzel. in Form eines Menschen wächst. wird sie ein Allheilmittel. Wenn all die unterstützenden Bedingungen und paramis (zehn Vollkommenheiten) reif sind. dass sie wirklich die Unbeständigkeit verstanden habe und betrachtete sich selbst als Stromeingetretene (sotapanna. ihr beobachtet das „Heben“ und „Senken. war sie so hingerissen.wachsen die dritten Grades. Mit anderen Worten erreicht er ein Stadium. auf der Herdplatte sitzen.und Körperprozessen abgeschnitten ist und in einen Zustand geht. B. müssen die ersten beiden Stufen auch klar sein. Wenn ihr sie gefangen habt. Das ist sehr seltsam. die ihr lernen müsst. ist Geduld zu üben. Vergesst nicht die unteren Stufen. Ihr beobachtet den Schmerz. dass so eine Erfahrung nicht Erleuchtung 149 . Das dritte Modell ist das des Lebenselixiers.“ das „Sitzen“ und „Berühren. die irgendwo zum Meditieren hinging. dass sie dachte. Wir nennen dies die absolute Wahrheit. was ihr durch irgendein Sinnestor seht oder hört. dass die Sonne schien. Um auf der dritten Stufe klarer zu sehen. wo es keine Veränderung gibt. wisst ihr. wenn ihr gewisse neue Erfahrungen beobachtet.

was nachher ist.und Fruchtwissen. dass all die Eigenschaften der absoluten Wahrheit in diesem Geisteszustand leuchtend klar werden. Das ist das. Dann kommt ihr daraus hervor und ihr denkt. Ihr erfahrt die absolute Wahrheit während der Meditation und ihr wisst. die ihn zu dieser Schlussfolgerung brachten. Wenn ihr den abhidhamma studiert. Erfahrungen können zu sehr feinen Zuständen werden. die entstanden und verschwanden. unbedingten Zustandes ist. Es ist eine Form der falschen Ansicht. Einsichtswissen ist. wenn man an einer Vorstellung hängt und sie nicht gehen lassen kann. Ihr könnt durch hartes Meditieren sehr nah an einen Zustand kommen. du kannst es nicht verpassen. Es war nicht das Verlöschen von Befleckungen. 150 . ist das Bewusstsein des Rückblickswissens ein heilsames mit Wissen verbundenes Bewusstsein. Der wichtigste Test ist der. der übrig gebliebene Grad an Befleckungen. dem Wissen der Rückschau. Nach dem Pfad. Mit anderen Worten ist es wie der meditierende Geist. Jemand anderes machte solange Gehmeditation. wo der Geist quasi für eine kurze Zeit unbewusst ist. Dann muss ich wohl auch ein anāgāmī sein. und dass die Person in der Lage ist. aber auf welche Art ist es unterschiedlich? Leute können sehr an ihren Erfahrungen anhaften. was in diesem Moment passiert. war dort nichts. welches das 14. Einsichtswissen. Man kann fragen. der das „Heben“ und „Senken“ beobachtet. wo man ins Leere geht und dann daraus wieder hervorkommt. bis er anfing Blasen über seinen ganzen Körper verteilt zu sehen. was es ist. Das Wichtige daran ist. Er sagte „Ich erfahre das ja auch die ganze Zeit. Es mag eine sehr inspirierende Erfahrung sein. aber es ist noch nicht die Erfahrung des Unbedingten. In diesem Geisteszustand ist das Objekt des Geistes nibbāna. Einer meiner Brüdermönche fragte einen alten Meditationslehrer in Burma danach und der sagte „Oh. „Auf eine Art bist du es!“ Das soweit um zu zeigen. und 15. sondern seine Erfahrung der Empfindungen im Körper. Jemand unterstützte ihn bei der Meinung. die dritte Stufe der Heiligkeit) sei. Aber man weiß. Ein anderer Yogi fragte „Ist das so?“. geht der Geist zum 16. Das bedeutet. dass das nibbāna sein müsste. Erinnert euch jedoch. wie es ist. dass er jetzt ein Nichtwiederkehrer (anāgāmī. Empfindungen entstanden und verschwanden im ganzen Körper. Im abhidhamma.und Bewusstseinsprozesses sagt.sein kann. dass die Erfahrung von nibbāna kein leerer Geist oder ein unbewusster Zustand ist. Es ist als wenn ein Blitz in deinen Kopf eingeschlagen hat!“ Deshalb kann es nicht etwas sein. Manchmal könnt ihr dort lange Zeit verweilen und wenn ihr herauskommt. außer das es auf einer tieferen Konzentrationsstufe stattfindet. wird der Prozess klarer. Deshalb ist es eine sehr klare Erfahrung mit hundertprozentiger Sicherheit. es ist etwas Außergewöhnliches passiert. was die Abhidhamma-Analyse des Gedanken. Man denkt. es mit eigenen Worten zu beschreiben. Das ist ein weiterer Fallstrick. da er es nicht glaubte. was denn der Unterschied zwischen diesem Zustand und tiefen Schlaf ist? Einige sagen es wäre unterschiedlich.“ Der Erstere drehte sich herum und sagte. dass es eine Erfahrung des überweltlichen.

die andeuten. wenn jemand vollkommen erleuchtet wird . dass all das nie wieder entstehen kann? Warum?“ Ich frage. sondern er hat dafür zu sorgen. Warum ist es so. Ein letztes Wort Als letztes Wort habe ich einen Zen Koan für euch für den Fall.Das Wichtigste für uns ist nicht zu vergessen. wenn es unser kamma und unsere Zeit erlaubt. dass ihr mit eurer Praxis bis zu dem Tag fortfahrt. aber sie kratzen nur ihre Köpfe. Leiden befindet sich in uns allen und wir müssen soviel Achtsamkeit wie möglich bekommen. obwohl ihr sie beizeiten nicht habt. 151 . „Warum sind bei einem Erleuchteten all seine Befleckungen vollkommen ausgerottet und warum können sie bei ihm nie wieder erscheinen?“ Vor der Erleuchtung entsteht euer Zorn und Verlangen immer wieder. Der Lehrer ist nicht dazu da euch zu bestätigen. an dem ihr sterbt. dass wir weiterarbeiten. erreichen wir vielleicht das geliebte Ziel. Gewöhnlicherweise gebe ich diesen Zen Koan an Leute. dass ihr denkt. sie wären erleuchtet. Dann. Ich frage sie. dass es möglich ist. Die Schriften und die Lehrer erzählen uns. Es muss jedoch eine Menge an Anstrengung geleistet werden. ihr seid erleuchtet.

Erfolg und Erfüllung in der Praxis zu finden. Jemand. Es ist die cetokhila sutta. macht ihr es nicht aus ganzem Herzen. der diese fünf Verhärtungen nicht überwunden hat (hier übersetzt als Wildnisse des Herzens) und diese fünf Fesseln des Herzens nicht gesprengt hat. die wir hier behandeln wollen. nicht zuversichtlich gegenüber dem Lehrer (dem Buddha) ist. der in seinem Streben Fortschritte machen möchte. bedeutet Verwirklichung zu erreichen. der eigentlich fruchtbar ist. dass dort etwas wächst. wenn man zweifelt. Das ist einsehbar. warum jemand keinen Fortschritt in seiner Meditation verzeichnet und seine Ratschläge und Begründungen sind hier sehr deutlich aufgezeigt. Wenn die fünf Verhärtungen und fünf Fesseln nicht überwunden werden. Eine Übersetzung von cetokhila ist „Die Wildnis des Herzens“. zur Ausdauer und zum Bemühen geneigt. das ein Mönch. kein Vertrauen. muss sich aber mit ganzem Herzen anstrengen. Ohne Glauben gibt es keine große Anstrengung und kein großes Bemühen. Der Buddha sagte den Mönchen: „Mönche. Die erste Wildnis des Herzens wie in der Sutte gesagt wird ist. Anwachsen und Erfüllung gelangen sollte. Die Wildnis des Geistes Sutten sind Lehrreden. die verhindert. 152 . aber schon lange eine sehr harte und trockene Kruste hat. Die dritte ist Zweifel gegenüber dem sangha. Er legte dar. gibt es kein Vertrauen und deshalb keinen Glauben. Khila bedeutet hart. was ihr tut. Die ersten vier der Verhärtungen des Geistes werden durch einen Mangel an Vertrauen verursacht. war sie an Mönche in einem Ort Namens Sāvatthī gerichtet. Ceto oder ceta oder auch manchmal citta bedeutet Geist. Es gibt viele dieser Sutten. Diese Härte entspricht einem Boden. denn wenn ihr an dem. Sie wurden zuerst mündlich überliefert und später niedergeschrieben. steht in der „Mittleren Sammlung“. Wenn „Skeptischer Zweifel“ entsteht. die vom Buddha an verschiedene Leute mit verschiedenem Hintergrund gegeben wurden. Die eine. Die vierte ist Zweifel gegenüber der Übung.“ Der dhamma ist die Lehre. Hartnäckigkeit und so fort. Die zweite Wildnis des Herzens betrifft den Zweifel gegenüber der Lehre (dhamma). Eine eher poetische Übersetzung. unsicher. in diesem dhamma und vinaya zu Wachstum. Dadurch ist der Geist nicht zur Hingabe. Als der Buddha diese Sutte darlegte. vinaya die Disziplin. wird Anwachsen und Erfüllung definitiv nicht möglich sein. Sie drückt sich aus in Nicht-Akzeptieren. habt. unentschlossen.16. Denn normalerweise bedeutet es geistige Verhärtung oder Härte. das ist Läuterung und Heiligkeit auf höchster Stufe. starr oder verhärtet. das ist unmöglich. Die fünf Verhärtungen Die ersten vier handeln vom „Skeptischen Zweifel“ und die fünfte bezieht sich auf Ärger.

nicht etwas. müssen wir wirklich ein in die Tiefe gehendes Studium des dhamma machen und es in die Praxis umsetzen. wie lange es dauern wird sie abzuschneiden?“ Das ist nur ein Gleichnis. sich eine Vorstellung der Natur des Geistes eines Buddha zu machen. solltet ihr zufrieden sein. „Wenn du menschliches Leiden und Askese nicht aushalten kannst. Sogar solche Leute. wie stark er oder sie sich bemüht. Zuerst waren sie nicht geneigt ihn als Lehrer zu akzeptieren. kommt die Antwort. Dhamma ist. Natürlich überzeugte er sie später. „In einem Tag“. da sie glaubten. 153 . die den Buddha persönlich trafen und zuhörten. B. das durch Hören erhalten wird. dass es wirklich funktioniert und wirklich gute Resultate bringt. Der Geist des Buddha ist etwas Besonderes. erreichten sie Erleuchtung. Wenn ihr jeden Tag einen kleinen Fortschritt erkennen könnt. was leicht verstanden werden kann. frage ich. der die höchste Erleuchtung unter dem BodhiBaum in Buddhagaya erreicht hat. Dann wuchs ihr Vertrauen und wurde stark. Wir könnt ihr Vertrauen zum Buddha haben? Wir wissen es doch nicht.“ „Wie lange dauert es. Diejenigen.“ Ich frage dann: „Wie lange dauert es um einen Kessel Wasser zu kochen?“ Die Antwort ist „Zwanzig Minuten. Deshalb hatten sie kein Vertrauen zu ihm. warum mache ich keinen Fortschritt“. Wenn wir erkennen. 1. Gautama Buddha. Natürlich wundert ihr euch. Die Lehre bezieht sich hier mehr auf den theoretischen Teil.den dhamma . Als er ein Buddha wurde. seine ersten fünf Anhänger oder Asketen. bevor ihr ein wenig Fortschritte macht. 2. wie ihr denn wissen könnt.. das Wissen der Schriften. die verstehen. Um echtes Vertrauen zu bekommen. Zweifel. den vollkommenen Buddha. dass er die Askese verworfen hat und zum Genuss zurückgekehrt sei. Lasst uns nun die Faktoren einzeln nacheinander ansehen. Unsicherheit und Mangel an Vertrauen zum Lehrer Der Lehrer bezieht sich hier auf den Buddha. bis das Wasser wieder abgekühlt ist“ frage ich. ging er zum Hirsch Park um sie zu unterrichten. „Wie lange und wie oft meditierst du?“ Die Antwort ist normalerweise. werden wissen. „ In wie vielen Stunden sind eure Befleckungen entstanden und was denkt ihr. Sie sagten. dass er die höchste Erleuchtung erreicht hat. fanden es nicht leicht überzeugt zu werden. wenn wir klare und achtsame Bewusstheit üben und den dhamma studieren. die ihn persönlich kannten und kein Vertrauen zu ihm hatten.ist am Wichtigsten. den dhamma oder die Lehre betreffend Vertrauen oder Glauben in die Lehre . Nehmt z. Und als sie ihm dann doch zuhörten und vollkommenes Vertrauen zu ihm hatten. Wenn die Leute mich fragen: „Ehrwürdiger. dass ihr euch sehr anstrengen müsst. Er ist reine Weisheit.Ob eine Person am Anfang der Meditationspraxis Fortschritte macht oder nicht hängt davon ab. Das ist so. wie kannst Du dann übermenschliche Zustände erreichen?“ So glaubten sie ihm nicht. weil es sehr tief geht. Zweifel. bis er predigte und sie nach dem Zuhören verwirklicht wurden. weil es wirklich nicht einfach ist. Wir können aber eine flüchtige Idee davon bekommen. „Oh. eine Stunde pro Woche. Auch zu Buddhas Zeiten gab es Leute. auch wenn er wirklich der Buddha ist.

es ausprobiert habt und durch die Führung eines Lehrers Erfahrungen und Fortschritte erzielt habt. Auf einer mehr allgemeinen und oberflächlichen Stufe bedeutet Vertrauen. kann es gefährlich sein. das ewig währende Glück erreichen können. aber wenn die Methode korrekt ist und mit reinem Herzen akzeptiert wird. die sangha betreffend Die sangha bezieht sich auf die Gemeinschaft. Es wird nicht von euch verlangt. All diese Aktivitäten führen zu den Lehren selbst. Der „Skeptische Zweifel“ ist ein echter Stolperstein in Ländern. sind sie in der Lage andere zufriedenstellend und vertrauensvoll anzuleiten. Zuerst braucht ihr Selbstvertrauen. Das ist das Dilemma. In buddhistischen Ländern mag die Hingabe „blind“ sein. den dhamma und die sangha habt. was gut und rein ist und den Glauben. bis ihr Resultate erlangt. dass er mit solch einem Pfad übereinstimmt. Zweifel an der Praxis selbst Wenn ihr noch nicht praktiziert. wie die Person spricht und lehrt beurteilen.dann wird das Vertrauen wachsen. Dann werden wir wachsen. wenn ihr bei einem falschen Lehrer landet. Ihr müsst auch Vertrauen in das. Aber wie ich schon sagte. werdet ihr Vertrauen in die Praxis und das Training bekommen. Es sind diejenigen. ob sie im dhamma unterrichtet ist oder nicht. Wenn wir den dhamma gelernt und gelesen haben. Nur wenn sie solche Stufen erreicht haben. Ihr 154 . noch spezieller ist hier die ariya sangha gemeint. der dahin führt. Dann könnt ihr lange stecken bleiben. dass sie den Zustand der Unbedingtheit. welche die Gemeinschaft der Edlen ist. dass es einen Pfad gibt. was damit zu tun hat. Vieles von dem was im dhamma gelehrt wird und viele der Erfahrungen werden nur verstanden. so ein anfängliches Vertrauen und so einen anfänglichen Glauben zu haben. Leider werden wir selbst aber wieder nicht wissen. die weder kulturell noch historisch gesehen buddhistische Länder sind. dass ihr alles glauben oder schlucken sollt. sondern nur darüber nachgedacht habt. dass ihr vollkommenes Vertrauen in den Buddha. Aber bis zu einem gewissen Ausmaß oder Grade. wird der Übende durch die Praxis Konzentration und Verstehen erhalten. Ihr müsst in der Lage sein die Lehren aufzunehmen und lang genug zu praktizieren. was gut und wahr ist haben. Nur wenn ihr experimentiert habt. wenn man selber praktiziert. legt sich der „Skeptische Zweifel“ und ihr könnt euch aus ganzem Herzen bemühen und praktizieren. wer wirklich erleuchtet ist. dass Leute erleuchtet werden können. Wenn erst einmal Resultate kommen. Es wird von euch nicht erwartet. Ein allgemeineres Verständnis des Vertrauens in die sangha ist. dass man Vertrauen in etwas hat. Zweifel. 4. werden wir sehen. Habt dieses anfängliche Vertrauen. Es ist unbedingt nötig. 3. die die Lehren des Buddha praktiziert haben und Stufen der Erleuchtung oder der Verwirklichung erreicht haben. können wir anhand des Verhaltens und an der Art. dann praktiziert und schafft Resultate und es wird wachsen. dann gibt es natürlich eine endlose Zahl an Fragen. damit wir zur Praxis angespornt werden.

Aber der entscheidende Punkt ist. B. Wir müssen auch individuelle Temperamente in Betracht ziehen. In den ersten vier Verhärtungen. Wenn seine Mitgefährten im heiligen Leben. kommen die korrekten Resultate. 155 . wenn es sich um ein erleuchtetes Individuum handelt. Dinge erzeugen. als ob ein bhikkhu zornig und verärgert mit seinen Gefährten im heiligen Leben ist. dem Zornigen einen Rat zu geben. So wird er ein sehr schwieriger Yogi. die ihn blockieren.sofern jemand den echten dhamma ausprobiert . gibt es nicht genug Vertrauen und zu viel Skeptizismus. wenn man sehr zornig ist. in denen der Geist wie ein harter Felsen ist. Probiert die Dinge vorsichtig aus. Vielmehr kann sich der Geist nicht beruhigen. Die fünfte Verhärtung hat nichts zu tun damit. Zorn Das ist so. Er ist verletzend und verhärtet ihnen gegenüber und so ist sein Geist nicht zu anderen geneigt. Erstens kann man keinen Rat oder keine Hilfe akzeptieren. Zorn ist natürlich auch sehr mit Stolz verbunden. wenn Zorn anwesend ist. eine schwer umgängliche Person.solltet lieber vorsichtig die Dinge akzeptieren. wird das Übel im Geist der Person. Letzten Endes kann sich der Geist nicht beruhigen. Wenn der Geist sehr ärgerlich ist. Ärger führt z. Zweitens erzeugt der Ärger selbst eine Menge an unheilsamen kamma. dass man genug Vertrauen und Glauben hat um soviel Anstrengung aufzubringen. da man sie nicht akzeptieren will. dass die Person kein Glauben im dhamma hat. Und nur wenn man den Hass entfernt und um Vergebung bittet. Nur wenn ihr euch wirklich bemüht und euer ganzes Herz und eure Seele in die Praxis hineinsteckt. Einige Leute sind mehr zum dhamma geneigt. das auf einen solchen Übenden gerichtet ist. kann er ihn nicht akzeptieren. Was immer auch in den Geist kommt wird befragt: „Ist es auch wirklich so? Gibt es so was wie nibbāna? Warum muss ich den Schmerz so lange beobachten?“ Die Anleitungen sinken nicht in den Geist hinein. der nichts aufnehmen kann. Hat jemand einen klaren und offenen Geist und wirklich das Herz Fortschritte zu machen und die Spiritualität zu verbessern ohne irgendwelche vorgefassten Meinungen oder Vorurteile. besonders. das die Praxis blockieren kann. wird der Pfad wieder klar sein. bis man Resultate bekommt. Es gibt so eine Menge schlechter Effekte auf Grund dieses kamma und der Geist ist nicht fähig Ratschläge bezüglich des dhamma anzunehmen. Schmerz und Verspannung. erzeugt er eine Menge Widerwille. 5. er ist blockiert. wenn eine Person zornig auf seine Mityogis ist. seine Mitübenden oder Yogis versuchen. Gemäß den Kommentaren ist der Pfad in Gefahr. gewöhnlich zu einer Menge physischer Leiden wie Stress. dann ist es unmöglich . Das ist ein wichtiger nicht zu vergessener Punkt. Eine außergewöhnliche Konsequenz ist zu beachten. während andere mehr zum Glauben neigen.dass er keine Resultate sieht. Wenn der Mityogi ein sehr aufrichtiger und fleißiger Übender ist.

156 . Ihr seid gefesselt. Das Essen. Die fünf Fesseln können als Faust. Mattigkeit und Müdigkeit. Sie vermissen ihren Käse. Die meisten Westler vermissen ihr Essen. Eiskrem. skeptischer Zweifel. Gehen und dabei „Heben und Senken“ notieren sollen. ist es schwierig praktische Fortschritte zu machen. Von den fünf Hemmungen Sinnesfreude. Wenn ein Gedanke sehr stark ist. die das Herz fest umschlossen hält. Meistens ist es das Essen. Sie sammelten Geld und kauften viel Eiskrem und machten eine Party. Sinnesfreuden halten euch vom Meditieren ab. wurzelt er entweder im Zorn oder in Sinnesfreuden. Jeder fing Wanzen. dominiert Mattigkeit und Müdigkeit in den ersten paar Tagen eurer Meditation. Wenn ihr nicht vorsichtig seid. fangt ihr an. sodass es nicht frei ist. den Lehrer akzeptieren und keinen Ärger in uns haben. Dies sind die fünf Fesseln des Herzens. Es kann auch schrecklich sein. beschrieben werden. Auch wenn ihr in der Lage seid in ein Meditationszentrum zu kommen und „Heben“ und „Senken. dass es dort viele Wanzen gab. dass Sinnesfreude das Haupthindernis ist. Beim Meditieren juckte durch die Wanzenbisse der ganze Körper. an euer gutes Essen von zu Hause zu denken. Ich erinnere mich als ich das erste Mal zum Mahasi-Meditationszentrum ging. Am nächsten Tag rief der Meditationslehrer nach ihnen und tadelte sie. Warum? Weil sie meditieren sollten. Gehen. weil ihr mit Sinnesfreuden oder körperlicher Behaglichkeit weitermachen wollt. berührt. könntet ihr anfangen zu fühlen. Ihnen wird langweilig und sie denken über Videofilme und über allerlei Krimskrams nach. Dann wird der Geist noch gelangweilter und sie möchten interessantere Dinge machen.Die fünf Fesseln Auch nachdem wir genug Vertrauen und Glauben haben. Am Morgen denken sie an Essen und vermissen ihren heißen Kaffee. Kuchen und all die anderen Milchprodukte. Ihr seid angekettet. die ich aus Malaysia kenne. Sitzen. Deshalb konzentrierten sich die Leute auf das Fangen von Wanzen statt aufs Meditieren. gibt es weitere fünf Dinge. dass euch etwas an Sinnesfreuden entgeht. 1. Ihr habt Vertrauen. zumindest nicht die Praktizierenden. es war gerade Weihnachten im Mahasi-Zentrum. Wenn eine Person wirklich von den Sinnen losgelöst ist und sich nicht darüber sorgt was sie sieht. Sinnesfreuden Wenn ihr an Sinnesfreuden anhaftet. All dies läuft unter Sinnesfreuden. also Sitzen. Wenn ihr solch Essen nicht gewohnt seid. Eines Tages. Nicht viele Leute haben sehr starken Zorn in sich. riecht. Unruhe und Sorgen. das in kleinen Meditationszentren angeboten wird. anstatt zu feiern. die den Fortschritt aufhalten. aber ihr könnt euch nicht bewegen. Ihr Haupthindernis sind gewöhnlich die Sinnesfreuden. Übelwollen.“ „Sitzen“ und „Berühren“ zu beobachten. ist oft nicht sehr gut. ihr sagt „ja“ und das ist gut. werdet ihr in den meisten Fällen merken. vermissten die Westler ihr Weihnachtsfest und entschieden sich eine Weihnachtsfeier im Mahasi-Zentrum zu machen. Dann hört sie auf und wird meist von Unruhe abgelöst.

Dann fangt ihr an zu denken. die den Geist beruhigt. dass ihr unfähig seid den Schmerz wegen der Anhaftung am Körper zu betrachten. B. Es ist nicht deshalb. Nase. Er mag interessante Dinge und so denkt er sich Sachen aus und erzählt Geschichten. „Was ist da überhaupt Schlimmes dran am Jucken?“ Ihr werdet deshalb nicht sterben. Eine Menge an Anhaftung entsteht und ihr könnt nicht mehr meditieren. Denkt darüber nach. hört die Person auf den Schmerz zu notieren. Der Geist mag sich nicht langweilen. Warum denkt ihr so viel während eines Retreats? Worüber denkt ihr nach? Sehr oft.schmeckt oder hört und vorausgesetzt. Wenn es das Bein von einer anderen Person ist. Nase. All diese Aktivitäten sind normalerweise auf Sinnesfreuden ausgerichtet. Sehr oft. Oft werdet ihr merken. Es ist nur ein kleines Jucken. Während eines bestimmten Zeitabschnittes meiner Meditation gab es einmal eine Menge Mücken. sondern weil die Person am Bein anhaftet. Dann scheint es so. Ihr fangt an über das Jucken nachzudenken. Oder sie denkt. als könntet ihr euch wegen des Juckens nicht mehr konzentrieren. Dann fühlt ihr euch. wie wenn jemand eine Feder nimmt und euch kitzelt. dass sie das Bein ist und wenn sie noch länger sitzt. dass da etwas Achtsamkeit ist. Aber in dem Moment. Bein“ oder „Nase. dass es euch berührt? Zumindest sorgt ihr euch nicht so sehr. könnt ihr nicht mehr richtig meditieren. 157 . Jucken. Wenn euch eine Mücke sticht. Dann solltet ihr denken. wenn ihr starke Anhaftung an den Körper habt. kann er nicht erstens darüber hinausgehen und zweitens ist er nicht in der Lage viel Schmerz auszuhalten. weil der Schmerz so schmerzhaft ist. ist der Geist zu guter Konzentration fähig. wenn der Schmerz immer stärker wird. Aber. als ob eure Hand oder euer Bein sich außerhalb von euch befindet. notiert ihr „Hand. wird sich die Tendenz Richtung Ablösung neigen. Es kann jucken wie es will. etwas mit dem Bein nicht in Ordnung sein wird und sie eventuell nie wieder gehen kann. stört euch das Jucken auf der Hand nicht. dann werdet ihr nicht soviel denken. weil man sich dann besser konzentrieren kann. oder das es vielleicht besser ist die Mücke zu vertreiben. Jucken“ zu notieren. Hand“ oder „Bein. Es ist nur ein Gefühl. die Schmerzempfindung im Bein. ausüben. aber es macht nichts. Ihr könnt die Hand nicht richtig beobachten. Nehmt z.“ Wenn ihr das Jucken notiert. weil ihr euch langweilt. kommen eine Menge Vorstellungen in Gang. dass die Mücke vielleicht Malaria oder Dengue-Fieber hat. Anhaften an den Körper Wenn jemand am Körper anhaftet. Diese Furcht wurzelt in der Anhaftung am Körper. 2. Bein. Deshalb solltet ihr gewisse Arten von Vorsorge treffen und vorbereitende Meditation. Wenn ihr es so betrachtet. denkt ihr dann auch. Es ist wie ein Kitzeln. scheint das Jucken sehr stark zu sein. Anstatt das „Jucken. Hand. wo ihr denkt und an der Hand anhaftet. Nur so schaut ihr sehr unpersönlich auf eure Hand oder euer Bein. weil es nicht eure Hand ist.

beobachtet. Ihr macht euch keine Sorgen um euer Eigentum oder andere Leute. „Heben“ und „Senken.Das Problem bei der Anhaftung am Körper ist. wo er die Form des Körpers verliert. was euer Herz festbindet. In tiefen Formen der Meditation muss man alles über den Körper vergessen. Mönche haben nichts. wird er sich in dem Moment. festhaltet. Wenn ihr z. Beine etc. wenn man sich um Fortschritt im dhamma und vinaya bemüht. wenn jemand stark am Körper anhaftet. Anhaftung an äußere Dinge Die Kommentare definieren Anhaftung an äußere Dinge als Anhaftung an Eigentum und an Menschen. tief festgesetzt in unserem Herzen und unserem Geist. Deshalb. Sie meditieren nur und leben Tag für Tag. 158 . Ihr sorgt euch nicht um eure Vergangenheit oder um eure Zukunft. Beine und so weiter. Das bedeutet. dass wir jetzt momentan kein Zorn (oder irgendeine Anhaftung) auf irgend jemanden verspüren. der Hand. weil Realität nicht mit diesen Konzepten oder konzeptionellen Objekten zusammen existieren kann. eine Menge tiefsitzender Neurosen auftauchen. Aber solange ihr noch am Konzept des Körpers. dass man nicht über den Körper hinausgehen kann. Normalerweise bemerken sie sie nicht. Wenn ihr an äußeren Dingen wie Eigentum oder Menschen anhaftet. kann man direkt in das Geisttor gehen und nur am Geisttor ist die Konzentration sehr tief. dass ihr darauf vorbereitet seid bis zu eurem Lebensende zu meditieren. wenn die Leute ihren physischen Körper als Realität ansehen und sich als den physischen Körper sehen. warum manchmal. also ein Mönch zu sein. 3. erschrecken und nicht darüber hinaus gehen können. ist die Anhaftung im Geist und ihr könnt sie nicht gehen lassen und richtig meditieren. Wenn man das kann. die Eigenschaft der Bewegung. Deshalb gibt es nichts. dass man am Konzept des Körpers gefesselt ist. erfahrt ihr letztendlich das Windelement.“ „Sitzen“ und „Berühren“ etc. Das erklärt. wenn Leute meditieren. Nur wenn ihr euch auf die Bewegung konzentrieren könnt. Sie wird besonders stark und steht uns im Weg. B. also das Körpergefühl. Aber sie ist da. Anhaftung am Körper tritt öfter auf. könnt ihr die drei allgemeinen Daseinsmerkmale erfahren und Einsicht entwickeln. mag das wahr sein. was Mönch-Sein tatsächlich ist. wann immer wir in tiefe Konzentration kommen oder tiefes Verstehen erreichen möchten. die Hände. Wenn wir z. Die Anhaftung hält euch davon ab mit ganzem Herzen alle bedingten Objekte beiseite zu legen. Deshalb ist es besser. Ihr notiert und notiert nur Moment für Moment. B. könnt ihr die Daseinsmerkmale nicht erfahren und Einsicht entwickeln. nur über eure Praxis der Loslösung. aber während der Meditation machen sich die Neurosen oft bemerkbar und stören enorm. sagen. Das ist es. Ein Mönch zu werden bedeutet. sie brauchen sich über nichts Sorgen zu machen. sodass der Geist frei sein kann das Unbedingte zu erfahren.

B. Sie haben nicht die kleinste Ausrede um sich auszuruhen. Er isst zu viel. In den Meditationszentren des Ostens könnt ihr sehen. Wir dürfen.und 159 . So kroch er. dass sein Bauch voll ist und er frönt den Freuden des Schlafens. sodass sein Geist nicht zur Anstrengung geneigt ist. Da gab es einen Mönch. Die Anstrengung oder die benötigte Energie um den Geist zu entwickeln. Als auf den Mönch geschossen wurde. wie die Leute sich wirklich anstrengen. notierte er „Schmerzen. Lümmelns und Dösens. Natürlich bedeutet das nicht. Das sollte der Weg sein. Aber in der Mitte all eurer Aktivitäten müsst ihr Achtsamkeit praktizieren. Sie sind ungeduldig wieder aufzustehen. Früher hatten die Leute mehr Energie als Konzentration in ihre Praxis gelegt. Zeit ist so wunderbar. ein Gott zu werden. Achtsamkeit auf euer Meditationsobjekt. Da gibt es keinerlei Energie. Durch seine Tugend. dass Schlafen eine Zeitverschwendung ist. Dort sind die Leute wirklich sehr ernsthaft dabei. kam ein Jäger. Er machte Gehmeditation. An diesen Orten sind sie widerwillig am Schlafen. Aber Ausruhen. dass wir uns nicht ausruhen sollten. wie in den Sutten beschrieben. Schmerzen. Natürlich macht ihr eine Pause um euch zu waschen. als wenn eine Person das heilige Leben führt um danach zu trachten. der dachte er wäre ein Hirsch und schoss auf den Mönch. Man muss sie vollständig nutzen. Und wie er so auch während der Nacht kriechend meditierte. bedeutet vier Stunden pro Nacht. Sittlichkeit und sein Asketentum und durch das Führen eines heiligen Lebens bemüht er sich. 5. Aber sogar dann ist es nur in den ansehnlichen Zentren unter der Leitung von erfahrenen Meistern. bis er sich zum Ausruhen niederlegte. Außerhalb dieser Ruheperiode sollten wir uns jede Stunde des Tages bemühen. dann legt er sich zum Ausruhen hin und schläft.“ Diese Geschichte soll uns dazu dienen uns mehr anzustrengen. ein großer Gott oder eine Göttin oder eine kleinere Gottheit zu werden. An diesen Orten lümmeln sich die Leute nach dem Essen nicht herum und ruhen sich aus. Anhaftung an „Ehre“ Das ist. Sie finden. wenn ihr Essen bekommt. Ananada z. So ist sein Geist nicht zum Höchsten geneigt. der so lange Gehmeditation machte. Und Sona zwang sich zu gehen. Er machte Kriechmeditation. Anhaften an Untätigkeit Mit Bezug auf das cetokhila sutta in der Mittleren Sammlung. bis der ganze Weg voll mit seinem Blut war. hat sich die ganze Nacht bemüht. ist es wie ein Mann. Zeit ist so wertvoll. Schmerzen. der soviel isst. Eine andere Geschichte. Es gibt Essenszeiten.4. Das war das Maß der Energie von den Leuten zu Buddhas Zeiten. das heißt zur Erleuchtung. als wenn jemand dort eine Kuh getötet hätte. In dieser fünften Fessel strengt sich der Geist wirklich an etwas Geringeres zu erreichen und bekommt ein Resultat knapp am nibbāna und den Pfad. ist sehr groß. Dennoch ging er. bis er nicht mehr gehen konnte. aber nicht um zu schlafen und so wurde er erleuchtet. bis seine Füße sehr empfindlich wurden.

Dadurch existiert eine Menge an geistiger Kraft und eine Menge an zielgerichteter Energie und Bestreben. dass man an irgend etwas anhaftet. Gestaltungen und Kräften.Fruchtmomenten. Mit anderen Worten. Konzentration auf Grund von Eifer und entschlossenem Streben Lasst uns auf die erste Grundlage schauen. ist sehr konzentriert. dem tatsächlichen Erleuchtungsbewusstsein. Es ist mehr als Vertrauen. der Konzentration. Es ist wie ein Stoß oder eine Absicht (chanda-samādhi). jede Anhaftung kettet den Geist an und er wird gefesselt. ist die iddhi-pāda zu entwickeln. Diese Art des geistigen Notierens ist sehr kraftvoll und einspitzig und führt in die Richtung der Verwirklichung. Im dhamma vinaya bedeutet „es ist möglich“ nicht. „Padhāna“ ist Anstrengung. dass die Dinge. die Grundlage des Erfolgs für das spirituelle Weiterkommen. Sie sorgen dafür. Dieser Glaube und diese Motivation löst Vipassanā-Konzentration aus oder konzentrierte Bewusstheit auf die Dinge. alle geistigen Aktivitäten oder mentalen Faktoren. dann macht man keine Fortschritte. muss zumindest für einen kurzen Moment alles Anhaften abgelegt werden. Es gibt davon vier. dass. Retreats helfen dabei. Wenn man zu dieser wirklichen Situation zurückgekehrt ist. dem Einsichtswissen. Das heißt. dass es passiert. die jeden Moment unseres Geist-KörperProzesses notiert und die Realität sowie die drei Daseinsmerkmale versteht. Das cetokhila sutta sagt. so wie sie sind. dass man praktiziert. existiert eine Rückkehr zum wirklichen Stand der Dinge zur wirklichen Situation. Das ist praktisch gesehen das Ausbilden der Achtsamkeit um sie kontinuierlich zu machen und um einen starken Fluss der Achtsamkeit auszubilden. müsst ihr euch bemühen euren Geist vollkommen von allen Anhaftungen frei zu machen. Vier Grundlagen des Erfolgs für spirituelles Weiterkommen Das Nächste. 2. die am Anstrengen beteiligt sind. haftet man an. Wenn man sich so bemüht. was der Übende tun muss. Wenn der Geist an etwas Geringerem als dem höchsten Ziel anhaftet. 160 . den Gefühlen. „Sankhāra“ sind alle geistigen Gestaltungen. Man stoppt hier. Anstatt sich zu befreien. Es heißt nur. vorbei. es für jemanden möglich ist Realisierung zu erreichen. die die Realisierung verhindern. Konzentration auf Grund von Energie und entschlossenem Streben Die zweite Basis für Erfolg ist padhāna-sankhāra. begleitet mit allen mentalen Bemühungen. wenn die fünf Verhärtungen aufgegeben werden und die fünf Fesseln entfernt werden. abwesend sind. also der tatsächlichen Nibbāna-Erfahrung. aber nicht am höchsten Ziel der Erleuchtung. Diese Absicht sich spirituelles Weiterkommen zu wünschen. der Tugend. Die nächsten Schritte um im dhamma und vinaya Fortschritte zu erzielen Um Fortschritte im dhamma zu machen. dem Körper. 1. Sie ist das Erreichen eines Zieles oder der Wunsch etwas zu tun.

Starke Konzentration entsteht. Die Hauptsache ist. Damit ihr versteht. müsst ihr die Verhärtungen und Fesseln loswerden. dass ihr sehr tatkräftig und energiegeladen seid. Trotzdem hat es mehr mit starker Willenskraft oder Wille zu tun. den Wunsch und die Absicht haben uns in diese Richtung zu stoßen und zu entwickeln. die kein Verlangen. sind die Küken in der Lage die Schale zu knacken ohne dass sie sich Sorgen machen muss. Aber die vorherrschende Kraft. der über diese Faktoren inklusive Begeisterung und starke Energie herrscht. Geist deckt die gesamte mentale Beteiligung ab. Ohne diese Absicht. können die Küken ausschlüpfen. Manchmal kann die Entwicklung der Kräfte. So wird man jemand. weil wir Glauben. Nur wenn die Henne ihre acht oder zwölf Eier sorgfältig beschützt und bebrütet. der weiß und der fähig ist in die Dinge zu sehen. 3. die starkes. Nur wenn die Henne auf den Eiern sitzt und sie lang genug immer wieder wendet. Natürlich müsst ihr auch Glauben und Verstehen besitzen. Konzentration aufgrund geistiger Reinheit und entschlossenem Streben Die dritte Grundlage um spirituelle Kraft dieser Stärke zu entwickeln. durch Energie hervorgebracht werden. Er ist in der Lage auszubrechen. So ist es auch mit einem bhikkhu. sondern ein Wunsch ist. die ihre Eier ausbrütet. könnte der Geist an einem anderen Punkt als Verwirklichung aufhören. ist „Geist“. 161 . dass ihr euch anstrengt und anstrengt und anstrengt. entwickeln. 4. die euch zu diesem Ergebnis führt ist die. wie sich jemand wirklich anstrengt um Verwirklichung zu erreichen. fähig zur Erleuchtung. Konzentration auf Grund von Untersuchung und entschlossenem Streben oder Begeisterung Die vierte Basis ist Einsicht. fähig die höchste Sicherheit von der Fesselung zu erreichen. Stoßt eure Einspitzigkeit immer wieder jeden Tag unbeugsam an. gutes Verstehen und einen reifen Geist haben. bis wir diesen Punkt erreicht haben. gibt die Sutte ein Gleichnis einer Henne. Durch die Macht der Praxis wird all die mentale Kraft hervorgebracht. Spirituelle Kraft dieser Stärke kann sich bei Leuten. Um dieses Ziel zu erreichen. Baut die vier Erfolgsgrundlagen auf.

Ich wurde nicht so sehr aus Glauben Mönch. Buddhistische Metaphysik Ein zweites wichtiges und hilfreiches Ereignis war. war ich sehr am abhidhamma interessiert. entgegenkommt. soviel meditiert wie er oder sie kann und ein spirituelleres Leben lebt. der letztendlichen Wirklichkeiten. wurde darin cetasika als geistiger Begleitfaktor bezeichnet. seine ganze Zielsetzung verändert ist. nicht das japanische Zen. sondern mehr aus Neugier.und Körperprozesse und Charakteristika. die ich später als Vipasssanā-Erfahrungen wiedererkannte. ist euer Ziel spirituelle Verwirklichung statt materieller Vorteile. dass ich vorher untugendhaft war. „Was bitteschön ist ein geistiger Begleitfaktor?“ Es wurden Worte wie Wahr162 . Obwohl ich schon einige Abhidhamma-Bücher angesehen hatte. Ein Examen folgte dem anderen und es gab Zensuren über Zensuren. wird es weniger Zurückhaltung geben und alles beginnt sich zu verschlechtern. Tugend Einer der wichtigsten Punkte für meinen Fortschritt war Tugend. enthielten bombastische Worte. Vorher praktizierte ich Zen. z. Er sucht nun nur nach dem absoluten Frieden. Wenn ihr erst mal aus diesem endlosem Konkurrenzkampf herauskommt und ein spirituelles Leben lebt. Bevor ich Mönch wurde. Aber darüber hinaus heißt Tugend auch für einen Mönch. der den Zielen. Irgendwie wurde der Geist in dieser Art von Umgebung verändert. dort eine Zeit verbringt. sondern chinesisches Chan. Die Tugend eines Mönchs ist zuerst nur eine Sache der Regelbefolgung und wenn wir den Tugendregeln folgen. solltet ihr deshalb nicht meinen. da ich zuvor noch nichts darüber gehört hatte. die in den gegebenen Regeln und Bedingungen enthalten sind. Abhidhamma ist buddhistische Metaphysik. dass sein ganzer Lebensstil. dann beruhigt sich der Geist und wendet sich den spirituellen Zielen zu. B. waren sie sehr technisch. dass sie sich auf einfaches Befolgen von Regeln beschränkt. der verschiedenen Bewusstseinsarten mit verschiedenen geistigen Zuständen (geistigen Faktoren). Nicht. Wenn ihr auf die Tugend eines Mönchs schaut. die helfen die Meditationspraxis zu verbessern. der verschiedenen Geist. Als ich jedoch Mönch wurde. studierte ich und war sehr zielorientiert. Als ich das erste Mal nach Penang ging. als ich begann abhidhamma zu studieren. vermeiden wir viele unheilsamen Taten. Wichtige Punkte für den Vipassanā-Fortschritt Hier beschreibe ich einige wichtige Faktoren. Der durch die Mönchsregeln implizierte Lebensweg verwirft alle anderen Dinge und der Geist hat einzig Gedanken der Reinigung und der Verwirklichung. die für mich keinen Sinn ergaben. Bestimmte Dinge im Geist klangen ab und ich bekam eine Menge Erfahrungen. Wenn allerdings die Tugend verfällt.17. Es enthält das Studium der paramattha dhamma. Ein gewöhnliches Beispiel ist dies: Wenn jemand zu einem Meditationszentrum kommt oder in einen Tempel. passierten eine Menge Dinge. Vielmehr ist es ein Lebensstil.

Wenn man praktiziert. dass es nicht nur eine Sache des Lernens ist. versteht man. Ich war oft überrascht. dachte ich: gut. Wenn man jedoch den Bogen heraus hat. Zuvor verstand ich sie nicht. dass ich. Wenn ihr auf den dhamma selbst schaut. aber plötzlich gab es irgendwie etwas Neues. Es half mir auch. Das hilft enorm bei der Praxis. der abhidhamma lehrte und es zum täglichen Leben in Bezug setzte. auf welche Weise wird dieses Kapitel mir bei meiner Praxis helfen? Ich würde mir dieses und jenes angucken und dann würde ich Wege und Möglichkeiten finden es anzuwenden. dem tipitaka. Natürlich betreffen viel Dinge innerhalb der Lehre die Praxis. gibt er klarere Definitionen. Von da an begann ich den abhidhamma zu schätzen. Als ich dann hinausging und auf andere Mönche schaute. aber was ist dann der Unterschied zwischen Bewusstsein und wissen? Das ist nicht sehr genau. ist es hilfreich es auf die Praxis zu beziehen. dass ich sie zuerst analysieren und soviel wie möglich lesen sollte und erst dann ihm die Fragen stellen soll. erst beim zweiten Durchgehen konnte ich viele praxisrelevante Dinge sehen. dieser hier hat Begierde. Wenn man z. Der erste Schritt 163 . Was ist dann wahrnehmen? Wahrnehmen heißt wissen. die Sutten und nicht nur auf den abhidhamma. sondern dass das Studium vielmehr Bezug zur eigenen Praxis haben muss. was sie mit Wahrnehmung meinten. Essen auf diese Weise heißt also. Als ich eine Anzahl an Fragen hatte und gerade nicht intensiv meditierte. er hat Begierde. über Begehren und Anhaften spricht und im abhidhamma nachschaut. B. hier ist Begierde. Das stoppt eine Menge Befleckungen und erhöht die Achtsamkeit. obwohl ich eine bestimmte Lehrrede schon ein paar Mal gelesen hatte. das Meditationsobjekt klarer abzugrenzen. deshalb war ich froh. sagte er mir. Dann las ich sie noch einmal und bekam eine neue Erkenntnis. Glücklicherweise gab es zu der Zeit einen Lehrer. was in anderen Sutten schon gesagt wurde. Das Lexikon sagt. Wenn ihr ernsthaft nachforscht und über die vielen Sutten nachdenkt. Dies alles half mir später beim wachsamen Beobachten der verschiedenen Zustände und Bedingungen des Geistes. Wege um unsere Praxis zu verbessern Der dritte wichtige und hilfreiche Punkt ist der gesunde Menschenverstand und das Ziel unsere Praxis verstehen zu wollen. werdet ihr erkennen. „wahrnehmen“ ist Wahrnehmung. dass es überall einen großen Reichtum an praxisbezogenem Wissen gibt.nehmung benutzt und ich wunderte mich. die im Geist und Körper passieren. dass es nur eine Wiederholung dessen sei. Ich beobachtete ihn. Als ich abhidhamma studierte dachte ich jeweils. Wir lernen sie dann auswendig. die man mit den verschieden arbeitenden Bewusstseinsarten in Beziehung setzen kann. Ich dachte meistens. dass ich in der Lage war die Dinge zu bemerken. Als Mönche rezitieren wir manchmal und entdecken dabei eine Lehrrede. werdet ihr einen Reichtum an Weisheit und Wissen finden. die uns sehr gefällt. mehrmals etwas Wichtiges übersehen hatte. Nicht viele Mönche studieren abhidhamma. Dadurch können wir dann die verschiedenen Wege beurteilen und unsere Praxis verbessern.

„Das ist fantastisch!“ sagte ich. Nur dann ist der Geist stark genug die Durchdringungsarbeit zu leisten. Wenn das beim Rezitieren funktioniert. welcher Art diese Gedanken waren oder von zumindest einer Menge von ihnen. dass. aber trotz der vielen Gedanken wusste ich auf Grund der Achtsamkeit. In den ersten paar Jahren. Da es einen gewissen Grad an Achtsamkeit gab. konnte ich bemerken. dass man soviel denken konnte! Wenn ihr anfangt zu meditieren und ihr wirklich totale Kontrolle über eure Unruhe habt. Auf diesem Retreat bemerkte ich. dass ich unglaublich viel dachte. z. dass ich im Moment des Weggleitens die Spur der Gedankenprozesse verfolgen konnte. Auf diesem Retreat war ich ab einem bestimmten Moment sehr damit beschäftigt herauszubekommen. was passiert war. Nachdem ihr die vorbereitenden Bereiche entdeckt habt. Mein erstes Meditations-Retreat war ein Dreimonats-Retreat im Penang Meditationszentrum. alles Mögliche passieren kann. dass man einen 164 . Deshalb finde ich. Da war so viel Denken. dass es viele Dinge in den Sutten gibt. dass der Geist sich nicht tiefer konzentrieren kann!“ Wenn die Gedanken schließlich für längere Zeit aufhören. dass die Sutten zwar äußerlich oberflächlich scheinen. könnt ihr sehen. wenn der Geist erst mal einen gewissen Grad an Konzentration erreicht hat. aber wenn man tiefer in sie hineingeht. Ich hatte zuvor noch kein Vipassanā-Retreat gemacht. dass der Geist wegglitt. Ich ging einfach hinein und machte ein Dreimonats-Retreat. vertieft sie sich und wir werden erkennen. Wenn sie sich dort eine Zeit lang bewegt. dann kommen Rezitation und Erinnerungsvermögen zusammen und nach einiger Zeit wird der Geist konzentriert. Nach dem ersten Monat war all das Denken und die Unruhe vorbei und die Erfahrungen wurden sehr scharf. Wenn der Geist konzentriert ist. wie leicht der Geist einem entkommt. „Kein Wunder. Die Lektion hier ist.des Studiums und Trainings ist traditionellerweise das Erinnerungsvermögen. Konzentration Der vierte am Fortschritt beteiligte wichtige Faktor ist Konzentration. Einer kam nach dem anderen. Obwohl es Konzentration gab. geht die Rezitation in den Geist hinein und bewegt sich dort. Ich bemerkte. beschäftigte ich mich wiederholt mit dem tipitaka. beschäftigt ihr euch mit den tieferen Aspekten. kommt ein großer Reichtum an Weisheit und Wissen zum Vorschein. Ich wusste nicht. Deshalb ist die Praxis wie Forschung. B. waren die Erfahrungen im ersten Monat nicht so klar. warum Denken passiert. In jeder Sutte gibt es praktische Aspekte auf tieferer Ebene. die auf die Praxis angewandt werden können. der versuchte zurückzuverfolgen. entstehen all die klaren Erfahrungen eine nach der anderen. Ich bemerkte bei der Gehmeditation. zwischen dem Moment des Schrittanfangs und dem Absetzen des Fußes auf den Boden. Innerhalb dieser ein oder zwei Sekunden gab es mindestens zwanzig oder dreißig Gedanken. Auch jetzt noch entdecke ich viel für die Praxis aus den Texten. Nur mit einem gewissen Grad an Konzentration wird tieferes Einsichtswissen aufsteigen.

die wirklich zuerst diese Art der Ruhemeditation brauchen. „Jetzt ist vipassanā wichtig und erste Priorität. Aber wir haben nicht viel Zeit. Sie sagten. als ich das zweite Mal nach Burma kam. wovon jedes dieser sehr feinen Partikel schnell von Moment zu Moment entsteht und vergeht. dass ihr dazu in der Lage seid. Trotzdem ist samatha. aber die Betonung liegt nicht auf der Samatha-Meditation. sehr hilfreich. Dies geschah. Durch die unsichere Natur der Welt und ihrer Bedingungen. der höchsten Erleuchtungsstufe gelangen können. kam ich zur Samatha-Meditation (Ruhemeditation). Es ist unter anderem aus den Sutten bekannt. Es ist ausreichend nur vipassanā zu machen und so durch die Einsichtswissen zu gehen. Wenn jemand samatha kann. ist es aber nicht absolut notwendig. ist das natürlich ein Vorteil. wollte ich sowohl samatha als auch vipassanā ausüben. kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht bestätigen. Als ich das erste Mal in Burma war. müsst ihr wählen und ich wählte vipassanā. beim Versuch weitere Fortschritte zu machen. Später. darin noch feinere Partikel zu entdecken. bevor ihr gute Fortschritte in Vipassanā-Einsicht machen könnt. können diese kleinen Partikel zu großen Ballons expandiert werden und jeder dieser großen Ballons dient als Basis. wie lang ihr Mönch bleiben werdet. wisst ihr in der Tat nicht. wo er hingewandert ist. Jedoch war man nicht gewillt mich zu unterrichten. Andere wichtige Faktoren Es gibt andere wichtige Faktoren die die Anwesenheit eines Lehrers erfordern. Ich stimme darin überein. denke ich. Wenn das „Heben“ und „Senken“ sich durch dieses Aufbrechen in sehr kleine Partikel auflöst. dann. bis sie zufrieden waren. bevor sie vipassanā machen. Bringt den Geist auf ein tieferes Niveau der Konzentration. Ein Faktor ist die Frage des Glaubens und des Vertrauens.. wenn man weiter in der Praxis voranschreitet. Das Problem ist die Zeit.(Ruhe-) Meditation. Einsichtsmeditation weiterzumachen. Um die grundlegende und notwendige Stufe der Konzentration als starke Basis für vipassanā zu erlangen. Für die meisten Menschen. ihr braucht Samatha. die uns zur Verfügung steht. dass es gewisse Menschen gibt. dass sie für anfängliche Einsichtsstufen notwendig ist. jhānas etc.“ Deshalb musste ich vipassanā praktizieren. Auch wenn ihr von samatha zu vipassanā wechselt. Für den 165 .sehr starken Entschluss fassen sollte um wirklich kontinuierlich zu notieren und wenn der Geist abdriftet. Auch wenn ihr der Welt entsagt und Mönch werdet. die sie vorher erst kontrollieren müssen. weil die Menschen nur sehr wenig Zeit haben. Die Geschwindigkeit der Veränderung scheint stark vergrößert zu sein. Ich kann das verstehen. wenn man in tiefe Samatha-Konzentration geht. Das gilt für Personen mit sehr starken Befleckungen. Obwohl einige Leute sagen. heißt das nicht. dass Menschen mit diesem Einsichtsvehikel zur Arahantschaft. Zum Beispiel wenn man in der Lage ist das Aufbrechen des „Hebens“ und „Senkens“ zu beobachten. brauchen wir viel Zeit. wie ich konnte. Ich wollte soviel lernen. klar zu benennen. Ihr habt nur den Vorteil des ruhigeren Geistes. Ich fand sie sehr nützlich.

Jemand. die das Überqueren hervorbringen. deshalb hängt über diesen Faktoren ein großes Fragezeichen. Normalerweise muss sich die Praxis über Jahre hinweg entwickeln und intensive Meditation ist ein Muss. Auch andere helfen unsere Technik zu verbessern. Über die tatsächlichen Faktoren. Diejenigen. Dies ist zum Schutz der Praktizierenden und auch der Lehrer selbst gedacht. müsst ihr vielleicht das ganze Retreat damit verbringen diese Dinge zu klären. Vor einem Retreat empfehle ich. dass viele Dinge nur mündlich weitervermittelt werden. in der ihr durch Stress bedingte Befleckungen akkumuliert. Wenn ihr anfangt innerlich zu verrotten. steigt es und umgekehrt. wenn ihr beabsichtigt die höchsten Stufen der Erleuchtung zu realisieren. der nichts gemacht hat. Für jemanden. Deshalb sind bis zu einem gewissen Grade Erfahrungen und Techniken in der oralen Tradition verblieben. Sonst fängt man erst während des Retreats an eine Basis aufzubauen. Seid versichert. es ist klar erkennbar durch die vielen Yogis. die ich gesehen habe. Bei einem immer anwesenden Lehrer bleibt das Vertrauen und ihr könnt weitermachen. phala. über die man nicht schreiben kann. zumindest eine Woche vorher regelmäßig täglich zu meditieren. dass sie eine Stufe der Heiligkeit erreicht haben und aus diesem Grunde gibt es sensible Themen. da dies die Zeit ist. wo er das letzte Retreat verlassen hat. wird selten gesprochen. aber viele Lehrer schreiben ihr Wissen nicht auf. Deshalb braucht ihr einen Lehrer. Der wichtigste Faktor ist die Praxis selbst. Viele Dinge kann man außerdem nicht gut beschreiben. braucht vielleicht zwei oder drei Tage um dahin zu kommen. ist das Vertrauen hoch. sodass ihr es nicht lesen könnt. fängt es an zu stinken und euer Geist wird verdorben. Und das alleine ist schon sehr gut. die es taten. auch wenn es nicht die magga. wenn ihr hartnäckig seid. Im Alltag müsst ihr außerdem sehr vorsichtig sein. dann kann es auch noch länger dauern. Wenn die Dinge dann wieder gut laufen. dann sinkt das Vertrauen. Es kommt und geht. der so regelmäßig täglich eine Woche vorher meditiert. schrieben es in Burmesisch auf. Oft lernen wir nicht nur von einem Lehrer.Anfänger ist das Vertrauen variabel und unstet. ihr etwas erreicht. Trotzdem ist das besser als innerlich zu verrotten. auf regelmäßige Retreats geht und regelmäßig zu Hause über längere Zeit meditiert. dass Mönche in Roben nicht darauf hinweisen dürfen. Ein weiteres Problem ist. Deshalb sollten eure Retreats nicht soweit auseinander liegen. Erleuchtung oder die Realisierung des nibbāna ist. Sie haben dazu nicht genug Zeit um all ihr Wissen aufzuzeichnen. Es wurde zwar schon viel niedergeschrieben. aber wenn Schmerzen und Probleme auftauchen. Wenn ihr jedoch in der Zeit zwischen den Retreats Traumas oder andere schlechte Erfahrungen gemacht habt. Wichtig zu wissen ist. dass. Zumindest werdet ihr in die Nähe davon kommen. dauert es vielleicht vier oder fünf Tage und wenn diese Person vorher sehr beschäftigt war und eine stressige Zeit hatte. Wenn die Dinge gut laufen. 166 .

Wenn ihr geduldig seid. kommt nach einiger Zeit Fortschritt und ihr werdet definitiv irgendetwas bekommen und ihr werdet definitiv glücklicher sein. 167 . Tatsächlich werdet ihr unter den glücklichsten Menschen dieser Erde sein. dass es eine Menge mit vergangenen Verdiensten und karmischen Akkumulierungen zu tun hat.Ich persönlich denke.

die Effizienz. Im dhamma sprechen wir über Fluten. Kama ogha ist die Flut der Sinnesfreuden. Ihr wollt diverse Leute sein z. Es sollte uns aber keine Sorgen bereiten. Hier einige Komplikationen. dass wir uns in unsinnige Gespräche verwickeln sollen. Einige versuchen bis zur äußersten Grenze im Alltag das weiterzumachen. dann müsst ihr die Praxis in gewissem Grade aussetzen. Helden aller Art oder sonst etwas. Ditthi ogha sind all die Meinungen und Ideen. Die zweite Ebene ist die Gratwanderung. Es klingt wie „ogre. euer Studium oder euer Familienleben beeinträchtigt. sondern eure Situation ist so. ertrinkt ihr in Illusionen. dass es nicht praktikabel ist so langsam zu gehen. Das heißt allerdings nicht. Ihr wollt existieren. wenn wir es nicht wollen. Sie erscheinen mysteriös. In Pali ist Flut ogha. Deshalb müsst ihr an der Oberfläche bleiben. „An der Oberfläche bleiben“ bedeutet sich selbst davor zu bewahren zu ertrinken. Bhava ogha ist die Flut des Werdens. ditthi ogha und avijja ogha. B. bhava ogha.“ Es gibt kama ogha. Sie ziehen euch runter. wenn ihr nicht achtsam seid und die Befleckungen stark sind. wenn man zur Außenwelt zurückkehrt? Praxis im Alltag kann auf zwei Ebenen betrachtet werden. dass ihr nur in der Art praktizieren könnt. Ihr könnt zwar Achtsamkeit praktizieren. Die Außenwelt ist mit Befleckungen überflutet. verschiedene Arten von Fluten. Die Gratwanderung: Achtsamkeit im Alltag Anpassung Wenn ihr in den Alltag zurückkehrt. da sie sich bald beruhigen werden. die während des Retreats unterdrückt wurden. wenn man in der sich schnell bewegenden Außenwelt versucht achtsam zu sein. was sie während des Retreats getan haben. In avijja ogha. Das ist nicht etwas.18. Ihr könnt euch nicht mehr bewegen. Sie kommt eine nach der anderen und ihr ertrinkt vollkommen in ihnen. Wenn es eure Arbeit. der Flut der Unwissenheit oder des Wahns. Einige könnten dadurch bedingt wütend oder leicht reizbar werden. . Es gibt keine Freiheit. braucht der Geist einige Zeit um sich wieder auf die weltliche Situation einzustellen. werdet ihr von ihnen gefangen genommen und ertrinkt in ihnen. machen keine Witze wie sonst. Sie gehen auch so langsam. Dies sind die Fluten der Befleckungen. aber es wird in einer weniger intensiven Art und Weise sein. Mit anderen Worten. Ihr wollt jemand sein. Das kommt durch die Freisetzung von Wünschen und Tendenzen. Sie sprechen nicht. die falsch sind. Die erste ist „an der Oberfläche bleiben“. Es ist offensichtlich. die dabei entstehen können. Ihr seid noch keine Nonnen oder Mönche. Fluten der Befleckungen Wie macht man dann mit der Praxis weiter. dass ihr euch aussuchen könnt. entfernt oder stolz bei ihren Freunden und Verwandten.

je ruhiger sie ist. Zumindest wählt einen Partner. Ihr könnt euch dadurch Stück für Stück weiterentwickeln. Wenn mich junge Leute wegen Beziehungen fragen. ist es sicher. Im Westen kann es noch schwieriger sein. Beziehungen Der dritte Faktor sind Beziehungen. dass ihr es nicht könnt. ist wichtig. Verweigert einfach Unheilsames zu tun. dass man sich dafür ein Ticket nach Asien kaufen und dort für ein paar Monate bleiben kann. Das ist in Asien einfacher. da die Anwesenheit auf einem Retreat oft sehr teuer ist. Die Kosten für ein Ein. Sie können dann außerdem nach ihrer Praxis noch Sehenswürdigkeiten anschauen. Wenn ihr beispielsweise sehr krank seid und den ganzen Tag Schmerzen habt. Ein anderer Aspekt. und das Schicksal hat eine starke Hand. Manchmal bevorzugen Yogis das. Lügen. den ihr beachten solltet.oder ZweiwochenRetreat in Australien sind so hoch. wird es für ihn schwieriger einen klaren Geist oder ein reines Gewissen zu haben. Heirat führt zu Problemen. aber sie benötigen eine Menge eurer Zeit. ein Tempel oder auch Bilder können dabei helfen. Ihr mögt einen Teil eurer Zeit zum Meditieren einteilen. das besagt. Die Wahl des Lebenserwerbs. Stehlen. Es gibt ein altes Thai-Sprichwort. „Wenn du dein Herz einem Mädchen schenkst. dann müsst ihr sorgfältig wählen. könnt ihr sie nicht einfach allein lassen. der eure Praxis akzeptiert. Andere Dinge wie z. rate ich ihnen. Wenn jemand mit falschem Lebenserwerb. da Retreats gesponsert werden. Normalerweise ist es wegen der Natur des Menschen schwierig achtsam zu sein. So eine Arbeit ist unpassend. aber wenn ihr nach Hause kommt. Zuerst die physische Umgebung. Ihr müsst die Miete und die Nahrung zahlen und auch noch für den Lehrer etwas geben. sie 169 . desto einfacher ist es achtsam zu sein. Aber wenn dann doch welche da sind. In solchen Fällen habt ihr keine Zeit zum Praktizieren und zu einer intensiveren Meditation zu kommen. ist das schon sehr gut. sexuelle Verfehlungen oder Drogen. dass du weinst. zu praktizieren? Einige Jobs sind „Rechter Lebenserwerb“ und enthalten kein Töten. nicht zu heiraten. oder macht etwas Ähnliches. kannst du kein Mönch sein. ist der Zeitfaktor. wie auf einem Retreat. Ihr arbeitet von morgens bis abends und bekommt nur zwei Wochen Urlaub im Jahr. Erlaubt es die Art eurer Arbeit. müssen wir uns mit grundlegenden unterstützenden Bedingungen versehen. Es ist nicht leicht die ganze Zeit achtsam zu sein. Entweder ändert ihr euren Beruf. also mit fragwürdiger Moral beschäftigt ist. Ihr mögt euch dafür entscheiden keine Kinder zu bekommen. Wenn ihr es nur schafft achtsam zu bleiben. das heißt achtsam zu sein. Wenn du dein Herz einem Jungen schenkst. Hausleute müssen Geld verdienen und auch Zeit zum Praktizieren haben. was wir „Rechten Lebenserwerb“ nennen. Deshalb muss etwas getan werden.“ Aber wenn du es nicht ändern kannst. B. seid ihr so müde. wie achtsam könnt ihr da noch sein? Um uns zu helfen achtsam zu bleiben.An der Oberfläche bleiben Deshalb bedeutet der erste Teil „an der Oberfläche bleiben“ am Leben zu bleiben.

um zu diskutieren und einmal die Woche gemeinsam zu praktizieren. reine Zustände des Geistes und andere Qualitäten kultiviert. Wenn ihr sie wässert. Da euer Geist aber schon die Basismethode kennt. die extra Energie und Emotionen in guter Weise freisetzen. ihr umgebt euch mit Leuten. Letztendlich ist auch . Leute. besetzen den Geist mit heilsamen Dingen und dienen tatsächlich als eine Art Freisetzung guter Emotionen. eine Menge an heilsamen Dingen zu tun um gutes kamma zu entwickeln. Sonst seid ihr am Endes des Tages fix und fertig und sitzt untätig und gelangweilt vor eurem Fernseher. Das kann natürlich etwas schwierig sein.um einen vernünftigen theoretischen Hintergrund zu bekommen . sollten sich anstrengen und zu regelmäßigen Treffen zusammen kommen. müsst ihr Gleichmut und Einsamkeit praktizieren. Es gibt gewisse Punkte. Heilsame Aktivitäten spielen eine sehr große Rolle im Leben der Hausleute. Macht Dinge. die schon vorher meditiert haben. dass der Partner nicht mehr zu euch passt. Nach eurem Retreat werdet ihr nicht 100% eurer Konzentration verlieren. Am Besten ist es. solltet ihr versuchen in all euren täglichen Aktivitäten Achtsamkeit zu praktizieren. gibt es das Problem der Trennung oder Scheidung. als an einem verrückten Konkurrenzkampf teilzunehmen für den ihr später mit Leiden teuer bezahlen müsst. wächst sie schön und 170 . die ihr verstehen müsst. Wenn ihr eine solche Basis etabliert habt. Das ist genau wie bei einer Pflanze. dass ihr euch zum Besseren durch die Meditation verändert habt und es wird eventuell Wirkung zeigen. Deshalb müsst ihr sie entsprechend beeinflussen. Heilsame Aktivitäten Die vierte Bedingung in unserem Alltag ist. damit sich der Geist entwickelt. sodass ihr nicht meditieren könnt oder euch nicht mehr nach Meditieren zumute ist. Musik kann auch gute Emotionen freisetzen. da nicht so viele meditieren. lebt ihr Jahre mit großer Verantwortung um sie richtig zu erziehen.rausschmeißen. der Umgebung zu helfen sind heilsame Aktivitäten. Auch wenn es keine problematischen Kinder sind. Seid ein gutes Beispiel. 95% oder 99%. Natürlich ist es besser eine Kerngruppe von Meditierenden aufzubauen. Ehrlichkeit sowie Wahrhaftigkeit . Den Armen zu helfen. Geduld. Aber passt auch auf. dass sie euch nicht zu sehr beschäftigen. wird er darauf zurückkommen. Wenn ihr feststellt. liebende Güte und Mitgefühl. Gleichmut.all diese Dinge werden durch heilsames Handeln gefördert. Das muss nicht notwendigerweise nur ein Ehemann oder eine Ehefrau sein.Lesen notwendig. der euch nur unnötig mit Sinnesobjekten füttert. Wenn ihr allerdings nur unsympathische Leute findet. Zeigt. wenn wir nicht gerade meditieren. Einmal entwickeln diese Taten gewisse notwendige Fähigkeiten. Dann wird es eine einsame Reise. Aber es ist besser allein zu sein. wenn ihr frei seid oder die Bedingungen passend sind. Eure Meditation im Alltag kann nicht so gut sein wie während eines Retreats. die die Meditation akzeptieren. Wenn ihr heilsam handelt. werden gutes kamma. wahrscheinlich aber 90%.

buschig. Wenn es kein Wasser gibt oder nur einige Tropfen, werden die Blätter abfallen, bis nur noch ein Blatt, die Wurzel und der Stängel übrig bleiben. Aber noch ist nicht alles verloren. Wenn ihr frei habt, wässert ihr sie wieder und ihr werdet drei oder vier Blätter erhalten. Das ist besser als nichts. Die Pflanze ist nicht gestorben. Wenn sie vollständig vergangen ist, wird euer Geist sich in einem schrecklichen Zustand befinden. Der Dämon hat euch vollständig übernommen. Deshalb müsst ihr die Achtsamkeit erhalten. Das Problem ist, dass die meisten Leute, bevor sie mit dem Meditieren anfangen, bevor sie auf Retreats anwesend sind, gar nicht wissen, was Achtsamkeit ist. Wenn ihr ein besseres Verständnis der Natur der Achtsamkeit habt, könnt ihr sie auch außerhalb der Retreats erhalten oder sie zumindest in einem gewissen Grade in eurem Alltag entwickeln. Verlangsamung Es gibt eine Menge an Dingen, die es vereinfachen die Achtsamkeit aufrecht zu erhalten. Das Wichtigste ist, dass ihr euch nicht beeilt. Eile scheint harmlos, aber tatsächlich ist sie es, wo die Achtsamkeit verloren geht. Ihr macht dies, dann das, beeilt euch und schon habt ihr eure Achtsamkeit verloren. Mit ihrem Verlust entstehen Zorn und Ungeduld mit all ihren Folgen. Wenn ihr euch nicht beeilt, habt ihr Zeit nachzudenken, zu erwägen und zu prüfen, zu beobachten und Ruhe zu bewahren. Wenn ihr hier und dorthin hastet, ist da nicht genug Konzentration. Achtsamkeit kann so nicht entstehen und Konzentration ist auch nicht vorhanden, deshalb könnt ihr nicht in die Tiefe gehen. Wenn ihr schon vorher meditiert habt und euer Geist schon tief konzentriert war, dann findet einen freien Zeitraum wie am Morgen oder am Abend, wo ihr alles beiseite legen könnt und macht eure Meditation. Wegen eurer früheren Erfahrung kann die Konzentration wieder zu einem gewissen Umfang zurückkehren. Aber ihr müsst den ganzen Tag aufpassen. Hetzt euch nicht ab und sagt keine Dinge ohne Achtsamkeit. Sonst werden all die Dinge, wenn ihr meditiert, zurückkommen um herumzunörgeln. Wenn ihr zu einem gewissen Grad Bewusstheit bewahrt, anstatt ruhelos zu werden, ist Achtsamkeit da. Wenn ihr das vergesst, dann kehrt in den gegenwärtigen Moment zurück. Entspannt euch, lasst es fließen, macht gar nichts. Seid nur achtsam. Kehrt immer wieder zum Zustand der Achtsamkeit zurück. Entspannt euch, lasst alles gehen und seid zehn oder zwanzig Minuten ruhig am Tag, oder auch nur für den Moment. Ihr werdet den Unterschied in eurem Leben bemerken. Eine Minute pro Tag Nicht viele Leute können tatsächlich jeden Tag meditieren. Dazu braucht es eine große Entschlusskraft. Wenn diese nicht ausreicht, was können wir dagegen machen? Folgt dieser einfachen Regel: Jeden Tag setzt ihr einen Punkt um für eine Minute zu meditieren. Wenn ihr „Heben“ und „Senken“ sechzig Mal beobachtet, ist es schon mehr als eine Minute. Wenn ihr eine Minute pro Tag meditieren könnt, als Erstes am Morgen und als Letztes am Abend bevor ihr schlafen geht, könnt ihr sicher auch etwas länger meditieren. Wenn ihr euch hinsetzt und „Heben“ und „Senken“ 171

sechzig Mal beobachtet, werdet ihr euch ruhig fühlen. Dann meditiert für zwei Minuten weiter. Wenn ihr zwei Minuten meditieren könnt, könnt ihr es auch für drei Minuten. Nach fünf Minuten mögt ihr genug haben, aber das macht schon tatsächlich einen Unterschied. Euer Tag beginnt glücklicher und achtsamer. Das Geheimnis besteht darin einfach anzufangen, die Maschine ins Rollen zu bringen. Wenn es kalt ist, mögt ihr vielleicht nicht meditieren. Aber bringt die Maschine einfach ins Rollen und es wird einige Zeit gehen. Tägliche Praxis beeinflusst euren Alltag positiv und die Meditationsfertigkeit wird in einem gewissen Masse aufrechterhalten. Auch wenn sie nicht so tief ist, erweitert sie zumindest eure Erfahrungen und bildet eine Basis, die, wenn die Bedingungen passender wie in einem Retreat sind, dazu führt, dass ihr eure Meditation sehr schnell wieder aufnehmen könnt. Einige machen nur durch ihre tägliche Praxis Fortschritte. Diese Leute meditieren jeden Tag ohne Unterlass. Etwas, was in dieser Einer-Stunde-Pro-Tag-Praxis helfen kann, ist Konzentration, die den Geist schnell ruhig stellen kann. Es ist nicht so schwer, von einem unruhigen Geist zu einem friedvollen Geist zu kommen. Macht Metta-Meditation (Liebende-Güte-Meditation) oder singt für zehn oder auch nur fünf Minuten um die Gedanken abzuhalten und der Geist wird in einen ruhigen für die Vipassanā-Meditation günstigen Zustand kommen, ohne viel Zeit zu verlieren. Diese Fähigkeit sollte geübt werden. Diejenigen, die nicht singen können, können auch Gesang auf einer Kassette mit Achtsamkeit folgen und so alle anderen Gedanken abschalten, sodass in dem Moment, wo sie sitzen, der Geist schon beruhigt ist und sie mit Achtsamkeit die Objekte beobachten können. Sonst können Gedanken und Zorn eindringen und die Stunde ist schon vorbei, obwohl ihr nur fünf Minuten das „Heben“ und „Senken“ beobachtet habt und todmüde seid. Wenn ihr sehr beschäftigt seid und am Ende des Tages meditiert, dann braucht ihr nicht soviel Gehmeditation machen. Wenn ihr eine Menge physischer Energie während des Tages verbraucht habt, seid ihr vielleicht müde. Wenn ihr wirklich müde seid, schlaft ein wenig, bevor ihr meditiert. Die beste Zeit zum meditieren für beschäftigte Personen ist am Morgen. Ihr habt euch genug ausgeruht und euer Geist ist ausgeglichen. Ihr müsst es euch zur Gewohnheit machen morgens früh aufzuwachen und euch viel Zeit für die Meditation zu nehmen. Sonst, wenn ihr nur eine knappe halbe Stunde Zeit zum Meditieren habt, werdet ihr währenddessen daran denken, was ihr heute auf eurer Arbeit zu tun habt und schon ist die halbe Stunde um. Eine andere Strategie um der täglichen Achtsamkeit zu helfen, ist richtig zu planen. Wenn ihr eure Arbeit gut organisiert, müsst ihr nicht soviel denken. Der Geist wird nicht so ruhelos. Organisiert zu sein, wird euch auch eine Menge an Zeit schenken um Heilsames zu tun. Strebsamkeit Mit Fleiß können Personen auch im Alltag Erfolg haben. Mit Strebsamkeit werdet ihr eurer spirituellen Praxis wirklich treu werden. Es ist kein Hobby, dass ihr nur tut, wenn euch danach ist. Es gibt Kontinuität. 172

Andrerseits solltet ihr auch ein wenig vorsichtig sein, damit ihr euch nicht zu stark antreibt. Wenn ihr euch zu stark antreibt, ist es mehr wie eine Bestrafung oder Qual. Dann werdet ihr vielleicht das Anfangen fürchten und ihr meditiert nur, weil ihr müsst. Schließlich gebt ihr auf. Es gibt eine Kontinuität des Bestrebens. Versucht euer Bestes. Erwartet nicht zu viel von euch selbst. Es gibt Regeln und der Geist ist dazu konditioniert bei größeren Erfahrungen einen höheren Zustand anzunehmen. Nach einiger Zeit, wenn der Geist genug Schwungkraft auf Grund der Konditionierung hat, wird er durchbrechen, weil es tief im Geiste diesen Wunsch gibt, dieses „Programm“ es geschehen zu lassen. Ohne Ambitionen ist der Wunsch Fortschritte zu machen nicht da und der Geist akkumuliert nicht genug Bedingungen (Energie). Ihr fühlt keinen Fortschritt und die Konzentration kommt nicht auf. Die Gratwanderung (Living on the edge) Es gibt eine tiefere Praxis, die mehr ist als nur der Versuch an der Oberfläche zu bleiben. Das nennt man die Gratwanderung. Hier versucht ihr, an der Kante zwischen dieser und der anderen Welt zu leben. Zwischen Konvention und Realität. Zwischen Person und Nicht-Person. Zwischen der Stufe, die durch Hemmungen beeinflusst ist und der, die nicht durch Hemmungen beeinflusst ist. Wie hier schon vorher erwähnt wurde, ist der Unterschied zwischen dem Alltag und einem tatsächlichen Retreat der, dass ihr während eines Retreats viel Zeit habt tiefere Stadien der Konzentration zu bekommen. Wenn ihr geht, schaut ihr nicht rechts oder links, ihr schaut nur herunter. Wenn ihr „Heben“ und „Senken“ beobachtet, erzählt dir niemand: „Du hast einen Anruf“, und es kommt auch kein Kind und zieht an deinen Händen und Füßen. In einem Retreat habt ihr den Luxus eure ganze geistige Kraft in die Praxis zu legen. Deshalb verbessert sich die Konzentration sehr schnell. Im Alltag ist das nicht so leicht. Wenn ihr jedoch ernsthaft praktiziert, werdet ihr auch tiefe Stufen der Konzentration und eine Menge neuer Erfahrungen erreichen. Das bedeutet mit dieser Gratwanderung zu leben. Die Schönheit von vipassanā liegt in der momentanen Konzentration. In der Samatha-Meditation ist das nicht so. Dort müsst ihr euch von allen weltlichen Aktivitäten abschotten, um die Stufe der Vertiefung und Konzentration aufrecht zu erhalten. Wenn ihr einmal aus einer intensiven SamathaPraxis herauskommt, wird der Geist sehr empfindlich. Er kann „verletzt“ werden. Wenn die Leute aus dem samādhi herauskommen, werden sie mit Sinnesobjekten bombardiert. Es ist möglich, dass sie dann schnell zu ihren Höhlen und Wäldern zurücklaufen. Während tiefen samādhis ist die Erfahrung sehr friedvoll. Das ist viel besser als andere weltliche Beschäftigungen. Wenn ihr Ruhe und Frieden wollt, müsst ihr ein einsiedlerischeres Leben leben. Ruhepraxis passt nicht in den Alltag, weil, wenn ihr in die täglichen Aktivitäten involviert werdet, ihr all eure Konzentration verliert. Es sei denn ihr lebt als Einsiedler, aber nicht notwendigerweise als Mönch.

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Klares Verständnis Vipassanā-Konzentration kann im Alltag immer bis zu einem gewissen Grade erzielt werden. Hier ist der wichtige Teil der Praxis klares Verständnis. Klares Verständnis des Ziels, klares Verständnis der Angemessenheit. Das Ziel ist dass, was ihr tun möchtet. Eine Absicht entsteht und ihr notiert die Absicht. Ihr wisst, dass einige Absichten heilsam und andere unheilsam sind. Wenn sie unheilsam ist, dann lasst es. Wenn es heilsam ist, könnt ihr es tun. Nun kommen wir zum klaren Verständnis der Angemessenheit. Angemessen für die Praxis, angemessen um viele andere Dinge zu tun. Bei der Gratwanderung ist es angemessen, in tiefere Erfahrungsstufen zur anderen Welt hineinzugehen, nämlich zum Nicht-Selbst, zur Realität. Deshalb seid achtsam, wann immer ihr es wollt. Sobald es angemessen ist, schaltet ihr auf Achtsamkeit um. Ihr werdet dann nur den Geist-KörperProzess, so wie er ist, erfahren. Wenn ihr z. B. im Bus sitzt und nichts zu tun habt, könnt ihr achtsam sein auf „Heben“ „Senken“ „Hören“ Hören,“ ein Schmerz hier, ein Schmerz da... Aber ihr könnt natürlich nicht so tief gehen, weil ihr sonst eure Haltestelle verpasst. Deshalb müsst ihr das Hinein- und Herausgehen kontrollieren lernen. Wenn ihr erst einmal diese Kunst gemeistert habt, fällt es euch leicht. Es ist ein schmaler Grat. Speziell, wenn ihr einen gewissen Grad an Achtsamkeit und Klarheit aufrechterhalten könnt, könnt ihr jederzeit „hineingehen“. Zum Beispiel während des Gehens. Natürlich nur, wenn es ein gerader Weg ist und es keine Autos gibt. Wenn ihr daran gewöhnt seid, geht ihr auf dem Weg, bemerkt nichts anderes und zur rechten Zeit kommt ihr heraus. Die Frage der Angemessenheit wenden wir an, wenn wir fragen, ob es angemessen ist zu praktizieren. Es gibt eine Fähigkeit des Geistes Bedingungen herzustellen um für kurze Zeit in die Meditation einzutauchen und wieder aus ihr herauszukommen. Am Anfang gelingt dies meist nicht, da das Eintauchen Zeit kostet. Ihr müsst auch mit dem Denken kämpfen, dann auf das „Heben“ und „Senken“, also die Atmung achten, sie überhaupt finden etc. Aber wenn ihr erst einmal daran gewöhnt seid in die Konzentration hineinzugehen und das „Heben“ und „Senken“ zu beobachten, neigt ihr dazu euch von den anderen Dingen abzutrennen. Ihr werdet „Innen“ sein. Gehen ist diesbezüglich schwieriger, da ihr dabei normalerweise zum Herumschauen tendiert. Wenn euer Geist wirklich in Konzentration gehen möchte und ihr die Objekte beobachten und alles andere vergessen könnt, könnt ihr diesen Augenblick kontrollieren. Ihr bleibt in dem Moment, wo es nicht passend ist, draußen und wenn der nächste Moment passend ist, geht ihr in die Konzentration hinein. Wenn ihr länger praktiziert und daran gewohnt seid, ist das durchaus erreichbar. Der Grat ist aber tatsächlich sehr schmal. Erlebte Konzentration Wenn ihr in Stadien tiefer Konzentration hineingehen könnt, wenn auch bloß für eine Sekunde und herauskommt, ist es gut genug. Diese eine Sekunde kann eine sehr tiefe Erfahrung sein. Deshalb übt, sodass ihr in angemessenen Momenten komplett für einen kurzen Moment in das Objekt 174

Viele Leute kommen zu Retreats und praktizieren auch hart. Wenn ihr das könnt. Es ist nur eine Frage der Haltung. trennt das Raumkonzept ab. Denkt nicht daran. ist alles wieder wie zuvor. Hier noch ein paar Ratschläge. die zum Retreat kommen. Dann gibt es nur noch die Bewegung. gibt es einen großen Unterschied. Wenn ihr erst einmal kontinuierliche Achtsamkeit erreicht. Es sind nur für ein oder zwei Sekunden der Geist und das Objekt da. ist das das Beste. Wenn ihr natürlich Achtsamkeit im Alltag und intensive Retreats kombinieren könnt. bereitet euch bitte vor. können sie schnell in die Konzentration hineingehen und genauso schnell wieder herauskommen. wo ihr gewesen seid. Auch wenn ihr dann geht. aber wenn sie wieder nach Hause kommen. dann habt ihr eine Menge Gelegenheiten die tieferen Aspekte der Meditation auch im Alltag zu entwickeln. Wenn ihr ständig im Sinn habt „Ich bin hier. während ihr auf einen Bus wartet oder während ihr zufällig für fünf Minuten geht. braucht ihr nur noch ein oder zwei Tage und schon macht ihr Fortschritte. Der ganze Stress braucht einige Zeit um überwunden zu werden. Wenn ihr das Ich-Konzept abgetrennt habt.vertieft seid und wieder herauskommt. Das ereignet sich öfter in Traditionen. Viele Leute. Bewegung ist selbst das Objekt. Es ist der Geist. könnt ihr nicht tief in die Erfahrung hineingehen. der es erfährt. dass ihr regelmäßig sitzt. B. 175 . dass ihr euch bewegt. Danach trennt das Zeitkonzept ab. Dann sinkt der Geist tiefer. Dann kommen sie wieder zum Retreat und sind so müde. Es ist. Dieses Konzept ist es. als wenn ihr selbst an einem sich nicht ändernden Punkt verbleibt. Deshalb kümmert euch nicht um das „Ich“. Wenn ihr allerdings in einen Moment vertieft sein und wieder herauskommen könnt. dies ist der Körper“ und ähnliche Gedanken. was ihr gerade macht. Damit ihr besser während des Retreats meditieren könnt. Stellt sicher. werdet ihr keine Geräusche hören und auch überhaupt nichts sehen. während sie mit ihrer Arbeit oder anderen Tätigkeiten beschäftigt sind. Denkt nicht. dass Denken und Unruhe hervorbringt. So wird Bewegung euer Objekt. Anstatt dass ihr drei oder vier Tage braucht um wieder dort zu sein. Denkt nicht an Raum. aber viel Arbeit haben. kann der Geist in völlig tiefe Konzentration sinken. Die Leute in diesen Traditionen versuchen. Das machen sie in Sekundenbruchteilen. hasten nach dem Meditieren nach Hause um ihre Arbeit zu beenden. Sie erfahren komplette Vertiefung im Moment. Da sie Achtsamkeit haben. Ihr habt alle Zeit der Welt zu gehen. den ganzen Tag über achtsam zu sein. Dies wird Gratwanderung genannt. denkt nicht darüber nach. z. die eine alltägliche Praxis der intensiven formalen Meditation gegenüber bevorzugen. seht auf das Objekt und trennt das Ich-Konzept ab. Nehmt zum Beispiel ein einfaches Objekt wie Gehen. „Startet die Maschine“ und versucht noch vor dem Retreat all eure Arbeiten zu beenden. Aber wenn ihr schon vorbereitet seid bei eurer Ankunft. ihr geht gerade für immer und ewig oder so etwas Ähnliches.

Das wird Sittlichkeit genannt. wenn die Einsicht steigt. Das ist Einsicht (Wissen/Weisheit). Dieses dreifache Training der Sittlichkeit. All dies hört sich sehr einfach an. 176 . dass dies einfacher gesagt als getan ist. Konzentration und Weisheit des achtfachen Pfades ist untereinander abhängig. Die Sittlichkeit wird aber auch stärker. der schon praktiziert hat. Es braucht Zeit und Mühe und deshalb müssen Opfer gebracht werden. wenn die Achtsamkeit kontinuierlich und kraftvoll geworden ist. kann der Geist rein und zeitweilig frei von Befleckungen gehalten werden. während Konzentration die Basis dafür ist Einsicht zu entwickeln. Das ist Konzentration. Zuerst brauchen wir genug Achtsamkeit. Zum Schluss kann die Achtsamkeit so scharf werden. dass sie die wahre Natur der körperlichen und geistigen Prozesse durchdringt. Und wenn wir wissen. Diese Einsicht ist in der Lage all unsere Befleckungen zu beseitigen und uns von allen Leiden zu befreien. um uns vor der Ausübung böser Taten durch das Körper. Es kann einem jedoch versichert werden. was der samsara und all das Leiden ist. Achtsamkeit. Wir brauchen eine Menge an Vipassanā-Akkumulationen um uns aus dem samsara herauszubringen. bis sie kraftvoll und scharf genug ist um Einsicht zu erzielen. werden wir fleißig praktizieren. Später. Sittlichkeit ist die Basis um Konzentration zu entwickeln. die so stark entwickelt wird. dass es jeder Mühe wert ist.Zusammenfassung Was ist Meditation? Meditation ist die auf einem systematischen Weg entwickelte Achtsamkeit.und Sprachtor zu schützen. weiß. aber jeder.

Anhang .

Nicht-Vipassanā-Methoden a) Entwicklung des gegenteiligen heilsamen geistigen Zustandes b) Andere Methoden. Bedingungen erzeugen. Der sicherste Weg ist. Wenn die Hemmungen auftauchen. die eingesetzt werden können um sie zu überwinden: 1. damit die „Rechte Konzentration“ stark genug wird um als Einsichtsbasis zu fungieren. Vyāpāda 3. Wonne etc. z. speziell zu Zeiten. Sie werden in fünf Gruppen eingeteilt: 1. da den Hemmungen nicht erlaubt werden darf zu lange im Geist zu verbleiben. Uddhacca kukkucca 5. Wir müssen sehr vorsichtig sein keine falsche Konzentration zu bekommen. Dies wird ihnen helfen sich von den Hemmungen zu befreien. Es ist deshalb dringend notwendig. Thīna-midha 4. da man am Anfang noch nicht so viel Achtsamkeit hat. Vipassanā-Methoden a) Die Achtsamkeit wird auf die betreffende Hemmung gerichtet b) Die Achtsamkeit wird auf andere Objekte als die Hemmung gerichtet 2.A. verführerische Parfüms. die zu reinen geistigen Zuständen führen. wenn sich die Konzentration aufbaut. Kāmachanda 2. Farbenfrohe Bilder. gibt es zwei Methoden. Diese anfänglich angetroffene Schwierigkeit ist normal. dass die Meditierenden. Die fünf Hemmungen (nīvara/a) In den ersten paar Tagen eines intensiven Retreats oder der anfänglichen Meditationsphase. Diese Hemmungen sind geistige Befleckungen. zauberhafte Musik. geduldig sind und sich nicht antreiben. werden die Anfänger die Hemmungen in ihrer vollen Stärke erleben. Die anfängliche Phase ist eine kritische Periode. Sinnesbegehren (kāmachanda) Sinnesbegehren ist Verlangen hinsichtlich der Anhaftung am Vergnügen an den fünf Sinnesobjekten und den mit ihnen verbundenen Gedanken bezüglich ihrer Schönheit. Man muss sich auch erst an die sehr harte Übung während des Retreats gewöhnen. leckeres Essen. angenehm weiche Berüh178 . Vicikicchā – Sinnesbegehren – Übelwollen – Mattigkeit und Müdigkeit – Unruhe und Sorgen – skeptischer Zweifel Diese Hemmungen müssen eine Zeit lang überwunden werden. die die Methode noch nicht richtig erfasst haben. die diese Sinne und Sinnesobjekte genießt und daran Vergnügen findet. B. der Achtsamkeit zu erlauben sich mit einem Minimum an Stress zu entwickeln. Wir wurden in eine Welt geboren.

Während eines Retreats beachtet man die Sittenregeln etc. können wir uns von ihr befreien. die Leidenschaft zu überwinden und in ihr keine Sekunde länger zu schwelgen. Unzulänglichkeit und NichtSelbst) zu verstehen. Es ist ein hungriger Zustand. begleitende Gefühl eine andere Sache ist. Aber wenn wir rechtes Verstehen haben und uns entschließen. Wenn wir dies tun. Wir müssen darauf wirklich sehr achtsam sein. aber nicht wirklich friedvoll. Wenn ihr dieses Sinnesbegehren. dass wir den mentalen Zustand achtsam notieren und nicht das begehrliche Objekt. auftauchen.rungen und fantasievolle. Das Problem ist. wenn man es beim Erscheinen notiert. der herumschauen. Zum Beispiel können wir Be179 . dass wir das Sinnesbegehren mit Loslösung notieren. Das direkte Beobachten des Sinnesbegehrens enthüllt auch andere Dinge. Die wahre Natur der Hemmungen bezüglich der drei universellen Daseinsmerkmale (Unbeständigkeit. da wir sonst ohne unser Wissen wieder in die Anhaftung hineingleiten. dient deshalb zwei Zielen: 1. Wir müssen unsere Achtsamkeit auch so stark und kontinuierlich wie möglich machen. die wir dadurch überwinden können. Aufregend vielleicht. sinnliche Gedanken. müssen wir ihretwegen und dem kurzen Moment des Vergnügens viel vorher und nachher Leiden. Gewisse Attraktionen und Ablenkungen werden dadurch auf ein Minimum reduziert. dass wir manchmal noch an sinnlichen Vergnügen hängen. Die Methode. Das angenehme Gefühl. achtsam betrachten könnt. da die Anwesenheit eines Sinnesbegehrens selbst anzeigt. dass wir seine wahre Natur erkennen können. Aber Sinnesbegehren kann noch für jemanden. „Es gibt kein so starkes Feuer wie Begierde“ sagt ein Sprichwort. Aber sie sind sehr flüchtig und wir müssen teuer für sie bezahlen. 2. es wird mit einem Hungergeist verglichen. Außerdem ist der kurze Moment des Vergnügens selbst nicht freudvoll. sondern auch als tatsächliches Leiden. das nur einen kurzen Moment andauert und dann vergeht. sollten wir uns sehr sicher sein. wenn es erscheint. Ein anderer Grund ist. erzeugt einen erhebenden Mantel der Begeisterung und legt ihn über den leidenden Zustand der Anhaftung. die geistigen Hemmungen direkt zu beobachten. dass Sinnesbegehren und Achtsamkeit nicht zur gleichen Zeit existieren können. wird das entstandene Sinnesbegehren bald aufhören. werden wir feststellen. Wenn wir achtsam sind. indem wir „Begehren“ oder „Anhaften“ in dem Moment notieren. Den Geist von den Befleckungen zu läutern. hören und sprechen will. Da wir diese Sinnesobjekte wollen. Es ist wahr. Es ist ein brennender Zustand. Sinnesbegehren kann klar gesehen werden. das Anhaften oder Sinnesbegehren eine Sache und das angenehme. Wir müssen auch sicherstellen. dessen spezifische Eigenschaft Anhaften am Objekt ist. dass der Geist schwach ist. der diesen geistigen Zustand beherrscht. dass sie mit einem gewissen Grad an Vergnügen und Freude einhergehen. Diese Hemmung wird mit einer Schuld verglichen. Der Grund dafür ist. werdet ihr es nicht nur als unbefriedigend ansehen. Wenn wir dies können.

Indem er sie beobachtet. gibt es die Entwicklung der Widerlichkeit der Nahrung.auf ein weniger attraktives Objekt. Deshalb hilft es sehr. die hinsichtlich der Kleidung zur Zufriedenheit führt. unzulänglich und Nicht-Selbst ist. in Wirklichkeit unbeständig.falls es nicht weggeht oder sich beruhigt. das kein Anhaften.dingungen sehen. wenn ein Meditierender angenehme Zustände des Geistes erfährt. Genauso können wir auch die Widerlichkeit und Gefahr des Anhaftens an anderen Objekten betrachten. Wie man diese Betrachtungen ausführt. sondern Achtsamkeit verursacht. Bedingungen. in der er nur drei Roben besitzt. Wenn es Gier nach Essen ist. ziemlich humorvollen Rat vom Buddha an Ananda bezüglich des Verhaltens der Mönche gegenüber Frauen antreffen: „Wie sollten wir uns gegenüber den Frauen benehmen?“ „Als würden wir sie nicht sehen. So hilft Achtsamkeit auf die sechs Sinne sehr stark bei der Prävention und bei der Überwindung des Sinnesbegehrens. lenken. was Begehren oder Vergnügen repräsentiert. wo das attraktive Objekt dominiert. dass wir „Sehen. dass wir es willentlich ignorieren und unsere Aufmerksamkeit auf ein anderes Objekt. Es gibt Momente. Zum Beispiel beim Entwickeln des entgegengesetzten geistigen Zustandes (zu Sinnesbegehren). sind die 13 asketischen Übungen der Mönche. die keine VipassanāMethoden sind. kann man die Betrachtung der 32 Teile des Körpers oder die Leichenbetrachtung etc. Schmecken“ etc. die sie auflösen. Das ist die Meditation über die Widerlichkeit des Körpers. was machen wir dann?“ „Nicht sprechen. Eine der Hauptbedingungen für ihr Entstehen ist die Anwesenheit eines attraktiven Objekts. wie „Heben“ und „Senken“ der Bauchdecke oder auf die „Sitzen-“ und „Berühren-“ Empfindung zu wechseln. Ein Beispiel dafür ist. sondern stärker als zuvor da bleibt . Diese Methode des Ignorierens kann man auch im hier folgenden. Wir werden dann auch wissen. falls Sinnesbegehren entsteht. machen. Nur wenn wir nicht achtsam auf die attraktiven Objekte an den Sinnestoren sind. sind Meditationen mit Konzepten als Objekte. könnte er nach einiger Zeit an ihnen anhaften. dass das. Deshalb wird dem Meditierenden geraten .“ „Aber wenn sie zu uns sprechen. Ananda. Eine Praxis. notieren. Zum Beispiel mag ein Mönch darunter diejenige auswählen. die sie erhalten und Bedingungen. In solchen Momenten kann es besser sein. Ananda. Ananda. kann man asubha bhāvanā machen. Herr. entsteht Anhaften. was machen wir dann?“ „Wachsam sein. die mit dem Sinnesbegehren kämpfen. Hören.“ Mahaparinibbāna sutta Methoden um Sinnesbegehren zu überwinden. Hausleute 180 . ist aber nicht weiter Inhalt dieses Buches. die viele verschiedene Formen des Begehrens verursachen.“ „Aber wenn wir sie sehen sollten. Andere Nicht-Vipassanā-Wege. Wenn es zu überwindende Lust auf den Körper ist.

anwenden. Physische schmerzhafte Empfindungen sind oft Objekte 181 . um ihre Differenzen zu lösen. der nicht so viel Zeit übrig hat. Zorn“ oder „Angst“ „Eifersucht“. Normalerweise ist es nicht notwendig sehr lang in solchen Betrachtungen zu verweilen um die Hemmungen zu überwinden und zur Vipassanā-Meditation zurückzukehren. hängt von unserem individuellen Temperament ab. Es ist wie als wenn sich ein Meditierender inmitten von gewalttätigen im Streit liegenden Gruppen befindet. dann wird die ganze anfängliche Anstrengung auf die Ruhepraxis gerichtet. wird sich die Konzentration erhöhen und dies benötigt weitere Fertigkeiten im Umgang mit dem Geist. aber nicht so lax. dass es ein sehr unbefriedigender Zustand des Geistes ist. auf das der Meditierende stößt. mit dem er daherkommt. dem „Mein“ etc. Wie bei allen Befleckungen ist es leichter sie zu überwinden. vorsichtig und stabil sein. Er erscheint in vielen Formen und ist wegen seiner groben Natur und wegen dem unangenehmen Gefühl. leichter zu erkennen als Sinnesbegehren. an diesen widrigen geistigen Zuständen fest. die Hass oder Reue erdulden. wenn sie früh erkannt werden. muss man andere Maßnahmen oder Taktiken. Wir notieren achtsam „Zorn.können auch einen gewissen Grad an Askese praktizieren. dass man von beiden Seiten gehauen wird. Diese letztgenannten Methoden. Hier liegt auch die Grenze zwischen jemandem. warum er das reine vipassanā wählen muss. die Konzentration auf ein konzeptionelles Objekt beinhalten. ist es wie das Fahren auf einer gewundenen schlechten Straße mit vielen Schlaglöchern und Steinen. Wenn man achtsam auf den Zorn ist. der Ruhe als Meditationsbasis entwickelt. auch losgelöst vom Ich-Konzept. der das Gedeihen und das Glück von einem selbst und anderen zerstören will. ohne gewillt zu sein sie gehen zu lassen. Wir können uns auch mit Zufriedenheit verbinden und uns von der Gier abwenden. Übelwollen (vyāpāda) Die zweite Hemmung „Übelwollen“ gehört zu den zornigen Zuständen des Geistes. Man muss ruhig bleiben. werden unter Samatha-Meditationen klassifiziert. Wenn der Zorn immer noch da ist. Das Erkennen seiner wahren Natur bringt einen dazu ihn wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen. ist es nicht schwer zu verstehen. beobachten. wie den Geist auf ein anderes Objekt lenken. Man sollte den Zorn solange. ist Schmerz.sein können. Zorn ist niemals gerecht.das ist die Grausamkeit oder das Verletztenwollen ihrer Objekte . Man muss sehr wachsam. Wenn wir jedoch mehr Zeit mit ihnen verbringen. in welcher Form das Übelwollen auch erscheinen mag. Eine der Hauptbedingungen für das Entstehen von Ärger ist das abstoßende Objekt. werden wir sehen. Dennoch halten die Leute. Wenn jemand eine solche starke Ruhebasis entwickeln will. Es ist ein gewalttätiger Zustand. In welchem Masse wir uns mit ihnen auseinander setzen. Während des Notierens sollte man so ruhig wie möglich bleiben. . Ein normales abstoßendes Objekt. bis er gänzlich verschwindet. Wenn wir achtsam auf die Eigenschaft des Zornes . Aber für einen Hausmann. der reine VipassanāMeditation praktiziert und jemandem.

die Meditation der Mitfreude gegenüber allen glücklichen Lebewesen oder die Entwicklung von Gleichmut. warum eine Person einer anderen übel will. Traurigkeit. indem wir uns anstrengen sie beim Entstehen zu notieren. Schließlich ist Schmerz oder dukkha eines der drei allgemeinen Daseinsmerkmale der Existenz. da unsere Achtsamkeit und Einsicht noch nicht reif genug ist. Die Achtsamkeit. die Krankheit und den Tod reflektieren. Aber keiner von ihnen ist gerechtfertigt. in denen wir andere Methoden benutzen müssen. Mein burmesischer Lehrer benutzte die Beobachtung des Schmerzes um Meditierende zu heroischen Anstrengungen zu ermutigen. Hier reflektieren wir über kamma und seine Resultate in Bezug zu uns selbst und anderen. Zur Einfachheit können wir vyāpāda in drei Kategorien einteilen: 1. Traurigkeit. können leicht mit Achtsamkeit. Nicht wichtig. die verstanden werden müssen. die normalerweise durch ein Ereignis der Trennung oder des Verlustes von etwas uns sehr Nahestehendem hervorgebracht werden. die durch die Praxis dieser Meditationen gewonnen werden können. Übelwollen gegenüber Lebewesen 2. wir müssen geduldig sein. Neben dem Überwinden der Hemmungen und der Erzielung zur Konzentration. Das ist in diesem Fall die Liebende-Güte-Meditation. gibt es noch andere vielfältige Vorteile. dass man sogar überlegt seinen Feind zu töten. Es gibt auch die Entwicklung von Mitgefühl gegenüber den leidenden Lebewesen. Dies kann Eigentum betreffen oder geliebte Personen. wenn die Zeit der Trennung kommt. Die Entwicklung der Wohnstätten der Götter (brahmaviharas) können helfen das Übelwollen zu überwinden. behandelt werden. 182 . Wir können auch über das letztendlich kommende Alter. Abhängig von der Natur des Übelwollens. Kummer und Jammer Dies sind unglückliche geistige Zustände. wenn man mit solch Kontemplationen beschäftigt ist. desto schmerzhafter ist es. Diese Emotionen des Übelwollens können so stark werden. kann der gegenteilige geistige Zustand wachgerüttelt werden. die den Zorn und Hass gegenüber den Lebewesen überwindet. die die Grausamkeit überwindet. Je tiefer und stärker die Anhaftung. muss sehr losgelöst sein. Die meisten der unangenehmen Objekte. Kummer und Jammer 3.der Vipassanā-Meditation. Jedoch gibt es auch andere Momente. Angst Übelwollen gegenüber Lebewesen Es mag verschiedene Gründe geben. Ein anderer Lehrer nannte den Schmerz den guten Freund des Meditierenden. wie wir ihn betrachten. Die Entwicklung von Gleichmut hilft uns diese Sorgen zu beschwichtigen. die wir im Alltag antreffen. wenn wir ihn beobachten.

wenn sie entsteht. Der schwere und bewölkte Geist wickele den Meditierenden in einen solchen Zustand ein. dass ein Mensch mindestens sieben oder acht Stunden Schlaf braucht. Deshalb müssen einige Fertigkeiten entwickelt werden um sie zu überwinden. kann man schnell die Betrachtung der Vorzüge der drei Kleinodien (Buddha. Middha bezieht sich auf dieselben Bedingungen bei den mentalen Faktoren (cetasika). das gilt nicht für normale. Aber ich bin bereit zuzustimmen. angenehme Behausungen. sangha) aufgreifen. Höhen. Krankheiten etc. insbesondere da erzählt wird. dass für eine normalgesunde Person während eines intensiven Retreats vier Stunden Schlaf ausreichend für den Körper sind. Oft sind wir nicht achtsam auf sie. seine Arbeit zu tun oder sich weigert in der Meditation achtsam zu notieren. Vertrauen und Mut sind auch hilfreich. angenehme Menschen.Angst Wir fürchten das Unbekannte. während man Mattigkeit und Müdigkeit bemerkt: 183 . Mit was für anderen unterstützenden Bedingungen kann man das Übelwollen überwinden? Das Meditationshandbuch „Der Weg zur Reinheit“ (visuddhi magga) empfiehlt angenehmes Wetter. Diese „geistige Müdigkeit“ muss von physischer Müdigkeit unterschieden werden. dass der Körper Ruhe haben muss (trotz der Tatsache. bis er das schließlich wegdöst und einschläft. Es gibt einen großen Bereich an Phobien und Paranoia. Achtsamkeit. Wenn jemand ganz verloren ist. Geister. der nicht lange sitzen und gerade laufen kann. angenehme Körperhaltungen und noch Weiteres für das hassvolle Temperament. um sich von der körperlichen Ermüdung (durch die Meditation am Tage) zu erholen. damit sie den zitternden Geist für eine ausreichend lange Zeit stillhalten kann. Untenstehend sind einige Punkte aufgelistet. Natürlich mögen einige damit nicht übereinstimmen. Aus Erfahrung hat sich gezeigt. Mattigkeit und Müdigkeit tragen zu einem schwachen. bis wir von ihr ungünstig beeinflusst werden. wenn die Praxis noch nicht tief genug ist um für längere Zeit in der Vertiefung zu bleiben. Wir müssen lernen die Schläfrigkeit sofort zu notieren. Angst wird durch Panik. sollte sehr fest sein. verschleiert ihn. Zittern und Verwirrung charakterisiert. verschwommenen. Häufige Erinnerung daran ruft zusätzlich auch noch eine Menge Freude hervor. die damit beschäftigt ist die Angst zu notieren. Es ist wie jemand. speziell. dass einige begeisterte Meditierende es gerne auch ohne tun würden). stillen und trüben Geisteszustand bei. Verrückte. unter denen die Leute leiden können. derer man sich erinnern sollte. dhamma. gesunde Meditierende. Diese Zwei entstehen zusammen und machen einen ziemlich schwach. angenehme Bedingungen zur Nahrungssuche. Mattigkeit und Müdigkeit (thīna-middha) Thīna bezieht sich auf die Schwerfälligkeit und Unwilligkeit des Geistes. Wie ein kranker Mann. der sich weigert sich zu bewegen. Ich denke.

Diese Praxis betrifft die Kasina-Meditationen.1. Meditieren in einem hellen offenen Raum ist auch hilfreich. Betrachtung über die Gefahr der Mattigkeit (wie das Geborenwerden in den jammervollen Zuständen) und die Vorteile der Energie. Energie kann durch Folgendes entwickelt werden: a) Betrachtung der Vorzüge der drei Kleinodien und der energiegeladenen Anstrengung des Buddha und seiner Schüler sich selbst anzuregen. Es ist ein schwerfälliger. Es hat sich als sehr effektiv herausgestellt. in einer systematischen rhythmischen Art notieren um die Schwungkraft der Achtsamkeit zu erhöhen. h. b) Einen starken Entschluss fassen. Stehmeditation wurde oft für Meditierende empfohlen. Beispielsweise kann man die Berührungspunkte. drei oder mehr. kann man aufstehen und Gehmeditation mit einem erhöhtem aber klaren Schritttempo machen. Das mag sich entsetzlich anhören. das Vergehen und auch die anderen zwei Daseinsmerkmale) erkennen. Wenn alles versagt. energiegeladen zu notieren um diese Hemmung zu überwinden. Wenn die Schläfrigkeit bestehen bleibt. Das ist auch zu einem gewissen Grade effektiv. Solche Notierungen können besonders effektiv sein. schläfriger und schwerer Geisteszustand. Andere Methoden als vipassanā zum Überwinden der Mattigkeit beinhalten die Entwicklung der Wahrnehmung von Licht. Energisches Notieren Energie und Anstrengung sind das Gegenteil von Mattigkeit und Müdigkeit. Die wachgerüttelte Energie sollte leicht sein und ausgeglichen fließen. wenden einige Meditierende das Sitzen in einer sehr unangenehmen Stellung an um Schmerz hervorzurufen. Dies kann durch eine erhöhte Anzahl von kontinuierlichen Notierungen ohne Unterbrechung mit schnellem Tempo hervorgebracht werden. da eine Menge Energie benötigt wird. Scharfe Wahrnehmung ihrer Charakteristiken Hier kann man nicht mit reinem Achtsamsein zufrieden sein. Nur indem man seine spezifischen Eigenschaften notiert. Auch das Denken und Rezitieren des dhamma stimuliert den Geist. wenn sie auf klare und grobe Objekte wie Schmerz oder die Berührungspunkte angewandt werden. Angemessene Gespräche fallen auch unter diese Methode. aber es ist nicht so schlecht wie bei den184 . kann man später seine allgemeinen Eigenschaften (d. Man sollte scharf und präzise die Natur der Schläfrigkeit notieren. c) Verstärktes Gedankenfassen (Mit dem Geist das Objekt fassen). 2. Dann gibt es noch das Gesicht oder die Hände waschen und rubbeln und an den Ohren ziehen. die sich häufig mit dem schwierigen Kampf der Schläfrigkeit plagen. das Gegenteil von Mattigkeit und Müdigkeit. Die Natur des Lichts ist hell und ausdehnend. um die Meditation während des Stehens aufrechtzuerhalten.

Hartnäckige Arten von Unruhe können auch durch lang anhaltende Störungen an den fünf Sinnestoren. müssen sie „Denken“ oder „Wandern“ so lange notieren. vor ihr auf der Hut zu sein.jenigen. Diese Methode kann auch auf eine hartnäckige Gewohnheit oder zum Einstimmen des Geistes angewandt werden. dem Denken etc. die in dieser Welt getan werden müssen. Da ihre Achtsamkeit noch nicht so scharf ist. dass die Unruhe häufig um ein paar ungeordnete Problempunkte kreist. Dieser Zustand tritt bei Anfängern auf. Durch sie entstehen eine Menge Wellen und kleinere Störungen. vor Klippen oder Löchern zu meditieren. Wenn die Unruhe durch besondere Probleme oder Angelegenheiten verursacht wird. Es wird immer Probleme oder zu lösende Dinge geben. Wenn wir die nötigen Schritte unternommen haben. Wenn wir ihn fangen und bezwingen können. Häufig kommt sie in Form von hartnäckigen Gewissensbissen und Ärger über getane und ungetane Dinge vor. Noch einmal. wird sie notiert. Unruhe und Sorgen (uddhacca-kukkucca) Uddhacca bedeutet Unruhe und kukkucca Sorgen. Solche Unruhe kann mehrmals in der Minute auftauchen. meint man zuerst oft. warten. bis es aufhört. Aber Achtsamkeit wird helfen. wenn sie es tut. Tatsächlich sind eine Menge dieser Dinge nicht sehr wichtig und können beiseite gelegt werden. Der Meditierende wird verwirrt und ist unfähig sich zu beruhigen und seine Achtsamkeitsarbeit durchzuführen. Wir sollten hier einige der Ursachen für diese Hemmung herausfinden. Daraus resultiert. Wie sie durch ihre Bedingungen entstehen. auf Kanten. was wir tun können. Mit der Zeit verliert sie ihre Stärke und verschwindet. sollte man seinen Geist auf das Primärobjekt zurückzwingen. dass es dafür keine Ursache gibt. ist es ratsam. Kummer und Sorgen werden sicher nicht helfen. Wenn man in der Lage ist die Hemmung gut zu beobachten. aber immer. wie sie vorankommen und wie sie vergehen. Die Möglichkeit des Herunterfallens kann ja nicht ausgeschlossen werden. ist all das. wie kontinuierliche Geräusche oder Schmerz. dass man unfähig ist das primäre Meditationsobjekt wie das „Heben“ und „Senken“ zu notieren. 185 . Sie beziehen sich auf einen turbulenten und genervten Geisteszustand. der wegen aller möglichen Dinge in alle Richtungen rennt. sie das so schnell wie möglich notieren müssen. die rigide und unflexibel sind und auch solche. Das ist wie das Setzen von rotem Alarm um einen wildgewordenen Täter zu finden. wird man auch die verschiedenen Arten der Unruhe verstehen. wenn sie sich nicht ihres wandernden Geistes bewusst sind. dann ist das Problem gelöst. Wenn man den unruhigen denkenden Geist beobachtet. denen geraten wurde. darf nicht erlaubt werden länger als eine oder zwei Minuten lang anzudauern. Sie sollten sich deshalb klar machen. Aber bei näherer Betrachtung kann man erkennen. dass. Wenn das Denken oder Wandern bestehen bleibt. sobald ihr Geist wandert. Es ist wie ein oder zwei ins Wasser geworfene Steine. Das sind Leute. Dieses Problem trifft diejenigen mit „eckiger“ Achtsamkeit eher als solche mit „runder“. entstehen.

Seid bereit dafür. Wenn es z. Das Resultat ist. Dann wird der Geist frei von der Hemmung sein.sofern sie genau notiert werden . versucht die Natur der Unruhe zu identifizieren und zwar in der Weise. Gier. Wie man sieht. Das ist sehr schlechtes mentales kamma. Das heißt durch mehr Notieren. Es beinhaltet auch Unzufriedenheit. zu entdecken.die davon besessen sind auf dem Objekt lange zu verbleiben. In diesem Fall ist das Entspannen der Energie wichtig. wenn das Primärobjekt sehr fein und schwierig zu notieren ist. Das Vipassanā-Objekt ist ein sich veränderndes Objekt. die üble Wurzel. Ähnlich ist es. wenn es sich unerwartet verändert oder sich ein unerwartetes interferierendes Objekt einmischt. Hass und Verblendung. Auch übermäßiges Vertrauen kann uns zu diesem Zustand führen. zu viel Energie gibt und der Geist dadurch zu aktiv wird. die Wurzel. wie wir es uns wünschen. Es benimmt sich nicht so und erscheint auch nicht so. ist die ganze Sache der Unruhe sehr kompliziert. „Last but not least“ könnte man in der Lage sein. Die Energiefähigkeit ist dann im Überschuss. bis es vollständig aufhört. durch die die Unruhe entsteht.verschwinden. wenn es notwendig ist. die die Unruhe verursachen. bis sie verschwindet 2. herauszufinden und entsprechend mit ihr umgeht. Es ist allerdings schwieriger für die Praxis. Zusammengefasst gehen wir diese Hemmung so an: 1. mögen noch da sein. „Warum entsteht das und wie kann ich damit umgehen?“ Es entsteht durch 186 . Es gibt diese drei üblen Wurzeln. als ob dunkle Wolken sich verteilt haben und die helle Sonne wieder scheint. Man sollte das alles achtsam beobachten. B. Wenn wir jedoch Spuren der Hemmungen zurücklassen. Notieren „Denken. Manchmal denkt er wirklich schreckliche Dinge. Es ist. Das schnelle Jäten macht einen frischen klaren Grund. Ein anderer Grund für das Erscheinen der Unruhe ist. Denken“. wenn die Fähigkeiten des Geistes nicht ausbalanciert sind. da die drei Wurzeln beim Entstehen nicht gleich erkennbar sind. die . Wenn die Hemmung immer noch da ist. Hass oder Verblendung. Die Achtsamkeit sollte flexibel genug sein die Objekte angemessen zu wechseln. Wenn sie mehr als ein bis zwei Minuten bleibt. dass der Geist durcheinander ist und unzufrieden wird. ignoriert sie und bringt den Geist auf das Primärobjekt. 3. dass ihr versucht die Ursache. auch über meinen Lehrer und den Buddha. da alle Befleckungen beteiligt sein können. Nur durch wirklich kontinuierliche Achtsamkeit kann sie ausreichend abgewehrt werden. laden wir sie nur zum Wiederkehren ein. obwohl das aktive Denken schon aufgehört hat. der auch noch besser als zuvor ist. Deshalb sollte man achtsam und kontinuierlich notieren. wenn er von Mattigkeit und Müdigkeit befreit ist. Gier. Manchmal kommt ein Meditierender und fragt: „Ich denke der Geist ist völlig verrückt. So eine Unruhe kann auch entstehen. Unruhe ist dann das Endergebnis. Wenn er abrupt von Unruhe und Sorgen befreit ist. erfährt der Geist etwas wie eine unerwarteten „Angriff“ der Ruhe.

das auf der Stufe der Konzepte abläuft. beruhigt sich und ist einspitzig konzentriert. hilft in den meisten Fällen.die Befleckungen. den Geist mit dem Geist zu bekämpfen. Diese üblen Gedanken verbunden mit Gier. was jenseits seiner Fähigkeit liegt. Skeptischer Zweifel entsteht in einem. wie er im kalama sutta (Anzweifeln. Diese werden ausführlich in der Lehrreden über Gedankenformen oder dem Satipa hāna-Sutta behandelt. die versucht den Weg zu verstehen. „Mit zusammengepressten Zähnen. was wahr ist (in diesem Fall die drei Kleinodien). die mit wenig oder ohne Glauben in die drei Kleinodien zum Meditieren kommen. Die Methode. Man sollte dies jedoch von einem gesunden Zweifel. mit der Zunge gegen den Gaumen gepresst. muss man zuerst die Natur der Befleckungen erkennen und dann die angemessenen Mittel einsetzen. Zusammenfassung 1. was angezweifelt werden sollte) beschrieben wird. der einen skeptisch und ungläubig gegenüber dem. Hass und Verblendung wird man auf die Art los und sie kommen so zu ihrem Ende“ Indem man sie los wird. Das Resultat ist. dass solche Leute verwirrt und unentschlossen enden. unterscheiden. Skeptischer Zweifel (vicikicchā) Vicikicchā. Das Letztere ist in Wirklichkeit die Fähigkeit „Wissen“. Dies lähmt den ganzen Prozess derjenigen. der über das nachdenkt. macht. die rechte Ansicht erworben haben. wie es auch für adäquaten Glauben sorgt. Dieser Glauben sorgt dafür. Es gibt auch andere Mittel störende Gedanken wie diese zu beseitigen. • Die Entfaltung von jhāna mit dem Gedanken an ein sinnlich ungünstiges Objekt. ohne den vollen Zweck. bezieht sich auf den verwirrten und perplexen Zustand des Geistes. Wenn er so widersteht. betrachten. die Praxis und die Natur des dhammas richtig verstanden zu haben. Dhamma ist jenseits logischem Denkens. wird der Geist stetig. dass jemand in seiner Praxis lang genug durchhält und dann letztendlich durch die Vipassanā-Praxis über noch mehr Glauben verfügt. Sinnesbegehren (kāmachanda) kann vertrieben werden durch: • Es als ungünstigen Gegenstand der Meditation betrachten. • Überwachter Zustand der Kontrollfähigkeiten • Maßhalten beim Essen 187 . Ein echtes Problem entsteht bei Leuten. die Zweifel zu notieren. die auf dem Weg vorankommen möchten. dann herrscht der Geist über den Geist. die Gefahr der Unruhe und die Vorteile der Konzentration etc. Die hartnäckigeren Zweifel können durch ein Interview mit dem Meditationslehrer geklärt werden. die fünfte Hemmung. Einige dieser Mittel sind: Korrekter Umgang und Gespräche mit hilfreichen und freundlichen Gefährten. Um sie zu behandeln. Als letzter Ausweg wird in der Lehrrede über Gedankenformen geraten. Richtiges theoretisches Verständnis entfernt zum großen Teil all diese Skeptischen Zweifel.

die durch Maha Moggalana aufgezeigt wurden: 1. Der Reichtum der weisen Betrachtung. dass man sich selbst nicht die Bequemlichkeit des Niederliegens und der Schwäche vergeben wird. die bei der Bewältigung des betreffenden Objektes helfen. • Stehen im Freien. Steht auf. Seid bewusst des Momentes vom Aufwachen und beim Aufwachen steht schnell auf und denkt dabei. schaut in die Ferne. 4.• Mitgefühl und Unterstützung guter Menschen in ihren Bemühungen. Freundliche und hilfreiche Freundschaft mit guten Menschen. Unruhe und Sorgen (uddhacca kukkucha) können vertrieben werden durch: 188 . • Freundliche und hilfreiche Freundschaft mit guten Menschen. 7. Fixiert eure Gedanken an das Ende der Glieder Wenn all diese sieben Wege versagen. Reflektiert über Gedanken von Licht. • Anregende Gespräche. 4. Die acht Wege. 2. Betrachtung darüber. • Betrachtung über die Wahrnehmung von Licht. 3. 8. die bei der Entwicklung von liebender Güte helfen. Anregende Gespräche. 6. dass jemandes Taten Eigentum von ihm sind. 5. Übelwollen (vyāpāda) kann vertrieben werden durch: • • • • • • Praktizieren von Liebender-Güte-Meditation. dass Mattigkeit und Müdigkeit durch zu viel Essen hervorgerufen wird oder von Gefräßigkeit (das bedeutet Maßhalten beim Essen) • Das komplette Ändern der Körperhaltung. Denkt über den dhamma nach. Rezitiert den dhamma. wascht und reibt eure Augen mit Wasser. die bei der Vertreibung von Mattigkeit und Müdigkeit helfen. schlaft. Vergesst den Gedanken an Schläfrigkeit. Mattigkeit und Müdigkeit (thīna-middha) können vertrieben werden durch: • Sehen. • Anregende Gespräche. den Himmel oder auf die Sterne. Die Entfaltung von jhāna mit dem Gedanken an liebende Güte. Zieht an euren Ohrläppchen und massiert oder reibt eure Glieder mit den Händen. 3. 2.

Skeptischer Zweifel (vicikicchā) kann vertrieben werden durch: • Bewandert sein in der Lehre • Nachforschungen über den Buddha. Das Verstehen der Disziplinarregeln Verbindung mit solchen. • Freundliche und hilfreiche Freundschaft mit guten Menschen. • Die Überwindung eines unmoralischen Gedankens durch einen moralischen. Zusätzlich zeigt die Lehrrede über Gedankenformen (vitakka santhena sutta) verschiedene Wege um unreine und unmoralische Gedanken zu überwinden. (Dies ist ein Prozess des Ersetzens oder der Substitution. die erfahrener in der Praxis und der Tugend sind als man selbst • Freundliche und hilfreiche Freundschaft mit guten Menschen. • Anregende Gespräche. • Entschieden sein (im Vertrauen) über die Wahrheit der drei Kleinodien. die helfen bei der Vertreibung von skeptischem Zweifel. durch Kontemplation über die Gefahr solch übler Gedanken.) • Durch Erkennen der Gefahr durch den unmoralischen Gedanken. • Anregende Gespräche. • Durch Unterwerfen und ihrer Bezwingung durch reine Willenskraft. 5.Das Kennen der Schriften Befragung zur Praxis im Orden. • Gründlich die Natur der Disziplin verstehen. • • • • 189 . dessen Natur der besonderen Befleckung gegenübersteht. • Durch das Ignorieren dieser üblen Gedanken und durch Vergessen werden sie verschwinden. Dies kann man effektiv mit einem reinen Gedanken machen. • Durch Ändern der Funktion und Form des Gedankens. die helfen bei der Vertreibung von Unruhe und Sorgen. die Lehre und den heiligen Orden anstellen.

„Unbewusstes“ Denken Die zweite Art der Konzeptbildung ist insofern feiner. Ideen oder Halluzinationen macht. die unabhängig von konventionellen Definitionen sind. ist es trotzdem nötig. In einem Zeitmoment existieren die Wörter nicht. Konzept und Realität Es ist wichtig für den Meditierenden. Konzeptbildung geschieht auf zwei Wegen: i. ohne durch den Prozess des konzeptuellen Denkens. Folgerns oder Vorstellens gegangen zu sein. bevor irgendeine Einsicht entstehen kann. die unmittelbar wahrgenommen werden können (deshalb „letztendlich“). 190 . Konzepte sind die Dinge oder Ideen. sein. Dies sind Wahrheiten. „Letztendliche Wirklichkeit“ jedoch bedeutet nicht notwendigerweise „Absolute Realität. die vom Geist ausgedacht und erzeugt werden. wenn man das mit einer Menge an Annahmen. als dass man nicht aktiv „denkt“ oder zumindest man sich dessen nicht bewusst ist. Gleichwie ein Musikstück aus vielen „Noten“ (den Geräuschen) gemacht ist. so wie sie sind. den Unterschied zwischen „Konzepten“ und „Letztendlichen Wirklichkeiten“ zu verstehen. zu erfahren. ii. Wort Konzepte (sadda paññatti) Wörter bestehen aus Silben oder Geräuschen. sie beizeiten mittels hochkonzentrierter reiner Achtsamkeit zu transzendieren um Einsicht entstehen zu lassen. dass. Sie bauen auf den „Letztendlichen Wirklichkeiten“ auf. Es ist klar. Konzepte sind nur konventionell und subjektiv wahr.“ Dies bezieht sich nur auf den unveränderlichen. der von kamma und seinen Resultaten beeinflusst wird. um uns zu erlauben wirklich zu sehen und die Dinge. man nicht zur gleichen Zeit die Natur direkt erfahren kann. da der Geist von den Konzepten in Richtung Realität geführt werden muss. unbedingten Zustand nibbāna. Es existiert nur das Entstehen und Vergehen des Geräusches. Vorurteilen. Sie können auch ein untrennbarer Teil des geistigen Prozesses. Planen oder Phantasieren auftreten.B. Beispiele von Konzepten. sind: 1. die fortlaufend entstehen und vergehen. müssen wir sie während unserer Meditationszeiten beiseite tun. Obwohl wir die konventionelle oder konzeptuelle Wirklichkeit im Alltag nicht ganz über Bord werfen können. „Letztendliche Wirklichkeiten“ auf der anderen Seite sind die Phänomene. Solche gehörten Worte basieren auf Geräuschen. die für den Meditierenden relevant sind. Man muss zuerst dies alles beiseite tun. eine vibrierende Form materieller Natur. Diese Konzepte werden gewohnheitsmäßig vom Geist gebildet und sind tief im Geist eingebettet. Aktives Denken Aktives Denken kann als Philosophieren. Obwohl man diese nicht gänzlich verhindern kann.

da es sich auf etwas bezieht. Beispiel: Das Wort „Bewusstsein“ ist ein reales Konzept. B. 4. 2. Hier sind sie auch visuell. als würden sie zur gleichen Zeit auftauchen. die sich nicht direkt auf Realitäten beziehen. Geräuschkonzepte (Worte) können real sein. Stattdessen sollte man versuchen zu verstehen. Zu schnell als dass jemand wirklich erfassen kann. links. rechts. die selbst nicht wirklich existieren. dass es scheint. Arbeitszeit etc. die unmittelbar ohne Konzeptbildung erfahren werden können. da sie niedergeschrieben wurden. wenn sie sich direkt auf reale Phänomene beziehen. Sie beziehen sich auf andere Konzepte und Ideen. die mit Richtungen korrespondieren. Was der Geist erfasst (zu langsam) ist ein Farbenspiel mit Formen und vermittelt uns so Ideen. einwärts. da es sich auf geistige Phänomene. In der Meditation benutzen wir reale Konzepte als Marken um uns beim Identifizieren der Realitäten zu helfen. die unmittelbar erfahren werden können. Andere Wörter werden mit weiteren Wörtern verbunden und weitere Konzepte werden aufgebaut und können eine Kombination von realen und unrealen Konzepten sein. Sie entstehen so schnell. bezieht. Das Wort „Mensch“ ist ein unreales Konzept. die die wiederkehrende und aufeinanderfolgende Erscheinung von materiellen und geistigen Phänomenen betreffen. 191 .durch die wir Ideen und Erfahrungen mitgeteilt bekommen. Mental sind mentale Aktivitäten und Funktionen wie Schlafdauer. West. unten. der mit großer Geschwindigkeit innerhalb der Röhre herumläuft. Er entsteht und vergeht so schnell. Unwirkliche Konzepte sind jene. Form. was es bedeutet zu erfahren. oben. Wenn ihr den Fernsehschirm richtig betrachtet. auswärts etc. 3. Zeitkonzepte (kala paññatti) Das Zeitkonzept wird aus Ideen gebildet. Richtungskonzepte (disa paññatti) Dies sind Konzepte. betroffen. der physische Zustand des Körpers (wie in alt und jung) etc. Gestalt und Entfernung Diese Konzepte lassen die zwei und dreidimensionale Welt entstehen. B. was tatsächlich gerade passiert. das nicht ohne Konzeptbildung unmittelbar erfahren werden kann. Ost. ist das Bild aus einem Elektronenstrahl gemacht. ein Ding mit einem anderen in Beziehung setzen wie z. Einige Worte sind beides z. Materiell ist Licht und Dunkelheit betroffen (wie am Tag oder bei Nacht). Wörter oder Kennzeichen sollten während der Meditation nicht ergriffen werden. „patient“ (patient = deutsch: Patient) kann sich auf eine kranke Person beziehen und ist unreal oder es bezieht sich auf einen toleranten geistigen Zustand (patient = deutsch: Geduld) und ist in dem Fall real.

aber wenn sie als wirklich aufgefasst werden. dass „Alle dhamma Nicht-Selbst sind “. wenn man dem Stimuli von internen oder externen Objekten folgt. als letztendlich wirklich oder absolut. Raumkonzepte (akasha paññatti) Raumkonzepte sind solche. ist es hilfreich den Gedankenprozess zu erläutern. der am Riech-Tor entsteht. Wellen. Höhlen. die sich auf offene Räume beziehen wie. sollte man nicht denken: „Ich gehe“. eine Klasse.“ und „denken. Kollektive Konzepte (samuha paññatti) Diese korrespondieren zu Gruppen oder Sammlungen an Dingen. der am Hör-Tor entsteht. sondern erzeugt große Konflikte. sondern nur achtsam auf den Gehprozess sein. Sichtkonzepte (nimitta paññatti) Dies sind visualisierte Bilder wie das aufgefasste Bild und das Gegenbild der Ruhemeditation. Das Aufgeben des Ego-Konzeptes ist von äußerster Wichtigkeit für die Vipassanā-Meditation. der am Schmeck-Tor entsteht.Obwohl wir einen allgemeinen Zeitplan für unsere Praxis benötigen. beschrieben werden. Person. der am Körper-Tor entsteht. was wir „sehen. 6. Der Gedankenprozess. du. Diese Reihenfolge schafft das. Viele Halluzinationen und Vorstellungen fallen auch unter diese Kategorie. Leiden. 5. Löcher oder Fenster. der am Seh-Tor entsteht. das ist ein Bewusstseinsstrom ähnlich dem Zustand im tiefen Schlaf. wo das Objekt entsteht: 1. ein Auto. Um ein besseres Bild der Konzeptbildung zu bekommen. 3.“ „hören. sie. In Gruppen muss manchmal das eigene Wohlergehen dem Wohlergehen der Gruppe geopfert werden. Einige mögen philosophieren. abhängig von dem „Tor“. Der Gedankenprozess kann als eine Serie von Bewusstseinsarten. die in einer gewissen Reihenfolge erscheinen. Gruppenmeditation etc. 4. aber wir werden sie hier jetzt nicht behandeln. Anpassungen können gemacht werden.“ oder „Hund“ oder „Engel“ bezeichnen. ein Rennen. Bis zur Realisation. 7. Es gibt sechs Arten von Gedankenprozessen. Dies fällt wieder in eine andere Kategorie von Konzepten. 192 . Ego (satta paññatti) Was Leute normalerweise als „ich. sind tatsächlich Serien von sich ständig ändernden Körper-Geist-Prozessen. wenn es gerade unpassend ist. eine Stadt. 5. müssen wir ihm nicht blindlings folgen.“ Diese Gedankenprozesse entstehen aus dem Lebenskontinuum. Lebewesen. 8. wenn sie gehen. Es gibt noch eine Menge mehr an Konzepten wie Glück. hilft das nicht. er. Leben etc. Der Gedankenprozess. B. Der Gedankenprozess. 2. Der Gedankenprozess. Der Gedankenprozess.. z. Diese Konzepte von Lebewesen sollten zur Bequemlichkeit in der Kommunikation benutzt werden.

Hör-. Der Gedankenprozess. während das letzte „Geisttor-Hinwendungs-Gedankenprozess“ genannt wird Innerhalb jedes Prozesses gibt es eine passive Phase. Der erste folgende Geisttorprozess ist gewöhnlich eine kompaktere Form des letzten Sinnestorprozesses. Die ersten fünf werden „Sinnestor-Hinwendungs-Gedankenprozesse“ genannt.) zu Informationen angesammelt werden. Nach diesem Sinnestorprozess entstehen die verschiedenen Arten des Geisttorprozesses. Riech-. der am Geist-Tor entsteht.6. Sie bilden die Ideen und Vorstellungen etc. die heilsam (gutes kamma) oder unheilsam (schlechtes kamma) sein kann. Schmeck. Zum Schluss wird der zugeschriebene Name mental gegeben. Im Falle eines Sehtorprozesses ist eine typische Reihenfolge beispielsweise so: Sinnestorprozess: b At bc bu pc v sp st vo J J J J J J J t t b Geisttorprozess : b At bc bu M J J J J J J J t t b Erklärung: At : Vergangener Bewusstseinsmoment des Lebenskontinuums bc : Vibrationsmoment des Lebenskontinuums bu : Abschließender Moment des Lebenskontinuums pc : Sinnestorhinwendungsbewusstseinsmoment v : Seh-. Dieses bestimmt die aktive Phase. Dies ist der Namensprozess (namaghanavithi) 193 .oder Ideenprozess (atthaghanavithi). die das Objekt vom Sinnestor in das Geisttor überträgt (atitaghannavithi). die dann ihr Objekt erhalten (z.oder Tastbewusstseinsmoment sp : Objektaufnahmebewusstseinsmoment st : Objektuntersuchungsbewusstseinsmoment vo : Objektbewertendermoment J : Karmisch aktive Momente t : Nachwirkender erfahrender Moment M : Geisttorhinwendungsbewusstseinsmoment b : Lebenskontinuumsmoment Danach folgt der Geisttorprozess in dieser Art: 1. 4. gefolgt von einem funktionalen Bestimmungs-Bewusstsein. die aus resultierenden Bewusstseinsarten (geistigen Kamma-Resultaten) besteht. Der folgende Geisttorprozess ist der Ansammlungsprozess. B. das heißt zu Gestaltkonzepten (samuhaghanavithi) 3. Sehobjekt etc. das Farbe und Helligkeit ist). Diese Letzteren konstituieren die Konzeptbildung. wo die verschiedenen Objekte (z. zu den Objekten. 2. B am Seh-Tor das Sehobjekt. Als Nächstes entstehen die Ideen (was das nun bedeutet) durch den Bedeutungs.

Hilfreich dazu ist auch die Gestalt oder Form so weit wie möglich zu missachten. Letzter Prozess 2. solide und als Ganzes erscheinen. Santati ghana (Kompaktheit der Kontinuität) Die mentalen und geistigen Prozesse entstehen und vergehen so schnell einer nach dem anderen. Ansammlung 3. Sehen. schneiden wir die Konzepte ab. Hören etc. Es hilft auch die gehörten Worte zu missachten oder unberücksichtigt zu lassen um näher an das Vipassanā-Objekt zu rücken. Kicca ghana (Kompaktheit der Funktion) Es gibt verschiedene Bewusstseinsarten. dass das Notieren von „Sehen“ ohne zu denken. dass die daraus entstehenden Konzepte komplex.). sollten auch missachtet werden. Benennen Dasselbe gilt auch hier: Durch bloßes Benennen „Hören“ schneiden wir die Konzepte ab. was gerochen. Jede hat ihre charakteristische Funktion (z. Ideen. sodass sie erscheinen wie ein einziges Teil.Diese mögen sich später zu weiteren abstrakteren Ideen entwickeln. Vier Arten der scheinbaren Solidität/Festigkeit (ghana paññatti) 1. Die Prozesse folgen so schnell aufeinander. Letzter Prozess 2. Bedeutung 4. Bedeutung oder Idee 4.und Tastobjekten: 1. die durch komplexe Bedingungen fein zusammengestrickt sind. sodass es scheint. 194 . 2. speziell. eine Menge an Folgekonzepten abschneidet. Mit dem Hörprozess: 1. 3. die sehr fein und schwer zu erkennen sind. als wären sie eine sich nicht verändernde Erscheinung. B. Und hier nun wieder dasselbe mit den Riech-. Schmeck. Deshalb macht man den Fehler das Bewusstsein für eine einzige Arbeitseinheit anzusehen. Benennen Nur durch das Notieren des Geruchs mit „Riechen“ etc. Samuha ghana (Kompaktheit der Menge) Die mentalen und geistigen Prozesse sind aus so vielen Eigenschaften oder Phänomenen gemacht. wenn sie mit anderen Sinnestoren oder Ideen verbunden werden. Hier können wir schon erkennen. Ansammlung der Geräuschformen 3. geschmeckt oder getastet wurde.

Halluzinationen der Gedanken Basierend auf den Halluzinationen der Wahrnehmung entwickelt man falsche Gedanken und Schlussfolgerungen. Sehr klar und konzentriert um durch die Komplexität hindurchzusehen und klar die Natur des Objektes wahrzunehmen. nicht gut hört. können wir von hier ausgehend klar erkennen. Um durch diese ganzen Konzepte auch nur für einen Moment durchzubrechen. Diese Halluzinationen entstehen im aufsteigenden Maß: 1. B. Wenn man z. entstehen zu lassen. Nibbāna – das Unbedingte 195 . dass die Welt dauerhaft. Beweglich und schnell genug ii. Bewusstsein (citta) – z. Halluzinationen der Ansicht Mit vielen Halluzinationen der Gedanken erfasst man falsche Ansichten hinsichtlich des Lebens. 3. Deswegen entstehen falsche Wahrnehmungen und Halluzinationen. Arammana ghana (Kompaktheit der Objekte) Da das Bewusstsein und die Prozesse mit hoher Geschwindigkeit ablaufen. Der abhidhamma klassifiziert die „Letztendlichen (paramattha dhamma) in vier Hauptkategorien: Realitäten“ 1. B. heilsames und unheilsames Bewusstsein 2. Gestalten etc. Bewusstseinsbegleitfaktoren (cetasika) – z. B. Geistige Zustände. Gründlich und kontinuierlich. wie an der Ansicht festhalten. der eigene Schatten gehöre zu jemand anderem. perfekt glücklich ist und sich auf ein immerwährendes Selbst bezieht. Materie (rūpa) – z. erscheinen auch die Objekte so. Zum Beispiel denkt man. könnte man die Absichten und Untertöne von anderen missverstehen.4. B. als würden sie in einem Bild auftauchen um Formen. sodass kein Stein unumgedreht bleibt. dass unsere Achtsamkeit wie folgt zu sein hat: i. Halluzinationen der Wahrnehmung Falsche Wahrnehmung eines Objektes. 2. das Element der Härte 4. Gier 3. um also die Realität zu durchdringen. iii.

oder wo sie sich im Moment befinden. vergessen. dass man beim Achtsamsein auf Geist und Materie keinerlei Lebewesen finden wird. da diese Gefühle feiner sind und eine schärfere und stärkere Achtsamkeit benötigen. Das Benennen muss gesteigert werden. wenn die Realitäten sehr gut notiert werden können. Aber vipassanā ist nicht bloßes Benennen oder Aufsagen. Wenn sie klar die Bewegung. muss auch das Benennen aufgegeben werden. Mit erhöhter Achtsamkeit auf die Realitäten und ihr Verhalten. Zum Beispiel ist es für sie nicht möglich die jhāna (Vertiefungs-) und lokuttara (überweltlichen) Bewusstseinsarten zu erkennen. Mit weiterem Fortschritt wird es sehr viele dieser mit großer Geschwindigkeit entstehenden und vergehenden Phänomene geben. Deshalb notieren Anfänger. 196 . Im Laufe des Fortschritts. wenn jemand überhaupt irgendeine Vipassanā-Einsicht haben möchte. unbefriedigend und als Nicht-Selbst erkannt werden müssen. Mit konstanter Hilfe des Benennens der einzelnen Schrittphasen wie „Heben. die Hitze und Kälte erfahren können. der Richtung. Tatsächlich sind die Anfänger nicht in der Lage. das Ziehen. des Raumes und der Zeit verwerfen. Dann muss das Markieren aufgegeben werden oder es wird zum Hindernis. Objekte ohne Konzepte zu notieren. Neutrale Gefühle werden auch nur von erfahrenen Meditierenden erkannt. Spannung. Zum Beispiel: a) Gehmeditation Zuerst machen die Meditierenden noch ihre Gehmeditation mit der Form der Beine in ihrem Geist. da sie so lange Umgang mit ihnen hatten. da sie beim Anfänger nicht entstehen. kann der Meditierende auch die Zeit. die vom Meditierenden als unbeständig. wird die Gestalt der Beine bald verworfen werden. Manchmal ist es besser ohne sie zu meditieren. muss man andere Konzepte wie das der Form. um die Situation zu erleichtern. Wenn die Konzentration tief wird.Kurzgefasst sind diese (das Letzte ausgenommen) geistige und materielle Prozesse. die als „Heben“ und „Senken“ benannt werden. Deshalb darf man nicht blind daran hängen. wenn die Achtsamkeit mehr Phänomene notieren kann. Jedoch kann dies alles nicht vom Anfänger erkannt werden. b) Sitzmeditation Zuerst richtet man seine Achtsamkeit auf die Bewegung der Bauchdecke und anderer Erfahrungen. die ihr mit der Zeit erkennen werdet. ihn auf die Realitäten zu richten. reale Konzepte um ihren Geist zu helfen.“ „Schreiten“ richten die Meditierenden den Geist auf die verschiedenen Erfahrungen aus. der Gestalt. Von den Konzept-Ideen muss das Konzept des Lebewesens verworfen werden. Es ist klar. egal wie stark man es versucht. Es gibt da auch feine Konzepte wie des Glücklichseins und der Realität. die Richtung.

. B. Zu Zeiten wo das „Heben“ und „Senken“ sehr klar und langsam ist. aber auf Realitäten aufgebaut ist.“ dem Geist helfen den aktuellen Moment zu notieren. Es muss aber noch zur Vorsicht eine andere Bemerkung gemacht werden. Heben. Das ist unnütz! 197 . werden sie oft gebeten ihre Erfahrungen in ihren eigenen Worten zu beschreiben und gründlich zu berichten. dass das die Idee eines Selbst hervorrufen könnte. kann man den Sinn für die Richtung verlieren und es ist deshalb besser es so benennen. Es ist essenziell. dass der Geist noch in theoretischem Denken und Konzepten verwickelt ist. Das Verwerfen von Konzepten kann bei falschem Verständnis zur Desorientierung in der konventionellen Wahrnehmung führen. wie sie entstehen und vergehen. Leute. zu erfahren. Die Meditierenden schärfen ihre Achtsamkeit. Wenn die Momente als sich sehr schnell verändernd wahrgenommen werden können. trennen kann. Härte etc. Wenn man dabei nicht vorsichtig vorgeht. wie es sich anfühlt anstatt mit „Heben“ und „Senken. ist es sehr schwierig diese Bewegungen alle zu benennen. Heben.“ Hier kann man entweder eine angemessenere Benennung benutzen oder sie alle beiseite legen. kann der Geist so eventuell zu weiterer Desorientierung und Desorganisation geführt werden. dass die konzeptionelle und konventionelle Welt zwar im ultimativen Sinne nicht real.. die ablehnen die Worte „ich“ und „du“ zu benutzen. Um den Meditierenden zu helfen klarer zu sehen. Das muss akzeptiert und darin muss gelebt werden. dass man versteht. Es gibt z. indem sie versuchen von Moment zu Moment alle dieser Realitäten. Ein häufiger Gebrauch derselben zeigt. Technische Ausdrücke wie dukkha sind dann definitiv zu vermeiden. werden mehr Benennungen „„Heben.Wenn man die „ziehenden“ und „drückenden“ Bewegungen und die anderen Erfahrungen wie Druck. weil sie denken.

der sich in jedem Moment neu ereignet. Wenn dem so ist. dass die meisten Buddhisten wissen. ist in der Lage den dicken Schleier des Wahns zu durchdringen und einen von den Befleckungen und dem Leiden zu befreien. Schwierige Situationen auf dem Weg In den letzten paar Jahren haben eine große Anzahl an Malaien mit Einsichtsmeditation angefangen. während ihres sterblichen Lebens als Hausleute verbleiben. wie sie beim Meditierenden gewöhnlich erscheinen: 1. Da unsere Wogen des Verlangens noch sehr stark sind und unser Wissen meist noch oberflächlich ist. Furcht 3. wenn sie ausreichend kraftvoll und richtig ausgerichtet ist. Von dem erhaltenen Feedback könnten wir eine Liste der entstandenen Probleme erstellen. ist unser Geist sehr wachsam auf die uns umgebenden Situationen . aber das hilft auch nicht das Problem zu lösen. Der Konflikt von Begierde und Wertschätzung 2. wenn nicht alle. Diese konzentrierte Bewusstheit. Die Praxis der vipassanā bhāvanā handelt vom anstrengenden Einüben und ununterbrochener Achtsamkeit auf jeden körperlichen und geistigen Prozess. wie . Einige werden sich anstrengen beides zu erreichen. Zu Recht sollte ein Buddhist in seinem ganzen Leben das spirituelle Ziel im Auge behalten. Aber es ist auch schnell einsehbar.C. Weshalb entstehen Probleme? Achtsamkeit ist Bewusstheit der Dinge so wie sie sind. Wenn wir achtsam sind. Achtsamkeit ist überall hilfreich.“ Ich denke. dass spirituelles Glück besser und dem weltlichen Glück überlegen ist. Wir werden sie hier jedoch etwas allgemeiner behandeln. Mangel Konflikte Der häufigste Konflikt ist der zwischen materiellen und spirituellen Ambitionen. Schon der dhammapada sagt: „Ein Weg in der Tat erreicht weltliche Ziele Ein Weg in der Tat führt zum nibbāna. das am Ende wirklich zählt. obwohl sie es versuchten. damit sein Leben eine spirituelle Beimengung hat. um sich und andere über die weltlichen Probleme zur überweltlichen Befreiung 198 . Andere versuchen eines von beiden zu ignorieren. Ich klassifiziere die Probleme.mögen einige Meditierende fragen -können dann Komplikationen entstehen? Die Antwort ist einfach. Sie sind nicht achtsam.und handelt entsprechend. sowohl ihre spirituellen als auch ihre weltlichen Ambitionen und fühlen sich zerrissen. dass spirituelles Glück wesentlich schwieriger zu erhalten ist als materieller Besitz. Es ist spirituelles Glück.“ Ohne Achtsamkeit treten allerdings Probleme auf. werden die meisten von uns.ob das nun profitabel ist oder nicht .

Es ist vielleicht besser zu fragen: „Gibt es eine absolute Wahrheit?“ Die Frage kann weiter verfeinert werden zu: „Gibt es das. o Herr. als wenn man einem Verirrten den Weg weisen oder in die Dunkelheit eine Öllampe bringen würde . wird sehen ebenso hat der Erhabene auf mancherlei Art die Lehre erläutert. zum Erhabenen und zur Lehre und zur Mönchsgemeinde meine Zuflucht.! Gerade wie. die absolute Wahrheit.wer Augen hat. wird der dhamma bis zum vollständigen Aufhören der Daseinsgruppen in einem weiterleben. In den Schriften wurde es oft so ausgedrückt: „Wunderbar Ehrwürdiger Gotama. das auch Geiz (macchariya) und Neid (issā) aufgegeben wird. Es wird gesagt. Ich nehme. Erleuchtung) Folgendes passiert: Das Nibbāna-Objekt wird mittels eines Geisttorprozesses in ein Bewusstsein der Sinnessphäre übertragen. die friedvolle Glückseligkeit weiß und sie mit dem Geist wahrnimmt. wunderbar Ehrwürdiger Gotama. Der Erhabene möge mich als einen Laienanhänger betrachten. Umgestürztes aufgerichtet. was sich nicht verändert?“ In den meisten Fällen ist es vielleicht besser edle Stille einzuhalten. Das bedeutet. Doch dann. wird man in erbärmlichen Bedingungen enden. dass nach dem Auftauchen aus dem Gedankenprozess von Pfad und Frucht (d. Mit diesem Bild hat man für immer Folgendes aufgegeben: • Die falsche Sicht eines Selbst (sakkāya di hi) • Zweifel betreffend der drei Kleinodien (vicikicchā) • Das Annehmen von anderen Praktiken als den edlen achtfachen Pfad um aus dem samsara zu entkommen (sīlabhata parāmāsa) • Sinnesbegehren. das von Wissen (pañña) begleitet wird und das die aktive Phase (javana) durchläuft. o Herr. dass man klar um das unbedingte Element.zu erheben. Verborgenes enthüllt worden wäre. Wenn man die Kultivierung seiner eigenen innersten Freiheit ignoriert.“ Wenn dies tatsächlich passiert. das zu den jammervollen Zuständen führt (apayagamaniya kāmaraga) • Übelwollen. der von heute an zeitlebens Zuflucht zu ihm genommen hat. das zu den jammervollen Zuständen führt (apayagamaniya patigha) In den Kommentaren wird erwähnt. Im abhidhamma wird erklärt.h. was ist die Motivation? 199 . dass man unerschütterliches Vertrauen in die drei Kleinodien besitzt und nie wieder die fünf Sittenregeln überschreiten kann.

dass sie nicht länger in der Lage sind ihr Bodhisatta-Versprechen (ein samma sambuddha zu werden) einzuhalten.„Ist nicht das Leiden genug Motivation?“ ist eine Gegenfrage. allem weltlichen Glück oder den Besitztümern entsagen muss. „Warum dann aber nicht andere Wege. Einige fürchten vipassanā-bhāvanā zu praktizieren. einer ist pragmatisch. entsteht Glauben. es unwahrscheinlich ist. wenn man ein erhabenes Ziel wie das Erreichen des nibbanās hat. dass man die überweltlichen Stadien während der Meditation erreicht. Das ist auf keinen Fall eine grundlose Furcht. Wenn die Entscheidung getroffen wurde. Was es auch immer für eine Wahl sein mag. 200 . Das bedeutet. wenn man ernsthaft versprochen hat ein bodhisatta zu werden. wegen der Traditionen und der heiligen Schriften etc. dass. aber wir müssen unsere Mängel anerkennen. und flexibel (d. Mögen die Bewegungen eurer zweitrangigen Ziele stetig in Richtung des einen Zieles fortschreiten. Wenn man praktiziert. nicht bloß wegen des Hörensagens und der Gerüchte. lasst sie fest. Beide Pfade sind sehr edel. Als Resultat dieser Furcht hören einige Leute auf zu meditieren. deswegen bleiben sie in ihrem Meditationsfortschritt stehen. wie viel man sich für die Spiritualität oder für die materiellen Entsagung anstrengen wird. andere Methoden?“ Eine Antwort wird im kalama sutta gegeben. wo einem geraten wird. zu glauben.“ Sehr oft bekam ich diese Antwort von meinem Lehrer auf viele meiner Fragen und es ist auch eine Antwort. edel (bedenkt im Geist die spirituelle Relevanz). die definieren. Man wird deshalb zweitrangige Ziele haben. Das Erreichen des nibbanās ist das letztendliche Ziel aller Buddhisten. Das bedeutet jedoch nicht. Abnorme Verhaltenstendenzen und falsche Praxis. man ohne Mangel sein muss. werden sich die Dinge klären.h. Zum Beispiel müssen wir die Art der Berufswahl bedenken. Deshalb wird die beste Antwort vielleicht sein: „Wenn ihr genug praktiziert. Jedoch kann man diese Ambition ruhig aufgeben und sich für Arahatschaft entscheiden. realistisch (bedenkt die reale Situation – die Umgebung – das Gute und das Böse). wenn man die Schwelle des Pfades erreicht. Leute könne aus verschiedenen Gründen „explodieren. da sie dann den Pfad erreichen könnten. Tatsächlich muss man nichts Derartiges befürchten. da. sollte sich der Konflikt legen oder zumindest nur noch sehr klein sein. die ich jetzt oft passend finde um sie anderen zu geben. Furcht a) Furcht vor dem Unbekanntem Dies schließt die Furcht verrückt zu werden mit ein. an die sich schnell ändernde Welt adaptierbar) sein.“ Wir werden sie in zwei Kategorien packen. der andere idealistisch.

Es mag sein. wenn Dinge nicht so laufen. dass sie entweder zusammenbrechen und heulen oder sie versuchen sich selbst und andere davon zu überzeugen. wenn es solche gibt. den Lehrer informieren und ihn von den Problemen oder vorherigen Zusammenbrüchen berichten. dass der Meditierend mit den falschen Motiven begonnen hat. Viele Leute in dieser zielorientierten Welt hängen dermaßen daran sich Ziele zu setzen. Wenn das bei euch so ist. Man sollte eine Beratung aufsuchen. während es sich bei anderen um genetische Faktoren handelt. Leute meditieren aus verschiedenen Gründen.Die Einstellung ist ein anderer wichtiger zu beachtender Faktor. euer Ärger noch viel stärker ist.i. haben. ist der Geist unheilsam und so werdet ihr damit enden. um Millionäre zu werden. Wenn ihr meditiert. Wenn Achtsamkeit abwesend ist. wenn solche sehr starken Tendenzen während eines Meditationskurses in einem auftauchen. Das Ergebnis ist. werdet ihr sehr wahrscheinlich noch egoistischer und verblendeter enden. ii Falsche Praxis Was hier gemeint ist. dass. . Wenn eure Motive egoistisch sind. Es gibt eine oft gestellte Frage von Meditierenden: Wie können wie erkennen. wenn der Meditierende mit falscher Konzentration weitermeditiert. dass sie schrecklich frustriert sind. dass wir verrückt werden? Die Antwort: Wenn ihr denkt 201 . um mit unsichtbaren Wesen zu sprechen oder die Gedanken anderer Leute zu lesen. ist falsche Konzentration im Vergleich zu rechter Konzentration. werden sie euch führen. Intensive Retreats besonders ohne Leitung sind nicht empfehlenswert. Das bedeutet. empfehle ich euch. Ein solcher Geist ist nicht sehr von dem eines Verrückten verschieden und es wird noch schlimmer. Der Unterschied ist die An. dass sie das. die vielleicht nicht nur in diesem Leben akkumuliert wurden. Es disqualifiziert einen nicht wirklich davon vipassanā zu praktizieren. wie sie sich das vorgestellt haben. Dies tritt bei Leuten mit starken Neurosen auf. die Befleckungen (Gier. sondern auch aus vorherigen. was sie nicht haben. wenn ihr gierig oder im Wahne seid. In einigen von uns (glücklicherweise nur wenigen) ist die Tendenz zusammenzubrechen stärker als bei anderen. Es ist deshalb ratsam eure weltlichen Probleme . Das Ziel von vipassanā ist. Es muss nur unter ständiger Beaufsichtigung durch einen erfahrenen Lehrer stattfinden.so gut ihr könnt vor der Meditation zu behandeln. Was lief falsch? . euren Zorn und euren Wahn erhöht. Abnorme Verhaltenstendenzen Tief in unserem Geist liegen latente versteckte Tendenzen und zwar gute wie schlechte. Wenn ihr sie nicht führen könnt. Es ist nicht ungewöhnlich. solltet ihr extrem vorsichtig mit eurer Meditation umgehen.oder Abwesenheit von Achtsamkeit. wenn ihr ärgerlich seid. dass ihr mit dem Meditieren aufhört. Hass und Verblendung) durch konstante und ununterbrochene Achtsamkeit auf die körperlichen und geistigen Prozesse aufzugeben. Genauso ist es auch. dass die Konzentration eure Begierde.

des Leidens und des Nicht-Selbst) zu durchdringen. die mit ein wenig Geduld weggehen. auf dem man Achtsamkeit und Konzentration aufbauen kann. . ist es weise mit der Meditation aufzuhören. Später mag sich der Schmerz infolge der tiefen Konzentration intensivieren.ihr seid ein Arahant (oder so etwas Ähnliches). fähig die Gedanken anderer Leute zu lesen. Stimmen oder Gefühle) sein können. Man kann sich auch im Geist vorstellen. wenn wir besessen davon sind. Bitte notiert die Furcht. Die Natur bewegt sich in ihrem eigenen Tempo und es ist nicht hilfreich ungeduldig zu sein. müsst ihr das Objekt ignorieren und den mentalen Zustand notieren. da er ein scharfes Objekt darstellt. Beim vipassanā werden sie achtsam notiert und sie vergehen dann normalerweise. Das Problem ist. damit er stark und unbeeinflusst bleibt und um seine (die des Schmerzes) wahre Natur (der Unbeständigkeit. sodass sie wieder und wieder erscheinen und so diesen unheilsamen Geisteszustand intensivieren. dass ihr verrückt werdet.Das Handhaben von Objekten auf falsche Weise. Wenn die ungewünschten Objekte extrem machtvoll oder hartnäckig sind. Dies ist vergleichbar mit einem Kind. die andere nicht hören und sehen können. weil sie bitter ist. Mehr Wissen über den dhamma kann helfen dies zu überwinden. dass es eine Menge Freude und Vorteile durch die Meditation gibt. Danach macht man dann die Erfahrung. Wenn sie bestehen bleiben. Wenn das Objekt (das Schreckliche oder Glückselige) weiterhin vorherrscht. ist der nächste Schritt sie zu ignorieren und ein anderes Vipassanā-Objekt (wie „Heben“ und „Senken“) zu beobachten. dass er aufhört. Der Anfänger wird den gewöhnlichen Anfängerschmerzen gegenübertreten müssen. Wir müssen besondern achtsam sein. Wenn das nicht funktioniert. ist es besser aufzustehen und Gehmeditation zu machen. Aber in der Meditation benutzen wir ihn um unseren Geist zu trainieren. Im Laufe der Praxis mag der Meditierende auf ungewöhnliche Erfahrungen treffen. Wenn Anhaften an Furcht entsteht. bis er verschwindet. b) Furcht vor Schmerzen und körperlicher Behinderung Schmerz ist eine unvermeidbare Erscheinung. dann besteht da eine Möglichkeit. wenn man zu viel Schmerzen hat. sowohl in der Meditation als auch im Leben. euch an eure vergangenen Leben erinnern könnt. dass die Meditierenden an diesen Phänomenen anhaften können. bis ihr einen richtigen Rat bekommt. Außerdem könnt ihr versuchen den Schmerz zu ignorieren und stattdessen ein anderes Objekt beobachten. Bei erfahreneren Meditierenden kann der Schmerz tatsächlich willkommen sein. Lebewesen seht und hört. die sehr schrecklich oder glückselig (so wie Bilder. 202 . dass wir Fortschritte machen. das seine Medizin nicht nehmen kann. Furcht entsteht auch. hilft oft die Betrachtung der Vorzüge eines Buddha. wenn sie entsteht. Sonst entsteht falsche Konzentration.

Zumindest am frühen Morgen oder vor dem Schlafengehen. einen kühleren und ruhigeren Platz zu finden. Familie). gehen. ist nicht akzeptabel. Man hat sicher etwas Zeit zur Verfügung (vielleicht nicht genug). Wenn der Platz laut ist. Man kann genauso „Hitze“ oder „Kälte“ notieren.Einige Leute fürchten. Viele Krankheiten. aber wenn das nicht möglich ist (weil sie zu stark und andauernd sind). kann „Hören“ von „Geräuschen“ euer Vipassanā-Objekt sein. Mangel a) Unangemessene Orte Das ist gewöhnlich eine der schlechtesten Entschuldigungen. Entschlossenheit. hohen Blutdruck etc. entsteht durch weltliche Verpflichtungen (Beruf. Hämorrhoiden. c) Mangel an Lehrern Es gibt ein Mangel an Meditationslehrern. Herzrhythmusstörungen. bevor man aufgibt und auch versuchen die Furcht zu notieren. denken etc. die als chronisch und unheilbar galten. Hiervon gibt es zwei Arten: Ohne tatsächliche Leiden und mit realen Leiden z. wenn sie aufhören zu meditieren. was wir gerade im Moment tun. Damit bin ich einverstanden). Keine Zeit zum Meditieren zu haben. Es sollte auch erwogen werden. Es ist vielleicht korrekter zu sagen. Wir können auch andere Tugenden einüben neben reiner Achtsamkeit wie die zehn Vollkommenheiten. Weisheit. Vorher sollte man aber zuerst die Absicht notieren. während sie den Schmerz beobachten. dass sie dauerhaft behindert sein könnten oder sterben. bis die Achtsamkeit und die Konzentration machtvoll genug sind. Leute haben schon mehr als sechs Stunden gesessen ohne hinterher Krüppel zu sein. dass es einen Mangel an qualifizierten Meditationslehrern gibt. Verzicht. Ohne tatsächliche Leiden: In diesen Fällen verschwindet der Schmerz sehr schnell. wurden durch vipassanā überwunden. bis sie weggeht. Wahrhaftigkeit. Geduld. 203 . liebende Güte und Gleichmut. Mit realen Leiden: Medizinische Hilfe sollte in solchen Fällen vor Meditationsanfang in Anspruch genommen werden. b) Zuwenig Zeit Dieser scheinbar zu rechtfertigende Grund warum Leute nicht genug Zeit finden können zu meditieren. B. Es ist auch nicht sehr schwer. wenn man es wirklich will. Außerdem können wir Achtsamkeit bezüglich unserer täglichen Aktivitäten üben durch völlige Wachheit und Verbundenheit mit dem. Beim vipassanā wird der Schmerz und die Furcht zuerst direkt notiert. Aber es braucht eine Menge an Anstrengung und Willenskraft. Großzügigkeit. Asthma. werden sie ignoriert. Entsagung. reden. Die Furcht ist tatsächlich grundlos. sei es fahren. dass es äusserst günstig ist während der Meditation zu sterben. Energie. sie wieder zu bremsen.

dass es das Beste für alle Beteiligten ist. klares Verständnis der Kunst der Geistentwicklung durch eigene Erfahrung. ist es kein Wunder. Verblendung) sollte schwach sein. dessen Temperament zu unserem passt. deshalb sollte nicht die Meditation beschuldigt werden. dass unser Geist verstört ist. werdet ihr kein Problem haben euren Geist zu konzentrieren. als ob sie nicht nur ihre Zeit verschwenden. sodass der Meditierende schnell und sicher auf dem Pfad der Läuterung fortschreiten kann. • Wie viel Stunden am Tag meditiere ich? Tu ich es jeden Tag ernsthaft? Ihr könnt nicht zu viel erwarten. Kompetentes Wissen.Was für Qualifikationen? Es ist eine unleugbare Tatsache. Der Lehrer sollte Entsagung üben. kann man so definieren: Man braucht gründliche Praxis. Seine Ruhe sollte klar durch den ruhigen und unerschütterlichen Geisteszustand erkennbar sein und die Stärke der Befleckungen (Gier. Solche Personen sollten sich selbst Folgendes fragen: • Habe ich die Sittenregeln gut eingehalten? Wie beherrscht bin ich in meinem Alltag? Wenn wir stark in Genuss schwelgen. wie man meditiert. Es ist auch vernünftig einen Lehrer zu wählen. ist die extrem unruhige Natur ihres Geistes. sollten sie fähig sein sich zu konzentrieren. wie man meditiert und kompetent genug ist. es anderen beizubringen. Dem Übel absagen ist die Grundlage von Konzentration. Anfängliche Instruktionen sollten besser persönlich gegeben werden. Überflüssig zu sagen. was Meditation ist und wie sie durchgeführt wird . damit man die Praxis fortsetzen kann. Hass. Infolge des Mangels an Lehrern dürfte es weise sein nach den Retreats . sondern auch unnötigerweise mehr leiden. dass effektive Kommunikation zwischen dem Lehrer und Schüler wichtig ist.in denen ihr die Tage in intensiver Meditation verbringen könnt und eine gute Vorstellung davon bekommt. wenn ihr es nicht richtig versucht. 204 . das mit ausreichend Wissen über die buddhistische Lehre ausgestattet ist. Wenn ihr regelmäßig. die man bei ihm durch Einhalten der Sittenregeln beobachten kann. Wenn diese Leute Achtsamkeit im Alltag üben. warum Leute die Vipassanā-Praxis aufgeben. wenn der Meditationslehrer wirklich weiß. Ein Meditationslehrer ist auch in der Lage präzise Instruktionen und rechtzeitige Ermutigung zu geben. ernsthaft und begeistert praktiziert. Danach sollte man regelmäßigen Briefwechsel pflegen. Das bedeutet. wie sie im Palikanon und seinen Kommentaren verkörpert wird. scheint es. Man muss ein mitfühlendes Herz haben. d) Mangel an Konzentration Ein anderer häufiger Grund. Wahrheitstreue und Offenheit ist dabei der Part der Schüler. Anstatt Frieden zu finden. Die Kompetenz den Weg zu zeigen kann so definiert werden.Ausschau nach guten Lehrern zu halten.

Habt ihr regelmäßige Interviews gehabt? Es ist ein Wunder. Praxis ist. genannt. bevor sie die eher anstrengende Aufgabe der Vipassanā-Praxis aufnehmen. Vertrauen zu erlangen. Es sind: 1. wenn wir es genau betrachten. Mettabhāvanā Das Ausstrahlen von liebender Güte zu einem oder mehreren Lebewesen (überwältigt Übelwollen. die einen großen Bedarf an Freude und Frieden haben. Als Grundlage des Vertrauens wird das Objekt. dass es euch nicht noch schlechter geht. Unzufriedenheit.• Habt ihr richtige und vollständige Instruktionen erhalten. ist die Unfähigkeit die eifrige Praxis aufrechtzuerhalten oder zumindest regelmäßig zu sitzen. Die vier Schutzmeditationen Starke Befleckungen können die Ursache sein. Die vier Schutzmeditationen helfen denjenigen Leuten. Diese wird gewöhnlich erst nach vielen Interviewsitzungen und Diskussionen mit dem Lehrer (weil wir normalerweise nicht richtig hören und dazu neigen zu vergessen) erlangt. das Vertrauen (saddha vatthu) einflösst. wenn sie richtig ausgeführt wird. Maranasati Todesbetrachtung (überwältigt Furcht vor dem Tod und legt einem die Dringlichkeit nahe) Die Burmesen empfehlen jede dieser Schutzmeditationen zwei Minuten lang (also insgesamt 8 min. die aufgebrachte Anstrengung. wenn ihr nicht die richtige Anleitung bekommen habt. 4.) vor der Vipassanā-Praxis auszuführen. Außerdem können wir nicht leugnen. Das ist aber entscheidend für den Fortschritt. Asubha Betrachtung der Widerlichkeit des Körpers. 205 . Anhaltende Praxis Ein anderes Problem dem der Vipassanā-Meditierende gegenübertritt. Buddhanussati Die Betrachtung einer oder mehrerer Vorzüge des Buddha (generiert Vertrauen und Energie) 2. dass reine Samatha-Meditation einem schnell hilft starke Konzentration zu erlangen. 3. dass Leute ihre reine Vipassanā-Praxis aufgeben. Das sind die 32 einzelnen Körperteile (überwältigt Lust). flösst Freundschaft ein). Diese Fähigkeit (Tatkraft) ist sehr von der Fähigkeit Glauben/Vertrauen abhängig. Sie hilft uns auch in unseren weltlichen Angelegenheiten. Deshalb werden die vier Schutzmeditationen oft vor der VipassanāPraxis empfohlen. ohne ihr eine faire Chance zu geben.

was ich dabei im Geist habe: • Der Buddha . • Die sangha – die Gemeinschaft der erleuchteten Schüler. Leiden in den niederen Daseinsfährten. B. • Dies behält uns in konstanter Kommunikation mit spirituellen Objekten. können wir sehen.oder Symbole. Krankheit. • Der dhamma – der durch das Rad des Gesetzes oder durch Bücher dargestellt werden kann oder durch die tatsächlichen Lehren oder Praktiken.Die drei Kleinodien sind das. Es sind: Geburt. denen man begegnet oder sie ausführt. Alter. wird definitiv Energie wachrütteln. Aktivitäten und Leuten und insbesondere verbinden uns diese direkt mit vipassanā. Fußabdrücke. um zum Ende des Leidens vorzustoßen. Sie helfen uns uns aufzurichten. dass er durch Betrachtung der acht Grundlagen der Ergriffenheit (samvega vatthu) aufgerüttelt werden kann. erreicht habt. Jemand. Bilder. das im Daseinskreislauf der Vergangenheit wurzelnde Leiden. 206 . bis ihr diese letzte Freiheit. nibbāna. die den Lehrer repräsentieren z. Bodhibäume und Reliquien. wenn unser Geist schwach ist. der diese Betrachtungen ausübt. Mögt ihr euch eifrig bemühen und niemals stagnieren in eurer Anstrengung. das im Daseinskreislauf der Zukunft wurzelnde Leiden das im Daseinskreislauf der Gegenwart wurzelnde Leiden. Tod. Wenn wir häufiger den Energiefaktor betrachten.

nicht tadeln. Barth) Visuddhi Magga Buddhagosha (Übersetzt von Nyanatiloka) (Jhana Verlag) In Englisch: The Power of Mindfulness Nyanaponika Thera (BPS) The Way of Mindfulness Soma Thera (BPS) The Four Foundations of Mindfulness Venerable U Silananda (Wisdom) Living Dharma Jack Kornfield (Shambala) The Basic Principles of Satipatthana Vipassana Practice and Other Lectures Sayadaw U Pandita (free publication) Weitere Bücher vom Ehrw. W. Deutsch & Chinese) Meditation on Loving Kindness (English) Awakening the Insight within (English) Divine Abodes (English & Chinese) Walking Iris (poems) The Door (poems) Wind in the Forest (poems) Funny Monks Tales 207 .Empfohlene Bücher In Deutsch: Geistestraining durch Achtsamkeit Nyanaponika (Beyerlein & Steinschulte) Vipassanā Meditation U Janakabhivamsa (In „Der Weg zum Nibbana“ Michael Zeh Verlag) Die Ausübung der Einsichtsmeditation Mahasi Sayadaw (In „Der Weg zum Nibbana“ Michael Zeh Verlag) Fortschreitende Einsicht Mahasi Sayadaw (In „Der Weg zum Nibbana“ Michael Zeh Verlag) Die sieben Stufen der Läuterung Ñanarama (In „Erkennen. Sujiva: Stilling of the Volcanoes (English. ändern“ Jhana Verlag) Die sieben Betrachtungen der Einsicht Ñanarama (DBU) Der Weg zur Erlösung Nyanatiloka (Beyerlein & Steinschulte) Im Augenblick liegt alles Leben Sayadaw U Panditabhivamsa (O.

um sich so ganz seiner Liebe zur Meditation widmen zu können. Nach Abschluss seines Studiums der Agrarwissenschaften wurde er Mönch. Bhante Sujiva meditierte als junger Mönch zuerst in verschiedenen Meditationszentren und Waldklöstern Südthailands und Malaysias. Bei einer mehrmonatigen. Seine Anweisungen beruhen einerseits auf seinem tiefen persönlichen Verständnis der Abläufe und andererseits auf seinem intuitiven Wahrnehmen der Anlagen einer Person. aufgewachsen und hatte bei einem chinesischen Chan-Lehrer die ersten Kontakte mit der Meditation. Schon damals faszinierte ihn die Beobachtung innerer Abläufe. Malaysia. Heute lebt er vorwiegend in Europa und hält zahlreiche Retreats in Deutschland und in der Schweiz sowie in Italien als auch in der tschechischen und slowakischen Republik ab.Lebenslauf Bhante Sujiva ist in einer chinesischen Großfamilie in Kuala Lumpur. strukturierten Unterrichtung durch burmesische Meditationsmeister (insbesondere bei Sayadaw U Javana und Sayadaw U Pandita) erfuhr seine Meditation eine bedeutende Intensivierung. 208 . Bhante Sujiva unterrichtet in einer flexiblen Art vipassanā (Einsicht) und samatha (Stille) Meditation.

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